Great example of sexual selection: A male Western parotia attempts to impress a female with his crazy mating dance. From the new @Netflix series #OurPlanet. https://t.co/zn0SViXb5z pic.twitter.com/f37SgeHH1e
— Steve Stewart-Williams (@SteveStuWill) April 3, 2019
Mit Geld und Macht…….aber es gibt auch Andere….
Das illustriert perfekt, dass Männchen (auch menschliche) keinen Aufwand scheuen „zum Schuss“ zu kommen und sich bedingungslos den weiblichen Wünschen zu unterwerfen. Weibchen haben die absolute Macht der Wahl und akzeptieren nur erste Sahne, sexuelle Selektion ist Geburtsrecht. Menschliche Hühner tendieren dazu diesen Zustand für alle Bereiche des Lebens einzufordern. Obwohl sie den Nachwuchs nicht ohne Hilfe des Männchens aufziehen können, wie es diese Vögel tun. Um die Männer zur Kooperation zu bewegen, müssen die Frauen etwas von ihrer Dominanz abgeben. Sie nannten es fortan „Patriarchat“!
Langjährige Uhu-Pärchen balzen kaum noch. Da muss man schon sehr lange ansitzen, um die mal zu hören.
Er sagt kurz „Hu!“, sie antwortet, damit ist die Sache in Sack und Tüten.
Der tanzende Hahn aus dem Video hat kaum natürliche Feinde, ein Überangebot an Nahrung, da kriegt man schon mal Flausen im Kopf. 🙂
Er „putzt“ ja auch extrem aufwendig seinen Tanzplatz vorher und dekoriert ihn.
Bei vielen Vogelarten sitzt das Weibi so fest auf dem Nest, dass es die Nahrungsversorgung durch das Männchen braucht.
Meiner Glucke beispielsweise stelle ich die eingeweichten Haferflocken direkt vor den Schnabel, die Trulla ist nämlich festgeklebt und steht nicht auf.
Dazu noch eine Anekdote aus der Einsiedelei:
Mein Hahn fiel vor einigen Wochen dem Habicht zum Opfer, todesmutig sprang er vor seine Hennen und wurde gefleddert.
Die Damen waren danach sehr betrübt, tagelang Legestreik, sie rannten kopflos herum, passten nicht auf und der Habicht holte gleich noch eine Henne.
Mein Mann brachte dann einen neuen Hahn mit, weil er das Elend nicht mehr sehen konnte, dieselbe Rasse, ein bisschen jünger noch und nicht ganz so schick, er kräht auch anders, aber die Damen waren froh.
Es gab nicht mal Rangeleien um eine neue Hackordnung, das Hähnchen lief gleich mit in friedlicher Eintracht, kein Gezeter und Gezanke.
„Weibchen haben die absolute Macht der Wahl und akzeptieren nur erste Sahne, sexuelle Selektion ist Geburtsrecht.“
Nee, ganz so einfach ist es bei Menschen dann doch nicht.
Wären die Machtverhältnisse tatsächlich so eindeutig, wären Frauen relativ unscheinbar. Es ist aber nun mal unbestreitbare Tatsache, dass sie einen ähnlich riesigen Aufwand betreiben, ihre sexuelle Attraktivität zu steigern, wie Männer.
Mein Lieblingsbeispiel ist immer die BH-Abteilung bei Galeria-Kaufhof. Die ist nahezu genauso groß, wie die gesamte Männerbekleidungsabteilung. Und das für ein Kleidungsstück, das in aller Regel unsichtbar ist.
„Menschliche Hühner tendieren dazu diesen Zustand für alle Bereiche des Lebens einzufordern. Obwohl sie den Nachwuchs nicht ohne Hilfe des Männchens aufziehen können, wie es diese Vögel tun.“
Ich denke, die weibliche Hypergamie lässt sich weniger mit einer Unfähigkeit von Frauen, ihren Nachwuchs aufzuziehen, erklären. Wenn es nötig ist, kriegen die das sehr wohl hin.
MMn steckt dahinter eher dieselbe Strategie, wie sie die Männer verfolgen. Männer versuchen, möglichst viel Nachwuchs zu erzeugen, indem sie möglichst viele Frauen schwängern.
Eine Frau optimiert ihre Möglichkeiten, möglichst viele Nachkommen zur Welt zu bringen, indem sie andere an der Versorgung beteiligt. Und da bieten sich die Väter am ehesten an.
Ein wirtschaftlich potenter Vater kann mehr Nachkommen ernähren, als eine arme Sau, also bevorzugt sie den Reichen.
Auf sich allein gestellt, kann eine Menschenfrau vielleicht drei Kinder sicher aufziehen, von denen mit Pech zwei sterben, mit einem potenten Vater an der Seite sechs bis zehn.