Geänderte Definition der EU für Sexismus

Die EU hat nach einem von Arne zitieren Artikel die Definition von Sexismus geändert:

The original meaning of ‘sexism’ as defined by the CoE was as follows: ‘Sexism is linked to power in that those with power are typically treated with favour and those without power are typically discriminated against. Sexism is also related to stereotypes since discriminatory actions or attitudes are frequently based on false beliefs or generalisations about gender, and on considering gender as relevant where it is not.’

The new definition shifts the parameters in a striking way. It points to the possibility of total surveillance as part of the crusade against sexism. It describes sexism as: ‘Any act, gesture, visual representation, spoken or written words, practice or behaviour based upon the idea that a person or a group of persons is inferior because of their sex, which occurs in the public or private sphere.’

In dem Artikel wird angesprochen, dass sie zu weitgehend ist.
Ich finde es ganz interessant, dass die Definition nicht mehr auf Macht abstellt. Das ist erst einmal ein großer Fortschritt. Den damit fällt eigentlich der gesamte Feminismus darunter.
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18 Gedanken zu “Geänderte Definition der EU für Sexismus

  1. Ich halte beide Definitionen für ungeeignet, beide öffenen der Willkür Tür ond Tor. Was ist discrimination, was sind false beliefs about gender? Wie stellt man fest, ob eine Handlung auf der Vorstellung beruht, dasssie beruht auf der „idea that a person or a group of persons is inferior because of their sex“?

    In jedem Fall braucht man einen feministischen Erklärer oder Juristen, der das festlegt. Aber davon gibt´s ja genug.

    Und die „possibility of total surveillance as part of the crusade against sexism“ klingt auch nicht grade beruhigend. Totale Überwachung im Kampf gegen den Sexismus? Ich danke.

    • „Wie stellt man fest, ob eine Handlung auf der Vorstellung beruht“

      Eine Handlung soll jetzt objektiv Sexismus sein, ohne dass man das Motiv oder den Hintergrund dazu wissen oder berücksichtigen muss!

      Das öffnet einer Willkürjustiz die Tür, die irgendwelche bestimmten Handlungen als strafbar definieren kann. Hier wird wie in GB dann Recht durch Gebrauch geschaffen.

      Völlig unter den Tisch fällt, dass Sexismus durch eine Weltanschauung oder Ideologie getragen und verbreitet wird — das kommt natürlich dem Feminismus zugute, der hier geschützt wird. Gleich doppelt, denn der Feminismus hat ja heute – für jeden kaum mehr abstreitbar – allenthalben institutionelle und absolut unangefochtende Macht. Die Macht-Definition des Feminismus ist also ganz offen zur Schau gestellte Bigotterie. Kein Wunder also, dass die das abschaffen wollen.

      Wenn es um die analoge regressive Rassismus-Definition geht – ob man da auch von der Bedingung „Macht“ absehen will – oder ist das noch nicht soweit?

      • „ohne dass man das Motiv oder den Hintergrund dazu wissen oder berücksichtigen muss!“

        Das stimmt natürlich nicht! Mea culpa. Es wird ja spezifiziert: „based upon the idea that a person or a group of persons is inferior because of their sex“. Was allerdings ein Geschenk an den Feminismus sein soll, der ja meint hier eine monopolartige Deutungshoheit zu besitzen.

        Natürlich ist Sexismus zuerst das Höherstellen des eigenen Geschlechts. Wie Rassismus das Höherstellen der eigenen „Rasse“ ist oder der (extreme) Nationalismus die eigene Nation „über alles“ stellt. Die Abwertung des oder der Anderen ist dann sekundär (aber eine übliche Folge hemmungsloser Selbststilisierung).

  2. Die neue Definition gefällt mir deutlich besser.
    Dieses Abzielen auf Macht ist genau so ein ideologischer Lehrbuchquatsch.

    Die neue Definition macht keine Vorbedingungen, und unterscheidet weder nach Macht oder nicht Macht noch nach Geschlecht.

    Insofern wäre „alle Männer sind Vergewaltiger“ Sexismus nach der neuen Definition. Und „Männer können aufgrund ihrer Privilegien nicht diskriminiert werden“ ist nicht mehr von der Definition abgedeckt. Ein Fortschritt.

    • „Insofern wäre „alle Männer sind Vergewaltiger“ Sexismus nach der neuen Definition.“

      Die Feministinnen werden einfach behaupten, dass ihr Feminismus ja gar nicht annimmt, dass Männer „unterlegen“ seien, vielmehr seien sie ja überlegen und würden ihre Überlegenheit ausspielen — und das sei die Grundlage allen Sexismus:

      „the idea that a person or a group of persons is inferior because of their sex“

      Natürlich ist das vollkommen gelogen und der übliche Feminismus gründet auf der Vorstellung Männer seien keine echten Menschen und Frauen seien in jeder Hinsicht überlegen.

  3. Die Definition zäumt das Pferd von hinten auf.

    Sexismus ist in allererster Linie das Abfeiern der ÜBERLEGENHEIT eines bestimmten Geschlechts, das Verherrlichen und das „über alles“-Stellen! Erst sekundär ergibt sich daraus die Unterlegenheit des anderen Geschlechts. Die Behauptung dieser Unterlegenheit ist also eher sekundär und die Behauptung der Überlegenheit ist primär.

    Die Definition dürfte dem Sexismus Vorschub leisten, denn man wird sich voll auf

    „act, gesture, visual representation, spoken or written words, practice or behaviour“

    konzentrieren und nicht auf den verwässerten, schwammigen Teil des negativen Sexismus, die ja eine ausgebaute dogmatische Festung des Feminismus ist (Frauen werden durch Männer allenthalben diskriminiert, weil sie die Unterlegenheit der Frauen annähmen).

    • Aber Alex, die Definition ist fantastisch und wieder einmal liegt es im Auge des verständigen Betrachterx_*+-, die Gesten in ihrer gemeinten Bedeutung zu entschlüsseln.
      Zum Glück bin ich dermaßen woke++ und helfe dir gerne weiter:


      Gezeigt wird ein asiatischer Mann beim klassischen „mansplainen“, welches besonders schädlich für – insbesondere – Frauen ist.

      Sexistisch korrekt hingegen ist der Vorgang hier dargestellt:

      Ein Lutscher mit einem Mann in der Hand nähert sich in vorbildlich devoter Haltung einer asiatischen Frau und wird vehement abgewiesen: „Leck deinen Speichel doch selbst!“

      Hier blickt ein Mann verächtlich auf die gesunden Speisen, von denen Frauen wissen, dass sie das Leben eines Mannes verlängern könnten und degradiert damit das weibliche Wissen:

      Während hier die Verachtung von Frauen so zum Ausdruck kommt:

      Der Sexist hat den Frauen die gesunden Speisen weggefressen, von denen Frauen wissen, es könnte ihr eigenes Leben verlängern.
      Schändlich!

    • Das wäre in der Tat eine interessante Frage: Für welche Bereiche gilt die Definition?
      Viele Organisationen wie etwa „Nohate“ oder andere Eu gesponserte Kampagnen berufen sich ja darauf, dass da bisher „power“ angeführt war und sie daher nicht sexistisch gegen Männer sein können. Wäre interessant, wenn man denen nunmehr vorhalten könnte, dass sie sexistisch sind

  4. Das feministische Dogma von der Macht als grundlegende Bedingung für Sexismus soll beibehalten werden! Der „Council og Europe“ betont (in einem klar pro-feministischen Kontext), dass seine Empfehlung dies unterstreichen würde!

    „The recommendation stresses that sexism is a manifestation of “historically unequal power relations” between women and men, which leads to discrimination and prevents the full advancement of women in society.“

    Council of Europe adopts first-ever international legal instrument to stop sexism
    Melldung vom 28.3.2019
    https://www.coe.int/en/web/genderequality/-/council-of-europe-adopts-first-ever-international-legal-instrument-to-stop-sexism

    „It requests that member states monitor progress in implementing its guidelines and to inform the Council of Europe’s Gender Equality Commission of measures taken and progress achieved.“

    Die EU ist institutionell sexistisch und definiert Sexismus einfach so um, dass Sexismus als Antisexismus legitimiert wird.

    Die eigentliche Empfehlung gibt es hier (verlinkt im Linktext oben), ein pdf:

    https://rm.coe.int/prems-055519-gbr-2573-cmrec-2019-1-web-a5/168093e08c

    • Direkt auf der ersten Seite (p. 5) wird Grundsätzliches bestärkt, an dritter Stelle:

      „Recalling that sexism is a manifestation of historically unequal power relations
      between women and men, which leads to discrimination and prevents the
      full advancement of women in society“

      Allein das sollte ausreichen, um den „Council of Europe“ selbst als fundamental sexistisch zu charakterisieren! Denn man folgt einem zentralen Dogma einer sexistischen Weltanschauung, dem Feminismus, der die Überlegenheit der Frau mit ihrer angeblichen Unterdrückung begründet.

      Der Council of Europe macht sich die paranoide Verschwörungstheorie zu eigen, dass Sexismus die gesamte Gesellschaft dominieren würde:

      „Noting that sexism is widespread and prevalent in all sectors and all societies“ (p 6)

      Man will Rassismus und Antisemitismus zur intersektionalen Dreieinigkeit einbeziehen:

      „Noting that women and girls can be subject to multiple and intersecting
      forms of discrimination and may face sexism combined with other norms or
      behaviour which are discriminatory, hateful or harmful;“ (p 6)

      Und nicht dass einer meint, hier seien einfache Männer gemeint! (Man kann und sollte natürlich versuchen solche Ansatzpunkte zu nutzen, um die ganze Sexistische Weltanschauung des Coucil of Europe zu demontieren):

      „Women and men may be confronted with different and intersecting forms
      of sexism, based on a range of other factors including but not limited to eth-
      nicity, minority or indigenous status, age, religion, refugee or migrant status,
      disability, marital status, social origin, gender identity, sexual orientation or
      sexuality.“ (p 12)

      Wie wahr, wie überaus wahr! Das hier:

      „Sexism is especially damaging when the author is in a position of power, authority or
      influence such as a politician, an opinion maker or a business leader. Another
      aggravating factor is where the reach, or potential reach, of the sexist words or acts is extensive, including the means of transmission, use of social or
      mainstream media and the degree of repetition.“ (p 12/13)

      Sie merken es in ihrem Wahn nur nicht, dass sie sich selbst meinen.

      „The primary purpose of measures to prevent and combat sexism is to induce
      behavioural and cultural change at individual, institutional and structural levels.“

      Jetzt kommen sie für DICH. Das Individuum steht im Fadenkreuz dieser sexistischen Humanisten. Denn die Institutionen und „Strukturen“ haben sie längst in der Tasche. Natürlich brauchen sie weiterhin ihren femistischen Verschwörungswahn, der naturgemäss immer schriller und abgehobener werden dürfte.

    • Der Council fordert die Kriminalisierung von „sexistischer Hassrede“, also Einschränkung bzw Abschaffung der Meinungsfreiheit und Zensur.

      „I.A.1. Consider legislative reform that condemns sexism and that defines and
      criminalises sexist hate speech.“ (p 13)

      Flächendeckende Institutionalierung von sexistischer Diskriminierung, alles soll laufen wie ein Uhrwerk:

      „I.A.3. Develop and invest in a comprehensive public infrastructure that serves
      as a platform for women’s empowerment and gender equality and develop a policy framework on the elimination of sexism and gender discriminatory
      stereotypes, with targeted objectives, benchmarks, timelines, progress and
      results indicators, and a monitoring and evaluation mechanism to assess the
      impact of the steps taken.“

      Eine oberste Institution soll über die Implementierung des feministischen Sexismus wachen:

      „I.A.7. Consider designating a gender equality body or other official institution
      with the responsibility for monitoring and evaluating policies and measures
      for the elimination of sexism in public and private life. Such a body should be
      afforded the necessary authority and resources to pursue these tasks.“

      Diskriminierung am Gesetz vorbei, ausserjustizielle Diskriminierung, wie in jeder „guten Diktatur“ üblich:

      „I.A.10. Consider the imposition of non-criminal penalties, for example the
      withdrawal of financial and other forms of support from public bodies or other
      organisations that fail to denounce sexism and sexist behaviour, especially
      sexist hate speech.“

      Das magische Denken des Genderfeminismus ist hier direkt eingeflossen:

      „Language and communication are essential components of gender equality
      and “must not consecrate the hegemony of the masculine model”. Non-stereotypical communication is a good way to educate, raise awareness and
      prevent sexist behaviour. It encompasses eliminating sexist expressions,
      using the feminine and masculine or gender-neutral forms of titles, using the
      feminine and masculine or gender-neutral form when addressing a group, diversifying the representation of women and men, and ensuring equality of both in visual and other representations.“

      Gendersprech überall, sonst wird der „männlichen Hegemonie“ Vorschub geleistet!

      Das Ganze ist noch viel Umfangreicher, hier wird die Grundlage für ein totalitäres und undemokratisches Imperium geschaffen.

  5. ‘Any act, gesture, visual representation, spoken or written words, practice or behaviour based upon the idea that a person or a group of persons is inferior because of their sex, which occurs in the public or private sphere.’

    Das ist wohl nur auf den ersten Blick besser. Ich finde diese Definition tatsächlich erheblich bedenklicher.
    In der vorhergehenden Definition wurde noch auf ein gesellschaftliches Phänomen, und auf eine damit verbundene Haltung abgestellt. Bestimmte Haltungen kann man schlecht finden, man kann sie aber nicht, jedenfalls nicht Menschenrechtskonform, sanktionieren.
    Bei der neuen Definition wird auf Handlungen abgestellt, die (angeblich) eine bestimmte Haltung zum Ausdruck bringen. Solche Handlungen sollen ausdrücklich sanktioniert werden. Und zwar total – bis in den privaten Bereich hinein.

    It proposes institutionalising ‘legal and policy frameworks, measures and best practices that address sexism, sexist behaviour, gender stereotyping and sexist hate speech, in particular in public spaces, the internet and media, the workplace, the public sector, the justice, education, sport and cultural sectors, and in the private sphere, including tools for reporting sexist behaviour, as well as disciplinary processes and sanctions.’

    _Das_ dürfte der Grund dafür sein, die Variable „Power“ herauszunehmen: Das fundamentale Rechtsprinzip „keine Strafe ohne Schuld“ ist [leider noch] so tief in unserer Kultur verwurzelt, dass man [noch] niemand dafür disziplinieren kann, dass er das falsche Geschlecht hat.

    • „_Das_ dürfte der Grund dafür sein, die Variable „Power“ herauszunehmen“

      Die ist nicht rausgenommen, sondern das gilt nach wie vor als Rahmenbedingung! Nicht den post über deinem gelesen? 😦

      -> „The recommendation stresses that sexism is a manifestation of “historically unequal power relations” between women and men, which leads to discrimination and prevents the full advancement of women in society.“

  6. It describes sexism as: ‘Any act, gesture, visual representation, spoken or written words, practice or behaviour based upon the idea that a person or a group of persons is inferior because of their sex, which occurs in the public or private sphere.’

    Der Kategorienfehler fällt diesen Dumpfbacken natürlich nicht auf. Der Begriff Sexismus kann nicht die einzelne Handlung meinen, sondern nur die zugrundeliegende Haltung (hier „idea“).

    Da wird einfach ein salopper Sprachgebrauch übernommen, der nur innerhalb der feministischen Blase üblich ist. In offiziellen Verlautbarungen hat so eine (Insider-)Sprache nichts verloren.

    • Lies dir den ganzen Original-Sermon durch, dann kannst du dich davon überzeugen, dass die Autoren waschechte Feministen gewesen sein müssen.

      „Der Begriff Sexismus kann nicht die einzelne Handlung meinen, sondern nur die zugrundeliegende Haltung (hier „idea“).“

      Das meinst dann nur du und wir anderen unverbesserlichen Patriarchen. Der Akt zählt und die Gesinnung und Einstellung dahinter sind absolut klar.

      Das ist eine Wiederaufage der berüchtigten „Gesinnungsjustiz“, wobei die Gesinnung gar nicht mal hinterfragt werden muss. Bist du zB gegen Quoten, dann ist gleich klar: du bist gegen die Demokratie, ein Extremist — und fertig. Da dürfte nicht viel Federlesens gemacht werden.

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