Berufe, die den Gender Pay Gap hervorrufen, aber erhebliche Nachteile haben

Der Beginn einer kleinen Sammlung von Berufen, die gut bezahlt werden, aber auch mit Grund und die viele Frauen sicherlich auch nicht ausüben wollen:

  • Schichtbetrieb in einem großen Industriewerk: Ein ganz wesentlicher Faktor für Gehaltsunterschiede sind Schichtbetriebe, die meines Wissens nach häufiger von Männern ausgeübt werden, gerade in sehr technischen Tätigkeiten. Sie erlauben einem Betrieb die Maschinen nicht nur 8 Stunden, sondern 24 Stunden für sich arbeiten zu lassen, aber es ist halt schwer mit einem Familienleben vereinbar
  • Beförderungen, die ein weite Anfahrt zur Arbeit erfordern: Die Kinder sind bereits etwas älter und haben ihre Freunde und ihr soziales Umfeld, die Eheleute ebenso, das Haus ist gekauft und wird abgezahlt, da ruft die Beförderung wobei die Stelle am Hauptwerk/in der nächst höheren Landesbehörde an einem anderen Sitz/in einem anderen Werk, wo etwas frei geworden ist, ausgeübt wird. Sein Leben an diesen Ort verlagern möchte man nicht, weil man sich eingelebt hat. Also nimmt er sich von Di-Do eine kleine Wohnung vor Ort und pendelt ansonsten
  • Montage im Ausland: Deutsche Firmen verkaufen eine Vielzahl von Maschinen und häufig müssen diese vor Ort aufgestellt und eingestellt werden sowie das Personal eingewiesen werden. Also reisen ein paar Mitarbeiter für 2-3 Monate nach China, was natürlich erhebliche Zulagen gibt.
  • Bauarbeiten an anderen Orten: Der Bauunternehmer bekommt den Zuschlag für Bauarbeiten einige Stunden vom Sitz entfernt. Also werden dort Wohnungen angemietet und die Bauarbeiter verbringen die Woche dort auf Montage.
  • Fernkraftfahrer: Eine Woche auf der Straße und zurück. Mit einer Partnerschaft und Kindern kaum zu vereinbaren und wenig Lebenskomfort
  • Arbeitsreicher Führungsjob: Eine 80 Stundenwoche, mit beständiger Erreichbarkeit. Wenn in Japan ein Problem auftritt und er mitten in der Nacht erreichbar sein muss, dann geht er ans Telefon. Wenn der Job erfordert, dass man in der Woche vor einem wichtigen Termin quasi durcharbeitet, dann ist er da. Wenn etwas zu entscheiden ist, dann hat er die Zeit dafür.

Bitte ergänzen

34 Gedanken zu “Berufe, die den Gender Pay Gap hervorrufen, aber erhebliche Nachteile haben

  1. Arbeiter auf einer Bohrinsel: 2 Wochen lang 12-Stunden Schichten, dann 3 Wochen Urlaub am Stück.

    IT Dienstleistungs-Branche: Viele Überstunden, 100% Reisebereitschaft, Go-Live Termine am Wochenende.

    Chirurgie: lange Schichten, harte Bereitschaft, 18% Frauen bei 66% Absolventen

  2. Es sind aber nicht die Berufe die den gpg hervorrufen.

    Berufe rufen genau nix.

    Menschen fühlen sich vielleicht zu Berufen berufen.
    Oder jemand wird auf eine Position berufen.

    Und Frministinnen rufen halt im Blätterwald.

    Äffchen halt.

  3. Den wichtigsten Bereich hast du schon genannt: Die erfahrenen Stammbelegschaften der großen und mittleren Industriebetriebe. Da sind viele Weltmarktführer dabei mit hoher Wertschöpfung. Entsprechend gut bezahlt sind die Mitarbeiter. Die Schichtzuschläge kommen noch obendrauf.

    Ansonsten noch alles, was wirklich gefährlich ist und hohe Zuschläge bringt: Industrietaucher und -kletterer, Kampfmittelräumdienst u.ä.
    Soldaten: Kampfeinsatz vs. Heimschläfer
    alle Jobs mit hoher persönlicher Risikobereitschaft: Investmentbanking z.B.
    Juristen: öffentlicher Dienst vs. internationale Großkanzlei

    Veterinäre: Ein Kumpel von mir (natürlich mit eigener Praxis) macht inzwischen vor allem Herdenmanagement in russischen Großbetrieben (Milchwirtschaft). Ist was anderes als angestellt in Teilzeit in einer Kleintierpraxis.

  4. >in der nächst höheren Landesbehörde

    Soweit ich weiß, wird öffentlicher Dienst nicht in den GPG einberechnet. Weil die ganzen Nichtstuer-/Qutotenfrauen den heftigst runterdrücken würden.

  5. Arbeitseinsätze im Ausland oder in anderen Orten schlagen sich nicht unbedingt im Verdienst des Arbeitnehmers nieder.
    Die Kosten für Reise und Unterkunft trägt i.A. der Arbeitgeber, was die Angelegenheit für diesen teuer macht. Das kommt aber nicht zwangsläufig auch dem Arbeitnehmer zugute.
    In manchen Ländern muss er sich umständlich mit Steuerbehörden oder Krankenversicherungen rumschlagen.
    Schickt mal einen Servicetechniker für vier Wochen in die USA. Da springt für ihn nicht mehr Geld heraus, aber ein unüberblickbarer Papierkrieg steht an.

  6. Prima Sammlung um zu zeigen, warum die Einführung des Wechselmodells als Standard zumindest fragwürdig ist. Welche sind eigentlich die Berufe, die Frauen meiden müssten, weil sie den Gender Pay Gap hervorrufen, kann man das überhaupt so sagen? Alles außer Mathematikerin und Verkäuferin im Einzelhandel? (denn das sollen die einzigen 2 Berufsfelder sein, wo Frauen im Schnitt besser bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen)
    ^^

    • Das eine hat mit dem anderen doch nichts zu tun, wieso soll das Wechselmodell an persönliche Entscheidungen der Berufswahl geknüpft werden?

      Vorallem im Fall der Trennung kann der Papa ja auch eine Veränderung im Job herbeiführen um eben mehr Zeit für die Kinder zu haben auf Kosten des Gehalts, die Grundlage für den Berufswahl die im Rahmen der Beziehung getroffen wurden gibt es ja auch nicht mehr.
      Ich verstehe generell sowieso nicht warum Frauen nach einer Trennung eine Fortführung der finanziellen Abhängigkeit vom Expartner mit dem man das Leben nicht mehr teilen will erstrebenswert ansehen.

      Ja und sicher hätte das Auswirkung auf die Berufswahl wenn Frauen nicht sicher sein könnten auf die Ressourcen Ihres Partners zugreifen zu dürfen.
      Wie man auch hinlänglich weis ist der Erfolg bei der Partnersuche und Beziehungsfortbestand für Männer vom beruflichen Erfolg abhängig, umgekehrt jedoch nicht

      • „Vorallem im Fall der Trennung kann der Papa ja auch eine Veränderung im Job herbeiführen um eben mehr Zeit für die Kinder zu haben auf Kosten des Gehalts“

        Unmengen Elternbeziehungen werden schon daran gescheitert sein, dass der Mann soviel „auf Arbeit“ war, nicht?

        Wäre es da nicht sinnvoll, sich dafür einzusetzen, dass sich die Arbeitswelt insgesamt (und im Schnitt^^) auf eine Art verändert, die auch die („erfolgreichen“) Männer schon jeder Trennung (wieder) mehr am Familienalltag teilhaben lässt?

        Nach einer Trennung/Scheidung nämlich wird das Leben vorallem was? Erheblich teurer!
        Nicht gerade der optimale Zeitpunkt für vollbewusst und absichtlich gewählte Gehaltseinbrüche, auch gerade aus Sicht des Kindeswohls.

        „die Grundlage für den Berufswahl die im Rahmen der Beziehung getroffen wurden gibt es ja auch nicht mehr.“

        Was ist denn die Grundlage für (tw.) obengenannte „Karrieren“?
        Vielleicht etwas in der Art wie:
        „sie kümmert sich eh, d.h. ich bespaß nur so, wies halt gerad in meinen Arbeitsplan passt… verlässliche Vorausplanungen sind einfach nicht drin, langfristige schon gar nicht“
        ?

        • Immer wieder schön, was Männer alles für das Kindeswohl tun sollen.
          Frauen können tun, was sie wollen und Männer sollen alles für das Kindeswohl tun. Frau schadet Mann nach der Trennung „lass es dir gefallen, die Kinder…“

        • Nun klar wenn die Mutter die Last der Finanzierung dem Vater im gemeinsamen Einverständnis auf den Rücken bindet, ihre Vorstellungen der finanziellen Möglichkeiten jedoch nicht runterschraubt und anschließend das gemeinsame Einverständnis ohne selber was ändern zu wollen ist das Sicher wieder die Verantwortung der Männer.

          Gibt es eigentlich irgendwas, was eine Frau jemals in die Verantwortung oder Selbstverantwortung bringen könnte?

          Ja, stimmt bei der Scheidung wird sein Geld halt knapp und wenn das Kindswohl an dem Einkommen des Vaters hängt, dann kann es mit Vorstellung der Mutter im Bezug auf das Kindswohl nicht gut bestellt sein.
          Oder um es einfacher zu sagen, das Kindswohl ist der Mutter wohl nur soweit im Interesse wie Sie damit Ihre Faulheit damit finanziert bekommt!

          Ein schönes Bild was Ihr Damen da zeichnet!

          • „Ein schönes Bild was Ihr Damen da zeichnet!“

            Es ist hier nur eine Dame, die dieses Bild zeichnet.
            Semi ist da geradezu vorbildlich.
            Schickt ihren Ehemann zum Anschaffen – und macht ihn bestimmt auch gelegentlich zur Sau, weil er sich nicht genug um die Kinder kümmert.
            Hat meine Ex damals auch getan.
            Ich sollte paritätisch im Haushalt helfen und mich paritätisch um die Kinder kümmern – einschließlich Nachtdienst.
            Nur die Kohle ranschaffen, das durfte ich dann doch allein.

          • Neuer Versuch:
            „Vorallem im Fall der Trennung kann der Papa ja auch eine Veränderung im Job herbeiführen um eben mehr Zeit für die Kinder zu haben auf Kosten des Gehalts“

            Warum sollte ein Papa das „vorallem im Fall der Trennung“ können – nicht aber vorher, also solange die Elternbeziehung noch nicht den Bach runtergegangen ist (gleichzeitig aber unangekündigte Überstunden bzw. zu lange, alltägliche Abwesenheit zu Dauer-Streitpunkten werden)? Ich versteh den Gedankengang dahinter einfach nicht. Wenn mann eine Veränderung (hin zu Teilzeit bspw.) herbeiführen könnte in ökonomisch besonders unsicheren (Umbruch-)Zeiten (mit Zusatzbelastungen und ohne Vorteile wie Ehegattensplitting etc.), dann könnte mann das doch eigentlich zu jeder Zeit, oder nicht?

          • @Carnofis
            Du beschreibst gerade die zweite Dame und ich kenne noch sein einige, Damen passt schon, auch wenn nur eine Stellvertreterin hier schreibt.
            @Semikolon:
            Was genau hast Du jetzt an „selber nichts beisteuern“ und „eigene Vorstellungen zu finanziellen Möglichkeiten nicht runterschrauben“ nicht verstanden?
            Bitte erläutere doch mal!

            Wer gegen das Ehegattensplitting wettert, der hat wohl die Wirkung nicht verstanden. Wenn beide Partner das selbe Gehalt verdienen, spart man genau 0 Euro Steuer, nichts anderes bewirkt das Ehegattensplitting, nur das man halt zwei verschiedene Gehälter zusammenwirft, nicht zu vergessen welche Obliegenheiten der Staat dafür den Ehepartnern auferlegt.

            Was willst Du mit Deinen weiteren Ausführungen noch beweisen, das Du keine Vorstellung davon hast wie die Kosten der Familie gedeckt werden, ja das ist Dir gelungen!

          • „Semi ist da geradezu vorbildlich.
            Schickt ihren Ehemann zum Anschaffen – und macht ihn bestimmt auch gelegentlich zur Sau, weil er sich nicht genug um die Kinder kümmert.
            Hat meine Ex damals auch getan.“

            Mein Mann hat sich gegen mein Veto durchgesetzt als er die Beförderung annahm, und das zusätzliche Gehalt bringt nur eine kaum spürbare Verbesserung unserer Situation – was auch absehbar war, weshalb ich eben lieber gehabt hätte, dass er weiterhin planbar ca. 10 Minuten nach Arbeitsende zuhause aufschlägt (er allerdings spart jetzt auf besseres, nächstes Auto für sich… und naja, gut: unsere Fleisch- und Wurstwaren sind nun häufiger vom lokalen Metzger, d.h. von besserer Qualität und entsprechend teurer).

            „Ich sollte paritätisch im Haushalt helfen und mich paritätisch um die Kinder kümmern – einschließlich Nachtdienst.“

            Ich bitte meinen Mann i.A. nicht, sich am Haushalt zu beteiligen (Ergebnis: er bügelt nicht nur alle seine Sachen, sondern wenn dann auch gleich auch was von uns mit!, schmeisst manchmal eine Waschmaschine an, mäht den Rasen oder schippt Schnee so nötig, geht oft Lebensmittel einkaufen, bringt den Müll raus, saugt oder wischt den Boden ab und an und hält Ordnung in der Küche; macht den Kindern Frühstück inkl. Pausenbrote, hilft beim Betten beziehen wenn ich anfange^^, kümmert sich auch um herumliegendes Spielzeug oder nicht richtig aufgehangene Jacken etc.), und dass er nur am WE so richtig viel Zeit für die Kinder hat, hält ihn nicht davon ab seine Morgen- und Abendroutine mit ihnen durchzuziehen (es hat sich eingependelt, dass er sie im Elterntaxi zur Schule fährt – was nicht nötig wäre, aber naja…). Ich finde, er macht seine Sache sehr gut und danke ihm das auch.

            Plus wie ich vor kurzem bereits schrieb: sein Nachtschlaf ist mir heilig. Notgedrungen quasi.^^
            Ich könnte es nämlich nicht mit meinem Selbstbild in Übereinstimmung bringen an ihm zu rütteln wenns Kind weint o.a. (übrigens: Baby trinkt jetzt doch auch etwas aus der Flasche, yeah! Über den Umweg Kakao – erst vom Löffel, dann aus der Tasse, dann im Fläschchen… und jetzt ist sie eben auch zunehmend Milchfläschchen gegenüber aufgeschlossen)

            „Nur die Kohle ranschaffen, das durfte ich dann doch allein.“

            Deine Ex hat nie Geld verdient? Und Du hast sie aber anders kennengelernt?

            „Was genau hast Du jetzt an „selber nichts beisteuern“ und „eigene Vorstellungen zu finanziellen Möglichkeiten nicht runterschrauben“ nicht verstanden?“

            Du sprichst von Deiner Situation? Du würdest gern Dein Arbeitspensum runterschrauben, meinst aber, das erst nach einer Scheidung umsetzen zu können? Srsly?

            „Wer gegen das Ehegattensplitting wettert, der hat wohl die Wirkung nicht verstanden. Wenn beide Partner das selbe Gehalt verdienen, spart man genau 0 Euro Steuer“

            Das wird die Minderheit der Paare, die tatsächlich ähnliche Verdienste hat, wahrscheinlich ärgerlich finden (insbesondere wenn sie Kinder haben erscheint das ja sehr unfair). Vielleicht nehm ich mir irgendwann mal die Zeit dafür, auseinanderzuknobeln, ab welchem (Zuverdiener-)Lohn tatsächlich ein direkter, monetärer Vorteil gegenüber dem so relativ beliebten Minijob-Modell entsteht. Jetzt jedenfalls nicht.

          • @Semi
            Nein es geht hier um den Quatsch den Du verbreitest, das Geld für die Familie fällt nicht vom Himmel und wenn einer (meist die Mutter) das externe Arbeitspensum reduziert oder einstellt, dann kann das der andere (meist der Vater) eben nicht, denn die Kinder verringern nicht die Ausgaben.
            Nun gut die Mathematik dahinter ist halt wahrscheinlich doch so kompliziert, dass man das einer Frau nicht zumuten kann.

            Beim Ehegattensplitting braucht man nicht viel rumrechnen, denn was passiert ist nichts anderes als das die Einkommen der Partner addiert werden und dann werden beide mit jeweils der Hälfte des Einkommen versteuert, oder eben genauso wie wenn beide Exact das gleiche Gehalt verdienen.
            Egal welche Summen Du da rein schmeißt es kommt immer das gleiche raus.
            Dem Finanzminister kann nichts bessers passieren als das die Feministinnen sich durchsetzen, die Mehreinnahmen werden im ein Ordentliches Plus bescheren.

          • „Nein es geht hier um den Quatsch den Du verbreitest, das Geld für die Familie fällt nicht vom Himmel und wenn einer (meist die Mutter) das externe Arbeitspensum reduziert oder einstellt, dann kann das der andere (meist der Vater) eben nicht, denn die Kinder verringern nicht die Ausgaben.“

            Du warst aber derjenige, der mit dem Quatsch angefangen hat, vorallem nach einer Trennung/Scheidung gelänge das eigentlich (zumindest scheinbar) Unmögliche dann nun doch plötzlich (obwohl sich die Ausgaben nochmal deutlich erhöhen). Da ist halt die Frage: warum sollte der Gesetzgeber genau davon denn ausgehen (mit dem Wechselmodell als Default)?

            „Beim Ehegattensplitting braucht man nicht viel rumrechnen, denn was passiert ist nichts anderes als das die Einkommen der Partner addiert werden und dann werden beide mit jeweils der Hälfte des Einkommen versteuert, oder eben genauso wie wenn beide Exact das gleiche Gehalt verdienen.
            Egal welche Summen Du da rein schmeißt es kommt immer das gleiche raus.“

            Die Splitting-Regelung lohnt sich insbesondere bei klassischer Aufgabenverteilung, also wenn einer (m/w) „raus in die Welt geht“ um dort möglichst große Beute zu machen, während die/der andere sich schwerpunktmäßig unbezahlt um den Alltag zuhause sorgt und bestenfalls noch ein sozusagen Taschengeld hinzuverdient. Was ich zumindest interessant fände zu wissen, wäre der break-even-point, ab dem sich eine sozialversicherungspflichtige etc. Arbeit real auszahlt. Denn immerhin geht knapp jede 6. abhängig Beschäftigte Frau (sowie jeder 10. Mann) in Deutschland ausschließlich einem Minijob nach, und das wahrscheinlich nicht primär aus individueller, ökonomischer Dummheit?

          • Erstmal nein, es war Deine Schnappsidee das Märchen vom Gender Pay Gap gegen das Wechselmodell in Stellung zu bringen.
            Du möchtest also sozusagen die freie Entscheidung der Frau was den Beruf betrifft als Argument gegen die Einführung des Wechselmodells in Stellung bringen, Meine Aussage war, das dann die Frauen doch dann einfach mal die Verantwortung für sich selbst übernehmen sollen diese eben nicht auf ewig beim Partner oder Ex-Partner abzuladen.
            Wenn die Ex-Frau nicht mehr aus der Tasche des Ex-Partners lebt und Ihren Anteil der Kosten für die Kinder trägt, dann kann auch der Vater seine beruflichen Tätigkeiten so anpassen, dass er sich auch um die Kinder kümmern kann.

            Wie wäre es denn wenn Du einfach mal versuchst zu verstehen was ich zum Ehegattensplitting geschrieben habe.
            Dem Ehegattensplitting ist es völlig egal welcher Partner das Geld verdient und es interessiert genauso wenig wie das verteilt ist.
            Die Berechnung der Steuer ergibt sich einzig aus dem addierten Gesamteinkommen das jeder der Partner hälftig versteuert.

            Die Veränderung der Steuer ergibt sich nicht aus dem Splitting sondern aus der Steuerprogression und da ist es wieder das selbe, ob ein Partner einen Betrag X hinzuverdient, oder der andere sein Gehalt um den selben Betrag X steigert ergibt am Ende das selbe steuerliche Ergebnis.
            Wobei es im Regelfall einfacher ist 500 Euro über einen Minijob in der Zeit wo die Kinder ausser Haus sind hinzuzuverdienen als das Gehalt um 500 Euro in dem Job zu steigern.

            Also das mit dem unbezahlt ist ja noch so ein Märchen, den alles was der sich um denn Alltag zuhause sorgende benötigt wird von dem bezahlt der irgendwo seien Lebenszeit gegen Geld tauscht.

          • „Erstmal nein, es war Deine Schnappsidee das Märchen vom Gender Pay Gap gegen das Wechselmodell in Stellung zu bringen.“

            Welcher der hier im Thread skizzierten „Berufe, die den Gender Pay Gap hervorrufen“, wäre denn möglicherweise vereinbar mit dem Wechselmodell?

            „Du möchtest also sozusagen die freie Entscheidung der Frau was den Beruf betrifft als Argument gegen die Einführung des Wechselmodells in Stellung bringen“

            Geschlechtsbezeichnung vertauscht?

            „Meine Aussage war, das dann die Frauen doch dann einfach mal die Verantwortung für sich selbst übernehmen sollen diese eben nicht auf ewig beim Partner oder Ex-Partner abzuladen.
            Wenn die Ex-Frau nicht mehr aus der Tasche des Ex-Partners lebt und Ihren Anteil der Kosten für die Kinder trägt, dann kann auch der Vater seine beruflichen Tätigkeiten so anpassen, dass er sich auch um die Kinder kümmern kann.“

            Verstehe das Dilemma. Er sagt quasi: „Wenn Du mehr Arbeiten gehen respektive verdienen würdest, könnte ich mein Pensum auch zugunsten der Familie reduzieren.“ Während sie sagt: „Wie sollte ich denn mehr arbeiten gehen, wo Du immer erst so spät heimkommst?“ Und dazu kommt dann eben noch der GPG, der in Kombination mit dem typischen Altersunterschied von Paaren i.d.R. dazu führt, dass er nicht soviele Stunden einsparen könnte wie sie zusätzlich leisten müsste um aufs Gleiche rauszukommen.
            (Verschärft eben nochmal bei Elternpaaren, die aufgrund von Scheidung nichtmehr gemeinsam veranlagt werden)

            Nebenbei… als Du schrubst:
            „Dem Finanzminister kann nichts bessers passieren als das die Feministinnen sich durchsetzen, die Mehreinnahmen werden im ein Ordentliches Plus bescheren.“
            sollte das nicht als leise Kritik verstanden werden?

            „Die Veränderung der Steuer ergibt sich nicht aus dem Splitting sondern aus der Steuerprogression und da ist es wieder das selbe, ob ein Partner einen Betrag X hinzuverdient, oder der andere sein Gehalt um den selben Betrag X steigert ergibt am Ende das selbe steuerliche Ergebnis.
            Wobei es im Regelfall einfacher ist 500 Euro über einen Minijob in der Zeit wo die Kinder ausser Haus sind hinzuzuverdienen als das Gehalt um 500 Euro in dem Job zu steigern.“

            500 Euro beschrieben schon eine besonders unglückliche, durchschnittliche, monatliche (Zu-)Verdiensthöhe, weil das ja 50 Euro zuviel sind um noch beitragsfrei in der Familienversicherung unterzukommen (bzw. abschlagsfrei sein Elterngeld ausgezahlt zu bekommen).

            „Also das mit dem unbezahlt ist ja noch so ein Märchen, den alles was der sich um denn Alltag zuhause sorgende benötigt wird von dem bezahlt der irgendwo seien Lebenszeit gegen Geld tauscht.“

            Ist das gesetzlich festgeschrieben?

          • „Deine Ex hat nie Geld verdient? Und Du hast sie aber anders kennengelernt?“

            Als ich sie kennenlernte, war sie berufstätig.
            Als wir dabei waren zusammenzuziehen, wurde ihr gekündigt.
            Als sie bei mir wohnte, machte sie keine Anstalten mehr, sich um einen Job zu bemühen. Dafür haderte sie jeden Tag mit ihrer Hausfrauenfunktion – und nahm sie nur in geringem Umfang wahr.
            Die meiste Zeit saß sie am Rechner und träumte davon, was sie alles machen würde, würde sie nur den Arsch hochkriegen.

            Ich hätte sie da sofort rausschmeißen sollen, so wie ich es mit ihrer Nachfolgerin gemacht hatte.

          • Nicht die Berufe und die Gehälter sind verantwortlich für die Gehaltsunterschiede, sondern ganz allein die Berufswahl der Frauen. Niemand hindert Frauen daran in einem der genannten Berufe zu arbeiten und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen (Reisen, lange Arbeitszeiten, Wochenendeinsätze, usw) eben zu akzeptieren, außer die Frauen sich selbst.
            Nein, ich habe die Geschlechtsbezeichnung nicht vertauscht.

            Nein, Du verstehst gar nichts, mit GPG hat das alles überhaupt nichts zu tun, sondern eben einzig und allein damit, dass viele Frauen sich bestimmte Rahmenbedingungen die zu gut bezahlten Jobs führen nicht antun möchten.

            Sehe es als Kritik an oder las es, Du bestätigst doch sowieso nur, das Du es immer noch nicht kapiert hast wie Ehegattensplitting wirkt. Ob die 500 Aufgrund von anderen Zuwendungen, glücklich gewählt waren ist für meine Aussage völlig unerheblich.
            Die 500 Euro mehr zu versteuerndes Einkommen kann Aufgrund anderer abzugsfähigen Ausgaben
            auch ein deutlich höhere Einkünfte bedeuten, Ich muss in einem Beispiel wo es um Steuer geht nicht alle Eventualitäten einbeziehen.

            „Ist das gesetzlich festgeschrieben?“
            Ja, z.B. im Unterhalts und Scheidungsrecht.
            Unabhängig davon, entscheiden Frauen über 80% der Konsumausgaben, ganz ohne gesetzliche Festschreibung!
            Da Du hier noch schreibst, muss dein Mann Dir zumindest Essen und einen Computer bereitstellen,
            Du hast nur keinen Arbeitsvertrag, sonst musstest Du für Deine diversen Tätigkeiten ohne Berufsausbildung (aka Hilfstätigkeiten) noch Steuern und Sozialabgaben zahlen. (Wieder so ein Beweis, das Feministinnen Zusammenhänge nicht verstehen können oder wollen.)

          • „Du hast nur keinen Arbeitsvertrag, sonst musstest Du für Deine diversen Tätigkeiten ohne Berufsausbildung (aka Hilfstätigkeiten) noch Steuern und Sozialabgaben zahlen.“

            Hier irrst Du ein Stückweit.
            Soweit ich das richtig interpretiere, ist unser Semi verheiratet und dann hat sie indirekt durchaus Anspruch auf Bezahlung. Der Ehevertrag ist da durchaus als Arbeitsvertrag zu verstehen. Ihr Mann zahlt für sie mit in die Rentenkasse ein und hat ihr mindestens auch ein als „Taschengeld“ bezeichnetes Gehalt zu zahlen.
            Im Regelfall läuft es aber anders herum. Der Mann schafft die Kohle ran und erhält dafür von der Frau ein Taschengeld, während sie ihres zusammen mit dem Haushaltsgeld verwaltet.

          • @Carnofis:
            Ein Ehevertrag und ein Arbeitsvertrag haben miteinander nichts zu tun.
            Wenn der Arbeitnehmer seinen Verpflichtungen nicht nach kommt, kannst Du Ihn Abmahnen und kündigen. Bei großen Verfehlungen sogar fristlos.
            So und dann erklär mir doch mal welche Optionen der Kohle ranschaffende Ehepartner hat.
            Was dem nichtarbeitenden Ehepartner zusteht ist über den Trennungsunterhalt klar geregelt und jederzeit wird sich ein Richter finden der das durchsetzt.
            Versuch das mal wenn die Wohnung nicht geputzt, die Wäsche nicht gewaschen und kein Essen auf dem Tisch steht.

          • „Ein Ehevertrag und ein Arbeitsvertrag haben miteinander nichts zu tun.“

            Formalrechtlich hast Du recht – unbestritten.
            Ich wollte mit dem Vergleich darstellen, dass Du Dich als Mann ab dem Zeitpunkt der Eheschließung zu bestimmten Leistungen VERPFLICHTEST, ohne dagegen einen Anspruch auf eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten.

            „Wenn der Arbeitnehmer seinen Verpflichtungen nicht nach kommt, kannst Du Ihn Abmahnen und kündigen. Bei großen Verfehlungen sogar fristlos.
            So und dann erklär mir doch mal welche Optionen der Kohle ranschaffende Ehepartner hat.“

            Keine eben. Du hast nur die Option einer Scheidung – mit den einseitig belastenden Folgen für Dich als Mann.

            „Was dem nichtarbeitenden Ehepartner zusteht ist über den Trennungsunterhalt klar geregelt und jederzeit wird sich ein Richter finden der das durchsetzt.“

            Trennungsunterhalt und nachehelicher Unterhalt sind weitgehend über die sogenannte „ständige Rechtsprechung“ geregelt, mithin Willkürrecht.
            Wenn Du dem Richter pampig kommst, zahlst Du schnell 10 Jahre länger nachehelichen Unterhalt.
            Es ist ein Irrtum zu glauben, dass im Gesetz Grenzen gesetzt seien. Jeder Richter kann „nach Sachlage“ entscheiden.

    • Wie wäre es mal mit den Arsch hochkriegen? Wenn die guten Juristen in die internationalen Kanzleien gehen und höllisch viel arbeiten, aber auch extrem viel verdienen, während sich die guten Juristinnen im öffentlichen Dienst tummeln, darf man sich nicht wundern.
      Siehe auch die Veterinärmedizin (mein Beispiel weiter oben) usw. usw.

      Im Übrigen sind auch Erzieherinnen besser gestellt. Zumindest haben sie häufiger unbefristete Verträge. Und eine voll ausgebildete Pflegerin verdienst auch mehr als ein Mechatroniker, obwohl die Ausbildung bei Letztgenanntem ein Jahre länger dauert.

  7. Weitere Fälle für die Liste:
    – (IT-)Berater, die in der Regel vier bis fünf Tage die Woche beim Kunden sind und Abends wartet das Hotelzimmer, verdient wird entsprechend natürlich gut
    – wirtschaftlich extrovertierte Unternehmer/Selbstständige arbeiten selbst und ständig, unter eigenem Risiko, ohne garantierte Leistungen aus einem Arbeitsvertrag und je nach Umstand mit persönlicher Haftung (was übrigens nicht heißen soll, dass es nicht auch solche gibt die viel arbeiten aber trotzdem nicht viel verdienen)
    – generell die gutbezahlte Arbeit in sehr großen Betrieben bzw. Branchen die von solchen Betrieben geprägt sind. Diese Wahl limitiert die Zahl der möglichen Arbeitgeber und Standorte (z. B. Chemie, Industrie oder Auto) und damit die Lebensqualität, z. B. durch Pendeln. Als Arzthelferin kann man hingegen fast überall arbeiten.

  8. Schichtarbeit ist z.B. im klassischerweise weiblich dominierten Pflegebereich Standard.
    Wenn es inhaltlich passt („was mit Menschen“) scheint die Vereinbarkeit von Schichtarbeit und Familienleben bei der Berufswahl also eine weniger starke Rolle zu spielen.
    .

    • „Wenn es inhaltlich passt („was mit Menschen“) scheint die Vereinbarkeit von Schichtarbeit und Familienleben bei der Berufswahl also eine weniger starke Rolle zu spielen.“

      Eben.
      Aber weise mal eine Feministin auf diese logischen Widersprüche hin. Die erzählt Dir dann, dass Logik von Männern erfunden wurde, das Patriarchat zu stützen und Frauen zu unterdrücken (die es ja nach feministischer „Logik“ auch nicht gibt, da bekanntermaßen der Geschlechterdualismus von den Nazis erfunden wurde).

    • „Nach Aussage der Bundesagentur für Arbeit werden bis 2030 rund 325.000 zusätzliche Vollkräfte in der Altenpflege, darunter etwa 140.000 Pflegefachkräfte,gebraucht.Bereits heute fällt die Besetzung offener Stellen von Altenpflegefachkräften zunehmend schwerer – und das nahezu in allen Bundesländern.Laut Bundesagentur für Arbeit kommen heute auf 100 offene Stellen nur 42 arbeitslos gemeldete examinierte Altenpflegefachkräfte.

      Die heutigen Rahmenbedingungen für Beschäftigte in der Altenpflege sind schlecht. Dreiviertel der Beschäftigten in der Altenpflege können sich nicht vorstellen,diese Tätigkeit bis zur Rente auszuüben.

      Das Arbeitskräftepotenzial ist nicht ausgeschöpft.Von den mehr als 950.000 Beschäftigten arbeiten nur etwa 300.000 in Vollzeit. … Das Bruttomonatseinkommen von Altenpfleger/innen liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Beschäftigten in Pflegeberufen.“

      https://gesundheit-soziales.verdi.de/mein-arbeitsplatz/altenpflege/++co++eae04010-d8b4-11e6-a520-525400ed87ba

      • Und? Was soll uns das jetzt sagen? Daß ein Halbtagsbruttomonatslohn geringer ist, als ein Vollzeitjobentgelt ( sagen wir mal als Krankenpfleger in einer Großklinik ), sollte wohl kaum erwähnenswert sein, oder?

        Und wo hockt jetzt die Erkenntnis?
        Pöses Patriarchat, Frauenunterdrückung, oder einfach Work-Life-Balance?
        Hmmm?

        Ach fällt mir ein, daß ich letztens auf dem Wochenmarkt einen mittelständischen Altenpflegeunternehmer ( Mann, weiß, mittelalt ) im Sträflingsanzug ( ! ) gegen neue Verschlechterungen in den Arbeits-, Versicherungs-, Verbands- und Abrechnungsmodi in der Branche protestieren sah.
        Und ja, eine seiner Angestellten, um deren Jobkonditionen es da ja hauptsächlich ging, hat ihrem Chef beim Flyerverteilen geholfen.
        EINE!

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