Selbermach Samstag 235 (20.04.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Wie kann ich als Mann Feminist sein? (Teil 1)

Im Spiegel werden Tipps veröffentlicht, wie man als Mann Feminist sein kann:

  • 1. Erwarten Sie keine kostenlose Nachhilfe von Frauen in Sachen Feminismus. Informieren Sie sich selbst, das Internet ist voll und die Bibliotheken auch.

Merkwürdigerweise werde ich dann immer angeschnauzt, wenn ich mich über den Feminismus informiert habe und meine Auffassung darlege

  • 2. Lesen Sie Bücher von Frauen, sehen Sie Filme von Frauen, hören Sie Musik von Frauen.

Aber von den richtigen Frauen! Hoff-Sommers oder andere feminismuskritische Frauen oder gar die vielen Biologinnen, die Geschlechterunterschiede nachweisen sollte man da dann nicht erwähnen

Was wäre mit: Frauen haben natürlich auch wichtige Erfindungen gemacht, aber Männer sind für einen weitaus größeren Teil der Erfindungen verantwortlich gewesen.
Im Gegenzug wäre es natürlich auch interessant, wenn Feminismus Verdienste von Männern anerkennen würde und nicht immer so tun würde als hätten sie nicht sehr viel positives und produktives geschaffen

  • 4. Lesen Sie weiter, auch wenn Sie ungern belehrt werden, vielleicht kommt am Ende raus, dass Sie längst Feminist sind.

Nur das ihr meine Art von Gleichberechtigung nicht gefallen würde

  • 5. Fragen Sie sich, ob es eine Frau gibt, die Ihr Vorbild ist. Wenn Ihnen nur Ihre eigene Großmutter einfällt, fragen Sie sich, warum das so ist.

Mir würde gegenwärtig noch nicht einmal ein Mann einfallen, den ich als Vorbild sehe.

  • 6. Lassen Sie Frauen ausreden.

Wenn sie mich auch ausreden lassen natürlich.

  • 7. Unterbrechen Sie Männer, die Frauen unterbrechen.

Weil das die Frau nicht selbst kann? Ich würde weit eher Personen unterbrechen, die Personen unterbrechen, die in meinem Lager stehen. Das Geschlecht ist dabei relativ egal. Es sei denn die Fairness/das Gesprächsklima gebietet geschlechterunabhängig ein Hinweis darauf, dass man den anderen auch mal ausreden lassen sollte.

  • 8. Glauben Sie Frauen, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Neulich gab es ein Video, das viral ging: Eine Frau trug in einem Club ein „smart dress“, das die Menge der Berührungen maß, die unerlaubt auf ihrem Körper landeten. Viele Männer reagierten geschockt auf die Vielzahl der Übergriffe. Sie hätten das auch einfacher haben können, mit Zuhören.

Das ist so ein typischer feministicher Doppelstandard. Sie lehnen jede Benachteiligung von Männer kategorisch ab und hören da nicht zu. Aber man soll Frauen alles glauben ohne es hinterfragen zu können.

„Nichts ist objektiv, außer die Erfahrung von Frauen“ – für eine Ideologie, die immer wieder betont, dass es keine Objektivität gibt ist es schon erstaunlich, dass sie diese dann bei den Erfahrungen der Frauen absolut setzen. Natürlich kann eine Frau auch fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie diskriminiert wird. Natürlich kann sie auch bewußt lügen. Genauso wie dies Männer können.

  • 9. Geben Sie Frauen keine unerbetenen Ratschläge und vor allem keine, die Sie bei Männern unangemessen fänden.

„Geben sie keine unangemessen Ratschläge und seinen sie vorsichtig mit unerbetenen Ratschlägen“ würde rationaler sein. Unerbetene Ratschlage können natürlich denoch richtig sein. Zumal Feministen pausenlos unerbetene Ratschläge zu allem möglichen geben, die ich häufig sehr unangemessen finde.

  • 10. Fangen Sie keine Sätze an mit „Ich könnte dein/ Ihr Vater sein,…“.

Habe ich glaube ich noch nie. Aber drückt ja auch nur aus, dass man ein mehr an Lebenserfahrung hat. Was durchaus ja mal relevant sein kann.

  • 11. Beenden Sie auch keine Sätze so.

Zwei Punkte für so etwas? Ist das eine so häufige Äußerung mit so hohen Bedrohungspotential?

  • 12. Kommentieren oder berühren Sie die Körper oder Kleidung von Frauen nicht, wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, ob das gerade unangemessen ist. Unangemessen ist es in den meisten beruflichen Situationen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, und bei Frauen, die nicht so aussehen, als wären sie an einem Gespräch interessiert (Kopfhörer sind ein guter Hinweis dafür). Wenn Sie denken, dass Sie dann ja gar nichts Nettes mehr sagen können, denken Sie noch mal nach.

Ich kommentiere die Kleidung oder den Körper von fremden Frauen eh nie so, dass diese das hören können, warum sollte man auch? Und Berühren auch nicht, sofern es nicht ausdrücklich erforderlich ist (neulich tippte ich einer Frau mit Kopfhörern auf die Schulter, weil ihr etwas beim gehen aus der Tasche gefallen war). Meine Flirttage sind natürlich vorbei, aber wenn sich das auch aufs Flirten beziehen soll: Natürlich kann man da nie 100% sicher sein, wobei da ja das alte Prinzip gilt:

  • auf IOIs und andere Signale für Interesse warten bzw diese erzeugen
  • Erst mit Berührungen in „harmlosen Bereichen“ anfangen, etwa kurz am Arm, dann entsprechend weiter „eskalieren“
  • 13. Sagen Sie Frauen mit kurzen Haaren oder Fingernägeln nicht, dass Sie lieber lange Haare oder Fingernägel mögen. Die ahnen das schon. Sagen Sie geschminkten Frauen nicht, dass Sie lieber ungeschminkte mögen.

Ungefragt und bei Fremden sicherlich nicht. Aber wenn ich gefragt werde, dann sage ich natürlich meine Meinung dazu.

Machen Frauen ja auch: Als ich mir mal einen Bart habe stehen lassen haben mir auch Männer und Frauen ihre Meinung dazu gesagt, genauso bei neuen Frisuren. Aus meiner Sicht gelten da auch wieder so ziemlich die gleichen Regeln wie bei Männern auch.

  • 14. Laufen Sie nachts nicht dicht hinter fremden Frauen her, auch wenn Sie den gleichen Weg haben. Gehen Sie langsamer oder auf der anderen Straßenseite. Wirklich.

Hatten wir hier auch schon ein paar Mal:

Einen Straßenseitenwechsel kann eine Frau beim besten Willen nicht erwarten. Das muss sie dann schon selbst machen. Klar schleicht man sich nicht nachts von hinten an jemanden ran, das gilt auch für Männer und Frauen

  • 15. Bezahlen Sie Frauen für ihre Arbeit, mindestens so viel wie Männer.

Das „Mindestens“. Damit ist eigentlich alles gesagt. Bewußte Provokation? Oder „Abbau der Erbschuld der Männer“? Das der Gender Pay Gap ja auch nur ein Unterschied zwischen den Geschlechtern im Schnitt aufgrund anderer Jobs ist und nicht ein Vergleich innerhalb des gleichen Jobs: Geschenkt.

  • 16. Geben Sie Ihrer Tochter mindestens so viel Taschengeld wie Ihrem Sohn im selben Alter.

Geben sie keinem Kind wegen seines Geschlechtes weniger oder mehr Taschengeld. Natürlich: Wenn es einem wenn das eine Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat finanziell besser geht als zu dem Zeitpunkt als das alte Kind so alt war, dann ist es nicht ungerecht, dem Kind dann mehr zu geben.

  • 17. „Helfen“ Sie Ihrer Partnerin nicht im Haushalt: Machen Sie einfach die Hälfte.

Angesichts der Teilzeitquote von Frauen von 53% und einer noch höheren Teilzeitquote bei Kindern unter 18 und dem Umstand, dass viele Frauen auch weiterhin in Teilzeit arbeiten wollen, selbst wenn die Kinder längst alt genug sind um weniger Betreuung zu brauchen oder schon aus dem Haus sind eine etwas merkwürdige Forderung, wenn sie nicht damit verbunden ist, dass sie dann auch 50% der Erwerbsarbeit übernehmen soll.

dazu aber auch noch der Hinweis auf einige Artikel:

Natürlich kann es für einen Mann durchaus ein erheblicher Vorteil sein, wenn beide Hausarbeit machen und beide auch im gleichen Maße Erwerbsarbeit nachgehen, schon wegen Unterhalt und Versorgungsausgleich. Aber wie auch schon in einem der oben genannten Artikel festgehalten haben nicht selten Frauen auch ein ganz anderes Bedürfnis danach einen bestimmten Standard in der Wohnung zu haben, den Männer oft nicht benötigen. Männer würden (im Schnitt) wahrscheinlich weniger putzen, weniger noch mal alles durchwaschen etc.

  • 18. Denken Sie nicht, dass Sie schon Feminist sind, weil Sie nett zu Ihren weiblichen Familienangehörigen sind.

Ich bin nett zu den meisten Leuten, solange sie nett zu mir sind.

  • 19. Fordern Sie Frauen, die nicht lächeln, niemals zum Lächeln auf.

Hatten wir hier schon mal. Habe ich bei einer Fremden meines Wissens nach noch nie gemacht. Bei einer Freundin würde ich auch, wenn sie beständig sehr ernst sind, eher fragen, ob alles okay ist.

Gut, Fräulein Schmidt versuche ich sehr häufig zum lächeln zu animieren. Wenn man ihr etwas vorlacht und sie etwas kitzelt, dann lacht sie das aller süßeste Babylachen dieser Welt.

  • 20. Oder, wenn Sie es bei Frauen nicht lassen können: Fordern Sie auch mal Männer, die nicht lächeln, zum Lächeln auf, und fühlen Sie mal, wie bescheuert das ist.

Ich vermute mal ich bin schon mal aufgefördert worden zu lächeln. Eben als Ersatz für „das wird schon wieder“ oder „nimm es nicht so schwer“ oder „alles okay bei dir?“. Fand ich nicht wirklich schlimm.

Weiter im nächsten Teil