Selbermach Samstag 233 (30.03.2019)

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131 Gedanken zu “Selbermach Samstag 233 (30.03.2019)

  1. Stellen Sie sich Ihre Antwort vor, wenn Sie ein Exemplar der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift Nature abholen und die Schlagzeile lesen: „Der Mythos, dass die Evolution auf den Menschen anwendbar ist.“ Jeder, der auch nur vage mit den Fortschritten der Neurowissenschaften in den letzten 15-20 Jahren in Bezug auf sexuelle Einflüsse auf die Gehirnfunktion vertraut ist, könnte eine ähnliche Reaktion auf eine aktuelle Schlagzeile in der Nature haben: „Neurosexismus: der Mythos, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gehirne haben“ mit dem Untertitel „die Jagd nach männlichen und weiblichen Unterschieden im Inneren des Schädels ist eine Lektion in schlechter Forschungspraxis.“
    Es stellt sich heraus, dass ein weiteres Buch, dieses mit einem kriecherischen Bericht in der Nature, behauptet, Mythen über Geschlechtsunterschiede im Gehirn zu „zerstören“, während es tatsächlich das größte fortführt. Die Redakteure von Nature haben sich entschieden, diesem Buch ihre Druckfreigabe zu geben. Ironischerweise kam innerhalb weniger Tage nach der Veröffentlichung der Nature Review ein Nachrichtenalarm der American Association for the Advancement of Science mit dem Titel „Forscher entdecken Hinweise auf Unterschiede im Gehirn zwischen Männern und Frauen“ und ein neuer Leitartikel in der Lancet Neurology mit dem Titel „A spotlight on sex differences in neurological disorders“, die beide der Kernthese des Buches widersprechen. Also, was im Namen der guten Wissenschaft ist hier los?

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

    Die Feministische Ideologie ist Anti-Wissenschaft.

      • Würde ich so pauschal nicht sagen, Ideologie ist ja nichts weiter als ein bestimmtes Weltbild (z.B. Frauen werden unterdrückt), verbunden mit einer Art Entwicklungsmodell (z.B. Patriarchat abschaffen). Sowohl das Weltbild, wie auch das Modell können beliebig schief sein, aber es gibt auch welche, die sich explizit auf Wissenschaft beziehen. Der Materialismus ist etwa so eine Ideologie (Weltbild: was man nicht messen kann, existiert nicht, Entwicklungsmodell: die Realität muß konsequent den letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden).

        • Jede Ideologie setzt einen Glauben als fundamentale Wahrheit und macht damit quasi wehrlos gegen Confirmation Bias. Der Glaube, dass nur real ist, was messbar ist, ist da keine Ausnahme.

          • Die Beschreibungen der Quantenphysik sind aller Voraussicht nach real und auch nicht messbar. Weil jede Messung dort das Ergebnis zur Unkenntlichkeit verfälschen würde.

            Kein Wunder, dass die Quantenphysik der Ausgangspunkt für die „Postmoderne“ war, den Rationalismus abzuwracken, btw. Natürlich völlig unberechtigterweise.

          • So nach dem Motto: In Worte verpackbar und in Versen bemessbar.

            Indirekter Gottesbeweis durch Messung des Explosionsdruckes der Gläubigen.
            Steter Glaube kann Berge zersetzen.

          • „Habt ihr Beispiele für Dinge, die real aber nicht messbar sind?“

            Oh, da habe ich ein wunderbares, das sogar Jeder am Küchentisch überprüfen kann.

            Wenn Du einer Gerade auf einem Blatt Papier zeichnest und an beliebiger Stelle eine Senkrechte durch diese Gerade ziehst, dann ergeben die beiden Winkel links und rechts des Schnittpunkts je 90, zusammen 180°.
            Wenn Du jetzt einen Zirkel nimmst und einen Kreis zeichnest, dann ergeben die beiden Winkel, die sich ergeben, wenn Du eine Senkrechte an beliebiger Stelle durch den Kreis ziehst, ebenfalls je 90, zusammen 180°.
            Das kann eigentlich nicht sein, hält aber jeder mathematischen Überprüfung stand.
            Man muss sich damit zufriedengeben, dass die Winkel beim Kreis < 180° sind, genauer kann man den Wert nicht angeben.


          • Den Anfang kann ich nachvollziehen.
            Aber wie ist das mit dem Kreis? Wo wird der gezogen (Mittelpunkt, Radius) relativ zum bestehenden Kreuz?
            Wo werden die Winkel gemessen?
            Sorry, ich stehe wohl gerade auf der Leitung, würde das aber gerne verstehen.

          • „Wo wird der gezogen (Mittelpunkt, Radius) relativ zum bestehenden Kreuz?“

            Zeichne einen Kreis beliebigen Radiusses(?) und ziehe einen geraden Strich vom Mittelpunkt durch die Kreislinie und …

            „Wo werden die Winkel gemessen?“

            … miss die innenliegenden Winkel links und rechts am Schnittpunkt von Gerade und Kreis.

          • Danke, @Carnofis.
            Der Radius zu einem beliebigen Punkt der Kreislinie steht orthogonal auf der Tangente an diesen Punkt.
            Ich sehe immer noch nicht den Clou bzw. spitze Winkel.
            Mit hyperbolischer Geometrie würde es gehen.

          • So ziemlich alles, was sich nur durch Annäherung messen lässt.
            Was alles sein dürfte.

            Falls da mal jemand intensiver, so wie Ephimetheus, drüber nachdenken will empfiehlt sich Pratchetts „Der Zeitdieb“.

          • „Habt ihr Beispiele für Dinge, die real aber nicht messbar sind?“

            Die Notwendigkeit zu entscheiden, WAS du messen willst.

          • @ Murdoch 31. MÄRZ 2019 UM 5:39 PM „Genialer als wie erwartet“. Die Verwahrlosung von „als“ und „wie“ at it’s best. Kaum ein Deutscher scheint noch den Unterschied zu kennen, obwohl er sehr einfach ist: Besser als, so gut wie!

          • @ Jochen

            Doch, doch. Hier ist’s Stilmittel.
            So wie der Badesalz Albumtitel DiWoDaSo.

            Eher würde ich mir aber die Frage stellen, wo es hier doch einen notorischen Alswieler, warum’s dir gerade dann auffällt, wenn ich es einmal als Stilmittel benutze.

            Zufall oder Krankheit?

          • „Die Verwahrlosung von „als“ und „wie“ at it’s best. Kaum ein Deutscher scheint noch den Unterschied zu kennen, obwohl er sehr einfach ist: Besser als, so gut wie!“

            Ich würde es noch allgemeiner formulieren: ANDERS als, GLEICH wie.
            „Er ist so schnell WIE eine Schildkröte“, aber
            „Er ist schneller ALS eine Schildkröte“.

            @ Murdoch

            „Du kannst also einen rechten Winkel auf die Tangente malen?“

            Welche Tangente?
            Hab ich irgendwo was von einer Tangente geschrieben?

            „So ziemlich alles, was sich nur durch Annäherung messen lässt.“

            Nein, im Unterschied zu einer begrenzten Genauigkeit von Messinstrumenten ist hier eine endgültige Genauigkeit nicht erreichbar, schon rein mathematisch nicht.
            Betrachtet man einen Kreis als ein regelmäßiges Vieleck und als simpelsten Vertreter eines solchen Vielecks ein Dreieck, dann ist der Winkel durch eine Ecke 2*30° groß, bei einem Quadrat 2*45°, bei einem 6-eck 2*60° und bei einem 360-eck – das schon recht rund ist – 2*89,5°.
            Ein echter Kreis ist ein Unendlicheck, bei denen die Winkel die Größe 2*(90-x)° haben, wobei x undendlich klein ist.

            Ich weiß, das ist banal, aber genau deshalb fasziniert mich dieses Phänomen.

            Kreis und Gerade sind noch an einer anderen Stelle eng verwandt. Definitionsgemäß ist eine Gerade eine Linie ohne Anfang und Ende. Das Gleiche gilt für den Kreis.

            Ebenfalls faszinierend ist für mich das Möbius-Band. Jeder Abschnitt ist dreidimensional, die Gesamtfigur aber zweidimensional, vielleicht sogar eindimensional – wobei ich nicht weiß, ob die eindimensionale Version auch Möbius-Band genannt wird.

          • „Ich sehe immer noch nicht den Clou bzw. spitze Winkel.“

            Ich sehe schon, mein Entzücken über diese Entdeckung ist ganz meinerseits 😦
            (seufz)
            Es ist kein Clou in der Geschichte. Ich wollte nur aufzeigen, dass es selbst im Küchenalltag Dinge gibt, die man nicht messen KÖNNTE, selbst wenn man beliebig genaue Messinstrumente hätte.
            Dirac-Teilchen, Welle-Teilchen-Dualismus, das sind alles Dinge, die selbst für Versierte kaum vorstellbar sind, schon gar nicht für Leute, die das nicht gelernt haben.
            Mit hyperbolischer Geometrie habe ich mich gerade vor einigen Tagen erstmals beschäftigt – den Hintergrund hab ich vergessen – und sehr schnell aufgesteckt. Das war mir zu abstrakt.

            Mit hyperbolischer Geometrie würde ich wahrscheinlich auf einem ideal runden Planeten ein Gleis um einen Längengrad einmal um den Planeten legen können.
            Täte ich das mit planarer Geometrie, würden sich die Schienen mit zunehmendem Abstand vom Äquator immer weiter annähern – und am Nordpol zusammenstoßen.

          • Der Winkel am Schnittpunkt einer Geraden mit einer gekrümmten Kurve lässt sich nur sinnvoll messen als Winkel zwischen Gerade und Tangente an diesem Punkt.
            Der Winkel zwischen Gerade und einer willkürlich gewählten Sekante ist nicht eindeutig, und deshalb – vom Spaßfaktor für dich mal abgesehen 🙂 – nutzlos.

          • Heisenbergsche Unschärferelation?
            Jedes Elektron hat zu jedem Zeitpunkt einen Impuls und einen Aufenthaltsort. Beides gleichzeitig ist aber nicht messbar?
            @Anne oder @Harald Lesch: ist das so halbwegs richtig?

          • @GOI
            Ähm .. ich antworte mal mit angemessener Unschärfe (mein innerer Sheldon möge mir verzeihen):
            Die Formulierung deiner Aussage impliziert die Vorstellung eines Elektrons als winziges, massives Kügelchen.
            Die moderne Physik beschreibt Elektronen als über den Raum verschmierte Massen- und Ladungsverteilungen (vgl. Wellenfunktion, die schon irgendwo anders hier zur Sprache kam) mit noch ein paar weiteren Eigenschaften.
            Für ein Elektron ist es „real“, dass sein Ort und Impuls miteinander irgendwie verknüpft (kanonisch konjugiert) sind.
            Grundsätzlich lässt sich entweder der Ort oder der Impuls beliebig genau messen. Bloß die Kombination beider Größen – da hast du ganz recht – lässt sich gleichzeitig nur innerhalb der Heisenberg’schen Unschärferelation messen. Man kann sich das als eine Fläche im Phasenraum vorstellen, die eben gequantelt ist. Bei makroskopischen Objekten, ist die entsprechende Fläche vernachlässigbar klein, so dass wir sie in der klassischen Physik als Punkt betrachten können.

            Die natürliche Sprache ist nicht wirklich geeignet, quantenphysikalische Vorgänge präzise zu beschreiben.

            OT: „Schützt das Erdmagnetfeld“ (SEMF)

          • Die Anzahl von Sandkörnern an einem Strand. Die Definition von Sandkörnern überhaupt.
            Eigentlich gibt es nur falschrichtige Behauptungen. Alles was wir zu wissen glauben ist nur durch dessen Ungenauigkeit richtig.

          • „Jedes Elektron hat zu jedem Zeitpunkt einen Impuls und einen Aufenthaltsort. Beides gleichzeitig ist aber nicht messbar?
            @Anne oder @Harald Lesch: ist das so halbwegs richtig?“

            Ich bin weder die Eine, noch der Andere, antworte aber trotzdem mal:
            Ja, das ist richtig.
            Mir hat man das mal so veranschaulicht: ein Elektron ist so klein, dass es nur genau eine Information abgeben kann. Mit dem Abgriff dieser Information wird die jeweils andere durch die Messung derart verändert, dass sie für den Zeitpunkt der ersten Messung nicht mehr ermittelbar ist.
            Auch wenn ich relativ gut abstrakt denken kann, bevorzuge ich wie alle Menschen die Darstellung anhand anschaulicher Beispiele.

            So richtig faszinierend und bizarr wird das Phänomen des Welle-Teilchen-Dualismus aber erst im Zusammenhang mit dem Doppelspaltexperiment, wo man versuchte, ein Elektron NACH der Passage eines als Alternativmöglichkeit angebotenen Doppelspalts abzugreifen.

            Grundsätzlich: Passiert das Elektron als Welle den Doppelspalt, dann gibt es auf einem dahinterliegenden Schirm ein für Wellen typisches Beugungsmuster. Passiert es den Doppelspalt als Teilchen – das kann es nur in der Entweder/Oder-Form, also durch den linken oder rechten Spalt – gibt es zwei Streifen auf dem Schirm.
            Es ist kurioserweise egal, ob ich das Elektron vor oder hinter dem Doppelspalt betrachte, es verhält sich immer wie ein Teilchen. Nehm ich meine Instrumente weg, verhält es sich wie eine Welle.
            Das Elektron scheint also seine Entscheidung, Welle oder Teilchen sein zu wollen, sogar rückwirkend ändern zu können.

          • „Der Winkel am Schnittpunkt einer Geraden mit einer gekrümmten Kurve lässt sich nur sinnvoll messen als Winkel zwischen Gerade und Tangente an diesem Punkt.
            Der Winkel zwischen Gerade und einer willkürlich gewählten Sekante ist nicht eindeutig, und deshalb – vom Spaßfaktor für dich mal abgesehen 🙂 – nutzlos.“

            Du hast ja recht, das weiß ich.
            Deshalb hab ich ja auch das Beispiel mit den Vielecken bemüht. Dann haben wir Tortenstücke, die immer dünner werden, wo also der innere Winkel gegen Null geht und die beiden äußeren, gleichgroßen Winkel gegen 90°, ohne diesen Wert je zu erreichen.

            Eine philosophische Betrachtung – und wie fast alle philosophischen Betrachtungen ohne Nutzen.
            Aber Spaß macht es trotzdem.

            Zumindest mir 😛

          • @carnofis:

            Du hast ja recht, das weiß ich.
            Deshalb hab ich ja auch das Beispiel mit den Vielecken bemüht. Dann haben wir Tortenstücke, die immer dünner werden, wo also der innere Winkel gegen Null geht und die beiden äußeren, gleichgroßen Winkel gegen 90°, ohne diesen Wert je zu erreichen.
            Eine philosophische Betrachtung – und wie fast alle philosophischen Betrachtungen ohne Nutzen.
            Aber Spaß macht es trotzdem.

            Ich protestiere, gar nicht nutzlos! Und der Winkel zwischen einer Geraden, die durch den Kreismittelpunkt geht, und der Kreislinie ist natürlich genau 90° und wird gemessen als der Winkel zwischen Gerade und Tangente an den Kreis im Schnittpunkt, so wie Anne es erklärt hat. Das ist auch keine Annäherung oder so, das stimmt exakt.
            Die ganze Sache ist die Grundlage der Differentialgeometrie, wo es darum geht wie man in gekrümmten Räumen Geometrie betreiben kann. Und zwar macht man das, indem man an jedem Punkt des Raumes ein lineares Modell definiert („Tangente“). Das lineare Modell folgt den Regeln der normalen euklidschen Geometrie, und alles ist gut. In der Differentialgeometrie ist dieses lineare Modell durch den metrischen Tensor definiert, und wenn der positiv definit ist und sich stetig ändert, dann hat man eine Riemannsche Geometrie. Ein Kreis ist zum Beispiel eine eindimensionale Riemannsche Mannigfaltigkeit und besitzt eine Riemannsche Geometrie (eine Kugel ist eine Riemannsche Fläche). Das bedeutet, dass man Fragen wie „wie lang ist der Kreis“ oder „welchen Winkel hat der Kreis mit einer Geraden“ durch lokale (!) Messungen exakt beantworten kann.

            Weiters ist die Differentialgeometrie die Grundlage für die Relativitätstheorie, und damit alles andere als nutzlos! Und Spaß macht es sowieso, das stimmt 🙂

          • „Habt ihr Beispiele für Dinge, die real aber nicht messbar sind?“
            Ja! Letztendlich alle!
            ( Aber um ’ne Mondrakete oder ein Smartphone zu basteln, reicht es man gerade so ).

          • @ Pingpong:
            „Und der Winkel zwischen einer Geraden, die durch den Kreismittelpunkt geht, und der Kreislinie ist natürlich genau 90° und wird gemessen als der Winkel zwischen Gerade und Tangente an den Kreis im Schnittpunkt, so wie Anne es erklärt hat. Das ist auch keine Annäherung oder so, das stimmt exakt.“

            Wong! Du kannst nämlich weder einen exakten Kreis, noch eine exakte Tangente, noch einen exakten Durchmesser/Radius, oder einen exakt rechten Winkel darauf malen … 😉
            ( und wenn Du es könntest, würde es einen Moment später schon nicht mehr stimmen, höhö! ).

            ( In dem Punkte hat sogar die feministische „Wissenschaft“ recht, wenn sie sagt: Nix ist wahr, alles ist konstruiert. Daß es da auch noch eine gemeinsame Schnittmenge der relativ gut objektivierbaren Realität gibt, also das worauf wir uns alle irgendwie ungefähr einigen können, selbst wenn wir es noch nie gesehen haben, wird doch grob übergeschätzt 🙂 . Ich könnte das jetzt – z.B. natürlich am Phänomen des grünen Würfels – bis in’s hinterletzte Detail erläutern, aber das habe ich letztens erst gemacht und es war eigentlich langweilig und trivial … )

          • Fiete du alte Spaßbremse! 😉 Du kannst hier doch nicht mit deinen Einwänden die schönste Fachsimpelei (oder von mir aus Klugsch…) kaputt machen! 😀

            Carnofis Beispiel zielte doch gerade darauf ab dass es eine prinzipielle, sozusagen theoretische, Beschränkung gäbe. Anne und die anderen Kommentatoren haben auch in diesem Sinn darauf geantwortet. Also wenn du jetzt mit einer profanen rein praktischen Beschränkung wie „man kann aber keinen exakten Kreis malen“ kommst: Selber Wong! Derailing!! Sexist!!! 😀

          • „Jedes Elektron hat zu jedem Zeitpunkt einen Impuls und einen Aufenthaltsort. Beides gleichzeitig ist aber nicht messbar?
            @Anne oder @Harald Lesch: ist das so halbwegs richtig?“

            Das kann man meines Wissens so nicht sagen. Das Elektron hat eben gleichzeitig keinen Ort und Impuls. Wenn man diese Annahme macht, kommt man zu falschen Ergebnissen.

            Ob man zwei Werte gleichzeitig messen kann oder nicht, ergibt sich daraus, ob die zugehörigen Operatoren kommutieren, oder nicht. Wenn A*B = B*A, dann lässt sich A und B gleichzeitig messen UND ein Elektron hat gleichzeitig die Eigenschaft a und b, sonst nicht.

          • @ Pingpong:
            Spaßbremsen IST luschtick!
            „Selber Wong! Derailing!! Sexist!!!“
            Immerhin habe ich viele Minuten Denken und Tippen investiert, um endlich mal so eine klare und unmißverständliche Antwort zu erhalten.
            Selbstaufdieschulterklopp.. 🙂

          • „„Jedes Elektron hat zu jedem Zeitpunkt einen Impuls und einen Aufenthaltsort. Beides gleichzeitig ist aber nicht messbar?“

            Satz 2 ist richtig, aber nach Auffassung der üblichen interpretation der Quantenphysik ist Satz 1 definitiv falsch.
            Es ist eben nicht so, dass ein Elektron „im prinzip“ die Eigenschaften Impuls und Ort zu beliebigen Zeitpunkten gleichzeitig aufweisen würde und die nur nicht richtig gemessen werden könnten.

            Es gibt nicht nur keinen Hinweis darauf, dass so etwas wie Ort und Impuls gleichzeitig scharf existieren würden, sondern eine solche Annahme führt zu massiven wiedersprüchen mit experimentellen befunden und der Gesamtheit der Quantentheorie.

            Die Vorstellung eines Elektrons als Gebilde mit einem prinzipiell „scharfen“ impuls und Ort ist eine „naive“ klassisch-physikalische übertragung klassicher (newtonscher) physikalischer Vorstellungen in die Quantenwelt, die sich nicht rechtfertigen lässt.

            Das umgekehrte ist richtig:
            In der Näherung großer Ansammlungen quantenphysikalischer objekte verhalten diese sich immer mehr wie „klassiche“ teilchen, d.h. der relative Ort und der relative Impuls der gesamtanordnung, verknüpft über die unschärferelation, sind im Rahmen üblicher Anforderungen scharf genug, um sie als gleichzeitig „scharf“ definiert wahrzunehmen.

          • „Gegenfrage: wie real sind für dich z.B. Gefühle?“

            Gefühle sind jedenfalls messbar.
            Ich sehe da keinen Grund, die Realität von Gefühlen zu bestreiten.

            Wobei man über den Aussagewert des gemessenen ja durchaus streiten kann, aber Gefühle sind jedenfalls an neurochemische Reaktionen geknüpft, die sich messen lassen.

        • „Habt ihr Beispiele für Dinge, die real aber nicht messbar sind?“

          Ja, die Wellenfunktion. Lediglich ihr Quadrat ist meßbar, aber die Physik und Dynamik basiert auf der Wellenfunktion, oder auch Wahrscheinlichkeitsamplitude selbst.

          • Inwiefern ist die Wellenfunktion „real“?
            Messbar sind Observable, die sich durch mathematische Formalismen aus der Wellenfunktion berechnen lassen.
            Aber das ist lediglich ein mathematischer Taschenspielertrick – ähnlich wie bei komplexen Wechselstromwiderständen, bei denen man zur Berechnung Induktivitäten und Kapazitäten in den imaginären Zahlenraum erweitert, um die Phase passend hinzukriegen.

          • Ja, so ähnlich. Meßbar sind die Erwartungswerte hermitscher Operatoren, aber diese Erwartungswerte selbst gehorchen keiner Bewegungsgleichung. Die Wellenfunktion gehorcht den Bewegungsgleichungen – Schrödinger, Dirac oder ähnliches – und die Wellenfunktion dient dazu die Physik zu beschreiben und ist meines Erachtens deshalb „real“, obwohl sie, genauer gesagt ihre Phase nicht meßbar ist.

          • Ochottochott, so viele Gedankenfrickeleien um so einfache Zusammenhänge.
            Der doofe Zerspaner nimmt einfach ein Stück Eisen ö.ä. ( jaa, mit noch so’n paar Zuschlägen drin ) und definiert, was er messen kann und was nicht, anhand der gewünschten Ergebnisse, Relationen und Toleranzen.
            W.h.: Eigentlich kann man garnix messen, aber man kann bestimmen, was einem für welchen Zweck genau genug erscheinen soll. Nutzt man dazu statische Vergleichswerkzeuge nennt man das Lehren, kann man sich für den Zweck welche mit dynamischen Bereichen leisten ( und verwendet die auch ) spricht man vom Messen.
            ( Und über die Überschneidungen von beiden Prinzipien [ siehe Meßschieber ] kann man immer mal wieder relativ fruchtlos diskutieren 🙂 ).

            Anders gesagt: Ohne das Fundament ( Grund- u. Eckdaten ) kann man zwar auch trefflich über Bohr, Heisenberg, Schrödi & Cie einherschwätzen, hört sich auch toll an, bringt letztendlich aber wenig Effekt….

          • … dazu müsste man „real“ genau definieren und von „meßbar“ abgrenzen, @anne. Wenn man eine Theorie als Bild oder Modell der Realität begreift, dann ist die Wellenfunktion ein unerlässlicher Bestandteil dieses Bildes der Realität und deshalb meines Erachtens als „real“ zu bezeichnen, aber das kann man wahrscheinlich auch anders sehen.

          • “ Wenn man eine Theorie als Bild oder Modell der Realität begreift,…“
            … darf man nicht vergessen, daß jedes Modell/Bild auf Beschränkungen basiert!

            Letztens erst gelesen:
            „Wir Menschen arbeiten immer nur mit Modellen, mit Landkarten, die niemals die gesamte Komplexität des Geländes abzubilden vermögen. Deshalb kann es nie ein Modell geben, das in allen seinen Aspekten absolut wahr ist.“
            https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Politische-Filter-in-der-Wikipedia/Re-Stellen-wa-uns-ma-janz-dumm-der-politische-Extremismus/posting-34218537/show/
            ( ging zwar um ein ganz anderes Thema, passt aber immer ).

          • … aber es ist klar, dass ein Bild oder Modell die Beste Beschreibung ist, die erreichbar ist. Sonst müsste einer einem flüstern, dass es nichts mehr zu entdecken gibt. Solange das Bild mit der Realität übereinstimmt, es demnach weder falsifiziert noch eingeschränkt wurde, ist es legitim dieses Bild als Realität zu bezeichnen.

          • @Albert:
            „… aber es ist klar, dass ein Bild oder Modell die Beste Beschreibung ist, die erreichbar ist.“
            Aber sowas von!
            Der Rest Deines Kommentars, bis inkl.:
            „Sonst müsste einer einem flüstern, dass es nichts mehr zu entdecken gibt. Solange das Bild mit der Realität übereinstimmt, es demnach weder falsifiziert noch eingeschränkt wurde, ist es legitim dieses Bild als Realität zu bezeichnen.“

            …ist bröseliges Glatteis, da gehe ich nich hin. Da verheddert man sich sofort in wildeste Widersprüche.
            🙂

  2. Die Grünen wollen die Leitlinien ihrer Politik neu ausrichten und erarbeiten dafür ein neues Grundsatzprogramm. Im Mittelpunkt der neuen Programmatik sollen die Rechte von Frauen stehen.

    „Unser Anspruch ist ein neuer feministischer Aufbruch quer durch alle Themengebiete: Wir wollen eine feministische Außenpolitik, die Digitalisierung feministisch gestalten, und wir kämpfen weiterhin dafür, dass Frauen in der Arbeitswelt Gerechtigkeit erfahren“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Gesine Agena dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

    https://genderama.blogspot.com/2019/03/neues-grundsatzprogramm-der-grunen.html

  3. An Arizona court recently ruled that a woman wanting to use her ex-husband’s saved sperm to become pregnant “outweigh[ed]” the man’s desire not to become a father. Due to this court ruling, the man could also be liable for 18 years of child support.

    https://www.dailywire.com/news/45300/womens-rights-man-forced-allow-ex-use-sperm-get-ashe-schow

    PATRIARCHY!

    Aber:

    Terrell, it turns out, originally declined to donate his sperm for the embryos, but changed his mind when Torres suggested she would use an ex-boyfriend’s sperm instead.

  4. Habe gerade so dieses Rewatch von Bladerunner im Autoplay laufen, da sagt der Typ doch glatt:

    In the future there are this things called Replicants, which are like genetical engineered humans which do all the shitty tasks humans don’t wanna do.
    Like colonization and prostitution.

    Aber zumindest die letztere Idee, da ist die Rechnung doch komplett ohne Feminismus gemacht.

  5. https://sciencefiles.org/2019/03/28/die-europaische-parlaments-farce-hauptsache-abgestimmt-egal-woruber/

    „Mehrere Medien berichten davon, dass Angeordnete, vornehmlich sozialdemokratische Abgeordnete, bei der Abstimmung zum Urheberrecht im Europäischen Parlament „versehentlich falsch abgestimmt“ haben. Wir haben uns für den Beitrag auf tagesschau.de entschieden, um die Lächerlichkeit dieser Ansammlung von Kostgängern der EU-Steuerzahler, die abwechselnd in Straßburg und Brüssel tagen, darzustellen.“

  6. In den USA haben inzwischen 28% der jungen Männer zwischen 18 und 30 keinen Sex mehr.

    Bei den Frauen im gleichen Alter sind es 18%.

    https://www.washingtonpost.com/business/2019/03/29/share-americans-not-having-sex-has-reached-record-high

    Als Gründe werden natürlich die üblichen Verdächtigen genannt; ‚leben noch bei den Eltern‘, Videospiele, Onlinevideo usw.

    Die politisch inkorrekte Hypothese, daß inzwischen die weibliche Hypergamie komplett Amok läuft, damit immer mehr Männer nur noch Körbe bekommen, frustriert zurückgelassen werden, und dafür auch noch als ‚Incels‘ verspottet werden, ist im derzeitigen politischen Klima wohl nicht aussprechbar.

  7. „The Fourth Reich metaphor proved too good to resist. In the America of the civil rights movement, protestors claimed that a Fourth Reich was being established in the United States. Many people were only too delighted to believe it, including rampant anti-Semites of the sort now familiar from Jeremy Corbyn’s Labour party. And — as Rosenfeld details in by far the best part of his book — the ease with which ‘Fourth Reich’ summoned up the specter of unspeakable horror was a gift to thriller writers, film producers and television scriptwriters. Jack Higgins, Frederick Forsyth and countless others of that genre are mentioned and analyzed, as are such cultural megaliths as The Man from U.N.C.L.E and Voyage to the Bottom of the Sea.“

    https://spectator.us/rise-neo-nazism-europe/

  8. Viele der Antworten darauf sind auch interessant 😀

  9. Die Grünen wollen das Grundrecht auf Besitz vom „Gemeinwohl“ abhängig machen, wie die Fragmente des neuen Grundsatzprogramms und vor allem ihre Verlautbarungen klarmachen, wenn es darum geht, dass sie Wohnen zum Grundrecht erklären wollen. Sicher ist auch die angeblich vordringliche Aufgabe des Kampfes gegen die Klimaapokalyse dazu geeignet das Grundrecht auf Besitz zurückzustellen.

    Das ist schon das „Schöne“ an diesem Begriff „Grundrecht“, es ist lediglich verfassungsmässig garantiert, ohne Bedeutung drüber hinaus, wie zB „Menschenrecht“.

    Es ist übrigens bemerkenswert, dass die „bürgerliche Presse“ das totalitäre Programm der Grünen nicht wegen ihres grössenwahnsinnigen Weltmachtanspruchs angreift, wäre ja richtig „low hanging fruit“.

    • Aber man will da mitmachen:

      Kein Wunder, das ist ja die Politik Merkels, nicht erst seit gestern.

      Man muss die Sache nur pseudokapitalistisch begründen und das totalitäre Wesen des Projekts „haltet den Klimawandel auf“ verschleiern, so der Verbessungsvorschlag der CDU hier.

  10. Jeder dritte junge Mann zwischen 18 und 28 hatte letztes Jahr keinen Sex.

    Arne sieht als Grund den Streik der Männer.
    https://genderama.blogspot.com/2019/03/usa-rapider-anstieg-junger-manner-im.html

    Bret Weinstein sieht einen natürlichen Hang des Menschen zur Haremsbildung
    https://mobile.twitter.com/bretweinstein/status/1112198988193656834

    Jean Twenge meint, Internet und Games sind ausreichend gute Alternativen zu Sex.
    https://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Junge-USGeneration-verliert-Lust-auf-Sex/story/28081543

    Und dann gibt es noch die Vermutung, dass Männer heute in so einer Befragung nicht mehr so viel flunkern. Was ein Korrollar zu Arnes Vermutung ist.

    Fallen uns noch mehr mögliche Gründe ein?

  11. After Christchurch, Commentators Are Imitating Sebastian Gorka
    Everyone seems to have discovered at once that belief systems are behind individual atrocities.

    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/03/ideology-was-behind-christchurch-tragedy/585856/

    Na, so eine Erkenntnis: das Rad ist doch tatsächlich rund, Terrorismus wird von politischer Ideologie getrieben.

    Irgendjemand meinte mal – in dieser typischen ideologischen Verbohrtheit – der „weisse“ Terrorismus würde wie alles „Weisse“ auch ein besonderes Mass an „Privilegiertheit“ zeigen — was andere einfach als besonders abgehobene und individualistische Abgedrehtheit beschreiben würden. Denn im Westen will man ja immer etwas Individuelles machen und nicht der Herde folgen, wobei man natürlich immer auf irgendwelche Vorbilder angewiesen ist. Es verwundert daher, dass diejenigen, die Ideologie noch nie als Motivation für Terror wahrgenommen haben, gerade bei diesem individualistischen Terror wie in Christchurch den durchgehenden Nenner der Ideologie erkannt haben! Das wäre beim islamischen Terror, vor allem dem gegen Israel, ungleich leichter gewesen, da dieser viel einheitlicher sich darstellt. Aber vielleicht ist jetzt der Groschen gefallen. Allein, ich glaub´s nicht.

  12. … für „Gerechtigkeit, Frieden & Freiheit“ sind aber ganz lautstark genau jene, die „alles auf den Kopf stellen“ und zwar absolut grundsätzlich! Das müssen sie von Derridas Textinterpretation haben, nach dem in Texten das Nichtgesagte und Vermiedene, das „Andere“ aufgespürt werden muss, um zur Wirklichkeit vorzudringen… Das „Andere“ hat immer Recht und wird nur unterdrückt. Vollkommen irres Verständnis von Interpretation, aber das Resultat spricht ja schliesslich für sich!

  13. Ist die „natürliche Familie“ nicht das schlechthin Abartige für die „Regenbogen“-Ideologen? Sagen die nicht, dass diese die Versinnbildlichung des Bösen schlechthin ist? Sie verteufeln die Famile als Keinzelle des „Patriarchats“ und wundern sich dann, dass Leute sich schützen wollen?! Wie ekelig bigott muss man sein….

  14. Da erfährt man Sachen wo man sich zuallererst einfach nur auf den Kopf greifen kann und in weiterer Folge dann anfängt an der Entscheidungsfindung mancher Frauen maximal zu zweifeln.

    Freundin einer Freundin wurde letztes Jahr von ihrem Freund verprügelt. Resultiert sind daraus Prellungen im Gesicht, ein fettes blaues Auge sowie psychische Leiden. Typ gehört einer Volksgruppe an, die innerhalb der Ausländercommunity bekannt dafür sind Probleme durch Gewalt zu lösen. Grund dafür war ein Streit in seinem Auto, bei der sie durch einen Tritt mit dem Fuß seine rechte Lenkradwippe zertreten haben soll. Details sind mir weitere nicht bekannt.

    Wie dem auch sei, jedenfalls wurde damals unmittelbar vor Ort noch Anzeige gegen ihn wegen KV erstattet, weil sie die Polizei gerufen hat.

    Nun erfahre ich also, dass werte Dame sich wieder mit ihm abgibt, rumvögeln tut „aber mehr wirds eh nicht werden, keine Sorge lol charakterlich ist er sowieso scheiße“ (Zitat sinngemäß Ende) und angeblich im Rahmen der Vernehmung versucht hat durch Absprachen mit ihm die ganze Sache so darzustellen, dass er teilweise oder ganz entlastet wird.

    Nun Frage ich mich folgendes: WIE KANN SO ETWAS SEIN? WAS LÄUFT IN DER PSYCHE DIESER FRAU FALSCH ODER RICHTIG?

    • „Pack schlägt sich,
      Pack verträgt sich.“

      Damit ist alles gesagt. Sind beide allerletztes Pack. Der eine schlägt, die andere tritt im Auto um sich.
      Hoffentlich bleibt die Paarung erfolglos.

  15. Das frage ich mich regelmäßig wenn ich sehe, wie sich Frauen mit Angehörigen von Volksgruppen abgeben, „die innerhalb der Ausländercommunity bekannt dafür sind Probleme durch Gewalt zu lösen.“

    Offenbar ein Konflikt zwischen Unterleib und Gehirn, den der Unterleib häufiger gewinnt.

    • Ist doch vollkommen rational.
      Rechtlich oder ökonomisch lässt sich wenig lösen, – mit Witz und Verstand ist eh eine Filmfantasie,
      dank Lohnnormalisierung sind ja alle vorm Ikea irgendwie gleich.
      Bei denen die nicht arbeiten ist’s sogar so, das ein Gewaltpotential vor Sanktionen schützt, da ist man sogar gleicher als gleich.

      Da liegt sehr effektives Proxygewaltpotential auf dem Tisch.
      Das ist attraktiv und wird mit jeder Messermeldung in den Zeitungen geiler.
      Und mit jeder unterdrückten Meldung wird’s sogar totgeil.

  16. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hanks-welt/f-a-s-kolumnist-rainer-hank-ueber-gefaehrliche-schuldenmacherei-16116281.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    Dieses blödsinnige Bild, welchem der Duft muffigen Sexismus entströmt, von der „Hausfrau“, die den Staatshaushalt über jeden Zweifel erhaben führt …. zur Rechtfertigung erdrückender Steuern und Sozialabgaben … bäh.

    „Das alte fiskalpolitische Dogma, wonach die Schulden von heute die Steuern von morgen sind, hat seine Gültigkeit verloren. Werft das Geld mit Freude raus, um die Rückzahlung kümmern sich das Wirtschaftswachstum und die Geldpolitik, die die Zinsen niedrig hält.“

    Die Logik von vorgestern. Die Logik unter andauernden Nullzins: Preise im Hier und Jetzt sind um den Zinsausfall erhöht und dementsprechend verteuert („aufgezinst“, „asset price inflation“). Es lohnt sich Kredite abzustottern, die vernünftige „Hausfrau“ wird kein Geld mehr auf den Tisch legen, denn der Zins ist ja ohnehin schon eingepreist, so dass man keinen Vorteil mehr von Direktbezahlung hat.

    In einem solchen Umfeld muss man „fiskalpolitisch“ auf neutral schalten und mit der Steuerlast immer weiter runtergehen — wenn man wirklich eine faire Politik machen will. Denn die Kosten der Zinspolitik (asset price inflation) sollten ja ausgeglichen werden. Ausgleich ist der eigentliche Sinn jeder Fiskalpolitik! Und nicht möglichst viel abzugreifen! Das ist eine unsoziale Politik, die überdies wirtschaftspolitisch völlig kontraproduktiv ist. Ermuntert wird das von der Exportorientiertheit der Industrie, die Wirtschaftskraft des doppelt geschröpften Konsumenten (übermässig steigende Abgaben, asset price inflation) ist in diesem System nämlich erst einmal sekundär. Seine Ersparnisse (das legendäre „Kapital“) sind wertlos und ausgepreist (durch den Nullzins) und können nicht mehr zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Statt dessen werden monopolistische Wirtschaftsaggregate, Wirtschaftsdirigismus gefördert, was Fehlallokationen und Misswirtschaft begünstigt: die gute deutsche Hausfrau kauft sich dann einen elektrischen Ferrari („Green New Deal“) und ein Luxusheim völlig auf Pump, zahlt lediglich magere Zinsraten von ihrem Sälar als Quotenfrau im Vorstand von Unternehmen X, während politisch „Unvernetzte“ zufuss zur schlecht bezahlten Maloche in bullshitjobs laufen müssen.

    „Hilfsweise wurde dazu eine schicke Theorie erfunden, die sich „Moderne Geldtheorie“ nennt („Modern Monetary Theorie“ oder kurz MMT), deren Lehre – leicht überspitzt – heißt: Wozu braucht der Staat Steuern, wenn er ihm gewogene Notenbanken hat, die ihn finanzieren, indem sie seine Staatsanleihen kaufen und Schuldenkrisen von vornherein verhindern. Was zur Rettung des Euros funktioniert hat (genannt „Quantitative Easing“, kurz QE), soll zum Normalfall werden.“

    Die gibt es seit langer Zeit und ist nicht neulich erst erfunden worden. Und deren zentrale Theorie sagt keinesfalls aus, dass der Staat durch Staatsanleihen und ähnliches sich finanzieren kann, muss oder sollte, sondern dass der Staat sich auch ganz einfach durch das Ausgeben *seiner Währung* sich finanzieren kann.

    -> Ein Staat, der über seine eigene Währung verfügt ist fiskalpolitisch frei, Steuern und Zinsen festzulegen. In diesem Sinn sind Zinsen nichts anderes als Steuerungsinstrumente. Es gibt keine staatliche „Verschuldung“, der Vergleich mit einem Privathaushalt ist völlig irreführend. Nur wenn der Staat nicht über seine Währung verfügt, sondern sich einer Fremdwährung unterordnet (wie dem Euro), dann gibt es keine Freiheit in der Fiskalpolitik mehr und Steuern und Verschuldung werden untrennbar miteinander verknüpfte Realitäten – wobei der Staat überflüssig wird, er spielt ja keine Rolle mehr, er kann keine mehr spielen.

    Der Euro ist ein erzliberales Währungsexperiment, welches vollkommen missverstanden wird. Die „schwäbische Hausfrau“ müsste jegliche Staatsausgaben herunterfahren, idealerweise auf Null. Sonst funktioniert das System nämlich nicht. Statt dessen bildet man sich ein, deshalb gut wirtschaften zu können, nur weil man mit Gesetzeskraft und dem Gewaltmonopol den Leuten das Geld abnehmen kann! Als „schwäbische Hausfrau“ müsste der Staat dezent zurücktreten.

    All diese Sachen könnte man verstehen, mit Hilfe der „Modern Monetary Theory“ (die übrigens keine direkte Handelsempfehlung ist, was ihren Charakter als Theorie entspricht). Aber statt dessen will man bei der FAZ wohl lieber im Kadavergehorsam zum Euro stehen und brüstet sich stolz mit einem schwülstig-muffigen Sexismus von gestern, der „schwäbischen Hausfrau“.

  17. Da es mein Leib und Magen Thema ist, erlaube ich mir noch den Spin zu erwähnen, der wirklich auch sehr schwer anschaulich zu verstehen ist. Man kann den Spin, das magnetische Moment, also die Kraft mit der ein Elektron auf ein magnetisches Feld reagiert, bestimmen. Es ist immer +/-1/2, ganz egal in welcher Richtung man schaut. Schaut man zweimal in dieselbe Richtung bleibt alles gleich (Stern-Gerlach). Dreht man um 90Grad ist es reiner Zufall und dreht man wieder zurück auch! Also alle Elektronen mit Spin up in z-Richtung, haben anschließend beliebigen Spin in x-Richtungen und misst man nun den z-Spin dieser ursprünglichem up-Elektronen ist dann wieder alles völlig zufällig.

    Mit „Dingen“, „Magneten“, „Kreiströmen“, und ähnlichem lässt sich dieses Verhalten nicht veranschaulichen. Die Operatoren sagen einem wenigstens, dass sie nicht kommutieren und erlauben eine Beschreibung.

  18. https://www.nzz.ch/feuilleton/niall-ferguson-als-rechter-bist-du-ein-potenzieller-nazi-sozialisten-und-kommunisten-hingegen-sind-moralisch-einwandfreie-sozialdemokraten-ld.1467954

    „In den 1980er Jahren war ja noch die gute alte Elite an der Macht. Was genau ist seither geschehen?

    Diese Elite war nicht so gut. Die konservativen und liberalen Akademiker sind chaotische Zeitgenossen und ziemlich mies in der akademischen Folgeplanung. Sie sind mit ihren Studien beschäftigt, schreiben Bücher und kümmern sich kaum um Machtpolitik. Anders die sogenannt Progressiven – sie sind oftmals die eigentlichen Karrieristen, und ihre Schriften dienen ihnen bloss als Mittel zum Zweck. Darum legen sie oftmals auch wirklich lausige Aufsätze und Bücher vor. Aber das spielt keine Rolle, denn auf die richtige Herkunft kommt es an.“

    Wer wird wohl die erste Welle von nach Herkunft in die Unis gepressten gewesen sein?
    Und vermutlich war’s nicht in den Achtzigern.
    Und ziemlich sicher wird’s sich in der Verteilung auf Fachbereiche zeigen. 😉

    • so its also this usa- typical thing of parents not being able to deal with their adults child aving se in their home.. because I can tell you that isn’t the case n germany, I lived at home till 21 and I started having sex with 16- in a slot of houses..
      so that problem isn’t that limiting here, but it appears to be a strong cultural thing, another sex taboo the usa has that limits people on a very unnecessary way

      Ja Kartoffel der ♥ du kannst ja auch mit 16 nur aufm Mofa Bumsen …

      Hiermit unterteile ich das Land in die, deren Willie Wege kennt und die deren Willie Papas Handweisung kennt/braucht.

      (Und darin liegt die eigentliche evolutionäre Katastrophe)

  19. Die Besorgten Frauen Amerikas schlagen Alarm!

    Falls die Neuauflage des Equal Rights Acts im Zuge der Transgleichstellung durch kommt, könnten Frauen alle ihre Privilegien verlieren, die sie – Feiministierenden zufolge – gar nicht haben.

    Phyllis Schlafly konnte diese Gefahr in den 70ern abwenden, aber der jetzige Zeitgeist bei den Demokraten ist deutlich pro Trans.

    Das wird spannend.

    https://www.foxnews.com/opinion/doreen-denny-dont-be-fooled-ladies-the-equality-act-is-a-threat-to-all-of-us.amp?__twitter_impression=true

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