1LIVE Ausgepackt: Prostituierte trifft Femen-Aktivistin

„Marlen ist seit vielen Jahren Sexarbeiterin und ist genervt davon, dass sie sich gegenüber anderen Leuten dafür rechtfertigen muss. Bei 1LIVE Ausgepackt lernt sie Klara kennen, die als Femen-Aktivistin gegen Prostitution kämpft. Wie werden sich die beiden wohl verstehen? Und auf welcher Seite steht ihr?“

169 Gedanken zu “1LIVE Ausgepackt: Prostituierte trifft Femen-Aktivistin

  1. “Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die fremde Frau ist ein enger Brunnen. Auch lauert sie wie ein Räuber und mehrt die Treulosen unter den Menschen.“

  2. „Wer von den beiden hat des Vaters Willen getan? Sie antworteten: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Denn Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr’s saht, tatet ihr dennoch nicht Buße, sodass ihr ihm dann auch geglaubt hättet.“ (Matthäus 21,31-32).

    Ich dacht, das könnt mal passen, wo doch sonst das Wort des Herrn immer nur in petersonischer Manier gerade beim Thema der Hurerei zugeritten wird, wie’s den Hurenmüllern so grade passt.

  3. Die Feministin bevorzugt das schwedische Modell, wo es eine Frau erlaubt ist Sex gegen Geld anzubieten, aggressive dafür Werbung zu machen und der Mann zum Straftäter wird, wenn er die Ware annimmt.

    Warum verwendet man nicht das gleiche Konzept bei Drogenhändlern und Süchtigen? Die Süchtigen schaffen ja die Nachfrage, in der Logik dieser Feministin.

    Ist die Feministin ein Schwachkopf?

      • Genau an diesem Punkt stutzte ich auch. Denn da werden Kausalitäten mit Korrelationen verwechselt. Mir sind die Positionen beider zuwider, darum habe ich es auch nur punktuell gesehen. Das Thema ist ambig und bleibt es auch.

        • „Denn da werden Kausalitäten mit Korrelationen verwechselt.“

          Du hast die Grafik nicht angesehen oder nicht verstanden?
          Nein, da wird diesmal nicht Kausalität und Korrelation verwechselt. Da wird schlicht gelogen.
          Die Korrelation widerspricht der Aussage. Vergewaltigungen gehen nicht zurück, sondern haben massiv zugenommen.

          • Die Zunahme der dokumentierten Vergewaltigungszahlen in Schweden dürfte primär an 2 (anderen) Gesetzesänderungen liegen: so wird nun zum Einen jeder Fall einzeln gezählt (sprich wenn 1 Opfer von einem 1 Täter 3 mal vergewaltigt wurde, macht das 3 Striche für die Statistik und nichtmehr nur 1), zum Anderen wurde die Definition von Vergewaltigung ganz generell erweitert. Das was Assange vorgeworfen wurde z.B., wäre (bei Schuldspruch) noch nicht unter die alte Definition gefallen (aber möglicherweise – theoretisch – als versuchte Körperverletzung strafbar gewesen?).

          • @Semi das Argument ist mir bekannt.
            Auf die Schnelle habe ich keine Quelle zu den von dir genannten Gesetzen gefunden, es wäre wichtig zu wissen, ab wann diese gelten.
            Eine Erklärung durch diese Gesetzesänderungen würde sich in einem deutlichen, einigermaßen scharfen Sprung in der Kurve äußern ab dem gültigkeitszeitpunkt. Stattdessen zeigt die Grafik einen relativ gleichmäßigen Anstieg. Das passt als Erklärung nicht.
            Das Gesetz zum schwedischen Modell bei der Prostitution ist nun 20 Jahre in Kraft (1998). Auch dieser Zeitpunkt ist in der Grafik nicht besonders auffällig, es wäre also falsch, den Anstieg mit diesem Gesetz in Verbindung zu bringen. Was aber schlicht und ergreifend gelogen ist, egal nach welcher definition und welcher Begründung, das ist die Aussage aus dem Video, dass seit Einführung des schwedischen Modells Vergewaltigungen ABGENOMMEN hätten.
            Das und nichts anderes war die Aussage.

          • „es wäre wichtig zu wissen, ab wann diese gelten“

            Ab 2005 (also jedenfalls sicher eine davon)

            „Was aber schlicht und ergreifend gelogen ist, egal nach welcher definition und welcher Begründung, das ist die Aussage aus dem Video, dass seit Einführung des schwedischen Modells Vergewaltigungen ABGENOMMEN hätten.“

            Wenn man einen erkauften Sexakt als i.A. erzwungen (und damit Vergewaltigung) wertet, sinkt die de fakto Vergewaltigungsanzahl (sprich: die Dunkelziffer) simultan mit dem Abnehmen der Prostitutionskontakte.

          • „Wenn man einen erkauften Sexakt als i.A. erzwungen (und damit Vergewaltigung) wertet, sinkt die de fakto Vergewaltigungsanzahl (sprich: die Dunkelziffer) simultan mit dem Abnehmen der Prostitutionskontakte.“

            Wenn man davon ausgeht, dass auch in Schweden die Sexualkontakte in aller Regel im Einvernehmen erfolgen, dann wird eine Gesetzesänderung erstmal keine nennenswerte Abnahme der Prostitutionskontakte zu Folge gehabt haben. Und wenn zeitgleich jeder dieser Kontakte gesetzlich als Vergewaltigung zählt und in die Statistik eingeht, dann müsste die Zahl dieser Straftaten schlagartig hochgeschnellt sein.
            Ein steter Anstieg, aus dem man noch nicht einmal sicher den Wechsel in der gesetzlichen Bewertung erkennen kann, deutet also bestenfalls auf keinen Effekt hin, auf gar keinen Fall aber auf ein Abnehmen der Prostitutionskontakte.

          • „Wenn man einen erkauften Sexakt als i.A. erzwungen (und damit Vergewaltigung) wertet, sinkt die de fakto Vergewaltigungsanzahl (sprich: die Dunkelziffer) simultan mit dem Abnehmen der Prostitutionskontakte.“

            Wennn man Frikadellen für Handgranaten hält, steigt mit der Zahl der Supermärkte simultan die Weltkriegsgefahr.
            Was laberst Du da für einen wirren Scheiß?

          • @Chrissy:
            Mach ich, eben deshalb antworte ich höflichstmöglich auch auf gezielte Beleidigungen jeglichen An- u. Verstands.
            Sag selbst, was soll man zu so einem irren Unfug bitte noch höflicher äußern?

          • @semi:

            Die Aussage „[In] Länder[n] in denen das schwedische Modell herrscht, in Schweden zum Beispiel, gehen die Vergewaltigungen zurück“
            ist nicht belegt.

            Matzes Grafik erhärtet den Verdacht, dass diese Aussage eher unwahr als wahr ist.

            Wenn der Einwand unterschiedlicher Zählweise durch Gesetzesänderung erhoben wird, macht dies die ursprüngliche Aussage auch nicht wahr.

            Ich frage mich, wie man dann zu dieser mengenmäßigen Aussage gelangt.

            Es verbleibt bei dieser Sachlage bei einem reinen „Glaubenwollen“ – Argument.
            Das überzeugt mich nicht.

          • Bis mein(e) Kommentar(e) freigeschaltet werden, rechne ich Euch gern nochmal was vor:

            Die Zahl der geschätzten, durchschnittlichen Prostitutionskontakte in D. liegt bei 1,2 Millionen täglich (was allerdings ne ziemliche „Leistung“ wäre für die mir am wahrscheinlichsten erscheinende Anzahl von etwa 6-6,5 Mio. deutscher Freier). Konservativ geschätzt beruhen wenigstens 80 % dieser Intimbegegnungen auf Zwang und sind demzufolge als sexualisierte Gewalthandlungen zu klassifizieren.

            Ergo: die Dunkelziffer von Vergewaltigungen hierzulande ließe sich um ca 960.000 am Tag, oder roundabout 350 Millionen im Jahr reduzieren im Idealfall (der nicht eintreten wird, schon klar… aber das kann doch wohl kein Grund dafür sein, es überhaupt gar nicht erst zu versuchen!)

          • „Die Zahl der geschätzten, durchschnittlichen Prostitutionskontakte in D. liegt bei 1,2 Millionen täglich […]“

            Woher nimmst du diese Zahlen?
            Mir erscheint sie auch arg hoch, aber sei’s drum:
            Erstes nachrecherchieren bringt mich auf diesen Artikel im Tagesspiegel:

            https://www.tagesspiegel.de/kultur/prostitution-1-2-millionen-maenner-am-tag/225870.html

            „Nach Schätzungen, die sowohl die Hurenorganisation Hydra als auch die zuständigen Ministerien für seriös halten, werden im Gewerbe etwa 12,5 Milliarden Mark jährlich umgesetzt. Diesen Umsatz erwirtschaften die Huren in Deutschland mit etwa 250 Millionen sexuellen Handlungen aller Art. Dazu zählen unter anderem Prostitution, Begleitservice und Telefonsex. In Anspruch genommen werden diese Dienstleistungen von 1,2 Millionen Männern täglich, schätzt das Bundesfamilienministerium.“

            Das, was laut TSP sowohl Hydra wie das Ministerium für „seriöse schätzungen“ hielt, bezieht sich erst mal lediglich auf den erwirtschafteten Betrag von 12,5 mrd Mark – Mark, nicht Euro, der Artikel ist 18 Jahre alt und bezieht sich auf eine Situation vor der Neuregelung des Prostitutionsgesetzes.

            Es zählen alle sexuellen Dienstleistungen da hinzu, auch Telefonsex und wohl auch Domina-Studios und ähnliches.
            Wenigstens 80% davon soll zwangsweise sein? Nie im Leben.
            Diese Zahl hast du dir einfach selbst aus dem Hut gezaubert.

            Ein Bruchteil davon dürfte der Sache näher kommen.

            Ist aber alles egal für dein letztes vorgebrachtes Argument:
            Wenn es nur 1 Prozent davon ist, wären es nach deiner Rechnung immer noch 10.000 pro Tag oder 3,5 Milionen pro Jahr, und eine Maßnahme, die so etwas beenden könnte, wäre natürlich zu begrüßen.
            Die Frage ist nur, wie du das beenden möchtest.
            Dein Argument „aber das kann doch wohl kein Grund dafür sein, es überhaupt gar nicht erst zu versuchen“ trifft es jedenfalls nicht – ich glaube nicht einfach nur, dass es einen Versuch nicht wert sei, sondern dass ein solcher Versuch kontraproduktiv sein wird und zu einer Verschlechterung beitragen wird – so wie Hydra das auch sieht, grade unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit dem schwedischen Modell.

            Was soll das schwedische Model auch verbessern?
            Was du erwähnst, ist doch bereits illegal:
            Zwangsprostitution ist illegal!

          • Falls sich jetzt jemand fragt, ob ich an eine so hohe Dunkelziffer nur allein im Bereich Prostitution (in D.) „wirklich glauben will“: nein, überhaupt nicht!

            Nur leider besteht die reale Möglichkeit, dass es tatsächlich so oder so ähnlich sein könnte und das muss man nunmal wenigstens zur Kenntnis nehmen – auch wenn einem das „nicht gefällt“.

          • Im Asteroidengürtel bewegen sich 10.000e Himmelskörper mit Durchmessern von 100+x m Durchmesser. Immer wieder werden welche von ihnen aus der Bahn gestoßen und bewegen sich auf Kollisionskurs mit der Erde. Vor wenigen Jahren erst schrammte einer in gerade mal gut 400.000 km Entfernung an unserem Heimatplaneten vorbei – und er wird wiederkommen, wie die Experten errechnet haben.
            Derzeit sind weitere Sichtungen nicht bekannt.

            „Nur leider besteht die reale Möglichkeit, dass es tatsächlich so oder so ähnlich sein könnte und das muss man nunmal wenigstens zur Kenntnis nehmen – auch wenn einem das „nicht gefällt“.“

            Alles ist möglich. Auch, dass ich von einem herabstürzenden Satellitenrest erschlagen werde, wenn ich mich gleich aufs Rad zum Einkaufen schwinge.
            Ich werde trotzdem keinen Gedanken an diese Möglichkeit verschwenden, weil sie keine relevante reale Basis hat.
            Vielleicht solltest Du Dich auch mehr auf Probleme beschränken, die seriös unterfüttert sind und nicht in einer feministischen Glaubensküche zusammengeschustert wurden.

          • In welcher Größenordnung liegt denn (ungefähr) die Anzahl erzwungener Prostitutions-Akte (am Tag im Schnitt in D.) für einen Problem-Verniedlicher?

          • „In welcher Größenordnung liegt denn (ungefähr) die Anzahl erzwungener Prostitutions-Akte (am Tag im Schnitt in D.) für einen Problem-Verniedlicher?“

            Wo liegt denn die Lösung für das Problem für einen Problem-erklärer?

            Ich bestreite vehement, dass das „schwedische Modell“ eine sinnvolle Lösung im Sinne der betroffenen sein kann, und sehe mich dabei auf der Seite der Huren, wie sie sich bei Hydra vertreten sehen.

          • „Woher nimmst du diese Zahlen?“

            Hab hier mal eine Dir hoffentlich seriöser erscheinende Quelle rausgesucht:
            https://www.bpb.de/apuz/155375/motive-der-maennlichen-nachfrage-nach-kaeuflichem-sex?p=all

            Leider scheint es, als hätte ich mir einen zu geringen Freier-Anteil gemerkt 😦 (der zudem noch ausm letzten Jahrtausend stammte), es könnten also doch mehr als 7 Mio. Einheimische mit Freude von den Zwangsstrukturen der Bordellprostitution (vor allem) regelmäßig profitieren. Zusammen mit dem Treiben der Sextouristen würden die 1,2 Mio. täglichen Prostitutionsakte dann doch wahrscheinlich(er)…

            „Wenigstens 80% davon soll zwangsweise sein?“

            Das denken zumindest Experten der Materie, namentlich seien da z.B. die (ehemaligen) Polizeihauptkommissare Manfred Paulus und Helmut Sporer genannt und aber auch der als Kriminologe gehandelte Christian Pfeiffer.

            „Wenn es nur 1 Prozent davon ist, wären es nach deiner Rechnung immer noch 10.000 pro Tag oder 3,5 Milionen pro Jahr, und eine Maßnahme, die so etwas beenden könnte, wäre natürlich zu begrüßen.“

            Ganz ehrlich: wäre ein einstelliger Prozentsatz hier auch nur annäherend realistisch (was aber nichtmal die allergrößten Optimisten hoffen können), bestünde weitaus weniger dringender Handlungsbedarf – obwohl es dann immernoch um eine tägliche Vergewaltigungsanzahl ginge, die (weit) über den (verurteilten) Hellfeld-Jahreszahlen liegt.

            „Was du erwähnst, ist doch bereits illegal:
            Zwangsprostitution ist illegal!“

            Mich beschleicht das Gefühl, Du hast gar nicht gelesen was ich so Alles weiter unten schrieb?

            „Ich bestreite vehement, dass das „schwedische Modell“ eine sinnvolle Lösung im Sinne der betroffenen sein kann,“

            Das schwedische Modell hat seine Schwächen, keine Frage. Trotz anderslautender Zielvorgaben treffen Sanktionen die Prostituierten wohl unvergleich härter als Freier. Die „Mainzer Erklärung“ (s.u.) reagiert m.E.n. auch genau darauf.

            „und sehe mich dabei auf der Seite der Huren, wie sie sich bei Hydra vertreten sehen.“

            Was glaubst Du denn, wieviele das sind?

          • Grade Manfred Paulus war mir durchaus noch ein Begriff, auch wenn ich ihn nicht mehr sehr präsent hatte.
            Polizei finde ich nun prinzipiell eine Quelle mit einer gewissen Seriosität, insbesondere eine, die von kriminellem Umfeld eben Ahnung hat.
            Trotzdem habe ich gelernt, auch deren Zahlen mit einer gewissen Skepsis zu begegnen, aus verschiedenen Gründen- besonders lesenswert zu dem Thema wären Thomas Fischers Ausführungen über die PKS, die immer mal wieder lesenswert sind.

            Und natürlich wirst auch du die zahlen der Polizei sofort anzweifeln, wn es gerade die sind, die bei Vergealtigungsanzeigen von mindnestens über der Hälfte Falschanzeigen reden, gell?
            Bei manchen Zahlen gehen verschiedene Leute bei der Polizei von extrem abweichenden Zahlen aus.

            Ich rede jetzt mal anhand dieses Artikels:
            https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2011/juni/detailansicht-juni/artikel/rotlicht-und-organisierte-kriminalitaet.html

            Im vorliegenden Fall denke ich, dass Paulus das Kriminelle „Milieu“ tatsächlich sehr gut kennt und weiß, wovon er spricht. Bei seiner (im gegensatz zu anderen seiner Zahlen) nicht belegten (und vermutlich nicht belegbaren) behauptung „Fakt ist: Neun von zehn in Deutschland anschaffende Prostituierte sind fremdbestimmt“ unterstelle ich trotzdem vorsichtig eine Betriebsblindheit: Außer dem „Milieu“ sieht er möglicherweise keine andere Prostitution (mehr).
            Mir fallen auf Anhieb mehrere Bereiche ein, bei denen ich annehme, dass diese nicht „fremdbestimmtheit“ sind bzw. äußerer Zwang eher selten bis nie eine Rolle spielen dürfte, die also weitestgehend freiwillige Prostitution darstellen:
            1. der hochpreisige Escort-Bereich. Das allermeiste, was Paulus in seinen Artikeln über die Prostituierten schreibt, trifft dort nicht zu:
            Von Escorts wird oft erwartet, das sie vorzeigbar sind, man sich vorher ausführlich und gegebenenfalls angeregt unterhalten kann.
            Ähnliches gilt für
            2. den Studentenstrich.
            Mal schnell drei Artikel von Berichten von Studis, die das machen:
            https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13409319/Ich-unterdrueckte-den-Wuergereiz-und-bekam-80-Euro.html

            http://stud-blog.de/?p=222

            https://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/nebenjob-hure-so-viele-studenten-tun-es

            Klingt alles freiwillig, wenn auch nicht unbedingt begeistert.
            Nach dem 3. Artikel sollen es in Berlin „jeder 27.“ tun oder 3,6%.
            Google uni berlin studentenzahl liefert 33 000 – geteilt durch 27 ergibt ca. 1200 anschaffende Studis.

            Nach
            https://www.berliner-zeitung.de/berlin/umstrittenes-gesetz-1248-von-geschaetzt-8000-prostituierten-haben-sich-registriert-29517802
            soll es geschätzt 8000 Prostituierte in Berlin geben (wird da sowas wie der Studentenstrich mitgerechnet?)

            Der Studentenstrich alleine wäre schon so groß wie die anzahl der offiziel registrierten. Und insbes. ca. 15% der Prostituierten.
            Okay, die machen das nicht hauptberuflich, sondern nebenher.

            Ein dritter Bereich, bei dem ich davon ausgehe, dass die geschilderten Damen aus dem „Milieu“ kaum anzutreffen sein dürften und bei dem ich von weitgehender freiwilligkeit ausgehe, sind
            3. Domina- und BDSM-Studios. Und schließlich noch den Bereich
            4. Telefonsex.

            Bei den Mietwohnungs-Sex-angeboten kann ich mir schon wieder einen größeren Anteil von „Mafiös gesteuerten“ Angeboten vorstellen, aber gerade der Bereich ist auch sehr attraktiv für alles, was so ein bisschen nebenher einkomen liefern soll.

            Und alle diese Bereiche sollen zusammen nicht mal 20% ergeben?

            Ganz ehrlich, da glaube ich eher, dass das außerhalb der Wahrnehmung von Herrn Paulus liegt.

            Was den Handlungsbedarf bezüglich des von ihm dargestelten betrifft, hat Herr paulus natürlich recht. Hier liegt massive Bandenkriminalität in Form von Menschenhandel vor.

            Ich bin mal vorsichtig, die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen zu bewerten – es klingt jedenfalls plausibel. Insbesondere das von ihm erwähnte „weisungsrecht“ von Zuhältern und Bordelbetreibern klingt haarstreubend.
            Gegenüber den geforderten Meldepflichten und Kontrollen hat Hydra so seine Vorbehalte. Die Polizei will halt gerne kontrollieren… ich kann da beide Seiten versteehn und bin mal vorsichtig mit einer Wertung. Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität ist das aber schon zielführend.

            Aber jedenfals fordert auch Paulus keine Kriminalisierung der Freier nach dem schwedischen Modell. An der Stelle wird er Praktiker genug sein, um zu wissen, dass das für die betroffenen Huren nur nach hinten losgehen kann.

          • „es könnten also doch mehr als 7 Mio. Einheimische mit Freude von den Zwangsstrukturen der Bordellprostitution (vor allem) regelmäßig profitieren“

            direkt, meinte ich natürlich.
            Indirekt profitiert auch quasi jeder Pornokonsument von Zwangsprostitution.
            Also sogar ich selbst mache mich mehrmals im Jahr schuldig… allerdings spüre ich das dann auch recht deutlich (d.h. nachdem ich virtueller Zeuge einer mehr oder weniger offensichtlichen Vergewaltigung wurde, geht mir meist tagelang ziemlich schlecht seelisch).

          • „Und natürlich wirst auch du die zahlen der Polizei sofort anzweifeln, wn es gerade die sind, die bei Vergealtigungsanzeigen von mindnestens über der Hälfte Falschanzeigen reden, gell?“

            Wer tut das denn (also nicht als anonyme Behauptung geäußert)?

            „Der Studentenstrich alleine wäre schon so groß wie die anzahl der offiziel registrierten.“

            In Berlin gibt es traditionell keine Sperrbezirke. Und das heißt, dass niemand gezwungen ist (gegen Sanktionsandrohung bei Zuwiderhandlung) sich in Bordellen etc. (bzw. an anderen zu diesem Zweck ausgewiesenen Plätzen) zu verdingen. Völlig andere Situation als in Rest-Deutschland.

            Ohne es irgendwie beweisen zu können, glaube ich, dass das Prostituiertenschutzgesetz mit seinem Registrierungszwang etc. auch schon so Einige ab(ge)schreckt (hat), dass sich das bei Escort-Agenturen insbesondere (nach und nach) deutlich bemerkbar machen wird. Wobei ich noch hinzufügen möchte, dass „klassisches Escort“ die (hochentlohnte) Begleitung zu Events etc. meinte, und es das sicher (denke ich zumindest) auch nach der Einführung von Sexkaufverbot und Freierbestrafung weiterhin geben wird (warum auch nicht?).

            „Ein dritter Bereich, bei dem ich davon ausgehe, dass die geschilderten Damen aus dem „Milieu“ kaum anzutreffen sein dürften und bei dem ich von weitgehender freiwilligkeit ausgehe, sind
            3. Domina- und BDSM-Studios.“

            Hier möchte ich nochmal darauf verweisen, dass m.E.n. zumindest (ich weiß: der Gesetzgeber sieht das derzeit anders) rein dominante Dienstleistungen noch nicht unter Prostitution fallen (ebensowenig wie Massagen). Allerdings listen Studios in diesem Bereich derzeit auch (oft) weibliche „subs“ unter ihren „Fachkräften“ auf, die zur gewalttätigen Misshandlung den Kunden angeboten werden – und DAS muss natürlich ebenso ein Ende finden wie die „klassische (Bordell-)Prostitution“. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass wir über die „Sittenwidrigkeit“ überhaupt diskutierten, wären es hier Männer, deren ausschließliche „Jobbeschreibung“ es wäre, sich Schmerzen zufügen zu lassen.

            „Und schließlich noch den Bereich
            4. Telefonsex.“

            Hat doch nix mit Prostitution zu tun, oder siehst Du das anders?

            „Und alle diese Bereiche sollen zusammen nicht mal 20% ergeben?“

            Das ließe sich besser abschätzen, wenn man denn wenigstens die genaue Anzahl der Großbordelle und Laufhäuser (mitsamt ihrer anschaffenden Personalstärke) im Bundesgebiet wüsste. Solche Daten scheinen für den interessierten Laien aber nicht zur Verfügung zu stehen.

            „Aber jedenfals fordert auch Paulus keine Kriminalisierung der Freier nach dem schwedischen Modell.“

            Auch wenn er das nicht selbst direkt fordert (über die Gründe kann ich nur spekulieren), sprach er in der Vergangenheit mehrfach zu Anlässen, wo diese Forderung erhoben wurde ohne zu widersprechen, ist also zumindest damit zu assoziieren.

            „An der Stelle wird er Praktiker genug sein, um zu wissen, dass das für die betroffenen Huren nur nach hinten losgehen kann.“

            Es kommt nur drauf an, wie mans macht.

      • „According to the 2016 SCS 1.7 per cent of persons stated that they had been exposed to a sexual offence. This is an increase of more than 100 per cent compared to 2012 and a 70 per cent compared to 2014, when 1.0 per cent of persons stated exposure.(…)

        Sexual offences reported in the 2016 SCS amounts to an estimated 174,000 people of the general population (aged 16–79), a gross increase of 112,000 cases in a one-year period.

        Wann hat eigentlich das letzte Mal eine Feministin die Wahrheit gesagt?

    • Das „schwedische Modell“ am Beispiel von nicht genehmer Literatur und „falschen Gedanken“, nehmen wir Arne Hoffmann.

      Natürlich kann der Autor Arne Hoffmann Bücher oder Artikel schreiben, nicht wahr, wir leben ja in einer Demokratie und es herrscht Meinungsfreiheit!

      Es ist nur verboten, seine Bücher zu kaufen und die Artikel zu lesen.

      Wir kriminalisieren nicht das Angebot, demzufolge kann Arne Hoffmann schreiben, was auch immer er will.
      Kriminalisiert wird nur die Nachfrage nach nicht genehmer Literatur und „falschen Gedanken“ – wer auch immer die Bücher und Artikel von Arne Hoffmann kauft, besitzt oder liest, macht sich strafbar.

      Wird die Absurdität und Ungeheuerlichkeit dieser Maßnahme so transparenter?
      Das „schwedische Modell“ ist nichts anderes als ein Berufsverbot.

      Es kann sich selbstverständlich in diesem Fall nicht direkt gegen die Anbietenden wenden, denn da handelt es sich um Frauen. Ergo kriminalisiert man die nachfragenden Männer – der Effekt ist aber identisch.

      • Es ist ja etwas mehr als ein Berufsverbot.

        Denn wenn man zulässt, dass Arnes Bücher im Buchladen liegen, kann man alle, die eins der Bücher kaufen, viel leichter erkennen und wegschließen, als wenn es die Bücher gar nicht gäbe.

        • Guter Einwand und noch eine Ergänzung!

          Man könnte analog zum schwedischen Modell einen weiteren Hintergrund aufzeigen:

          – Arne kann eigentlich nichts für seine nicht genehme Literatur und sein „falschen Gedanken“, denn eine ominöse Macht hat ihn dazu gebracht, eigentlich gezwungen diese zu fabrizieren.
          – Aus seiner nicht genehmen Literatur und seinen „falschen Gedanken“ spricht also diese ominöse Macht, die nur wir im Stande sind zu sehen und in der Lage, deren Auswirkungen zu beurteilen.
          – Vor derBesessenheit von dieser Macht müssen wir den armen Arne schützen – also vor sich selbst und seiner Unzurechnungsfähigkeit im Umgang mit dieser Macht.

          Der religiöse Hintergrund, die Identität von „Patriarchat“ und „Satan“ tritt deutlich hervor.
          Beim Angebot von Sex für Geld gelten m.E. für das Thema Sex aus Sicht des bürgerlich-schwedischen Feminismus folgende moralische Dogmen, die die identisch religiöse Denkweise beinhaltet:

          – Frauen sind moralisch rein und würden von sich aus Sex niemals für Geld anbieten.
          – Tun sie es doch, kann es niemals ihr freier Wille gewesen sein, denn Frauen sind moralisch rein und würden Sex niemals für Geld anbieten.
          – Also wurden sie gezwungen, Sex für Geld anzubieten – damit ist ihre Reinheit wiederhergestellt.
          – Hingegen ist derjenige schmutzig und moralisch verdorben, der auf das Angebot eingeht, Sex für Geld zu kaufen.
          – Nicht weil Sex kriminell wäre – um Gottes Willen, hier kann jeder tun und lassen, was er will! – sondern weil er Sex von Frauen kauft, die dazu gezwungen worden sind.
          – Von Satan dem Patriarchat. Die moralische Verdorbenheit der männlichen Nachfrage wird noch dadurch verschärft, dass die Verderbtheit der moralisch reinen Frauen erst durch Satan das Patriarchat erzwungen werden musste.
          QED

          Bereuet nun und tuet Buße! 🙂

          • Was müssen das für fiese Gestalten sein, die einen reinen Engel zwingen, sich in den tiefsten Dreck zu legen?

            Die Feministin weiß die Antwort: Männer.

            Wir sind alle schuld. Von Geburt an.

  4. 1. Sex ist keine Arbeit, daher gibt es auch keine Sexarbeiterinnen
    2. Anstatt für Sex Geld zu verlangen und so permanent auf kosten der Männer zu leben, sollten Frauen mal anfangen zu Arbeiten und etwas zu leisten.

    • Natürlich gibt es Sexarbeit. Das ist nämlich eine Dienstleistung, die erbracht wird. Und ich stehe klar auf Seiten der Prostituierten. Ich kann dieses bigotte und prüde Gouvernantentum nicht ausstehen. Angeblich sollte es doch beim Feminismus darum gehen, Frauen zu ermutigen, alles tun und lassen zu können.

      • „Angeblich sollte es doch beim Feminismus darum gehen, Frauen zu ermutigen, alles tun und lassen zu können.“

        … solange es gegen Männer geht. Würden Frauen die Dienstleistung nachfragen, würde keine Feministin auch nur einen Atemzug daran verschwenden.

        Nehmen wir als Gegenbeispiel die Bekleidungsindustrie in Bangladesh, wo – überwiegend – Frauen unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Hungerlöhnen Jeans nähen müssen, damit deutsche Wohlstandstrullas sie bei KiK für 9,95 € kaufen – und nach einer Anprobe und Vorstellung auf Instagram wegschmeißen können.
        Wieso ist die Inanspruchnahme der Dienstleistung einer Sexarbeiterin unmoralisch, während es die Inanspruchnahme einer indischen Näherin NICHT ist???`
        Gibt es eigentlich irgendein beliebiges Thema, wo Feministinnen nicht bigott und/oder verlogen sind?
        Das ist eine ernsthafte Frage, denn so langsam habe ich das Gefühl, dass die gesamte Branche in einer Parallelwelt lebt, einem negativen Zerrbild zur Wirklichkeit.

    • Sie verkaufen ihren Körper aber nicht, sie behalten ihn nach Erbringung der Dienstleistung nämlich weiter.
      Sie verkaufen ihren Körper genauso wenig wie jeder andere Arbeiter, der mit seinem Körper eine Leistung erbringt.

      Ansonsten stehe ich da auch auf seiten der prostitution. Wenn für eine Dienstleistung eine Nachfrage und ein Markt besteht, sollte es potentiellen Anbietern frei stehen, sie auch anzubieten.

        • Okay, sollte also präszisiert werden: so lange die Dienstleistung nicht selbst eine kriminelle Handlung darstellt.
          Und da unverbindlicher Sex zw. erwachsenen bei uns nicht verboten ist, sollte erlaubt sein, ihn als Dienstleistung anzubieten und ebenso auch als Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.

          • „Kriminelle Handlung“ ist mir zu weich. Das ist ja abhängig von Gesetzen.
            Ich würde sagen: Jede Handlung, die auf Freiwilligkeit beruht und bei der anderen kein unmittelbarer Schaden entsteht.

          • Klingt zwar gut, ist aber umgekehrt mir „zu weich“.
            -Du wirst aus verschiedenen Gründen in keiner Gesellschaft eine solche definition dauerhaft durchbringen, ohne dich an der definition der kriminellen Handlung zu orientieren.
            -Warum begrenzt du das auf „unmittelbaren Schaden“? Geldwäsche verursacht keinen unmittelbaren Schaden, Schwarzarbeit auch nicht, Steuerhinterziehung undkriminelle Geldgeschäfte oft auch nicht, trotzdem sehe ich ein, dass solche Dienstleistungen nicht erlaubt sind.
            -Es gibt Tätigkeiten und Dienstleistungen mit unterschiedlich hohem persönlichem Risiko, die auch mal schiefgehen können und mit entsprechendem Schaden enden können. Dieses Risiko kann in der Preisgestaltung berücksichtigt werden und den Preis nach oben treiben, aber ich finde schon, dass es zurecht möglich sein sollte, solche Diesntleistungen anbieten zu können. Okay, ich sehe, du hast geschrieben, dass „anderen“ kein unmittelbarer Schaden entsteht.
            Aber schon durch die Teilnahme am Straßenverkehr setzt man sich bestimmten Risiken aus, und die kollision mit einem Schwertransporter, der idR eine Diesntleistung anbietet, stellt eine erhöhung des Risikos für ausßenstehende dar. Müsste der nach deiner definition nicht verboten werden, so lange nicht alle anderen Verkehrsteilnehmer dieser erhöhung ihres des Risikos zugestimmt haben?

            Deshalb finde ich schon, dass eine Einigung auf ein gemeinsames Verständnis von „krimineller Handlung“ an der Stelle sinnvoll und notwendig ist und eine wachsweiche Idee von „kein unmittelbarer Schaden“ ziemlich inadäquat und unbrauchbar ist.
            Diese Idee mit dem „unmittelbaren Schaden“ ist Sinnvoll für das, was zwischen Menschen in Beziehungen möglich sein sollte, aber nicht für Dienstleistungen.

          • „Jede Handlung, die auf Freiwilligkeit beruht und bei der anderen kein unmittelbarer Schaden entsteht.“

            Bordellhuren kann man i.d.R. keine Freiwilligkeit unterstellen, da es sich meist um mittellose Ausländerinnen handelt, denen hierzulande oft keine Arbeitserlaubnis zugestanden wird. Wenn sie sich zum Nutzen des Bordellbetreibers und des Steuerzahlers vom deutschen Michel misshandeln/vergewaltigen lassen, wird das leider (noch) toleriert.

            Unmittelbarer Schaden entsteht z.B. allen Anwohnern durch die Wertminderung, die ihr Grundstück unweigerlich erfährt sobald ein Bordell in ihrer Nachbarschaft entsteht. Plus sie kriegen dann halt auch noch die eklige Laufkundschaft mit, die nicht selten die jungen Anwohnerinnen belästigt.

          • @semi

            keine Arbeitserlaubnis?

            https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/arbeitserlaubnis-wer-braucht-sie-wer-nicht/150/3099/208190

            EU-Bürger haben nämlich im Rahmen der Freizügigkeit uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Gleiches gilt auch für Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz, die entsprechende Abkommen mit der Europäischen Union geschlossen haben. Für Bürger aus den EU-Mitgliedsländern Bulgarien, Rumänien sowie Kroatien galten Übergangsregelungen, die jedoch zum 31. Dezember 2014 beziehungsweise 30. Juni 2016 ausliefen. Rumänen, Bulgaren und Kroaten haben somit mittlerweile ebenfalls freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt wie alle anderen EU-Bürger auch und benötigen somit keine Arbeitserlaubnis.

            Mit Eu und bulgarien und Rumänien sollten doch ein Großteil der Prostituierten erfasst sein oder nicht?

          • Da kann ich Pingpong nur zustimmen. Allein im zweiten Absatz sechs rein emotionale Sprüche mit null Grinterhund, oder wenigstens irgendeiner nachvollziehbaren quantitativen oder qualitativen Einordnung.
            Kriegst Du bald Deine eigene Gemeinde zum durchmissionieren, @Brutmaschin?

          • Da kann ich Pingpong nur zustimmen. Allein im zweiten Absatz sechs rein emotionale Sprüche mit null Grinterhund, oder wenigstens irgendeiner nachvollziehbaren quantitativen oder qualitativen Einordnung.
            Kriegst Du bald Deine eigene Gemeinde zum durchmissionieren, @Brutmaschin?

          • „Unmittelbarer Schaden entsteht z.B. allen Anwohnern durch die Wertminderung, die ihr Grundstück unweigerlich erfährt sobald ein Bordell in ihrer Nachbarschaft entsteht.“

            Danke, semi, für dieses weitere und ziemlich gewichtige Argument gegen Adrians definition über den „unmittelbaren Schaden“

            Natürlich kann man es unangenehm finden, wenn aufgrund von Bordellen, Gastarbeitern oder zugezogenen Flüchtlingen eine Wertminderung eintritt, und natürlich steht es davon Betroffenen frei, dazu alle legalen rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um dies zu verhindern.

            Aber keinesfalls darf das als Begründung für eine willkürliche Kriminalisierung eines Berufsstandes, einer Ethnizität oder sonstigen Gruppierung verwendet werden.

          • @semi
            „Bordellhuren kann man i.d.R. keine Freiwilligkeit unterstellen, da es sich meist um mittellose Ausländerinnen handelt, denen hierzulande oft keine Arbeitserlaubnis zugestanden wird. Wenn sie sich zum Nutzen des Bordellbetreibers und des Steuerzahlers vom deutschen Michel misshandeln/vergewaltigen lassen, wird das leider (noch) toleriert.“

            Wenn sie keine Arbeitserlaubnis haben, dann arbeiten sie illegal und ganz sicher nicht „zum Nutzen des Steuerzahlers“.
            Wenn prostitution prinzipiell ein legales Gewerbe ist, hat man dagegen eine einfache handhabe:
            Diese Prostituierten arbeiten ohne Zulassung, die für das gewerbe eigentlich notwendig wäre.
            Das schwedische Modell verbessert für solche Frauen genau gar nichts. Man muss hier nur geltendes Recht durchsetzen, und das geht besser, wenn Prostitution ein legales und meldepflichtiges Gewerbe ist, denn dann fällt viel leichter auf, wenn in einem Bordell illegal beschäftigte arbeiten.

            Wenn sie eine Arbeitserlaubnis haben und da in einem prekären beschäftigungsverhältnis arbeiten, mag das nicht schön sein, ihre alternative wäre dann grundsätzlich, sich ein anderes beschäftigungsverhältnis zu suchen – angesichts fehlender Ausbildung wird das idR ebenfalls eine prekäre Beschäftigung sein.
            Geh davon aus, dass eine Klofau auch nicht besonders „freiwillig“ ihren Job macht. Bei der Wahl zwischen prekärer Beschäftigung als Klofrau oder als prostituierte werden manche Frauen das eine bevorzugen, manche das andere. Die „Freiwilligkeit“ beider Wahlmöglichkeiten sollte allerdings mit dem selben Maßstab gemessen werden.

          • @Semikolon

            ‚Bordellhuren kann man i.d.R. keine Freiwilligkeit unterstellen, da es sich meist um mittellose Ausländerinnen handelt, denen hierzulande oft keine Arbeitserlaubnis zugestanden wird.‘

            Das typisch feministische Opfageschwafel. Sie kann ja auch in ihrem Heimatland einem ehrbaren Beruf ausserhalb der Prostitution nachgehen. Niemand zwingt sie ohne Arbeitsbewilligung in ein fremdes Land zu ziehen und damit permanent in der Illegalität zu sein, wodurch sie wiederum erpressbar ist. Ansonsten stammt ein erklecklicher Teil der Bordellhuren aus anderen EU-Staaten; diese könnten sehr wohl etwas anderes arbeiten, Personenfreizügigkeit sei Dank. Aber alle hoffen halt auf die grosse Kohle im Sexbusiness. Einige wenige erreichen dieses Ziel sogar…

            Zwangsprostitution ist hierzulande eine Seltenheit; aber manche Huren behaupten, sie hätten keine andere Wahl. Die üblichen Schutzbehauptungen halt, die man bei Frauen bis zum Exzess findet, und die sie immer vorschieben, um ihre eigenes Unvermögen oder eigene Fehlentscheidungen zu kaschieren. Deshalb hätten Feministinnen unsere Welt schon längst zum Paradies gemacht, wenn die bösen Patriarchenmänner sie nur endlich einmal liessen. Auch hier: eigenes Unvermögen, das Feministinnen mit Opfageschwafel überdecken.

            Im übrigen bin ich bei dieser Debatte auf der Seite der Hure, denn es ist ihre eigene Entscheidung, ob sie eine solche Dienstleistung anbietet oder nicht. Wenn sie es tut, dann hat sie auch alle Konsequenzen daraus zu tragen. Von Männern wird das ja auch abverlangt, wenn sie irgendeine Entscheidung treffen. Aber vielleicht ist die Mehrheit der Frauen letztendlich in einem nicht allzu strengen Protektorat von Männern doch glücklicher? Wer weiss…

          • @Maesi
            Ich möchte wirklich nicht das Problem des Menschenhandles kleinreden.
            Soweit es sich um solchen handelt, sollte man den Opfern wirklich nicht die Schuld zuschustern. Menschenhandel einschließlich Zwangsprostitution sind ein Verbrechen, das verfolgt gehört.

            Die Frage ist, was dazu geeignete und was ungeeignete Methoden sind.

            Und ziemlich viele Fachleute zum Thema sind der begründeten Auffassung, dass jede Kriminalisierung von Prostitution dieses Problem verschlimmert und nicht verbessert.
            Die Aussage, dass seit der legalisierung von Prostitution Deutschland zu einem „El Dorado der Zwangsprostitution“ geworden sei, ist eine gern wiedergekäute Behauptung, für die ich keinerlei Belege finden kann.

            Eine (re-)kriminalisierung nach dem schwedischen Modell kann da nicht die Lösung sein, das ist völlig kontraproduktiv, und wenn das schwedische Modell etwas zeigt, dann doch eher, dass es eben nicht gut für die Prostituierten ist – die Prostituierten in Schweden bestätigen doch genau das, was die Hure in dem Video sagt, nämlich dass es dazu führt, dass die anständigen Kunden als erste wegbleiben und die miesen übrigbleiben. Dass die miesen Kunden immer mieser werden, da sie ohnehin in dem Bewusstsein ankommen, dass sie illegal handeln.

            Menschenhandel und Zwangsprostitution sind unabhängig von einer legalisierung von Prostitution illegal und strafbar. Man muss da nicht die restliche prostitution in die illegalität und damit in den viel schwerer kontrollierbaren Untergrund treiben. Es reicht, bestehende Gesetze tatsächlich durchzusetzen – grad in Bezug auf Bordelle bedeutet das doch einfach, sie schärfer auf Einhaltung der Gesetze zu kontrollieren. Macht man bei anderen Gewerben doch auch.

            Mehr legale Prostitution macht illegale Prostitution unattraktiver. Es muss schon ein beträchtlicher Mehrgewinn herausspringen durch illegale Prostitution, wenn der selbe Betreiber auch mit legalen prostituierten arbeiten könnte und dafür nicht das Riskio eingehen müsste, im Knast zu landen.

          • In der ganzen Debatte wollen wir im übrigen auch nicht vergessen, dass es sich beim zwangsprostitution um ein Verbrechen mit überwiegend weiblicher Täterschaft handelt – das Bild vom männlichen Zuhälter mit goldkettchen ist offenbar eher ein Klischee.
            Weiß noch jemand eine Quelle zu dieser Information, die vor nicht all zu langer Zeit auch hier besprochen wurde?

          • „Weiß noch jemand eine Quelle zu dieser Information, die vor nicht all zu langer Zeit auch hier besprochen wurde?“

            Mir ist Ähnliches in Erinnerung; irgendeine Polizeistudie, wonach in Österreich die Zuhälterei zu 100% in weiblicher Hand ist. Hab aber Entsprechendes auf die Schnelle nicht gefunden.

            Die Struktur war aber ähnlich, wie hier in dem beschriebenen Beitrag über Prostitution in Amsterdam:

            „Siegel hat gerade eine neue Studie über den Frauen- und Menschenhandel in Amsterdam verfasst. Sie fand heraus, dass ältere nigerianische Frauen „vom kleinen Familienbetrieb bis hin zu großen internationalen Netzwerken immer öfter als die neuen Chefinnen im Milieu agieren“.“

            https://diepresse.com/home/panorama/welt/351148/Niederlande_Zuhaelter-sind-immer-oefter-weiblich

          • @maddes8cht
            Wenn es sich um echte Zwangsprostitution handelt, dann ist das sicher ein Verbrechen, bei dem diejenigen, welche die betr. Frauen (oder gegebenenfalls auch Männer) zur Prostitution zwingen, strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Das ist aber auch nicht mehr oder weniger ein Menschenrechtsverstoss, als wenn ich jemanden beispielsweise körperlich verletze oder gar ermorde. Mir fällt einfach auf, dass sehr selektiv mit den Menschenrechten gewedelt wird, immer wenn es gerade opportun erscheint.

            So gibt es beispielsweise kein Menschenrecht auf Einwanderung, womit all die sich illegal hier aufhaltenden angeblichen Zwangsprostituierten sich gar nicht auf ein Menschenrecht berufen können, sofern sie nicht wirklich unter Zwang zum Zwecke der Prostitution ins Land geholt wurden. Das aber halte ich für sehr sehr selten.

            Es ist für mich ohnehin die Frage, ob simple Nötigung (um nichts anderes handelt es sich normalerweise, wenn eine Illegale hier als sogenannte Zwangsprostituierte arbeitet) überhaupt als Menschenrechtsdelikt angesehen werden soll. Menschenrechte hängen am Menschsein an und für sich und sind nicht von weiteren Faktoren abhängig, z.b. das Recht auf Leben oder auf körperliche Unversehrtheit stehen für sich selbst ohne weitere Nebenbedingungen. Interessante Frage: Ist Mord ein Menschenrechtsverstoss? Ich habe noch nie gesehen, dass ein simpler Mord unter dem Gesichtspunkt einer Menschenrechtsverletzung diskutiert wurde, obwohl man das vielleicht könnte.

            Bei Nötigung sieht es jedoch etwas anders aus: denn wir werden von Staates wegen (Wehrpflicht, Steuerpflicht, Schulpflicht etc.) oder auch durch gesellschaftlichen Druck zu vielen Dingen genötigt; das wären folglich allesamt Menschenrechtsverletzungen. So würde der Menschenrechtsbegriff aber offenkundig völlig überdehnt und damit auch wertlos. Unabhängig davon ist Nötigung sehr wohl ein Straftatbestand, der geahndet wird.

        • Wieso?
          Sich schwängern lassen, weil man mal Abtreiben will geht doch schon.
          Bald vermutlich mit von Mister Right einklagbarem Samen.

    • @adrian
      Sex ist keine Fähigkeit, deshalb ist für Sex Geld zu verlangen auch reines Schmarotzertum. Warum wird von Frauen eigentlich nie verlangt, mal Leistung zu bringen und wirklich zu Arbeiten?

      • „Sex ist keine Fähigkeit, deshalb ist für Sex Geld zu verlangen auch reines Schmarotzertum“

        Wenn der Markt bereit ist zu zahlen, dann scheint Sex ein marktfähiges Gut zu sein. Anscheinend sehen Leute es durchaus als etwas an, was einen Preis hat

        • @christian
          Der „Markt“ besteht vor allem aus Sex und Pornosüchtigen Männern.
          Desweiteren ist dies noch lange kein Grund, einen Menschen auf diese weise auszunehmen, nur weil Frau zu Faul zum Arbeiten ist.
          Wir Männer nutzen Frauen ja auch nicht auf solch schamlose weise aus, obwohl wir durchaus die möglichkeit dazu hätten.

        • @christian
          Und wenn Sex wirklich Arbeit ist und etwas, was Geld kostet, was verlangst du so von den Frauen mit denen du schläfst. Wenn nicht, wo ist dann die Arbeit, die Geld verlangt, wieso also Sex also ein Gut, das Geld kostet?

          • Ich zahle weder für Frauen noch sie für mich.
            Aber da Männer den größeren Sexualtrieb und das größere Interesse an Casual Sex haben ist es nun wirklich leicht verständlich, dass da ein Markt entsteht, wie ja bei schwulen auch.

          • @christian
            Männer haben nicht den grösseren Sexualtrieb. Der Sextrieb bei Männern ist nur auf Abruf bereit, sieh dich in der Tierwelt um, dort wirst du es besser sehen. Was ihr hier immer wieder überseht, ist die Übersexualisierung der Gesellschaft, also das männer permanent geil gemacht werden, das Jungs in der Pupertät mit Pornos konfrontiert werden, also in einer Phase, in der sich das Gehirn noch entwickelt und die Pille, die die Lipido der Frau mindert, auch schon während der Pupertät eingenommen. du glaubst nicht, wie Frauen sich verändern nach 6 oder 7 Monaten verändern, in Sexueller hinsicht, wenn sie die Pille absetzen

      • „Sex ist keine Fähigkeit, deshalb ist für Sex Geld zu verlangen auch reines Schmarotzertum. “

        Du kennst also den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Sex nicht. Da das üblicherweise nicht mit richtig gutem Sex anfängt, hast du offenbar noch nie guten sex gehabt. Bedauerlich für dich, aber disqualifiziert leider auch deine Aussage. zum Thema.

        Wobei nach allem, was ich dazu gehört habe, zumindest im niedrigpreisigen bordel-und straßenprostitutions-sektor keine qualität geboten wird – das gibts wohl erst im hochpreisigen edelhuren-sektor.

        Um eine Geldwerte Leistung darzustellen, braucht es keine „fähigkeit“ zu sein (was erst mal zu definieren wäre, was das heißt), es genügt, dass es eine Tätigkeit ist, und jemand bereit ist, diese Tätigkeit zu bezahlen.

        Wenn es Menschen gibt, die bereit sind, für eine Dienstleistung Geld auszugeben, sollte es auch erlaubt sein, diese Dienstleistung gegen Geld anzubieten. (so lange dabei keine Gesetze verletzt werden bzw. es sich um kriminelle Handlungen handelt, s.o.)

        • @maddes
          Oh man, lass doch einfach die Beleidigungen. Beim Sex macht der Mann die meiste Arbeit, hat also nichts mit schlechtem oder guten Sex zu tun. Die Frau legt sich hin und das wars, oder macht einen blowjob, huhuhu, wie schwer. Nein, absolut keine Fähigkeit, keine Arbeit.

          Nein, es genügt eben nicht, das jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Es gibt auch so was wie Moral und Anstand, und dieser fehlt hier seitens der Frauen vollkommen, weil sie einfach nicht Arbeiten und Leistung bringen wollen. Desweiteren handelt es sich bei den Männern meistens um Sex und Pornosüchtige, Depressive oder etwas anderes, bei denen den Männer eigentlich wirkliche Hilfe angeboten werden müsste, aber das wird von den Frauen ausgenutzt, um sich an den Männern zu bereichern.

        • @maddes
          Und das ist eben der Knackpunkt, die Männer werden ausgenutzt und die Frauen machen sich auf kosten der Männer einen Lenz, anstatt zu Arbeiten und Leistung zu bringen, so wie das Männer tun müssen.

          Und das kann nicht sein, es kann nicht sein, das sich Männer krum und buckelig arbeiten, dabei ihre Gesundheit ruinieren, während sich Frauen verwöhnen, Sexuell und Gefühlsmässig befriedigen lassen und dabei auch noch Geld von den Männern verlangen

          • „Und das kann nicht sein, es kann nicht sein, das sich Männer krum und buckelig arbeiten, dabei ihre Gesundheit ruinieren, während sich Frauen verwöhnen, Sexuell und Gefühlsmässig befriedigen lassen und dabei auch noch Geld von den Männern verlangen“

            Imion, was regst Du Dich auf?
            DU MUSST NICHT gegen Geld vögeln!

            Aber, wenn ich das möchte, weil es mir was gibt, dann ist das allein meine Entscheidung.
            Gottseidank werden wir Männer zumindest dazu noch nicht gezwungen.

          • @carnofis
            Auch für dich: Eigentlich müssten Männer nicht um Sex betteln. Und das Frauen für Sex Geld verlangen ist nur deren Faulheit zu verdanken. Wie ich schon schrieb, es kann nicht sein, das Männer sich krumm und buckelig Arbeiten, ihre Gesundheit ruinieren, während Frauen dafür Geld verlangen, das sei verwöhnt werden und spass haben.
            Es ist ein Grundlegendes Problem, wovon eben dann auch in der Versorgerehe Väter betroffen sind und das ihnen von ihren Frauen die Kinder entzogen werden, der Grund ist nämlich der gleiche: Faulheit der Frau.

        • @adrian
          Mir geht es vor allem darum, das Frauen endlich mal aufhören, auf kosten von Männern zu leben und endlich mal anfangen zu Arbeiten und Leistung zu bringen.

  5. Minute 1:05

    „Die meisten Frauen in Deutschland prostituieren sich nicht freiwillig im Sinne von sie hätten eine große Wahlmöglichkeit und haben sich trotz einer tollen Ausbildung und tollen Berufschancen für die Prostitution entschieden“

    Entsprechendes wird mindestens für alle Tätigkeiten im Niedriglohnsektor zutreffen, und für viele andere Arbeiten auch. Fordert sie, dass alle diese Tätigkeiten analog reglementiert werden sollten? Und wenn nein, warum nicht?

    • Weil die anderen Tätigkeiten keine Auswirkungen auf die intrasexuelle Konkurrenzsituation haben?

      Oder fragst du nach ihrer Begründung?

      • Ja, ich frage nach ihrer Begründung. Die von dir gegebene (die ich teile, auch wenn das nicht die einzige sein muss) wird sie never ever zugeben.
        Frag mich lieber nicht, welche „anderen“ Erklärungen ich für möglich halte. Bekomme ich grad nur unscharf hin, aber ich tendiere zu einer irgendwie besseren Verwurstbarkeit von weiblichem Opferstatus bei Prostitution als bei Klofrauen. Ist zugegeben unscharf, weil auch dieses „irgendwie besser verwurstbar“ mit intrasexueller Konkurrenz zu tun haben könnte – aber nicht muss. Weiblicher Opferstatus ist halt besonders in Bezug auf sexuelles Opfertum etwas besonders dramatisches.

        Z.B. die feministische Pflege des weiblichen Opferstatus bei Sexualdelikten und Sexualstrafrechtsreformen hat nur sehr bedingt mit intrasexueller Konkurrenz zu tun.

        • Ach so, ja.

          Die Klofrau macht ja keinen Job, der per se typisch weiblich ist.
          (Man denke an Herrn von Droste Schattenburg in 1-2-3.)

          Prostitution mehr als alle anderen Jobs ist also blasphemisch gegen das Bild der Heiligen Frau, insbesondere gegen das Heilige der weiblichen Sexualität.

          Zu dem Aspekt, dass Prostituierte durch ihr Verschieben von Angebot und Nachfrage den Preis verderben, kommt also, dass allein durch die Existenz von Prostituierten klar wird, dass Sex (auch) ein Gegenstand von wirtschaftlicher Transaktion ist und nicht eine reine Gabe, die gnädig von der Frau gewährt wird, falls der Mann sich ausreichend angestrengt und würdig erwiesen hat.

          Würde sich etablieren, dass Sex eine Handelsware ist, die z.B. auch in einer Ehe Teil des Deals ist, wären Ehefrauen plötzlich ihrem Mann verpflichtet.

          Da Feminismus ja das erklärte Ziel hat, Frauen von jeglicher Verpflichtung (Männern gegenüber) zu befreien, muss der Gedanke an Sex als Teil eines Deals also bekämpft werden.

          Gibt es da eigentlich Parallelen zu in anderen Bereichen, dass ein Verkäufer Höchstpreise erreichen will, indem er den Warencharakter verschleiert und auch die Lieferung optional hält?

          • „Da Feminismus ja das erklärte Ziel hat, Frauen von jeglicher Verpflichtung (Männern gegenüber) zu befreien, muss der Gedanke an Sex als Teil eines Deals also bekämpft werden.“

            Ich denke, dass hier ganz profan das Schwarzersche Bild von Heterosexualität Blaupause für die Radfem ist.
            Männer haben mit Frauen keinen Sex, weil es für sie lustbefriedigend ist, sondern als Ausdruck von aggressiver Unterwerfung.
            Überall, wo Männer und Frauen interagieren, geht es um den Erhalt und den Ausbau einer patriarchalen Gesellschaft, von Eroberern und Unterworfenen.
            Und nirgendwo sonst interagieren die Geschlechter unmittelbarer, als im Bett.
            Prostituierte (streng genommen eigentlich jede Frau, die freiwillig Sex mit einem Mann hat) hintertreiben also das feministische Ziel einer Befreiung der Frau aus dem patriarchalen Joch.

          • Für Radfems lass ich das gelten.

            Aber ’normale‘ Frauen wissen sehr wohl, dass Männer spitz wie Lumpi sind und dass es nicht um Macht geht.
            Trotzdem ist Feminismus auch mit diesen Kompatibel.

            Das massenkompatible ist daher m.E. nicht der Macht-Quatsch, sondern das göttliche der Frau und ihrer Sexualität.

            Meinst du, es ist Zufall, dass in Shades of Grey in jeder zweiten Zeile steht, dass Mariechen Mausgrau ihre „innere Göttin“ freilässt ?

            So sehen Frauen sich selbst am liebsten: göttlich.

          • „Aber ’normale‘ Frauen wissen sehr wohl, dass Männer spitz wie Lumpi sind und dass es nicht um Macht geht.
            Trotzdem ist Feminismus auch mit diesen Kompatibel.“

            Nein, das glaube ich nicht. Wie auch bei allen anderen Dingen abseits von Mode und Schminktipps haben 95% der Frauen keine Ahnung über Feminismus und sind bestenfalls desinteressiert.
            Und weil sie desinteressiert sind, glauben sie auch den absurdesten Müll aus feministischem Lager und empören sich natürlich über Männer, die Frauen schlechter bezahlen, als ihre eigenen Geschlechtsgenossen, die ihre Ehefrauen verprügeln und ihre Töchter missbrauchen.
            Du kannst fast jeder Frau erzählen, dass sie die Einzige auf diesem Planeten ist, die nicht verdroschen und missbraucht wird – und sie wird es Dir glauben.
            Manchmal glaube ich, das ist die einzig wirklich wahre weibliche Eigenschaft: die Unfähigkeit, eine Information mit der Wirklichkeit abzugleichen und/oder zu hinterfragen.
            Semi liefert uns dafür immer beste Beispiele frei Haus. Ihre Thesen passen oft so wenig in die Wirklichkeit, wie ein falsches Teil ins Puzzle, aber sie hält unbeirrt an ihnen fest.

  6. Ich hab vor dem Klicken schon gewusst, dass die Hübsche die Prostitutionsgegnerin ist.^^
    Sie ist außerdem noch ein sehr angenehmer Gesprächspartner, ihrer Kontrahentin gegenüber sehr offen und zugewandt, und nimmt sie wie es mir scheint mit ihrem Charme auch von sich ein.
    Die Prostituierte wiederum (von der ich nichtmal sagen kann, ob *ich* sie als Prostituierte zählen würde, da mir nicht klar ist, ob sie GV überhaupt anbietet… has anyone checked her homepage?^^) gerät gar nicht selten in die Defensive.

    Festhalten kann man jedenfalls: wenn diese beiden Frauen sich nun konkret einigen müssten auf irgendeine Gesetzesänderung (abseits des Ausbaus des sozialen Sicherheitsnetzes), gäbe es einen Freierausweis, d.h. Zwang zur Registrierung und wahrscheinlich auch regelmäßigen Gesundheitsüberprüfung für die Nachfragerseite, d.h. ähnliche Repressionen, die jetzt schon (wieder) für die Anschaffenden gelten.

    • „Ich hab vor dem Klicken schon gewusst, dass die Hübsche die Prostitutionsgegnerin ist.^^“

      Natürlich, sie hat ja auch durch Prostitution am Meisten zu verlieren, da Wettbewerb den Preis für ihre Vagina drückt.

      • Wenn wir schon bei körperbezogenenen Vorurteilen sind, frigide Spassbremse könnte einem bei der blonden auch schnell einfallen! Aber hey, auf sein Nivea begben wir uns hier ja nicht herab.

      • Wieso sollten D.M.n. denn ausgerechnet besonders Hübsche besonders viel zu verlieren haben durch die anschaffende „Konkurrenz“?

        Für mich besteht der mögliche Zusammenhang darin, dass Hübsche öfter über die Erfahrung verfügen dürften, von einem (Möchtegern-)Freier ein Angebot unterbreitet bekommen zu haben/als Nutte beschimpft worden zu sein.

        Eine Frau, die das männliche Auge weniger entzückt, kämpft anders.

        • „Wieso sollten D.M.n. denn ausgerechnet besonders Hübsche besonders viel zu verlieren haben durch die anschaffende „Konkurrenz“?“

          Eine noch dümmere Frage ist Dir nicht eingefallen?

          Der Rest ist völlig sinn- u. zuammenhanglos.

      • Ja klar, Alice Schwarzer, ebenfalls massive prostitutionsgegnerin, ist ja auch so eine ganz hübsche.

        Okay, da ist sie schon etwas älter und die attraktivität lässt nach.
        Hier ein Bild aus ihren jungen, attraktiven jahren

        q.e.d.

        • „q.e.d.“

          Oh Mann, da wird mir bei so viel weiblicher Schönheit sofort die Hose eng :/

          War es vor einem Jahr, da hatte ich zufällig eine Talkshow (Maischberger?) verfolgt, bei der es irgendwie um eine „sündige Meile“ in Saarbrücken ging, die AKK trockenlegen wollte (oder trockengelegt hat).
          in der Talkshow war auch eine Berufsprostituierte Gast, die so gar nicht dem Klischee eines semikolonschen Opfers entsprach. Nicht nur, dass sie sehr attraktiv war, sie war auch studierte Physikerin. Sie hatte erst ihr Studium als Prostituierte finanziert und nach dem Abschluss erkannt, dass ihr das horizontale Gewerbe mehr Spaß machte, als die Naturwissenschaft.
          AKK und noch zwei andere Frauenhelferinnen sprachen ihr schlicht diesen Spaß an ihrer Arbeit ab und versuchten, ihr ein unbewältigtes und damit therapiebedürftiges Kindheitstrauma anzudichten.

          Ich kenne mich mit Huren nicht so aus, aber ich denke, dass die meisten eine Stammkundschaft pflegen, die auch andere Werte an „ihrer“ Hure schätzt, als große Titten und lautes Stöhnen.

          • Carnofis ich bin bekennender Freier und Saarländer.
            Die Straßenprostitution sollte eingedämmt und verlegt werden.
            Im Stadtteil Burbach würde es verboten. Faktisch hat man das ganze 500 m auf derselben Straße verschoben. Es ist jetzt in Malstatt .
            Der zweite Strich bleibt bestehen (Nähe Uni). Der dritte würde verkürzt, allerdings darf man da nur noch 30 km/h fahren wegen Auffahrunfällen.
            Außerdem sollten die Zeiten später nachts sein (Was ich sinnvoll finde, damit es keine kleinen Kinder sehen).
            Allgemein wollte man es im Großbordell Paradise konzentrieren (Stimme ich Semi zu).
            Hier besteht ein Problem. Viele Frauen sind da schlicht zu hässlich. Die kommen da nicht rein. Außerdem gibt keiner das Geld aus und will solche Frauen in dem Ambiente. Sowas sucht man eher zur schnellen Entsaftung am Straßenrand. So das deckt sich mit der Nachfrage nach schnellen Aktionen , die man für kleines Geld auf der Durchreise will.
            Die Männer, die das suchen, wollen nicht Stundenlang in Saunalabdschaften rumhängen und Aussehen nicht ganz sooo wichtig.

            Daher klappt Eindämmung nur schwer. Auch die Zeiten werden kaum eingehalten. Ich studiere neben dem Beruf. Ich fahr oft um 8 heim, wenn früher Schluss ist. Da winken mir die Girls schon.

          • »War es vor einem Jahr…«

            Vor vier Jahren.

            »in der Talkshow war auch eine Berufsprostituierte Gast, die so gar nicht dem Klischee eines semikolonschen Opfers entsprach.«

            Undine de Riviere

          • „Vor vier Jahren.“

            ECHT?
            Nee, kann ich mir nicht vorstellen. Dann muss ich ne Wiederholung gesehen haben. Das kann noch keine vier Jahre her sein.

            Hoffe ich jedenfalls 😦

            „Undine de Riviere“

            Exakt! Ich erinnerte mich nur noch an einen französischen Nachnamen.
            Eine äußerst angenehme Person, mit der ich sofort und bedenkenlos Essen gehen würde. Sie ist bestimmt auch eine interessante Gesellschafterin.

          • „Allgemein wollte man es im Großbordell Paradise konzentrieren“

            Heute wurde übrigens vermeldet, dass ein Weiteres Urteil im Falle „Paradise“ rechtskräftig ist:
            neben dem Bordellchef & Vorzeige-„Saubermann“ Rudloff – der einst in einer Talkshow bekannte, es würde ihm „das Herz brechen“, wenn eine seiner Töchter für seinen Laden arbeiten würde (typisch noch für welche anderen Branchen?) – muss jetzt auch der Presse- und Marketingchef in Haft.

            https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.prostitution-in-stuttgart-paradise-urteil-ist-rechtskraeftig.dda527fc-ac1c-4b41-87fc-c6709ff8f8a6.html

          • Die genannte Undine hat sich übrigens auch mal die Bedingungen im Regelfall der Prostitution zugemutet:

            „Ich hab ja im Moment viel Kontakt zu Politik und Presse und es geht mir massiv auf den Zeiger, dass man mir immer wieder erklärt, ich säße als Deutsche und zudem Domina in meinem Elfenbeinturm und wisse nicht, was an der Basis abginge. …

            Sehr anstrengend, ich hab mit zehn Stunden im Fenster sitzen und anbahnen am Freitag und zwölf Stunden am Samstag nicht ganz alle Unkosten (Miete, Fahrtkosten und kleinere Spesen) reinbekommen, geschweige denn Gewinn gemacht …

            Ich hab natürlich hauptsächlich die Frischfleischjäger und Sextouristen abbekommen, und ich schwör euch, ich hab mich schon sehr, sehr lange nicht mehr so geballt mit dermaßen toxischen Menschen abgegeben. In meinem Studio hätte ich die schon beim ersten Telefonat innerhalb von zwei Minuten abgewürgt …

            Ich hab mein möglichstes getan, mit vielen Kolleginnen ins Gespräch zu kommen, was aber häufig an der Sprachbarriere oder bestehenden Cliquen gescheitert ist. …

            Das Personal in den beiden hauseigenen Bars war dagegen sehr gesprächig und offen, da hab ich viel erfahren. Einer der Barkeeper sagte, in Laufhäusern arbeiten keine Frauen, nur Kinder („Blagen“ war die genaue Formulierung) und an Kundschaft verkehre nur „Gesocks“. Ich war offenbar in diesem Laufhaus mit 100 Zimmern zu dem Zeitpunkt und auch schon seit einer ganze Weile die einzige Deutsche und hab sicherlich auch den Altersschnitt ein Stück angehoben.

            Als Sozialstudie definitiv spannend, aber auf Dauer so zu arbeiten und auf den Verdienst angewiesen zu sein macht wirklich krank, denke ich. Ich hatte die zwei Tage ziemlich hochgedreht und die ganzen Bekloppten haben mich hauptsächlich amüsiert, aber am Sonntag Morgen musste ich dann auch erst mal emotional zusammenklappen. …

            Es ist die Respektlosigkeit und Grenzverletzung dieser Sorte Kunden, die krank macht. Ich würde sagen, dass von den zehn, zwölf Kunden, die ich in den zwei Tagen hatte, höchstens ein Drittel anstandslos meine Grenzen respektiert hat, der Rest hat während der Aktion verbal oder handgreiflich massiv und wiederholt versucht, mich zu Dingen zu bringen, die ich zuvor bereits explizit abgelehnt hatte oder für die sie nicht zusätzlich bezahlen wollten. In meiner alltäglichen Arbeitsweise sind selbst verbale Drängeleien die absolute Ausnahme. Und ich schätze, dass von zahllosen Männern, mit denen ich Anbahnungsgespräche geführt habe, bestimmt ein Viertel versucht hat, den vom Haus vorgegebenen Mindestpreis von gerade mal 30 Euro(!) für eine Viertelstunde Französisch und Verkehr noch runterzuhandeln. …

            In meinem Fall war’s ein politisches Experiment und eine persönliche Grenzerfahrung. Das, so wie ich es erlebt habe, als längerfristig bestmögliche Option zum Lebenserwerb zu sehen, ist allerdings vermutlich echt beschissen.“

            Vermutlich!

          • Warum zitierst Du nicht einfach, was Dir FÜR DIE DEBATTE noch außerordentlich wichtig erscheint?

          • Du meinst, sie hatte genausowenig eine Wahl wie die armen prostituierten aus der Aussage
            „Die meisten Frauen in Deutschland prostituieren sich nicht freiwillig im Sinne von sie hätten eine große Wahlmöglichkeit und haben sich trotz einer tollen Ausbildung und tollen Berufschancen für die Prostitution entschieden“
            ?
            Die arme Frau konnte gar nichts anderes als Feministin werden, obwohl sie eigentlich viel lieber Luft- und Raumfahrt studiert hätte?

            Ja, irgendwie wird da was dran sein. Alice ist da ein ganz ganz trauriges Opfer.
            Schlimm schlimm. Sie tut mir so leid.

          • „Die arme Frau konnte gar nichts anderes als Feministin werden, obwohl sie eigentlich viel lieber Luft- und Raumfahrt studiert hätte?“

            Bei der Schwarzen Alice sah es auch IM Kopf schon immer genauso trostlos aus, wie außen. Das wäre nichts geworden mit Luft- und Raumfahrt. Daher stand ihr die Option ebenfalls nicht offen.

  7. „… und wahrscheinlich auch regelmäßigen Gesundheitsüberprüfung für die Nachfragerseite, d.h. ähnliche Repressionen, die jetzt schon (wieder) für die Anschaffenden gelten.“

    Was natürlich ein Unikum in der deutschen Wirtschaft ist.
    Schon seit Beginn der BRD wird, wie wir wissen, beim Kauf eines Pfunds gemischten Hacks vom Kunden ein Gesundheitszeugnis verlangt.

    „Die Prostituierte wiederum (von der ich nichtmal sagen kann, ob *ich* sie als Prostituierte zählen würde, da mir nicht klar ist, ob sie GV überhaupt anbietet has anyone checked her homepage?^^) … “

    Wie sagte Göring nochmal? „Wer ein Jude ist, entscheide ich!“

    „… gerät gar nicht selten in die Defensive. “

    So lauschen zwei Menschen der Rede eines Dritten und hören doch total Anderes.
    Nennt man selektive Wahrnehmung – und ist völlig menschlich 🙂

    • „Schon seit Beginn der BRD wird, wie wir wissen, beim Kauf eines Pfunds gemischten Hacks vom Kunden ein Gesundheitszeugnis verlangt.“

      Der Kunde, der ein Pfund gemischtes Hack kauft, stellt keinerlei Gefahr für den Verkäufer dar.
      Da muss man nichtmal gleich an Mord denken… ungewollte Schwangerschaften (die meist in Abtreibungen münden) sowie sexuell-übertragbare Krankheiten sind diejenigen „Berufsrisiken“, die ursächlich dafür sein dürften, dass Du als Prostituierte nur sehr schwer eine Krankenkasse findest, die bereit wäre Dich zu versichern (oder wenn dann nur zu exorbitanten Prämien, die sich auch ein Verkäufer nicht leisten könnte).

      „Wie sagte Göring nochmal? „Wer ein Jude ist, entscheide ich!““

      Diese Frau bietet Tantra & BDSM an. In meiner Vorstellung bedeutet das (am ehesten), das IHR KÖRPER TABU ist für ihre Kunden.

      Wenn Du 100 Frauen fragtest, ob sie bereit wären gegen Geld Männer auszupeitschen und beschimpfen etc,, erlangtest Du sicher eine höhere Zustimmungsrate als wenn Du danach fragtest, ob sie sich gegen Geld ficken ließen. Letzteres Angebot würde von der Mehrheit als ehrverletzende, grobe Beleidigung angesehen (die prinzipiell strafbar sein müsste – wiewohl sie meist aus praktischen Gründen nicht verfolgt werden kann).

      M.W.n. bezieht die jetztige Definition von „Sexworker“ jedenfalls sogar rein online Tätige (bzw. Telefonsex) oder Stripperinnen mit ein. Mir erscheint das wenig zielführend – eben weil die Risikobewertung im Schnitt völlig unterschiedlich ausfällt.

      • „Der Kunde, der ein Pfund gemischtes Hack kauft, stellt keinerlei Gefahr für den Verkäufer dar.“
        Okay, impliziter, aber eindeutiger Umkehrschluss:
        Sex ist per se Lebensgefährlich, für Frauen. Nebenbei wüßte ich nicht, warum ein Schlachtereikunde mit einer hochinfektiösen Seuche für die Fleischfachverkäuferin und weitere Anwesende keine Gefahr darstellen sollte.

        „Diese Frau bietet Tantra & BDSM an. In meiner Vorstellung bedeutet das (am ehesten), das IHR KÖRPER TABU ist für ihre Kunden.“
        Ziemlich blödes Ablenkungsmanöver, das Dich erstens inhaltlich nix angeht und zweitens nix zum Thema aussagt.
        Mal wieder mit Deinem Sprüchevorrat am Ende und wie immer kein Argument zur Hand, also wird im Moralapostelmodus auf die Tränendrüse gedrückt.

    • Wenn ich mir nachher eine Currywurst hole, begrüße ich es natürlich, daß vor der Imbisstür das Lebensmittelprüfamt erstmal meinen mitgebrachten Löffel, Teller u.s.w. ausführlich überprüft, registriert und zertifiziert, damit ich damit nicht die arme, mittels Wurst vergewaltigte und schwer mißhandelte Fritteuse verseuche …..

      Übrigens, @Inkubator, was Du für kleine lustige Kinderluftballons hältst, sind tatsächlich Verhütungs- und Infektionsschutzspezialteile. Und fast alle Leute auf diesem Planeten wissen das …

  8. Drehen wir die Sache doch mal kurz:
    unter 10 % der Prostituierten sind Männer.
    Maskus wie Arne Hoffmann erwähnen in dem Zusammenhang _nie_ den „selbstbestimmten“ Aspekt, sondern was sie für berichtenswert halten sind ausschließlich (mutmaßliche) Zwangslagen.

    Wie viel lauter würde die Skandalisierung wohl ausfallen, wenn in jeder deutschen Kleinstadt, neben Autobahnen und in Parkbuchten Plakate angebracht wären, auf denen Bordelle angepriesen würden, in denen rund um die Uhr 100 Boys auf Kundschaft warteten?

    • „Wie viel lauter würde die Skandalisierung wohl ausfallen, wenn in jeder deutschen Kleinstadt, neben Autobahnen und in Parkbuchten Plakate angebracht wären, auf denen Bordelle angepriesen würden, in denen rund um die Uhr 100 Boys auf Kundschaft warteten?“

      Da würden sich dann wahrscheinlich noch einige Männer mehr aufhalten, die darauf verweisen, dass sie den Service kostenlos anbieten. Und man würde Witze über den Betreiber machen, der denkt, dass da 100 Männer die passende Kundschaft von Frauen haben

      • Das Lachen würde selbst Dir im Halse stecken bleiben, so Dir klar würde, dass der Bordellbetreiber seinen Profit in jedem Fall erhielte, jeder einzelne Stricher allein zur Deckung seiner im engsten Sinne „berufsbedingten“ Ausgaben (Zimmermiete + Vergnügungssteuer) erstmal ca. 5 Kunden (aus Realitätsliebe nehmen wir an: männliche) täglich befriedigen müsste (und anderenfalls Schulden anhäuft). Oder nicht?

        • @semi

          Als Modell für Schwule mag es noch etwas mehr Glaubwürdigkeit haben, aber würde man wahrscheinlich keine 100 brauchen für den Bedarf vermute ich. Aber Straßenstriche gibt es ja.

          Es wundert mich ja, warum sexpositive, prosexwork Feministinnen keine Bordelle oder Laufhäuser aufmachen. Nach deinen Vorstellungen müssten die sich ja selbst mit der Hälfte der Tagesmiete problemlos finanzieren lassen und dann könnte man sogar noch weiter runter gehen und die Frauen ganz aus der Macht der Vermieterinnen und Vermieter befreien.
          Aber meinst du das ist woanders anders?
          Wenn du eine Bar betreibst, dann hast du auch schnell 5000 € Pacht pro Monat, plus Angestellte, plus Wareneinsatz. Einen Kostenanteil in Höhe von 50% am Umsatz zu haben ist für viele Betriebe ein gutes Ergebnis. Und sie bekommen ja nicht nur ein Zimmer, sondern einen Kundenstrom, einen Alarmknopf mit Leuten, die reagieren etc.
          und Schulden kann man kaum aufhäufen: Ich bezweifele, dass die Laufhausbetreiber Kredite geben bei recht anonymen Frauen, die jederzeit ins Ausland verschwinden können: Wer nicht zahlt dürfte eher direkt rausfliegen.
          Dazu passt die Schilderung hier:

          https://merkurist.de/frankfurt/bordellfuehrung-zimmer-auf-sex-etagen-ein-einblick_5Uc

          „Es gibt Zimmer, die sind für drei Tage vermietet, andere für zehn Jahre“, erklärt Harry, der in der Kaffeeküche am Tresen sitzt und sich als Sicherheitsmann mit anderen die Schichten aufteilt. Die Miete beträgt 140 Euro am Tag, inklusive 15 Euro Steuern sowie Kaffee, Brötchen und Sicherheitsdienst. Die Zimmer sind außerdem mit Duschen, Fernseher und Telefon ausgestattet. Für die individuelle Note haben die Frauen freie Hand.

          „Man muss die Kosten ins Verhältnis setzen.“ – Juanita Rosina Henning

          Dennoch erscheint den Teilnehmerinnen der Führung der Preis recht hoch. „Man muss die Kosten ins Verhältnis zu dem setzen, was die Frauen verdienen“, sagt die Vereinsvorsitzende von Doña Carmen, Juanita Rosina Henning. Der Verdienst sei mit dem in einem Taxi-Unternehmen vergleichbar. Rund 55 Prozent bleiben den Prostituierten, der Rest dem Betreiber. Was die Frauen verlangen, sei aber ganz unterschiedlich. „Manche haben nur drei Freier am Tag, manche 40“, sagt Harry. Man müsse den Job gelernt haben, um gut zu verdienen – wie in anderen Berufen auch.

          140 Euro Miete, ca. 55% reiner Gewinn, wären etwa 310 € Umsatz und 170 € Gewinn. Mal 30 wären das 5100 €, wahrscheinlich steuerfrei. Um das netto in einem anderen Job zu verdienen bräuchtest du ein Gehalt von ca. 9500 € (in Steuerklasse 1, natürlich hättest du dann auch in die Rentenkasse etc eingezahlt, aber nur mal als Vergleich).

          • „Aber Straßenstriche gibt es ja.“

            Eigentlich komisch, dass noch kein Betreiber auf die Idee gekommen zu sein scheint, auch Stricher ins Sortiment aufzunehmen… dabei gibts im Pascha und ähnlichen Großbordellen seit Langem eine ganze Etage voll mit Transen.

            Heißt das, es gibt mehr Männer, die explizit Sex mit einer Transfrau suchen als Schwule (bzw. Bi-Männer), die knackige U20 Boys in (mehr oder weniger) gepflegtem Umfeld nageln wollten? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ein normaler, städtischer Bedarf müsste es eigentlich doch hergeben, mit sagen wir mal „90 Girls und min. 10 Boys“ werben zu können?

            „Es wundert mich ja, warum sexpositive, prosexwork Feministinnen keine Bordelle oder Laufhäuser aufmachen.“

            Das letzte deutsche, Frauengeführte Bordell, das medial Beachtung erfuhr, war dieses eine wo Verkehr mit Real-Dolls angeboten wird. Und weißt Du, was die Inhaberin gesagt hat, warum sie eine Verrichtungsanstalt mit nicht-menschlichen „Sexworkern“ betreibt?
            Sie hätte schlicht keine Prostituierten gefunden!
            Bordellbetreiber brauchen (neben Fürsprechern innerhalb der jeweiligen, kommunalen „Verantwortungsträger“) sicher gute „Auslands-Kontakte“, um ihren Nachschub generieren zu können.

            Diejenigen, die Du meinst, finden sich eher im Escort-Bereich (der sich durch sein hohes Preisniveau auszeichnet).

            „Wenn du eine Bar betreibst, dann hast du auch schnell 5000 € Pacht pro Monat, plus Angestellte, plus Wareneinsatz.“

            Und dann möchtest Du möglichst HUNDERTE, also so viele Kunden wie überhaupt möglich, bedienen.
            Wir können uns doch wohl einigen, dass sich das nun wirklich keinesfalls deckt mit dem, was sich eine Prostituierte unter „Erfolg“ so vorstellen würde?

            „140 Euro Miete, ca. 55% reiner Gewinn, wären etwa 310 € Umsatz und 170 € Gewinn. Mal 30 wären das 5100 €, wahrscheinlich steuerfrei“

            Die dortige Standard-Nummer (sprich „einfacher“ Vaginalverkehr) wird aber zum Preise von 30 Euro verhandelt. Also genau das, was ich sage (und freilich ohne Berufsbekleidung und Sozialversicherungsbeiträge betrachtet)!

            Die Prostituierte, die mit nur 4 Freiern am Tag überleben will, ist gezwungen Extras, die Aufpreis kosten, anzubieten, und wer das nicht tut, braucht schonmal eben 10 Freier pro Arbeitstag, um den von Dir genannten Umsatz zu generieren.

            Im Übrigen: mit 30 Arbeitstagen im Monat kalkuliert nun wirklich kein einziger Erwerbstätiger in D. – das Du überhaupt hier auf diesen Gedanken verfallen konntest, spricht schon Bände!

            (Wahrscheinlich steuerfrei stimmt außerdem garantiert nicht)

          • Das hier ist ein Bild der Rumänin Ioana Condea

            vermutlich aufgenommen bevor sie in die Fänge der Menschenhändler geriet, die sie mit einem Job als Altenpflegerin nach Deutschland lockten, um sie hier dann in die Prostitution zu zwingen.
            Den Versuch, sich dem zu verweigern, hat sie Anfang des Jahres (nach 5-jährigem Koma) mit ihrem Leben bezahlt. Ihre Familie konnte es sich aus eigener Kraft nichtmal leisten sie im Krankenhaus zu besuchen.

          • @semikolon

            Ein Einzelfall – wenn auch ein sehr tragischer – belegt nicht viel oder? Zumal wir noch nicht einmal wissen, ob es so stimmt. Immerhin ist sie zu einer alten Freundin gezogen, die schon länger als Prostituierte in Deutschland tätig war und mit dem Zuhälter verheiratet war. Der war sicherlich ein Arschloch, dass ist keine Frage. Aber das sie ihren Eltern erzählt hat, dass sie nach Deutschland zum putzen geht wäre nun auch nicht so ungewöhnlich, wenn sie dort als Prostituierte arbeiten wollte und der Typ einfach dennoch ein mieser Zuhälter war.

          • „vermutlich aufgenommen bevor sie in die Fänge der Menschenhändler geriet, die sie mit einem Job als Altenpflegerin nach Deutschland lockten“

            Ja die EU ist wirklich ein Ärgernis, früher hätte man an der Grenze das Visa geprüft und spätestens bei nicht erfolgter Ausreise dann mal nachgeschaut, was da los ist. Heute kriminalisiert man lieber Freier oder verbietet Prostitution gleich ganz.

            Andererseits hätte die Frau doch Personenfreizügigkeit gehabt (?), wieso bewirbt sie sich nicht direkt bei einem Altenheim? Ach so, die Sprachbarriere, der Hauptgrund, warum das mit der Einheit nicht klappt…

          • Bevor ich gepflegt ausraste, will ich erstmal noch die Quellen sehen, auf denen Dein Kommentar basierte, CHRISTIAN.

          • „Zumal wir noch nicht einmal wissen, ob es so stimmt.“

            Nochmal, Christian: auf welcher Grundlage bezweifelst Du hier die Aussage der (sozusagen) Kronzeugin, die – völlig freiwillig – erzählte, dass sie Ioanna auf seine Anweisung hin über die Art des Jobs getäuscht hat?

          • @semikolon

            Sie sagt, dass sie selbst von ihrem Freund dazu gezwungen worden ist und er ein Schwein ist. Nur mit der Version sind sie beide Opfer. Denn niemand würde glauben, dass sie nichts damit zu tun hat, dass die Freundin nachkommt. Also bleibt nur „er hat mich gezwungen ihr das zu erzählen“.
            oder siehst du eine andere Version, bei der sie ins Gute lager wechseln kann?

        • Nochmal:
          Wo solche Strukturen in der Prostitution bestehen, sind sie ausbeuterisch, häufig erpresserisch und auch oft illegal.
          mW hat hier niemand illegale Strukturen befürwortet – ich jedenfalls tue es nicht.

          Aber mal ernsthafte Rückfrage: Was hast du als Lösungsvorschlag anzubieten?
          Es klingt halt so, dass es dir v.a. darum geht, den Opferstatus von Frauen ™ zu zementieren.
          Wie ich wiederholt erklärt habe: eine (re-)kriminalisierung von Prostitution hilft solchen Frauen rein nix, sondern ist kontraproduktiv.
          Was helfen kann ist mMn nur
          1. eine entkriminalisierung des Gewerbess, legalisierte und adäquat kontrollierte Prostitution bei gleichzeitig
          2. klarer Durchsetzung bestehender Gesetze gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution.

          (Möglicherweise wäre dazu bereits hilfreich, weniger Polizeikräfte im Kampf gegen hatespech zu binden und für solche Zwecke zur Verfügung zu haben. Nur mal so als Beispiel.)

          • „Wo solche Strukturen in der Prostitution bestehen, sind sie ausbeuterisch, häufig erpresserisch und…“

            leider legal. Großbordelle sind sogar die von unserem Staate offenkundig bevorzugte Prostitutionsstätte.

            „Was hast du als Lösungsvorschlag anzubieten?“

            Nicht vorpreschen, wir sind noch bei der Problembeschreibung.

            Ich mein: denk doch mal an Leiharbeiter zum Vergleich.

            Stell Dir vor, die müssten die Firma, die sie verleihen will, auf Tagesbasis dafür bezahlen, dass ihre Arbeitskraft den Kunden angeboten wird. Und wenn sie an einem Tag nur von 2 Kunden gebucht würden, müssten sie am nächsten Tag nochmal min. 3 mehr für sich gewinnen, damit sie nicht (gegenüber Leiharbeiterfirma und dem Staat) in die Schuldenfalle gerieten.

            Wäre so ein Geschäftsmodell legal durchführbar in D., so die Ausbeutung nicht zulasten (mehrheitlich ausländischer) Frauen (mit zumindest Sprachbarriere) ginge?

      • Moment: die Ex dieses Mehrfachmörders (aka. „Arschloch“ für Deine Begriffe) wäre für Dich irgendwie als schlechterer Mensch rübergekommen, wenn sie ausgesagt hätte, dass sie ihrer Freundin im Vorhinein durchaus erzählt hätte, dass es um Prostitution ging – also wenn nach ihrer Schilderung die Tote ihre Familie angelogen hätte, sie dagegen immer ehrlich war?

        • @semikolon

          Ja, natürlich. Das hätte erheblichen Widerstand hervorgerufen. Und wer hätte dann schon noch gespendet? und warum hätte sie sie nicht gewarnt und ihr erzählt wie es wirklich ist? Und wenn sie es ihr erzählt hätte, warum ist sie dann gekommen? So sind sie beide Opfer. Sie wurde ja von dem fiesen Kerl gezwungen. Die wesentlich bessere Geschichte.

          • „warum hätte sie sie nicht gewarnt und ihr erzählt wie es wirklich ist? Und wenn sie es ihr erzählt hätte, warum ist sie dann gekommen?“

            Ich bin irgendwo ja neugierig, welche Antworten Dir dazu als Erstes einfielen.

          • Darf ich Deine Fragen denn dann so einordnen, dass Dir durchaus irgendwo im Hinterstübchen bewusst ist, dass nichtmal die allerärmsten (sowie grundsätzlich zur Prostitution bereiten) Frauen – so vorab korrekt informiert über die Gegebenheiten – sich nun ausgerechnet ein hiesiges Großbordell als ihre „Berufsstätte“ auswählten?

            Dennoch stehen diese Häuser ja nicht leer, es gibt sogar guten Grund für die Annahme, dass sie den größten Marktanteil an den geschätzt über 14 Milliarden Euro Umsatz halten (ich halte diesen Wert freilich für stark übertrieben – zum Vergleich hier der Umsatz des Segments „Körperpflegemittel und Duftstoffe“ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256917/umfrage/umsatz-der-deutschen-kosmetik-und-koerperpflegeindustrie/)

            Wie kann das sein?

            Kriminologen und Polizeivertreter gehen davon aus, dass 8 bis 9 von 10 Anschaffenden zwangsprostituiert sind oder werden. Aus dieser Sicht ist eine Politik, die darauf abzielt die Nachfrage stärkstmöglich einzudämmen, der einzig gangbare Weg.

            Man hat ja (Alles soweit ich weiß) die „Flaterate“ verboten, und darüber würd ich auch mal gern sprechen, weil ich das nur schwer verstehen konnte: kein anderes Business-Modell innerhalb des Milieus verspricht den Prostituierten einen kalkulierbaren weil garantierten Tagesverdienst. Der „Insider“-Bericht damals (den auch Undine hervorhob) hat vergleichweise Nichts Skandalöses zutage gefördert, vielmehr schien es, als drehte sich die Dynamik: kein Anbiedern der Huren an die Freier mehr, weil keine wieder den nächsten Kunden braucht um zu überleben. Stimmung mehr so Richtung Disko, wo die Frauen in Grüppchen tanzten und klönten, während jeder einzelne Freier (der ja schon bezahlt hatte und folglich ohne Aufpreis „durfte so viel er konnte“) weitaus deutlicher gezwungen war, seine Favoritin(nen) von einem Gang auf die Matte mit ihm zu überzeugen.

            SOWAS wurde nun aber gesetzlich verboten!
            Warum denn? Kann das…?

          • Lies doch einfach noch mal den von dir teilweise zitieren Bericht der Domina über ihre Zeit im Laufhaus. Da schildert sie doch, dass für einige Prostituierte ganz bewusst solche großen Laufhauser die gewünschte Adresse sind.

        • ?
          Steh ich aufm Schlauch?

          Oder solltest Du tatsächlich diese Stelle hier meinen?:

          „Ich hab sie gefragt, wieso sie sich nicht einfach eine kleine Privatwohnung nimmt – ach nun, sie will das ja nur noch ein halbes Jahr machen und dann wieder als Krankenschwester arbeiten, aber zuhause kommt sie nicht dazu Bewerbungen zu schreiben wegen der Familie, und im Puff kommt man ja sowieso zu nichts. Ich vermute mal, das sagt sie schon seit Jahren und wird das auch noch in ein paar Jahren sagen. Bis dahin hat sie dem Laden monatlich zwischen 2000 und 4000 Euro für ein zehn Quadratmeter-Zimmer in den Rachen geworfen.“

          • Der Grund, dass einige Prostituierte solche Deals „freiwillig“ eingehen ist also der, dass sie den Job eigentlich gar nicht machen wollen bzw. an Ausstieg denken.
            Tja, dann sollte man den Frauen dabei helfen, oder nicht?

          • Diese Frau sagte aber doch wohl ganz klar und deutlich, dass sie aussteigen _will_ (was absolut typisch ist btw), wie kannst Du das wegleugnen?

            Und Du sprichst über den ungarischen/rumänischen etc. Monatslohn, den sie hier in einer Woche verdienen könnten (beim erwähnten Stundenlohn von 200 Euro vielleicht … also mit Glück)?

            Was genau würdest Du gegen ein Verbot zumindest dieser m.E.n. Schlimmsten, ausbeuterischen Prostitutions-Konzepte in Stellung bringen wollen?

          • Aussteigen wollen bedeutet doch nicht viel. Das will vielleicht auch der Typ auf der Ölplattform oder der Hochsee Fischer.
            Der Lohn in Rumänien sind 450 € netto, nach dem von mir zitierten Artikel machen sie etwa 150 € pro Tag.
            Die Ausbeutung ist rein subjektiv. Es steht ihr ja frei jede andere Form der Prostitution auszuüben oder eine andere Form von Arbeit.
            Was würdest du denn für eine faire Miete halten? Für ein Zimmer mit Sicherheitsdienst und Essen und festen Kundenstrom?

          • @Brutmaschin:
            „Und Du sprichst über den ungarischen/rumänischen etc. Monatslohn, den sie hier in einer Woche verdienen könnten“

            Würdest Du Dich für ( überwiegend männliche ) Eimerleute und Gurkenpflücker auch so ereifern?
            Gegen die hat Chrissy nämlich ganz locker recht mit dem Vergleich, DIE werden tatsächlich garantiert ALLE und noch wesentlich heftiger ausgebeutet.

            Übrigens gibt es auch kaum Klomänner, Inventurhilfskräfte, Tiefbauhilfsmalocher, Schweinehälftenschlepper etc.pp., die nicht am liebsten sofort aus dem ( mindestens temporären ) Job sofort aussteigen würden.
            So what?

          • Was war der Grund für das Verbot von Flaterate-Bordellen (in denen die Prostituierten m.W.n. tatsächlich am ehesten vergleichbare Konditionen erwarteten wie in anderen beruflichen Domänen)?

          • Ich mein: liegt da nicht der Verdacht nahe, dass der Oberbürgermeister von Fellbach und Landtagsabgeordnete, der diese Initiative gestartet hat, sich mal „investigativ“ in dem damals neuen Puff innerhalb seines Herrschaftsgebiets umsah und empört feststellte, dass DAS mit Prostitution so wie er sie kennt und für richtig hält nicht mehr viel gemeinsam hatte…?

          • „nach dem von mir zitierten Artikel machen sie etwa 150 € pro Tag“

            Was hast Du wo zitiert?
            Wie würde denn Deine Risikobewertung ausfallen?
            In den geduldeten Großbordellen kann eine Prostituierte wenns blöd läuft ja eben auch mit 150 oder mehr Euro Minus an einem Arbeitstag heimgehen. Und wer immer dasselbe Zimmer haben will (weil er sich dieses extrem teure Kabuff individuell einrichtet), zahlt für alle (verdienst-)freien Tage ja außerdem auch noch die Reservierungspauschale in Höhe von 55 Euro daily.

            Wenn Flaterate-Modelle ausbeuterisch, Menschenrechtsverletzend und daher zu verbieten waren, obwohl die keine einzige (!) Arbeiterin dem Schulden-Risiko aussetzten, sind es Großbordelle doch wohl noch 100 mal mehr!

          • Und ich meine: das ist ja auch nicht das einzige bei Lichte besehen „Seltsame“, was das mehrheitlich männliche Parlament so an Regelungen für die Prostitution beschlossen hat.

            Nehmen wir mal noch das jüngste Verbot für die Prostituierten, in diesen teuren Kabuffs mit großem Bett drinne auch zu nächtigen. Andersrum formuliert besteht eben die Auflage, zwangsläufig auch noch einen zweiten Vermieter zu bereichern…

            Wie läuft das eigentlich ab jetzt, jemand ne Vorstellung?

            Bei den Prostituierten, die (vielleicht sogar selbstbestimmt) auf Tour quer durch Deutschland sind, jede Woche ne andere Stadt: mieten die sich Hotelzimmer (die ja kaum anders eingerichtet sind als ihre jeweiligen Wirkungsstätten, in denen sie aber – leider leider! – keine Kunden empfangen dürften ohne Sanktionsandrohung)?

            Und natürlich auch bei den Prostituierten, die ohne Sprachkenntnisse und der Möglichkeit in Vorkasse zu gehen hier für ein paar Wochen oder Monate – jedenfalls schwer absehbar – ne zweite Bleibe nahe dem Bordell benötigen?

            Wenn man vor 5 bzw. mehr Jahren mit 10 bis 12 Stunden Zeiteinsatz am Tag nicht genug zusammenkratzen konnte um nicht drauflegen zu müssen so wie Undine, wieviel brutaler mag es dann jetzt erst aussehen in der Realität (im Schnitt)?

    • Übertreibs halt nicht immer so schamlos. Seit wann hängen denn in jeder dt. Kleinstadt Plakate die Bordelle mit 100 Girls rund um die Uhr angepreisen.
      Plakatwerbung ist sowieso noch recht selten. Ich musste aus beruflichen Gründen ins Rheinland (Bergisch Gladbach) fahren um zum 1. Mal Straßenwerbung für einen FKK Club zu sehen. Da ist die Werbung für Läden für Sexspielzeug (eis.de) schon präsenter.
      Grundsätzlich finde ich das gut, dass die Prüderie so abnimmt. Auf die Nachrichtensendung für Erwachsene, wie sie in der Sci-Fci-Literatur (Cyberpunk z.b.) vorkommt muss ich aber immer noch warten.

      • @michael
        Die meisten Frauen zwischen 18 und 35 Prostituieren sich. Es gibt allein 2 Millionen Sugarbabes in diesem Land, dazu kommen noch die Telefonsexdamen, Amateurdarstellerinnen in Pornos, Pornodarstellerinne, Hobbyhuren, Huren, Versorgerehefrauen, alle Leben auf kosten der Männer, ohne eine Leistung zu erbringen oder zu Arbeiten.

    • „Maskus wie Arne Hoffmann erwähnen in dem Zusammenhang _nie_ den „selbstbestimmten“ Aspekt, sondern was sie für berichtenswert halten sind ausschließlich (mutmaßliche) Zwangslagen.“

      Kann mich nicht erinner, wo sich Arne mal über männliche prostitution ausgelassen hätte. Hast du ein Beispie?

      „Wie viel lauter würde die Skandalisierung wohl ausfallen, wenn in jeder deutschen Kleinstadt, neben Autobahnen und in Parkbuchten Plakate angebracht wären, auf denen Bordelle angepriesen würden, in denen rund um die Uhr 100 Boys auf Kundschaft warteten?“

      Weil bekanntlich in jeder deutschen Kleinstadt neben Autobahnen und in Parkbuchten Plakate angebracht sind, auf denen Bordelle angepriesen werden.
      In was für einer Welt lebst du?

      Ansonsten: Wenn die „Boys“ volljährig sind: Warum nicht?
      Wenn sie es nicht sind, wird Arne genauso dagegen sein wie bei minderjährigen Mädchen. Das ist illegal, auch jetzt schon (oder noch), trotz grundsätzlicher legalisierung von prostitution, und niemand hier befürwortet etwas anderes.
      Also wie gehabt alles strohmänner.

      • Arne hat hin und wieder auf Berichte über deutschen Sextourismus in vorrangig nordafrikanische Länder verwiesen. Dieser wird in erster Linie von „reiferen Frauen“ (also dem politisch korrekten Synonym für abgetakelte Fregatten, die kein junger Mann freiwillig auch nur mit der Kneifzange anfassen würde) betrieben. Die Prostituierten sind in der Regel sehr junge Männer (sicherlich auch ein nicht unerheblicher Teil noch minderjährig, aber in Berichten über diese Form von Prostitution würde das in unseren Medien ums Verrecken nicht so benannt werden). Was Arne dabei meist hervorhob, war die offensichtliche Doppelmoral der medialen Berichterstattung. Während die vorwiegend männlichen Thailand-Sextouristen immerzu als ekelhafte Widerlinge präsentiert werden, die fraglos alle nur darauf aus sind, ihren Schwengel mal in das eine oder andere möglichst deutlich minderjährige Honigtöpfchen zu tauchen, wird über besagte Frauen in Artikeln unter Überschriften wie „wenn Frauen Liebe suchen“ berichtet, womit der Frame schon einmal gesteckt und über den Artikel hinweg auch nie verlassen wird. Der bei umgekehrten Geschlechtervorzeichen verlässlich sehr prominent herausgearbeitete Ekel, den sehr junge Menschen nachvollziehbarerweise empfinden, wenn sie Sex mit fremden Leuten haben sollen, die ohne weiteres ihre Großeltern sein könnten, spielt bei den Jungs natürlich keine Rolle für unsere Journalistendarsteller. Ich meine, in einem diesbezüglich von Arne verlinkten Artikel ging man stattdessen so weit, besagte Jungs geradezu als böswillige Gigolos darzustellen, die armen und natürlich nur nach Liebe suchenden Frauen auflauern, um sie über den Tisch zu ziehen. Und auch hier: man stelle sich den feministischen Aufschrei vor, wenn in reichweitenstarken Medien mit einem solch grotesken Frame über Sextourismus in Südostasien berichtet würde…

        Kurzum: was Arne da mal gebracht hat, intendierte etwas völlig anderes, als was Semikolon hier im Gestus gerechter Empörung vorbringt. Also obwohl er tatsächlich schon das eine oder andere Mal über männliche Prostitution berichtete, bleibt dein Urteil Semikolons Kommentar betreffend korrekt: er ist nichts weiter, als eine Ansammlung von Strohmännern.

        • Jetzt wo du’s sagst erinnere ich mich auch.
          Vermutlich ist mir das auch deshalb nicht eingefallen, weil Semikolon ja explizit von Bordellen in deutschen Kleinstädten redete – und dergleichen fand sich bei Arne meines Wissens dann doch nie.

          • Tatsächlich: Bordellkritik kam von ihm auch m.W.n. noch überhaupt keine…
            OBWOHL da auch (mehr oder weniger bereits zu Frauen gemachte) biologisch-männliche Menschen ausgebeutet werden!

            Sind halt in der Mehrzahl dann doch nur Frauen… und zuviel Empathie wär dann der Sache ja auch wieder abträglich.

        • „Arne hat hin und wieder auf Berichte über deutschen Sextourismus in vorrangig nordafrikanische Länder verwiesen.“

          Nicht, dass ich nicht glaube, dass er auch das thematisiert hat – und dabei natürlich die sich-prostituierenden Männer allgemein als Opfer (der Umstände) verkaufen will! – …aber in meiner Suche bin ich jetzt nur auf sehr wenige Beiträge (weniger als ich erinnere) gestoßen, wo es dann aber um Straßenstrich bzw. Grenzprostitution ging.

          Mein Eindruck war durchaus, dass er zur Kenntnis nimmt, dass männliche Prostituierte (d.h. cis-Männer und solche, die sich dann als Trans-Frauen in den Bordellen anbieten „können“) meist auch männliches Klientel bedienen.

          Interessant finde ich z.B. dieses von ihm wiedergegebene Zitat:

          „eine kanadische Studie (Under the Radar. The Sexual Exploitation of Young Men) stieß gleich auf eine ganze Reihe von Fakten[…]: Die sexuell ausgebeuteten Jungen und jungen Männer haben einen vergleichbaren Hintergrund an sexuellem und körperlichem Missbrauch wie die Mädchen und jungen Frauen in diesem Bereich…“

          https://genderama.blogspot.com/2014_04_01_archive.html

          Glaubt ihr mir vielleicht, dass sich mit Ausdauer ein Beispiel finden ließe, wo er zu suggerieren sucht, dass dieses (etwaige) Motiv für den Einstieg in die Prostitution bei Mädchen und Frauen keine sonderliche Relevanz besäße?

          • „Glaubt ihr mir vielleicht, dass sich mit Ausdauer ein Beispiel finden ließe, wo er zu suggerieren sucht, dass dieses (etwaige) Motiv für den Einstieg in die Prostitution bei Mädchen und Frauen keine sonderliche Relevanz besäße?“

            Welches Motiv?
            Hast du ein Motiv genannt?
            Ich würde deine Wette gerne annehmen, aber das kann ich erst, wenn du benennst, wovon du redest.

  9. „Zwangsprostitution“ was ist das für ein Wort? Meiner ansicht nach ist Zwang zu Sex schlicht Vergewaltigung. Serien u. o. systematische Vergewaltigung würde ich dann als treffenderes Wort verwenden, wenn es im Bordell geschieht.

    Dieses Wort wurde vielleicht eingeführt um Prostitution in die Nähe oder Ecke von Vergewaltigung zu rücken.

    • Da kann man schon einen deutlichen Unterschied ausmachen.

      Bei Zwangsprostitution übt der Stecher nämlich keine Gewalt aus, sondern der Zuhälter. Vermutlich merken viele Freier gar nicht, dass da Zwang im Spiel ist, die Prostituierte muss schließlich liefern und wird sich daher entsprechend anbiedern. Deshalb ist die Freierdiskriminierung ja auch so perfide…

        • Ausländer halt:

          „Der größte Zuhälter ist oft die Familie. Das ist eine Riesenscheinheiligkeit: Wenn die Tochter 3000 oder 4000 Euro im Monat nach Hause schickt, können die Eltern doch nicht glauben, dass sie das als Kellnerin verdient. Sie machen die Augen zu. Die Mädchen bauen ihnen Häuser und Existenzen auf.“

          Als Zuhälter würde ich die nicht sehen, solange sie keinen direkten Zwang ausüben. Anders als der Mann im Interview, bin ich auch der Meinung, dass die nicht wissen können, was man hier verdient, da herrschen m.E. oft vollkommen falsche Vorstellungen (die sind alle reich, fahren alle Mercedes usw.)

          • Ich korrigiere mich: Zuhälter üben nicht immer Zwang aus, nur bei Zwangsprostitution. Hab ich schlecht ausgedrückt

  10. Positiv ist, dass beide sachlich diskutieren. Die Femen-Aktivistin ist m.E. erkennbar in der Defensive, Internet-gepolte-Aktivistin gegen erfahrene Praktikerin.

    Die Argumente der femen-Frau (die ich nicht attraktiver finde, die sind beide nicht sonderlich hübsch, von der Figur her, würde ich die Prostituierte bevorzugen) sind erwartbar verlogen.

    Warum will sie Prostitution verbieten:

    1) Wegen Frauen die zu Sex gezwungen werden (dagegen gibt es aber bereits Gesetze, verstößt ein Zuhälter jetzt schon gegen diese, tut er es nach einer Kriminalisierung von Freiern erst recht, weil die Preise steigen).

    2) Argumentiert wird auch mit Menschenhandel, keine Alternative ist natürlich, die Grenzen entsprechend zu überwachen. Würde man den Frauen automatisch ein Aufenthaltsrecht einräumen, hätte man aber eine weitere wunderbar ausnutzbare Lücke im ohnehin kaum noch durchgesetzten Asylrecht.

    3) Die Frau stört sich am Frauenbild der Freier, welches sie in irgendwelchen ominösen Foren aufgesammelt hat. Welche Clientel sich da herumtreibt und wie ernst die es mit der Wahrheit nehmen, spielt keine Rolle. Dass deren Frauenbild keine Rolle spielt, solange sie sich benehmen, sollte man vielleicht auch mal erwähnen.

    4) Männer sollten nicht glauben, sie hätten ein Recht auf Sex. Verlogener geht es gar nicht! Männer zahlen Geld dafür, mal mit einer Frau schlafen zu können, sieht so ein Rechtsanspruch aus? Intimer Körperkontakt ist immerhin sowas wie ein Grundbedürfnis, gerade bei Männern, die sehr viel investieren müssen, um den hin- und wieder mal zu bekommen.

  11. Ich hatte mal einen Streit mit einer Femi, die sich so äußerte dann aber Fragen dazu nicht mehr beantwortete:

    Zuerst einmal ist absolut jede Frau von den Auswirkungen der Prostitution betroffen. Insofern auch ich, und ich äußere hier meine Meinung dazu.

    Kann mir einer erklären, was damit gemeint ist? Entweihung der heiligen Muschi, wenn sie für schnöden Mammon zu haben ist?

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Wir-brauchen-keine-Rettung-wir-brauchen-Respekt/Re-Sind-Freier-asozialer-misogynistischer-Abschaum/posting-32670611/show/

    • Das war mein Argument hier: https://allesevolution.wordpress.com/2019/04/01/1live-ausgepackt-prostituierte-trifft-femen-aktivistin/#comment-397290

      Dass Prostitution mindestens zwei frauen-betreffende Aspekte hat, ist kaum zu bestreiten:
      – sie verschieben durch Vergrößerung des Angebots den Markt
      – sie verschieben durch die Betonung, dass es sich bei Sex um einen Markt handelt, die Bwertung dessen, was die Frauen anbieten

      Korrollar zum zweiten ist wohl auch, dass die Bewertung von Vergewaltigung von „Das Schlimmste, was ein Mann tun kann(, gleich nach Mord)“ sich verschiebt zu „Nicht schlimmer als ein Raub,letztlich sogar exakt das“, was im Englischen durch das Wort „rape“ ja auch noch betont wird.

      late 14c., „seize prey; abduct, take by force,“

      http://bit.ly/2Vdtmwe

      Ein dritter Aspekt könnte m.E. sein, dass der Frau die archetypische Rolle der Auswahl zukommt. Es ist Die Frau, die entscheidet, ob Der Mann sich fortpflanzt. Bei der Prostitution sind die Rollen umgekehrt: Die Prostituierte bietet an und der Mann entscheidet frei im ausreichend großen Angebot, welche Frau „überlebt“ oder nicht. Das greift direkt die archetypische Natur der Frau an.

      Keines von den dreien wird eine Frau, die sich eo ipso für etwas Besseres hält als ein Mann, akzeptieren können.

      • Ich glaube der letzte Punkt geht so einigen Frauen gehörig gegen den Strich. Man wirkt auf andere Frauen ja auch attraktiver wenn man schon eine Frau hat. Sie empfinden das dann wohl wie so eine Art Gütesiegel. Wenn nun aber Männer ohne diese weibliche Absolution einfach so konsequenzenlos Sex haben, wie kann die monogame Frau dann selbst Sex immer noch als hochwertige Universalwährung benutzen.

    • Noch ein paar Gedanken zur Natur des Weiblichen…

      Ausgangspunkt ist diese konservative Perspektive von Roger Scruton

      …but of course you know that rape is not like that.
      It’s an existential assault.
      It’s actually taking from someone not just a stolen pleasure but something that she really is and in doing so polluting her being.
      Polluting that in her which is most precious.

      What is most precious?

      Well it’s the desire to give the whole self to the person you love.

      Or even just to the person you desire but nevertheless to do it as a gift from me to you.

      So it’s an invasion of that precious thing, the I-to-You relation, by a completely different kind of relation which seems to us to to pollute it.

      And one way of expressing this is to say that it’s an invasion of the subject by the object. That we relate to each other as subjects as I am an I and you as a you.
      But we if we we can treat each other as objects and to treat each other as objects in this particular context is essentially to negate the possibility of the gift which lies at the heart of sexual desire.
      So it’s like stealing what must be given if it is to exist at all.

      http://bit.ly/2Vkp5ar
      (timecode verlinkt)

      Das finde ich einen interessanten Ansatz.

      In MGTOW Diskussionen z.B. von Colttaine (http://bit.ly/2ViYsm9) kommt immer wieder das Argument, das einzige, was Frauen zu einer Beziehung beitragen, sei Sex, und den könne man in gleicher Qualität schließlich auch für ein paar hundert Dollar im Monat (oder kolo, wenn man an seinem Game arbeitet) bekommen.

      Das fand ich nie überzeugend.

      Scrutons Annahme, dass das Geschenk der Frau sie selbst sei, symbolisiert durch den Sex, klingt pathetisch, ist aber als Gedanke fruchtbar.

      Eddie Murphies Erzählung „when you make a woman go whoooooo“ ergibt mit der Annahme mehr Sinn als ohne.
      (http://bit.ly/2CUTyVf)

      Nehmen wir also an, es gäbe einen Wunsch in Der Frau, sich Dem Mann ganz hinzugeben. Angesichts quasi jeder Romance-Novel oder jeden Chick-Flicks ist das eine durchaus plausible Annahme. (ffs: 50 Shades of Gray ist der meistverkaufte Roman aller Zeiten)

      Aber, sagt der Skeptiker, Frauen verhalten sich ja gar nicht so. Sie schleudern in ihren besten Jahren den Sex nur so raus, fühlen sich empowered, wenn ihr Dickstack höher ist als der der Freundin etc.

      Wie passt das zusammen mit der instinktiven Forderung, selbst von empowerten Feministinnen, dass Männer der weibliche Sexuelität gefälligst den heiligen Status geben sollen, den Konservative wie Scruton selbstverständlich annehmen?

      Mit fällt als Erklärung die weibliche Power-Fantasy ein, die Colttaine ziemlich plausibel belegt.
      ( http://bit.ly/2VlT2XB )
      Die ist in Kurzfassung: Egal wie scheiße die Frau sich verhält oder wie kacke ihre Persönlichkeit ist, sie hat das Happy End verdient. Das früheste Beispiel, an das ich mich erinnern kann, ist Ally McBeal, inzwischen gibt es quasi keinen Frauenfilm mehr, in dem das nicht das Leitprinzip ist: Sie ist echt unter aller Sau, aber der großartige Mann ist hin und weg von ihr.

      f you wanna be my lover
      You gotta get with my friends
      If you want my future
      Forget my past

      Die Erwartungshaltung der modernen Frau ist, genau wie vor hundert Jahren, dass Der Eine kommen wird, mit dem sie Sex haben wird und dann sind sie auf immer verbunden.

      Das funktioniert aber nur, und das spürt jede Frau instinktiv, wenn Sex für den Mann etwas Besonderes ist, nicht eine Commodity, die für 25€ hinterm Bahnhof kaufbar ist.

      • PS. zu Scrutons Behauptung, wir seien uns alle einig, dass Rape ganz ganz furchtbar sei:

        Botticellis Primavera war, so ist breiter Konsens, ein Hochzeitsgeschenk.

        Das wird spannend durch diesen Ausschnitt des Bildes:

        Denn diese beiden sind Chloris und Zephyris.

        I was Chloris, Nympha of the happy fields [Elysium], the homes of the blessed (you hear) in earlier times. To describe my beauty would mar my modesty : it found my mother a son-in law god. It was spring, I wandered; Zephyrus (the West Wind) saw me, I left. He pursues, I run : he was the stronger; and Boreas gave his brother full rights of rape by robbing Erechtheus‘ house of its prize [Oreithyia]. But he makes good the rape by naming me his bride, and I have no complaints about my marriage.

        Bei den Griechen war es offensichtlich nicht sonderlich ehrenrührig für einen Gott, der Vergewaltigung beschuldigt zu werden.
        Niemand wandte sich von Apollon ab, nachdem er Daphne verfolgte.

        Und in der Renaissance war es m.W. durchaus üblich, einem jungen Paar zur Hochzeit ein Bild zu schenken, auf dem eine mythologische Vergewaltigung verarbeitet ist.

        Mit anderen Worten: Dass Vergewaltigung die Einschätzung hat, die Scruton für Konsens hält, scheint mir mit der Geschlechterverschiedung zusammen zu hängen, die Kucklick rausgeschält hat.

    • Auch legaler Handel kann zum Teil auf illegaler Ressourcenbeschaffung basieren, zumindest, wenn die Nachfrage nicht ddurch legales Angebot ausreichend gedeckt wird und die Marge durch illegale Beschaffung das Risiko deckt.

      Also: Klar, kann passieren. Ist aber kein „nur dann“ Zusammenhang. Den Menschenhandel gibt es auch, wenn Sexarbeit nicht legal ist.

    • Und legale Arbeit in der Landwirtschaft befeuert Leibeigenschaft. Und legaler Autohandel befeuert Handel mit gestohlenen Autos. Und legaler Zigarettenverkauf befeuert Zigarettenverkauf auf dem Schwarzmarkt. Und legales Schnapsbrennen Schwarzbrennen. Und legale Möglichkeiten, Steuern zu sparen, Steuerhinterziehung. Und legaler Sex Vergewaltigung.
      Sieht man ja immer und immer wieder: wenn etwas einfach nur verboten ist, will niemand das haben, aber je mehr legale Möglichkeiten es gibt, es zu bekommen, desto weniger werden diese genutzt, sondern nur die illegalen, weil Menschen gerne Gesetze brechen.

  12. Passend zum Thema fand die vergangene Woche ein „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen“ statt. Hier die sogenannte „Mainzer Erklärung“ im Original: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScl1P3_BYSiy8MK8yeRcCIyoYAGMGxsItfqYo-21Poyd9clzQ/viewform

    und in digitaler Übersetzung (via Sexworker.at):

    Offener Brief an Bundeskanzler, Regierung und Parlament.

    Verbot den Kauf von Sex und das Führen von Bordellen!
    Bieten Sie den Opfern der Prostitution echte Alternativen und Ausstiegsmöglichkeiten!

    Setzen Sie die durch den Staat gesponserte sexuelle Ausbeutung von Frauen unverzüglich außer Kraft, was die Menschenwürde und die Verpflichtungen Deutschlands nach dem internationalen Menschenrechtsgesetz verletzt!

    Wir, deutsche und internationale Überlebende von Prostitution und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, Front-NGOs, die Opfer dieser Verbrechen direkt unterstützen, Menschen- und Frauenrechtsaktivisten, Organisationen und Bewegungen, die alle Formen sexueller und sexistischer Gewalt bekämpfen, sind schockiert, verletzt und entsetzt die deutsche Gesetzgebung und die öffentliche Politik zur Prostitution. Seit 2002 hat die deutsche Regierung ein System massiver sexueller Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen der ärmsten und am stärksten gefährdeten Frauen organisiert und geschützt.

    Anlässlich des 3. Weltkongresses gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen1 in Mainz1 versammelt, fordern wir Bundeskanzler, Regierung und Parlament feierlich auf, die vom Staat gesponserte sexuelle Ausbeutung der am meisten marginalisierten Frauen unverzüglich zu beenden.

    Wir fordern die deutsche Regierung dazu auf,

    • Respektieren Sie die internationalen Verpflichtungen, indem Sie die Ausbeutung der Prostitution unter Strafe stellen, einschließlich der Führung eines Bordells und der Erzielung jeglicher Gewinne aus der Prostitution eines anderen.

    • erkennen, dass der Kauf sexueller Zugriffe auf den Körper einer Person aufgrund ihrer finanziellen Beschränkungen und nicht aufgrund ihres körperlichen Verlangens eine Form sexueller und sexistischer Gewalt ist und den Kauf von Sex untersagt;

    • Stellen Sie sicher, dass Personen mit Prostituierten, die niemals für ihre eigene Ausbeutung bestraft werden sollten, keine Strafmaßnahmen oder -gesetze oder spezifische Kontrollen oder Registrierungen auferlegt werden.

    • Festlegung einer landesweiten Ausstiegspolitik mit Programmen, die Opfern von Prostitution und Menschenhandel Schutz, Unterstützung und sozioökonomische Unterstützung bieten. Dazu gehören der Zugang zu Sozialwohnungen, Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Opfer, körperliche und psychische Gesundheitsfürsorge, Bildung und berufliche Eingliederung.

    • Anerkennung der Verantwortung des deutschen Staates für die sexuelle Ausbeutung von mehreren hunderttausend Frauen und Entschädigung von Opfern von Prostitution und Menschenhandel, deren Ausbeutung in staatlich zugelassenen Bordellen durch das Prostitutionsgesetz von 2002 und 2017 genehmigt und gefördert wurde.

    Wir fordern Kanzlerin Merkel und die Leiter aller politischen Parteien eindringlich auf, vor Ende Mai 2019 eine Delegation der Unterzeichner zu erhalten. Die Regierung muss die Ausbeutung der Prostitution anderer und den Kauf von Sex unter Strafe stellen und einen wirksamen Schutz bieten, soziale Unterstützung und wirtschaftliche Alternativen zu Opfern von Prostitution und Menschenhandel in Deutschland. Wir sind entschlossen, dies zu erreichen, unter anderem durch nationale und internationale rechtliche Schritte, um sicherzustellen, dass Deutschland seine internationalen Menschenrechtsverpflichtungen bis Ende 2019 erfüllt.

    Kontakt: contact@cap-international.org

    SIGNATORIEN
    Überlebende:
    Marie Merklinger, Sandra Norak, Rosen Hicher, Amelia Tiganus, Mickey Meji, Cherie Jiménez, Rachel Moran, Marie Drouin, Simone Watson, Fiona Breitfuß, Grizelda Grootboom, Filcaise, Jeanette Westbrook; Autumn Burris Viktoria Kirikova, Valerie Pelletier, Lorraine Roy, Marie Michaud, Marie-Anne Morin, Martina Esther
    CAP International
    SOLWODI
    Armut und Gesundheit in Deutschland eV
    Alice Schwarzer
    1000 Gelegenheiten (Schweden)
    Erwachen (USA)
    Bagong Kamalayan
    Breaking Free (USA)
    Ein Mädchenprojekt bauen (UK)
    Bulgarische Frauenlobby
    CATW-Asia Pacific.
    CATWLAC
    Zentrum gegen Menschenhandel und Ausbeutung Litauen
    Zentrum für Kriegsopfer von Frauen – ROSA, Zagreb, Kroatien
    CLEF – Coordination Française pour le Lobby Européen des Femmes
    Koalition gegen Frauenhandel (CATW)
    Koalition gegen Frauenhandel (USA)
    Untersuchungskommission für den Fall eines Malos tratos a mujeres (Spanien)
    Staatsrat des Femmes du Luxembourg, asbl
    Kultur erneuert (USA)
    Zentrum für Demokratieentwicklung (Ukraine)
    Donna M Hughes
    Gleichheit jetzt
    Europäisches Netzwerk von Migrantinnen
    Europäische Frauenlobby
    EBL-Koordination Belgien: Vrouwenraad Conseil des Femmes
    Femmes pour le dire, Femmes pour agir
    Fondation Scelles
    MARTA Center
    Burkhard Haneke
    Vergewaltigung in Vancouver
    ALARM Gegen Sexkauf & Menschenhandel e V
    Ungarische Frauenlobby
    Einwanderungsrat von Irland
    Ingeborg Kraus
    Iniciativa Pro Equidad (Columbia)
    Initiative Stopp Sexkauf (Österreich)
    INSGENAR – Institut für Gender, Recht und Entwicklung
    IROKO (Italien)
    Isala asbl (Belgien)
    Italienische Koordination der europäischen Frauenlobby
    KAFA-Organisation (Libanon)
    KARO eV
    Kofra eV – Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation
    La CLES
    Lawig Bubai
    Le Monde selon les femmes asbl (Beligium)
    Gemeinsam in Freiheit leben-LIFT (UK)
    Lobby Europeo de Mujeres en España
    Marburger Bürgerinitiative Bi-gegen-Bordell-Initiative
    Marie-Jose Manon Michaud
    Marta Center (Lettland)
    Mouvement du Nid (Frankreich)
    Nationales Zentrum für sexuelle Ausbeutung (USA)
    NAWO
    Komitee gegen den Menschenhandel in New York
    NGO Democracy Development Center (Ukraine)
    NGO National Council of Women (Ukraine)
    Observatoire des violences faites aux femmes
    Olena Zaitseva
    Menschen, die Mädchen in Gefahr dienen (Malawi)
    Plataforma Portuguesa für Direitos das Mulheres
    Prostitution Research & Education (San Francisco)
    Realstars (Schweden)
    Resistenza Femminista (Italien)
    Réussir l’égalité Femmes-Hommes
    Rights4Girls (USA)
    Ruhama (Irland)
    Samaritana Transformationsministerien
    Zufluchtsort für Familien
    Forschungsprojekt zu sexueller Ausbeutung (SERP) Irland
    SCHWESTERN – für den Ausstieg aus der Prostitution! eV
    SPACE International
    Stigamot (Insel)
    Survivor Exit Foundation (Südafrika)
    Überlebende für Lösungen
    Schwedische Frauenlobby
    Talikala
    Talita
    TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau eV
    Das EVA Center (Boston)
    Die Lobby Europeo de Mujeres en España
    Unizon (Schweden)
    Verein Feministischer Diskurs (Österreich)
    Frauen @ thewell (UK)
    Frauenvereinigung „IZVOR“ (Kroatien)
    Frauenfront (Norwegen)
    Unterstützungsprojekt für Frauen (Schottland)
    Frauenfront (Schweden)
    Welt ohne Ausbeutung (USA)
    HINTERGRUNDHINWEIS

    Verletzung deutscher Verpflichtungen aufgrund internationaler Menschenrechtsgesetze durch Deutschland
    Deutschland ist einer der wenigen Staaten der Welt, der Bordellbesitzern, Zuhältern, Beschaffern und Käufern von Sexualität Straflosigkeit und Rechtsschutz gewährt. Damit verstößt Deutschland gegen seine internationale Verpflichtung gemäß der CEDAW-Konvention, „alle Formen des Frauenverkehrs und die Ausbeutung der Prostitution von Frauen2 zu unterdrücken“.

    Die Definition der „Ausbeutung der Prostitution“ im internationalen Menschenrechtsrecht umfasst „jede Person, die 1) eine andere Person, auch mit deren Einwilligung, zu Zwecken der Prostitution beschafft, verführt oder wegführt; 2) die Prostitution einer anderen Person ausnutzt, auch mit der Zustimmung dieser Person; 3) behält oder verwaltet oder finanziert wissentlich die Finanzierung eines Bordells; 4) ein Gebäude oder einen anderen Ort oder einen Teil davon wissentlich zu Zwecken der Prostitution anderer Personen vermieten oder vermieten kann “3.

    Im Februar 2014 nahm das Europäische Parlament offiziell eine Entschließung an, in der anerkannt wurde, dass Prostitution und Menschenhandel „hochgeschlechtliche Themen und Verletzungen der Menschenwürde sind, die gegen die Menschenrechtsprinzipien verstoßen, darunter die Gleichstellung der Geschlechter, und damit gegen die Grundsätze der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, einschließlich des Ziels und des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter4 “.

    Anstatt den Frauenhandel zu unterdrücken und die Prostitution von Frauen auszunutzen, hat der deutsche Staat diese Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen gefördert und gefördert. In einer detaillierten Untersuchung aus dem Jahr 2013 erklärte der Spiegel, „wie der Staat den Frauenhandel und die Prostitution fördert5“. Zahlreiche weitere Untersuchungen in den Medien haben gezeigt, dass die „Legalisierung der Prostitution“ nur der organisierten Kriminalität, den Menschenhändlern, den Zuhältern, den Beschaffern und den Sexkäufern zugute kam und zu massiven Verletzungen der Menschen- und Frauenrechte, einschließlich der weit verbreiteten Gewalt, geführt hat.

    Prostitution ist eine Welt der Gewalt (Drohungen, Misshandlungen, Übergriffe, Vergewaltigungen, Morde) und sexueller Gewalt an sich, z. B. der Wiederholung von sexuellen Handlungen, die unter körperlichen oder wirtschaftlichen Zwängen auferlegt werden. Die Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit sind extrem und umfassen PTSD, Angstzustände, Depressionen, Selbstbeschädigung, Selbstmord und frühe Sterblichkeit.

    Diese inhärente Gewalt der Prostitution ist überall auf der Welt wahr, aber in der deutschen „Bordell Europa“ wird diese Gewalt tatsächlich vom Staat geschützt und zugelassen. Das Ausmaß der sexuellen Ausbeutung ist 10 bis 20 Mal höher als in den Nachbarländern. Die Straffreiheit von sexuellen Ausbeutern und Missbrauchern hat zu einer Kultur der extremen Objektivierung und Kommerzialisierung von Frauen und zu „grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Behandlungen“ geführt, die der internationalen Definition von Folter entsprechen7.

    Es überrascht nicht, dass die wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung von Menschen, die in der Prostitution gefangen sind, die am stärksten gefährdeten und diskriminierten Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig stark betrifft. Bei allen Formen sexueller Gewalt machen Frauen und Mädchen die überwiegende Mehrheit der von Prostitution Betroffenen aus. Darüber hinaus sind weltweit die jüngsten, ärmsten und am stärksten diskriminierten Frauen (Flüchtlinge, Vertriebene, Migranten, Angehörige indigener Gemeinschaften, ethnische Minderheiten, Farbige, niedrigste Kasten usw.) in der Prostitution stark vertreten . Die Ausbeutung der Prostitution wird angeheizt und erzeugt zusätzliche Armut, Sexismus, Klassismus, Rassismus und Kolonisation. Dies gilt auch für Deutschland, wo die große Mehrheit der Prostituierten Migrantinnen aus ärmeren und marginalisierten Gemeinschaften sind.

    Frauen und Mädchen aus der ganzen Welt werden aus einem einzigen Grund mit Sex zu tun haben: der männlichen Nachfrage nach bezahlten Sex. Genau aus diesem Grund fordern das UN-Protokoll von Palermo (2000) 8, das Warschauer Übereinkommen des Europarates9 (2005) und die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels (2001) 10 alle Vertragsstaaten auf, „gesetzgeberische oder andere Maßnahmen zu ergreifen oder zu verstärken, um die Nachfrage zu entmutigen das fördert alle Formen der Ausbeutung von Personen, insbesondere von Frauen und Kindern, die zu Menschenhandel führen “. Im Gegenteil, die Gesetzgebung aus dem Jahr 2002 hat den Kauf von Sex und die legitimierten Sexkäufer trivialisiert. Die deutsche Regierung verstößt damit auch nicht gegen ihre internationale Verpflichtung aus drei Instrumenten, „die Forderung zu unterbinden, die alle Formen der Ausbeutung begünstigt“.

    • Du bist sicher auch überzeugt, das die besten Ergebnisse zum Thema Radwege erarbeitet werden wenn sich die Lobbyverbände für Auto und Lastverkehr ein paar Fußgänger einladen die mit einem Fahrradfahrer einen Unfall hatten.

      Aber klar wir wissen Frauen sind immer Opfer und können grundsätzlich nicht für sich sprechen, allein schon weil Sie ja eigentlich immer vom Patriarchat unterdrückt werden und deswegen ja auch niemals klar denken können.

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