Zum sich ausbreitenden Einfluss des intersektionalen Feminismus bzw der „Opferideologien“

James Lindsay wies in einem Tweet noch einmal darauf hin, welchen Einfluss der intersektionale Feminismus hat:

Noch mal als Text:

I frequently see people insist that a degree in some grievance studies field only prepares them to work pouring coffee. This is incorrect. It prepares them to work in HR, education, television, writing, administration, activism, and lobbying. Sweet dreams.

Meanwhile, grievance studies courses train non-majors (that is, people majoring in something else) to become activists with the explicit mission of grievance politicizing that line of work or study.

Und in der Tat scheint sich diese Denkrichtung in vielen Bereichen festzusetzen, vielleicht auch weil es modern ist, jemanden zu haben, der Feminist ist.

Gleichzeitig trifft man außerhalb dieser Studiengänge kaum Leute, die sich wirklich damit beschäftigt haben, während gleichzeitig viele Schnittstellen damit besetzt werden.

 

 

20 Gedanken zu “Zum sich ausbreitenden Einfluss des intersektionalen Feminismus bzw der „Opferideologien“

    • Wenn du Grievance im Nebenfach, im Hauptfach aber Architektur hast, dann sorgst du dafür, dass Grievance-„Wissen“ unter Architekten etabliert wird.

      Du bist keine missionarischer Kaffeeausschenker, sondern ein missionarischer Architekt. Und da normale Architekten von Evopsych etc keine Ahnung haben, bist du vermutlich ein erfolgreich missionarischer Architekt.

    • „Sometimes you just have had enough. One day a girl sitting towards the back of the classroom shouted at some boy up front, “Yo! Nigga! Stop that!” I stood up as tall as I could and said in my most supercilious voice, “I don’t know which particular nigga the young lady is referring to, but whoever it is, would you please stop it.” The kids couldn’t believe their ears:

      “Yo, miss! You can’t say that!”
      “Why not? You say it all the time.”
      “Uhh… Because you’re old.”
      “That’s not why. Come on, tell the truth.”

      This went on for a bit, until one brave lad piped up: “Because you’re white.” “Okay,” I said, “because I’m white. Well what if I said to you, ‘You’re not allowed to say some word because you’re black.’ Would that be okay?” They admitted that it wouldn’t. No one seemed to report it. To this day, it’s puzzling that I didn’t lose my job over that incident. I put it down to basic human decency.“

      Aus dem Video Interview:

      Little classes classes have a brought view of the world.
      Working classes have a narrow view of the world but with a depth.

      Daz tru, reisen macht bekanntlich vielfältig doof.

  1. Das Ganze metastasiert exponentiell.
    Es fängt ganz unscheinbar mit einer Professorin in Soziologie oder Anglistik an und breitet sich von dort ungeniert aus. Mittlerweile haben wir auch Ideologinnen in „Gender-Physik“ oder „Gender-Informatik“.
    Dies sind fast ausschließlich Lehramtskurse, so dass eine weitere Multiplikation in deutschen Schulklassen sichergestellt ist, wenn die fertigindoktrinierten Gender-Referendare auf die nächste Generation Schüler losgelassen werden.

    • Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
      Bevor ich die Fachrichtung zu MINT wechselte, war ich vor knapp einem Jahrzeht ein Semester in Anglistik. Die dortige Professorin schwadronierte in der Einführung in Cultural Studies regelmäßig und so lang über „die feministische Perspektive auf Thema X“, dass es innerhalb der männlichen Studenten verhaltene Kritik gab. Wurde aber nicht zu laut, da einzelne Versuche, dass im kompletten Studentenkreis anzusprechen, von der üblichen weiblichen Klientel schnell erstickt wurde.

  2. Weiß jemand, ob es irgendwo eine Übersicht gibt, welche entsprechenden Studiengängen es in Deutschland gibt? Und eventuell einen Vergleich zu Studiengängen in den USA und/oder anderen europäischen Staaten? Für Gender & Queer Studies gibt es sowohl eigene B.A. als auch M.A. Studiengänge in D, klar, aber ich glaube Fat Studies gehen in D -bisher- „nur“ im Rahmen von anderen Studiengängen. Black Studies auch, aber da gabs doch vor einer Zeit Demos für einen eigenen Studiengang irgendwo, oder? Und Postcolonial/Transcultural/African American/und was es da sonst noch so gibt Studies?
    Läuft da in den USA nicht auch viel unter den Literaturwissenschaften?
    Fände da eine Übersicht mal ganz interessant.

    • Einer der wenigen, die sowas machen ist unser Forant „Man in the Middle“ mitm, der eine Website mit allen grundlegenden Infos macht. Aber das hat er glaube ich auch nicht zu bieten.

      Ganz sicher ist, dass die Ideologen der Sozialen Gerechtigkeit ihre eigene Geschichte und Verbreitung nicht offenbaren (wollen).

      Wenn du das Feld von „oben her“ aufdröseln willst, kannst du einen wie Prof. Edward Said nehmen, das ist eine der Gründungsväter und Hauptimpulsgeber der ganzen Bewegung.
      Eine der allerwichtigsten Finanziers und Unterstützer für alle „xyz … studies“ ist die „Ford Foundation“ gewesen.

    • Wenn Du denkst, die schwimmen da nur in ihrer Grievance-Suppe, wo man am Namen des Studiengangs direkt ablesen kann, dass es dort ausschließlich SJW-Dogme nach der Vorschlaghammermethode verabreicht wird (e.g. Gender Studies, Critical Whiteness Studies etc.), haste weit gefehlt.

      Selbst „harte“ Naturwissenschaften sind nicht mehr sicher. Hier mal am Beispiel der Hochschule Hannover – dort nennt sich das GenderMINT: https://f2.hs-hannover.de/organisation/labore/gender-mint/index.html

      Eimer bereithalten:
      Ingenieurwissenschaften und Informatik brauchen Vielfalt. Darin sind sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft einig und unternehmen große Anstrengungen, um junge Menschen für technische Studiengänge zu gewinnen. Auch das Land Niedersachsen, die Leitung der Hochschule Hannover und die technischen Fakultäten der HsH engagieren sich für die Erschließung neuer und bislang unterrepräsentierter Zielgruppen wie Frauen, Studierende in erster Generation, beruflich Qualifizierte und internationale Studierende. Jedoch treffen die Studieninteressierten noch viel zu oft auf nicht mehr zeitgemäße Vorstellungen „des Ingenieurs“ und „des Informatikers“ und auf Vielfalt ausschließende Fachkulturen in Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik.

      Das Fachgebiet Gender MINT setzt auf die Veränderung dieser Fachkulturen. Angeboten werden zum einen Formate und Veranstaltungen, die Lehrende der technischen Fachrichtungen bei diesem Kulturwandel unterstützen. Zum anderen werden Lehrveranstaltungen und Vernetzungsangebote entwickelt, die Studierende vom Vor- und Brückenkurs in Grundlagenfächern über Lehrveranstaltungen mit interdisziplinären Fragestellungen bis hin zu Projekt- und Abschlussarbeiten durch gender- und diversity-informierte Lehr-Lernmethoden oder Lehrinhalte stärken. Darüber hinaus bereichern spezielle Events von bzw. für Studentinnen, muslimische und internationale Studierende das traditionelle Veranstaltungsspektrum (Formula Student, Bierfest,…) in Ingenieurwissenschaften und Informatik.

      • @ Alex: Danke!
        @ Freddy: Klar, was zum Beispiel Literaturwissenschaften mit Gender und Critical Whiteness zu tun haben können, war mir (hab mich noch nie mit Literaturwissenschaften auseinandergesetzt) naiverweise im ersten Moment als ich damals davon gelesen habe auch nicht klar.
        Aber trotzdem zeigt ja die Etablierung von immer mehr eigenen Studiengängen den zunehmenden Einfluss: dadurch entstehen mehr Professuren, das Lehrangebot wird erweitert,…
        P.S.: lachte über das Bierfest für muslimische Studierende: „Darüber hinaus bereichern spezielle Events von bzw. für Studentinnen, muslimische und internationale Studierende das traditionelle Veranstaltungsspektrum (Formula Student, Bierfest,…) […].“

      • „dort nennt sich das GenderMINT“

        Der allgegenwärtige Versuch, alle Disziplinen der Wissenschaft an sich zu reissen. Die totalitäre Ideologie der Sozialen Gerechtigkeit will sich auf alles drauflegen und es beherrschen, wie Mehltau, um den „Kulturwandel“ herbeizuführen.

        Das ganze wird bei uns Erfolg haben können, da das wichtigste Regulativ für diese Fehlentwicklung fehlt: dass die Studenten mit ihren Füssen abstimmen und diesen Wahn nicht mehr mit ihrem Geld bezahlen.

        • Zu meiner Zeit haben höchstens 10 % der Studenten an den AStA-Wahlen teilgenommen – ist das heute anders? Ich denke, die meisten wissen, was ein Gesslerhut ist, und wie man damit umgeht …

          • Das ist aber nix Studentisches, sondern eine universitäre Organisationseinheit mit allen Schikanen (Professuren, etc).

      • „Ingenieurwissenschaften und Informatik brauchen Vielfalt. Darin sind sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft einig und unternehmen große Anstrengungen, um junge Menschen für technische Studiengänge zu gewinnen.“

        Okay, aber wo ist der Nachweis dass die das „brauchen“, vor allem eine Vielfalt die sich aus angeborenen Eigenschaft ergibt?

        „nicht mehr zeitgemäße Vorstellungen „des Ingenieurs“ und „des Informatikers““

        Und was ist die zeitgemäße Vorstellung? Jemand Privilegien reflektieren?

        Die ruinieren wirklich alles und setzten das nur auf unbewiesene und teils sogar widerlegte Behauptungen.

        Und am Ende, wenn die Gesellschaft nicht mehr fähig ist die wichtigen Probleme zu lösen, wird man die Feministinnen natürlich nicht zur Verantwortung ziehen. Wahrscheinlicher schiebt man das dann auch alles dem weißen Mann in die Schuhe, obwohl man doch Jahrzehnte lange behauptet hat der er das einzige Hindernis zu diesem Diversitäts-Utopia ist.

  3. Man kennt das von Scientology. So breitet sich das mit dem Feminismus auch aus, nur in viel grösserem Massstab. Feminismus wird mittlerweile ein Milliarden-Geschäft sein, über die Steuerosen in der Welt. Nur gut, dass er so wirtschaftsfeindlich ist und sich so selbst an der Ausbreitung behindert.

  4. „Gleichzeitig trifft man außerhalb dieser Studiengänge kaum Leute, die sich wirklich damit beschäftigt haben, während gleichzeitig viele Schnittstellen damit besetzt werden.“

    Ist das wirklich verwunderlich, warum man diesen Angriffsvektor wählt?

    Liegt ja in unserer Biologie, dass man auf dem Auge blinder ist, als selbst auf dem behinderte Kinderauge.

    Man Vergleiche nur mal wie viel – berechtigten Beef – das Mongogretalein von den Wortschmieden verabreicht bekommt und wie schutzbedürftig und schutzgewährt im Vergleich der Feminismus daher kommt.

    • Einfach mal ins Bücherregal langen, und im Anfang vom verabscheuungswürdigstem Buche das man drin finden kann – Der Medicus – zu Beginn die Logiken der Kinderverteilung nachlesen.

      Hat ne Menge damit zu tun, ob einer anpacken/werfen kann wie ein/eine Große/r und wie viele Teller bis dahin noch nötig sind.

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