Bloggeburtstag: 9 Jahre „Alles Evolution“

Bekanntlich feiern wir am 1. Mai den Geburtstag dieses Blogs: 9 Jahre Alles Evolution!

Ich bedanke mich bei allen, die dabei helfen, diesen Blog am Leben zu halten, sei es durch Kommentare oder einfach durch lesen, aber auch durch das Verlinken in anderen Medien (danke auch an das CIA, inzwischen hat ja ein Kommentator bereits herausgefunden, dass sie natürlich hinter allem hier stecken).

9 Jahre, ich kann es selbst nicht glauben.

Wie schnell die Zeit vergeht. Ihr solltet jetzt schon anfangen an den Gastbeitragen für die Festwoche „10 Jahre Alles Evolution“ in nächsten Jahr zu arbeiten 😉

 

Zwischenbericht zum Leben mit Fräulein Schmidt

Sie ist süß. Sie ist wirklich süß. Natürlich: Wahrscheinlich ist sie objektiv nicht süßer als andere Kinder auch. Aber für ein selbst ist sie einfach süß. Vielleicht ist es einfach dieses Gefühl der vollkommenen Angewiesenheit auf einen selbst, welches letztendlich diese starke Bindung auslöst. Sie kann halt nichts und sie ist nichts ohne einen. Wenn man nicht auf sie aufpasst, sie nicht füttert, nicht für sie sorgt, dann ist es um sie geschehen. Und gleichzeitig hat man diese kleinen Zeichen der Zuneigung von ihr, das Gefühl dass sie ein erkennt, dass sie einen mag, dass sie sich freute, dass man was sie tut. Vielleicht noch nicht mal das man etwas für sie tut, ein Baby kann auf eine ganz eigene Weise glücklich sein und ein Baby Lachen ist eine ganz wunderbare Sache.
Wenn Sie lacht, wenn sie in ihrer kleinen Babysprache Laute von sich gibt, wenn sie auf ein reagiert, dann ist es ein unglaublich schönes Gefühl.

Natürlich ist nicht alles schön. Natürlich hat sie Phasen, bei denen sie schlecht gelaunt ist, bei denen sie Angst hat, bei denen sie sich irgendwie in einem Schreikrampf hineinsteigert. Neulich hat sie 1 Stunde lang geschrien, nachdem wir versucht hatten ihre leicht verstopfte  Nasea  Sie konnte sich gar nicht mehr beruhigen und wir haben gelernt, dass man so etwas vor dem schlafen gehen wohl besser nicht mehr macht, weil sie schon zu müde ist um das dann verarbeiten zu können. Aber natürlich kann man ihr nicht böse sein, weil sie ja ein kleines Baby ist, dass einfach nur auf seine Art und Weise reagiert und der man noch keine böse Absicht unterstellen kann. Man sieht die kleinen Erfolge, die sie schafft, sei es die Fähigkeit sich herum zu drehen oder bestimmte Sachen zu erkennen und man freut sich.

Natürlich ändert es das Leben in erheblicher Weise. Man wird zwangsläufig etwas spießiger, man kann nicht mehr ohne weiteres ausgehen, weil ja das Baby betreut werden muss. Freunde vergessen das ganz gerne und planen abends Veranstaltungen. Das ideale Treffen für uns ist inzwischen eine Art des Brunch, bei der man dann irgendwann abends aufbricht, weil man dann ihre beste Phase hat, da sie abends anstrengender wird. Gegenwärtiger Plan ist daher an dem heutigen freien Tag zu grillen und sich relativ früh mit Freunden zu treffen. Da kann die kleine dann wunderbar dabei sein und wenn man Glück hat, dann hält sie ihren Mittagsschlaf ganz friedlich in ihrem Bett und später nimmt man sie einfach dazu und setzt sie auf den Schoß. Oder noch besser: In Ihren kleinen Sitzstuhl, bei dem sie dann idealerweise friedlich versichern spielt.

Das ist der Vorteil, wenn man nicht ganz jung Vater geworden ist. Ich muss nicht mehr auf Partys gehen oder in Discos, ich habe gar nichts dagegen mein Abend mit der Kleinen und Südländerin zu verbringen, dann gelegentlich Freunde einzuladen und mit diesen Zeit zu verbringen.

Meistens nehme ich sie morgens, damit die Mutter auch noch mal etwas Schlaf bekommt. Es ist eine schöne Zeit, etwa 2 Stunden mit dem Baby, nur Sie und ich. Es wäre übertrieben zu sagen, dass ich mich dabei durchdurchgängig nur mit ihr beschäftige. Sie schläft auch gerne noch einmal ein, ich schaue neben her mit Kopfhörern irgendeine Serie, es ist sowohl Zeit mit meiner Tochter als auch Zeit für mich.

Ich bin gespannt wie es wird, wenn sie älter wird, wenn sie damit auch mehr wahrnimmt und selbst mehr machen möchte. Gerade wenn sie anfängt Sachen zu verstehen, dann werde ich mich sehr umstellen müssen. Gegenwärtig mache ich noch gerne einen Spruch über alles Mögliche, witzig gemeint, als kleine Frotzelei mit Südländerin. Ich bringe das Baby beispielsweise in die Küche, wo sie kleineren gerade die Geschirrspülmaschine ausräumt und sage so etwas wie “ siehst du Fräulein Schmidt, das ist der Platz einer Frau, in der Küche, wo sie hin gehört“ oder etwas in der Art. Südländerin macht einen entsprechenden Kommentar zurück, es ist eben spaßig gemeint. Aber wenn die kleine erst einmal alles versteht, dann werde ich mir sowas verkneifen müssen.

Glücklicherweise ist es bis dahin noch etwas Zeit.