#feministischeSchlager

Gerade in meinen Mentions:

Ich habe mir erlaubt eigene zu ergänzen, vielleicht mögen sich ja auch noch andere beteiligen:

Geschlechterkrieg und jeweilige Schuld

In den Kommentaren entwickelte sich neulich eine Diskussion zu der jeweiligen „Schuld“ gar „Bringschuld“ der Geschlechter

Seerose führte an:

Ich sehe ebenso die Notwendigkeit, sich angesichts der gegebenen Realitäten nicht im ressourcenmäßig absurden Klein-in-Klein zu verlieren und zugleich damit den von interessierter Seite gewollten Geschlechterkampf weiter anzuheizen, sondern sich statt dessen besser den wirklichen Problemen in diesem Zusammenhang zuzuwenden, und nach erstrebenswerten Lösungen zu suchen!

Dagegen wurde angeführt:

Weißt du, das klingt ja sehr schön, was du da sagst.

Und dann liest man so eine Nachricht: „Die ehemalige First Lady Michelle Obama hat die USA unter Donald Trump mit den Kinder-Wochenenden bei einem geschiedenen Vater verglichen. “ und hört die Hälfte der Frauen laut applaudieren und hört keine einzige Frau protestieren und dann kommen einem Zweifel an dieser Bekundung des „Wir finden Männer toll und wollen sie lieb haben und mit ihnen zusammen arbeiten“ und fragt sich, ob nicht doch die schnöde Erkenntnis dahinter steht, dass Feminismus durch all den belächelten Männerhass und all die willkommene Frauenbevorzugung eine Welt geschaffen hat, die Frauen nicht mehr gefällt.

Was mich angeht, habt ihr Frauen eine massive Bringeschuld. Ihr müsst unter euch einen Zeitgeist entwickeln, den Männer glaubwürdig finden.

Neue Frauen braucht das Land!

Mit den alten ist in diesen Zeiten von #metoo und Quoten keine flächendeckende Kooperation mehr möglich.

Seerose erwiderte:

Was mich angeht, habt ihr Frauen eine massive Bringeschuld. Ihr müsst unter euch einen Zeitgeist entwickeln, den Männer glaubwürdig finden.
Neue Frauen braucht das Land!
Mit den alten ist in diesen Zeiten von #metoo und Quoten keine flächendeckende Kooperation mehr möglich.“
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Ich bin dabei, wenn auch Du Dir zugleich den „Männer-Schuh“ anziehst, mit der massiven Bingeschuld der Männer!
Das, was Du hier ansprichst, zeigt doch aber wieder einmal eines der öffentlich thematisierten Schlachtthemen auf dem Schlachtfeld Männer vs. Frauen und vice versa, wo es nur noch Vernebelung in verbliebenen rauchenden Trümmern gibt: plakativ und einseitig verdrehte medienwirksame Inszenierungen, die weder für Männer noch für Frauen hilfreich sind, anstelle eine ernsthafte, ehrliche und differenzierte Auseinandersetzung mit gegebenen Herausforderungen zu ermöglichen. Dazu sind aber Männer und Frauen gleichermaßen aufgerufen!

Carnifis führte an:

„Ich bin dabei, wenn auch Du Dir zugleich den „Männer-Schuh“ anziehst, mit der massiven Bingeschuld der Männer!“

Drösel uns mal die Bringeschuld der Männer auf.
Ich bin sicher als Betroffener (Mann) blind für meine Pflichten und sehe mehr auf die der Frauen.
Aber auch wenn ich mir Mühe gebe, sehe ich, dass die Männer ihrer Bringeschuld mindestens seit Beginn der bürgerlichen Gesellschaft uneingeschränkt – und zumeist auch klaglos – nachkommen. Daher würde es mich schon interessieren, wo wir schlampen.

„Das, was Du hier ansprichst, zeigt doch aber wieder einmal eines der öffentlich thematisierten Schlachtthemen auf dem Schlachtfeld Männer vs. Frauen und vice versa, wo es nur noch Vernebelung in verbliebenen rauchenden Trümmern gibt: plakativ und einseitig verdrehte medienwirksame Inszenierungen, die weder für Männer noch für Frauen hilfreich sind, …“

Das kann nicht oft genug betont werden, dass wir die geistigen Ejakulationen von Feministen auf Frauen verallgemeinern. Aber auch da sind die Frauen, die mit den ebenso exzessiven, wie albernen Forderungen der Gendas nicht konform gehen, in der Pflicht, den Unsinn als solchen offen und öffentlich zu diskutieren. Das ist einer der ganz wenigen Punkte, den Männer aus naheliegenden Gründen nicht leisten können.
Wird die Distanzierung nicht geleistet, dann steuert die Gesellschaft, von den Gendas getrieben, immer weiter in Richtung Gleichstellung, einer Form, bei der Frauen weit, weit mehr zu verlieren haben, als Männer. Wir verdienen schon seit jeher im Schweiße unseres Angesichts unser Brot, der Eigenanteil von Frauen ist auch in Beziehungen vom rein materiellen Wert her nur ausnahmsweise adäquat.

Seerose darauf:

Danke Dir, für Deine geäußerte Bereitschaft!
Wo wir gerade beim Thema Geld-Verdienen/-Verdiener sind: wie lange schon hat ein nicht geringer Teil der Männer ihr Geldverdiener-Privileg mißbraucht, in dem sie ihren Frauen „klarmachten“, wer hier der Herr im Hause ist, und das heißt, wer denn das Geld ins Haus bringt? Was haben diejenigen ihrer Geschlechtsgenossen dagegen getan, die selbst zwar nicht zu derart rabiaten Mitteln einschließlich körperlicher Gewalt gegriffen haben, das „Herr-im-Haus-Prinzip“ notfalls mit Gewalt „wiederherzustellen“?
Was haben Männer dagegen getan, wenn das gesellschaftlich wertvolle Vollzeit-Engagement einer „nur“ Hausfrau und Mutter ins Lächerliche gezogen wurde? Was haben Männer getan, um das ehrverletzende Verächtlich-Machen vom „Heimchen am Herd“ als unzulässige Diskriminierung entscheidend und erfolgreich zurückzuweisen? Wieviele Frauen haben infolge dessen bis heute, nicht zuletzt aufgrund dieses gesamtgesellschaftlichen Versagens, die eigene schulisch-berufliche Qualifizierung und die Unabhängigkeit vom „Versorger“ vorgezogen, um sich nicht länger als von Natur aus dazu unfähig unterlegen „abstempeln“ zu lassen?!
Ich will hier gar nicht den Männern alleine die Schuld dafür geben. Aber ich will damit verdeutlichen, daß Selbstmitleid, wie es hier nur allzu oft von Männerseite betrieben wird, keine Lösung der einschlägig gegebenen Probleme darstellt; vielmehr sind hierzu beide Seiten aufgefordert!

Carnofis führte dagegen an:

„wie lange schon hat ein nicht geringer Teil der Männer ihr Geldverdiener-Privileg mißbraucht, in dem sie ihren Frauen „klarmachten“, wer hier der Herr im Hause ist, und das heißt, wer denn das Geld ins Haus bringt?“

Eine Frage, auf die ich Dir keine Antwort geben kann, weil sie mir in meinem nicht mehr ganz so kurzen Leben noch nie vorgekommen ist – jedenfalls nicht ernsthaft.
Ich bin in einer sehr großen Verwandtschaft aufgewachsen, dazu in einer Zeit, als Geburtstage leicht den Rahmen großer Feste mit dreißig und mehr Personen einnahmen. Nach den Mahlzeiten zogen sich die Frauen in die Küche zurück und beschäftigten sich mit Spülen – und Tratschen. Die Männer derweil saßen irgendwo herum – und tratschten.
Auch rückblickend bin ich mir nicht sicher, ob die Frauen das als diskriminierende Ausgrenzung betrachteten, oder nur als gewollte Möglichkeit, unter Ihresgleichen zu bleiben. Männer, die sich in die Küche verirrten, flogen dort nämlich sehr schnell raus. Nur wir Kinder waren als „Vermittler“ erlaubt.
Klar gab es auch flappsige Sprüche, wie der von Dir erwähnte. Aber er wurde von den anwesenden Frauen mit höhnischem Gelächter quittiert. Ich erinnere mich noch genau an eine Szene, in der ein – vom Alkohol schon leicht angeschlagener – Onkel nicht ganz ernsthaft darauf verwies, dass der Mann „das Haupt“ der Familie sei, was meine Mutter süffisant mit dem Spruch „und die Frau der Hals, der es dreht“ konterte.
Von daher glaube ich, dass Den Beispiel ein Stereotyp beschreibt, das jeder kennt, dem aber ebenso wenig jemand begegnet ist, wie der Frau, die abends mit dem Nudelholz ihrem betrunkenen Ehemann hinter der Tür auflauert.

„Was haben diejenigen ihrer Geschlechtsgenossen dagegen getan, die selbst zwar nicht zu derart rabiaten Mitteln einschließlich körperlicher Gewalt gegriffen haben, das „Herr-im-Haus-Prinzip“ notfalls mit Gewalt „wiederherzustellen“?“

Es ist schwierig, gegen Stereotypen was zu tun, wenn man ihnen nicht begegnet. Das ist in etwa so nutzbringend, wie Männer allgemein aufzufordern, Frauen nicht zu vergewaltigen.
Aber sicher ist Dir hier auf dem Blog schon aufgefallen, dass es in der Community sehr unterschiedliche Meinungen über Frauen gibt – und dass die echten Frauenfeinde durchaus aufgefordert werden, sich zu mäßigen. Gäbe es dieses Selbstregulativ nicht, gäbe es diesen Blog nicht.

„Was haben Männer dagegen getan, wenn das gesellschaftlich wertvolle Vollzeit-Engagement einer „nur“ Hausfrau und Mutter ins Lächerliche gezogen wurde?“

Das scheint mir gar nicht nötig zu sein. Die Diskussion, wo die Frau/Mutter in welcher Weise ihren Platz in der zukünftigen geschlechtergerechten Gesellschaft einnehmen soll, wird selbst unter Männern heiß diskutiert. Ich selbst bin der Meinung, dass die Funktion einer (Ehe-)Frau in Dialog mit ihren Gatten auszuhandeln ist und dass „die“ Gesellschaft diese Entscheidung zu respektieren hat. Ebenso bin ich aber der Meinung, dass Frauen, die diese Vereinbarung kündigen, auch bereit sein müssen, die Folgen zu tragen.
Andere Blogger hier meinen, dass eine Mutter kein Recht haben dürfe, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, solange die Kinder noch klein sind.
Das klingt eher nicht nach „Lächerlichkeit“.

„Was haben Männer getan, um das ehrverletzende Verächtlich-Machen vom „Heimchen am Herd“ als unzulässige Diskriminierung entscheidend und erfolgreich zurückzuweisen?“

Warum sollten sie? Ob sie ein solches Dasein fristen wollen, ist in allererster Linie eine Entscheidung des „Heimchens“. Da fehlt mir ehrlich gesagt das Mitleid.

„Wieviele Frauen haben infolge dessen bis heute, nicht zuletzt aufgrund dieses gesamtgesellschaftlichen Versagens, die eigene schulisch-berufliche Qualifizierung und die Unabhängigkeit vom „Versorger“ vorgezogen, um sich nicht länger als von Natur aus dazu unfähig unterlegen „abstempeln“ zu lassen?!“

Wo ist da das Problem? Willst Du den Männern vorwerfen, dass sie von Frauen die gleichen Maßstäbe fordern, die an sie selbst gelegt werden?
Es kann doch nicht Dein Ernst sein, für weibliche Teenager das Recht auf eine „Karriere“ als Hausfrau zu fordern?!
Eine Hausfrau ist nun mal nicht in der Lage, sich selbst zu unterhalten. Wenn Du aber das „Hausfrauen“dasein als Recht forderst, dann musst Du Dir auch Gedanken über die Finanzierung machen – und Männern dasselbe Recht einräumen.

Weil da einiges an Positionen drinsteckt stelle ich es hier noch mal als Artikel ein