Gillette Venus und Bodypositivity

In dem Tweet darunter:

Venus is committed to representing beautiful women of all shapes, sizes, and skin types because ALL types of beautiful skin deserve to be shown. We love Anna because she lives out loud and loves her skin no matter how the “rules” say she should display it

44 Gedanken zu “Gillette Venus und Bodypositivity

    • Nicht unbedingt. Ist durchaus möglich dass sowohl sie wie Gillette sich Profit von der Aufmerksamkeit versprechen.
      Ansonsten fände ich den Marketingansatz auch merkwürdig. Kann natürlich so oder so nach hinten losgehen, da draußen sind bestimmt nicht gerade wenige Frauen, die sowas auch nicht gerade ästhetisch bzw. gesund finden.

  1. Also ich finde diese Werbung deutlich besser als die Männerhass Werbung.
    1. Sie ist positiv, und greift niemanden an
    2. Sie kann dafür sorgen, dass Leute, die nicht dem Normschönheitsbild entsprechen, sich besser fühlen
    3. Die Frau auf dem Bild muss nicht durch bewusste und falsche Ernährung so aussehen, wie sie es tut, sie kann auch krank sein

    Damit endet dann das Positive.
    Negativ:
    1. Es ist nicht gut, fett zu sein. Die Frau ist offensichtlich adipös. Nicht ein paar Pfund, sondern eher 40 Kilo, wenn das reicht. Das heisst Diabetes, kaputte Gelenke und Knie, zig Jahre früher sterben, Schmerzen.
    2. Das ist nicht „beautiful“. Das zu behaupten und zu propagieren mag bei denen, die so aussehen Bonus Punkte generieren. Es erweckt auch ein falsches Bild der Realität. Die meisten finden das nicht schön. Es ist besser so nicht auszusehen.
    3. „Beautiful skin deserves to be shown.“ Da wirds dann langsam frech. Nein, tut sie nicht. Erstmal geht Eure Haut mich nichts an. Also zeigt sie nicht her. Am Strand im Bikini? Kein Problem. Aber sonst sollten Frauen sich einfach schicklich anziehen. Ich finde dieses Aufgegockel und Heraus putzen und halb ausziehen so unsäglich. Ich Lauf doch auch jeden Tag im Anzug rum. Und nicht, weil ich Anzüge geil finde. Sondern weil es ein Kleidungsstück ist, das genug Individualität zulässt, ohne aufdringlich zu sein und von der Arbeit abzulenken.
    Frauen meinen, dass solche sozialen Umgangsformen für sie nicht zählen. Da wird die Bluse eng gemacht, die High Heels ausgepackt, und dass ein Rock über das Knie gehen sollte, ist auch in Vergessenheit geraten.
    Und schon gerät der Kantinengang zur Fleischbeschau. Das hilft zwar aus männlicher Sicht, die Profis von den Troglodyten zu unterscheiden. Das wärs aber auch schon. Sonst ist das nicht hilfreich.
    Haut zeigen? In der Arbeit ist das höchstens irritierend, und bei einer Dame wie der oberen aus Sicht der meisten einfach nur eklig.

    • „Beautiful skin deserves to be shown.“

      Könnte ihr euch noch an den Fall erinnern wo eine Feministinnen forderte das ein jugendlicher Schlagzeuger während eines Konzertes sein T-Shirt anzieht, weil das Frauen diskriminierend ist.

      • „wo eine Feministinnen forderte“

        Ich bin gad nicht sicher… Ist das eine neue politisch korrekte Sprachvorschrift, dass man den Singular vermeiden soll, weil … äh … damit unterdrückte Gruppen unsichtbar gemacht werden und dem patriarchalen Ideal der Eigenleistung gefrönt wird?

        Manchmal geht mir Poe’s Law ganz schon auf die Nerven.

      • Ja, aber die Typen die es betraf sind eh Cucks also von daher war es vollkommen in Ordnung. Manche wollen Andere benutzen und manche wollen benutzt werden.

        • Some of them want to use you.
          Some of them want to get used by you.
          Some of them want to abuse you.
          Some of them want to be abused.

          Sweet dreams are made of this.
          Who am I to disagree.

          Bleibt nur noch die Frage, wie man von diesem Foto zu Sweet Dreams kommt :mrgreen:

  2. Und natürlich kommt man mal wieder nicht ohne Doppelstandards aus: „Bodypositiv“ meint natürlich nur, dass jeder gefälligst auch fette Frauen schön zu finden hat. Dicke Männer sind an ihrem Schicksal selbst schuld und können daher ruhig abgewertet werden.

    Und das Kleinreden der gesundheitlichen Folgen von starkem Übergewicht ist tatsächlich brandgefährlich. Zu dem Thema gibt es übrigens ein erstklassiges Buch von einer tollen Frau: „Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadja Hermann, besser bekannt als Erzählmirnix. Die ist übrigens von den tollen „Progressiven“ und Feministinnen so gemobbt und bedroht worden, dass sie sich völlig zurückgezogen hat

    • Zu erzählmirnix wäre noch anzumerken, dass sie zuvor auch in einer ähnlichen Gewichtsklasse angesiedelt war. Das allerdings ist für die „Progressiven“ ein rotes Tuch: Nadja Hermann hat sich nicht als Opfer ihrer Beleibtheit gesehen, sondern dagegen gekämpft und gewonnen. Und das geht mal gar nicht, denn das macht dieses ganze schöne und bequeme Opfernarrativ kaputt.

      • Ich mag das Buch, es ist erfrischend-frech, da kann ich mir vorstellen, dass es da Zoff in der Community gab.

        Ich hatte nur gelesen, dass sie gestalked wurde (da erschien vor meinem inneren Auge natürlich gleich ein böser Mann…) und bin jetzt nicht sehr verwundert, dass es doch ein bisschen anders war.

        Die blonde Frau am Strand hat wahrscheinlich fortgeschrittene Lipödeme.
        Der Effekt von Ernährung und Sport ist nur noch mildernd, die Krankheit schreitet trotzdem stets voran. Das wünscht man niemanden.

        • Ich stand länger mit ihr in direktem Mail-Kontakt und von Stalking hat sie nie gesprochen. Aber sie wurde heftig angefeindet. Vor allem auch wegen ihrer überaus coolen Comics. Da kriegte jeder sein Fett ab. Insbesondere weinerliche Opferrollen und Doppelstandards von links wie rechts waren immer wieder Ziel ihrer pointierten und entlarvenden Karikaturen.
          Da konnten insbesondere die Mitglieder der heiligen Kirche des Feminismus so gar nicht mit umgehen.

      • Oh ja! Sie hat sich selbst ermächtigt und sich daraus befreit. Da steht der ganze Rest natürlich dumm da. Und ihrem Buch seziert sie 99% der Krankheiten, Stoffwechselstörungen u.ä., die dass abnehmen angeblich verhindern, als das, was sie sind. Nämlich Mythen. Es gibt zwar tatsächlich solche Krankheiten und Gendefekte, die sind aber überaus selten.

    • Na wenigsten wiegt ( 🙂 ) ihr Erfolg das einigermaßen wieder auf. Hab das Buch auch gelesen und eine Menge draus gelernt.

      Zeigt aber nur wieder, wo heutzutage die Repression herkommt. Die „Rechten“ hat sie nämlich in ihren Comics auch nicht geschont (ich fand die meisten davon auch nicht sehr treffend, aber das ist ein anderes Thema).

  3. Nick Rekieta hatte es ganz schön dargestellt:
    Der Text sagt recht eindeutig, dass man dieses Foto gewählt hat WEIL sie fett ist.
    Das ist fast noch grausamer als sie garnicht darzustellen, „schaut euch den Freak an“ ist eher die Nachricht hier.

    • Guter Gedanke, es ist die Rückkehr der Freak-Shows, getarnt als social justice. Demnächst dann vielleicht Kleinwüchsige statt Kinder und Buckelige statt Gerade 🙂

      • Hatte das Monster nicht schon irgendwo auf dem New Yorker Broadway seine Reize im Rahmen eines Protests gegen den Schlankheitswahn zur Schau gestellt?
        Irgendwo hatten wir hier auf AE doch schon ein ähnliches Bild.

        Oder war das noch ne andere Aktivistin?

  4. Wenn man schon seine Adipositas schönreden kann, dann gibt es doch auch keinen Grund mehr, nicht auch zum Damenbart, Achselhaare, Schamhaaren und Beinhaaren zu stehen. Wozu dann überhaupt noch Damenrasierer? Als Gutmensch will man doch den Menschen einhämmern, dass einem die eigene Optik und Gesundheit nicht wichtig sein soll.

    Übergewicht ist ungefähr ähnlich ungesund und schädlich für den Körper wie Untergewicht. Würde man aber einen Magersüchtigen erklären, dass das völlig in Ordnung ist und er nicht an sich bzw. seiner Krankheit arbeiten braucht, dann würden die gleichen Gutmenschen wahrscheinlich hyperventilieren.

    Witzig an dieser Art von Werbung für Fettsucht finde ich, dass dafür eigentlich immer nur fettleibige Frauen genommen werden. Nur bei Frauen funktioniert das Prinzip in der Gesellschaft, dass niemals sie an sich arbeiten muss, sondern die ganze Gesellschaft.

    Würde ein fettleibiger Mann herumflennen, dass kaum jemand ihn als schön empfindet und dass die gängige Schönheitsideale unterdrückend seien, dann würde wohl kaum einer auf die Idee kommen, für ihn die gesamte Gesellschaft umerziehen zu wollen. Herumflennende Männer würden erst recht als ultraunattraktiv ausgegrenzt werden und man würde ihnen allenfalls noch erklären, dass sich für ihn die Welt nicht ändern wird und er selbst an sich arbeiten muss.

    Natürlich hat es jeder Mensch (egal wie dick, dünn, …) verdient, dass man freundlich zu ihm ist, solange dieser umgekehrt einem auch nichts getan hat. Mehr aber halt auch nicht. Wenn jemand anerkannt und als attraktiv wahrgenommen werden möchte, dann gelten halt ganz normale Marktgesetze. Wer meint, am Markt vorbei anbieten zu können, wird halt Marktteilnehmer für das Produkt begeistern können. Und, wer nur einen Ladenhüter anzubieten hat, hat gewöhnlich nur 3 Möglichkeiten:
    (1) er tut etwas und verbessert sein Angebot, um ein markttaugliches Produkt anbieten zu können.
    (2) er geht mit seinem Preis herunter und akzeptiert, dass er für das Produkt halt nicht viel verlangen kann.
    (3) er sucht halt lange auf dem Markt, um irgendwann vielleicht den einen zu finden, der keinen marktgängigen Geschmack hat und bereit ist, für wenig markttaugliche Produkte trotzdem hohe Preise zu bezahlen. Diese Variante birgt natürlich die Gefahr, u.U. lange nach einem Abnehmer suchen zu müssen bzw. möglicherweise nie jemanden zu finden.

    Dass Allerdümmste hingegen, was ein Marktanbieter hingegen machen kann, ist gar nichts zu ändern und den Markt zu bepöbeln, dass der Markt gefälligst seinen Geschmack zu ändern habe und man ein Recht habe, für derartige Produkte viele Abnehmer zu hohen Preisen finden zu können. Solche Marktanbieter wird man dann erst recht meiden und lieber zur Konkurrenz gehen. Denn flennende Heulsusen, die keine Eigenverantwortung übernehmen wollen und immer nur andere in der Verantwortung sehen, sich ändern zu müssen, werden von nahezu keinem gemocht.

    Es gibt psychologisch vermutlich kaum etwas Unverantwortlicheres, als kranken Menschen vor der Realität beschützen zu wollen, indem man diesen einzureden versucht, dass diese an sich nicht arbeiten zu brauchen. Diese Menschen werden dann irgendwann erst recht psychisch am Ende sein, wenn diesen vielleicht doch irgendwann auffallen sollte, dass die Realität sich für sie nicht ändern wird.

    Und das ist halt das Witzige an der Realität, dass Vieles oft ganz anders ist, als es zunächst scheint.Wenn ein Gutmensch daher andere vor der Realität beschützen möchte, dann tut er damit überhaupt nichts Gutes, sondern hilft bei der psychischen Zerstörung des anderen noch mit. Wer z.B. einem Magersüchtigen einzureden versucht, dass er nicht an sich zu arbeiten braucht und stattdessen die ganze Gesellschaft sich für ihn ändern müsse, der tut damit in Wahrheit nichts Gutes, sondern will Krankheiten fördern und unverändert lassen.

    Indem der Markt hingegen Krankheiten nicht feiert und kranke Menschen als weniger attraktiv wahrgenommen werden, mag es zwar im ersten Moment für Gutmenschen „unfair“ erscheinen. In Wahrheit ist Ehrlichkeit und das Erkennen bzw. Akzeptieren der Realität jedoch meistens erheblich besser für die kranke Person, da diese dann auch eher motiviert werden kann, an der Beseitigung der Krankheit bzw. Süchten zu arbeiten bzw. (soweit möglich) auch wieder gesund zu werden. Ein wirklich guter Mensch und Freund versucht daher nicht, anderen an der Realität vorbei einzureden, dass er und die gesamte Gesellschaft seine Krankheiten doch einfach toll finden soll.

    • „Übergewicht ist ungefähr ähnlich ungesund und schädlich für den Körper wie Untergewicht.“ Wobei es bei Untergewicht noch eine schadlose Rückkehr zu Normalgewicht geben kann. Bei einem Kaliber wie den oben abgebildeten geht das nicht mehr, denn dann würden welke Hautlappen am Körper herabhängen. Bei einer Hautentfernungs-OP blieben immer noch hässliche Narben. Die zunehmende Glorifizierung extremen Fettseins (nur bei Frauen, nicht bei Männern) ist der komplette Wahnsinn.

    • Die Ausführungen zum Markt teile ich absolut. Auch wie oft bei Nicht Akzeptanz der Realität das Gegenteil vom Gewünschten erreicht wird. Da wird dann gerne der Markt weggeredet („Wohnen ist kein Markt sondern ein Grundrecht“) und irgendeine radikale Lösung propagiert (Wohnungen enteignet, Fett zeigen). Ob das dann tatsächlich hilft? Ich glaube weder dabei, günstig zu wohnen, noch sich als dicker Mensch wohl zu fühlen.

      (Weiss allerdings nicht, was das ewige „Gutmenschen“ soll (wills auch gar nicht wissen. Ist einfach nur ein blöder Kampfbegriff um andere pauschal zu diskreditieren))

      • Sorry aber das alles mit einem Markt zu vergleichen hinkt hinten und vorne. Und der Vergleich mit der Wohnung noch viel mehr.
        Denn ein Dach über dem Kopf ist in Deutschland halt wirklich ein Grundrecht bzw, das Grundrecht Würde des Menschen sorgt dafür.
        Und den Markt da als All-Heilmittel oder Realität hinzustellen ist quatsch. Denn da wo der Markt nicht kontrolliert wird, eskaliert er immer (Monopol). Deswegen muss er (durch Gesetze) reguliert werden.

        Nichts desto trotz: die Schönheitsvorstellungen von Menschen kann man nicht durch Gesetze regulieren, da sie tief in unserer Biologie verankert sind, weshalb weltweit ähnliche Schönheitsstandards gelten (Frauen: jung und schlank, Männer: groß, sportlich und mit Status), die sich nur marginal unterscheiden. Und eine morbide Adipositas wie oben dargestellt, wird nur von ganz ganz wenigen als schön wahrgenommen. Ganz sicher nicht von der breiten Masse.

        • „die Schönheitsvorstellungen von Menschen kann man nicht durch Gesetze regulieren, da sie tief in unserer Biologie verankert sind“

          Diese Leute sind da eben anderer Meinung. Sie halten die Schönheitsvorstellungen für ein reines Politikum und uneingeschränkt formbar. Sie glauben auch dran, „den Markt“ vollkommen ersetzen zu können und alles bestimmen zu können, was nur irgendwie wichtig ist.

          „Denn ein Dach über dem Kopf ist in Deutschland halt wirklich ein Grundrecht“

          Wenn das so ist, brauchen wir keine Meinungsfreiheit mehr. Denn es sollte ja klar sein, dass ein Dach über dem Kopf wichtiger ist. — Merkst du was?

        • „Nichts desto trotz: die Schönheitsvorstellungen von Menschen kann man nicht durch Gesetze regulieren, da sie tief in unserer Biologie verankert sind“

          Darauf kommt es doch gar nicht an. Selbst wenn das nicht so wäre bin ich niemandem Rechenschaft dafür schuldig, wen ich geil finde und wen nicht.

        • Bei der Bundeswehr hat es auch nicht gegen die Menschenwürde verstoßen, mit 6-7 Mann in einem Gemeinschaftszimmer untergebracht zu werden, ein Gemeinschaftsbad bzw. Toilette zu benutzen und gemeinsam die Toiletten sauber zu halten. Der Begriff der Menschenwürde ist somit erheblich niedriger anzusetzen als viele Menschen glauben.

          Und das Beispiel mit der Wohnung hatte ich auch so verstanden, dass Gutgemeintes eben oft zum genauen Gegenteil führt. Wer den Markt mit Enteignungen, Mietpreisbremsen, Mieterschutzgesetzen, Auflagen, … immer enger schnürt, verhindert eben auch zunehmend, dass Menschen Kapital in die Hand nehmen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Denn Menschen tun das in der Regel nur dann, wenn es sich für sie lohnt und das Risiko auch kalkulierbar erscheint. Und dazu gehören eben nicht nur die Großkapitalisten, sondern auch Durchschnittsverdiener, die über Immobilienfonds/Aktien etwas für ihre Altersversorgung tun wollen.

          Und Staatssozialismus klappt irgendwie nie, aber man versucht es immer wieder. Das erinnert mich an einen Cartoon, wo jemand eine Gabel (mit der Aufschrift Sozialismus) in die Steckdose stecken will und dabei erklärt, dass es dieses Mal ganz sicher klappen wird und alle anderen vorher es ja nie richtig gemacht hätten. Wenn der Staat die Märkte abwürgt, dann muss der Staat selber die Aufgaben übernehmen. Und eigentlich nahezu alles, was der Staat übernimmt, macht er gewöhnlich oft erheblich schlechter als der Markt. Wenn die Politik dafür sorgt, dass keiner mehr neuen Wohnraum schafft, dann wird der Markt erst recht knapp und die Wartezeiten hoch. Denn in der Planwirtschaft gelten dann andere Gesetze. Da können dann z.B. auch nicht mehr so viele Trabbies produziert werden, wie der Markt nachfragen würde.

          Das bedeutet nicht, dass der Markt völlig frei und ungeregelt sein sollte. Gewöhnlich ist es aber völlig ausreichend, dass nur Regeln dafür geschaffen werden, dass die Marktgesetze nicht von Wenigen ausgehebelt werden können, z.B. weil jemand Monopole aufbaut und dann unter Machtmissbrauch die Marktgesetze aushebeln kann bzw. aufgrund der Größe Mitbewerber vom Markt drängen kann.

          Und es gibt eben kein Grundrecht, eine Wohnung an der Alster, mit Seeblick oder in einer begehrten Innenstadtlage zu haben.

          Der Markt eskaliert auch nicht immer, solange es genug Anbieter gibt. Denn solange der Wettbewerb gesund ist, kann man ja zum Mitbewerber gehen, wenn einer ein zu schlechtes Angebot macht oder einen zu hohen Preis verlangt.

          Und die Schaffung eines Staatsmonopols ist eben kein Heilmittel, sondern genauso die Schaffung eines Monopols bzw. eines Monopolisten, der sich eben gerade nicht mehr anstrengen muss bzw. über eine bessere Leistung oder geringeren Preis überzeugen muss. Wieso sollte der Staat dann auch die Produkte noch verbessern wollen bzw. Innovationen schaffen (z.B. besseren Trabi bauen), wenn aufgrund des Monopols bzw. mangels Mitbewerber der Bürger den Schrott ja ohnehin abnehmen muss und nicht zu einem Konkurrenten wechseln kann.

          Und so führen auf der einen Seite der vom Staat geförderte Bevölkerungszuwachs (= Erhöhung der Nachfrage) und die Abwürgung des Marktes durch alle möglichen Eingriffe (Mieterschutz, Umweltschutz, hohe Steuern wie z.B. hohe Grunderwerbsteuer…), dass der Preis steigt und die Schaffung günstigen Wohnraums auf dem Markt jedenfalls nicht wahrscheinlicher wird.

  5. Hey, die Werbung ist toll, ich verspüre genau jetzt den dringenden Drang, mich am ganzen Körper zu rasieren. Und zwar mit den teureren rosa Nassrasierern, nicht mit den billigeren blauen.

    • Muhahahahahaha „stark horizontal herausgeforderte Menschen“, wie geil! Sowas kann man ja gar nicht mehr parodieren! Ob die sich selbst ernst nimmt?

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