Beschränkungen und Verbote als Vorteile

Im Rahmen der Geschlechter Diskussion werden von Feministinnen gerne verschiedenste Verbote angeführt, um eine Unterdrückung darzustellen.

Es wird dabei gerne abstrakt ausgeführt, dass ein Verbot immer ein Nachteil ist, weil es die Handlungsfreiheit einschränkt. Ein Verbot kann aber auch ein Vorteil sein, wenn es einen hindert, etwas zu tun, was man auch gar nicht tun möchte, was aber andere vielleicht von einem verlangen könnten

Das allereinfachste Beispiel dafür wäre ein Militärdienst. Hier wurde in einer Diskussion tatsächlich schon eingewandt, das ist eine Benachteiligung von Frauen gewesen ist, dass sie nicht zum Militär durften. Mein Einwand, dass diesen Nachteil sicherlich im ersten und zweiten Weltkrieg, in den Schützengräben von Verdun oder an anderen grausam Schlachten,v iele Männer sehr gern gehabt hätten wurde dann schlägt mit dem Einwand weggewischt, dass es dennoch ein Nachteil sei, weil sie ja keine Wahl habe

Bei der Gegenüberstellung eines Verbots für eine Gruppe und einer Pflicht für die andere Gruppe ist der Vorteil dann, wenn die Pflicht belastend ist, relativ klar.

Auch bei einer freien Wahl kann aber eine Einschränkung durchaus vorteilhaft sein. Wenn beispielsweise Frauen zu anderen Zeiten davon ausgegangen sind, dass es richtig und wichtig ist, dass sie sich um die Kinder kümmern und dass sie auch gar nicht einer Erwerbsarbeit nachgehen wollten, beispielsweise Frauen der Oberschicht, die niemals im Leben mit einer Dienstmagd tauschen wollten, dann kann es für sie zur Wahrung dieses Recht ein großer Vorteil sein, wenn keine Frau arbeiten kann und insoweit durch die Arbeit anderer Frauen dieses Recht nicht ausgehöhlt wird.

Verbote können insoweit eine disziplinierende Wirkung innerhalb einer Konkurrenz haben. Ein klassisches Beispiel dafür wären Arbeitszeitgesetze oder andere Einschränkungen innerhalb einer Konkurrenz. Beispielsweise sind die Doping Regeln letztendlich Verbote einer freien Entscheidung, die bewirken, dass man auf eine gesündere Art miteinander konkurriert und nicht über die freie Entscheidung und den daraus resultierenden Wettbewerbsvorteil quasi gezwungen wird dopingmittel zu nehmen.

Wer innerhalb bestimmter Geschlechterrollen leben möchte, für den kann es ein Vorteil sein, wenn er auch gar nicht außerhalb dieser leben darf. Schlicht weil ihm da nicht vorgehalten werden kann, dass er es sich beispielsweise in den Geschlechterrollen bequem macht.

Vielleicht wären einige Frauen, die den Druck spüren, sowohl eine Karriere zu machen als auch eine gute Mutter und keine Rabenmutter zu sein, durchaus froh, wenn bestimmte Schutzvorschriften ihnen erlauben würden den Beruf zu vernachlässigen ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Vielleicht wären umgekehrt einige Karrierefrauen froh, wenn es eine Pflicht geben würde, seine Kinder mit einem Jahr in eine Kinderkrippe zu geben und sie erst am Abend wieder abzuholen.

Verbote müssen insofern nicht stets gegen die Gruppe gerichtet sein, die sie betreffen. Sie können auch von dieser Gruppe verteidigt werden, weil es ihnen ein Verhalten ermöglicht, welches ein Großteil oder eben ein radikaler Teil dieser Gruppe für vorteilhaft hält.

Demzufolge wurden Arbeitsverbote auch durchaus von Frauengruppen verteidigt, die daneben an führten, dass darunter die Kinder leiden würden etc.

Eine Betrachtung, nach der ein Verbot stets ein Unterdrückung der Gruppe ist, muss daher den tatsächlichen Gegebenheiten nicht gerecht werden. es kann sich immer lohnen auch zu hinterfragen, ob dadurch andere Interessen abgesichert werden.

Natürlich kann das Verbot aus späterer Sicht ein großer Nachteil sein oder einzelne zu stark eingeschränkt haben. Aber es kann auch von Teilen der Gruppe gewünscht gewesen sein.

71 Gedanken zu “Beschränkungen und Verbote als Vorteile

  1. „dass es dennoch ein Nachteil sei, weil sie ja keine Wahl habe“

    Das sagt bereits alles über die feministische Geisteshaltung.
    Die Männer hatten auch keine Wahl.

    • Es ist in der Tat absurd. Männer müssen an die Front und mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Leben verlieren. Frauen dürfen nicht und überleben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
      FRAUEN SIND BENACHTEILIGT!
      Man hätte je den Frauen tatsächlich die Wahl lassen können und diejenigen, die sich gegen den Kriegseinsatz aussprechen, mit weißen Federn schmücken können. Aber so etwas wäre moralisch sicher nicht zu vertreten…

      • Nein, man hätte den Frauen nicht die Wahl lassen sollen.
        Denn so bleibt es ja dabei, dass Männer benachteiligt werden.
        Wozu?
        Vielleicht hätte es die Wehrpflicht nie gegeben, wenn seit jeher auch Frauen davon betroffen gewesen wären.

        • Jetzt wo Frauen dafür „gekämpft“ haben das sie in jedem Bereich den Militärs dienen DÜRFEN und es keine überzeugende Argumentation mehr gibt bei einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht nur Männer in die Pflicht zu nehmen, da wird dann selbstverständlich über deren Abschaffung diskutiert.

  2. Ich kann mit Sicherheit sagen, das meine Großmutter nicht von einer freien Wahl gesprochen hat, als Sie von Ihren Brüdern erzählte die die von den Kriegsfeldern der beiden Weltkriege nicht heimgekehrt sind.

    Hätten Sie die Wahl gehabt, Sie wären zuhause geblieben!

        • „Eine gewisse Maria könnte davon berichten“

          Er scheint sich aber in den Ruhestand zurückgezogen zu haben, denn Maria ist auch schon die Letzte, von der man eine derartige Liaison berichten konnte.

          • „Das war der Erzengel Gabriel.“

            Was?
            Das war gar nicht der Herrgott persönlich?
            Das ist ne Hammer Information.

            Hat Maria das gewusst, oder wurde sie arglistig getäuscht?
            Und wenn sie getäuscht wurde, wieviel von dem Neuen Testament ist sonst noch gefaked?

            Fragen über Fragen.

            😀

          • Laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Jungfrauengeburt) war’s der heilige Geist, also quasi Gott. Hat eventuell Gabriel ihr nur den anstehenden Akt angekündigt – also so nach dem Motto: „… und vielleicht machste dich vorher schnell noch mal ein Bissel frisch, Kleines!“?

            Aber was, wenn Anne Recht hat? Vielleicht hat Gabriel ihr den Sex mit dem heiligen Geist angekündigt, zu dem sie ihre Einwilligung gab, hat sich dann aber später selbst als Gott ausgegeben und die Nummer mit ihr durchgezogen. Dem hätte sie ja dann folglich nicht zugestimmt. OMG!!! Maria wurde vergewaltigt! 😀

          • es ganz anders. Maria hat die Geschichte erfunden um gegenüber ihrem etwas tumben tief religiösen Josef die Folgen eines Seitensprunges zu erklären.

            Mithin ist diese ganze Religion letztendliche aus der Notlüge einer Fremdgängerin entstanden, die sich durch weitererzählen usw. dann in der bekannten Weise zu einer Weltreligion aufgebauscht hat. 😉

  3. Wir Männer MUSSTEN ja noch.
    Da war nix mit DÜRFEN.

    „Das allereinfachste Beispiel dafür wäre ein Militärdienst. Hier wurde in einer Diskussion tatsächlich schon eingewandt, das ist eine Benachteiligung von Frauen gewesen ist, dass sie nicht zum Militär durften.“

    • „Wir Männer MUSSTEN ja noch.
      Da war nix mit DÜRFEN.“

      „Müssen“ ist die andere Seite der Medaille „Nicht dürfen“, die schmuddelige Schwester für die Männer, deren Existenz die Feministinnen gern ignorieren oder gar leugnen, um sich ohne schlechtes Gewissen im Glanz der Vorderseite als Opfer feiern zu können.

  4. Adoptionsapologethin

    Da wären Beschränkungen und Verbote super.

    Früher war’s ja mal als ein Elend anerkannt, wenn ein Kind um ein Elternteil betrogen wurde.

    Heute darf jeder Sodomist und jede natürliche Irre Kinder missbrauchen bis zum geht nicht mehr.

  5. Wenn Männer sich frei aussuchen dürfen, ob sie zum Militär gehen, und Frauen nicht, ist das natürlich ein Nachteil für Frauen.
    Karriere beim Militär kann sowohl dem sozialen Aufstieg dienen als auch im Zivilberuf vom Vorteil an, je nach Beruf, versteht sich.

    • @mycroft

      Richtig, das ist ein Nachteil für den freiwilligen Berufssoldaten. Wenn damit einher allerdings geht, dass sie auch nicht den Wehrdienst machen müssen, dann kann das für Frauen, die keine Militärkarriere machen wollen, etwas sein, was sie energisch verteidigen.
      Die Debatte kommt ja auch gerade wieder hoch: Um so freier der Zugang der Frauen zum Militär um so eher wird auch gefordert, dass dann ein Wehrdienst oder zumindest die Registrierung für einen solchen für beide Geschlechter gelten muss. Mit den entsprechenden Gegenstimmen der frauen („wir setzen ja eh schon für die Kinder aus“ zB)

      • Als Frau kann man inzwischen steuern, ob, wann und wie viele Kinder man will, im Unterschied zum Dienstpflichtigen. Kinderkriegen ist außerdem auch nicht mehr so gefährlich wie in der Steinzeit.

      • @Christian

        Ein paar Anmerkungen zu einem typischen „Argument“ von Frauen:

        Das Argument: „Mit den entsprechenden Gegenstimmen der frauen („wir setzen ja eh schon für die Kinder aus“ wäre logisch. gäbe es eine Gebärpflicht. Die gibt es aber nicht.

        Die Wehrpflicht ist eine soziale Konstruktion, der Geschlechtsdimorphismus ist es nicht. Dank moderner Verhütungsmittel ist Sexualität von Reproduktion getrennt – Frauen können ihre generative Potenz nutzen, müssen es aber nicht.
        Es herrscht hier – wie so oft für ein Geschlecht – vollständige Wahlfreiheit.

        Wehrpflicht hingegen ist ein Zwang, der nur für ein Geschlecht gilt und die einzige Wahl vor der Suspendierung war in D die zwischen der Absolvierung von Kriegs- oder Zivildienst. Es gab keine Möglichkeit, diesem Zwang zu entfliehen.

        Schwangerschaft ist auch keine Arbeit, sondern durch Mutterschutzgesetze wird gerade gewährleistet, Mütter von Belastungen durch Arbeit freizustellen.
        Hatte man hingegen in D den Wehr- oder Zivildienst absolviert, dann musste man in diesem Zeitraum tatsächlich arbeiten.

        Komisch wird es, wenn das Argument erweitert wird, Kind(er) machten ja Arbeit, die wiederum in dieser „feministischen“ Theorie ausschließlich Frauen zugeschrieben wird – während im gleichen Atemzug die gleichberechtigte Teilhabe an der Kindererziehung von Männern gefordert wird.
        Wie denn nun?
        Ist die gleichberechtigte Teilhabe gewährleistet, entwertet sich das Argument und es verbietet sich von selbst, damit hausieren zu gehen.

        Noch absurder aber wird es, wenn uns Ex-Zivildienstleistenden eine Feministin vorwirft, „Frauen“ würde mehr „care-Arbeit“ verrichten, während sie uns knapp anderthalb Jahre Betreuung von bspw. Behinderten schuldig ist, bevor sie auch nur eine einzige care-Arbeit verrichtet hat.

        Die Verallgemeinerung „Frauen“ wird besonders gerne von denjenigen Frauen verwendet, die gar keine Kinder haben (weil zu jung oder zu alt) und keine zu pflegenden Angehörigen – die sich also als Individuum des „Schnitts“ als Argument bedienen, obwohl sie an diesem keinerlei Anteil hatten oder haben. Eigentlich müsste man sie auslachen.

        An der feministischen Propaganda finde ich den Aspekt faszinierend, es wird Männern erfolgreich eine Selbstverleugnung aufgezwungen, als hätten sie ihre Erfahrungen – z.B. mit dem Zivildienst – gar nicht gemacht.
        Indem klammheimlich „care-Arbeit“ keine geschlechterneutrale Arbeit mehr kennzeichnet, sondern „alles-was-Frauen-mach-ist-Arbeit“. Analog zur Kalkulation von „Hausarbeit“, die faktisch nur die Erfassung von „Hausfrauenarbeit ist.

        So und gehet mit stolzgeschwellter Brust zu diesen Faulpelzinnen hin und fordert mit mir: „I want my money back!“ 🙂

        • Oh Mann, wenn ich doch all diese uns inzwischen sattsam bekannten Argumente gegen diesen abstrusen Relativierungsversuch der Ungerechtigkeit nur auf Männer beschränkter Wehrpflicht schon vor ca. 26 bis 27 Jahren parat gehabt hätte. Was hätte ich da als kleiner Bub in der 5. oder 6. Klasse meine Geschichtslehrerin auflaufen lassen können, die tatsächlich exakt diesen Blödsinn von sich gab, als von Mitschülern die Frage kam, ob es denn nicht ungerecht sei, dass nur Männer diesen Dienst leisten müssten. Aber die Vorstellung, dass es in unserer Gesellschaft Dinge gibt, die klar Männer benachteiligen, galt schon immer als etwas so unerhörtes, dass es dieser hirnrissigen Äpfel-Birnen-Vergleiche bedurfte, um auch weiterhin den Elefanten im Wohnzimmer unter hübschen Häkeldeckchen versteckt zu halten.

          Naja, das war damals auch die Lehrerin, die sich mal über eine Zeichnung von mir echauffiert hat. Beim Thema der Varusschlacht, welche damals noch bevorzugt historisch inkorrekt als „Schlacht im Teutoburger Wald“ benannt wurde, hatte ich ein paar Bäume gekritzelt, unter denen zwei Strichmännchen in einer Position lagen, welche als Vollzug des Koitus zu erkennen man nicht viel Phantasie brauchte. Was hatte das mit der Varusschlacht zu tun? Wohl gar nichts, aber ich fand es damals wohl lustig. Die Lehrerin weniger. Sie lud meine Eltern ein, um sie mit dieser pornographischen Zeichnung (sie verwendete wohl tatsächlich diese Bezeichnung) zu konfrontieren und war, wie ich viele Jahre später durch Erzählungen meiner Mutter erfuhr, völlig von den Socken, als meine Eltern erklärt haben wollten, wo genau auf dem Bild da jetzt das Pornographische zu finden sei. Mein Gott, und dabei war das damals auch noch eine ziemlich junge Lehrerin und nicht etwa eine vom Leben und ihrer verflossenen Schönheit enttäuschte Sechzigjährige…

          Sorry für OT, aber diese Anekdoten hat das in mir gerade wieder hochgespült, als ich hier eben genau das Argument zur Relativierung männlicher Benachteiligungen lesen musste, dass uns die Dame damals nahezu wortwörtlich so zu verkaufen versuchte.

          • @Billy

            Ich finde es gar nicht OT!
            Schöne Geschichte.

            Bei mir ist die Erinnerung mit einer Diskussion mit gleichaltrigen jungen Frauen verbunden, die diese Argumente vorbrachten, als wir ca. 16-17 waren.
            Unterschied: Sie fuhren nach dem Abi ein Jahr nach Australien oder durch die Welt und ich trat meinen Zivildienst an. Als sie zurückkamen und anfingen an zu studieren, war ich noch immer damit beschäftigt. Ein klitzekleines Semester Erasmus nach dem Grundstudium von ihnen hinterher und wir waren knapp zeitgleich.

            Aber sie waren fest – wirklich felsenfest – davon überzeugt, die Benachteiligung, die ich konkret erfahren habe, stünde in keinem Verhältnis zu der, die sie zukünftig erfahren werden würden!
            D.h. sie hatten nicht nur das (feministische) Standardargument selbst parat, sondern auch die implizite Wertung, wonach jede Benachteiligung die Frauen erfahren ungleich bedeutender, schwerwiegender ist.
            Selbst wenn noch nicht einmal klar ist, ob und wann diese überhaupt eintritt.
            Und – wie gesagt – sie waren weder volljährig, noch feministisch indoktriniert!
            Nur insofern, als der Wunsch nach einer gleichberechtigten Partnerschaft selbstverständlich war.

            „Aber die Vorstellung, dass es in unserer Gesellschaft Dinge gibt, die klar Männer benachteiligen, galt schon immer als etwas so unerhörtes, dass es dieser hirnrissigen Äpfel-Birnen-Vergleiche bedurfte, um auch weiterhin den Elefanten im Wohnzimmer unter hübschen Häkeldeckchen versteckt zu halten.“

            Völlige Zustimmung!
            Was mich im Rückblick verblüfft, ist die Selbstverständlichkeit der Leugnung.
            Sowie die „Internalisierung“ der Überzeugung, Frauen würde es immer und überall schwerer als Männer haben. Auch beim Beweis des kompletten Gegenteils.

            Wie kommt das eigentlich in die Köpfe?
            Und wie wieder heraus?

            „Oh Mann, wenn ich doch all diese uns inzwischen sattsam bekannten Argumente gegen diesen abstrusen Relativierungsversuch der Ungerechtigkeit nur auf Männer beschränkter Wehrpflicht schon vor ca. 26 bis 27 Jahren parat gehabt hätte.“

            Ha! Auftrag an mitm! Alle bitte copy&paste für die nachfolgende Generation!
            Es gab doch mal das schöne Buch „Dummdeutsch“, herausgegeben von den Jungs der „Titanic“ – wenn wir genügend Argumente parat haben, geben wir ein „Dummfeminismus“ heraus. 😉

      • „wir setzen ja eh schon für die Kinder aus“

        Wieder wird eine Pflicht bei Männern mit einem Können/Dürfen bei Frauen gleichgesetzt.

    • „Wenn Männer sich frei aussuchen dürfen, ob sie zum Militär gehen, und Frauen nicht, ist das natürlich ein Nachteil für Frauen.“

      Eine Diskussion, die derzeit hier in D müßig ist, weil das Militär beiden Geschlechtern offen steht – mit gewissen Frauenboni.

      „Karriere beim Militär kann sowohl dem sozialen Aufstieg dienen als auch im Zivilberuf vom Vorteil an, je nach Beruf, versteht sich.“

      Hmm, ich bin mir nicht sicher, ob der Sohn eines kleinen Angestellten einen sozialen Aufstieg erfährt, wenn er beim Militär zum Hauptmann oder Major aufsteigt. Seit dem Ende des 3. Reichs sehe ich kaum noch eine Verbindung zwischen Uniform und Status – zeitweise war eher das Gegenteil der Fall.

      Und ich kenne keinen einzigen hohen Militär, der im Zivilleben daraus Vorteile gezogen hätte.
      In den USA ist die Verbindung evident, da findet man auf Managerebene viele ehemalige Offiziere der US-Army, aber hier in D wäre mir das nicht bekannt.

      • Momentan ist das Thema hierzulande durch, ja.

        Logistiker werden in Logistikunternehmen aber wohl ganz gern genommen. Und es gibt bestimmt auch sonst Chefs, die fragen: „Wo ham’Se denn jedient?“ Wobei die wohl auch aussterben.

      • Wer (zwangsweise) gedient hat, kennt den Begriff „Zivilversager“ mit dem vorzugsweise jüngere Vorgesetzte bedacht worden sind.
        Hohes gesellschaftliches Ansehen und Karriere beim Bund haben zu meiner Fast-noch-Jugendzeit nicht wirklich zusammen gepasst.
        Zumal man damals ja sogar durch den BGH genehmigt, Soldaten als Mörder bezeichnen durfte.

        • „Zumal man damals ja sogar durch den BGH genehmigt, Soldaten als Mörder bezeichnen durfte.“
          Vor allem Frauen, die niemals die Gewissensentscheidung zwischen Soldat und Deserteur fällen müssen, sollte dieses Urteil unbedingt zustehen.

          Denn merke: Besonders moralisch ist ein Verhalten, das NICHT aus einem Dilemma entsteht, sondern aus der hypothetischen Perspektive der nicht-Betroffenheit.

          (Ich kann gar nicht ausdrücken, WIE sehr ich Frauen wie semikolon verachte, die sich ehrenvoll vorkommen, wenn sie tumb Tucholski nachplappern)

          • (Ich kann gar nicht ausdrücken, WIE sehr ich Frauen wie semikolon verachte, die sich ehrenvoll vorkommen, wenn sie tumb Tucholski nachplappern)

            Mir ist egal, ob sie Tucholski nachplappert.
            Für mich reicht es schon, dass sie den Mund aufmacht und etwas sagt.
            Kommt nämlich (fast) immer nur Müll bei rum.

          • Tatsächlich habe ich bei ; häufig den Eindruck, da sei ein Eliza-Update am schreiben und wir sind alle Teilnehmer an einem langlebigen Turing-Test.
            https://de.wikipedia.org/wiki/ELIZA

            Die Art, wie sie immer nur auf einzelne Wörter reagiert und regelmäßig daran scheitert, Zusammenhänge zu erkennen, das hat schon große Ähnlichkeit.

            Da mir aber absolut keine Erklärung einfällt, warum irgendein Informatiker gerade hier so ein Experiment starten sollte, bleibt mir wohl nichts übrig, als mein Menschenbild anzupassen 🙁

          • „Für mich reicht es schon, dass sie den Mund aufmacht und etwas sagt.
            Kommt nämlich (fast) immer nur Müll bei rum.“

            Und dennoch erfüllt sie hier im Blog eine wichtige Funktion. Sie ist nämlich der lebende Beweis für die Funktionsweise des Feminismus und der Feministinnen.

            Wenn Semi von einer Radfem erfährt, dass der unbewölkte Himmel rosa ist, dann wird sie darauf auch bei allen eindeutigen Gegenbeweisen beharren.

            Bei manchen ihrer Beiträge muss ich immer an einen der Kurz-Comics aus der Reihe „Hägar der Schreckliche“ denken.
            Hägar sitzt am Tisch, einen Löffel in der Hand und vor sich ein Teller mit Suppe. Empört reklamiert er: „Da ist eine Fliege in meiner Suppe“.
            Worauf sein Eheweib Helga trocken kontert: „Das ist keine Fliege, sondern eine Rosine“.
            Darauf fliegt das Objekt der Diskussion plötzlich auf und davon, worauf Hägar, ebenso ärgerlich wie triumphierend, ausruft: „Siehst du? Eine Fliege“.
            Was Helga zu dem erstaunten Ausruf veranlasst: „Donnerwetter, eine fliegende Rosine!“

          • @ only_me

            Oh, ich hab den Comic doch noch recht gut in Erinnerung – dafür, dass es bestimmt schon 20 Jahre her ist, dass ich ihn gesehen hatte 😀

            Ich bin eh bekennender Fan von Hägar. Dik Browne hat Vieles aus einem Ehealltag spitz und trotzdem ohne verletzend zu werden, auf den Punkt gebracht.

          • Ich habe als Teenager viele Hägar Bücher verschlungen, dann war er weitgehend in Vergessenheit geraten.
            In meinen ersten Ehejahren musste ich dann aber alle Nase lang an diesen oder jenen Strip denken.
            Dik Browne war echt ein Großer.

  6. Feministinnen könnten sich doch energisch für die Ausdehnung der für Männer noch immer bestehenden Wehrpflicht auf Frauen einsetzen. Komischerweise hört man in dieser Richtung nicht viel. Für Frauen soll mal wieder alles nur optional sein.

    • Richtig.
      Das läuft schon seit des Inkrafttretens des Grundgesetzes so:
      http://mann-pass-auf.de/sk80.php
      T.R.E. Lentze: „Elisabeth Selbert und die Abschaffung der Frauenpflichten“. 5-10-2011

      „Unter der Weimarer Verfassung waren Frauen gleichberechtigt und gleichverpflichtet. Heute sind sie nur noch gleichberechtigt.

      Dieser Verlust, der von der „besseren Hälfte“ der Deutschen selbstverständlich nicht bedauert wird, geht zurück auf die sogenannten „vier Mütter des Grundgesetzes“, insbesondere auf Elisabeth Selbert (1896-1986).

      Der Artikel 109 der Weimarer Verfassung, zweiter Satz, lautete wie folgt:

      Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.
      So lautete auch der Artikel 3 unseres heutigen Grundgesetzes in der Fassung vom November 1948 – abzüglich des Wortes „grundsätzlich“. Diese Formulierung war also bereits eindeutiger. Aber dann kam Elisabeth Selbert, und ihr verdanken wir die Verkürzung auf folgenden Wortlaut:

      Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
      Jetzt ist es noch eindeutiger. Aber es fehlt etwas, und das sind die Pflichten. Man könnte einwenden, daß das inbezug auf die Gleichbehandlung kein Nachteil sei, weil nun auch von Pflichten der Männer keine Rede mehr ist.

      Doch, es ist ein Nachteil! Denn nun gibt es keinen grundgesetzlich verankerten Schutz mehr gegen die Mehrverpflichtung eines der beiden Geschlechter. Und es ist offensichtlich, daß die Mehrverpflichtung, wie schon früher, auch jetzt wieder die Männer trifft. Man glaube doch nicht, daß eine Partei, von welcher Art auch immer, etwas zu ihrem eigenen Nachteil durchsetzen würde!

      Halten wir also fest: Männer und Frauen haben weiterhin gleiche Rechte. Ihre Gleichverpflichtung hingegen ist formell abgeschafft.

      (…)

      Am 18. Juni 1957 wurde das von Selbert konzipierte Gleichberechtigungsgesetz beschlossen;
      am 1. Juli 1958 trat es in Kraft;
      am 29. Juli 1959 erklärte das Bundesverfassungsgericht zusätzlich den § 1628 a.F. für nichtig, welcher dem Vater bei Uneinigkeit der Eltern das letzte Wort zugebilligt hatte;
      gleichzeitig erklärte es den § 1629 Abs. 1 BGB a.F. für nichtig, welcher den väterlichen Alleinvertretungsanspruch bei der gesetzlichen Vertretung des Kindes festgelegt hatte.
      Die väterliche Versorgungspflicht schaffte es hingegen nicht ab.
      Damit war das väterliche Familienoberhaupt formell abgeschafft – und zwar, was seine Rechte, nicht, was seine Pflichten angeht. Insgesamt haben wir also folgendes Ergebnis:

      Frauen verloren Pflichten und gewannen Rechte.
      Männer behielten Pflichten und verloren Rechte.
      Einer weiteren Zerstörung der Familie waren nunmehr Tür und Tor geöffnet.
      (…)“

      • „Halten wir also fest: Männer und Frauen haben weiterhin gleiche Rechte. Ihre Gleichverpflichtung hingegen ist formell abgeschafft.“

        Sehe ich nicht so.
        Die Verkürzung auf ein knackiges „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ (Art. 3(2)) ist vollkommen ok.
        Das Verbot einer unbegründeten Ungleichbehandlung lese ich gleich aus dem nächsten Absatz desselben Artikels: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, … benachteiligt oder bevorzugt werden.“

        Pflichten, die gesetzlich nur einem Geschlecht auferlegt werden, beißen sich definitiv mit diesem Grundsatz. Ebenso eine Einschränkung von Rechten, wie im Familienrecht Alltag.

        • Tja, aber wenn’s im Recht so gegossen wird, wie oben beschrieben, kann man da quasi nichts machen (außer selber Verf.-Richter oder „reputabler“ Rechtskommentarautor zu werden …). Wie man auf der der Seite der Grundrechtestiftung nachlesen kann, ist es ja letztlich die Rechtslehre, die die Gesetzesauslegung bestimmt. Und wenn da bspw. bestimmte Dogmas oder neue Rechtsfiguren erfunden und eingeführt/“legitimiert“ werden (über die Richterschaft, v.a. die Verf.-Richterschaft), hat man keine Chance, erst recht nicht, wenn’s keinen Amtsmissbrauchparagraphen gibt (1943 von Hitler abgeschafft, nicht wieder eingeführt).

          Aber prinzipiell würde ich es auch so sehen, dass eine Pflicht im Grunde nichts Anderes ist als ein Verbot, etwas zu unterlassen.

  7. „kann es für sie zur Wahrung dieses Recht ein großer Vorteil sein, wenn keine Frau arbeiten kann und insoweit durch die Arbeit anderer Frauen dieses Recht nicht ausgehöhlt wird.“

    Das ist aber arg hypothetisch, gab es denn jemals eine solche Zeit, in der Frauen nicht arbeiten durften?

    • Laut Feministinnen gab es solch ein Gesetz bis 1978, was aber natürlich wieder mal erhebliche Desinformation darstellt, weil der entsprechende Paragraph im BGB kein Arbeitsverbot darstellte und auch nicht, wie gern behauptet, ein pauschales Recht des Mannes, seiner Frau das Arbeiten zu verbieten. Vielmehr konnte er erwirken, dass sie ihren Beruf aufgeben musste, dafür musste aber auch nachgewiesen sein, dass dieser ihren „Pflichten als Ehefrau“ im Wege stand. Und noch dazu: egal wie oft man fragt, niemand, der mit dem Gestus höchster Empörung auf diese Gesetz verweist. kann einem auch nur einen einzigen aktenkundigen Prozess nennen, wo es jemals zu einer faktischen Anwendung dieses Gesetzes gekommen ist.

      Natürlich war dieses Gesetz dennoch Scheiße, aber es entsprang auch Zeiten, in denen die Rollenverteilung in der Familie weit stringenter war und sich wohl der Gesetzgeber dachte, diese sogar gesetzlich regulieren zu müssen. Trotzdem war der Paragraph weit von dem entfernt, als was ihn heutzutage Feministinnen gerne als Beweis immerwährender Frauenunterdrückung zu verkaufen versuchen.

      • „Und noch dazu: egal wie oft man fragt, niemand, der mit dem Gestus höchster Empörung auf diese Gesetz verweist. kann einem auch nur einen einzigen aktenkundigen Prozess nennen, wo es jemals zu einer faktischen Anwendung dieses Gesetzes gekommen ist.“

        Es gibt mit Sicherheit keinen.
        Die Regelung war seit offizieller Gründung der BRD grundgesetzwidrig, was auch schon in den 50ern entsprechend in der Justiz diskutiert wurde. Der entsprechende § war also eine Altlast, die – ähnlich wie das „Kranzgeld“ – zwar im Gesetz stand, aber nicht zur Anwendung kam.
        Der „Kranzgeld-§“ 130 BGB (Beiwohnung) steht übrigens bis heute im Gesetz.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kranzgeld

        Ich denke, solange er nicht mit anderen Gesetzen kollidiert, lässt man ihn einfach aus Faulheit drin stehen.

          • Verdammt!

            Ich hab vorsichtshalber extra in meiner Ausgabe Beck-Texte 36. Auflage nachgeblättert und den §§ dort gefunden.
            Was ich nicht getan hatte war, nachzusehen, von wann die Ausgabe stammt.
            Von 1995 😦
            Verdammte Schlamperei.
            Ich habe alle alten Versionen, seit ich mich mit dem BGB beschäftige, um ggf. auch nach alten Versionen oder Wortlauten veränderter §§ schauen zu können.
            Dass ich dabei gestern auch genau die älteste Version erwischt habe, belegt natürlich die Richtigkeit von Murphys Law.

            Sorry nochmal :/

          • Mangelnder Überblick durch fehlene Digitalisierung!
            Windose hätte, bei korrekter Setzung des Datums, automatisch alle Versionen präzise angeordnet ( Linux meist auch, soweit mir bekannt ).
            Siehste, Fortschritt ist doch ( manchmal ) zu was gut ….

      • Bedenket, das damals der Aufwand einen Haushalt zu führen ca. 60 Stunden in der Woche benötigte.

        Wann wurden folgende Erfindungen von wem erfunden und in den Haushalten eingeführt?:
        Wasch-+Geschirrspülmaschinen ,Trockner, Küchenmaschinen, Termostatisch geregelte Herde und Backöfen, Fertignahrung, Babynahrung, Einwegwindeln, Kühl+Gefriergeräte, Staubsauger, Waschpulferu.a. Reinigungsmittel, Zentralheizungen, Warmwasserbereiter u.a.

      • @Coen
        Du hast das Gesetz recht gut kommentiert. Der Ehemann hätte übrigens vor Gericht gegen seine Gattin klagen müssen. Damit hätte er sich unweigerlich als Memme geoutet; für damalige Männer geradezu undenkbar. Folgerichtig habe auch ich noch nie von einem solchen Fall gehört, dass ein Mann seine Frau deswegen vor den Kadi gebracht hätte.

        Heute wäre das Gesetz ein Anachronismus; damals stellte es halt den gesellschaftlichen Standard dar, der in der Realität vorherrschte. Das Gegenstück dazu war übrigens, dass der Mann für die Familie (und damit auch für die Frau) finanziell zu sorgen hatte. Deswegen konnte er auch nicht einfach seine Arbeitsstelle kündigen und faulenzen (sofern er nicht stinkreich war), denn damit wäre er seinen Familienpflichten nicht mehr nachgekommen. Diese Versorgungspflicht existiert bekanntlich noch heute, auch in nichtehelichen Lebensgemeinschaften und sogar noch über die Beendigung der Lebensgemeinschaft hinaus. Wer seine väterliche Unterhaltspflicht mutwillig verletzt, wandert unter Umständen in den Bau. Ist das nicht auch ein Anachronismus?

        Ansonsten aber sollten in einer funktionierenden Ehe die Ehegatten untereinander über wesentliche Dinge des Zusammenlebens schon einig sein. Und dazu gehört natürlich auch, wer welche Pflichten in der Ehe übernimmt. Wenn man solche Übereinkünfte jederzeit einseitig glaubt kündigen zu können, dann stellt sich die Frage, ob so jemand für die Ehe oder eine sonstige Lebenspartnerschaft überhaupt geeignet ist. Wer in einer Ehe lebt, der kann nicht mehr einfach tun und lassen, was er will; er muss Kompromisse mit dem Ehepartner schliessen; sonst ergibt das ganze Konzept einer solchen Gemeinschaft keinen Sinn. Wer das nicht kann oder nicht will, soll nicht heiraten. Insofern war das Gesetz vielleicht überrissen, entsprach aber durchaus einer gewissen praktischen Vernunft, die heutzutage weitgehend verloren gegangen zu sein scheint.

        Ausserdem konnte eine Frau natürlich ganz einfach der Wirkung des Gesetzes entgehen: nämlich, indem sie einfach nicht heiratete. Dann war sie ihre eigene Herrin und brauchte niemanden wegen irgendetwas um Erlaubnis zu fragen. Allerdings hatte sie dann auch keinen Versorger an der Hand, der sie finanzieren musste; sie musste sich vielmehr selbst versorgen. Da hat wohl manche Frau gedacht, dass das Leben als Ehesklavin vielleicht doch besser ist, denn als abhängig Beschäftigte im Erwerbsleben zu malochen. In einer Zeit, in der 50-, 55- oder gar 60-Stunden-Wochen mit 6 Arbeitstagen durchaus üblich waren bei eher mickrigem Lohn ist das eine nachvollziehbare Entscheidung.

    • Christian meinte wohl, dass es s.M.n. für Frauen von Vorteil sei u.U., bestimmte Berufe nicht ergreifen zu dürfen so wie z.B. Pilot (bis 1986 – glaub ich – galt dieses Verbot hierzulande). Oder wenn im Iran „Männerstudiengänge“ (wie englische Literatur^^) nicht mehr von Studentinnen belegt werden dürfen, da man feststellte, dass Frauen selbst im MINT-Bereich dort die Mehrheit bildeten (was ja gar nicht sein dürfte gemäß seiner biologistischen Theorien^^).

      Schade übrigens, dass Du anscheinend die Debatte über Prostitution nicht weiterführen willst. Warst jedenfalls ein selten angenehmer Gesprächspartner.

      • Bleigießer ist z. B. ein Beruf, den Frauen (im gebährfähigen Alter) auch heute nicht ausüben dürfen. Das gilt generell für den Umgang mit KMR-Stoffen.

          • Der aber nicht die Berechnung des GPGs einfließt, oder?

            Ich hätte jetzt als Antwort „Maskus“ erwartet, so oft, wie aus dieser Ecke schon skandiert wurde: „mehr Frauen an die Hochöfen“ etc.

          • Ich hätte jetzt als Antwort „Maskus“ erwartet, so oft, wie aus dieser Ecke schon skandiert wurde: „mehr Frauen an die Hochöfen“ etc.

            Um Ironie zu verstehen, ist ein Mindestmaß an Intelligenz Voraussetzung.
            Wieso wundert es mich nicht, dass du hier die Ironie offensichtlich nicht siehst?

      • letztendlich bestätigst du diese Position doch. Denn du bist ja letztendlich auch dagegen, dass Frauen ganz nach Belieben sexual Dienstleistungen anbieten dürfen. obwohl es dich ja letztendlich gar nichts angeht, da es dir frei steht keine anzubieten. Du möchtest aus irgendwelchen Gründen ein Verbot bestimmter Tätigkeiten erreichen, welche üblicherweise von Frauen ausgeübt wird.
        vielleicht teilweise nur als indirektes Verbot, indem die Freier bestraft werden, aber das ist im Prinzip ja das gleiche

        • „Du möchtest aus irgendwelchen Gründen ein Verbot bestimmter Tätigkeiten erreichen, welche üblicherweise von Frauen ausgeübt wird.“

          Bordellbetreiber sind (wie Zuhälter) aber doch beinah immer Männer, und es ist deren „Tätigkeit“, der die Kampfansage in allererster Linie gilt.

          Mit Kanarienvögelchen, die sich in der Position sehen, mit wenigen Malen Sex die Woche einen gehobenen Lebensstil pflegen zu können, habe ich eigentlich ja nur dann ein Problem, wenn ihre Stimme Lautsprecherverstärkt wird um die Realität der Mehrheit für die Öffentlichkeit vergessen zu machen.

          • „Du verbietest es ja ersteinmal Frauen.“

            Erklärtes Ziel ist bekanntlich, dass sich-selbst-Prostituierende (anders als jetzt wenn sie nicht nach den Regeln spielen!) straffrei bleiben sollen und sich ihre Situation deutlich verbessert (in Bezug aufs Aufenthaltsrecht, dem Zugang zu bezahlbarem Wohnraum sowie Sozialleistungen, etc. pp.).

            Felicitas Schirow bspw. – diejenige Prostituierte, die mit ihrem Prozess vor mehr als 20 Jahren Wellen schlug – hätte wohl überhaupt Nichts dagegen gehabt, wenn man ihr den Wiedereinstieg in die Prostitution (mit über 60 Jahren) „verboten“ hätte, bzw. sie wäre gar keine (O-Ton) „Zwangsprostituierte“ mehr geworden, wenn der Staat sie nicht im Stich gelassen hätte, sondern ihr Hartz IV bewilligt (sowie Existenzgründungszuschüsse für ihren späten Traum von der Reitschule zugebilligt) hätte.

            „Und ich würde Mal vermuten dass genug Bordells weibliche Leitungen haben.“

            Bei Großbordellen mit den erwähnten, schlimmst-denkbaren, wahrlich Sklaverei entsprechenden, ausbeuterischen Strukturen? Fielen Dir da denn irgendwelche Namen ein?

            Ich schwanke bei Dir übrigens zwischen den Annahmen: „der ist doch selbst ein Freier, da ist eh Hopfen und Malz verloren“ (scusi!) & „eigentlich müsste er sich für seine Tochter doch auch eine Zukunft wünschen, in der Prostitution zurückgedrängt wurde“… weil Du wirst ihr doch wohl nicht wünschen, dass ihr als Teenie irgendwo auf der Straße oder im Internet von alten Säcken entsprechende Angebote unterbreitet werden? Wenn es soweit wäre und Du solltest wider Erwarten auch davon erfahren: sollte sie das D.M.n. irgendwie (lernen) als Kompliment auf(zu)fassen? Wirst Du ihr vielleicht sogar präventiv schon erklären, dass Du das als normalen Beruf ansiehst, für den manche Frauen halt besonders geeignet wären und andere aber nicht? Und sieht Südländerin das eigentlich genauso?

          • Och Semi, Du kannst Dir also nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die ihre Moralvorstellungen NICHT über die Berufswahl anderer Menschen stellen? Man muss Prostitution doch nicht super finden und kann sie trotzdem anderen zugestehen. Ich persönlich würde mich beispielsweise auch sehr schämen, wenn mein Kind Politker bei den Grünen würde und trotzdem möchte ich nicht, dass die Grünen verboten werden.

          • „eigentlich müsste er sich für seine Tochter doch auch eine Zukunft wünschen, in der Prostitution zurückgedrängt wurde“

            Dazu eine kleine Anekdote:

            Ende der 70er wanderte ich als Azubi mit einem Kumpel und zwei befreundeten Frauen über den Kiez.
            Als besondere Mutprobe beschlossen wir die Durchquerung der Herbertstraße, einer abgeschlossenen Gasse, wo leichtbekleidete Frauen sich in Schaufenstern anpriesen. Entsprechend hieß es, dass Frauen unter den Flaneuren schnell mal Prügel angedroht würde, oder Schlimmeres.
            Nun, unsere weibliche Begleitung war – eingedenk unseres männlichen Schutzes – sofort auf das Abenteuer bereit und wir durchquerten die etwa 100 m lange Herbertstraße.
            Für alle von uns alle vieren war das eine neue Erfahrung. Ich war von dem, was ich sah, einigermaßen enttäuscht, Frauen allen Alters, die hinter beleuchteten Fenstern saßen, rauchten, häkelten, eine Zeitschrift durchblätterten, oder sonst irgendeiner banalen Beschäftigung nachgingen. Eine verhandelte gerade mit einem Freier an dem kleinen Klappfenster, sonst war nix los. Mit uns wandelten etwa fünfzig andere Männer neugierig durch die sündige Meile.
            Ich weiß nicht mehr, was ich zu meiner Begleitung sagte, als wir durch waren, aber ich erinnere mich noch sehr genau, wie sie nachdenklich darauf antwortete, dass sie es gut fände, dass es diese Frauen gäbe. Sie würden dafür sorgen, dass sie (meine Begleitung) abends sorglos durch die Straßen wandern könnten.
            Ich vollzog damals vielleicht einen der schnellsten Meinungswechsel meines Lebens über eine Personengruppe. Seitdem sind Huren für mich ganz normale Frauen mit einem vielleicht etwas ausgefallenen Beruf.
            Dass es dort auch dunkle Seiten gibt, ist unbestritten. Aber die Legalisierung war ein hoch notwendiger Schritt, Prostitution wenigstens halbwegs aus der Halbwelt zu heben.
            Sie wieder – egal in welcher Weise – zu kriminalisieren, mag feministische Herzen beglücken, die sich schon allein durch die physische Präsenz von Männern auf diesem Planeten beleidigt fühlen, dient aber nicht für fünf Pfennig den betroffenen Frauen – weder den freiwillig sich Prostitutierenden, noch den Zwangsnutten.

        • Nein, es ist nicht im Prinzip das Gleiche.
          Strafen und Sanktionen sollen ein bestimmtes Verhalten unterbinden, betreffen also den Ausführenden.
          In diesem Fall die Ausführende.
          Wenn Prostitution als solches verboten werden soll, müssen die Dienstanbieter entsprechend bestraft werden. (Es soll übrigens auch Jungen/Männer geben, die sexuelle Dienstleistung gegen Entgelt anbieten, nicht nur Mädchen/Frauen.)

          Wenn hier die Kunden bestraft werden, ist das in etwa so, als ob in muslimischen Ländern die Frau gesteinigt wird, weil sie sich vergewaltigen lassen hat.
          Das das nicht richtig sein kann, darüber besteht hier vermutlich doch Einigkeit.

          Bei Semikolon kommt die übliche feministische Denkweise zum Tragen, immer nur anderen (vorzugsweise Männern) die Schuld in die Schuhe zu schieben und niemals selbst für eigenes Verhalten verantwortlich zu sein.
          Und so sind dann selbstverständlich immer nur Männer die Bösen, sei es als Kunde oder aber als „Zuhälter“. Dass Frauen auch selbstverantwortlich für sich entscheiden, für Geld mit Kunden in die Kiste zu steigen, bspw. Zimmer in einem Puff nur zu mieten, statt beim Luden „angestellt“ zu sein und als Sexarbeiterin tätig zu sein, weil sie damit vergleichsweise leicht verdientes Geld machen, kommt in der beschränkten Welt einer Feministin nicht vor.

    • irionie? Da sich die Kette durch die Wehrpflicht um gut ein Jahr nach hinten verschiebt, hat man sein erstes niedrigeres Jahresgehalt trotzdem, nur das letzte höchste Jahresgehalt, das verliert man.

  8. @Semi behauptet:

    „Erklärtes Ziel ist bekanntlich, dass sich-selbst-Prostituierende (anders als jetzt wenn sie nicht nach den Regeln spielen!) straffrei bleiben sollen und sich ihre Situation deutlich verbessert (in Bezug aufs Aufenthaltsrecht, dem Zugang zu bezahlbarem Wohnraum sowie Sozialleistungen, etc. pp.).“

    Das schwedische Modell, dass du propagierst, erreicht exakt das Gegenteil davon. Und auch das großartige Prostituierten“schutz“gesetz erreicht ebenfalls exakt das Gegenteil. Besonders betroffen ist die Wohnungsprostitution, die üblicherweise ein reines Frauenbusiness ist und nicht umsonst sind die Vertreterinnen und Verbände der Prostituierten Sturm gelaufen gegen das Gesetz. Aber bigotte Feministinnen wissen natürlich besser, was gut für ALLE Frauen ist und reden erst gar nicht mit dem Pöbel, über dessen Köpfe weg sie entscheiden.

    • „Besonders betroffen ist die Wohnungsprostitution, die üblicherweise ein reines Frauenbusiness ist“

      Ich würde durchaus zugestehen, dass unsere Gesetzgebung durch räumliche Vorgaben u.a. die „Massenhaltung“ weiter stark fördert – und inwiefern das vorteilhaft für die prostituierten Frauen sein sollte, ist mir wirklich völlig schleierhaft.

      „und nicht umsonst sind die Vertreterinnen und Verbände der Prostituierten Sturm gelaufen gegen das Gesetz.“

      Also m.W.n. hat man keine (durchschnittliche) Schulklasse zusammenbekommen (bestehend aus sowohl Prostituierten wie auch BordellbetreiberInnen plus außerdem Freiern) für eine Verfassungsbeschwerde gegen das Prostitutiertenschutzgesetz. (Von dieser Seite aus lehnt man übrigens sogar die Kondompflicht ab, von der ich jedenfalls annehmen würde, dass sie die Betroffenen tatsächlich mehrheitlich begrüßt, weil sie ihr Leben wenigstens etwas erleichtern dürfte)

      Die UnterzeichnerInnenliste der Mainzer Erklärung (teilweise in Deutsch: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScl1P3_BYSiy8MK8yeRcCIyoYAGMGxsItfqYo-21Poyd9clzQ/viewform) sieht Stand heute dagegen schon so aus:

      Marie Merklinger, Sandra Norak, Rosen Hicher, Amelia Tiganus, Mickey Meji, Cherie Jimenez, Rachel Moran, Marie Drouin, Simone Watson, Fiona Broadfoot, Grizelda Grootboom, Filcaise, Jeanette Westbrook; Autumn Burris Viktoria Kirikova, Valerie Pelletier, Lorraine Roy, Marie Michaud, Marie-Anne Morin, Martina Esther

      CAP International
      Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
      SOLWODI
      1000 Opportunities (Sweden)
      Abolitionisten Nederland
      Aiko Petersen
      Aina Solana Pérez
      ALARM! Gegen Sexkauf und Menschenhandel e.V.
      Alexandra Napp (Germany)
      Alice Schwarzer, publisher and founder of EMMA
      Alissa Ewert
      Alix Bijoux
      Alt-Keltische Kirche
      Anastasia Matix
      Andrea Boyer
      Andrea Ursina Schulenburg
      Andreas Borz
      Andreas Schlereth
      Andrés Mauricio Florián Quintero
      Anett Babel
      Angelika Fromm
      Anghel Gheorghe
      Anja Grünewald
      Anke Jäger-Oswald
      Anna Bentína Hermansen
      Anna Elisabeth Jonsson
      Anna Fisher
      Anna Fleischhauer
      Anna Nuotio
      Anna Ragna Fossberg Johonnudottir
      Anne Bettaque
      Anne Ehrlich
      Anne George
      Anne George
      Annemarie Schoß
      Annette Heß
      Annette Humm
      Annette Ostermeier
      Annika Hartmann
      Annika Milisic-Stanley
      Annika Youk
      Anya Noble
      Áslaug Hauksdóttir
      Association Française des Femmes Médecins
      Astrid Manthey
      Astrid Warburg-Manthey
      Aþena Mjöll Pétursdóttir
      Aude Evrard-Debatte
      Auður Ösp Magnúsdóttir
      Awaken (USA)
      Axel Bunk
      Babette Scheuplein
      Bagong Kamalayan
      Barbara Gehrke
      Barbara Greinet
      Beate Jarle
      Beate Saegner
      Bernard Bosc
      Bettina voigt
      Bianca Guth
      Birgit Knaus
      Birgit Prechtl
      Birna Eik Benediktsdóttir
      Birte Spreckelsen
      Bishwo Khadka
      Boisard Frédéric
      Breaking Free (USA)
      Brigitte Polonovski
      Brynja Bjarnadóttir
      Build A Girl Project (UK)
      Bulgarian Women’s Lobby
      Burkhard Haneke
      Bylgja Júlíusdóttir
      Cals Jean-François
      Carin Göransson Cederstrand
      CATW-Asia Pacific.
      CATWLAC
      Cecilia Prechtl
      Center Against Human Trafficking and Exploitation Lithuania
      Centre for Women War Victims – ROSA, Zagreb, Croatia
      Charlotte Mannstein
      Chiara Carpita
      Christiana Eck
      Christiane Borisch
      Christine Brake
      Christine Dalinger
      Christine Keller
      Claudia
      Claudia Canz
      Claudia Fasse
      Claudia Lehleitner
      Claus Ahlers
      CLEF – Coordination Française pour le Lobby Européen des Femmes
      Clémentine Raffin
      Coalition Against Trafficking in Women (CATW)
      Coalition Against Trafficking in Women (USA)
      Colectivo Hiparquía
      Comisión para la investigación de malos tratos a mujeres (Spain)
      Comisión Unidos vs Trata (Mexico)
      Concha Hurtado
      Congregation of Our Lady of Charity of the Good Shepherd – office in Geneva
      Congregation of Our Lady of Charity of the Good Shepherd (Global)
      Connie Tils
      Conseil National des Femmes du Luxembourg, asbl
      Conseil National des Femmes Françaises
      Corinna Grimm
      Culture Reframed (USA)
      Dagmar Schön
      Dagmar Tollwerth
      Daniel Ostertag
      Debora Missal
      Democracy Development Center (Ukraine)
      Dennis Drebs
      Dennis Förste
      Die Feministische Partei DIE FRAUEN KMV Frankfurt
      Dietzen Doris
      Dominika Tigges
      Donna M Hughes
      Donum Vitae Cochem
      Dorina Leuca
      Dr Isabelle GAUTIER
      Dr. Dorette Wesemann
      Dr. Gabriele Brinkmann
      Dr. Gunter Chemnitz
      Dr. Gunter Chemnitz
      Dr. Victoria Stein-Hobohm
      Dr.med.Richard Heil
      Edith Bölhm
      Edmonton Small Press Association (ESPA)
      Edmonton Women & Allies Against the Sex Industry (EWAASI)
      Eliane Schneider
      Elísabet Ýr Atladóttir
      Elizabeth Miller
      Elke Huber
      Elvira Jimenez
      EMMA
      Emily zvirbulis
      Encore féministes!
      Equality Now
      Erinyes Autonomous Activist Lesbians
      Erla Einarsdóttir (Iceland)
      Erna Sigrún Hallgrímsdóttir
      Esther Ministries e.V.
      European Network of Migrant Women
      European Women’s Lobby
      Eva W.
      Eva-Maria Glathe-Braun
      Eva-Marieke Wiesner
      EWL Coordination Belgium: Vrouwenraad Conseil des Femmes
      Fair Go for Queensland Women
      Felix Leibrock
      FEMEN Germany
      Femmes pour le dire, Femmes pour agir
      Florence Montreynaud
      FONDATION SCELLES, France
      Francesca Gosselin
      Frank Reynolds
      Gabriela Wiebe
      Gabriele Pagels
      Gabriella Lee
      Gérard Biard
      Gerlinde Dahm
      Gilbert Salzmann
      Gisela Jaspersen
      Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Boppard
      Gleichstellungsbeauftragte Samtgemeinde Salzhausen
      Gleichstellungstelle Stadt Kleve
      Grégoire Théry
      Gunhild Mewes
      Günter Nitsche
      Halldóra Jónasdóttir
      Heike Sauet
      Heinz Joachim Wirths
      Helga Bjarnadóttir
      Helga Dis Isfold Sigurdardottir
      Hellen Langhorst
      Herbert Wellhäuser
      Hildigunnur Rúnarsdóttir
      Hildur Gudbjornsdottir
      Hildur Guðmundsdóttir
      Hlíf Steinsdóttir
      HoffnungsHaus Stuttgart
      Hungarian Women’s Lobby
      Imke Sbn
      Immigrant Council of Ireland
      Inga María Ólafsdóttir
      Inga María Vilhjálmsdóttir
      Ingeborg Kraus
      Ingibjörg Lilja Þórmundsdóttir
      Ingrid Ahrend-Vo
      Ingrid Gundert-Waldforst
      Iniciativa Pro Equidad (Columbia)
      Initiative Stopp Sexkauf (Austria)
      INSGENAR – Institute of Gender, Law and Development
      Irene Aretz
      Irene Cunsolo-Hauptmann
      Irina Gentsinger
      Irmgard Adelhütten
      IROKO (Italy)
      Isabell Kogelberg
      Isala asbl (Belgium)
      Italian Coordination of the European Women’s Lobby
      Jacqueline Knörr
      Jana Detscher
      Jana Schwenkschuster
      Janna Bednarz
      Jennifer Forsyth
      Jessica Grasso
      Joachim Hassel
      Jochen Kunkel
      Joel Nafuma Refugee Center (Italy)
      Johanna Appel
      Johanna Köster
      Johanna Sommer
      Jonathan Machler
      Jörg Michaelsen
      Judith Thiel
      Julia Krause
      Julia Ramos
      Julia Reichenbach
      Julia Schlicht
      Justina Loos
      Justyna Koeke
      Justyna Koeke
      KAFA Organization (Lebanon)
      Kai-Uwe Bevc
      Karen Cayer
      Karen Ehlers
      KARO e.V.
      Karoline Reimers
      Katharina Appel
      Katharina Lorenz
      Kathrin Teichmann
      Katrin Bosau
      Katrín María Ágústsdóttir
      Kerstin Hörig
      Kerstin Lovric
      Kerstin Neuhaus
      Klara Martens
      Kofra e.V. – Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation
      Kristín Vilhjálmsdóttir
      La CLES, Canada
      Labyrinth-Projekt Wetzlar e.V.
      Lara Kraus
      Laura Di Mascolo
      Laura Pfänder
      Laura Tagliabue
      Laurie Lyon
      Lawig Bubai
      Le Monde selon les femmes asbl (Beligium)
      Leah Marie Timmermann
      Lena Berg
      Lena Kircher
      Lena Reiner
      Lennart Krummacher
      Linda Hicks
      Lino Milita
      Lisa Geisser
      Living in Freedom Together-LIFT (UK)
      Lobby Europeo de Mujeres en España
      Lora Renee
      Lotta
      Lucie Sabau
      Lucy Dorta
      Lynette Bondarchuk
      Made for Humanity e.V.
      Maike Paszota
      Maike Wallnig
      Maiti Nepal
      Manuel Ortega
      Marburger Bürgerinitiative bi-gegen-bordell Initiative
      Marcella De Carli
      Marek Mikuš
      Margrét Leifsdóttir
      María Arenas Bardisa
      Maria Dederichs
      Maria Hjalmtysdottir
      Maria Korte
      Marie Maurer
      Marie Power
      Marie-Jose Manon Michaud
      Marina Frauendorf Branco Cenni
      Marion Breuer
      Marion Kauderer
      Marion Pfeifer
      Marlene Margolis
      Marlies Blume
      Marta Center (Latvia)
      Martina Eberle
      Martina Schmidt
      Mary Franke
      Mathilde Baldes
      Matkovic Marijana
      Matthias Marx
      Meghan Donevan
      Men for gender equality (MÄN) Sweden
      Meryl Puget
      Michael Freitag
      Michael Schmitz
      Michaella Lau
      Mischella Ruff
      Monica Lorensson
      MONIKA – Multicultural Women’s Association (Finland)
      Monika Jahme
      Monika Jerič
      Monika Qualmann
      Morven magari
      Mouvement du Nid (France)
      Mouvement du Nid Strasbourg
      Muriel Petit
      Musik hilft Jugend
      Nancy Brown
      National Center on Sexual Exploitation (USA)
      NAWO
      New York State Anti-Trafficking Coalition
      NGO Democracy Development Center (Ukraine)
      NGO National Council of Women (Ukraine)
      Nicola Hösel
      Nicole Wehlen
      Nina Weisser
      Ninna Karla Katrínardóttir
      No. Myself.
      Norbert Stiasny
      Nordic Model Now! (UK)
      Nutzinger, Benjamin
      O NINHO (Portugal)
      Observatoire des violences faites aux femmes
      Olena Zaitseva
      Pamela Hiegl
      Patricia Schulz
      Patrick Essink
      Patrizia Schanz
      Pedro Vaz Patto
      People Serving Girls at Risk (Malawi)
      Petra Dieckmann
      Plataforma Portuguesa para os Direitos das Mulheres
      Por Siempre Libre (Mexico)
      Projekt Schattentöchter e.V.
      Prostitution Research & Education (San Francisco)
      Ragna Björk Ragnarsdóttir
      Ramona López Gómez
      Realstars (Sweden)
      Renate van der Zee
      Resistenza Femminista
      Resistenza Femminista (Italy)
      Rete abolizionista „Giù le mani dalla Merlin“
      Rete giù le mani dai bambini e dalle donne
      Réussir l’égalité Femmes-Hommes
      Rhena Polth
      Rianne Ruviaro
      Rights4Girls (USA)
      Rita Hernandez
      Rita Maria Hernandez
      Robert Luehker, Fuerstenallee 12a,D- 33102 Paderborn
      Rodica Knab
      Rolf Hicks
      Rosetta Reina
      Ruhama (Ireland)
      Rut Walther
      S Howarth
      S.L. Bondarchuk
      Sabine Harder
      Sabine Reinecke
      Sabrina Schray
      Salóme Mist Kristjánsdóttir
      Samaritana Transformation Ministries
      Sanctuary for Families
      Sandra Arana
      Sara Björk Biering Pétursdóttir
      Sara Rukaj
      Sarah Rominger
      Sarah Stadlbauer
      Schwestern vom Guten Hirten, Provinz Deutschland/Albanien
      Servicios Educativos HPA (Mexico)
      Sexual Exploitation Research Project (SERP) Ireland
      Sherihane Bensemmane
      Shiva Yamini-Aiff
      Shukri
      Sieglinde Schulz
      Sif Traustadottir
      Sigrid Kirdorf
      Silke Morgenstern
      Silvia Frank
      Simeon Walter
      Simone Kleinert
      Sindy Gerhardt
      SISTERS – für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V.
      Soeurs du Bon Pasteur, France
      Sólveig Ösp Haraldsdóttir
      SOLWODI Augsburg
      Sonja Beck
      Sonja Hartmann
      Sophia Bush
      Soul Sisters
      SPACE International
      SPD
      Spider Redgold
      Sr Andrea Tillmanns
      Sr. Mirjam Beike
      Sr.M.Cordis Ganslmeier
      Stefan Kaiser
      Stefanie Boehm
      Stefanie Ettmann
      Stefanie Solarek
      Stefanie Weigel
      Steffen Keilhold
      Stella Tschepe-Wiesinger
      Stiftung Kinderblick
      Stigamot (Island)
      Sunna Símonardóttir
      Survivor Exit Foundation (South Africa)
      Survivors for Solutions
      Susanna Kriz
      Susanne Bischoff
      Susanne Honsel
      Susanne Kremer
      Swedish Women’s Lobby
      Sylvia Nitsche
      Tabea Scheu
      Tabea Shmooeli
      Talikala
      Talita (Sweden)
      Tanja Thaler
      Tanja Weber
      Tara da Lanca
      Tatjana Cherifi
      TDF, SISTERS e.V.
      TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.
      The EVA Center (Boston)
      The Feminist Salon
      The Lobby Europeo de Mujeres en España
      Thekla Schlicht
      Þórunn Hjelm
      Tina Baumann
      TRAC (Trafficking, Raising Awareness and Campaigning) UK
      Traductoras para la Abolición de la Prostitución
      Trish o Brien
      Unizon (Sweden)
      Vancouver Rape Relief (Canada)
      Vera joana fernandez ruiz
      Verein Feministischer Diskurs (Austria)
      Verena Mühl
      Veronika Born
      Veronika richler
      Veronika Ronsdorf
      Vibeke Svala Kristinsdóttir
      Virginia Grinevitch
      Werte leben e. V.
      Whitney Tacita Agee
      Willem van Wezel
      Winifred Doherty
      Wolfgang Zühlke
      women@thewell (UK)
      Women’s Association “IZVOR” (Croatia)
      Women’s Front (Norway)
      Women’s Support Project (Scotland)
      Women’s Front (Sweden)
      World Without Exploitation (USA)
      Yvonne Tertilte-Rübo
      Zéromacho, France

      Die Chance ist da, dass es bald zum „Showdown“ kommt, da sowohl die „Prostitution ist ein Menschenrecht“-Vertreter wie auch die „Prostitution verstößt gegen Menschenrechte“-Fraktion europäische Gerichtsbarkeiten um eine Entscheidung, wie es in D. weitergeht, ersuchen.

      • Witzig, dass der Aufmacher der „Mainzer Erklärung“ auf englisch ist. Soweit sind wir schon. Na wenigstens hat man noch einen deutschen Teil angehängt. Ich muss allerdings bemängeln, dass ein rumänischer, bulgarischer Anhang usw. fehlt, scheinbar wollen sie die „Ausgebeuteten“ von dort nötigen, erst die Sprache ihrer „Ausbeuter“ zu lernen. Vielleicht unterschreibt das aber eh keine dieser Frauen, sondern nur aktivistische Wohlstandswachteln, denen stinkt, dass ihr Kapital zwischen den Beinen durch Prostitution entwertet wird… dann passt es nämlich mit der Sprache!

        anzuerkennen, dass die Bezahlung sexuellen Zugangs zum Körper einer anderen Person wegen deren finanzieller Nöte und nicht deren körperlichen Begehrens eine Form sexueller und sexistischer Gewalt darstellt und den Kauf von Sex zu verbieten

        Dürfte man, dem Gebot der Verhältnismäßigkeit nachkommend, nicht nur dann käuflichen Sex verbieten, wenn „finanzielle Nöte“ nachgewiesen werden und gleichzeitig kein körperliches Begehren da ist?

        Was im Falle finanzieller Nöte alternativ zu tun ist, darum drückt man sich natürlich. Den Nutten die Freier abspenstig zu machen, löst ja deren Nöte nicht, sondern verschärft sie. Bei offenen Grenzen, alle potentiellen Prostituierten finanziell zu pampern, ist aber auch ein Ding der Unmöglichkeit, nicht?

        Wie man das praktisch umsetzen möchte, wenn die Freier lediglich einen Drink ausgeben und dann mit der Dame in deren Zimmer verschwinden, wäre auch mal interessant. Der Abstand zum Anbändeln-mit-Drink-spendieren in der Disko, für den Samstagsabend-Fi*k ist denkbar gering. Aber was muss euch Frauen das kümmern, IHR habt ja keine Nachteile und Rechtsunsicherheit (ihr jammert dann nur, wenn euch keiner mehr anspricht oder was spendiert).

        Diese ganze Sache atmet Frauenlogik und ist so durchsichtig und verlogen, dass man ihr nur wünschen kann, dass sie krachend scheitert.

      • Ein Volksbegehren, das die Schwarzgeld-Alice unterschrieben hat (UND übrigens später noch EMMA), würde ich schon deshalb nicht ohne penible Analyse unterschreiben.
        Auch sonst scheinen einige der dort gelisteten Organisationen weit eher das Ziel einer Kriminalisierung von Männern, denn einer Hilfe für Frauen zum Ziel zu haben.

      • @ Brutkasten:
        „(Von dieser Seite aus lehnt man übrigens sogar die Kondompflicht ab, von der ich jedenfalls annehmen würde, dass sie die Betroffenen tatsächlich mehrheitlich begrüßt, weil sie ihr Leben wenigstens etwas erleichtern dürfte)“

        Die Pflicht mag ja rufen, aber grüßen garantiert nicht. Sollte bis erreichen der Mittelstufe wohl ausreichend erfasst sein.

        Und was soll diese lächerliche Liste irgendwelcher Spinner? Ist das Dein „Verständnisanalogon“ zu argumentativem Gewicht?

  9. Bei den Muslimen/ Im Islam ist es ja noch auf vielen Ebenen/Gebieten so erkennbar hinsichtlich der Geschlechter. Das Verhüllungsgebot, das ja unterschiedlich ausgelegt wird, weil es auf einer völlig schwammig formulierten Stelle im Koran basiert (wie es derer viele gibt), hat ja auch zum Zweck, dass die intrasexuelle Konkurrenz minimiert wird. An besagter Stelle steht eigentlich (wörtlich), dass die Frauen beim Gehen nicht zu sehr Wippen/Wackeln sollen und dass sie ihre „Zierde“ verdecken sollen. Was nun diese „Zierde“ ist, wird unterschiedlich interpretiert. Die meist vorgenommene Interpretation besagt, dass es die langen Haare der Frau wären, weshalb dann Kopftuch o.Ä. gefordert ist. (Manche verstehen auch, dass alles, was die Frau ziert, verdeckt sein soll: so kommt es dann zu den schwarzen Säcken mit Guckloch.) Das mit den Haaren ist allerdings inkohärent, weil den Männern bzgl. der Haare „nur“ vorgeschrieben wird, dass sie sie überall am Kopf gleichlang halten sollen (was aber also auch lange Haare nicht ausschließt, wenn man davon ausgeht, dass nach einem geschorenen Schädel die Haare gleichmäßig lang wachsen). Für mich ist eigentlich ganz klar, was mit der „Zierde“ nur gemeint sein KANN: die Brüste. Deswegen steht da in der Sure eben auch das mit dem Wackeln/Wippen, eben damit die Titten nicht so rumhüpfen. Das ist das einzige sichtbare Körperteil, das Frauen im Gegensatz zu Männern vorzuweisen haben (und was Frauen auch sexuell attraktiv für heterosexuelle Männer macht), was also der Frauen Zierde ist. Dabei muss man zum Einen bedenken, dass es bei (fast?) allen „Naturvölkern“ (noch?) normal ist, dass die Frauen ihre Vaginas vor den Männerblicken verbergen, soweit das durch die Schambehaarung nicht schon geschieht – wenn sie nackt sind und sitzen, dann halten sie sich stets so, dass anwesende Männer keinen direkten Blick auf die Vagina bekommen (entweder ist der Fuß davor, etwas Anderes oder sie sind leicht abgewandt etc.) – da gibt’s also offensichtlich eine natürliche/instinktive/intuitive Scham, die das verhindert (vielleicht ist es auch Demut/Respekt vor den Kräften/Mächten des Sexualtriebs der Männer). Und zum Anderen muss man bedenken, dass die Frauen vieler Stämme in der arabischen und afrikanischen Gegend damals – in Anbetracht der Hitze ganz natürlich – noch barbusig waren (nein, eigentlich auch barbrüstig, wenn der Busen ja der Zwischenraum zwischen den Brüsten ist).

  10. Es gibt noch ein Beispiel, das mir dazu grade einfällt: Schul[gebäudeaufenthalts]pflicht, also das Verbot für Kinder und Jugendliche in einem bestimmten Alter eine bestimmte Zeit lang, nicht in der (staatlich als solche anerkannten) Schule, die ihnen zugewiesen/erlaubt worden ist, zu erscheinen. Das hat mir damals arg zugesetzt, ja, an meinen zwei Total-Burn-Outs mitgewirkt, die ich damals hatte und die mich in meiner gesamten Lebensführung nachhaltig und stark geschädigt haben. Es soll angeblich ursprünglich dazu da sein, zu verhindern, dass Eltern ihren Kindern keine Bildung zukommen lassen und (Kinder-)Arbeit in ihrem Betrieb/Bauernhof/Feldern/Plantagen verrichten lassen. Neuerdings wird’s vom VerfG –
    verfassungsrechtlich haarsträubend, – damit begründet, dass sich keine Parallelgesellschaften bilden sollen und dass das hier höher zu werten sei, als die verfassungsmäßig verankerten Grundrechte: Erziehungsrecht der Eltern, Selbstbestimmungsrecht, Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung … Na, aber wenn’s ums Klima geht(!1!1), dann sind Parallelgesellschaften auf einmal nicht mehr so schlimm …
    Ich bin dafür, lediglich eine Bildungspflicht einzuführen (wie die AfD sie bspw. im Programm hat), aber das Recht darauf, eine Regelschule zu besuchen (oder andere – erst noch staatlich als förderfähig anzuerkennende – Bildungsangebote zu nutzen), beizubehalten.

    • Da machst Du gerade ein ziemlich dickes Eisen warm, @Jo!
      Denn tatsächlich ist die Schul(…)Pflicht ein verfassungswidriger Ausbruch der Länder und einiger Lobbyspinner.
      „Ich bin dafür, lediglich eine Bildungspflicht einzuführen“
      Ist nicht nötig, denn genau die haben wir schon, steht so im GG.
      Vergiss den ganzen Mist, der ansonsten dazu durch’s Dorf gescheucht wird, ist garantiert verlogene Propaganda.
      Anders gesagt: Es sind lediglich die juristische Exekutive, plus deren Steuerorgane und Profitsatteliten, die immer wieder dadurch auffallen, daß sie Landesjurisdiktion ( und noch niedrigere Ausführungsvorschriften ) über Bundesrecht und höhere Rechte setzen!

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