Wahlrecht ab 16 bei der Bundestagswahl

Das Wahlrecht ab 16 Jahren ist gerade mal wieder im Gespräch, gerade von linkeren Parteien, die sich dadurch mehr Wählerstimmen erhoffen.

Klassische Argumente dafür sind:

  • Die Jungen betrifft die Zukunft ja gerade, also müssen sie sie mit entscheiden können
  • Junge Leute ernst nehmen und an die Politik heranführen
  • in verschiedenen Landtagen und bei dem Kommunalwahlrecht klappt es für das aktive Wahlrecht ja auch

Klassische Argumente dagegen sind:

  • Mit 16 sind die meisten noch nicht hinreichend reif um solche Fragen mitzuentscheiden
  • es gibt diverse Schutzvorschriften, etwa im Strafrecht, bei Alkohol, beim Führerschein etc, wenn wir da meinen, dass Kinder die Verantwortung noch nicht schultern können, warum sollten sie dann wählen können?

Letztendlich scheint es mir eine sehr subjektive Frage zu sein, deren Befürwortung in den Parteien eher davon abhängt, wer Prozente dazu gewinnt oder verliert.
Was meint ihr?

 

 

 

78 Gedanken zu “Wahlrecht ab 16 bei der Bundestagswahl

  1. Die Frage nach der Reife ist spannend. Vor allem, wo so wenige ihre Wahlentscheidung von Dingen wie
    – persönlicher Nutzen
    – Parteiprogramm
    – tatsächlicher Politik der Parteien
    abhängig machen.

    Grundsätzlich finde ich es gut, wenn junge Menschen auch mit ihren Wählerstimmen Druck machen können. Ihre Belange werden im Alltag meistens nur wenig berücksichtigt. Gerade der ganze Komplex der Digitalisierung hätte eventuell die letzten 20 Jahre anders ausgesehen, wenn sie wählen könnten.

    • Ich bin ja auch eher dagegen. Gerade der Punkt persönliche Reife spielt dabei eine Rolle. Verfolgt wird das aus bestimmten Gründen hauptsächlich von Linken Parteien, da diese berechtigt hoffen von jungen Menschen überproportional gewählt zu werden. (Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz, wer es mit 30 immer noch ist hat keinen Verstand! (Josef Stalin)) Man kann getrost davon ausgehen, dass der größte Teil der Jugend eher in der Logik eines Moritz Neumeiers tickt. Ich hätte lieber eine Prüfung vor der Wahl. Wer das System gar nicht kennt und sich auch nicht informiert hat oder generell zu blöde ist darf nicht wählen 😬

  2. Ich meine, dass wir uns noch einmal grundsätzlich darüber nachdenken sollten, ob es für Mitsprache tatsächlich ausreichen soll, 18 (oder meinetwegen auch 16) Jahre geatmet zu haben.

  3. Ganz ehrlich, wieviel Einfluss hätte das auf die Wahlen?
    Wieviele 16/17jährige mit deutscher Staatsbürgerschaft gibt es? Welcher Anteil davon würde zur Wahl gehen?

  4. „gerade von linkeren Parteien, die sich dadurch mehr Wählerstimmen erhoffen.“

    Das ist Motivation und nicht die Zukunft dieser jungen Menschen.

    Die Demokraten in den USA wollen sogar illegale Einwandere wählen lass, weil ihnen das mehr stimmen bringt. Die sind zwar illegal in dem Land und zahlen keine Steuern, aber warum soll man die nicht die Zukunft des Landes bestimmen lassen? Solange die Dems an die Macht kommen..

    https://www.washingtontimes.com/news/2019/mar/8/house-votes-favor-illegal-immigrant-voting/?fbclid=IwAR0whrre1cRE8potf9Z1jakCfWALG6CyNmfTKTHF1PMqdxvS_0RhNalCRNo

  5. „[…] wenn wir da meinen, dass Kinder die Verantwortung noch nicht schultern können, warum sollten sie dann wählen können?“
    In die Richtung denke ich auch. Rechte und Pflichten gehören zusammen. Wer das Wahlalter auf 16 runter setzen will, muss dann die Frage beantworten, warum das Erwachsenenstrafrecht dann nicht auch schon ab 16 greifen kann (optional zum Jugendstrafrecht wie heute auch). Das gleiche gilt für die persönliche Haftung, etc. Denn: wer für die eigenen Handlungen nicht geradestehen kann, dem kann man schlecht die Fähigkeit für alle zu entscheiden zugestehen.

      • Im linken Taka-Tuka-Land ist z.B. auch möglich, dass du deine Meinung hier äußern kannst. Es soll durchaus schon Länder und Gesellschaften gegeben haben, in denen Schwule als lebensunwertes Leben vergast worden sind.

        Insofern solltes gerade du, als Angehöriger einer „Randgruppe“ nicht immer so tun, als hättest du von der links-grünen Gesinnung nicht profitiert.

  6. Dann bitte auch (formal) volle Strafmündigkeit ab 16. Sonst ist das Rosinenpickerei.
    Am besten nichts ändern, 18 ist ein guter Kompromiss.

    Diese Leute wollen die Kindheit abschaffen oder einengen, die Menschen sollen immer früher in die Verwertungsmaschine! Wer soll denn auch die ganze Kohle für die Frauen Hochwohlgeboren erwirtschaften, die demnächst in Armeestärke auf den Chefposten im Namen der „Gleichberechtigung“ Geschlechter-Rente einstreichen will?!

  7. Das Wahlrecht ab 16 ist aus meiner Sicht klar abzulehnen, Wer nicht als voll geschäftsfähig angesehen wird, wer nicht mal einen Handyvertrag unterschreiben darf, weil ihm im Weltbild der Parteieinlandschaft die geistige Weitsicht fehlt, über 2 Jahre lang 20 Euro monatlich im Griff zu behalten, soll an Entscheidungen über Milliarden beteiligt werden, deren Folgen sich oft erst nach 20 oder dreißig Jahren zeigen? Genau diese Unfähigkeit, die Folgen der eigenen Entscheidungen zur Basis der Entscheidung zu machen, gepaart mit der Vorstellung, dass gut gewollt gut gekonnt wett macht, macht junge Menschen für Parteien attraktiv. Es ist aus meiner Sicht daher klar Stellung zu beziehen und ein Wahlrecht mit 16 zu verhindern, und weiterhin Parteiarbeit mit Minderjährigen zu verbieten. Ebenso wie Werbung in Kindergarten, Taufe von Säuglingen etc., aus den gleichen Gründen: Minderjährige dürfen nicht von Erwachsenen für deren politische u findanzielle Zwecke vereinnahmt werden.
    Das Wahlrecht muss aus meiner Sicht, unabhängig davon, reformiert werden. Zwei Möglichkeiten sind offenkundig:
    1. Es dürfen alle wählen, die zum Budget der Solidargemeinschaft beitragen,und nur diese Personen. Wer Steuern zahlt, darf bestimmen, wie diese verwendet werden, und dies auch nur so lange, wie gezahlt wird. Mit 16-jährigen Millionären, die mitbestimmen wollen, wie ihre Steuern ausgegeben werden, habe ich weit weniger ein Problem als mit 35-jährigen Solziologiestudenten, die noch nicht einmal in den Rententopf einbezahlt haben.
    2. Es dürfen die wählen, die nachweislich die Folgen eigener Entscheidungen erleben mußten. Im Gegensatz zu „Reife“, die etwas ist, was einem von Anderen auf Basis eigener Befindlichkeiten attestiert wird, ist dies ein hartes Argument. Wer seit Jahren vom Staat um die Steuern erleichtert wird und die Ergebnisse dazu im Verhältnis sieht, dürfte ein anderes Verhältnis zum Umweltschutz haben als Greta (mit der ich mich tatsächlich gerne unterhalten würde, sobald sie 40 ist). Wer Jahre gearbeitet und auf ein Auto gespart hat (wieviel Arbeitslohn als Lebenszeitäquivalent steckt darin?), dürfte die Quasi-Enteignung von Dieselfahrern anders bewerten als jemand, dem die Eltern als teuersten Besitzstand ein Fahrrad gekauft haben (wieviel Arbeitslohn als Lebenszeitäquivalent steckt darin? Die richtige Antwort für den 16-Jährigen lautet natürlich „0“). Gleiches auch im großen Maßstab: Eine ganze Generation hat Atomkraft mit ihren Beiträgen zu einer technischen und sozialen Errungenschaft gemacht, und erlebt jetzt, wie (ohne eine funktionierende Alternative ersonnen zu haben, das ist hier der Punkt) eine Jugend sich daran macht, all dies zu vernichten, mit dem Argument „gut gemeint“ und erneut die zukünftigen Lebensersparnisse einer ganzen Generation einfordert. Als Ingenieur krieche ich von Herzinfarkt zu Herzinfarkt, wenn ich diese Themen mit denen diskutiere, die darüber entscheiden wollen, wie dieser Teil der Zukunft gestalten werden soll. Der Strom kommt aus der Steckdose, die Automobilindustrie mit ihrem fundamentalen Beitrag zum deutschen Wohlstand rangiert in der Wertigkeit in etwa bei freiem WLAN für alle und Fachkräfte für alle Zukunftstechnologien kann man in Afrikas Wüsten ernten. Die, die mit diesen über Jahre zusammengearbeitet haben, die, die Strukturwandel im Ruhrgebiet und den daraus folgenden Armutszustand ganzer Regionen erlebt haben, die, die fachlich in der Lage sind, eine Industrieinfrastruktur zu ersinnen, die sind aufgerufen, die Zukunft zu gestalten. Und nicht Greta und ihre Buddies. Ein Wahlrecht ab 40 scheint mir angebracht.

    • Menschen ab 40 und wertschöpfend tätig plus eigene Kinder, das sind die Menschen, die dieses Land am laufen halten. Die sollten alleine wählen dürfen. Keine Beamte, keine Studenten, keine Politiker, Rentner? Da bin ich unentschieden. Aber dann hätten wohl Linke und Grüne kaum noch Wähler und darum kommt das nicht.

      Übrigens: Kompliment für diesen Beitrag!

      M

  8. Keines der Pro-Argumente ist durchdacht oder überzeugend. Wer argumentiert, dass gerade die Jungen die Zukunft betreffe und diese deshalb als Wähler in den politischen Prozess integriert werden müssten, muss sich vor Augen führen, dass die Konsequenz dessen wäre, dass die Neugeborenen noch viel mehr Zukunft vor sich haben als die heute 16-Jährigen, erstere also ein noch größeres Recht zur Wahl besäßen; im Umkehrschluss kann man damit auch Alten oder Todkranken das Wahlrecht absprechen – sie geht’s ja so gut wie nichts mehr an. Wie viel Lebenszeit man potentiell noch vor sich hat, kann also kein Maßstab für die Begründung des Wahlrechts sein (eben weil ein Säugling – oder gar Ungeborenes) außerstande ist, sich sinnvoll im poltitischen Prozess zu engagieren… „Junge Leute ernstnehmen und an Politik heranführen“ ist zweifelsohne eine gute Sache – aber die Betonung liegt auf „heranführen“. Ihnen Wahlrecht zuzubilligen, führt sie nicht heran, sondern stößt sie gleich ins kalte Wasser, in dem die bereits Wahlberechtigten sich bereits befinden. Eine Heranführung findet bereits statt: in der Schule im Powi-Unterricht beispielsweise, in dem das politische System der Bundesrepublik vermittelt wird. Kommen wir schließlich zum letzten „Argument“, das letztlich gar keines ist. Natürlich „klappt“ es in dem Sinne, als dass Wahlen weiterhin stattfinden und Ergebnisse produzieren – allerdings macht es den Umstand, dass diesem Vorgang eine, wie bisher ausgeführt, falsche, moralisch fragwürdige und undurchdachte Entscheidung zugrunde liegt, keinesfalls ungeschehen. In anderen Kontexten käme man gar nicht auf solche „Argumente“, da deren Absurdität offen zutage träte, etwa in Formulierungen wie „In Teilen Afrikas gibt es weibliche Genitalverstümmelung, und trotzdem funktioniert dort das Leben in Dorf- und Stammesgemeinschaften.“ Eine solche Aussage ist absurd, weil obgleich das Zusammenleben ‚klappt‘, dieser Umstand nichts daran ändert, dass Genitalverstümmelung eine Grausamkeit sondergleichen darstellt. Genauso ‚funktionieren‘ Wahlen mit der Teilnahme von Minderjährigen, was aber nicht das Geringste dafür tut, dass die Entscheidung, Jugendliche zu involvieren, eklatant falsch ist und uns hinsichtlich der Durchsetzung kohärenter politischer Strukturen mächtig auf die Füße fallen wird, sollte sich diese Idee durchsetzen. Andere Kommentatoren haben es ja bereits erwähnt: Wahlrecht ist an Volljährigkeit geknüpft, eben weil jene impliziert, dass man ein souveränes, eigenverantwortlich handeln könnendes Wesen ist, das die Konsequenzen seiner Taten abzuwägen vermag. Verantwortung für sich selbst übernehmen zu können, ist die intellektuelle und sittliche Voraussetzung, um als Teil des Demos öffentlich agieren und seine Richtung sowie formale Struktur mitbestimmen zu können. Sollte das Wahlrecht tatsächlich auf 16 Jahre gesenkt werden, müsste man dann auch die Volljährigkeit entsprechend anpassen – und damit alle mit ihr einhergehenden Pflichten; wenn die Befürworter sich dieser notwendigen Konsequenz verweigerten (wovon ich ehrlich gesagt ausgehe), bewiese dies nur, dass all das idealistische Geschwätz von „es ist doch IHRE Zukunft“ nichts als Phrasendrescherei zur persönlichen Machtsicherung war.

    • „Wie viel Lebenszeit man potentiell noch vor sich hat, kann also kein Maßstab für die Begründung des Wahlrechts sein“

      Es st völlig antidemokratisch und menschenfeindlich! Unmenschlich! Soviel zu diesen Leuten, die das vorschlagen oder „andenken“.

      „wenn die Befürworter sich dieser notwendigen Konsequenz verweigerten“

      Das würden die glatt machen! Oder Dir ins Gesicht lügen….

  9. Ich habe da keine echte Meinung zu, ich verstehe sowohl die Stimmen dafür, als auch die dagegen.

    Allerdings erwarte ich dann von ersteren auch Konsequenz – wenn jemand geistig reif genug dafür ist, über die Zukunft seines Landes mit zu bestimmen, dann auch dafür, zu trinken, zu fahren, Medien zu konsumieren und für seine Gesetzesbrüche gerade zu stehen.

    • Ich glaube, ein paar der „Pflichten“, wie Alkoholkonsum, Autofahren etc. würden die meisten Jugendlichen gerne übernehmen.

      Für eigenes Handeln voll verantwortlich gemacht zu werden, gefällt ihnen dafür wahrscheinlich weniger.

      Du solltest deine Einordnung in Recht und Pflicht also noch mal überdenken.

  10. Nur Wehrdienstpflichtige und -leistende! 😀 Es hat schon seinen Grund und Sinn gehabt, warum nur diese Gruppe in der attischen Demokratie als Demos (Volk) bezeichnet wurde und somit Teil der Wahl- und Los-Demokratie sein konnte … 😉 (Vorschlag dennoch nicht ernst gemeint)

  11. über das Wahlrecht ab 16 kann man streiten. Ich halte es nicht wirklich für sinnvoll, aber dass es speziell Linken Parteien nützen würde, ist kein Gegenargument. Es ist nichts Falsches daran, in einer Demokratie auf zusätzliche Wählerstimmen zu bauen. Im Gegenteil, das ist doch der Sinn der Sache. Wenn Parteien der Meinung sind, dass ihre Konkurrenz überproportional profitieren würde, dann sollen sie doch lieber überlegen, wie sie mehr junge Wähler überzeugen können anstatt darüber zu jammern, dass linke Parteien profitieren.

    Viel erschreckender finde ich die ganzen Kommentare, die das Wahlrecht an Bedingungen knüpfen wollen wie z. B. das Zahlen von Steuern. Das ist völlig absurd. Eine Stimme zu haben bedeutet in einer Demokratie Macht: die politische Macht geht vom Wahlvolk aus, indem das Parlament gewählt wird. Diese Macht haben wir über alle Individuen verteilt, die älter als 18 sind (von einigen Ausnahmen abgesehen). Alle Individuen sind damit gleichzeitig Herrscher und Beherrschte.

    Wenn nun Leute, die, warum auch immer, keine Steuern zahlen, nicht wählen dürfen, dann heißt das per Definition, dass die anderen über diese Person herrschen. Ich als Steuerzahler dürfte Parteien wählen, die dann Gesetze verabschieden, an die sich dann alle halten müssen. Auch die, die nicht wählen durften. Wie kann das legitim sein? Das wäre eine Diktatur der Steuerzahler. Nur weil man Steuern zahlt hat man nicht das Recht, über andere Menschen zu herrschen.

    • „Das wäre eine Diktatur der Steuerzahler.“

      Nein, denn es geht um den Staat als finanzielles Steuerinstrument, keines der „Machtausübung“ sondern der Selbstverwaltung.
      Die Leute, die das bezahlen, sollen bestimmen, wo es lang geht. Das war immer *der* Punkt der Demokratie 🙂
      Aber wir haben ja den Sozialstaat.

      • nein, der Sinn von Demokratie ist, dass alle den gleichen Anteil an der staatlichen Macht haben. Das ist ein völlig verkürztes, den Staat nur auf seine Finanzen zu reduzieren. Der Staat heißt auch Polizei, Verwaltungsverfügungen, Eingriffe in Grundrechte (unter bestimmten Voraussetzungen) und verbindliche Verhaltensregeln (Gesetze). Das ist echte harte Macht, mit der der Staat in das Leben der Bürger eingreift. Und da willst du einige nicht mitbestimmen lassen, weil sie keine Steuern zahlen? Wie kleinkariert.
        Der Punkt ist, dass sich die Staatsmacht überhaupt erst dadurch legitimiert, dass die Beherrschten mitbestimmen können und alle gleich an Rechten sind. Aber wenn einige nicht mitbestimmen können, welches Recht hätte der Staat dann, über diese Leute zu bestimmen?
        Außerdem ist die Aufgabe des Staates doch, die Freiheit der Bürger zu sichern. Nur deshalb brauchen wir ja überhaut einen Staat, weil wir uns sonst alle an die Gurgel gehen würden (vgl. Hobbes) und das wäre kein freies Leben, bei dem man sich entfalten kann.
        Wenn ich alleine auf einer Insel leben würde, wäre ich völlig frei und bräuchte auch keinen Staat. Also wie schafft der Staat ein Maximum an Freiheit? Ganz einfach: indem die Entscheidungen des Staates dem Willen möglichst vieler einzelner Menschen folgen. Je mehr Menschen ihren Willen umgesetzt bekommen, desto freier ist folglich eine Gesellschaft. Daraus leitet sich das Mehrheitsprinzip ab (vgl. Kelsen) Aber wenn nur eine Minderheit bestimmt (z. B. Steuerzahler), dann bekäme ja nur ein kleiner Teil der Bevölkerung seinen Willen, folglich würde ein solcher Staat dabei versagen, möglichst vielen Menschen Freiheit zu gewähren.

  12. Da hier, scheint’s, alle sich ihre wöchentliche Dosis politische Unkorrektheit gönnen: Früher habe ich mit dem Konzept Geniokratie sympathisiert: d.h. Wahlreich ab IQ >= 120, politische Ämter ab IQ >= 150. Dieses System wird von dem Religionsgründer Rael vorgeschlagen, aber auch der Schriftsteller Arno Schmidt hatte ähnliche Vorstellungen — Zulassung zur Wahl nach einem Intelligenz- und Allgemeinbildungstest (Politik, Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften).

    Wenn man jedoch in einer stalinistischen Familie aufgewachsen ist, kommt mit physischer Distanz von der Familie auch geistige Distanz von dem Konzept „weiser Herrscher“. Der einzige mir bekannte Fall aus der Moderne, in dem ein Autokrat für sein Land Fortschritt brachte, ist Kemal Atatürk. Zur Zeit macht ein neuer Alleinherrscher, Erdogan, die von Atatürk eingeführte Modernisierung der Türkei wieder rückgängig.

    Ob Sechzehnjährige wählen dürfen sollen? Oagh, keine Ahnung. Ich finde jedoch den Gedanken ermutigend, dass ein einzelner sechzehnjähriger Hacker wahrscheinlich in der Lage wäre, die gesamte IT der Bundesregierung lahm zu legen. 🙂

    • „— Zulassung zur Wahl nach einem Intelligenz- und Allgemeinbildungstest (Politik, Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften).“

      Intelligenz ist so ne Sache. Wer definiert, wer intelligent genug ist, zu wählen? Der, der Steuern zahlt?
      Allerdings kann ich mit dem Allgemeinbildungstest liebäugeln.
      Ich finde schon, dass man das Grundgesetz kennen sollte, bevor man über das bürgerliche und das Strafrecht abstimmt. Man sollte den Unterschied zwischen „Gleichstellung“ und „Gleichberechtigung“ kennen UND VERSTANDEN haben.
      Und man sollte wissen, wie der Staat aufgebaut ist.

      Dann allerdings könnten wir das Frauenwahlrecht faktisch wieder abschaffen, fürchte ich.

  13. Das Ganze ist aus meiner Sicht eine völlig unsymmetrische Diskussion.
    Solange nur Rechte gewährt werden und die Pflichten ausgeklammert werden, kann ich nicht erkennen wie hier verantwortungsbewußte Mitbürger herangezogen werden sollen.
    Ich finde, wenn man schon mitentscheiden will, dann darf man auch die unfreundlichen Pflichten mitnehmen.
    Nur um mal ein paar der netten Annehmlichkeiten, die das erreichen des 18. Lebensjahres mit sich bringt, aufzuzählen…

    Arbeitszeit
    Das Jugendarbeitsschutzgesetz, das Azubis und Angestellte unter 18 schützt, besitzt für euch keine Gültigkeit mehr. Es darf ab jetzt mehr als 40 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Ebenfalls erlaubt: Wochenendarbeit sowie Schicht- und Akkordarbeit. Bei einer täglichen Arbeitszeit von sechs Stunden ist nun auch eine verkürzte Pausenzeit auf eine halbe Stunde….

    Geschäftsfähigkeit
    Man ist nun voll geschäftsfähig und darf alle Rechtsgeschäfte selbst tätigen, z.B. Verträge aller Art (Kaufvertrag, Mietvertrag etc.) abschließen. Dies kann ohne Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters geschehen. Das Risiko für das eigene Handeln tragt man ganz alleine, alle Verpflichtungen muss man selbst erfüllen.

  14. Als 16jähriger war ich in der Ausbildung und hab darauf bereits Sozialabgaben gezahlt. Habe so also, auch wenn das nur zum geringen Teil passierte, diesen Staat mitfinanziert.

    Also ja mit 16 sollte man wählen dürfen!

    • Nochmal, mir gehts nicht drum, dass nur Steuerzahler wählen dürfen. Sondern dass ich als jemand der speziell für Renten- und Sozialpolitik mitzahlt auch ein Wörtchen dabei mitzureden haben sollte.Und solange von 16jährigen in Ausbildungsberufen erwartet wird zu blechen, sehe ich nicht warum ein 16jähriger nicht auch wählen darf. Ist für mich ebenso unfair, wie die Aussetzung des Wahlrechts in der Kaiserzeit für Beamte und Militärdienstleistende.

      Wenn dem nicht so sein soll, dann sollten Azubi-Gehälter von der Sozialversicherung ausgenommen werden, AN u. AG Anteil. Schließlich erwirtschaftet der AN den AG Anteil. Mein Lieblingsbeschiss im Bereich Arbeitsrecht!

  15. Das Wahlrecht an Bedingungen wie „Steuern zahlen über eine Zeitraum xy“ koppeln? Lustige Idee. Was ist denn dann mit den wahren Asozialen im Land? Die ihre Millionen in Panama bunkern und sich einen Scheiß um dieses Land und seine Gesellschaft kümmern? Oder die sich gar Steuern „erstatten“ lassen, die sie niemals gezahlt haben (Cum-Ex Geschäfte)? Die riesige Subventionen abgreifen und mit denen de facto Arbeitsplätze abbauen (z.B. Müller-Milch, Brand- Zwieback)?

    Ne, ne, das lassen wir mal schön bleiben. Für 16 – 18 jährige und politisch Interessierte Menschen könnten man einen Test in Staatsbürgerkunde anbieten, dessen erfolgreiches Bestehen einem das aktive Wahlrecht einbringt.

    • wär für mich in Ordnung. Ich bin sowieso viel näher an dem Prinzip Staatsbürgerschaft wie es z.B. in Starship Troopers beschrieben wird. Wahlrecht als Privileg dass einem was wert sein muss! Der Erfolg vom Brexit und Trump sind Beweise dass das abnimmt!

  16. Man sollte das Wahlrecht an den Militärdienst koppeln. (Siehe auch hier: https://testosteronum.wordpress.com/2018/01/11/wahlrecht-und-militaerdienst/).

    Daneben könnte man auch mal untersuchen, ob das Wahlrecht den Menschen wirklich so wichtig ist.
    Immerhin sind 40% der Wahlberechtigten Nichtwähler.
    Hinzu kommt, dass jedes Jahr 200.000 Deutsche auswandern. Und in ihrer neuen Heimat haben sie natürlich kein Wahlrecht.
    Ein anständiges Leben unter vernünftigen Bedingungen ist vielen Menschen also wichtiger als das Wahlrecht.

      • Gesellschaften, in denen das Militär einen hohen Stellenwert hat, sind starke Gesellschaften.
        Der Militärdienst hat nämlich auch einen „zivilen“ Vorteil: Junge Männer lernen, unter anderen Männern zu bestehen.
        Eine Fähigkeit, die vielen Männern heutzutage fehlt.

        • „Gesellschaften, in denen das Militär einen hohen Stellenwert hat, sind starke Gesellschaften.“

          Im Russland und Nordkorea hat das Militär einen starken Stellenwert und sie sind nun nicht gerade starke Gesellschaften

          den erzieherischen Wert des Militärdienstes halte ich für null und ich denke er wird weit unterschätzt. Leute die Zivildienst gemacht haben unterscheiden sich nicht wesentlich von Leuten, die Wehrdienst gemacht haben

          • Wie es in Nordkorea aussieht, weiss ich nicht, aber die russische Gesellschaft kann man durchaus als stark bezeichnen.
            Mir fällt dazu ein sehr schönes Zitat von Donald Trump ein:
            „Auch wenn wir die stärkste Wirtschaft und die tödlichsten Waffen auf der ganzen Welt haben, wird uns das alles nichts nutzen, wenn wir keine starken Werte und keine starken Familien haben. Denn dann sind wir schwach und werden nicht überleben.“

            Hast Du Dich schon mal gefragt, wo eigentlich all die „Schneeflocken“ herkommen?
            Das liegt u.a. daran, dass die heutigen Männer nicht oder nur selten lernen, unter anderen Männern zu bestehen.

          • „Wie es in Nordkorea aussieht, weiss ich nicht, aber die russische Gesellschaft kann man durchaus als stark bezeichnen.“

            meinst du?

            Russland
            Bruttoinlandsprodukt
            Total (nominal)
            Total (KKP)
            BIP/Einw. (nom.)
            BIP/Einw. (KKP)
            2017[4]
            1.469 Mrd. USD (12.)
            4.000 Mrd. USD (6.)
            10.248 USD (67.)
            25.965 USD

            Deutschland:
            Bruttoinlandsprodukt
            Total (nominal)
            Total (KKP)
            BIP/Einw. (nom.)
            BIP/Einw. (KKP)
            2017[4]
            3,685 Bio. USD (4.)
            4,171 Bio. USD (5.)
            44.550 USD (19.)
            50.425 USD (18.)

            Da schneiden die Schneeflocken aber besser ab.

          • „Hast Du Dich schon mal gefragt, wo eigentlich all die „Schneeflocken“ herkommen?
            Das liegt u.a. daran, dass die heutigen Männer nicht oder nur selten lernen, unter anderen Männern zu bestehen.“

            Eher an endokrinen Disruptoren, einer sinnentleerten egoistischen Gesellschaft ohne wertvolle soziale Rollen für junge Menschen, dem Mangel an echten Herausforderungen, vaterlosen Einzelkindern und maßloser Oberflächlichkeit.

          • Ja, noch schneiden die Schneeflocken besser ab (zumindest rein wirtschaftlich betrachtet).

            Ich gebe auch zu, dass der Militärdienst ein Macho-Ding ist. Aber wo es Machos gibt, gibt es auch männliche Werte.

            Wenn es in einer Gesellschaft aber keine männlichen Werte mehr gibt, hat diese Gesellschaft auf Dauer keinen Bestand.

        • „Der Militärdienst hat nämlich auch einen „zivilen“ Vorteil: Junge Männer lernen, unter anderen Männern zu bestehen.“ Eher lernen sie, sich anderen Männern, die Psychoterror gegen sie ausüben, unterzuordnen. Sie konkurrieren ja auch nicht mit ihren Kameraden, sondern lernen eher Kooperation. Das widerum ist eine gute Sache. Ich bezweifele allerdings, dass es dafür einen Militärdienst braucht, viel mehr wäre eine weniger asoziale (ellbogendominierte) Gesellschaft zielführend.

          • „Ich war beim Militär. Und da war niemand, der Psychoterror ausgeübt hat“

            Du warst beim gesamten Militär? Jede Einheit, jede Kaserne, jede Kompanie? Du hast jeden Uffz, Stuft und Oberfeld persönlich über die schulter geschaut? Oder wie soll man deine Aussage verstehen?

          • Ich war nur bei den Sanis, da waren 3 Fahnenjunker in der Ausbildungskompanie. Einer war ständig verkatert und die anderen Beiden haben rumgebrüllt und beleidigt um zu disziplinieren, das Alles bei Schlafentzug (Frühsport um 4 Dienstschluss um 22 Uhr). Ich fand den zweiten und dritten Monat nicht so schlecht, aber der erste Monat war furchtbar, genauso schlimm wie die Zeit mit meinem Vater.

          • Das gehört dazu, ist aber alles halb so wild.
            Wenn man erstmal weiss, wie der Hase läuft (was bei mir damals zwei Tage gedauert hat), ist es dort eigentlich ziemlich bequem.
            Man gewöhnt sich ja auch sehr schnell an alles.

          • Christian, ich meinte damit, dass ich den Militärdienst geleistet habe (bei der Infanterie, um genau zu sein).
            Natürlich geht es da auch mal rauer und strenger zur Sache. Aber das gehört ganz einfach dazu. Man gewöhnt sich auch sehr schnell daran.
            Zudem gibt es eine klare Ordnung mit einfachen Regeln. Und wenn man weiss, wie der Hase läuft, ist es dort eigentlich recht angenehm.
            Mag sein, dass zart besaitete Personen das als „Psychoterror“ empfinden.

          • vielleicht warst Du einfach in einer verhältnismäßig entspannten Kaserne. Ich hatte ja meine Ergebnisse schon geschildert. Leute, die ohne weiteren Grund als Vorgesetzte Stress gemacht haben, die ganz besondere Härte zeigen wollten, die blödsinnige Anweisung gegeben hatten und sich hinter Autorität versteckt haben, das war für mich bei der Bundeswehr an der Tagesordnung.natürlich gab es auch ok-Momente und Leute die ich nett und gut fand. Aber weit er lernt man bei der Bundeswehr tarnen, täuschen und verpissen. man lernt, dass man arbeiten nicht beendet, sondern beschäftigt aussieht und sie so lange weitermacht wie es geht, wenn sie nicht schwierig sind, weil man ansonsten schlicht neue Arbeiten bekommt. Man lernt sich möglichst aus Sachen raushalten und, wenn jemand sich mit schlechten Befehlen auf spielt, sie mit diesen auflaufen zu lassen.

          • @Christian
            Das alles sind Dinge, die man auch in der „freien“ Wirtschaft gut gebrauchen kann, wenn der Betrieb eine bestimmte Größe überschritten hat und man nur unauffällig mitlaufen möchte. 😉

        • „Junge Männer lernen, unter anderen Männern zu bestehen.“

          Stimmt. Kampftrinken bis an Walhallas Pforten.

          „Eine Fähigkeit, die vielen Männern heutzutage fehlt.“

          Kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich empfinde die Zeit als schlichte Zeitverschwendung und Freiheitsberaubung.

          • Wie ich schon zu Christian sagte, ist der Militärdienst natürlich ein Macho-Ding.
            Aber wo es Machos gibt, gibt es auch männliche Werte. Also Werte, die in den heutigen, westlichen Gesellschaften nicht mehr vorhanden sind bzw. verachtet werden.
            Deswegen befinden sich diese Gesellschaften auch in einem Weg in den Untergang.

          • „Stimmt. Kampftrinken bis an Walhallas Pforten.“

            Das mag bei Pionieren, Infanterie und anderen „Spatenpaulis“ so sein, ich kenne das aber anders.
            War bei der Inst im PzBtl (leichte Handwaffen und Turm Leopard I). Da ging man seiner Arbeit nach und trank nach Dienstschluss in Maßen (nicht Massen!). War ein Job, wie jeder andere. Draußen spielen kam auch vor, aber selten. Das Interessante an der (damaligen und jetzt nur ausgesetzten) Wehrpflicht war aber, dass man den gern zitierten Schnitt der Gesellschaft hatte und man mit dem Mediziner, Bauarbeiter und Arbeitslosen zusammenarbeiten musste/durfte. Das erweitert doch auch mal für viele den Horizont, wenn man ansonsten nur in seiner Bubble lebt.
            Ich hätte Einiges dafür gegeben, allein des Geldes wegen, nicht zum Bund zu müssen.
            Im Nachhinein bin ich froh, dagewesen zu sein, denn für mich war es eine schöne Zeit.

          • Frank, ich war bei den „Spatenpaulis“ (Infanterie). Und „Kampftrinken bis an Walhallas Pforten“ war bei uns tatsächlich üblich und sehr beliebt.
            Bis morgens um 2 Uhr. Und um 6 Uhr wieder aufstehen und jeden Weg im Laufschritt zurücklegen.
            Wenn man so überlegt, wir waren damals verdammt fit, haha.

          • „Wenn man so überlegt, wir waren damals verdammt fit, haha.“

            Stimmt – jedenfalls zum Teil.

            Wenn ich sowas lese, dann denke ich immer an einen Spruch aus dem Buch „Das Karengeheimnis“ von Jostein Gaarder: „Wir sehen nur die, die in der Evolution erfolgreich waren“.
            Zwei meiner Onkel sind als Alkoholiker vom Bund zurückgekehrt und einer meiner Kameraden ist im Suff vom Lkw gefallen und hat sich das Genick gebrochen.
            Die können natürlich nicht mehr mitreden und verfälschen die Bilanz.

            Ich war fit, weil ich es schon vor dem Barras gewohnt war, lange Strecken zu Fuß, oder per Rad zurückzulegen. Gewaltmärsche machten mir also nichts aus.

          • Ach ja, dann hab ich noch den vergessen, der sich beim Ausbaus des MG aus dem Turm seines Schützenpanzers selbst erschoss, als sich eine verklemmte Patrone löste.

          • Ich habe Zivildienst geleistet und möchte diese Zeit nicht missen in meinem Leben. Als Zivi kann man zu Hause wohnen (ich damals noch bei Muttern) und bekommt auch etwas mehr Geld als die Wehrdienstleistenden, aber es ist bzw. war mit Sicherheit auch hart, körperlich anstrengend.

            Der Umgang mit Kranken und sterbenden Menschen ist kein Zuckerschlecken. Ich kann mir einen Großteil von denen, die uns damals als „Verpisser“ und „Urinkellner“ bezeichneten nicht im Umgang mit einem 12jährigen krebskranken Jungen vorstellen, dem man wegen eines Sarkoms grade den Arm abgenommen hat und der in einem halben Jahr vielleicht tot ist.

            Man sollte das Militär nicht überbewerten.

          • @elmocho

            aber 10 Monate (statt 20) hätten echt gereicht.

            Immerhin war die Schwesternschaft die erste rote Pille auf dem Weg zu der Erkenntnis, was für Abgründe im Weiblichen stecken können. Bis dahin war ich ja dem „Frauen sind die besseren Menschen“ Denken verhaftet…

      • „Wenn wir in einen guten Krieg mit den Arachniden sind schaue ich mir deine Idee aber noch mal an“

        Den Krieg gegen Arachniden führen in aller Regel Frauen.
        Gut, bei Kellerspinnen bedarf es schon des gestandenen Mannes, da steht die Frau auf dem Stuhl und schreit 😀

        Was der Krieg aber mit Testos Thesen zu tun hat, erschließt sich mir nicht ganz.

        • Das ist ne Anspielung auf Starship Troopers. In der dortigen Zukunftsgesellschaft war das Bürgerrecht (akt. und passives Wahlrecht) an den geleisteten 2 jährigen Militärdienst gebunden. Die meisten machten den auch nicht, war auch nicht nötig.
          War eine ziemlich ideale Gesellschaft, nah am römisch/griechischen Ideal meets US-Glorie. Heinlein war einfach ein ziemlicher Hurrahpatriot. Etwas was man vergessen konnten wenn man seine Lebensgeschichte liest (Swinger, Drogenfan usw.).

          Die Armee war im Buch übrigens viel exklusiver als im Film. Die Soldaten der Mobile Infanterie waren im Endeffekt Mechpiloten also Panzerfahrer und Piloten und keine Schlammstapfer die zu 100en abgeschlachtet werden konnten.
          Was auch ok ist, immerhin konnten die Mechs atomare Sprengköpfe verschießen. Da reichten dann 100 um einen ganzen Planeten von den Bugs zu säubern.
          Dazu noch eine Space-Navy gegen die heutige US-Marine ein wilder Piratenhaufen ist.
          Und man kommt mit < 10000 Soldaten pro Planet aus.

          Der Film ist nur unter Ironieaspekten gut. Und wenn man Barnie Stinson in einer SS-Uniform sehen will. Dem Buch wirds einfach nicht gerecht. Verhoeven gibt aber auch zu dass Buch nicht gelesen zu haben. Das gilt im übrigen für alle Verfilmungen wo Starship Troopers draufsteht, außer dem Anime aus den 1980ern

  17. Wahlrecht ab vierundzwanzig und Bauchrecht bis zum sechsundneunzigstem Monat.

    Außerdem sollten Wahlen inklusiver werden, vielleicht per Instagramm oder so.

  18. Irgendeine Grenze musst Du ja ziehen. Sagst Du 14 Jahre, dann fragt sich doch erneut, ob das nicht ungerecht für die Jüngeren ist. Und die Jugend ist viel stärker als Erwachsene anfällig für jede Art Radikalismus.
    Es ist seltsam, wie kurzsichtig die Linke momentan denkt.

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