Pronomen

26 Gedanken zu “Pronomen

  1. Damit verwandt, vor einiger Zeit im Postillon:

    https://www.der-postillon.com/2017/11/gleichberechtigung-er.html

    So rum kann man das nämlich auch framen. Wir Männer müssen alles mit den Frauen teilen, auch die Geschlechtsendungen, während die Frauen noch eine Extrawurst gebraten kriegen. Und die Feministinnen heulen rum, daß die ‚-innen‘ Endung sie angeblich ‚unterdrücken‘ würde, wobei es genau das Gegenteil ist, Frauen werden damit extra hervorgehoben, während wir Männer sprachlich unsichtbar gemacht werden.

    • Mal ohne Witz: Was der Postillon schreibt, wäre die einzige „Geschlechtergerechtmachung“ der Sprache, die ich akzeptieren könnte. Sie hätte den Vorteil, dass bestehende Sprachelemente fast gar nicht verändert werden, sondern hauptsächlich ein neues hinzugefügt wird. Der Clou: Wer das nicht mitmachen will, benutzt einfach weiter die alten Formen, schreibt also von Ärzten statt Ärztinnen und Arzterern und meint mit „der Arzt“ auch weiterhin ganz selbstverständlich Männlein und Weiblein. Die neue Form kann so langsam in den Sprachgebrauch eindiffundieren, ohne groß zu stören und das Sprechen unnötig zu verkomplizieren.

      • Aber, aber, aber…
        Das würde ja bedeuteten, dass nicht Frauen noch mehr sprachliche Extra-Würste bekommen, sondern sich mit der bestehenden zufrieden geben müssen, während Männer die gleiche kriegen, es also gar keine Extrawurst mehr ist!

        Ich kann mir nichts frauenfeindlicheres vorstellen.

      • Ich bin arzt
        ich bin arzter
        ich bin der aller arzteresteste im OP, und verdiene deshalb mehr als alle Ärztinnen zusammen.

        • Ich weiß, dass das zunächst mal doof klingt 🙂 Aber das ist Gewohnheitssache. ÄrztINNEN ist auch eine merkwürdige Erweiterung des Wortstamms, wenn man so darüber nachdenkt… vielleicht sollte man den männlichen Plural zu ArztAUßEN machen 😉

          • Es klintg kein Stück doofer als Bürger- und Bergerinnenmeisterinnen und Bürger- und Bürgerinnenmeister.

            Dafür wäre es relativ leicht konsequent auszuführen, was ALLE genderunfairen Vorschläge nicht sind.

  2. ▪️”They is a vegan”
    ▪️”She are vegans”
    ▪️”He admire them because they is a vegan”

    ▪️”Sie ist ein Veganer”
    ▪️”Sie sind Veganers”
    ▪️”Er bewundert sie da sie Veganer ist”

    Von wo der Account wohl denkt?

  3. Wie wär’s mal damit, dass man sich darauf einigt, Mehrzahl in Bezug auf eine äußere Gesamtperson Leuten mit DIS (Dissoziative Identitätsstörung) vorbehalten zu lassen, weil es bei denen, im Gegensatz zu allen modernen Geschlechts-Hipstern, tatsächlich um mehrere Identitäten in einem Körper geht, die alle ihre eigenen Persönlichkeitsstrukturen besitzen, und daher ein berechtigtes Interesse haben, als Plural betrachtet zu werden?

    • Sorry, aber ich muß bei diesen Pluralformen immer an den feudalen Pluralis Majestatis denken.
      Ich kann es mir nicht verwehren: wenn jemand solche Plurale für sich verwendet, wirkt das für mich abgehoben und weltfremd, als ob derjenige sich für was bessres hält.
      Daher sehe ich diejenigen, die glauben einen Anspruch auf einen persönlichen Plural zu haben, als legitimes Ziel von Spott, Ironie, Sarkasmus und Satire.

      • Wenn du daran denkst, ist das erst einmal deine Assoziation.

        Multiple wissen in der Regel, dass ihre Umgebung und die Gesellschaft sie als eine Person sehen, weil die Mehrheit der Menschen nicht dazu gezwungen ist, in mehr als nur der Ich-Identität zu denken.
        Daher ist es sehr unterschiedlich wie sie’s handhaben – einige nutzen den Plural, andere nicht.
        Es wäre jedenfalls die einzige Gruppe, die in den Sinn käme, die überhaupt einen logischen Grund dazu hätte, von sich selbst im Plural zu sprechen.

        Die Geschlechts-Hipster hingegen legen ein überstrenges Konzept von männlich/weiblich amerikanischer Ausprägung an sich selbst an und erfinden einfach neue Wörter und Selbstbezeichnungen statt zu realisieren, männlich/weiblich kann auch in Schattierung XYZ immer noch Teil des eigenen Ursprungsgeschlechts sein.

        • Denken Multiple in mehreren Personen gleichzeitig oder ist es mehr so wie du und dein gestriges dich gemeinsam ….

          Perverse …

          • Es ist unterschiedlich, je nach dem wie sich deren Ordnung einst gebildet hat.
            Die meisten haben eine Host-Person, die nach außen hin auftritt, und sozusagen die Vermittlerrolle zwischen innerem Kollektiv und der Außenwelt übernimmt.
            Nichtsdestotrotz, weil dies eine Frage von Übung ist, muss man auch immer damit rechnen, dass sich in einem Multiplen mehrere Personen angesprochen fühlen, wenn man mit ihnen zu tun hat. Mithören tut der Rest auf jeden Fall, auch wenn man nur mit einem aus ihrem System gerade sprechen kann.

        • Multiple SIND eine Person. Mit einer Störung im Gehirn. Deswegen ist singular korrekt. Wenn sich jemand für Napoleon hält ist er das ja auch nicht.

          • … hat aber das „intersektionale Menschenrecht“ als solcher behandelt zu werden. Also immer schön mit „Sire“ ansprechen, sonst machst Du Dich strafbar, wg. Diskriminierung und so.
            Außerdem sind das demnächst alles SPD-Wähler, also Vorsicht … 😉

          • Mag so sein, dennoch, mal sehr ketzerisch gesehen: Wenn du dir mit einem verhassten Nachbarn oder Kollegen, einem kleinen Kind, einem Kettenraucher, einem Teenie und was weiß ich nicht noch an Personen den Körper teilen musst – Charaktere, an denen du nicht alle Eigenschaften magst oder die du gar komplett nicht leiden kannst -, dann willst du doch auch nicht in einem Trog mit ihnen zusammengefasst werden?
            Und eben deswegen hat jeder seinen Namen.
            Sonst könnte sich das Gehirn den ganzen Kram auch sparen.

  4. Tatsächlich hat das singuläre „They“ in den USA bereits Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch für Nicht-Binäre Menschen gefunden.

    Ich finde es anmaßend, so wie Pluralis Majestatis.

    Man gewöhnt sich daran, wenn man es ein paar Mal gelesen hat, ist nicht so schlimm wie Innen oder *en, nur empfinde ich es als falsch, wenn durch jede neue Opfergruppe die Sprache umgeschrieben wird. Es muss doch auch so etwas wie einen Minimalkonsens In Sachen Befindlichkeiten geben. Es ist nicht meine Aufgabe, jede Befindlichkeit von jeder Minderheit zu kennen und auch zu pflegen, weil ich sonst von dieser Minderheit beschimpft und angegriffen werde.

  5. Wir sollten mehr Verständnis für Frauen und ihre Minderwertigkeitskomplexe haben. Vielen Frauen fehlen halt die Fähigkeiten, sich wie Männer auch von scheinbar „geschlechtsfremden“ völlig unproblematisch nicht nur nicht bloß mitgemeint, sondern direkt angesprochen zu fühlen.

    Wenn von Fachkräften, Führungskräften, Koryphäe im Fach XY, Majestät, … die Rede ist, fühlen sich Männer (soweit sie nicht geistig behindert sind) vollkommen unproblematisch direkt angesprochen, obwohl diese Wörter weiblich sind.
    Auch, wenn z.B. danach gefragt wird, wie viele Personen anwesend sind, würde kein Mann sich durch das weibliche Wort „Person“ ausgegrenzt fühlen bzw. auf die Idee kommen, ein männliches Wort für „Person“ zu fordern.

    So etwas schaffen gewöhnlich nur Menschen, die dafür bekannt sind, alles zu verkomplizieren und aus völligen Belanglosigkeiten Dramen zu veranstalten. Und das schaffen gewöhnlich nur die Menschen, die einfach viel zu viel Freizeit haben und in ihrem ganzen Leben entsprechend gesellschaftlich zu Heulsusen erzogen wurden, weil immer andere gesprungen sind, wenn sie geplärrt haben. Während Jungen recht früh im Leben abgewertet und mittels Shaming-Taktiken lächerlich gemacht werden, wenn diese erwarten würden, dass andere sich für ihre Wohlstandsprobleme interessieren würden, werden viele Frauen halt ihr Leben lang durchgepampert und lernen somit nichts anderes.

    Gesunde Menschen ohne Minderwertigkeitskomplexen haben halt die robusten sozialen und gesellschaftlichen Fähigkeiten (im Gegensatz zu Schneeflocken und Heulsusen), um zu wissen, dass das Geschlecht eines Wortes wenig bis gar nichts mit dem Geschlecht der Person zu tun haben muss, die sich hinter dem Wort verbirgt. Gesunden Menschen ist es daher gewöhnlich vollkommen egal, dass das Wort „Koryphäe“ weiblich ist. Männer werden dadurch auch nicht davon abgehalten, dennoch zu einer „Koryphäe“ in ihrem Fachgebiet werden zu wollen bzw. sich von dem femininen Wort direkt angesprochen zu fühlen.

    Die einen Menschen lösen Probleme und die anderen Menschen schaffen Probleme. Man braucht sich daher auch nicht zu wundern, dass man die Menschen, die wegen Belanglosigkeiten Probleme schaffen und eher als Heulsusen in Erscheinung treten, weniger Verantwortung übertragen möchte und entsprechende Bevölkerungsgruppen daher auch seltener „Führungspersonen“ sind, wenn man sie nicht mittels Quote zwangsweise dahin fehlbesetzen muss. Und das, obwohl das Wort „Führungsperson“ doch schon weiblich ist!

    Das ist halt wie bei Dreijährigen, denen man auch keine Verantwortung übertragen möchte, weil sie zu leicht wegen völligen Belanglosigkeit zu plärren beginnen und sich schnell benachteiligt bzw. als Opfer aller anderen fühlen, weil ihnen die Fähigkeit zum Erkennen schlicht noch fehlt, dass andere gewöhnlich für ihren Erfolg auch mehr getan oder eben anders gehandelt haben.

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