Frauen wollen Pädagogik studieren, Männer etwas technisches

Ein Artikel behandelt die Studienwahl der Geschlechter:

Die Generation Z bestätigt nicht nur Klischees: Viele wollen im Job organisieren und suchen mehr Sicherheit im Berufsleben. Doch darauf sind die Unis nicht vorbereitet.

Die Interessen von vielen Jugendlichen decken sich mit traditionellen Geschlechterrollen. Das legen Daten nahe, die auf dem Studium-Interessenstest (SIT) von ZEIT ONLINE basieren. In den vergangenen fünf Jahren haben 500.000 Studieninteressierte daran teilgenommen, jetzt hat die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) eine repräsentative Stichprobe von 20.000 Profilen ausgewertet. Die typischen Domänen für Frauen und Männer bestehen weiterhin. Während sich 10,8 Prozent der Testteilnehmerinnen vorstellen können, später als Pädagogin mit Menschen zu arbeiten, interessieren sich nur 4,7 Prozent der jungen Männer für ein Studium in diesem Bereich. Gleichzeitig möchten mehr als sechsmal so viele Männer (16,8 Prozent) wie Frauen (2,7 Prozent) in einem technisch-forschenden Beruf arbeiten.

Das ist zum einen eine relativ große Datenlage, zum anderen bestätigt es die klassischen Geschlechterinteressen.

Es sei „erstaunlich, wie sehr die jungen Menschen Genderklischees reproduzieren“, sagt Kommunikationswissenschaftler Helmut Scherer, der die Daten mit seiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin Sophie Bruns ausgewertet hat. „Teilweise steigt die Diskrepanz zwischen Männern und Frauen in bestimmten Feldern sogar noch“, sagt Bruns. So ist zwar über die Geschlechter hinweg das Interesse an technischen Tätigkeiten gestiegen – bei Männern allerdings stärker als bei Frauen. Nur bei den managementorientierten Aufgaben bewegt sich das Interesse von Männern und Frauen aufeinander zu: Bei den Männern stagnierte es, bei den Frauen nahm es leicht zu.

Also auch hier nicht etwa eine Reduzierung, sondern sogar ein Anstieg. Das passt wenig zu den feministischen Theorien, aber sehr gut dazu, dass sich mit steigender Freiheit die biologischen Unterschiede in den Interessen durchsetzen.

Siehe dazu auch:

Die Studie selbst scheint noch nicht veröffentlicht zu sein, ich habe sie jedenfalls noch nicht gefunden. Wenn jemand sie schon gesehen hat, dann gerne einen Link in den Kommentaren posten.

33 Gedanken zu “Frauen wollen Pädagogik studieren, Männer etwas technisches

  1. Also haben deutsche Journalisten JETZT heraus gefunden, was man schon aus anderen Ländern kennt, in denen Menschen ein hohes Maß an Freiheit haben – und das als das Gender Equality Paradox bezeichnet wird. Paradox ist es aber nur weil es nicht mit feministischer Theorie zusammenpasst, etwas das bei feministischer Theorie grundsätzlich der Fall zu sein scheint.

  2. Ich kann das aus dem Bereich der Berufsbildung voll bestätigen; auch dort herrschen die beschriebenen Verhältnisse: Männer erlernen technische Berufe, Frauen Etwas, wobei man mit Menschen zu tun hat. Alle Änderungsversuche wie etwa Girlsdays haben daran nichts ändern können.

    Im übrigen haben wir hier wieder das gleiche Muster wie bei den Youtube-Videos von Frauen: entgegen aller Erwartung der Forscher herrschen klassische Geschlechstmuster vor.

    Allmählich kann man den Sozialkonstruktivismus in Geschlechterfragen wohl als empirisch widerlegt betrachten.

    • @El_Mocho

      Mein Problem mit der aktuellen Entwicklung ist, dass es den Feminismus der dritten Welle vom Haken lässt bei der Frage, wer das ganze Desaster zu verantworten hat.

      Wer hat denn für die Sichtweise gesorgt, dass eine geringere Repräsentation von Frauen in einem Berufsfeld automatisch deren Diskriminierung in diesem Berufsfeld aufzeigt?
      Wer hat verbreitet, dass einfach qua existierenden männlichen Mehrheiten daraus geschlossen werden kann, dass Frauen aus diesen wissentlich und willentlich ausgeschlossen werden?
      Wer hat also die Paranoia gegenüber „männlich dominierten Berufsfeldern“ erst erschaffen?
      Wenn per feministischer Dauerpropaganda die geringere weibliche Beteiligung an einem Berufsfeld generell mit Diskriminierung erklärt wird, welche junge Frau sollte sich dann
      freiwillig für dieses entscheiden?

      Stellenanzeige: „Sie erwartet ein toxisches Arbeitsklima, mit und in dem sie als Frau permanent entwertet werden. Machen sie sich keine Illusionen über einen Aufstieg, den verhindert unser boys club zuverlässig. Es erwartet sie der ganze normale Sexismus – man wird sie z.B. für inkompetent halten, nur weil sie eine Frau sind. Und das ist erst der Anfang, weil wir über das Ausmaß an sexueller Belästigung an dieser Stelle aus Platzgründen gar nicht reden können!“

      Dieser Feminismus war so geil darauf, Ausschlussmechanismen aufzuzeigen bzw. frei zu erfinden, dass sie im Grunde große Warnsignale vor den als „männlich“ denunzierten Berufsfeldern aufgestellt haben.
      Dass junge Frauen sich allein aus Sicherheitsgründen für klassisch weibliche Ausbildungs- und Studiengänge entscheiden, sollte das vor diesem Hintergrund verwundern?

      Das optimistische „Du kannst werden, was immer du sein willst und zwar ungeachtet des Geschlechts!“, prägend für die Jahre Mitte bis Ende der 90er haben sie mit bösartiger Konsequenz vernichtet.
      Besonders bösartig gegenüber all den Mentoren (männlich) in der Tech-Industrie, die frühzeitig den Frauenanteil in ihrer Branche erhöhen wollten und denen auf einmal attestiert wurde, Ausgeburten des Patriarchats zu sein.

      Diese dritte Welle des Feminismus hat nicht nur die Erfolge der zweiten Welle mit dem Arsch abgeräumt, sondern sie SIND die Sozialkonstruktivistinnen, die dieses Scheitern erst konstruiert haben.

      • Das wäre halt die Frage, in wieweit die Präferenzen auf a) den Sexismus des Patriarchats, dass Frauen von gutbezahlten Tätigkeiten fernhalten will, oder b) den Feminismus, der den Frauen den Mut nimmt, es in solchen Bereichen mal auszuprobieren, oder c) auf biologisch fundierte Verhaltensweisen zurückzuführen sind.

        Ich neige zu letzterer Auffassung.

        • Ich schätze, es ist eine Wechselwirkung von b und c.

          Ist bei Männern ja nicht anders.
          Ich kenne 4 Männer, die nach einer handwerklichen Ausbildung, bzw. begonnenem technischen Studium doch eine Ausbildung zum Erzieher gemacht haben, nachdem sie sich zuerst nicht getraut haben. Ich würde schätzen, dass Männer insgesamt bei der Berufswahl sogar häufiger auf Präferenzen verzichten als Frauen.

          • „Ich würde schätzen, dass Männer insgesamt bei der Berufswahl sogar häufiger auf Präferenzen verzichten als Frauen.“

            Männer sind erwiesenermaßen wesentlich breiter bei der Auswahl potentieller Berufe aufgestellt, als Frauen.
            Und Männer verzichten häufiger auf Präferenzen, weil von ihnen immer noch unverändert erwartet wird, später eine Familie ernähren zu können. Damit fallen viele Berufe als Zukunftsziel weg, die vielleicht den persönlichen Neigungen entsprächen, aber die primäre Aufgabe nicht abdecken können.
            Das ist mit Sicherheit ein gewichtiger Grund, weshalb Männer deutlich seltener in sozialen Berufen zu beobachten sind.

          • Nicht zu vergessen, dass Männern in gewissen Berufen latent unterstellt wird, sich an Kinder heranmachen zu wollen. Dass Frauen (Mütter) durchaus genau so häufig sexuellen Missbrauch begehen, nimmt in unserer Gesellschaft dagegen niemand wahr.

            Männer unterliegen bei der Berufswahl des Erziehers also einerseits dem Klischee, sexuell orientiert vom anderen Ufer zu blicken und müssen mit Diffamierung und Gerede rechnen. Und all das zusätzlich zur gesellschaftlich geforderten Rolle des Ernährers.

            Denn auch da sind Feministinnen allenfalls Maulheldinnen. Groß herumlabern und „Gleichberechtigung“ fordern, wenn es aber ums Arbeiten geht, werden sie ganz klein mit Hut.

          • @Mario: Ja, das war tatsächlich auch ein Grund, den die 4 Bekannten nannten. Einer ist schwul und bei ihm war es der ausschlaggebende Punkt und die Angst vor eventuellen Diffamierungen schwingt nach wie vor mit.

          • @Anna
            Was genau tust du um die Diffamierungsgefahr zu reduzieren?
            Männer sagen euch ständig das ihr aufhören sollt zu lügen, aber auf uns hört ihr nicht. Warum auch immer.
            Du hast jetzt die Wahl, deine Mitfrauen wieder in den Griff zu bekommen (Lügen ist böse, und nein wenn du Sex bereust ist es keine Vergewaltigung. Und nein der Mann der gerne mit Kindern arbeitet ist noch kein Pädophiler), oder die Männer werden es euch früher oder später wieder einprügeln.

            Das ist keine Drohung, das ist eine Prognose. Warum glaubst du sind muslimische Nationen viel eher bereit Frauen Gewalt anzutun? Und damit meine ich nicht nur die Kuffar-Frauen.
            Ganz einfach um den Blödsinn, den wir heute sehen („Harassment is defined by the vicitm“) zu unterbinden.
            Und nein ihr könnt euch dem nicht widersetzen, Energie ist Geschwindigkeit * Masse, und diese können Männer besser aufbringen, Puppenhausträume werden dir da nicht weiterhelfen.

        • @El_Mocho

          1. Ideologie und Bürokratie: Diese Klappskallis haben durch die Erfindung eines Patriarchats, das Frauen von gutbezahlten Tätigkeiten in MINT fern hält (inkl. aller Mittel und Mechanismen s.o.) erst dafür gesorgt, dass sich junge Frauen von gut bezahlten Tätigkeiten in MINT fern halten.
          Ihr Augenmerk galt in erster Linie der Schaffung einer Gender/Gleichstellungs-Bürokratie, deren Interesse die Selbsterhaltung per Verwaltung, nicht die Überwindung von Disparitäten ist.
          Dann wären sie nämlich arbeitslos.

          2. Sozialisation/Erziehung: Man hätte bspw. speziell Väter von Töchtern in Sachen frühzeitigem Interesse an Technik adressieren können, aber – dank feministischer Schulung (s. Bürokratie) wissen wir – Väter sind a. familiär überflüssig und b. als Stellvertreter des Patriarchats schädlich.
          Dann durchlaufen diese Töchter eine Grundschule, die von 85% weiblichem Lehrpersonal geprägt ist und vom Genderismus durchseucht. Wenn sie ab der 5. Klasse am Girl`s Day teilnehmen könn(t)en, ist der Drops gelutscht.

          3. Politik und Kultur: Politisch ist konsequent Technik auf „männlich“ und Männlichkeit auf Destruktivkräfte festgelegt worden, damit wurde beides mehr oder weniger austauschbar.
          In der aktuellen Klimadebatte sind die üblen männlichen Kohlekraftwerke Kern des Problems, doch bei Konstruktion, Entwicklung, Produktion von Erneuerbaren sieht es finster aus in Sachen Frauenanteil.
          Sozusagen klimatisch wurde es zudem attraktiver (und lukrativer) den Umstand zu bejammern, dass Frauen in MINT nicht adäquat „repräsentiert“ sind, als selber ein MINT-Fach zu ergreifen.

          4. „Biologie“ oder biologisch fundierte Präferenzen ist inzwischen ein ebensolcher Ausredenkalender geworden wie „Patriarchat“ für den Feminismus.
          Computer Science in den USA hatte einen Frauenanteil von über 35% bis Mitte der 1980er, der sich 20 Jahre später halbierte.
          Wo waren die schlechten Lebensverhältnisse in den USA in den 70ern und 80ern, welche die Frauen gezwungen hätte, dieses Fach zu studieren?
          Welche „biologisch fundierten Verhaltensweisen“ haben sich 20 Jahre später geändert?

          Vor diesem Hintergrund eines konstruierten Desasters von „biologisch fundierten Verhaltensweisen“ zu reden entlässt diesen Feminismus aus der Verantwortung für diese Zustände.

          • @crumar

            Computer Science in den USA hatte einen Frauenanteil von über 35% bis Mitte der 1980er, der sich 20 Jahre später halbierte.

            Hast du dafür konkrete Zahlen?
            Meines Erachtens war Computer Science bzw. Informatik bis zu den 1980-er Jahren nur ein kleines Nischenfach mit absolut nur wenigen Studenten und Berufstätigen.
            Erst dann wurde es populär.
            Es ist nicht überraschend, dass vergleichsweise viele Personen ein neues, zukunftsträchtiges Fach erst mal ausprobieren wollen. Nach einigen Jahren kommt dann (vielleicht) die Ernüchterung.
            Bei anderen Personen dagegen weckt ein Fach eventuell erst dann Interesse, wenn es bereits fest etabliert ist.
            Deshalb sollte mit diesem Kontext den zeitlichen Verlauf der absoluten Zahlen betrachten.
            Eine „Halbierung“ muss nicht unbedingt aussagekräftig sein.

          • @Anne,

            plus: Mit Aufkommen der PCs im Gegensatz zum Großrechner hat sich die Computerwelt in den 80ern dramatisch gewandelt.

            Ich hatte viele Jungs im Jahrgang, die massenhaft Zeit in ihre Spectrums und C64 versenkt haben aus purer Faszination. Kein einziges Mädchen.

          • @Anne

            In den USA stieg das Interesse an dem Fach seit den 70ern zeitgleich mit dem Frauenanteil – das ist aber mein Interesse ungeachtet der absoluten Zahlen.
            Der biologische Klassiker „sie-taten-das-nur-weil-die Ökonomie-gegen-ihre-weiblichen-Instinkte-agierte“ fällt also aus.
            Der feministische Ausredenkalender „weil-Jungs-seit-den-80ern-PCs-geschenkt-bekommen-haben-und-Mädchen-Puppen“ hat den Haken nicht erklären zu können, warum der Zug dann erst ab 2008 richtig abwärts fuhr.

          • >>> Vor diesem Hintergrund eines konstruierten
            >>> Desasters von „biologisch fundierten Verhaltensweisen“
            >>> zu reden entlässt diesen Feminismus aus der
            >>> Verantwortung für diese Zustände.

            Frauen und Verantwortung? Vorher friert die Hölle zu. Frauen brauchen für gar nichts die Verantwortung übernehmen. Da kann man ganze Länder in den Abgrund führen und wird trotzdem die Verantwortung dafür garantiert nur bei allen anderen suchen. Frauen übernehmen ausschließlich nur dann Verantwortung, wenn sie es selber wollen. Wenn nicht, dann sind alle anderen verantwortlich an ihrer Lage.

            Den Feminismus wird die Masse daher garantiert für nichts verantwortlich machen. Man kann damit noch so in den Abgrund reiten und alles verschlimmern, was man angeblich zu beseitigen versucht, die werden vom toten Pferd garantiert nicht absteigen, sondern immer drastischer feministische Verschärfungen vornehmen und sich weiter wundern, dass das wundersame Patriarchat immer mächtiger wird.

            Wäre ich Anführer eines Staates und würde ich einen verfeindeten Staat vernichten wollen, dann würde ich keinen Krieg führen, sondern einfach nur den Feminismus in der dortigen Bevölkerung implementieren und fördern. Zuverlässiger und nachhaltiger würde man die Zerstörung des Feindes mit keinem Krieg hinbekommen, da in Bezug auf Frauen die Vernunft vollkommen aussetzt und stattdessen immer weiter reitet.

            Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es irgendwann mal jemand schaffen könnte, die Masse der Bevölkerung davon zu überzeugen, dass bereits die Grundannahme, Frauen würden in der westlichen Welt benachteilligt, nicht nur völliger Quatsch ist, sondern das Gegenteil richtig ist. Solche Leute würden sofort von Gehirngewaschenen und ihrer Antifaschlägertruppe abgeschossen werden.

            Das lässt sich daher nicht mehr korrigieren.

            Da Männer ohne Leistung (Status, Einkommen, …) in der Partnerwahl und auch ansonsten in der Gesellschaft ziemlich wertlos sind, haben sie kaum eine andere Wahl, als nach Leistung zu streben. Es ist daher überhaupt kein Wunder, dass sie im Durchschnitt mehr leisten, mehr riskieren, mehr Beeinträchtigungen in Kauf nehmen, … und insgesamt im Durchschnitt mehr verdienen, mehr in oberen Positionen zu finden sind. Frauen dagegen haben auch leistungslos schon einen Wert in der Gesellschaft. Solange sie optisch nicht völlig abstoßend ist, wird eine Frau nie Probleme haben, einen im Verhältnis zu ihrem eigenen Status einen zumindest etwas statushöheren Partner zu finden, an dessen Leistungen sie mitpartizipieren kann. Weder die Gesellschaft, noch die Masse der Männer im Rahmen der Partnerwahl (80% der Männer haben keine großen Auswahlmöglichkeiten) erwarten von Frauen irgendwelche besonders hohen Leistungen.

            Da Menschen allgemein eher zur Faulheit neigen, wenn sie keinen Antrieb haben, ist es daher überhaupt kein Wunder, dass Frauen auf die Gesamtheit betrachtet weniger nach Leistungen streben, schlicht weil sie es nicht brauchen und über die Partnerwahl auch leichter bzw. einfacher an fremden Leistungen mitpartizipieren können (> 80% der Kaufentscheidungen treffen die Frauen, eben auch, weil sie das Geld nicht selber verdienen brauchen).

            Deswegen müsste die Regel in Wahrheit lauten: je bevorzugter ein Geschlecht ist und je weniger Anforderungen die Gesellschaft an ein Geschlecht stellt, desto fauler wird es und desto unterschiedlicher werden die Geschlechter-Gaps aussehen, die Folgen von Leistungen bzw. Druck sind (z.B. Einkommens-Gap). Dazu gehören im übrigen auch die Lebenserwartungs-Gap, der Selbstmordgap, Bereitschaft für längere Arbeitswege, Krankheitstage, …, denn je mehr Druck auf eine Person (Geschlecht) ausgeübt wird, desto mehr wird er von seinem Körper fordern bzw. beim Scheitern zu Drogen oder sonstigen Auswegen (Suizid) tendieren.

            Es ist daher eigentlich nur vollkommen logisch, dass Feminismus eher das Gegenteil bewirkt, weil es Frauen einhämmert, dass sie ohne massive Hilfe nicht konkurrenzfähig sind und auch die Förderungen Frauen immer weniger strebsamer werden lässt. Wer nichts besonderes leisten muss, um an Positionen zu gelangen, wird in der Masse eben auch nichts besonderes leisten.

            Wer daher wirklich an einer Angleichung der Gaps interessiert wäre, der müsste in Wahrheit Frauen alle Privilegien wegnehmen bzw. bekämpfen, um Frauen zu mehr Leistungen zu zwingen. Wenn eine Frau z.B. in der Partnerwahl ähnlich wie Männer nach Leistungen selektiert bzw. aussortiert werden würden, dann könnten Frauen sich auch weniger die Hobby-Studiengänge leisten. Wenn Frauen wie Männer genauso kein Mitgefühl und keine Unterstützung bekommen würden bzw. nur an ihre Eigenverantwortung erinnert würden, wenn diese in einer unschönen Lage stecken („Helfe Dir selber“), dann würden Frauen ebenfalls mehr gezwungen werden, selber an sich zu arbeiten und nach mehr Eigenleistungen zu streben.

            Feminismus ist daher eine wirklich geniale Waffe der verdeckten Kriegsführung.

          • Crumar,
            die These das „35% der Frauen Computer Science Degrees hatten“… bzw passender „35% der Computer Science Degrees wurde von Frauen gehalten“ ist eine feministische Lüge, die nur funktioniert weil es über 40 Jahre her ist. Computer Science gab es vor 40 Jahren nicht als eigenständiges Studienfach, sondern war im besten Fall ein Nebenaspekt vom Elektrotechnik und/oder Mathematik,

            Frauen hatten vor der Erfindung des Home Computers schlichtweg die Rolle eines Computers.
            Ja, Computing war ein Job mit Tischrechnern.
            Diese Jobs wurden von elektronischen Computern schlichtweg wegrationalisiert, da ein CPU diese Rechnungen schneller und zuverlässiger durchführen kann.

            Das Automobil diskriminiert nicht das Pferd, sondern hat es ersetzt. Genauso wie der elektronische Computer den menschlichen Computer ersetzt hat.

            Und btw: Allein die Tatsache dass „Computer Science“ im Besten Fall ein Nebenaspekt der Elektrotechnik war…. warum kommst du mir mit Prozentzahlen?

            Wieviele Absolventen in CS gab es damals, wenn überhaupt? 10?
            Wieviele gibt es heute? Mehrere Tausend?

            Ich glaub dir gerne das das kein absichtlicher Täuschungsversuch war, aber die Argumentation an sich ist komplett unehrlich.

          • „Frauen hatten vor der Erfindung des Home Computers schlichtweg die Rolle eines Computers.“

            Das mag auch sein, aber ich denke, in erster Linie verbergen sich hinter dem hohen Frauenanteil in der frühen Computertechnik nicht die komplexen Programmieraufgaben, wie sie in den 80ern „demokratisiert“ wurden, sondern einfache Operatorfunktionen, wie das Füttern der Rechner mit den obligatorischen Lochkarten. Ich selbst hatte noch so eine Operatorin als Freundin meiner Mutter kennengelernt, die bei Reemtsma arbeitete und den ganzen Tag an Computern daß, aber nicht die einfachste Rechenaufgabe hätte selbst programmieren können.

          • Computing war ein Job mit Tischrechnern.

            Aber doch nicht mehr in den 1980ern!

            Computer Science gab es vor 40 Jahren nicht als eigenständiges Studienfach, sondern war im besten Fall ein Nebenaspekt vom Elektrotechnik und/oder Mathematik,

            Das wage ich, zumindest für die USA, zu bezweifeln. Beispielsweise Stanford hat schon 1965 ein Department of Computer Science eingerichtet.

            https://cs.stanford.edu/about/department-timeline

            Eine andere (auf die Schnelle gefundene, des Feminismus unverdächtige) Quelle behauptet, es hätte 1985 einen Peak von >40.000 bachelor’s degrees in CS gegeben:

            https://cs.stanford.edu/people/eroberts/CSCapacity/CSCapacity-History1980s.html

          • @Carnofis:
            Schau mal „hidden Figures“, da wird der Job des Computers recht hübsch vorgeführt. Inkl. der nachträglich hineininterpretierten „Frauenprobleme“, z.B. daß es totaaal ungerecht war, über 100 Meter zum Pinkeln zurücklegen zu müssen …

            Weißt ja, das Patriarchat hat Männer auch damit privilegiert, daß sie ihren Namen in den Schnee pinkeln können, issso!

          • Nun, es waren sicher nicht nur „einfache Operatorfunktionen“, sondern tatsächlich „programmieren“. Nur verbarg sich damals hinter diesem Begriff nicht dasselbe wie heute. Da gab es kaum Kreativität oder selbstständige Entscheidungen, sondern daß vom männlichen Chefentwickler (nur echt im weißen Laborkittel) entworfene Programm mußte nach Schema F in Maschinensprache oder eine der damals üblichen Programmiersprachen übersetzt werden. Mit dem Aufkommen von Hochsprachen im professionellen Umfeld wurden diese Stellen tatsächlich wegrationalisiert. Den Sprung zu den vergleichsweise primitiven Homecomputern und in die „Szene“ der 80er haben die Damen dann einfach nicht gewagt.

          • @Benji @Anne

            Ich habe eurer Nörgelei wegen verlässliche Daten gesucht und hier gefunden:
            https://nces.ed.gov/programs/digest/d12/tables/dt12_349.asp

            Natürlich sind die wieder einmal schlecht zusammengestellt, man kann sie aber auch als Excel-Tabelle herunterladen und dann selber gestalten, was ich getan habe. Verblüffung für mich verrate ich am Schluss.

            Die Zahlen sind aufgeschlüsselt ab 1970 bis 2011 und umfassen die Abschlüsse: Bachelor, Master, Phd getrennt nach Geschlecht.
            Die Zahl aller Abschlüsse stieg in diesem Zeitraum von 4.104 auf 64.106.

            Der höchste Frauenanteil jemals war für die Bachelor-Abschlüsse von 1983/84, nämlich 37,1 %, dicht gefolgt von 85/86 36,8 %.
            35,7 % war 83/84 der Anteil an allen Abschlüssen, 85/86 35,4%.
            In absoluten Zahlen für alle Abschlüsse von Männern und Frauen:
            1983/84: 38.880 (Frauen: 13.860)
            1985/86: 46.470 (Frauen: 16.446)

            Die feministisch berichteten 37,1% sind also i.O., wenn einschränkend erwähnt wird, sie beziehen sich auf den Bachelor (was aber nicht getan wird).
            Meine Angabe von über 35% war durchaus korrekt.

            Die Halbierung in 2010/11 auf 17,6% hingegen ist nur richtig, wenn man sie ebenfalls nur auf den Bachelor bezieht.
            Bezogen auf die Gesamtzahl der Abschlüsse (64.106) war der tatsächliche Frauenanteil jedoch 20,9%.
            In absoluten Zahlen waren die Jahre von 2002/3 mit 21893 und 2004/5 mit 21.378 von Frauen erzielten Abschlüssen die erfolgreichsten.
            Die Entwicklung in den Folgejahren 17.480, 14.667, 12.403, 11.731, 11.977, 12.464, 13.405 – d.h. selbst das Niveau von 1983/84 wurde unterschritten.

            Aus der Tabelle ist auch ersichtlich, es gab nach der Boom-Phase, die 87/88 endete einen Einbruch – diese Abschlusszahlen wurden erst 10 Jahre später wieder erreicht.
            Nächster Höhepunkt 2003-2004 mit 80540 Abschlüssen, die ergo das Studium vor dem dotcom-crash angefangen hatten.
            Bis 2007/8 Absturz auf 57.261 Abschlüsse, dann Erholung auf über 64.000 in 2010/11.

            Meine eigenen Berechnungen haben ergeben, der Anteil von Bachelor Abschlüssen lagen in ersten Boomphase von 1980-86 zwischen 77-84%.
            Danach gab es einen steten Sinkflug bis 2011 auf 67%.
            D.h. es gab eine Verschiebung hin zu höherwertigen Abschlüssen.

            Der Frauenanteil an den Masterabschlüssen war höher (!) als der Durchschnitt zum ersten Mal 1980 und zum ersten Mal niedriger als dieser im Jahr 2006/07.
            Demzufolge begann meines Erachtens die Stagnation auf niedrigem Niveau bereits in diesem Jahr, wenn man den Frauenanteil an allen Abschlüssen für diese und die Folgejahre aufschlüsselt: 20,7 %, 20,5 %, 20,8 %, 21,1 %, 20,9 %.

            Die feministische Idee, es hätte ausschließlich an den Heimcomputern gelegen und der durch diese propagierte Kultur für Jungs kann man begegnen, dass der IBM PC 1981, der C64 1982 vorgestellt worden ist.
            Mit Blick auf die Zahlen bis 1986 macht das keinen Sinn.
            Die Biologie ist keine Erklärung für das permanente weibliche Wachstum in absoluten Zahlen zwischen 1970 und 1986 bis auf 17.586, dann Einbruch und schließlich 21.893 Abschlüsse in 2002/3 als Rekord.
            Der Feminismus blamiert sich durch eben diesem Rekord mit der These, es habe sich der PC- und Game-Kultur folgend (also ab den 80ern) eine „boys culture“ durchgesetzt, die dann junge Frauen ausgeschlossen und verdrängt hat.

            Noch einmal: gerade die Verschiebung der Phase des Absturzes und der folgenden Stagnation in die erste Hälfte der 2000er ist m.E. ein Indiz dafür, dass die von mir genannten Faktoren – nämlich feministische Propaganda – eine Rolle spielen.

            Und so wird die Rolle des Feminismus als eigenständiges Narrativ in der „Großen Erzählung“ über diese Entwicklung berücksichtigt: https://www.nytimes.com/2019/02/13/magazine/women-coding-computer-programming.html

            Gar nicht. „If we want to pinpoint a moment when women began to be forced (Anm.: !!!!!!!!) out of programming, we can look at one year: 1984.“
            Schwachsinn.

          • Hallo crumar, schön recherchiert. Ich könnte aus den Kommentaren einen Artikel machen aber vielleicht hast du auch Lust sie noch mal für einen Gastartikel neu zusammen zu fassen? Das wäre noch schöner 🙂

          • Man muss hier aber noch aufpassen, dass in den USA Computer Science und Computer Engineering als generelle bedeutsame Studiengänge existieren, wobei Computer Science aus der Mathematik heraus und das technischere Computer Engineering aus der Elektrotechnik heraus kommt. Das kennen wir in Deutschland in der Form nicht. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich in den letzten 30 Jahren die Masse in Richtung Computer Science verschoben hat und damit der Frauenanteil in Computer Science gesunken ist („30% + 10% = 20 %“). Das ist jetzt im Detail nur Spekulation, aber neben anderen schon genannten Effekten vielleicht wichtig.

          • „Der höchste Frauenanteil jemals war für die Bachelor-Abschlüsse von 1983/84, nämlich 37,1 %, dicht gefolgt von 85/86 36,8 %.
            35,7 % war 83/84 der Anteil an allen Abschlüssen, 85/86 35,4%.“

            Dann hat sich das mit den Lochkarten erledigt. Die waren ’83 schon Geschichte.

          • Ich halte es in dem Zusammenhang für erwähnenswert, dass es ab Mitte der 1980er generell zu einem Rückgang der Absolventen kam, trotz enorm gesteigerter Nachfrage an Studienplätzen.

            There is a severe manpower crisis in Computer Science. There are acute shortages of well-trained computer people at all levels, especially the Ph.D. level. The Ph.D. shortage is especially serious because it threatens our ability to conduct basic research in Computer Science and to train the next generation of computer experts.

            https://cs.stanford.edu/people/eroberts/CSCapacity/CSCapacity-History1980s.html

            Den Fakultäten blieb nichts anderes übrig, als die Zahl der Studienplätze zu reduzieren.

            Meine Vermutung: Sie haben die erforderlichen SAT-scores in mathematischen Bereichen auf Level hochgeschraubt, die weit über dem Durchschnitt lagen. Und da haben dann eben mehr Männer als Frauen reüssiert.

    • Formulieren wir also ergänzend um:
      „Allmählich kann man den Sozialkonstruktivismus in Geschlechterfragen wohl als empirisch widerlegt betrachten.“ Bzw. als höchst erfolgreichen Versuch einer lukrativen Pleiteinszenierung, die sich selbst gezielt vor die Wand gurkt, um daraufhin ordentlich „mehr davon“ zu kassieren.

      • Dem möchte ich beipflichten. Dass man den Sozialkonstruktivismus als in weiten Teilen widerlegt erachten kann, sehen alle so, die diesen Sozialkonstruktivismus nicht als wesentlichen Kern ihres Denkens verinnerlicht haben.

        Doch was wird in einschlägigen Kreisen aus diesen Studienergebnissen gemacht? Sollten sie publik werden, wird sich die feministisch dominierte Journaille darauf stürzen und als einzigen Schluss nur daraus ziehen, wie empörend es ist, dass patriarchale Strukturen immer noch so wirkmächtig sind und das auch noch bei einer Generation, die man bereits als umfassend feministisch eingekerkert erachtet hat.

        Tja und die Profiteure von der ganzen Gendernummer werden gewiss auch nicht öffentlich eingestehen, seit nunmehr Jahrzehnten völligen Schwachsinn postuliert zu haben. Für sie wird es als einzige Reaktion auf solche Ergebnisse nur ein schieres „Wir brauchen ganz schnell ganz viel mehr von allem, was wir seit jeher ohnehin schon in den Arsch geblasen bekommen haben!“. Und, das ist das Frustrierende, in weiten Teilen der Politik laufen sie damit auch noch offene Türen ein… 😦

      • Sozialkonstruktivisimus wurde schon vor 100 Jahren widerlegt, diese Leute weigern sich schlichtweg ihren Hokus-Pokus aufzugeben.

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