Obama zur „Out-Call-Culture“ als kreisrundes Erschießungskommandos

Obama hatte sich bereits zuvor kritisch zu den intersektionalen Theorien geäußert. Jetzt schiebt er noch etwas nach und nimmt Stellung zur „Out Call Culture“, also letztendlich dem „Rennen zum Abgrund“ (Race to the Bottom), bei dem SJWs sich gegenseitig dafür angreifen eine Diskriminierung einer Gruppe übersehen zu haben und damit „nicht gut genug“ zu sein.

Obama: (mit Deepl übersetzt)

Der ehemalige Präsident Barack Obama hat am Samstag Kollegen der Demokraten wegen der Schaffung eines „kreisförmigen Erschießungskommandos“ beschimpft, das sich an Parteimitglieder richtet, die keine linken Ansichten vertreten:

„Die Art und Weise, wie wir die Demokratie strukturieren, erfordert, dass Sie Menschen berücksichtigen, die mit Ihnen nicht einverstanden sind“, sagte er bei einer Veranstaltung der Obama-Stiftung im Rathaus in Berlin, Deutschland. „Und das bedeutet per Definition, dass du nicht 100 Prozent von dem bekommen wirst, was du willst.“ Eines der Dinge, um die ich mich manchmal bei Progressiven sorge“, fuhr er fort, „wir fangen manchmal an, ein so genanntes „Zirkuläres Erschießungskommando“ zu erschaffen, in dem du anfängst, auf deine Verbündeten zu schießen, weil einer von ihnen von der Reinheit der Dinge abgewichen ist“.

In der Tat sind „Sprechverbote“ oder der gegenseitige Vorwurf etwas nicht „mitbedacht“ zu haben (klassisches Beispiel wäre etwas gegen Männer zu sagen und dann vorgehalten zu bekommen, dass man Transmänner nicht ausgenommen hat) in dem Bereich sehr häufig. Es geht halt immer „woker“ und die Liste der Leute, die man dann noch ausnehmen muss wird immer länger.

Das Bild eines „kreisrunden Erschießungskommandos“ finde ich dabei ganz passend.

12 Gedanken zu “Obama zur „Out-Call-Culture“ als kreisrundes Erschießungskommandos

  1. Nur in seiner Präsidentschaft gab’s einen serial Weibeshaarinhalator und ein Clinton.

    Ich denke bei Obama auch an – nicht nur kulturell – berechtigten Outrage und Erschiessungskommandos.

  2. Die Zurschaustellung von Werten als Werkzeug zur Stärkung der Position in der eigenen Gruppe ist ja nichts Neues. Das ist auch nicht auf links beschränkt.

    Man sieht das gleiche z. B. in den USA in Bezug auf Waffenrechte („Kaufprüfung für vollautomatische Waffen?) Sozialismus!“). Oder auch bei der Leugnung der globalen Erwärmung.

    Über Virtue Signaling würde hier ja auch schon geschrieben. Der Effekt davon ist dann leider ein Einnehmen von Extrempositionen. Und eine andere Konsequenz ist, dass plötzlich alles zur Identitätsfrage hochstilisiert wird. Dadurch wird echte Politik und ein demokratischer Disput über die eigenen Gruppe Grenzen nicht mehr möglich.

    Wenn nur noch die reine Lehre vertreten werden darf, dann stellt sich erst mal die Frage, wer denn eigentlich bestimmt, was die reine Lehre ist. Und wie man die eigenen Positionen denn weiterentwickeln will, wenn man sie nicht verlassen darf.

    Und diese Problematik ist ja schon hinreichend historisch aufgetreten, von der katholischen Kirche über den Absolutismus bis zur Soviet Union und dem real existierenden Sozialismus der DDR.

    Das einzige Problem ist, dass wir jetzt im Anthropozän angelangt sind, und unser Nicht-Lernen immer größere Folgen für uns und unseren Planeten (oder unser Ökosystem, dem Planeten wirds momentan noch wurscht sein) hat.

    • Obama ist Anhänger einer Ideologie, die ganz offen sagt 45% der Bevölkerung müsse ausgelöscht werden.

      Nur H8ter geben solchen eine Aufenthaltsgenehmigung auf der Sauerstoffplattform Erde.

    • „Und diese Problematik ist ja schon hinreichend historisch aufgetreten, von der katholischen Kirche über den Absolutismus bis zur Soviet Union und dem real existierenden Sozialismus der DDR.“

      Ach, es geht auch kleiner.
      Jeder, der Mitglied eines Vereins war oder ist, kennt die zermürbenden Diskussionen über die korrekte Auslegung und/oder Anwendung der Vereinssatzung, bzw. des öffentlichen Auftretens.

      Wir hatten im VAfK z.B. immer wieder mal die Diskussion, ob in einem „Väterverein“ Frauen Mitlglied sein dürften, oder ob Frauen als Betroffene unterstützt werden dürften.
      Solche Diskussionen können jede andere Aktion ersticken und am Ende die ganze Idee/Bewegung zum Absterben bringen.
      Die feministischen SJW werden besonders in den linken Parteien genau das auch erreichen.

  3. Er rief die Geister, wird sie nicht mehr los! Er hat sich viele Flausen von denen ins Ohr setzen lassen, die dann, als sie dafür die verdiente Wahlklatsche bekommen haben, prostestierend Pussyhats (besondere Form des Aluhutes) aufgesetzt haben. Ich jedenfalls habe mich angesichts dieses Protests dieser komischen Figuren kaputtgelacht. Es musste so kommen, aber die werden es nie verstehen. Eine fast schon tragödienhafte Entwicklung!

    P.S. Eine Frage: wechselt eigentlich Gretas graue Mütze mit einsetzender Geschlechtsreife die Farbe und wird zum rosa Pussyhat? Logisch wäre das!

  4. „Barack Obama saw this coming, even if his devoted followers refused to accept their own fallibility. As he prepared to relinquish control of the Democratic Party in 2016, the president warned Democrats not to “cannibalize our own,” to turn against incrementalism in favor of radical change, and, in the process, “stake out positions so extreme, they alienate the broad public.” In his absence, the vacuum of leadership within the Democratic Party has yielded precisely the same conditions that led to the rise of the conservative correction in 2009-2010: introspection, iconoclasm, and a succession struggle that manifests in boutique issue sets culminating in ideological purity tests.“

    https://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/the-democratic-tea-party-they-said-wasnt-possible-is-here/

    Sehr lesenswert.

  5. Sympathisch, dass er sowas sagt, dumm, dass er es erst jetzt sagt.

    Zu einem Zeitpunkt, wo das Kind faktisch schon im Brunnen liegt, mehr geschrien als geredet wird und die „Rechten“ versuchen, wenigstens den Teil zu retten, der ihnen selbst am Herzen liegt.

    Der Mann war mal POTUS, er hätte es in der Hand gehabt, z.B. konsequent Meinungsfreiheit an Universitäten abzusichern, Gleichberechtigung zu etablieren, statt Minderheitenbevorzugung. Aber das hätte sich mit Clintons Opferhierarchie-Wahlkampf halt schlecht vertragen.

    Von daher kann er jetzt auch den Mund halten. Wenn die Welt eines nicht gebrauchen kann, dann Präsidenten, die erst aus Schaden klug werden. Demnächst bereut er dann auch noch die Unterstützung des „regime change“ in der Ukraine und der „Rebellen“ in Syrien…

  6. Kannst du es BITTE unterlassen, diese Dinge zu verbreiten?! Die sollen sich schön gegenseitig zerfleischen. Wenn sie das aber jetzt rechtzeitig mitbekommen (bspw. über ihre Satzzeichen-Sympathisanten), wo es hinführt, werden sie sich was ausdenken, damit dies nicht (so einfach) geschieht. Das muss man doch nicht auch noch unterstützen! 😉

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