Reformen im Unterhaltsrecht

Die Medien berichten über geplante Reformen im Unterhaltsrecht:

„Immer häufiger wollen sich nach der Trennung beide Elternteile weiter um das Kind kümmern. Das heißt, auch die Väter wollen weiter die Erziehungsverantwortung tragen. Und das ist etwas Gutes“, sagte Giffey der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

Es dürfe nicht sein, „dass der Vater den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringt und sogar ein eigenes Zimmer bei ihm hat“, sagte Giffey. „Wir müssen das Recht hier der gesellschaftlichen Realität anpassen.“ Notwendig seien eine Reform des Sorge- und Umgangsrechts und Änderungen im Unterhaltsrecht, die möglichst viel Flexibilität für verschiedene Betreuungsmodelle ließen.

Die SPD-Politikerin sprach sich gegen Forderungen der FDP nach einem sogenannten Wechselmodell für Trennungskinder aus, wonach das Kind eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Vater verbringen soll. „Jedes Elternpaar muss den richtigen Weg dafür finden. Bei manchen funktioniert das Wechselmodell gut. Bei anderen geht es gar nicht, da gibt es jede Woche ein Drama“, sagte Giffey. Der Staat könne dafür keine allgemeinverbindliche Lösung vorschreiben.

Mütterverbände üben Kritik daran:

Viele alleinerziehende Mütter empfinden es als ungerecht, dass Väter entlastet werden sollen, obwohl ein erheblicher Teil ihren Pflichten gar nicht nachkommt: 450000 Alleinerziehende waren im vorigen Jahr von Unterhaltsprellungen betroffen. Das bedeutet, etwa jedes zweite Elternteil zahlt keine oder zu wenig Alimente für das gemeinsame Kind. Ein zusätzliches Armutsrisiko für alleinerziehende Frauen: Nur gut ein Drittel dieser Gruppe arbeitet Vollzeit. Laut Statistischem Bundesamt tun dies aber 94 Prozent der betroffenen Männer. In Anbetracht dieser Zahlen sei Giffeys Vorstoß „ein Schlag ins Gesicht jeder Alleinerziehenden*“, schreibt beispielsweise die Twitter-Userin „Lena“. „Mutterseelesonnig“ klagt: „Liebe Frau #Giffey, wenn Papi künftig weniger Unterhalt zahlt, weil er ein Zimmer für die Kinder hat, werden dann Klassenfahrten und Sportschuhe günstiger, oder müssen dann Familiengerichte klären, wer das Schulobst zahlt?“

Verkannt wird natürlich, dass die Mutter wenn der Vater das Kind zu einem gewissen Teil betreut eben auch Zeit hat einer Arbeit nachzugehen.

Und natürlich ist der Vorhalt der Unterhaltsprellung auch kaum haltbar, weil dafür eben Leistungsfähigkeit bestehen müsste.

Weitere Stimmen aus dem zuvor zitierten Artikel:

Der Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV) fordert, die Unterhaltsverpflichtung für Väter nur zu kürzen, wenn sichergestellt ist, dass Mütter durch die zusätzliche Betreuungsleistung der Väter auch tatsächlich etwas sparten. Frauen hätten es nach einer Trennung in der Regel schwerer für sich und die Kinder zu sorgen, zumal sie oft in schlechter bezahlten Branchen arbeiteten. In jedem Fall bräuchte es Übergangsfristen, damit Mütter Zeit hätten, sich beruflich wieder zu etablieren.

Erstaunlich ist immer, dass zugleich beklagt wird, dass Frauen nicht genug Rente beziehen werden und auch sonst nicht über genug Geld verfügen aber die Idee, dass man das nur ändern kann, wenn sie arbeiten, dennoch entsetzen hervorruft.

 

70 Gedanken zu “Reformen im Unterhaltsrecht

  1. „wenn sichergestellt ist, dass Mütter durch die zusätzliche Betreuungsleistung der Väter auch tatsächlich etwas sparten.“

    Wie soll das aussehen? Wenn sie weniger Geld in den Tagen verdienen kann, wie sie ansonsten als Unterhalt bekommt, soll der Mann trotzdem vollen Unterhalt zahlen?

    Immer wieder erstaunlich wie viele Rahmenbedingungen erst erfüllt werden müssen, damit man Männern die gleichen Recht zusteht, während bei Frauen nur eine leichte Unterrepräsentanz ohne Interesse an der Ursachenforschung schon als Anlass genommen wird grundlegende demokratische Gesetze zu ändern.

      • Nun, die Realität bei mir hier ist: Ganztagsschule bedeutet eine Schließzeit von 16 Uhr – aber auch nicht immer (schließlich gibt es Stunden, die ausfallen, variable Feiertage, Lehrerausflüge & natürlich die vielen Wochen Schulferien, auch Krankheiten sind ja leider nicht jeden Monat zu vermeiden).

        Dienstags schließt die Ganztagsschule per se zeitiger, da ist der Nachwuchs spätestens um kurz nach zwei zu Hause und hat dann einen Bärenhunger, weils an dem Tag kein Mittagessen gibt (das btw. auch i.d.R. nicht schmeckt und wir daher ab dem 8. Schuljahr, wo wirs endlich dürfen, ganz abbestellen werden). Montags geht die Mittlere zu Karate, da muss ich sie deshalb früher abholen, oft genug möchte sie ganz einfach nicht bis zum Schluss bleiben (es gab aber auch schon den umgekehrten Fall, dass sie meckerte, weil sie doch bleiben wollte^^). I don’t blame her.

        Ich jedenfalls weiß noch, wie froh ich immer war, wenns 13:05 Uhr schlug und ich das Schulgelände verlassen durfte. Auf mich wartete dann die Oma (und Omas kochen am Besten… grundsätzlich!) – denn meine Mama war ja auch immer arbeiten, seit 1970 schon (mit einem „Babyjahr“), zu den Bedingungen des Einzelhandels. „Nurnoch“ 9 Monate und dann kriegt sie endlich abschlagsfrei ihre Mini-Rente! (und das heißt: ich kann anfangen, was für meine zu tun)

        • Tja, das was du hier schriebt war bei mir gar nicht notwendig. Schon laange vor der 8. Klasse (!) war ich so selbstständig das ich alleine klar kam und nicht eine Vollzeitbemutterung forderte. Zur Schule ging es alleine mit dem Bus oder Fahrrad und auch wieder zurück von der ersten Klasse an.

          Das ein Elternteil zuhause sein muss, weil das Kind von der Schule kommt, kann ich ab einem gewissen Alter nicht nachvollziehen. Bis zu welchen Alter soll man das denn machen?

          Außerdem ist das hier auch nur als Beispiel dafür das Frauen das mehr an Freizeit nicht in ein mehr an Erwerbsarbeit investieren. Wenn der Vater das Kind 2-3 Tage in der Woche hat, kann die Mutter da volle 8 Stunden arbeiten. Der Vater macht es ja auch.

  2. Was Giffey sagt – auch im verlinkten BZ Artikel- klingt vernünftiger, als ich sie bisher wahrgenommen habe.

    Wie hier irgendwelche Twitteruser als Quelle zitiert werden, ist allerdings schon gruselig.

    Auch mal wieder spannend, wer hier kein Statement geben darf (was man eigentlich von einer ausgewogenen Berichterstattung erwarten würde): Ein Interessensvertreter der Väter.

    Liegt das daran, dass es die Medien nicht interessiert oder sind die Väter so schlecht organisiert?

  3. Nach St. Martin und K. Barley meint jetzt auch Tante Giffey, im Populistenzug mitreisen zu müssen. Und genau wie die beiden anderen wird sie auch wieder abspringen.

    Die würde auch mit ’nem halben Hähnchen zum Tierarzt rennen ….

  4. Wenn etwas kommt wirdes eine Verschlechterung der Situation für Väter sein.
    Wer anderes glaubt, der ist auch überzeugt das Hoffnung und Zuverzein Synonym ist.

  5. Viele alleinerziehende Mütter empfinden es als ungerecht, dass Väter entlastet werden sollen, obwohl ein erheblicher Teil ihren Pflichten gar nicht nachkommt: 450000 Alleinerziehende waren im vorigen Jahr von Unterhaltsprellungen betroffen.

    Fehlschluss! Um die „Unterhaltspreller“ geht es ja gar nicht. Die würden doch sowieso nicht entlastet. Von was auch?

    wenn Papi künftig weniger Unterhalt zahlt, weil er ein Zimmer für die Kinder hat, werden dann Klassenfahrten und Sportschuhe günstiger, oder müssen dann Familiengerichte klären, wer das Schulobst zahlt?

    Erneut Fehlschluss! Klassenfahrten, Schulbedarf oder Sportschuhe fallen ggf. unter Sonderbedarf und damit (teilweise) als zusätzlicher Unterhalt an. Außerdem dürfte das Zimmer alleine sowieso nicht ausschlaggebend sein.

    Der Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV) fordert, die Unterhaltsverpflichtung für Väter nur zu kürzen, wenn sichergestellt ist, dass Mütter durch die zusätzliche Betreuungsleistung der Väter auch tatsächlich etwas sparten.

    Warum? Schon alleine durch die frei werdende Zeit könnten die Mütter (Väter natürlich nicht?) einer zusätzlichen Arbeit nachgehen, was den wegfallenden Teil des Unterhalts leicht kompensieren dürfte. Bei hälftiger Betreuung reduziert sich die Unterhaltsleistung nach Düsseldorfer Tabelle um 177 bis 422 €. Es sollte doch leicht möglich sein, dieses Einkommen in zwei Wochen zu erwirtschaften.

    Frauen hätten es nach einer Trennung in der Regel schwerer für sich und die Kinder zu sorgen, zumal sie oft in schlechter bezahlten Branchen arbeiteten. In jedem Fall bräuchte es Übergangsfristen, damit Mütter Zeit hätten, sich beruflich wieder zu etablieren.

    Wird die Erziehungsleistung geteilt, haben betroffene Frauen ausreichend Zeit um sich schnell an die neue Situation anzupassen. Berücksichtigt man noch, dass die meisten Trennungen/Scheidungen von Frauen initiiert werden kommt nur in den wenigsten Fällen noch ein Überraschungseffekt hinzu.

    • Speziell Stay-at-home Mütter wollen mit der Scheidung doch einzig und allein die Anwesenheit des verhassten Partners loswerden, alles andere soll geälligst so bleiben wie es ist.
      Wenn Madam an sowas wie Arbeit denkt dann eigentlich eher als soziales Event und vielleicht noch für etwas eigenes Taschengeld.

      • Seit only_me letztens das Video über stay-at-home moms und ihres faulen Parasitentums von Coltaine gepostet hat halte ich heute absolut nichts mehr von solchen Art von Müttern, die keiner geregelten Beschäftigung nach der Geburt nachgehen >wollen< um zum Familienertrag finanziell beizusteuern, den Vater damit auch zu entlasten und das alles natürlich durch vorgeschobene Gründe boykottieren, vor allem indem das jämmerliche Hausfrauendasein dem Überlebenskampf der eingekesselten 6. Armee in Stalingrad gleichgestellt wird. Darin sind's Weltmeisterinnen.

        • Und ich bleibe dabei, solange ein Baby vollstillt und nicht beikostreif ist, würde ich mir sehr genau überlegen, ob es wirklich nötig ist, diese Stillsymbiose zu zerpflücken (sehr kindabhängig, oft nach 6 – 9 Monaten).
          Natürlich kann ein Vater die Flasche geben und eine Mutter pumpstillen, aber dieser Zeitraum von 6 bis 9 Monaten ist doch eigentlich so kurz, kann man den Müttern das nicht lassen? MUSS man einen Prozess, der so souverän und natürlich ablaufen KANN, so umgestalten?

          • @freya

            Die Situation greift man hier doch gar nicht wirklich an oder? Selbst wenn sie stillt, wenn das Kind bei ihr ist und er bei einem Umgang zufüttert oder kurzzeitig auf fertignahrung umstellt sollte es nicht wirklich problematisch sein

          • Slavo schreibt „nach der Geburt“, für mich liest sich das, als würden geradeso die Mutterschutzfristen akzeptiert (8 Wochen post partum). Und das Stillen gehört zum Ausredenkatalog.
            Mir ist nicht ganz klar, ab wann man nun eine stay-at-home Mutter ist?
            Nur mal so: Die körperliche Rückbildung nach einer Geburt ist erst nach 9 (!) Monaten abgeschlossen.

          • „Und ich bleibe dabei, solange ein Baby vollstillt und nicht beikostreif ist, würde ich mir sehr genau überlegen, ob es wirklich nötig ist, diese Stillsymbiose zu zerpflücken (sehr kindabhängig, oft nach 6 – 9 Monaten).“

            Ich glaube, das verlangt nicht einmal ein böswilliger Mann.
            Das Gros der Frauen aber kriegt genau EIN Kind und hält sich die nächsten zwanzig Jahre an der „Betreuung“ fest.
            Ich bin wohl in der gleichen Zeit wie Mika aufgewachsen und erkenne Vieles von dem, was er beschreibt, aus meiner Kindheit wieder. Kinder brauchen spätestens ab dem 5. Lebensjahr keine Rundumbetreuung durch Mama mehr.

          • @Christian ich glaub, wir haben aneinander vorbei geredet. Ich bezog mich auf die möglichst frühe Wiederaufnahme von Erwerbsarbeit der Mutter.

          • “ Selbst wenn sie stillt, wenn das Kind bei ihr ist und er bei einem Umgang zufüttert oder kurzzeitig auf fertignahrung umstellt sollte es nicht wirklich problematisch sein“

            Ich bin gerad im letzten Monat Elterngeld… und unsere Jüngste verweigert noch immer strikt! die Flasche. Ich will damit nicht sagen, das wäre nun die Regel (in 2 von 3 Fällen hatten wir dieses Problem ja auch nicht), aber es ist dennoch ein mögliches Szenario.

            „Mir ist nicht ganz klar, ab wann man nun eine stay-at-home Mutter ist?“

            Aus meiner Beobachtung steigen die richtigen Karrieremütter (insbesondere, wenn sie nur 1 Kind wollen bzw. haben) 3 Monate nach der Geburt wieder ein (zwischen 2/3 bzw. 3/4 und Vollzeit), die Stufe drunter, wenn oder nachdem ihr Partner seine beiden Papa-Monate hatte… und der pisselige, unprivilegierte „Rest“ (aka: die Mehrheit) bläht dann den Schnitt auf, indem sie meist min. den zweiten Geburtstag des Kindes, teilweise sogar auch noch immer das frühere Kindergarteneintrittsalter abwartet.

            „Die körperliche Rückbildung nach einer Geburt ist erst nach 9 (!) Monaten abgeschlossen.“

            Oh, ich dachte echt, das dauerte noch länger?

            „Kinder brauchen spätestens ab dem 5. Lebensjahr keine Rundumbetreuung durch Mama mehr.“

            I.d.R. lässt man noch keine/n 4jährige/n alleine seine Wege bestreiten, damit würde man nämlich seine Aufsichtspflicht klar verletzten, das siehst selbst Du so, wenn Du ehrlich bist.

            Und ab welchem Alter sollten sich D.M.n. Kinder (ohne Aufsicht) ihr Mittagessen warmmachen (müssen) bzw. ab welchem Alter musstest Du das?

          • „„Kinder brauchen spätestens ab dem 5. Lebensjahr keine Rundumbetreuung durch Mama mehr.““
            „I.d.R. lässt man noch keine/n 4jährige/n alleine seine Wege bestreiten, damit würde man nämlich seine Aufsichtspflicht klar verletzten, das siehst selbst Du so, wenn Du ehrlich bist.“

            durch die Mama. Die Betreuung kann durchaus durch jemand anders erfolgen.

          • Du meinst, Carnofis wollte hier indirekt sagen, ein Kind bräuchte seine Mutter schon noch mehrere Jahre (in min. Vollzeit-Umfang)?

          • „„I.d.R. lässt man noch keine/n 4jährige/n alleine seine Wege bestreiten, damit würde man nämlich seine Aufsichtspflicht klar verletzten, das siehst selbst Du so, wenn Du ehrlich bist.““

            Das Kind is natürlich scheißegal …
            Radfahrer als Helikopter, schlimmer geht’s nich …

          • „Du meinst, Carnofis wollte hier indirekt sagen, ein Kind bräuchte seine Mutter schon noch mehrere Jahre (in min. Vollzeit-Umfang)?“

            Nein, genau das wollte er hier nicht sagen, weder direkt, noch indirekt.

            Spätestens ab dem Alter von 5 Jahren sind Kinder in der Lage, über längere Zeit miteinander zu spielen. Da muss keine Mutter permanent neben hocken und die Kleinen dauerbespaßen.
            Ich schreibe aus persönlicher Erfahrung, als Kind und als Vater.

            Natürlich braucht ein Kind seine ELTERN auch über das 5. Lj. hinaus als emotionale Stütze und auch zum Lernen. Aber eben nicht mehr vollzeit.

          • @freya:

            Um es etwas zeitlich zu präzisieren, weil es anscheinend nicht so richtig rüberkommt: bis das Kind nicht immerhin in den Kindergarten gebracht werden kann sehe ich keine dringende Notwendigkeit diese von dir beschriebene Symbiose zu „zerstören“. Spätestens aber ab dem 2 bzw. 3 Lebensalter sollte darüber nachgedacht werden, sich einer geregelte vollwertigen Arbeit zu widmen.

          • Da kann ich Freya nur recht geben und mit Feminismus hab ich jetzt echt nichts am Hut. Ich habe einige Jahre in der VR China zugebracht und in meiner eigenen Belegschaft erlebt, dass eine Mutter, aufgrund der hart erstrittenen Rechte der „volkseigenen Gewerkschaft“, nach 2 Monaten (evtl. 3, ist schon lange her) gefaelligst wieder auf ihrem Arbeitsplatz zu erscheinen hat oder fristlos gekuendigt werden darf. Ob dieser Sozialismus so gut fuer Frauen und Kinder ist wage ich zu bezweifeln. Natuerlich stehen dort 4 Grosseltern Gewehr bei Fuss, um den einzigen Nachwuchs rund um die Uhr zu versorgen. Davon kann man bei den heutigen Grosseltern (Babyboomer wie ich) nicht unbedingt ausgehen.

            Die Stillzeit ist enorm wichtig, um die Faehigkeit Vertrauen zu entwickeln aufzubauen. Eine Vielzahl von Psychologen hat nachgewiesen, dass dieses fruehe Wegreissen von Stillkindern von der Mutter – oft auch noch an beliebige Betreuer – aehnliche Auswirkungen hat wie PTSD bei Soldaten (Stress, hohe Cortisolwerte, etc.). Die naechsten wichtigen Jahre sind die bis zum 4. Lebensjahr, in denen die Kleinkinder sozialisiert werden. In diesen Jahren sind BEIDE Eltern gefordert, da Maenner und Frauen nun mal unterschiedlich sind, d.h. sich ergaenzende Beitraege zur Sozialisierung leisten. Viele Psychologen sind auch der Ansicht, dass Kinder bis 7 Jahre mindestens halbtags von einem Elternteil betreut werden sollten, d.h. bis die Sozialisierung im Wesentlichen durch das Umfeld geschieht und nicht mehr vor allem durch die Eltern. Das waere aus meiner Sicht KINDESWOHL, nicht die Flausen, die eine ideologisierte Ministerin gerade heraus ruelpst.

            Davon ausgehend kann man dann von mir aus auch Gesetze machen. Aber da quasi alles in der Hand der Familienrichter liegt, und diese seit Jahrzehnten grundsaetzlich gegen die Vaeter entscheiden, wirkt so ein Vorstoss wie der von Giffey eher unglaubwuerdig. Die koennte naemlich jetzt schon ihre Richterschaft (die absolute Freiheit diesbezueglich geniest) anweisen, Entscheidungen auf Basis von etabliertem Wissen aus Biologie und Psychologie zu treffen, anstatt sich auf obskure Experten/Berater zu verlassen, die immer feministisch gepolt sind.

      • Spätestens wenn die Kinder in die Schule gehen gibt es keinen Grund mehr das die Mutter nicht auch wieder einer Arbeit nachgeht.
        Wobei schon die Kindergartenzeit (ab 3) die Möglichkeit bietet von der nur Hausfrauen-/Mutterrolle Abstand zu nehmen.
        Wobei in einer Ehe vieles ja auch einfacher ist, da die wesentlichen Kosten nur einmal anfallen.
        Wenn jedoch eine Scheidung is spiel kommt, dann verdoppeln sich die wesentlichen Kosten und die Arbeitsteilung im häuslichen Umfeld gibt es auch nicht mehr. In der Konsequenz daraus sollte klar sein, das es ohne Arbeit der Mutter nicht mehr geht.
        Die meisten Ehen werden ja nicht aus purer Not beendet.

        • Ich war nur irritiert, da die Forderung nach Aufweichung der Stillbeziehung zugunsten wahrer Gleichberechtigung und Wiederaufnahme früher Erwerbsarbeit der Mutter immer mal wieder aus der radikalfeministischen Ecke kommt, siehe dazu die Kontroverse um #stillenistliebe

          Den meisten Männern hier auf dem Blog scheint es aber darum gar nicht zu gehen. Das weiß ich ja nun. 😉

          Der Vollständigkeit halber:
          Ich habe bis weit ins 3. Lebensjahr teilweise gestillt und irgendwann Ende des 1. Lebensjahr wieder gearbeitet, manchmal auch zwischendurch mit Säugling im Tragetuch, Kiga ging ab 14. bis 18. Lebensmonat (Ostdeutschland).

          • „Ich war nur irritiert, da die Forderung nach Aufweichung der Stillbeziehung zugunsten wahrer Gleichberechtigung und Wiederaufnahme früher Erwerbsarbeit der Mutter immer mal wieder aus der radikalfeministischen Ecke kommt, …“

            Nun ja, Radfems sind bekannt dafür, ihre Ideologie so konsequent zu verfolgen, wie religiöse Eiferer. Nützlich ist, was dem Feind schadet, alles andere ist zweitrangig.
            So perlt ein „Kill all men“ problemlos zusammen mit dem zweiten Halbsatz: „Feminismus ist auch gut für Männer“ aus ihrem Munde.
            Sie sehen (und sahen) keinen Widerspruch darin, den Unterhalt, den Männer an Frauen zu leisten haben, zeitlich und mengenmäßig von allen Grenzen zu befreien und trotzdem die „neue Unabhängigkeit“ der Frauen in den Medien zu zelebrieren.

            Aber auch abseits davon scheint fast keiner Frau bewusst zu sein, dass im Rahmen der politischen Diskussion über Gleichberechtigung auch Mutterschaft neu gedacht werden muss. Bis heute ist Mutterschaft DER Königsweg für eine junge Frau, sich ihr Leben frei einzurichten – so denkt sie jedenfalls. Ihr stehen alle Konzepte, ausgehend von reiner Hausfrauentätigkeit bis hin zur karriereambitionierten Vollzeiterwerbstätigkeit, offen. Da der Mensch aber von Natur aus faul ist, entscheidet sie sich überwiegend für reine Hausfrauentätigkeit, bzw. einer Teilzeiterwerbstätigkeit auf niedrigem Niveau. Damit aber ist sie ZWINGEND auf Fremdleistungen – in 95% der Fälle geleistet durch den Vater ihrer KInder – angewiesen. Diese Konstellation ist aber im Zeitalter der Emanzipation nicht mehr zeitgemäß und es müssen – erstmals in der Menschheitsgeschichte – neue Konzepte entwickelt werden.
            Auch wenn ich diese oft ins Mystische überhöhte Wohltat des Stillens auf das Kind nicht teile, bestreite ich nicht die wissenschaftlich erwiesenen Vorteile und unterstütze den Schutz dieser mütterlichen Funktion ohne Wenn und Aber.
            Das heißt für mich aber nicht, dass ich konsequenterweise ein jahrelanges Hausfrauendasein befürworte. Die Mutter meiner Kinder z.B. hatte sich von Anfang an strikt geweigert, zu Stillen. Und Fläschchengeben konnte ich genauso gut, vielleicht sogar besser, als sie. Sie hätte also problemlos einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.
            Was nicht unbedingt heißen muss, dass das Kind schon im Säuglingsalter in „Verwahranstalten“ abgeliefert wird, da sind noch längst nicht alle Möglichkeiten – z.B. der arbeitsplatznahen Betreuung – gedacht und auprobiert.

  6. Das Giffey-Barley-Schwesig-Prinzip: mal ausnahmsweise was Vernünftiges rausrülpsen und abwarten, ob das Femiopfer-Kartell noch gut funktioniert. Dann kommen die Feministinnen Obermann, Lauterbah und Maas und heben ihre Pink-Pudel-Zeiger. Dann wird das Thema abgeräumt, indem man es positiv benamst aber den Männern für jeden Betreuungstag zusätzlich noch Geld aus dem Beutel presst. So wirds kommen, verlasst Euch drauf! Drum sind die aber auch in z.B. Bayern in Umfragen inzwischen bei 9%. Das ist unter anderem auch Folge oben genannten Prinzips.

    Und beim kommenden Kirchentag gibts dann Vaginamalen für den Weltfrieden! Also Kerle Pinsel hinters Ohr gesteckt und mitgemacht!

  7. Da macht die Giffey mal ausnahmsweise einen vernünftigen Vorschlag und schon fallen die Masken. Die Vogel abgeschossen hat edabei ine gewisse Silke Mertins in der TAZ. Die lügt den Lesern frech ins Gesicht und behauptet allen Ernstes, dass beim Wechselmodell kein Ehegattenunterhalt mehr gezahlt wird. Was für eine Unverschämtheit!!!

    Als direkt Betroffener kann ich nur sagen: Die Frauen kriegen komplett den Arsch nachgetragen und haben sämtliche Rechte, Gerichte, Ämter und sonst was auf ihrer Seite, während man als Vater völlig alleine ist und praktisch keine Chance hat, sich dem zu erwehren. Das Einzige, was mich rettet, ist die Tatsache, dass meine Kinder alt genug sind, um selber entscheiden zu dürfen und beide unverhohlen damit drohen, zu mir zu ziehen, falls ihre Mutter sich nicht zusammenreißt.

  8. Dass die Möglichkeit, Zeit für Erwerbsarbeit zu bekommen und damit etwas zum eigenen Lebensunterhalt beizutragen, mit dem weiblichen Erfolgsmodell des „Anbumsen-lassen-und-ewig-leistungslos-zu-kassieren“ kollidiert, sollte klar sein.
    Die Reaktionen sind natürlich entlarvend und sämtliche Einwände haltlos.
    Nichtsdestotrotz bin ich verwirrt, etwas Intelligentes ausgerechnet von der Giffey zu hören. Das kann doch nur eine Falle sein!

    • Dem Staat scheint einfach das Geld für seinen Sozialstaat auszugehen, der Unterhaltsvorschuss wird zur untragbaren Belastung — und daher bekommt Giffey den Befehl von oben, dass sich da was ändern möge und das geht nur, wenn die Alleinerziehenden ins Hamsterrad kommen. Da man sozialpolitisch aber Elend erzeugen und verwalten will, wird man das aber schon zu deflektieren wissen, das sollten die antidemokratischen Totalitären von der Feminismusfraktion doch hinbekommen!

      Hoffentlich geht dieses Dreckssystem bald unter, wie die DDR seinerzeit 🙂

      Also Männers: macht mehr Kinder. Je weniger Kohle, desdo hemmungsloser könnt ihr´s treiben, der Staat zahl alles! So sieht der Kampf gegen das System heute aus!! 😀

      • Der Staat hat weniger Probleme damit, Sozialhilfe zu zahlen, als den Arbeitgeberverbänden nicht ausreichend billige Arbeitskraft liefern zu können. Sonst hätte man Niemals 2 Millionen schlecht gebildete Ausländer geholt. Das Ziel ist es, 8 Millionen Frauen aus Teilzeit in Vollzeit zu holen um damit durch 80.000.000 zusätzliche Wochenstunden 2 Millionen Vollzeitkräfte zu kompensieren. 1960 galt 0,6 % Arbeitslosigkeit als Vollbeschäftigung. Bei diesem Wert aber explodieren die Löhne. Das ist nicht möglich mit unserem Wirtschaftskonzept, denn wir betreiben ja Merkantilismus im globalen Binnenmarkt.

        • Die Alleinerziehenden sind für den Staat nur dann lohnend, wenn sie Steuern und Sozialabgaben bezahlen. Mit diesen Geldstrom kann der Staat seine Macht, den Sozialstaat, halten bzw. weiter ausbauen. Was „die Wirtschaft“ davon hat, dürfte der Politik dabei vollkommen egal sein! Also nimmt man den Feminismus beim Wort, bekämpft „Gender Pay Gap“, die dementsprechende Rentenlücke etc mit dem „Wechselmodell“, wonach beide Eltern 50 % des Unterhalts (und ihren eigenen!) leisten. Der Staat kassiert beidesmal Steuerklasse I und volle Sozialabgaben (und doppelte Gemeinschafts-Medien-Abgaben!). Dummerweise haben die Feministen nie ihre eigene Propaganda geglaubt und verharren in Wirklichkeit in einem repressiven Geschlechtermodell der „50er Jahre“ oder gleich im guten alten Feudalismus, in dem die Frau Hochwohlgeboren gar nicht arbeiten muss. Frau Giffey muss hier nur den Schein wahren, damit die feministische Rhetorik stimmig bleibt.

          Also liebe alleinerziehende Frauen: alle ab ins Hamsterrad, damit sich die Frauen unser neuen Oberschicht alle einen schicken 1000 PS-Elektroroadster leisten können, während ihr zufuss oder auf dem Fahrrad zur Maloche strampelt 😀

          • Du denkst vom Staat her und sieht den Sozialstaat als reines Machtkonstrukt. Dabei ist er absolut nötig, vgl. USA. Wenn du denkst, dem Staat wäre es egal was die Wirtschaft will, dann müsstest du ziemlich unverständlich auf die Industrie-, und Arbeitgeberfreundliche Politik der letzten 20 Jahre zurückschauen. Da hat man schrittweise den Sozialstaat zerlegt um die Lohnnebenkosten niedrig zu halten und systematisch die Löhne gedrückt um „wettbewerbsfähig“ zu sein. Deshalb haben wir im Vergleich zum BIP doppelt so viel Industrie wie Frankreich. Und die CDU ist korrupt wie Sau. Schau dir doch an, wem sie sich verpflichtet fühlt: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1216211151875133&set=a.113510518811874&type=3&theater

  9. Mal eigene Erfahrungswerte zum Unterhalt.

    Einkommen 5000 Euro Netto

    2 Kinder

    Unterhalt netto 1000 Euro

    Kindergeld an die Mutter ca. 400 Euro

    Einkommen der Mutter aus Kindern 1400 Euro.

    War okay für mich.

    Aber mal angenommen, ich hätte die Kinder gehabt, dann sähe die Rechnung so aus

    Einkommen netto ca. 5500 Euro

    Kindergeld ca. 400 Euro

    Unterhalt ca. 1000 Euro

    Gesamtnetto also ca. 6900 Euro

    Also mit Kindern 2900 Euro extra. Klingt satt, oder?

    Davon 500 Euro für ne bessere Wohnung, 1200 Euro für die Nanny und 600 Euro pro Kind für allgemeinen Bedarf. Ich hätte die Kinder gerne genommen, aber welche Frau gibt so ein Einkommen freiwillig auf? Und bitte nicht auf den Werten rumhacken, es ging um einen Grenzgängerfall und da weichen die Zahlen von Deutschland etwas ab…….

    • Naja, du verdienst extrem gut, der Kinderfreibetrag zieht bei Alleinerziehenden zB erst bei 30.000 Euro (2,500 Euro Brutto), bei zwei Kindern wird mehr als die Hälfte der Bevölkerung den Kinderfreibetrag also nicht ausschöpfen können. Außerdem zahlst du natürlich viel Unterhalt. Mein Vater hat seine Zahlen frisiert und meine Mutter durch sechs Monate Geldentzug weichgekocht und zahlt so weniger als 300 Euro pro Kind, obwohl er ähnlich gut verdient. Außerdem muss man fragen, ob deine Frau überhaupt unterhaltsfähig wäre. Bei meiner Mutter ist es Quatsch das anzunehmen, denn nach 17 Jahren Ehe wo sie nur mal als Kellnerin gejobbt hat und wohl kaum in ihren Beruf als Zahnarzthelferin zurückkehren kann, wird sie kaum mehr verdienen als Mindestlohn falls sie einen Job findet. Außerdem wäre es für den Trennungsfall natürlich – aus Elternsicht – optimal, wenn die Verantwortung für die Kinder geteilt und für die Kinder also kein Unterhalt geleistet werden muss. Nur muss dafür auch schon während der Ehe der Grundstein gelegt wurden sein.

      • „Unterhalt geleistet werden muss. “ Beide Eltern sind unterhaltspflichtig gegenüber dem Kind Form des Naturalunterhalts. Kann dieser nicht geleistet werden, dann ersetzt der Barunterhalt den Naturalunterhalt.
        Der Kindesunterhalt ist ein Anspruch des Kindes gegen beide Eltern. Derjenige bei dem sich das Kind überwiegend im Haushalt aufhält, setzt diesen gegenüber dam anderen jedoch durch.
        Verläßt das Kind den Haushalt z.B. wegen Berufsausbidlung so müssen beide Eltern den Barunterhalt leisten.
        Darüber hinaus kann ein Exehepartner wegen ehebedingter Nachteile selbst nachehelichen Unterhalt verlangen.Das scheint hier der klassische Fall zu sein.
        Und dieses „Vater hat seine Zahlen frisiert “ ist meist eine haltlose Behauptung, die aus wirtschaftlicher Ahnungslosigkeit entspringt. Nach der Ehe ist das Nettoeinkommen, welches Basis der Berechnung des unterhaltspflichtigen Einkommens ist meist deutlich geringer als in der Ehe durch Wegfall des Ehegattensplittings und Verschiebung in die Steuerklasse I.

    • Erzähl mal mehr darüber, warum Du einkalkulierst, einer Nanny (Du meinst damit ein weibliches Au-Pair?) mehr noch zahlen zu müssen als Deiner Ex an Unterhalt zustand. Allem voran interessierte mich, weshalb Du die außerschulische Betreuung Deiner Kinder scheinbar nichtmal in Deiner Phantasie glaubst selbst – besser als eine fremde Person – leisten zu können.

      • Die Sache ist mehr als 10 Jahre her. Meine Kinder sind jetzt erwachsen.

        Ist doch einfach, Kinder bei der Ex hätte ich 4000 gehabt. Kinder bei mir, hätte ich 6900 gehabt. Wenn meine Ex das gezahlt hätte, was ich bezahlt habe. Finanzen sollte man können.

        Die Nanny wäre eine Haushaltshilfe gewesen. Schule von 08:00 bis 17:00. Ich kam gewöhnlich um 18:00 heim. Also hätte die Dame so gegen 14:00 angefangen und den Haushalt geschmissen und dann die Kids empfangen, bis ich da gewesen wäre. Hätte ich locker gewuppt. Wo genau verstehst du die Schilderung nicht?

        • „Ist doch einfach, Kinder bei der Ex hätte ich 4000 gehabt. Kinder bei mir, hätte ich 6900 gehabt. Wenn meine Ex das gezahlt hätte, was ich bezahlt habe.“

          Wie hoch fällt(fiel) ihr Stundenlohn denn aus im Vergleich zu Deinem?
          Hätte ihre Arbeitsmarktsituation es zumindest theoretisch hergeben können, dass sie dieselbe Summe an Unterhalt zahlte wie Du?

          Was glaubst Du, wieviele Wochenarbeitsstunden bei ihr (im Schnitt) real so angefallen sind für die Versorgung Eurer Kinder?

          „Ich kam gewöhnlich um 18:00 heim. Also hätte die Dame so gegen 14:00 angefangen und den Haushalt geschmissen und dann die Kids empfangen, bis ich da gewesen wäre.“

          Hobbys hatten die Kinder also keine, zu denen sie hätten kutschiert/begleitet werden müssen?

          Was tätest Du denn (hypothetisch), falls keine „Dame“ zu finden wäre, die im Umfang von (min.) 20 Std. die Woche Hausarbeit und Kinderbetreuung an Deiner statt übernähme?

          • Hobbys hatten die Kinder also keine, zu denen sie hätten kutschiert/begleitet werden müssen?

            Nein, die gehen bis ca. 17 Uhr in die Schule und lernen da das, was du versäumt hast.
            Lesen…

          • „Hobbys hatten die Kinder also keine, zu denen sie hätten kutschiert/begleitet werden müssen?“

            Auch wenn es euch Helikoptern ein Graus sein muss:
            Es gibt tatsächlich 10-jährige Kinder (oder älter), die zwei gesunde Beine (oder gar ein Fahrrad) haben, um SELBSTÄNDIG zu ihren Hobbyveranstaltungen zu gehen/fahren.

          • Als ich 10 Jahre alt war, brauchte ich Eltern nur für Wohnung und Essen. Ich hatte ein Rad und einen Schlüssel für die Wohnung. Ich war unterwegs zu Sport, Schwimmbad und zu Freunden und ich habe überlebt. Eltern waren mir ein notwendiges Übel. Leben konnte ich alleine. Und alles ohne Handy!

            Selbstständig nannte man das damals in den 70ern…….

          • Also bei uns würde das zeitlich nicht anders passen.
            Wegen Ganztagsschule und weil wir aufm Dorf leben.

          • Semikolon, du bist eine Frau, du siehst Probleme.

            Ich bin ein Mann, ich finde Lösungen. Das ist auch der Grund dafür, das ich sehr gut verdient habe. Wenn es Probleme gab, dann galt es eben, eine Lösung zu finden. Das ist dir fremd.

            Kennst du Jammerforen für alleinerziehende Frauen? Es gibt hunderte.

            Jammern alleinerziehende Väter? Ich kenne da kein Forum. Siehste…….

            In meiner Jugend ging Schule so bis 13:00 und ich lebe noch. Ein Wunder!!!!!!

            Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Nach der Schule fingen wir Hamster, gab vom Bauern 5 Mark pro Tier. Wir räumten Holz in den Keller, sammelten Kartoffeln vom Feld, ernteten Kirschen, Äpfel und und und….es gab immer was zu tun. Und von den Bauern gab es sogar Geld dafür und man konnte einfach am Mittagstisch mit essen. Eltern waren nicht nötig, die störten eigentlich nur, besonders die Mütter.

            Sport gab es auch, aber niemand hat damals seine Kinder dort hin gefahren. Wir mussten laufen. Im Sommer sogar ohne Schuhe. Und bei Regen wurden wir nass. Hätten die uns damals im Wald ausgesetzt, wir hätten überlebt. Du nicht!

            Oh Gott, ich bin ein Überlebender der 70er 🙂

          • „Ich bin ein Mann, ich finde Lösungen.“

            Deine hier präsentierte „Lösung“ basierte darauf, dass Du einen Teil Deiner Aufgaben ja irgendeiner Frau übertragen könntest – und zwar für einen Brutto-Stundenlohn, der ungefähr Deinem halben Netto-Stundenlohn (bzw. weniger) entspräche.

            Schätz doch mal, ab welchem Einnahmen-/Ausgaben-Verhältnis Dir dieser Deal nicht mehr so verlockend erschiene? Würdest Du selbst dann noch jemand Fremdes für die Übernahme Deiner elterlichen Pflichten bezahlen wollen, wenn Du dadurch nur ein kaum mehr spürbares Plus erwirtschaften könntest?

            „Jammern alleinerziehende Väter?“

            Alleinerziehende Väter sind – wenn man ehrlich ist – eine sehr seltene Spezies.
            Statistisch gesehen sind sorgeberechtigte Großeltern hierzulande jedenfalls häufiger.

            „In meiner Jugend ging Schule so bis 13:00 und ich lebe noch. Ein Wunder!!!!!!“

            Falls Du ohne Essen ausgekommen wärst schon irgendwie.

            Hast Du Dich denn schonmal gefragt, wie es Dir geschmeckt hätte immer bis um 17 Uhr in der Schule bleiben zu müssen?

            „von den Bauern gab es sogar Geld dafür und man konnte einfach am Mittagstisch mit essen“

            Ach so. Das ist natürlich auch eine Lösung, an der man sich nur ein Beispiel nehmen kann^^

          • „Hast Du Dich denn schonmal gefragt, wie es Dir geschmeckt hätte immer bis um 17 Uhr in der Schule bleiben zu müssen?“

            Ist Ganztagskinderkaserne heute schon gesetzlich vorgeschrieben?

            „Ach so. Das ist natürlich auch eine Lösung, an der man sich nur ein Beispiel nehmen kann^^“

            Bei Bauern, Freunden, Bekannten mitessen? Selbstverständlich, vorbildlicher geht wohl kaum.

        • „Selbstverständlich, vorbildlicher geht wohl kaum.“

          Bist Du wahnsinnig?!
          Die kochen bestimmt nicht bio-vegan-laktose-und-glutenfrei!

  10. „Und natürlich ist der Vorhalt der Unterhaltsprellung auch kaum haltbar, weil dafür eben Leistungsfähigkeit bestehen müsste.“
    Also laut dem Text besteht die ja angeblich:
    „Nur gut ein Drittel dieser Gruppe arbeitet Vollzeit. Laut Statistischem Bundesamt tun dies aber 94 Prozent der betroffenen Männer. „

    • Der Selbstbehalt gegenüber privilegierten Unterhaltsempfängern beträgt 1080 € und kann erhöht werden, sofern die Warmmiete unvermeidbar über 380 € liegt. Bei einem Vollzeitjob zum Mindestlohn wird nach Abzug anrechnungsfähiger Kosten in der Regel nichts Pfändbares überbleiben. Und damit fehlt die Leistungsfähigkeit des „Unterhaltsprellers“.

      • Spielt im feministischen Weltbild keine Rolle.
        Dort wird jeder Fall, in dem die Unterhaltsforderung nicht zu 100% erfüllt wird, als Unterhaltsprellung gewertet.
        Ist aber auch nicht SO verwunderlich, da auch die Gerichte und Jugendämter hier gern in dieselbe Kerbe hauen.
        Gerichte stellen Väter mit geringen Einkünften gern „fiktiv“, unterstellen ihnen also Einkünfte, die sie nicht haben, auf die sie aber realen Unterhalt leisten sollen und Jugendämter nötigen leistungsunfähige Väter gern, die dann fällige Ersatzleistung als „Unterhaltsvorschuss“ zu akzeptieren, also als auflaufende Schulden.

        Ich bin ja immer noch der Meinung, man sollte Familienrichtern, wenn sie ein entsprechendes Unterhaltsurteil fällen, das Gehalt für zwei Jahre auf 1.080 € kürzen und sie zwingen, sich ein Loch mit 380 € Warmmiete zu suchen. Vielleicht entwickeln sie dann mal etwas mehr Demut gegenüber der Wirklichkeit und verabschieden sich von ihren Fiktionen.

        Im Übrigen bewegt sich die ganze Mischpoke derzeit eh im rechtsfreien Raum.
        Die Grundlage der Düsseldorfer Tabelle ist inzwischen gesetzlich geregelt und darf nicht mehr bei ner gepflegten Zigarre und Bordeaux von drei OLG-Richtern (Hamm, Düsseldorf, Köln) im Luxusrestaurant ausbaldowert werden.
        Als „Mindestbedarf“ werden die Basissätze der Nettozahlungen für die einzelnen Altersgruppen gesetzlich in § 1612a BGB festgelegt.
        Die OLG-Richter haben nun für den 1.1.2019 eine Tabelle zur Richtlinie erhoben, deren Basissätze – vielleicht – erst Mitte des Jahres im Parlament beschlossen werden.

        Dass die Familienjustiz sich um Gesetze einen feuchten Kehrricht schert, wenn es darum geht, Frauen Gutes zu tun, ist aber nun nichts Neues.

  11. Eine Bemerkung: die angeblichens 450 000 Unterhalts“preller“ sind entstanden durch Hochrechnung der Einkommen für nicht verheiratete Väter aus dem GSOEP. Es ist also eine rein fiktive Größe, die z.B. nichteheliche Lebensgemeinschaften nicht betrachtet, genausowenig die unterhaltsrelevanten Einkommen berüksichtig, o.ä.
    Seit diese völlig absurde Zahl einmal publiziert wurde, wird sie gern herangezogen.

    • also die haben einfach die Anzahl der Männer mit einem Einkommen genommen, welches theoretische Leistungsfähigkeit ergeben würde (für ein Kind? Für 2?) ohne Berücksichtigung von Fahrtkosten, Altersaufwendungen, berufsbedingten Aufwenden etc und haben diesen Anteil dann auf die Anzahl derjenigen umgelegt, die keinen unterhalt zahlen, ohne Berücksichtigung davon, wer sich vielleicht eher trennt, Unterhalt einklagt etc?

      • Aufwendungen jucken Niemanden. Wenn du zB in der Insolvenz bist, aber 200 Euro im Monat Fahrtkosten zur Arbeit hast, kann es sinnvoller sein, nicht zu arbeiten, weil das nicht zur Erhöhung des Pfändungsfreibetrags führt. Da die Grenze im Unterhaltsrecht noch geringer ist würde es mich wundern, wenn man sich davon einfach befreien lassen kann indem man seine Kosten erhöht (zB Handyverträge).

        • Fahrtkosten oder Handyverträge führen natürlich zu einer Senkung des verfügbaren Einkommens. Allerdings dürften die Handykosten kaum angerechnet werden, da die Kosten für das Telefon im Selbstbehalt bereits inbegriffen sind. Solange das Einkommen nach allen Abzügen für den Selbstbehalt plus den Mindestunterhalt nach Tabelle reicht, ist die Unterhaltspflicht erfüllt. Man kann also tatsächlich z. B. ein Auto kaufen um durch die damit verbundene Tilgung den zu erbringenden Unterhalt zu reduzieren. Entsteht dadurch allerdings ein Mangelfall müssen die Kosten aufgrund der gesteigerten Erwerbsobliegenheit reduziert oder das Einkommen erhöht werden, um den Mindestunterhalt sicherzustellen.

          • Naja ich habe (wie mein Papa) das Handy als Arbeitsgerät . Ich muss eine haben mit gewissem Datenvolumen. @Nina Radtke sagte es schön
            „Aufwendungen jucken Niemanden. “ so ist es.
            Meinem Papa würde weder Handy noch Fahrtkosten (als Außendienstler zugestanden) braucht man ja kein Auto.

          • „Fahrtkosten führen zu einer Reduzierung der Leistungsfähigkeit, …“

            Nur bis 90 €, soweit ich mich entsinne. Will man mehr geltend machen, muss man nachweisen, dass sie unvermeidbar sind. Und die Anforderungen für diesen Nachweis sind sehr hoch.

          • @carnofis

            Nein durchaus auch darüber hinaus. Sieht man schon daran, dass einige Leitlinien extraregelungen bezüglich einer längeren Fahrtstrecke ab 30 km einfache Fahrt vorsehen (da gibt es dann 20 Cent statt 30) und bis 29 km fallen ja bereits 319 € an.
            Teilweise wird angeführt, dass man dann eben auf öffentliche verkehrsmittel umsteigen muss, wenn das billiger ist. Wenn es da ein Monatsticket in höhe von 90 € gibt und das Ziel damit in annehmbarer Zeit zu erreichen ist, dann kann das zu einer begrenzung führen

          • „Teilweise wird angeführt, dass man dann eben auf öffentliche verkehrsmittel umsteigen muss, wenn das billiger ist. Wenn es da ein Monatsticket in höhe von 90 € gibt und das Ziel damit in annehmbarer Zeit zu erreichen ist, dann kann das zu einer begrenzung führen“

            Das wollte ich mit meinem Nachsatz „Und die Anforderungen für diesen Nachweis sind sehr hoch.“ ausdrücken.
            Es ist wie mit der Miete: du hast eigentlich ein ausreichendes Einkommen, um aus eigener Kraft über die Runden zu kommen, aber die Roben setzen derart albern niedrige Zahlen als Kosten an, dass man immer devot zu Kreuze kriechen und um etwas mehr Selbstbehalt betteln muss.
            Es dürfte nicht mehr viele Orte in D geben, wo man noch mit 340 € Warmmiete leben kann.

          • Die ärmsten Gegenden in der BRD reißen bei diesen Statistiken regelmäßig den Durchschnitt ‚runter.
            Zwischen den wohlhabenderen Gebieten und denen ist einfach so ein großer Graben bezüglich Verdienste und Lebenskosten – dir vergeht hören und sehen.
            Lernst du, wenn du aus so einer Gegend kommst, wo sich einer auch schon mit 1000 schon zufrieden geben muss für einen Vollzeitjob, und wenn du hörst, es gibt Gebiete in der BRD, wo man nicht mal für unter 3000 die Finger krumm macht. (Wohlgemerkt: Die 3000 sind in deren Fällen kein Luxusgehalt, sondern sind auch schon fest verplant fürs tägliche Leben.)

  12. Meiner Ansicht nach ist das ein riesen Hype um eine typische Giffey-Flunkerei gegenüber Männern. Giffey droht von dem riesigen Strohmann, den sie mit ihrer Antiväterkampagne wegen deren angeblich massiven Unterhaltsprellerei konstruiert hat, selbst erschlagen zu werden. Frauenpolitikerinnen erwarten nach diesen enormen Strohmannzahlen, dass Giffey hart gegen die „sozialschmarotzenden“ Väter durchgreift und die zuständigen Behörden massiv Gelder für ihr Wunschfamilienmodell, die „Alleinerziehenden“, eintreiben. Aber solche riesigen Beträge wird es nicht geben, weil die Zahlen nun einmal lediglich in der Strohmannargumentation von Giffeys Ministerium nebst opportunistisch sich der Frauenpolitik anbiedernder Journalisten existieren. Und dann wird Giffey als unfähig da stehen. Mit diesem Rosenheimer Modell sollen dann die deutlich niedrigeren Beträge, die in Wirklichkeit eingefahren werden, erklären. Und selbst wenn da was dran wäre. An der eigentlichen Diskriminierung von Vätern wird sich nichts ändern. Es bleibt beim maternal Gatekeeping. Wenn diese dem Vater den Umgang verweigert, bleibt er weiterhin nur Geldbeutel der Mutter, auch trotz Rosenheimer Modell. Und überhaupt: Giffey hat Männern schon viel versprochen und nichts gehalten: https://manndat.de/offener-brief/familienministerin-franziska-giffey-spd-bricht-versprechen.html

  13. War klar… Geht es an die vom Konservatismus eingerichteten Privilegien, wird sofort rebelliert.
    Und eben genau deshalb wird es auch ein post-faschistisches System bleiben – mit eben den selben (oder ähnlichen) Rollenbildern, die dieser einst propagiert hat.

  14. „Ein zusätzliches Armutsrisiko für alleinerziehende Frauen: Nur gut ein Drittel dieser Gruppe arbeitet Vollzeit. Laut Statistischem Bundesamt tun dies aber 94 Prozent der betroffenen Männer.“
    Soll das wirklich heißen, dass 94% der „alleinerziehenden“ Männer Vollzeit arbeiten und „nur gut ein Drittel“ der „alleinerziehenden“ Frauen?
    Nicht, dass ich das für nicht möglich hielte, ich arbeite je selbst Vollzeit, aber das der Unterschied so krass ist, hätte ich nicht gedacht.

  15. Unterhaltspreller hier anzuführen ist natürlich „Whataboutism“ vom feinsten, weil es nicht darum geht, dass einige Mütter ungerechterweise keinen Unterhalt bekommen, ob das 50% sind, ist ja sowieso zweifelhaft, weil es keine Zahlen darüber gibt, wie viele davon überhaupt zahlen könnten. Insofern haben diese „50 %“ natürlich ohnehin das gleiche Qualitätsniveau hat, wie eine Gender Pay Gap von 22 %. Die Zahl ist zwar nicht belegt, bzw. mehrfach widerlegt, aber inzwischen so weit verbreitet, dass man sie einfach in die Runde werfen kann, um die Gegenseite erstmal damit zu beschäftigen diese Nebelkerzen zu widerlegen.
    Giffey Ansatz dreht sich ja gerade um die „guten“ Väter die ihren Unterhalt zahlen UND mehr betreuen, als nur die „alle 14 Tage Bespaßung“.
    Nach allen Studien, die Familien und Justizministerien zu SPD Zeiten mal angestellt haben sind DAS genau die Väter, die sehr zuverlässig mit ihrer Unterhaltszahlung sind, insofern haben Unterhaltspreller in dieser Diskussion überhaupt nichts zu suchen.
    Das größte Problem ist, dass meiner Meinung nach, dass die SPD sich weigert einen Rechtsanspruch der Väter auf paritätische Betreuung durchzusetzen. Die meisten Wechselmodelle sind somit nur auf guten Willen der Mutter installiert und in der Mehrzahl werden die auch nicht paritätisch sein (weil Mutti somit gegenwärtig noch den vollen Unterhalt bekommt).
    Man kann sich lebhaft vorstellen, wie viele dieser Freiwilligen nichtpritätischen Wechselmodelle aufgekündigt werden und vor Gericht landen, wenn hier nur an der kritischen Unterhaltsregelung gedreht wird, ohne ein Leitbild Wechselmodell etabliert zu haben.
    Typischer SPD Aktivismus, weil sie vermutlich gemerkt haben, dass ihnen die Männer und vor allem die Väter als Wähler weglaufen.

  16. Pingback: Reformen im Unterhaltsrecht — Alles Evolution – Nicht-Linke Blogs

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