Eine feministische Biologin zu Geschlechterunterschieden aus ihrer Sicht

Ein interessanter Artikel aus der Sicht einer feministischen Biologin und was sie nach der gegenwärtigen Forschung zu Geschlechterunterschieden sagt.

Sie führt zunächst an, dass sie nicht mit dem klassischen Feminismus auf einer Linie liegt:

In basically all animal species, males and females do tend to behave in distinct ways, and these distinctions are largely presumed to be biologically hardwired rather than resulting from acculturation — a presumption that is itself fairly safe because most animals don’t have complex cultures.

So, from the perspective of biology, it would be very surprising if human males and females did not have distinct, hardwired behavioral tendencies. As someone who is both a biologist and (I like to think) a feminist, this puts me at odds with much of traditional feminist theory.

 

Dann führt sie an, was sie als zutreffend ansieht. (die Zahlen stehen für die Fußnoten, diese bitte im Originalartikel nachschlagen)

Here’s my understanding of what the currently available data say about human sex differences*:

  • Men and women are very similar neurologically, and the distributions of gender-correlated traits fall on a continuum; hardly anyone has a purely male-like or purely female-like brain [2]. Some brain areas are a bit larger in men, some in women. Overall brain size is larger in men, but in similar proportion to body size [3].

Sie sind relativ gleich, aber es liegen eben auch entscheidende Unterschiede vor. Zumal man keine anatomischen Unterschiede sehen muss, damit dort ein anderes Programm laufen kann. Wir sehen auch bei einer Festplatte nicht, was die dortige Software macht, allenfalls können wir aus der Hardware herleiten, dass sie in einigen Bereichen besondere Anfoderungen zu stellen scheint, etwa wenn sagen wir mal eine besonders leistungsfähige Grafikkarte installiert ist.

  • There are no consistent gender differences in average IQ, though male variance is higher [4]. Sex-specific differences in certain abilities tend to show up in studies [5], but can often be eliminated by avoiding certain biasing cues [6].

Die durchschnittliche Intelligenz scheint in der Tat gleich zu sein, wobei es mehr dumme aber auch mehr kluge Männer gibt. Die Kurve der Männer ist sozusagen  flacher, aber breiter. 

  • Normal adult humans of all genders can understand and identify with people of other genders using theory of mind. Women are a bit better at this on average [7]. Males dominate most competitive areas. This is probably due to two factors we can’t readily disentangle: (a) wider variance in ability, which means that even if the average is the same for men and women, the absolute best individual at a given task is more likely to be male [8] and (b) intransigent cultural factors. Females more often choose lower-paid careers. And females tend to compete well (often better than men) until childbearing and then fall behind or drop out [9].

Klar verstehen sich Männer und Frauen – jedenfalls so ungefähr. Es gibt genug Unverständnis  und Fehleinschätzungen in den Gebieten, in denen Männer und Frauen von einander abweichen. Etwa bereitet vielen Frauen die Einstellung von Männern zu Sex Verständnisprobleme und umgekehrt genauso. Hingegen kann man sich durchaus einig sein, dass reziproker Altruismus eine wichtige Grundlage des Lebens bildet und jemand, der nur nimmt, aber nicht gibt, ein schlechter Mensch ist.

Ich denke schon, dass Männer allgemein in sehr wettbewerbsorientieren Bereichen stärker vertreten sind. Viele Frauen, die das nicht mögen werden den Bereich schlicht meiden und die Frauen, die es mögen sind dann eben selten, auch wenn sie dann ebenso die nötige Wettbewerbshärte aufweisen wie die dort arbeitenden Männer. Ein wichtiger Faktor scheint mir hier sexuelle Selektion auf eine andere Form von intrasexueller Konkurrenz um Status und Ressourcen zu sein, die beides für Männer einfach attraktiver macht.

  • The neurological similarity of human males and females is a recently-evolved feature. Our brains are much less gender-distinct than the brains of our near relatives, chimpanzees and gorillas. However, in more distantly-related apes, monogamy and similar sexes also occur [10].

Oder uns fällt es einfach nicht so deutlich auf, weil unser Leben inzwischen friedlicher geworden ist und uns erlaubt unser Leben nicht mehr in so deutlichen Geschlechterrollen zu leben. Geschlechterunterschiede in der Persönlichkeit sind nach wie vor in Studien im großen Umfang nachweisbar

  • Human males engage in much more substantial nurturing behavior toward the young than any of our near relatives [11].

Wir sind ja auch die Spezies mit der größten Unselbständigkeit des Nachwuchses im Tierreich und wir sind zudem eine relativ monogame (wenn auch serielle Monogamie mit Seitensprungoption) Spezies. Die Evolution der Vaterschaft an sich ist dabei eine durchaus interessante Frage.  Sie ist insbesondere geprägt von einer hohen Vatersicherheit und eben auch davon, dass die Unterstützung des Vaters notwendig war (ist) um die Chancen des Nachwuchs auf eigene erfolgreiche Fortpflanzung zu erhöhen.

  • Men are responsible for an overwhelming proportion of serious violent crime [12]. They are also overwhelmingly responsible for the dangerous, exhausting, and unpleasant physical work that confers little money and less status [13].

Würde ich als zutreffend ansehen. Dreckige Arbeit aller Art (vielleicht mit Ausnahme der Prostitution wird eher von Männern erledigt)

  • Humans are much more socially monogamous [14] and egalitarian than any surviving near relative; but not perfectly either [15]. Across species, these features go along with greatly reduced sex differences (in monogamous birds, the sexes are often practically identical). And we are, indeed, much less sexually dimorphic than our near relatives [16].

Das ist relativ. Wir haben natürlich auch andere Voraussetzungen. Wo ein Gorilla auf reine Kampfstärke setzt setzen wir weitaus eher auf Intelligenz, Werkzeuge und natürlich Verbündete. Wer die besseren Waffen hat und sie schlauer einsetzt kann erheblich mehr Vorteile haben als ein besonders starker Mann. Wer aufsteigt ohne zu kämpfen, sei es durch Rat, Handel oder besonderes Geschick bei der Herstellung wertvoller Dinge, der hat erhebliche Vorteile, weil andere ihn evtl schützen. Und natürlich sind die körperlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen vielleicht nicht so groß wie bei anderen Primaten, aber durchaus deutlich vorhanden.

  • The term patriarchy, as used by contemporary feminists, often seems kind of meaningless. I think when we talk about patriarchy, what we’re really getting at is the re-emergence of social hierarchies that resulted from sedentary farming starting around ten thousand years ago. Individuals in sedentary communities were better able to control and monopolize resources, including women. This led to greater specialization, technological innovation, and social inequality [15].

Eine interessante Einsicht. Der Begriff des Patriarchats erscheint oft relativ sinnlos.

  • In patriarchal societies, elite males are able to support and protect multiple mates, enabling a renewal of polygyny; an underclass of unmated, low-status males make useful slaves and cannon fodder [e.g. 17]. Low-status males are duped into accepting their fate via manipulative social norms. Being treated as property is bad for women, but at least they are generally a valued resource in patriarchal societies; low-status men have it worse.

Auch ein interessanter Blickwinkel: In sehr patriarchalen Gesellschaften können es niedrigstehende Männer schlechter haben als Frauen. Einfach weil die Frauen zumindest einen Wert haben.

  • Whilst social monogamy is the most common mating pattern, human males and females enjoy diverse short and long term mating strategies [18]. Males are slightly more promiscuously inclined on average, which results in a demand/supply imbalance that is commonly corrected through material exchange. Since humans are naturally fairly socially monogamous, none of this is a threat to the social order, and the main effect of stigmatizing any sexual behavior is that people fail to learn safe ways to express their sexuality [19].

Männer sind  nicht etwas mehr promiskuitiv, sie sind enorm promiskuitiver, haben meist nur nicht die Gelegenheit das auszuleben.  Ich denke das Ergebnis wäre recht eindeutig, wenn man zehn Männern und zehn Frauen beliebig viele gutaussehende begierige Sexualpartner zur Verfügung stellen würde und dann das Ergebnis vergleicht.

Es wird auch deutlich, wenn bestimmte Männer unkontrollierte Macht haben, wie sagen wir Inkakönige. Sie bilden dann eben Harems und monopolisieren Frauen.

  • Fairness is a central social norm in all human societies, presumably deriving from our egalitarian heritage; what is considered fair varies [20], and can be co-opted in modern hierarchical societies to enforce social inequality. (If I have ten oranges and you have none, is that fair? Inherently, no. But what if the gods/the king/my father gave them to me? Then maybe…)

In der Tat.

  • Diversity in decision-making roles leads to better decisions for groups, organizations and societies [21].

Das ist sicherlich ein sehr streitiger Punkt.

  • Power corrupts. Sometimes slow, sometimes fast [22]. But as a general rule, there’s no such thing as a benign ruler; so long as gender-based power inequalities persist, so will gender-based disadvantage.

Nur ist es eben nicht so einfach Power einem Geschlecht zuzuordnen, weil Mitglieder eines Geschlechts normalerweise Vorteile für sich und Familie, Freunde etc rausholen statt für ihr Geschlecht.

To me all of this suggests the following conclusions and directions for feminist thought:

  • Our species is unique among great apes in being adapted for egalitarian societies with substantial paternal care, diverse mating behavior dominated by social monogamy, and only minor cognitive sex differences.

Dazu hatte ich oben bereits etwas geschrieben

  • Egalitarianism can and should extend to both sexes under the universal social norm of fairness. This implies that where one sex is biologically disadvantaged, for example females in childbirth (or males in reproductive control), societies should actively work to counteract power inequalities that flow from this disadvantage.

Nur muss man dazu eben schauen, was wirkliche Nachteile sind und was auf anderen Verhalten begründet ist, welches wieder andere Vorteile (zb weniger Zeit im Büro) mit sich bringt.

  • Increased gender equality benefits society through better decision-making and a reduction in violence, as well as increasing overall productivity and quality of life in countless ways.

Aber nicht, wenn es über Chancengleichheit hinausgeht und in Ergebnisgleichheit umschlägt.

  • Patriarchy (as defined above) doesn’t just hurt women by treating them as property. In fact, the worst victims of patriarchy are the low-status, unmarriageable men who do the most dirty, dangerous jobs in society for peanuts. Unfortunately, we’ve done a terrible job at understanding and communicating this, to the point that most men in this situation are convinced that feminism, not patriarchy, is actually the root of their problems. So long as middle-class feminists ridicule and demonize them while enjoying relatively pampered lives, these men will continue to hate us. And who can blame them?

Etwas durcheinander: Wir leben nicht in einem Patriarchat. Beide Geschlechter haben Vor- und Nachteile. Dem zweiten Teil würde ich aber zustimmen.

  • Stereotyping aggravates and perpetuates oppression whether it is statistically accurate or not. Every human deserves the respect of being approached as an individual, not as a representative of their gender.

Zustimmung.

51 Gedanken zu “Eine feministische Biologin zu Geschlechterunterschieden aus ihrer Sicht

  1. „there’s no such thing as a benign ruler; so long as gender-based power inequalities persist, so will gender-based disadvantage.“

    Aber grade das behaupten die Feministinnen doch immer, wenn ich recht verstehe. Frauen würden bessere Politik machen, und zwar im Sinne aller. Wenn der erste Teil des Satzes gilt, ist vom Feminismus nur ein Austausch der herrschenden Gruppe zu erwarten, keine Verbesserung für alle. Zeigt ja auch die Erfahrung, Feministinnen stellen in erster Linie Forderungen, die Feminstinnen begünstigen. Ganz genau wie mittelalterliche Könige.

  2. Unfortunately, we’ve done a terrible job at understanding and communicating this, to the point that most men in this situation are convinced that feminism, not patriarchy,

    Das hier ist genau falsch herum und es überrascht nicht, dass ihr als Frau die Selbsterkenntnis fehlt das zu sehen. Die Ursache des Schicksals der „low status men“ ist die weibliche Selektion. Je weniger Einschränkungen Frauen in ihrer Sexualität unterliegen, um so mehr von diesen „low status men“ wird es geben. Die „patriarchalen Gesellschaftsorganisationen“, so man das denn so nennen will, hatten dagegen alle kulturelle und moralische Mittel die weibliche Sexualität einzuschränken um dadurch weniger sexlose „low status men“ zu haben und so den Gesellschaftsfrieden und wahrscheinlich auch die Produktivität zu erhöhen.

    Daher ist für „low status men“ und solche, die Gefahr laufen dazu zu gehören, ganz objektiv der Feminismus der Todfeind und die alte patriarchale Ordnung die Rettung.

  3. „the low-status, unmarriageable men“

    LOL

    Auch sie bleibt dabei: Lowstatus Männer KANN frau schlichtweg nicht heiraten. Das geht nicht. Obwohl die die Drecksarbeit machen zu der man highstatus Männer (oder gar Frauen) nicht gewinnen kann.

    Das wird nichts mit Feminismus und Neuen Geschlechterrollen, wenn selbst relativ intelligente Exemplare nichts am eigentlichen Problem ändern wollen.

      • Hypergamie ist der allerwichtigste Grund für die Gesellschaftsstrukturen, die Feministinnen für das „Patriarchat“ halten.

        • M.E. ist es feminin-istische Logik, denn Geschlechter sind – nach ihrer Aussage – mehr oder weniger gleich „Men and women are very similar neurologically, and the distributions of gender-correlated traits fall on a continuum; hardly anyone has a purely male-like or purely female-like brain.“

          Also gibt es das klassisch männliche oder weibliche Gehirn nicht, sondern wir liegen überwiegend auf einem breiten Spektrum.

          Hingegen: „Diversity in decision-making roles leads to better decisions for groups, organizations and societies.“
          Wenn wir als Individuum –ungeachtet des Geschlechts – bereits vielfältig sind, wie lässt sich die Notwendigkeit von „Vielfalt“ durch Geschlecht begründen?
          Gar nicht.

          Eine Gruppe 20 Männer, von denen „hardly anyone has a purely male-like or purely female-like brain“ durch eine mit einem Verhältnis von zehn Männern und zehn Frauen zu ersetzen, von denen wir ebenfalls sagen „hardly anyone has a purely male-like or purely female-like brain“ wäre sinnlos.

          Die „Vielfalt“ per Geschlecht kann nur da als Alternative verstanden werden, wenn die einfältige Diagnose lautet, das Geschlecht habe unmittelbaren Einfluss auf die Entscheidungsfindung.
          „Diversität“ per Geschlecht zu erzeugen macht nur Sinn, wenn jedem Geschlecht vorab durch das Geschlecht einzigartige Eigenschaften zugeschrieben werden, die auf die Entscheidungsfindung Einfluss haben.

          Ihre zweite (feministische) Aussage widerspricht also ihrem eigenen (biologischen) Befund – nicht, dass das wirklich neu wäre.

          • Mir gerade aufgefallen:
            „Hingegen: „Diversity in decision-making roles leads to better decisions for groups, organizations and societies.““
            Ja: Mehrere Menschen bei einer Entscheidung einzubeziehen, erhöht die Qualität der Entscheidung.
            Alelrdings setzt diese Voraus, dass individuelle Entscheidungen/ Gründe aggregiert werden – dies kann man durch harte Maßnahmen (z.B. Verdecktes schriftliches fixieren) erreichen.

            Die Quasselrunden bringen gerade das nicht zu Stande.

            Meine Hypothese wäre jetzt sogar, dass eine diverse Gruppe von Männern eher „in der Quasselform“ ein besseres Ergebnis erziehlt, da einige Individueen für „ihre“ Idee „kämpfen“ werden, als in einer diversen Gruppe mit vielen Frauen.

  4. Die größere Kriminalität durch Männer würde ich mal reflexhaft darauf schieben, dass Männer eine härtere Lebensrealität haben. Frauen kommen immer irgendwo unter. Männer müssen aber auch aufgrund ihrer biologischen Rolle eher um ihren Platz kämpfen.

    • Nicht zu vergessen die Wahrnehmung der Frau als Täterin bzw. Kriminelle.

      Das wird deutlich in „sozialen Experimenten“ gezeigt, wenn ein Mann den bösen Kinderschänder mimt und fast sofort die Ordnungsmacht gerufen wird und zur Stelle ist, während die Frau praktisch x-beliebig viele Kinder auf dem Spielplatz ansprechen und mitnehmen kann und es niemand stört.

      Männer sind also nicht zwangsläufig krimineller als Frauen, ihnen wird schlechtes Verhalten nur eher und stärker angekreidet als Frauen.
      Was sich übrigens auch wieder zeigt, wenn für Täterinnen immer nach entschuldbaren Begründungen für eine Tat gesucht wird, während der Mann halt einfach nur ein mieses Monster und Abschaum ist.

      Btw. Heute gesehen. R. Kelly ist in einem Interview etwas „ausgerastet“ und hat sich lautstark über die Vorverurteilungen und die Zerstörung seiner Karriere beschwert.

      Jeder darf mal raten, ob mögliche Falschbeschuldigungen und jegliches Fehlen der Unschuldsvermutung thematisiert wurden – oder aber die arme Frau (Interviewerin) als bedauernswertes Opfer seiner Heulattacke.

      • Ich glaube schon, dass Männer in der Regeltatsächlich häufiger Straftaten begehen. Was neben biologischen Kriterien auch unter anderem daran liegen könnte, dass Männer bei Verbrechen, die genauso auch von Frauen getragen werden, letztlich die ausführende Instanz sind.

        Die von dir genannten Punkte dürften aber diesen Effekt kriminalstatistisch noch verstärken, also dass vermeintlich kriminelles Verhalten bei Männern eher als solches auffällt und geahndet wird.

        Die große Bereitschaft, weibliche Täterschaft dann auch immer noch zu entschuldigen, zeigt sich meines Erachtens ganz klassisch im Bereich der Kindstötung. Es ist erstaunlich, mit welchem Eifer in medialer Berichterstattung nach Narrativen gesucht wird, die Mörderin als eigentliches Opfer erscheinen zu lassen. Und fast immer findet sich irgendein Mann, der sie durch zu wenig Unterstützung geradezu zu dieser Tat gezwungen hat. Ein Vater, der sein Kind umbringt, darf nicht hoffen, irgendwie anders dargestellt zu werden, denn als Monster. Merke: Mann tötet Kind -> Mann ist Täter; Frau tötet Kind -> irgendwie ist auch irgendein Mann der wahre Täter.

        Diese in unserer Gesellschaft tief verwurzelte Überzeugung weiblicher Unterverantwortlichkeit dürft auch zu den sehr unterschiedlichen Strafmaßen führen, die immer wieder verhängt werden, wenn Männer und Frauen gemeinschaftlich ein Verbrechen begehen.

        Nicht unbedingt ein Verbrechen, aber Arne hatte vor etlichen Monaten mal einen Fall erwähnt, wo in London ein Pärchen am hellichten Tag auf einem öffentlichen Platz korpulierte. Sie bekam dafür Sozialstunden, er bekam mehr Sozialstunden als sie und noch zusätzliche Auflagen. Aber wahrscheinlich muss er noch froh sein, dass sie nicht plötzlich als Opfer rumgereicht worden ist und man ihn nicht als Vergewaltiger weggesperrt hat. Denn Frauen würden so etwas ja nie freiwillig tun…

        • „Ich glaube schon, dass Männer in der Regeltatsächlich häufiger Straftaten begehe“

          Ich glaube hingegen, dass es in unser Geschichte immer wichtiger war, juristisch auf das Verhalten von Männern zu reagieren und dieses zu reglementieren, da dieses für die gesellschaftlichen Strukturen weit relevanter war als was die Frau zu Hause alles so anstellt.

          Würde relationale Agression und PAS und all das andere niederträchtige, was überwiegend Frauen so anstellen, moralisch und juristisch gleich behandelt werden wie physische Gewalt, sähen die Kriminalstatistiken ganz anders aus.

          • Die Bereitschaft Risikos einzugehen wenn die möglichen Gewinnaussichten hoch sind, ist bei Männern höher. Frauen haben hingegen öfter Angst und sind passiv. Ich glaube schon das Männer eher Verbrechen begehen.
            Auch gibt es mehr männliche Idioten mit verminderter Impulskontrolle und Fähigkeit vorausschauend zu planen. Beides gute Voraussetzungen um sich zu einem Verbrechen verleiten zu lassen.

          • @Matze,

            es geht mir NICHT darum, ob Männer eher jede Taten begehen als Frauen, die derzeit als Verbrechen eingestuft werden.

            Das ist ohne Zweifel der Fall.

            Es geht mir vielmehr darum, dass diese Taten als Verbrechen gelten, WEIL sie auch historisch immer in erster Linie von Männern begangen wurden.

            Wie djadmoros hier schreibt:

            Die ursprüngliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern hat mit irgendeinem »Patriarchat« nichts zu tun: sie ist funktionell geboten und evolutionär erfolgreich und legt Männer sozialräumlich auf den »Perimeter« und die »Exosphäre« der Gruppe fest, Frauen auf die Endosphäre und den räumlichen Nahbereich der Gruppe

            In der Endosphäre brauchst du nur wenig schriftliche Regeln, fast alles lässt sich informell regeln, die meisten würden es sogar deutlich vorziehen, wenn der Nachbar NICHT zum Schiedsrichter berufen wird darüber, ob x sich wirklich den letzten Joghurt aus dem Kühlschrank hätte nehmen dürfen.

            In der Exosphäre hingegen, wo Menschen aufeinandertreffen, die durch nichts als ihre Absicht zu Interagieren miteinander ver- und gebunden sind, haben sich klare (später schriftliche) Regeln als notwendig erwiesen.

            Welche Regeln haben sich hier etabliert? Natürlich jene, die das potentiell destruktive Verhalten jener Menschen regeln, die in der Exosphäre unterwegs sind. Also Männer.

            Alle destruktiven Verhaltensweisen, die von Akteuren in dieser Sphäre nicht vorkommen, brauchen nicht geregelt zu werden.

            Mit anderen Worten: Gesetze sind entstanden, um Männer zu kontrollieren. Die typischen Verhaltensweisen von Frauen fanden keine Beachtung.

            Mit noch anderen Worten: In der Gesetzessammlung von Hunden braucht es kein Kapitel darüber, wann genau ein Hund auf einen Baum klettern darf und wann nicht. Es gäbe aber sehr wohl ein Kapitel darüber, wann wer wo seine Knochen vergraben darf.
            Und dann kommen Katzen und sagen: „Seht wie gesetzestreu wir sind. Keine von uns hat je einen Knochen vergraben! So GUT sind wir“ – „Ja, aber … Bäume… ?“ – „Da gibt es KEIN Gesetz, gegen das wir verstoßen.“

            Und von der Art sind unsere Kriminalstatistiken.

          • Feministinnen würden dem sogar zustimmen und dann fordern das man Frauen für Verbrechen nicht einsperrt, als genau das was sie eh schon gefordert haben.

          • @only me

            Nach der Taube hier

            ist es mit dignity culture – nieder geschriebenen regeln und dritter gewalt – vorbei

          • Feministinnen haben schon – ohne nennenswerten Widerspruch aus den eigenen Reihen – den Rechtsstaat als „patriarchalen Rotz“ bezeichnet.

        • „…. dass Männer bei Verbrechen, die genauso auch von Frauen getragen werden, letztlich die ausführende Instanz sind.“

          Niemand zwingt diese Männer die „ausführende Instanz“ zu sein.

          • Definiere „Zwang“.

            Im übrigen kennt das Strafrecht die Anstiftung: „Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.“
            Natürlich kann man sich auf den Standpunkt zurückziehen „niemand wird gezwungen ausführenden Instanz zu sein“. Offenbar tritt die Konstellation aber häufig genug auf, dass es dafür ein eigenes Mittel im Strafrecht gibt. Wenn es so einfach wäre wie du sagst, dann wäre das ja unnötig. Ich denke es ist nicht so einfach.

        • „Ich glaube hingegen, dass es in unser Geschichte immer wichtiger war, juristisch auf das Verhalten von Männern zu reagieren und dieses zu reglementieren, da dieses für die gesellschaftlichen Strukturen weit relevanter war als was die Frau zu Hause alles so anstellt.“

          Einverstanden.
          Aber ein Einwand, den ich ausführen werde: Aus den „gesellschaftlichen Strukturen“ und der „Geschichte“ verschwindet auf eine bizarre Art und Weise „Frau“.
          Es ist letztlich die Wiederholung des feministischen Narrativs.

          Djad ganz ähnlich: „Die ursprüngliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern hat mit irgendeinem »Patriarchat« nichts zu tun: sie ist funktionell geboten und evolutionär erfolgreich und legt Männer sozialräumlich auf den »Perimeter« und die »Exosphäre« der Gruppe fest, Frauen auf die Endosphäre und den räumlichen Nahbereich der Gruppe.“

          Womit quasi durch die „ursprüngliche Arbeitsteilung“ eine „natürliche“ Hierarchie geschaffen wird, deren Ausgang wir bereits (feministisches Narrativ) kennen:
          Exosphäre > Endosphäre
          Mann > Frau

          Engels wird in „Der Ursprung der Familie“ einen Gedanken anreißen, der eigentlich nichts erklärt: Die Geschlechter wären Eigentümer der „Produktionsmittel“ ihrer Arbeitsumwelt gewesen. So wie die Frau natürlich Besitzerin des Hausrats, der Nahrungsmittel im Hause usw. war, war der Mann Besitzer der Rinder, Egge, Waffen.
          Womit jedoch nur gesagt wird, aus dem damaligen Verständnis heraus waren diese „Produktionsmittel“ gleich viel wert. In dem Fall könnte man berechtigt anführen, wer auf den Besitz der Endosphäre gesetzt hat, hatte historisch einfach die schlechteren Karten.
          Pech gehabt! Falsch spekuliert! Risikoaverse LoserIn_*! 🙂

          Was ich aber bemerkenswert unterbelichtet finde, ist das Austauschverhältnis der beiden Sphären unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass überhaupt ein Tausch stattfindet.
          Die Produkte oder der Mehrwert der Exosphäre übersetzen sich in die (gewichtete, vom Status abhängige) Teilhabe an der Endosphäre und umgekehrt.
          Was nichts anderes ist, als die „kulturalistische Wendung“ der sexuellen Selektion und inter- und intrasexuellen Konkurrenz. Bei Beibehaltung des Ur-Kommunistischen Diktats, diese Mehrwert zu teilen und zwar nicht mit der Gruppe, sondern mit „Frau“.

          • @only_me

            Habe ich schon gesehen! 🙂
            Aber er verfehlt den wesentlichen Punkt.

            Wir leben in einer kapitalistische Konkurrenzgesellschaft, deren Regeln jedoch innerhalb der Familie und gerade im Verhältnis von Mann und Frau nicht gelten sollen.
            Nun könnte man einwenden, der Versuch, das „Instrumentelle“ aus dem familiären Binnenverhältnis draußen zu halten gehe damit einher, die Utopie der bürgerlichen Gesellschaft zumindest in der Frau/Familie zu erhalten.

            Damit kommt man jedoch erstens auf die eher schräge Idee, Kommunismus als Utopie sei Bestandteil der bürgerlichen Ideologie.
            Zweitens müsste man die griffige Kurzformel „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ so interpretieren, als wäre es die konkrete Umsetzung von dem, was Colttaine „communism for two“ nennt.

            D.h. es wird damit behauptet, der bestehende Zustand sei bereits nach männlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen gestaltet.
            Damit gerät die Utopie jedoch zu einer Rechtfertigungsideologie des Bestehenden.

            In einem anderen Video hat Colttaine den weiblichen „domestic parasitism“ scharf kritisiert und ein Modell entwickelt, wie ein Paar durchaus in der Lage ist gleichberechtigt ein Kind groß zu ziehen, wenn es sich die notwendige (Erwerbs-) Arbeitszeit teilt.
            Das ist jedoch kein mehrheitlich gelebtes und auch kein weiblich erstrebtes Modell, eben weil es sich beim bestehenden Modell um „communism for one“ Geschlecht handelt.
            Während propagandistisch das genaue Gegenteil behauptet wird.

            In der Figur der „ökonomisch abhängigen (Ehe-) Frau“ bspw. wird Frau zum passiven Opfer (Stereotype sind gerechtfertigt, wenn sie Feministinnen produzieren) der Verhältnisse.
            Während tatsächlich ihre Passivität erst den Mann dazu zwingt, sie per eigener Erwerbsarbeit zu alimentieren.

            Durchgesetzt wurde also nicht nur ein „natürlicher Tausch“ – männliche Ressourcen gegen LTR – sondern eine ideologische Sichtweise auf das Tauschverhältnis, in dem die Frau (kontrafaktisch) das kürzere Ende des Hebels erhält.
            Damit wird a. unterschwellig behauptet, eine solche Beziehung sei für Frauen ein schlechtes Geschäft und b. Männer könnten und müssten daher damit zufrieden sein.

          • Noch mal @crumar,

            ich habe noch mal über das Ideal „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ im Bezug auf Ehe nachgedacht.

            Es ist ohne Zweifel so, dass Männer (im allgemeinen) die Fähigkeit haben, sich selbst zu vernachlässigen, um die Frau/Familie zu versorgen.
            Es ist auch ohne Zweifel so, dass Männer (im allgemeinen) nicht viel mehr Bedürfnisse haben, als einen Job, der irgendwie OK ist und eine Frau/Familie, die da ist und ihn schätzt.

            Weiter ist es ohne Zweifel so, dass Frauen (im allgemeinen) eine nach oben offene Bedürfnis-Skala haben. Jede Stadt hat schließlich ihre eigene „Ilsebill’s Mega Mall“.
            Wenn es aber nun so wäre, dass Frauen (im allgemeinen) keine andere Fähigkeit haben, als einen Haushalt zu führen, also die Ressourcen zu verwalten, die jemand anderes erwirtschaftet, dann wäre die klassische Ehe tatsächlich eine lupenreine Umsetzung von „Jeder nach seinen Fähigkeiten, Jedem nach seinen Bedürfnissen“.

            Es gibt ein paar Gründe, warum dieser Kommunismus für zwei nicht mehr zeitgemäß ist:

            • Durch die Erfindungen der Männer ist der Wert der weiblichen Fähigkeiten ins Miniskule geschrumpft.
            • Die Bedürfnisse der Männer werden in der Ehe nicht mehr erfüllt.

            Was bleibt, sind die Fähigkeiten der Männer und die Bedürfnisse der Frauen und ein damit in die Kategorie „Scheiß-“ gerutschter Deal.

          • „Es ist auch ohne Zweifel so, dass Männer (im allgemeinen) nicht viel mehr Bedürfnisse haben, als einen Job, der irgendwie OK ist und eine Frau/Familie, die da ist und ihn schätzt.“

            Sind das tatsächlich „natürliche“ Bedürfnisse?
            Geschlechter getauscht:

            „Es ist auch ohne Zweifel so, dass Frauen (im allgemeinen) nicht viel mehr Bedürfnisse haben, als einen Job, der irgendwie OK ist und einen Mann/Familie, die da ist und sie schätzt.“

            Du fährst fort: „Weiter ist es ohne Zweifel so, dass Frauen (im allgemeinen) eine nach oben offene Bedürfnis-Skala haben.“

            Fällt dir auf, wie „nicht viel mehr Bedürfnisse“ haben mit einer nach „oben offenen Bedürfnis-Skala“ kontrastiert?
            Man könnte fast meinen, letzteres ließe sich gar nicht realisieren ohne ersteres…
            Deine Idee, dass „Männer (im allgemeinen) nicht viel mehr Bedürfnisse haben“ ist eine soziale Konstruktion, weil sie auch nicht viel mehr Bedürfnisse haben sollen.

            Wo ist denn da der Kommunismus für alle Beteiligten?

            „Was bleibt, sind die Fähigkeiten der Männer und die Bedürfnisse der Frauen und ein damit in die Kategorie „Scheiß-“ gerutschter Deal.“

            Er war auch bereits vorher Scheiße, es fällt uns nur jetzt erst auf.
            Wenn über die Hälfte der Haushalte in Berlin und Hamburg Single-Haushalte sind, macht das Genöhle über die „Sorgearbeit“ oder „Hausarbeit“ von Frauen keinen Sinn.
            Die feministische Klage setzt aber die Existenz von Paar-Haushalten voraus.
            Eine Klageführerin ohne die Existenz eines Beklagten ist ziemlich lächerlich.

            Es ist wie in der Gilette-Werbung: Die „traditionelle Männlichkeit“ sollte nach dieser Theorie vom Vater auf den Sohn übertragen werden.
            Die existieren aber in 35% der US-Haushalte nicht mehr; bei den Afro-Amerikanern sind es fast 70%.
            Der ganze Appell richtet sich an eine konservative US-Gesellschaft der 50er, die einfach nicht mehr da ist und das erklärt auch, warum die tradcons genauso argumentieren wie die radfems.
            Die einen wollen eine Gesellschaft zurück, von der sie nicht begreifen, warum sie nicht mehr existiert und die anderen lehnen diese Gesellschaft ab, die nicht mehr existiert.
            Beide argumentieren im luftleeren Raum.

  5. Lustig, eigentlich müsste man der Dame nur sagen „Heeeeellooo, welcome Capitan Obvious“
    Ist ja nicht so, das die Dame etws neues präsentiert hat, was wir hier nicht schon seit Jahren besprechen.

  6. @ Pingpong

    „Ausführende Instanz“ klingt so, als ob die Männer keine Verantwortung für ihre Taten hätten und nur Befehlsempfänger wären.

    • Was man ja umgekehrt bei Taten von Frauen genau so sieht und interpretiert.

      Der ewige Widerspruch in weiblicher Logik, sie wollen an allen Stellen mit Macht und Verantwortung mitmischen, im Zweifelsfalle aber für nichts verantwortlich sein. Aber das ist ja auch eine Haltung die ganz hohen Alpha -Männer eigen ist.
      Vielleicht das ja auch eine Facette des Antriebes für Männer ganz hoch zu steigen: Bin ich ganz oben in der Hierarchie, kann ich endlich auch leben wie es für viele Frauen ganz normal ist: andere machen für mich die Dreckarbeit, verdienen das Geld, tragen die Risiken, kriegen die Verantwortung / Strafen übergeholfen, ich genieße die Früchte.

  7. Der Durchschnitts-IQ ist wohl bis 16 Jahren gleich aber dann erleben die Männer einen weiteren Schub, der mit Testosteron zu tun hat. Genau wie der Unterschied zwischen dem systematisierenden vs empathisierenden Hirn damit zu tun hat. Der letzte Schub erzeugt je nach Test einen Unterschied von 4 Punkten. So bei Richard Lynn u.a. gelesen/gehört.

  8. Die Stereotypisierung lässt sich nicht vermeiden. Sicherlich sollte man sich damit zurückhalten und möglichst versuchen, das Individuum zu sehen. Aber so viel Zeit hat man oft wirklich nicht, und wenn man aus Angst vor Ungleichheitsverstärkung die Kommunikation zensiert, tut man wenig gutes.

  9. Was daran ist jetzt neu? Das sind doch absolute Plattitüden. Haben euch dir Genderschweine so sehr ins Gehirn ges…….. das ihr den Müll auch nur einen Moment geglaubt habt? Glaube ist da absolut notwendig da außerhalb der hirnlosen Bereiche des Internets Argumente und Fakten zählen.

    Das ist wie dieses absolut Dämliche sic! 21% Gesülze über Unterbezahlung einer Vaginaträgerin. Da dies ja ein wie auch immer gearteter Mittelwert ist müssten da Abweichungen von bis zu 50% sein. Also liebe GenderlügnerInnen, wo sind diese? Quellen bitte, habt ihr nicht da gelogen, also Maul halten.

    Könnten sich die hier postenden Pudel auch mal zu Herzen nehmen. Warum zum Teufel müsst ihr Jeden noch so abartigen Müll analysieren und kommentieren nur weil er aus dem schäbigen Maul irgendeiner Vorteilsschmarotzerin quillt? Masochismus?

    Da kommt nur so was raus wie jetzt. Das eben Selbstverständliches zum 1000sten Mal wiedergekäut wird und simple Realitätsbeschreibungen zitiert werden. Aber außer Denunziation haben die Muschis nichts drauf,da könnt ihr noch solange warten. Da kam nur Müll und da kommt nur Müll,dreckiger Rassismus und die Bestätigung das Männer Schweine sind aber Weiber noch viel beschi….ner.

    Mein Beitrag zum Frauentag (eine Art Behindertengedenktag?) Mantje, Mantje, Timpe. Te.

    • „Haben euch dir Genderschweine so sehr ins Gehirn ges…….. das ihr den Müll auch nur einen Moment geglaubt habt?“

      Bist du das erst Mal hier oder leidest du einer besonders Form der Amnesie?

    • Es hat schon was von Masochismus, wie sich der größte Teil der heterosexuellen Männern von Frauen beschimpfen, verhöhnen, verarschen lassen. Manchmal habe ich den Eindruck, das bestimmende Lebensgefühl dieser Männer ist Angst, Angst vor Frauen, bzw. besser gesagt Angst vor dem Urteil von Frauen bezüglich ihrer Männlichkeit. Fatalerweise treibt sie diese Angst sogar zu gegenseitiger Überwachung. Aber das ist ja eine bekannte perfide Methode der Herrschaft, das man die Beherrschten dazu bringt sich gegenseitig in Schach zu halten. Das minimiert den Arbeitsaufwand der Herrschenden, die dann mehr Zeit für schöne Dinge haben, wie shoppen gehen z.B.

      Klar überwachen sich Frauen auch im Rahmen ihrer intrasexuellen Konkurrenz, aber der Druck der Männer von außen, weiblich zu sein hat selten so eine destruktive Wirkung, wie der Druck der Frauen auf Männer männlich zu sein.

  10. Also ich hätte diesen widerwärtigen Müll nicht freigeschaltet.

    Und bitte nicht über Mittelwerte und Abweichungen von bis zu 50% spekulieren. Davon bekomme ich zusätzlich einen mathematischen Brechreiz.
    „Quellen bitte“
    Gibt es haufenweise, man muß aber lesen können.

    • ich vielleicht auch nicht, aber es hat mich doch angeregt mal auf die aufgeworfenen Probleme einzugehen.
      Andererseits, warum sollte er es nicht freischalten, wenn man bedenkt was für Mist selbst in den ÖRM so ungerührt rausgehauen wird….

      • „Mist selbst in den ÖRM“

        In den ÖRM vergreift sich niemand auch nur annähernd dermaßen in der Wortwahl. Dieser Kommentar ist eine reine Haßtirade ohne relevanten sachlichen Inhalt.
        Der einzige Effekt ist Rufschädigung dieses Forums. Deswegen würde ich ihn auch jetzt noch komplett löschen. Wenn dieser Troll etwas inhaltlich relevantes beitragen will, kann er versuchen, es mit normalen Umgangsformen auszudrücken.

        • Mit der Wortwahl an sich habe ich kein Problem.
          „Dieser Kommentar ist eine reine Haßtirade ohne relevanten sachlichen Inhalt.“
          Das ist m.E. der Knackpunkt, allerdings sehe ich schon einen sachlichen Zweck, nämlich sämtliche Kommentatoren hier unterscheidungsfrei zu beschimpfen und zwar als heimliche Femi-Allies ( sinngemäß: Alles Pudel“ ), resp. sogar „Frauenversteher“.
          Allerdings sagt das sehr viel mehr über den Schmierfink selbst aus als über irgendwen sonst.

          Weshalb ich mich mal oute: Ja, ich komme mit Frauen im Schnitt locker genau so gut klar, wie mit Männern, in manchem Einzelfall sogar besser.
          Und ja, zwei meiner Exen haben mir ( nicht ganz freiwillig ) explizit bestätigt, ein heimlicher Frauenversteher zu sein, noch dazu in Punkten, die ihnen äußerst peinlich und überhaupt nicht recht waren und von denen sie zuvor dachten ich check das garantiert nicht.

  11. Ich glaube, vielen Kommentatoren hier ist es fast schon egal, WAS jemand sagt, sobald da „Feministin“ drüber steht.
    Die Autorin erkennt einige der zentralen Grundpfeiler des Feminismus nicht an (welche Feministin hätte je geschrieben, das Patriarchat sei v.a. schlecht für Männer!?), greift biologische Unterschiede auf, argumentiert und belegt anhand peer-revieweder Literatur und sagt abschliessend, daß Männern gar nichts anderes übrigbleibe, als Feministinnen zu hassen, weil die ihre Anliegen so abwertend rüberbringen.
    Wenn sie bspw. was von „unverheiratbaren Männern“ schreibt, kann es durchaus sein, daß sie diesen Umstand nur beschreibt (der ganze Kontext sieht danach aus) – sie beschreibt ja ausdrücklich patriarchale Gesellschaften – aber nicht gutheisst. Trotzdem lassen sich wieder ein paar Kommentatoren hart triggern und kübeln ihre Wut raus. Ihr alle könntet Sibel Schick sein.

    Diese Sorte von durchaus empathischen Feministinnen sind die, mit denen man reden muss. Für vieles, was sie da schreibt, würde sie von PoMo-Twitter auf den Grill gelegt.

    • „daß sie diesen Umstand nur beschreibt (…) aber nicht gutheisst“

      Hat keiner behauptet.

      Sie nimmt es als (unhinterfragbaren) Fakt, dass ein Mann ohne Ressourcen für eine Heirat nicht in Frage kommt, und kommt gar nicht auf die Idee, dass man diesen „Fakt“ irgendwie werten könnte.

      Oder dass in einer Welt, in der der gesamte Feminismus darauf drängt, dass Frauen finanziell unabhängig von Männern werden, Frauen an diesem „Fakt“ etwas ändern könnten.

      Oder, wie oben gesagt, dass dieser, von Frauen hergestellte „Fakt“, die eigentliche Wurzel der kritisierten Gesellschaftsstruktur ist.

      Aber wenn du meinst, dann verleihen wir ihr doch mal einen Preis:

      besser?

      • „Sie nimmt es als (unhinterfragbaren) Fakt, dass ein Mann ohne Ressourcen für eine Heirat nicht in Frage kommt, und kommt gar nicht auf die Idee, dass man diesen „Fakt“ irgendwie werten könnte“

        Weil es diesen Fakt nunmal unhinterfragbar gibt. Vielleicht ist er sogar evolutionär hard-wired (weil Frauen während der Schwangerschaft Schutz brauchen), also eine wichtige biologische Anpassung, auf denen wir so gerne rumreiten.
        Ist scheisse für die Männer, und das sie das auch so empfindet, könnte man zB daran ableiten, daß sie in dem gesamten Absatz die Unterschichtenmänner _bedauert_.

        Muss man halt sehen wollen.

        • „Muss man halt sehen wollen.“

          Sie ist trotzdem Feministin. Das heißt: Die Schuld an diesem Missstand, den sie durchaus bedauert, ist ihrer Meinung nach das Patriarchat. Also die Männer selbst. Nicht die Frauen.

          Und zu ihrer Lösung der harten Lage der armen Männer gehört, dass sie dafür ist, mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu bringen, also die Konkurrenz für diese armen Männer zu erhöhen und die Chancen dieser armen Männer auf eine eigene Familie noch mehr zu verschlechtern.

          Mit anderen Worten: Sie hat Mitleid mit Menschen, deren Lage ihr politisches Programm unweigerlich verschlechtern wird.

          Muss man halt sehen wollen.

          • Alter, nen krasseren non-Sequitur hättest Du jetzt nicht bringen können.
            Du hast den Text ja offensichtlich nicht mal gelesen. Sie definiert Patriarchat komplett anders als „die Männer sind schuld“, und Ihre Lösung ist nicht, „mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu bringen“, sondern fixe Geschlechterrollen zu bekämpfen (was übrigens auch jeder „Männerrechtler“ tun sollte).

            Das ist klassischer equity-feminismus. Ich stimme ihr in einigen Punkten überhaupt nicht zu, zB wenn sie behauptet, daß gender-equality besseres decision-making hervorruft, aber unterm Strich ist das ein sehr guter Text, aus dem man eine Menge mitnehmen kann.

          • „… aber unterm Strich ist das ein sehr guter Text, aus dem man eine Menge mitnehmen kann.“

            Seh ich auch so.

    • Ich glaube, vielen Kommentatoren hier ist es fast schon egal, WAS jemand sagt, sobald da „Feministin“ drüber steht.

      Ja, den Gedanken hatte ich auch.

  12. „Individuals in sedentary communities were better able to control and monopolize resources, including women.“

    … das ist feministische Mythologie, die die männliche Total-Unterdrückung, das „Patriarchat“, häufig geschichtlich „begründen“ will…

  13. „Zumal man keine anatomischen Unterschiede sehen muss, damit dort ein anderes Programm laufen kann.“

    Wenn man die Feinanatomie — Anordnung und Verbindung von Neuronen, Synapsen, Dendriten — miteinbezieht, dann schon: Denn das Programm muss ja in irgendeiner Form physikalisch gespeichert sein, so dass unterschiedliche Programmierung auch unterschiedliche Strukturen bedeutet.

    Im Bereich elektronischer Rechner entspricht dies der Anordnung der Magnetisierungsdomänen auf der Harddisk.

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