„Liebe deine Bücher“ vs „2 Seiten Aufsatz mit weirden Thesen und Fakten“

Stokowski schreibt auf Twitter:

Noch mal als Text:

Wenn Frauen mir schreiben, dann häufig so „sorry will nicht stören, wollte nur sagen, liebe deine bücher, danke dafür &sorry nochmal fürs stören“. Männer gerne: 2 Seiten Aufsatz mit weirden Thesen & Fakten aus Biounterricht vor 35 Jahren & 1 Tag später: „na? keine antwort parat?“

Das fasst eigentlich, die Wertungen rausgenommen, weibliche und männliche Eigenschaften im Schnitt ganz gut zusammen.

  • Frauen in vielen Fällen vorsichtiger, weniger auf Diskussionen ausgerichtet, nicht stören wollen, Gefühle transportieren.
  • Männer mit einer inhaltlichen Beschäftigung mit dem Thema, ein Versuch ihre Position darzustellen, auf eine Diskussion aus, versuchen noch mal eine Reaktion zu provozieren, damit die Sachdiskussion losgeht.

Der Tweet wurde in meine Timeline gespült mit einem Tweet darüber (sinngemäß):

Warum Frauen weniger verdienen als Männer:

Und das passt ja auch durchaus. Die klischeehaft dargestellte Frau stellt Agreeablness weit eher dar als der Mann. Und das ist eben etwas, was sich mit vielen Führungspositionen nicht gut verträgt.

 

11 Gedanken zu “„Liebe deine Bücher“ vs „2 Seiten Aufsatz mit weirden Thesen und Fakten“

  1. Exakt. Gefühle transportieren auch gegen die Fakten. Beliebt auch „du siehst toll aus süße“, auch wenn man das beim besten Willen nicht behaupten kann. Nur um Unterstützung zu signalisieren und sich gegenseitig zu helfen. Mit der Einstellung zu Fakten wird man eher nicht Chef.

  2. Ist doch auch nur wieder gequirlte Klischeekacke.
    Als ob Frauen die Pietät für sich gepachtet hätten und stets taktvoll auf leisen Sohlen durchs Leben schleichen.
    Da gibt’s genug Poltergeister, ganz egal ob nun Faktenwissen vorhanden ist oder nicht.

  3. Ja hat sie denn überhaupt Antworten parat auf kritische Gegenfragen, oder ist das Einzige, was sie zu bieten hat, dämliche Polemik und ideologieverblendeter Schwachsinn, den sie einfach raushaut und dafür Applaus ernten will? Bei der ersten und *wirklich* intellektuellen Frage würde sie sofort zusammen knicken. Aber es klappt ja anscheinend trotzdem ganz gut, immerhin schreibt sie regelmäßig für Spiegel.
    In ihrem Buch „Die letzten Tage des Patriarchats“ schreibt sie, dass ihre Finger ganz wund sind von den vielen Diskussionen, die sie führt. Wo sollen denn diese Diskussionen stattgefunden haben? Sie ist doch gar nicht dazu in der Lage. Ihre Finger sind vielleicht ganz wund vom vielen Löschen und Blocken der Beiträge, das schon eher.

  4. Im Falle von Frau Stokowski mit ihren feministischen Themen beruht ein großer Teil ihrer Beobachtung sicher darauf, dass Frauen ihr ausdrücklich zustimmen wollen, während Männer ihre Behauptungen zu widerlegen versuchen.
    Diesen inhaltlichen Effekt sollte man zuerst separieren, bevor man weitergehende Thesen über die Art und Weise der Rückmeldung in Abhängigkeit vom Geschlecht aufstellt.

    • Ich behaupte, dass sich Frau Stokowski tatsächlich dann und wann mal „2 Seiten Aufsatz“ mit Widerspruch einfängt, sich ihre Fans aber herbei fantasiert.

      Fans, die nicht stören wollen. Aber trotzdem schreiben. Und schreiben, dass sie nicht stören wollen. Und am Ende ihres Textes noch einmal darauf hinweisen, dass sie nicht stören wollten.

      Was soll’s, vielleicht ist sie in Ihrem Wahn ein Bisschen glücklich.

  5. „Im Falle von Frau Stokowski mit ihren feministischen Themen beruht ein großer Teil ihrer Beobachtung sicher darauf, dass Frauen ihr ausdrücklich zustimmen wollen, während Männer ihre Behauptungen zu widerlegen versuchen.“

    Perfekt auf den Punkt gebracht.

    Als Frage dargestellt: mit wem wird man voraussichtlich eher in eine Diskussion verstrickt? Mit jemandem, dem man mit einem „Du bist gut!“ ein Kompliment macht, oder mit jemandem, den man mit einem „Du bist schlecht!“ kritisiert?

    Aber das ist dem SPIEGEL-Blondchen schon zu hoch.

  6. Das mit dem „2 Seiten Aufsatz“ glaube ich sofort.

    Aber das?! „sorry will nicht stören, wollte nur sagen, liebe deine bücher, danke dafür &sorry nochmal fürs stören“

    Ah, und weil man nicht stören will, verlängert man den Text um eine weitere Bekräftigung, nicht stören zu wollen? Wieso schreibt man dann überhaupt, wenn man doch nicht stören will?

    Unlogische Texte von Frauen gibt es zu Hauf. Aber keine, in denen nicht Männer an irgendetwas schuld sind. Meine These: Frau Stokowski träumt von Leserinnen, hat aber keine – und denkt sich eben Feedback aus.

    Wenn Männer sich etwas ausdenken, gibt’s am Ende immerhin Verbrennungsmotoren, Flugzeuge, Microchips, Atombomben, Twitter und so Zeug. Wenn sich Frau Stokowski etwas ausdenkt, fehlen sogar die Großbuchstaben.

    „sorry nochmal fürs stören“

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