Männer, die den Berufseinstieg nicht schaffen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Partnerin sich trennt

Über Arne wurde ich auf diese Studie aufmerksam:

This article examines the dynamics of emerging adults’ partnerships across the school-to-work transition. While previous research studied the impact of the school-to-work transition on cohabitation entry only, we focus on partnership disruption, accounting for cohabitation as a parallel process. We examine whether partnership volatility is tied to enrollment in education, which would imply greater opportunities for relationship and identity exploration, but also postponed family formation, for those enrolled in education longer. Moreover, we study the impact of non employment after education on the stability of early partnerships. The analyses are based on PAIRFAM, a survey on relationship dynamics for young cohorts in Germany. Focusing on western Germany, we study partnerships that began during education. In a three-process model, we examine partnership disruptions and transformations of non-cohabiting partnerships into cohabitations, comparing the impact of educational enrolment, employment, and non-employment while controlling for selectivity in entering employment. We find that young men’s transition from education to employment stabilizes their partnerships. However, partnership instability is higher for young men with phases of non-employment after education than for those who are employed. In contrast to men, the school-to-work transition has no effect on partnership stability for women

Quelle:   The stability of partnerships across the transition from education to employment

Es geht also um Paare, die sich in der Ausbildung/dem Studium kennengelernt haben und ihren weiteren Weg.

Wenn Männer danach einen passenden Job finden, dann bleibt dabei ihre Beziehung eher stabil als wenn sie arbeitslos waren. Bei Frauen hatte der berufliche Weg keine Auswirkungen.

Das passt gut in die evolutionären Theorien, wonach Status bei der Partnerwahl eine große Rolle bei Männern spielt. Die Ausbildung ist dabei im Prinzip ein Indikator für den späteren beruflichen Status, der über diese üblicherweise erreicht wird. Die Frau schließt insofern eine gewisse Wette ab, dass er später aufgrund seiner Ausbildung einen guten Job bekommt (sie wettet evolutionär gute fruchtbare Jahre darauf). Es verwundert wenig, dass dann Kosten minimiert werden, wenn man sich verschätzt hat, was noch gar nicht einmal bewusst passieren muss: es reicht, wenn derjenige als weniger attraktiv als Partner erscheint als vorher.

Natürlich müsste man das noch um eine Vielzahl von Faktoren bereinigen: Menschen, die im Job keinen Erfolg haben, können natürlich auch ansonsten ernste Probleme haben, die genau das bewirken, sie aber auch für eine Partnerschaft unattraktiver machen.

Aus dem von Arne verlinkten Artikel:

Junge Paare trennen sich einer Studie zufolge häufiger, wenn der Berufseinstieg des Mannes misslingt. Hat die Frau dagegen einen holprigen Start in die Arbeitswelt, ändert sich an der Beziehung in der Regel nichts, wie die repräsentative Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) ergab, über welche die Wochenzeitung „Die Zeit“ heute vorab berichtete.

Schafften junge Männer den Übergang ins Berufsleben nicht und würden mit Mitte 20 zeitweise arbeitslos, erhöhe sich ihre Trennungsrate um 43 Prozent gegenüber erfolgreichen Berufseinsteigern, so die Studie. Bei jungen Frauen sei dieser Effekt dagegen nicht nachweisbar. Ob oder wie schnell die Partnerin auf dem Arbeitsmarkt Fuß fasse, belaste Paare offenbar weit weniger.

Eine Erhöhung um 43% ist ja schon sehr hoch. Wobei man natürlich schauen müsste, wie hoch die Trennungsrate an sich ist. Wenn diese relativ niedrig ist, dann können kleine Veränderungen schnell große Unterschiede bewirken (würde die Trennungsrate von 15% auf 1,43% hoch gehen wäre das etwas anderes als wenn sie von 30% auf 42,9% steigt).

Geschlechterrollen wirken weiter

Umgekehrt stabilisiere ein erfolgreicher Berufseinstieg des Manns die Beziehung spürbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein gemeinsamer Haushalt gegründet wird, steige mit seinem ersten Job signifikant an. Ob und was die Frau arbeitete, scheine egal.

Das Ergebnis zeige, dass die alten Geschlechterrollen immer noch wirkmächtig seien, was insbesondere die Männer belaste. Denn die Erfahrung des doppelten Misserfolgs – erst beruflich, dann privat – könne sich langfristig negativ auf ihre Lebensläufe auswirken, erklärten die Autorinnen der Studie. Sie forderten deshalb mehr Chancengleichheit und konkret weniger Druck auf junge Männer.

insbesondere wirkt sich hier die Biologie aus, nicht nur die Geschlechterrollen. Und es bedeutet auch, dass Männer einen höheren Druck haben erfolgreich zu sein als Frauen, was dazu führen könnte, dass sie eher erfolgreich sind als Frauen.

Und natürlich würden entsprechene Erfahrungen – und sei es aus dem Freundeskreis – auch ansonsten Männer eher dazu anhalten, dass sie den Beruf im Schnitt eher nicht aufgeben wollen.

73 Gedanken zu “Männer, die den Berufseinstieg nicht schaffen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Partnerin sich trennt

  1. Teil eines größeren Bildes. LowerClass Menschen sind deutlich weniger, und weniger stabil, verheiratet als UpperClass.

    https://ifstudies.org/blog/the-marriage-divide-how-and-why-working-class-families-are-more-fragile-today

    Das heutige Thema wird dort mit einem trockenen, zweifellosen Satz abgehakt:

    The losses that less-educated men have experienced since the 1970s in job stability and real income have rendered them less “marriageable,” that is, less attractive as husbands—and more vulnerable to divorce

      • Normalerweise „belegt“ man eine These mit bspw. einer Studie – aber wo ist denn die These linker Männerrechtler, die durch die Studie in Christians Beitrag widerlegt worden ist?
        Murdoch, was du von dir gibst ist sinnfrei.

        Kommen wir zum letzten Satz des zitierten Artikels: „Sie forderten deshalb mehr Chancengleichheit und konkret weniger Druck auf junge Männer.“
        Er muss auch der letzte Satz sein, denn sonst hätte eine Zusammenfassung in die weiterleitenden Fragen gemündet: 1. Chancengleichheit für wen? und 2. Von wem geht der Druck aus?

        Denn es „erhöhe sich ihre Trennungsrate“ ist eine Verharmlosung von SIE trennt sich von IHM.
        Diese Angst umtreibt den jungen Mann und produziert den Druck, auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Wie die Studie am weiblichen Trennungsverhalten aufzeigt, diese Angst ist real und hat ihre Berechtigung.

        „Chancengleichheit“ ist hingegen erst hergestellt, wenn: „Ob oder wie schnell die Partnerin auf dem Arbeitsmarkt Fuß fasse, belaste Paare offenbar weit weniger.“ nicht mehr gilt.
        Aber auch dieser Satz verharmlost.
        Dass das identische Verhalten ein „Paar weniger belastet“ ist kein Naturzustand, sondern zeigt klar auf, von einem Geschlecht wird gesellschaftlich ungleich mehr erwartet als vom anderen.
        Das gesellschaftliche Bewusstsein wiederum findet sich im weiblichen Anspruch, vom Beziehungspartner mehr erwarten zu können, als man selber in der Lage ist zu leisten.

        Übersetzt: Es belaste Paare gefälligst weniger, wenn die Partnerin auf dem Arbeitsmarkt keinen Fuß fasst, als wenn der Mann das nicht leisten kann.
        Hier herrscht eine solide Doppelmoral und zwei verschiedene Anspruchshaltungen an die Geschlechter.

        Die lieben Feministinnen sollten erklären, warum das „Patriarchat“ es Männern in allen Stadien ihrer Entwicklung durch höhere Ansprüche schwerer macht als Frauen.
        Und sie sollten erklären, welche Rolle dabei Frauen einnehmen – denn wie es für mich aussieht, sind diese damit die Komplizen des „Patriarchats“.
        Die davon profitieren, einem geringeren Druck und weniger hohen Erwartungen ausgesetzt zu sein.

        • „Das gesellschaftliche Bewusstsein wiederum findet sich im weiblichen Anspruch, vom Beziehungspartner mehr erwarten zu können, als man selber in der Lage ist zu leisten.“

          Das dürfte überaupt die Grundlage der Allegorie vom „Vater Staat“ sein. Für den sentimentalen Kitsch hat man dann die „Mutter Natur“ oder die weibliche bessere Seite in der Politik, die man per Quoten sicherstellen will.

        • „Und sie sollten erklären, welche Rolle dabei Frauen einnehmen – denn wie es für mich aussieht, sind diese damit die Komplizen des „Patriarchats“.“

          Lieber crumar, das siehst Du falsch.
          Frauen SIND das Patriarchat. Sie definieren weitgehend allein die Verhältnisse in den Beziehungen und die Strukturen der uns bekannten Gesellschaften.
          Und sie taten es schon, als sie noch gar keine Menschen waren.
          Auch sonst legen in gesellschaftlich organisierten Gruppen der Säugetiere die Weibchen die Normen fest, egal, ob man Murmeltiere oder Elche nimmt.
          Sprachlich würde ich das als Matriarchat bezeichnen, aber nun gut, wenn die Feministinnen es Patriarchat nennen, sei’s drum, entscheidend ist, was sich in der Tüte befindet.

          • “The female, not the male, determines all the conditions of the animal family. Where the female can derive no benefit from association with the male, no such association takes place.”
            Robert Briffault aus: „The Mothers: The Matriarchal Theory of Social Origins“

            Auch bekannt als „Briffaults Gesetz“.
            Schade, dass es das Matriarchat ebenso wenig gibt wie das Patriarchat. 😉

          • Der Problematik dieser stets leicht eiernden Formulierungen kann man ganz locker ausweichen, in dem man den Femis zustimmt und sagt:
            „Ja richtig, im staatsfeministischen Patriarchat ( die Oberdruiden setzen durch, was die extremistischen Mädels sich wünschen ) haben es Männer schwerer – als Frauen.
            🙂

          • Das Problem mit „agree&amplify“ ist, man kommt nicht an gegen „the nature of the beast“.
            Und hier kommt der Lehrfilm:

            Das ist die wissenschaftliche Erklärung für die „female power fantasies“ von Colttaine.
            Es geht mir nicht darum zu proklamieren, die Zukunft wird düster, sondern die Logik hinter der Düsternis aufzuzeigen.

          • „Frauen SIND das Patriarchat. Sie definieren weitgehend allein die Verhältnisse in den Beziehungen und die Strukturen der uns bekannten Gesellschaften.“

            Genau richtig.

            Und für mich das ewige Rätsel warum die Linke immer voll auf feministischer Linie mitfährt. Denn genau DAS ist die Ursache für die von den Linken immer beklagten sozialen und gesellschaftlichen Zustände, und NICHT irgendeine abstrakte Profitgier des Kapitals, böser alter weißer Männer oder was auch immer. Dies sind lediglich Symptome bzw. Werkzeuge des dahinter stehenden weiblichen Forderungsprinzips.
            Alle Versuche linker Weltverbesserung scheitern regelmäßig an der Erkenntnisverweigerung (oder Unfähigkeit ?) bezüglich dieses Prinzips und der daraus resultierenden falschen Zielsetzungen.

            Männern kann man nur vorwerfen nicht genug Eier zu haben, sich diesem perfiden Spiel zu entziehen*. (wobei es natürlich Ausnahme-Männer gibt, am plakativsten sicher die MGTOW-Haltung)

            *Das spätestens seit Ende der Steinzeit keinen positiven evolutionären Sinn mehr hat, sondern eher destruktiv als produktiv wirkt. Wir warten also weiter auf einen geistigen Evolutionssprung bei Frauen. Und Warten. Und
            Warten ….

          • „Und für mich das ewige Rätsel warum die Linke immer voll auf feministischer Linie mitfährt.“

            Das ist logisch vollkommen nachvollziehbar. Parteien, die sich als links verstehen, haben das ZIel, sich besonders für Benachteiligte einzusetzen.
            Und selbst ein Hardcore-Maskulist wird nicht bestreiten, dass Frauen im Mittel ein deutlich niedrigeres Einkommen haben, als Männer. Sie sind also für die schlichteren Gemüter des politisch linken Spektrums benachteiligt und haben damit Anspruch auf Unterstützung.

            „Denn genau DAS ist die Ursache für die von den Linken immer beklagten sozialen und gesellschaftlichen Zustände, und NICHT irgendeine abstrakte Profitgier des Kapitals, böser alter weißer Männer oder was auch immer.“

            Da magst Du recht haben. Aber das kann nicht bedeuten, die Exzesse eines zunehmend aus dem Ruder laufenden Kapitalismus mit der Begründung: „Ist natürlich, also gut!“ laufen zu lassen.
            China z.B. entwickelt zunehmend einen der übelsten Formen des Raubtierkapitalismus, der sich längst von evolutionären Fundamenten einzelner besonders aggressiver Männer entfernt hat.
            Einer Doku zufolge, die ich irgendwann die letzten Tage sah, lässt sich China den Ausbau der „neuen Seidenstraße“ von den Anrainern teilweise finanzieren, ohne sie dabei wirklich zu beteiligen. Besonders Entwicklungsländer übernehmen sich schnell bei der Finanzierung.
            https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/Die-Strasse-des-Drachen-Wie-China-durch-die-Neue-Seidenstrasse-die-Europaeer-herausfordert;art410924,10133634

            Wenn also linke Parteien die Einhegung des Kapitalismus fordern, dann hat das sehr wohl seine Berechtigung. Ohne solche Regeln landen wir sehr schnell in frühindustriellen Gesellschaften, in dem einzelne Konzernlenker/Staaten absolutistisch über die ihnen Unterstellten herrschen.

        • „Dass das identische Verhalten ein „Paar weniger belastet“ ist kein Naturzustand, sondern zeigt klar auf, von einem Geschlecht wird gesellschaftlich ungleich mehr erwartet als vom anderen.“

          Es ist sicher richtig, dass unsere Gesellschaft von einem Geschlecht erwartet als vom anderen. Aber dass das nicht auf einem Naturzustand beruht, müsste auch erst noch belegt werden.

          • „Zeige mir den Arbeitsmarkt der lobster!“

            Bilden Lobster Gesellschaften?
            Wenn nein, dann kann man sie so wenig als Beispiel heranziehen, wie eine Trauerweide 😛

          • Ferkel! 🙂

            Ich wollte nur aufzeigen, obwohl lobster soziale Hierarchien aufbauen, haben sie eben keine Gesellschaften hervorgebracht und daher auch keinen Arbeitsmarkt.

            Es hätte ihnen sowieso nichts gebracht, denn ich habe sie alle gegessen.
            Die alpha-lobster sind einfach zu lecker! 🙂

        • Christian: „Das passt gut in die evolutionären Theorien, wonach Status bei der Partnerwahl eine große Rolle bei Männern spielt.“
          Was man nicht vergessen darf ist, dass das, worauf ich gerade antworte genauso dazu passt. Und, wenn zwei Theorien dazu passen, kann man es nicht als Bestätigung für eine und nur eine davon verkaufen und braucht zusätzliche Daten, um die beiden Theorien zu unterscheiden. Man darf nicht vergessen, dass überzogene Ansprüche dazu führen können, dass man Partner zurückweist, die man von den Attraktivitätsmerkmalen her eigentlich akzeptieren könnte (oder sie als unattraktiver wahrnimmt als man es sonst täte).
          Und, nein: Dass X einen Selektionsvorteil hat/man sich einen Selektionsvorteil ausdenken kann, heißt nicht, dass X auch tatsächlich genetisch bedingt ist, zumal man sich nahezu immer einen Selektionsvorteil ausdenken kann, auch wenn dieser nicht existiert oder nicht so groß ist, wie es scheint. Anderenfalls müsste ja alles genetisch bedingt sein und das vertritt hier doch hoffentlich keiner? Anderenfalls wäre eine so schnelle kulturelle Evolution auch nicht möglich gewesen, wären wir nicht zum Mond gekommen, wäre unser Gehirn komplett nutzlos, hätte also keinen Selektionsvorteil (auch keinen sexuellen Selektionsvorteil)! Man darf nicht vergessen, dass Lernfähigkeit und damit Umweltflexibilität selbst einen Selektionsvorteil hat, eben weil es eine schnellere Anpassung ermöglicht (und nur so unser Verstand zu was nütze ist), oder zumindest werden damit viele Instinkte überflüssig und verschwinden damit (use it or lose it), da ihre Inhalte eh gelernt werden (dies gilt v.a. für Lebewesen, die in Gruppen leben). Letzteres gilt übrigens auch für so manche Geschlechtsunterschiede: Immerhin neigen primitive Völker dazu, zu glauben, dass alles einen Zweck habe, auch die Menschen. Und, welche Annahme ist da am naheliegendsten? Da Frauen die Kinder gebären natürlich, dass Frauen in erster Linie für die Kinder da sind und Männer für deren Versorgung. Natürlich werden nicht alle Instinkte überflüssig, da manches gar nicht gelernt werden kann und alles zu lernen zu lange dauern würde.

          • Irgendwie ist mein Kommentar an der falschen Stelle gelandet: Dieser Kommentar bezieht sich auf einen von Krumar weiter oben, wo er erklärt, dass die höhere Scheidungsrate bei arbeitslosen Männern auch von den Ansprüchen der Gesellschaft an die Männer abhängt, da dann auch die Frauen glauben, mehr verlangen zu können (solange sie die gesellschaftlichen Werte nicht infragestellen).

          • Es ist übrigens immer auch eine Kombination aus genetischer und Umweltbedingtheit möglich und zwar nicht unbedingt auf additive Weise (es wurde ja mal ein Gen entdeckt, dass die Kriminalitätsneigung erhöht, aber nur, wenn man selbst Gewalt erlitten hat).

    • „The losses that less-educated men have experienced since the 1970s in job stability and real income have rendered them less “marriageable,” that is, less attractive as husbands—and more vulnerable to divorce“
      ——————————————-
      Wenn beabsichtigt ist, die atomisierende „Individualisierung“ voranzutreiben, um am Ende nicht mehr teilen zu müssen, dann läßt sich „vorzüglich“ politisch herrschen.
      Vor dem Hintergrund biologisch-evolutionärer Gegebenheiten, einhergehend mit der gewollten(?) Verknappung von Arbeitsmöglichkeiten insbesondere für Männer, läßt sich zynisch gesagt eine Kaskade an „wünschenswerten“ Ergebnissen erzielen…

      • „Wenn beabsichtigt ist, die atomisierende “Individualisierung” voranzutreiben, um am Ende nicht mehr teilen zu müssen, dann läßt sich “vorzüglich” politisch herrschen.“
        ——————————————-
        Überraschend, oder auch nicht, ist die Nachricht, die uns aus dem Emstal erreicht: dortige Wissenschaftler haben herausgefunden, daß man bei Gewitter zwar Buchen suchen, Weiden meiden, Eichen weichen, aber nicht Frauen hauen solle.

      • „mit der gewollten(?) Verknappung von Arbeitsmöglichkeiten insbesondere für Männer“

        Sorry aber die Verknappung ist in diesem Sinne nicht gewollt, sondern eine klare Folge von Digitalisierung und Automatisierung.
        Stand jetzt kann man eigentlich nahezu alle Tätigkeiten die ohne Ausbildung möglich sind, problemlos durch Roboter ausführen lassen. Und das betrifft/beträfe die komplette „Unterschicht“ (sowohl männlich als auch weiblich)
        Und es ist eben genau nicht gewollt, diese Veränderung schnell herbeizuführen. Sonst wären wir damit schon fertig.

        • „Sorry aber die Verknappung ist in diesem Sinne nicht gewollt, sondern eine klare Folge von Digitalisierung und Automatisierung.“
          ——————————————–
          Was haben politisch-gewollte „Individualisierung“ und Digitalisierung und Automatisierung miteinander zu tun? Strukturelle Veränderungen der Arbeit verlangen auch immer danach, politisch daran etwas ändern zu sollen; ob „man“ es denn will und macht, ist eine ganz andere Frage!

          • Wie willst du da politisch agieren? Die Leute werden schlicht nicht mehr benötigt. Und zwar sowohl Frauen als auch Männer.

            Du kannst sie höchstens besser ausbilden. Aber das ist nicht bei jedem möglich.

            Oder was genau meinst du?

          • @Irenicus
            Eine zunehmend bessere Ausbildung wäre geboten; aber was erleben wir statt dessen? Fortschreitende Verblödung!
            De-Industrialisierung, propagierte und praktizierte Technologiefeindlichkeit sind keine guten Voraussetzungen dafür, daß künftig mehr Männer und/oder Frauen den Berufseinstieg schaffen bzw. kontinuierliche berufsbiographische Beschäftigungen vorweisen können.

          • Ich vermute mal wohlwollend, daß @Seerose lediglich mittels rein rhetorischer Fragen lustig herumironisieren wollte „(lacht)“….

    • In unserer Gesellschaft wärst du dafür der oberflächliche Arsch. Frauen, die Männer des Geldes wegen verlassen gelten im Gegensatz dazu eher „empowered“.

      • Nein, es wird allgemein nicht so ausgedrückt. Das würde gewaltig am Narrativ „Frauen sind die besseren Menschen“ kratzen.

      • Auch hier kann man sich ja ein Beispiel an Frauen nehmen. Man darf es ihr eben nicht direkt sagen. Man muss sich an einem anderen Grund hochziehen.

          • Hier wären es noch die Haare.
            Ich habe einen Zopf bis zum Po in Naturhaarfarbe, würde ich die Schneiden oder Färben, … ohje. 🙂
            Mir hat mal eine Friseurin vor Jahren 30cm auf einmal abgeschnitten, weil sie der Meinung war, man trägt das nicht mehr so.
            So wütend habe ich den Mann danach selten erlebt.
            Ist wieder gewachsen.
            Und er schneidet sie mir jetzt selbst. Alle paar Monate die fisseligen Spitzen. Es gibt ja für alles ein YT-Tutorial. 😀

          • Lange Haare sind wunderbar praktisch, weil man damit nur selten zum Friseur muss. Ich gehe nur noch alle ein bis zwei Jahre, mein Mann mindestens fünfmal pro Jahr.

            Ich hatte meine Haare früher hüftlang, bis sie mir irgendwann lästig wurden, weil es immer so lange gedauert hat, bis sie nach dem Waschen oder Schwimmen wieder getrocknet sind. Seither gehen sie mir wechselnd bis zu den Schultern oder bis zu den Ellbogen.

        • Das ist für mich ein Kompliment, dass ihm meine Figur gefällt, und Bestätigung, dass er meinen Körper anziehend findet.
          Außerdem gibt es mir eine zusätzliche Sicherheit, was die Stabilität unserer Beziehung betrifft.

          Manchmal antworte ich ihm darauf, dass ich ihn verlassen werde, wenn er anfängt zu rauchen.

  2. Was überrascht an dieser Studie? Frauen waren schon immer Sexobjekte, Männer Erfolgsobjekte. Diese ganze Frauenförderung wird uns noch aus dem Genpool entfernen.

    • „Diese ganze Frauenförderung wird uns noch aus dem Genpool entfernen.“

      Das wird ganz sicher nicht passieren, niemals!
      Die herrschenden Verhältnisse basieren darauf, dass Männer Geld erwirtschaften, das ihre Frauen dann ausgeben.
      Beide Seiten sind also miteinander verknüpft wie Algen und Pilze in der Ausformung der Flechte.
      Und wie bei der Flechte können die Algen (Männer) ohne die Pilze (Frauen) leben, die Pilze aber nicht ohne die Algen.

    • Ein Mann produziert genug Sperma um alle Frauen zu befruchten. Wenn sich alle Frauen an den hängen und alle anderen Männer, die aufgrund ihres Einkommens unheiratbar sind, ignorieren, stirbt die Menschheit trotzdem nicht aus… In der Theorie.

        • Egal, was sie tut, eine 45-jährige kann es rein sexuell nicht mit einer 25-jährigen aufnehmen.

          Achte lieber darauf, dass in der gegenüberliegenden Waagschale genug liegt.

          • „Egal, was sie tut, eine 45-jährige kann es rein sexuell nicht mit einer 25-jährigen aufnehmen.“

            Aus Dir spricht die Unerfahrenheit der Jugend 😀
            Eine 45jährige kann es – wenn sie einigermaßen auf sich achtet – lächelnd mit einer 25jährigen aufnehmen.
            Eine 25jährige mag sexuell reizvoller aussehen, dafür ist sie aber auch um Potenzen anstrengender, der Sex oft nicht wirklich befriedigend.
            Wirkliche Erotik und Befriedigung habe ich erst mit Frauen jenseits der 35 erlebt. Die sind mit sich selbst im Reinen und sie wollen wie ich den Sex genießen, während die Twens da gern ein Zickendrama machen.

          • Wie willst du da politisch agieren? Die Leute werden schlicht nicht mehr benötigt. Und zwar sowohl Frauen als auch Männer.

            Du kannst sie höchstens besser ausbilden. Aber das ist nicht bei jedem möglich.

            Oder was genau meinst du?

          • Ich finde attraktive Frauen um die 45 ausgesprochen sexuell anziehend und die sind auch viel besser im Bett. Junge Frauen sind viel zu anstrengend und wissen meist auch nicht, was sie wollen.

          • Diese „Aber ich..“-Entgegnungen immer…

            Eine 25-jährige, die weiß, was sie im Bett tut, kann einer 45-jährigen fast jeden Mann wegschnappen, egal ob diese weiß, was sie tut.

            Egal, wieviele hier schreiben: „Also, ICH habe da eine 45-järige und eine 25-jährige im Sinn, da finde ich erstere aber besser…“

    • Die Frage ist doch eher was man in seine feste Beziehung reininvestiert.
      Für mich sind feste Beziehungen eh nur ein Zwischenschritt vor der nächsten Beziehung, ich sehe das ziemlich locker und bin generell eher wenig bemüht um die Beziehung am Laufen zu halten.
      Generell gilt: Kommt eine Bessere des Weges daher, ist die Trennung schnell und ohne viel Gefühlkram gemacht.

      Ich habe inzwischen echt viel von Frauen gelernt.

      • Nach meinem Erachten ist eine feste Beziehung auf Dauer angelegt, nämlich mit der Absicht, sie langfristig fortzusetzen.
        Ich hatte deshalb früher nie eine, sondern Affären, Freundschaften+, oder wie man das sonst nennen will.
        Ist aber vielleicht nur eine Definitionssache.

        • Da hast du schon Recht, zumindest wenn es gute Zeiten sind. Wenn sich die Zeiten ändern oder der Mann schwächelt, dann ist die Frau schnell weg. Sprüche wie „die Liebe ist halt weg“ oder „es passt nicht mehr“ kommen dann ziemlich schnell.
          Deswegen kann ich nur jedem Mann raten, es sich nicht zu bequem mit einer Frau zu machen und lieber rational in eine Beziehung zu gehen als von einem Hormoncocktail getrieben. Das endet nämlich für den Mann meinst in einer Misere.
          Ich denke daher auch, dass Autoren wie Rollo Tomasi zwar Recht haben wenn sie schreiben, dass man seine Beziehung die ganze Zeit durch „gamen“ muss um sie zu erhalten aber sind wir mal ehrlich – nicht jeder hat Lust die ganze Zeit den Tanzbären zu spielen und noch weniger wenn der für die meisten Männer interessante Wert einer Frau, ihre Schönheit, über die Zeit abnimmt.
          Dann doch lieber alle paar Jahre eine junge, neue, hübsche Frau und keine Verpflichtungen mit dem Hausdrachen aufbauen. Das ist so ähnlich wie die Leute die sich ein teures Küchengerät, z.B. eine Waschmaschine kaufen. Ich selbst kaufe mir lieber alle 5 Jahre eine neue günstige als einmal eine teure die zwar anfangs besser ist als die Günstige aber über die Zeit nicht besser wird, während die Günstige mit jeder Generation überlegener wird.

          • Und genau von dieser, bei vielen Männern ausgeprägten Wegwerf-Mentalität, haben viele Frauen heutzutage „gelernt“, und handhaben es ebenso. Toller evolutionärer Fortschritt?

          • Der Partnermarkt ist halt auch nur ein Markt und die Verhandlungspartner passen auf die Gesamtheit betrachtet halt ihre Leistungen aneinander an. Wenn ein Geschlecht meint, etwas nicht mehr leisten zu brauchen, wird auch das andere Geschlecht irgendwann anfangen, nur noch weniger zu leisten. Und so lernen halt die Geschlechter voneinander.

            Da Scheidungen häufiger von Frauen beantragt werden, ist aber die Frage, welches Geschlecht bei der „Wegwerf-Mentalität“ die Nase vorn hat.

            Die Neigung zum „Wegwerfen“ wird in der Regel der Tun, der Auswahl hat bzw. leichter Ersatz beschaffen kann. Auf die Gesamtheit betrachtet ist es meiner Meinung nach daher kein Wunder, dass Frauen vom Grundsatz häufiger Scheidungsanträge stellen, da Frauen in der Regel kaum etwas tun brauchen, um „Ersatz“ zu beschaffen, während Männer mehr Aufwand betreiben und aktiv werden müssen. Und das tut man gewöhnlich nur dann, wenn eine Notwendigkeit dafür besteht (z.B. weil man Single ist oder weil die eigenen Bedürfnisse in der bestehenden Beziehung nicht befriedigt werden).

            Als weiteren Grundsatz wird aber vermutlich auch aufstellen können, dass Frauen in jüngeren Jahren und Männer in älteren Jahren zur „Wegwerf-Mentalität“ neigen könnten. Frauen, weil sie insbesondere in „jüngeren Jahren“ eine große Auswahl haben und daher leicht „Ersatz“ beschaffen können. Und bei Männer verbessert sich die Lage halt mit zunehmenden Alter (wenn der eigene Status steigt). Hinzu kommt, dass sehr viele Männer in jungen Jahren oft schlechte Erfahrungen mit Frauen machen, da wie gesagt Frauen insbesondere in jüngeren Jahren Auswahl haben und der „Wegwerf-Mentalität“ nachgehen können. Viele Männer müssen daher schon fast gezwungendermaßen aus diesem Grund in jüngeren Jahren sich ein hartes Fell zulegen, wenn sie nicht mental zu Grunde gehen wollen. Und so lernen sie dann halt, die „Liebe“ sachlicher zu betrachten und sich eben nicht mehr so tief auf Frauen einzulassen. Und das wirkt dann halt auch noch in älteren Jahren fort, so dass sie sich dann auch leicht wieder von Frauen trennen, weil sie sich eben nicht mehr so fest mental an die Frau gebunden haben.

          • @xyz,

            du vergisst die Apex-Fallacy.

            Wenn eine Frau davon redet, dass „die Männer“ eine Wegwerfmentalität haben. dann redet sie nicht von „den Männern“, wie wir es verstehen würden, sondern ausschließlich von den 20% aller Männer, die sie wahrnimmt.
            Jene 20%, denen sich 80% aller (jungen) Frauen an den Hals werfen.
            Dass diese darüber eine Wegwerfmentalität entwickeln, parallel zu den jungen attraktiven Frauen, die vor lauter Orbitern nicht zutreten können, ist sehr nachvollziehbar und vermutlich akkurat beobachtet.

          • @Seerose
            Sorry, aber das professionelle Opfergehabe musst du da noch lernen. Es waren die Frauen die den Partnervertrag aufgelöst aben weil sie frei und unabhängig sein wollten. Tatsächlich haben aber viele geglaubt, dass Männer das mit sich machen lassen ohne darauf zu reagieren.
            Nun meine Reaktion ist das pump and dump – und ja, Männern wie mir, also den 20% erfolgreichen, ist es eigentlich inzwischen Scheißegal was andere über sie denken. Ob ich ein Chauvinist, Arschloch oder Nazi bin ist mir eher egal – was kümmern mich die Aussagen der jammernden Verlierer?

            @xyz
            In der Tat würde ich diese Mentalität auch beibehalten wenn ich weniger Erfolgreich bei Frauen wäre. Ich finde Frauen ausschließlich für den Sex interessant, alle anderen Eigenschaften, mögen sie noch so toll sein, sind für mich persönlich unwichtig. Ich unterhalte mich lieber mit Männern und verbringe auch lieber Zeit mit diesen.

          • @PfefferUndSalz
            Klar sollte man es immer rational angehen. Da stimme ich dir völlig zu.
            Nur um Spaß miteinander zu haben, braucht man nicht gleich eine Bindung aufzubauen oder Verpflichtungen einzugehen.
            Je nach dem, welche Pläne man noch für die Zukunft hat, ist in vielen Fällen eine verbindliche Partnerschaft allerdings doch sinnvoll.

            Ist es denn deinen Auserwählten-auf-Zeit bewusst, dass es sich nur über eine vorübergehende Liaison handelt?

          • @Anne Nühm
            „Ist es denn deinen Auserwählten-auf-Zeit bewusst, dass es sich nur über eine vorübergehende Liaison handelt?“
            Eine interessante Frage die eine Beantwortung verdient.
            Tatsächlich mache ich, gene mal Umfragen zur Zufriedenheit, also nicht das übliche „Und wie war ich?“ nach dem Sex sondern eher „warum hast du dich für mich entschieden?“. Schließlich gehören Umfragen nach der Kundenzufriedenheit bei jedem Unternehmer zum Tagesgeschäft.
            Tatsächlich war die Antwort meiner letzten Sexpartnerin, dass sie mich besonders Männlich fand (keine Neuigkeit) aber vor allen, dass ich KEINE Beziehung suche. Da ich über Tinder meine Sexpartnerinnen finde und naturgemäß an Frauen interessiert bin, weiß ich natürlich nicht wie die Konkurrenz aufgestellt ist. Und in der Tat sagte sie mir, dass rund 80% aller männlichen Profile nach etwas festem suchen, während bei mir bereits von Anfang an feststeht, dass ich nur Sex und bestenfalls eine Affäre suche. Hat mir in der Tat zu denken gegeben.
            Deswegen ist die Antwort auf deine Frage ein klares Ja.

  3. Natürlich spielt der Beruf und das Geld für eine Frau eine Rolle. Denn eine Frau muss ja damit rechnen, dass sie durch ein Kind belastet wird.
    Es ist zu befürworten, dass die Frauen weniger (nicht gar keine) Kinder bekommen. Denn dann ist die Belastung geringer. Die Geburtenrate kann gesenkt werden, wenn die Menschen sich ökologischer verhalten. Dann wird es weniger Pflegefälle geben, um die sich junge Menschen kümmern müssen. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  4. Und wieder ein Artikel der Belegt, das Frauen Männer ausbeuten. Ich frage mich, warum das von Männerrechtlern immer geleugnet wird.

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