Manclaiming

Mal wieder wird ein neuer Begriff gefunden um männliches Verhalten abzuwerten:

Neuerdings häufig zu beobachten sind Männer, die sich fremder Leute Erfolg aneignen. Nach dem Vorbild der beiden vorangegangenen Begriffe wird hiermit ein neuer vorgeschlagen: Mansclaiming. Das Kofferwort setzt sich aus man und claimingzusammen. Der Versuch einer Definition: Mansclaimingbezeichnet in diesem Zusammenhang das Verhalten von Männern, die behaupten, stolz auf die Leistung von Frauen zu sein, um öffentlich zu machen, dass genau diese Leistung nur durch ihre Unterstützung oder Existenz möglich war. In der Psychologie kennt man den „neurotischen Stolz“ auf etwas, das man nicht selbst geschaffen hat. Dieser Begriff unterschlägt aber das besondere Machtgefälle zwischen Männern und Frauen in dieser Gesellschaft.

Vor ein paar Tagen haben zwei Freundinnen eine Beratung gegründet. Als sie die Website ihrer Agentur auf Facebook posten, findet sich unter den Glückwünschen auch die Wortmeldung eines Mannes, der die beiden zwar persönlich kennt, aber nicht an ihrem Projekt beteiligt war: #soproud. Soll das nett gemeint sein? So stolz? Auch noch als Hashtag? Damit deutet er doch an, genug mit den beiden Frauen oder deren Strategieberatung zu tun zu haben, um sich Stolz erlauben zu können. Das Clevere an seinem Move ist: Er bringt sich damit ins Gespräch und lenkt das Strahlen auf sich selbst. Für die, an deren Ruhm er schmarotzt, ist das maximal ärgerlich: Wenn einer „so stolz“ ist und das öffentlich zur Schau stellt, fühlt man sich wie jemand, dem gerade der Kopf getätschelt wird – irgendwie bevormundet.

Gut, dass noch nie eine Frau gesagt hat, dass sie Stolz auf das Werk ihres Mannes war. Auch wenn sie gar nichts damit zu tun hatte.

Aber ganz schrecklich. Schon wegen des Machtgefälles.

Bitte liebe Männer: Sagt niemals, dass ihr Stolz auf die Leistung einer Frau seid.

Das ist widerlicher Sexismus und damit verboten

 

57 Gedanken zu “Manclaiming

  1. Frauen stehen auf erfolgreiche Männer und können ihren Status erhöhen wenn sie mit denen zusammen sind. Bei einer Trennung wollen sie dann mindestens die Hälfte von allem was er erwirtschaftet hat, während sie zusammen waren. Ihr wirksamer Anteil an diesem Erfolg ist i.d.R. nicht messbar, aber diese Frauen denken trotzdem das sie einen Anspruch darauf haben.

    • Hinzu kommen die ganzen Bücher bzw. Biographien von Frauen berühmter Männer, in denen dann so getan wird, als wären die eigentlichen Genies gar nicht die Männer, sondern die seit jeher unbeachteten Frauen dahinter.
      Das neueste ist von Liv Strömquist.
      I am every Woman :
      https://www.jetzt.de/gender/feministischer-comic-liv-stroemquists-neues-buch-i-m-every-woman

      „Alleine hätte Einstein seine Relativitätstheorie nämlich nie aufgestellt.“

      Ja so ist das.

      • Jo und Kant hatte auch eine Ghostwriterin. Jesus war eine Frau und Albert Schweitzer war lesbisch.
        Warum erwähnen Femis eigentlich nie Marie Curie? Die hatte zwei Nobelpreise und hat was geleistet Die wird nie erwähnt. Schon mal aufgefallen?

        • Würden sie die Curie erwähnen, dann würde das zeigen das Frauen das alles können was Männer können wenn sie sich nur anstrengen. Und das sogar in einer Zeit wo Frauen es in der Tat schwer hatten. Aber das wollen Feministen natürlich nicht zeigen, denn das würde zeigen, dass sie keine Opfer der bösen Männer sind sondern in der Mehrzahl schlicht und ergreifend faul sind.

        • Ja, aber die bessern kräftig nach zur Zeit.
          Gibt ja nun diverse Buchreihen und Bücher:
          https://www.suhrkamp.de/little-people-big-dreams_1527.html

          Da gibts dann auch eins über Marie Curie.
          In „Good Night Stories for Rebel Girls“ von dem es nun auch 2 Bände gibt, ist Marie Curie mit drin.
          In der Einleitung heißt es auch gleich:
          „Zielt höher, kämpft entschlossener und im Zweifelsfall: ihr habt Recht“. So wissen dann auch die jungvulvatischen bereits, dass sie einfach aus Prinzip recht haben, aufgrund ihrer Vulva.
          Dann gibt es noch „Sheroes“ , ferner eine Graphic Novel: „Rebellische Frauen“, „ Kickass women“ usw. alles recht neue Veröffentlichungen der vergangenen Monate.
          Also ein regelrechter Frauenkult. Etwas seltsam, da wir ja in einem alles unterdrückenden Rapeculture Patriarchat leben.

          • Der Frauenkult hat etwas von der Angeberei von Halbstarken. Überall reden sie von „starken“ Frauen, um sich Mut anzutrinken. Allein ich sehe sie nicht und kenne keine.

        • Weil dann die Legende der „männlichen Atomkraft“ nicht aufrecht erhalten werden könnte. Eine Feministin in einer Mail-Diskussion mit mir vor Jahren, dass alles Schlimme männlich sei, so zB Atomphysik. Ich hab in der Antwort Kraftwerk zitiert: „Radioactivity, discovered by Madame Curie“. Kam dann nichts mehr.

    • While at D.E. Shaw, Bezos came up with the idea for Amazon. MacKenzie was supportive from the beginning, despite the high probability that his venture would fail (after all, almost all startups do).

      Brad Stone writes in The Everything Store: „At the time, Bezos was newly married, with a comfortable apartment on the Upper West Side and a well-paying job. While MacKenzie said she would be supportive (würde! Nicht „war“) if he decided to strike out on his own, the decision was not an easy one.“

      MacKenzie later told CBS: „I’m not a businessperson. So to me, what I’m hearing when he tells me that idea is the passion and the excitement… And to me, you know, watching your spouse, somebody that you love, have an adventure — what is better than that, and being part of that?“

      In 1994, at ages 30 and 24, respectively, Jeff and MacKenzie decided to blow up their cushy lives.

      They road-tripped across the US in search of a new home and headquarters for Amazon. MacKenzie drove while Bezos punched out a business plan and revenue projections in the passenger seat. After starting in Texas and buying a beat-up car, they wound up in Seattle.

      The pair brainstormed the name „Amazon“ together after almost choosing a different name: Relentless.com. MacKenzie became Amazon’s first accountant, despite being an aspiring novelist.

      She did a lot of other grunt work, like most early startup employees do, from driving book orders to the post office to handling the company’s bank account and line of credit. She met early Amazon investor John Doerr and partied with the team in Mexico after Amazon’s IPO.

      But beyond her early role in the company is the significant role any spouse plays in a partner’s career.

      Both Warren Buffett and Sheryl Sandberg say that the most important career decision you can make is who you marry.

      https://www.businessinsider.de/why-mackenzie-bezos-deserves-half-amazon-ceo-jeff-bezos-fortune-2019-1?r=US&IR=T

      MacKenzie wird die 5. reichste Person auf der Erde, weil sie ein Bankkonto geführt hat und Personen und Bücher durch die Gegend fuhr!

      But she ist a woman, so she deserves it!!!

  2. OK, OK. Habe es verstanden.
    Ab jetzt werde ich meinen Töchtern nie wieder sagen, dass ich stolz auf sie bin. Meinen Söhnen darf ich das ja wohl weiter sagen.

  3. Angenommen ich hätte mit 20 Lenzen Aktien einer aufstrebenden IT Firma gekauft. Sagen wir mal für 10.000 Mark. Dafür habe ich auf den Golf GTI verzichtet. Die Kohle war von der Oma. Die Aktien liegen bei der Bank und werden vergessen. Dann kommt irgendwann eine Ehefrau und nach 15 Jahren Ehe trennt man sich.
    Hoppla, bei der Suche nach Vermögen finden sich plötzlich ein Depot mit fast 1 Million in Aktien. Die waren einfach so in Vergessenheit geraten. Jetzt sind sie Zugewinn und die Hälfte geht an die Ehefrau.

    Das ist deutsches Scheidungsrecht.

    Wer kann das moralisch erklären? (editiert: Bitte keine solche Gewaltausbrüche)

    Nur so Gedanken…..

    • Wenn es ein Haus oder eine Wohnung vor der Ehe angeschafft wurde dann wird ein Zugewinn ermittelt, ob der im Verkauf realisierbar ist oder nicht spielt keine Rolle, es gilt was das Familiengericht festsetzt und Sie muss trotzdem ausgezahlt werden.
      Anpassung an real erziehlten Verkaufspreise nicht möglich.

      Ja das wird Recht genannt.

      • „Anpassung an real erziehlten Verkaufspreise nicht möglich.“

        wie soll das auch gehen? der Preis wird als Verkehrswert ermittelt. Aber niemand kann letztendlich sagen, ob man es schlecht oder gut verkauft bekommt. Es ist notgedrungen ein Mittelwert

        • Nun ganz einfach wenn es keine andere Option gibt als die Bude zu verkaufen, dann ist es nicht mehr nur eine Verkehrswert, sondern dann gibt es eben einen real erzielten Verkaufspreis.

          Ich spreche hier nicht von irgendwelchen hypothetischen Fällen.

          • @andreas

            Das kann man dann ja auch einwenden und zb beantragen, den Sachverständigen dazu anzuhören und dann gleichzeitig die Verkaufsbemühungen darlegen (zb ein halbes Jahr nur Absagen zu einem höheren Preis, dann leichte Senkungen, dann wieder nur absagen und schließlich Verhandlungen auf diesen Preis etc). Geht natürlich nicht, wenn das Verfahren bereits abgeschlossen ist.

          • „Das kann man dann ja auch einwenden und zb beantragen, den Sachverständigen dazu anzuhören und dann gleichzeitig die Verkaufsbemühungen darlegen …“

            Ungerecht ist es trotzdem.
            Meine Mutter hat unser Elternhaus geerbt. Der Bau ist ein erweiterter Vorkriegs-Zweckbau. Als das Haus gebaut wurde, kostete der m² Boden 20 Pfennig. In den späten 80ern bot sie mir das Haus zur Erbschaft an, was ich ablehnte. Ich hätte Unmengen an Geld zur Renovierung in das Haus stecken müssen und meine berufliche Zukunft war unsicher.
            Hätte ich die Erbschaft angenommen und in den 90ern die Mutter meiner Kinder geheiratet, dann hätte ich das Haus in den Nuller Jahren verkaufen MÜSSEN, weil durch eine Explosion der Grundstückspreise (ehemaliges Zonenrandgebiet, durch Grenzöffnung Speckgürtel einer Millionenstadt, dazu noch eine der absoluten Toplagen des Ortes, innenstadtnah und trotzdem im Wald, Ende einer Sackgasse) eine Auszahlung illusorisch gewesen wäre. Das kann man auch mir nicht mehr als gerecht verkaufen.

          • @carnofis

            Der Ausweg wäre, dass du das Haus übernimmst und vor oder nach der Heirat, je nachdem wie sicher du gehen willst, einen Ehevertrag machst, wonach das Haus aus dem Zugewinn herausgenommen wird. Dann hättest du es sogar renovieren können wie du willst etc.

            Aber macht ja keiner

            Immerhin werden die Werte im ANfangsvermögen ja noch mit dem LEbenshaltungskostenindex bereinigt, was häufig schon einen erheblichen Wertzuwachs bringt. Wird aber die Grenzöffnungswertsteigerung wahrscheinlich nicht erreichen

          • @Christian

            Dein Einwand passt einfach nicht, es gibt kein Grund das Frauen alles in den Arsch geblassen wird nur weil keiner in jungen Jahren sn einen Ehevertrag gedacht hat.

            Sie bekommt sozusagen den Wertzuwachs aufgrund der Tatsache, das Sie in den Ehejahren die eigene Miete nicht bezahlt hat.

            Und solange sich genügend Männer finden die schreiende Ungerechtigkeit auch noch erklären wird sich daran nichts ändern.

            Im übrigen kannst Du Dich mal mit dem Thema Gütertrennung auseinandersetzen und Du wirst erstaunt feststellen, das Frauen im Rahmen einer Scheidung selbst das aushebeln können. Glaub jedoch nicht das dies einem Mann gelingt.

            Aber sicher lässt sich das auch alles wieder schön erklären.

          • Wenn sie Lotto spielt oder sie die Aktien oder das Haus von ihren Eltern bekommt ist es doch das gleiche.

            Meines Wissens ist noch kein Ehevertrag, der lediglich die Gütertrennung erhielt (oder etwas moderner: die modifizierte Zugewinngemeinschaft) wegen des Inhalts aufgehoben worden. Kennst du einen?

    • Ich seh das eher so: Wenn mich ein Geschäftspartner der wie ich vereinbart hat sein gesamtes Vermögen in ein Unternehmen einzubringen, mich dann danach darüber in Kenntnis setzt dass wir uns 1000e Euro von Zinszahlungen hätten sparen können weil er noch so ein kleines Vermögen „vergessen“ hatte, würde ich mir schon überlegen ob ich mich auf den Typ noch verlassen kann.

      Wer „vergisst“ so eben mal 15 Jahre mehrere Tausend €. Wie lang ist das Paket schon eine Milllion wert? 1,2,3,10 Jahre?

      • Komische Einstellung. Ich bin Unternehmer, zusammen mit meiner neuen Partnerin.
        Wir haben beide einen gleichen und fixen Anteil an Geld eingebracht. Wenn wir uns trennen, geht alles habe halbe. Kein Problem.

        Man kann Aktien in einem ausländischem Depot vergessen, wenn die kaum mehr einen Wert hatten. Sollten die dann plötzlich steigen, dann ist das halt so. Damals hatte man noch keine App für den Kram.
        Die FRage ist doch, was hat die Gattin zur Wertsteigerung denn beigetragen?

        Das gemeinsame Haus, die LV, den Rücken frei halten, alles okay, das ist Zugewinn. Da steckt ja Leistung beider drin. Aber ein altes Depot? Da hat sie nix für getan. Null, Nada, Zero. Ohne Leistung und Risiko kein Gewinn, das wäre gerecht….

        • Das gemeinsame Haus, die LV, den Rücken frei halten, alles okay, das ist Zugewinn. Da steckt ja Leistung beider drin.

          Nope – so pauschal sehe ich das etwas anders.

          Welche Leistung hat sie denn erbracht? Teilzeitarbeit, dann aber 50-50 machen wollen beim Zugewinn-Vermögen?
          Oder was ist, wenn sie treusorgende Hausfrau ist, die sich dank gut verdienendem Ehegatten als ehrenamtliche Helferin betätigt, nachdem ihr eigener Laden pleite ging? (Kenne ich aus meinem Umfeld.)
          Gut, sie hält die Bude sauber und kocht ihm sein Essen,sofern sie noch Zeit dazu findet. 😉
          Aber wir wissen ja alle, dass „Care-Arbeit“ gar nicht kostenlos ist, denn er finanziert ihr ja ihren gar nicht mal so schlechten Lebenswandel, inklusive eigenem Auto.
          Ich kann hier nichts, aber auch gar nichts finden, was eine hälftige Aufteilung der Vermögenszuwächse rechtfertigt.

      • Du hast das mit „gesamten“ Vermögen irgendwie überlesen oder?
        Die Regeln für die Vermögensauftteilung für die Ehe gelten jetzt ja nicht erst seit 5 Jahren.

        Wem das bewusst ist und er das Risiko nicht eingehen will dass er einen evtl. Geldsegen mit seiner Ex-„Partnerin“ nicht teilen will der SOLL… NICHT… HEIRATEN!
        Wem das nicht bewusst ist, dem hätte ich ein schönes Grundstück zu verkaufen, nennt sich Liberty Island.

        Und das ausländische Depot angeht, da hat man natürlich keinen Vermögensverwalter, aka Bankangestellten des Depots der einen in 15 Jahren mal informiert. Das hat auch nix mit Apps oder sonst was zu tun, Telefon, Brief, E-Mail, Fax. Wo liegt das Depot, Caymans, Delaware?

        • Du schilderst den Ist-Zustand, den kenne ich.

          Aber ist das gerecht?

          Wenn ich auf dem Dachboden eine Picasso vom Uropa finde, wem gehört der dann?

          Rechtlich?

          Moralisch?

          Merke, Juristen haben keine Moral, sie erwirken Urteile. Das darf man kritisieren!

          • Moralisch dir, Rechtlich beiden. Das wird sich aber nie ändern, allein schon aus Missbrauchsgründen.
            Da kann man froh sein, den halben Picasso zu besitzen!
            Im angelsächsichen Recht, würde der noch deiner Ex zugeschrieben, weil du den versteckt hattest!

          • Danke.

            Ich wünsche mir ein gerechtes Recht, das die Leistung des Individuums berücksichtigt.
            Das Problem dabei wäre, das Frauen dabei ganz mies abschneiden würden. Daher wird die Politik immer Frauen pampern die ja wählen dürfen.

            Hätten wir ein Wahlrecht nach Steueraufkommen, dann gäbe es kaum eine Frau im Parlament und die Gerichte würden Gerechtigkeit üben und nicht sogenanntes Recht.

          • @Michael: Du hast recht, Mann sollte alle Heiratswilligen zu einem verpflichtenden Ehefolgenkurs zwingen.
            Geschlechtetgetrennt.

          • Nee Andreas, man sollte die Frau eine Liste von Forderungen erstellen lassen und sie dem Mann vor der Ehe vorlegen. Und man sollte anfangen, Frauen als Menschen zu sehen, die für sich verantwortlich sind. Wenn sie das geschafft haben, dann könnte man sie auch wählen lassen.
            (editiert: Bitte lass deine Gewaltfantasien woanders raus)

          • Der Romantiker in mir glaubt ja den Männern ist durchaus bewusst in was für eine Gefahr sie sich begeben, but Feelings. Das ändert nichts daran dass ich keine Toleranz für das Gewimmer habe, nachdem Mann von der Scheidungsanwältin den Arsch aufgerissen bekommen hat.

          • @Mika
            „Ich wünsche mir ein gerechtes Recht, das die Leistung des Individuums berücksichtigt.“

            Besser nicht. Das macht alles nur komplizierter und das führt immer nur und unfehlbar zu weiteren Ungerechtigkeiten 😦
            Um dem Wirrwarr mit dem Wertzuwachs auszuweichen kann man ja heute auch Eheverträge machen.

        • Mir gehen die Hexenverbrennungen nicht aus dem Kopf…

          Bei Hexenverbrennungen wurden nicht nur Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
          All zu viel schlechtes Gewissen solltest du dir da also nicht machen. 😉

    • Find ich wiederum nicht schlimm, ich finde es eher problematisch, dass Männer nicht über die Folgen eines so weitreichend Vertrages aufgeklärt werden. Ich meine jede Webseite muss eine Einverständniserklärung zu Cuckis geben aber bei der Ehe gibt es nichts.

  4. „Der Versuch einer Definition: Mansclaimingbezeichnet in diesem Zusammenhang das Verhalten von Männern, die behaupten, stolz auf die Leistung von Frauen zu sein, um öffentlich zu machen, dass genau diese Leistung nur durch ihre Unterstützung oder Existenz möglich war.“

    Also gewissermaßen genau das, was völlig beweisfrei von Feministinnen über die Frauen von so ziemlich jedem großen Mann der Geschichte reflexartig behauptet wird? Wann wird eigentlich mal dazu übergegangen, in Lehrbüchern aus dem Bereich Psychologie als Praxisbeispiel für Projektion auf die Inhalte feministischer „Theorien“ zu verweisen?

    • Du bist offensichtlich nicht auf dem neusten Stand feministischer Forschung. Die Relativitätstheorie ist tatsächlich das Werk von Frau Einstein, zur Quantentheorie hat Frau Planck das Entscheidende beigetragen und der erste Mensch auf dem Mond war Nelly Armstrong. Die maskulinininistische Geschichtsklitterung machte die Leistungen der Frauen im Nachhinein unsichtbar und schrieb sie Männern zu.
      Pjotr – Master of gender studies – Trump university

  5. „In der Psychologie kennt man den „neurotischen Stolz“ auf etwas, das man nicht selbst geschaffen hat. “

    In der Sache hat sie natürlich recht. Man kann nicht stolz auf etwas sein, an dem man keinen Anteil hat.
    Stolz kann man immer nur auf eine persönliche Leistung, bestenfalls Fähigkeit sein.

    Dennoch scheint mir beim beschriebenen Fall eher die übliche Pathologisierung männlichen Verhaltens oder männlicher Lebensäußerungen ein Grund für die Erfindung des neuen Wortes zu sein.
    Ein anderer dürfte in dem Wunsch zu suchen sein, seinen Niederschlag in der Geschichte zu finden – und das völlig ohne Leistung.
    „Manspreading“, „Mansplaining“, „Toxic Masculinity“, „Studierende“, „Flüchtende“ u. ä. sind solche Wortschöpfungen, die irgendeine Genda mit stolzgeschwellten Brüsten als „Das hab ICH erfunden!“ verbreiten kann und die – zumindest vorübergehend – Einzug in die Umgangssprache gefunden haben.
    So hinterlässt frau einen Fußabdruck in der Geschichte und wertet sich und die eigene Leistung auf – wenn sie sonst schon nichts Produktives gebacken kriegt.

    Oder es ist tatsächlich eine Art Satire, wo dem Publikum irgendein absurder linguistischer Knochen hingeworfen wird, nur in der Absicht, mal zu schauen, wie es darauf reagiert.

    Ach, ich bin übrigens für die Einführung des Wortes „Fembagging“ für die Beschreibung des merkwürdigen Verhaltens (nicht nur) älterer Omis, ihr Handtäschchen in Bus und Bahn neben sich auf dem Sitzplatz so zu drapieren, dass jeder weiß, dass dieser besetzt ist.
    Und außerdem könnte ich dann auch mit stolzgeschw…

    • „In der Sache hat sie natürlich recht. Man kann nicht stolz auf etwas sein, an dem man keinen Anteil hat.“

      Unterschiedliche Sprachen haben hier auch noch andere Bedeutungen.
      Gerade ein „so proud“ stammt ja offensichtlich aus dem Englischen – und dort ist das eine nicht unübliche Formulierung um zu besonderen Erfolgen zu gratulieren.
      Habe ich auch schon erlebt, dass das in den deutschen Sprachgebrauch rüberschwappt.
      (War etwas ungewohnt, aber tatsächlich ein sehr positives Feedback.)

      Ich vermute, dass die Deutschen besonders schäbig hier sind, die Erfolge anderer mit „Stolz“ auszudrücken, weil sonst könnte man auch Nationalstolz haben..

      • „sonst könnte man auch Nationalstolz haben“

        Wo kämen wir denn da hin?

        Na, wie wir alle wissen, führte uns das schnurstracks und unweigerlich ins vierte Reich.

    • „Man kann nicht stolz auf etwas sein, an dem man keinen Anteil hat.
      Stolz kann man immer nur auf eine persönliche Leistung, bestenfalls Fähigkeit sein.“

      Wer sagt das? Stolz (das Lemma zu „stolz“ im DWB ist übrigens irrsinnig lang und listet auch Bedeutungen auf, die einfach nur eine Erhabenheit beschreiben) ist ein Gefühl, und wer hat schon die Autorität, anderen vorschreiben zu wollen, in welchen Situationen sie wie zu fühlen haben? Wenn jemand sagt: „Ich fühle mich persönlich beflügelt, weil ich mich über den Erfolg anderer freue“, wer will ihm das ernsthaft verbieten? Ich meine, man kann gerne der Meinung sein, dass einem das nicht zusteht, aber im Prinzip hat man kein Monopol auf die Deutungshoheit des Wortes „stolz“ und seiner Anwendungsmöglichkeiten, und wenn das Gegenüber das Wort so versteht, dass es möglich ist, stolz auf fremde Leistungen zu sein, dann ist das eben so, und angesichts der vielen Belege in der Geschichte, in denen Leute Stolz auf Errungenschaften anderer bekundet haben, an denen sie selbst keinen oder kaum Anteil hatten, wird man schwer dafür streiten können, dass diese Bedeutung falsch wäre.

      • Eigentlich muss man sogar stolz sein, bei Erfolgen der Peergroup, wenn man bedenkt, dass alle in der Peergroup etwas tun, aber nur wenige haben Glück, dass sie dies an der richtigen Stelle getan haben. D.h. dass es diese Innovation nur gibt, weil es in der Peergroup viele versucht haben.

        Wenn 100 Leute zusammen als Pool Bitcoin minen und der Computer von einem hat zufällig dann den Treffer. Lag es dann nur an ihm? Oder auch an den 99 anderen, die den Pool organisiert und den Suchraum zur besseren Suche mitaufgeteilt haben?

  6. Christian, das ist ein Witz. Ich habe Satire geschrieben, das war klar erkennbar.

    Wenn du jetzt eine Pussy bist, dann schreib es und ich bin weg

    • Das ganze Argument basiert mal wieder auf der Annahme, außer Sex gäbe es absolut keine Benefits im Zusammenleben mit einer Frau.
      Das finde ich kurios.

      Unabhängig davon sind stay at home wifes tatsächlich nicht mehr zeitgemäß und es spielt letztlich keine Rolle, WIE junge Männer zu dieser Erkenntnis kommen und lernen, sie selbstbewusst zu vertreten.

  7. @Carnofis:
    Ich erlaube mir mansplainend zu widersprechen.

    Stolz ist ein Gefühl und kümmert sich nicht um die Legitimation. Man ist erst stolz und sucht dann (vielleicht) nach einer Erklärung/Begründung.

    Und was ist Stolz für ein Gefühl? Stolz ist die Freude dazuzugehören. Man könnte sogar sagen, dass es eine neoliberale Degeneration ist, wenn behauptet wird, man könne nur auf Leistungen stolz sein.

    Auf der ganzen Welt sind Leute auf Angehörige und Freunde stolz, auf Fußballmannschaften und Zufälligkeiten. Der Fahrbahnmarkierer, der auf der höchsten Autobahnbrücke Europas die Markierung aufgebracht hat kann darauf stolz sein, auch wenn der Schwierigkeitsgrad nicht größer ist als beim Radweg in Klein-Nebenförsta.

    Man kann Stolz nicht verbieten und ächten – höchstens offen darüber zu reden. Das andere auf die gleiche Sache nicht stolz sind oder wären tut dem Stolz keinen Abbruch.

    Stolz auf die Leistung von Frauen zu sein, hat also gerade nicht zur Voraussetzung, dass genau diese Leistung nur durch ihre Unterstützung oder Existenz möglich war. Das ist eine missgünstige, paranoide und feindseelige Ansicht.

    Als eine Freundin von mir ihr erstes Buch veröffentlich hat, war ich sehr stolz auf sie, und weder hatte ich an der Existenz des Buches einen Anteil, noch hatte ich die geringste Absicht den Eindruck zu erwecken.

    @only_me: Als ich noch studiert habe war der Feministinnenanteil in der Psychologie eher geringer, als in anderen Fächern wie Pädagogik oder Soziologie, ohne dass der Frauenanteil gering war. Das mag sich geändert haben.

    @propos Aktienfund:
    Wenn der Mann sein Vermögen während der Ehe verspielt, auch wenn er es grob fahrlässig einbüßt, haftet er aber nicht, oder? Dann hat die Frau einfach Pech gehabt oder ist selbst schuld, sich auf einen Hallodri eingelassen zu haben.

    • kann man überhaupt „grob fahrlässig“ gegen sich selbst handeln? Rein logisch natürlich schon, aber juristisch dürfte das anders sein?

      Wenn hier ein Ehepartner für solche Verluste verantwortlich gemacht werden könnte, wäre das grotesk, denn es könnten auch rein virtuelle Zugewinne so real geltend gemacht werden 😀

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