Google überprüft seine Gehaltszahlungen auf Diskriminierung und stellt fest, dass hauptsächlich Männer betroffen sind

Genau wie vor kurzem beim BBC sah sich auch Google dem Vorwurf ausgesetzt, dass sie Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlen.  Google hat eine entsprechende Untersuchung durchgeführt und siehe da:

Es musste überwiegend bei Männern das Gehalt angehoben werden:

When Google conducted a study recently to determine whether the company was underpaying women and members of minority groups, it found, to the surprise of just about everyone, that men were paid less money than women for doing similar work.

The study, which disproportionately led to pay raises for thousands of men, is done every year, but the latest findings arrived as Google and other companies in Silicon Valley face increasing pressure to deal with gender issues in the workplace, from sexual harassment to wage discrimination.

Allerdings mit gewissen Einschränkungen:

Critics said the results of the pay study could give a false impression. Company officials acknowledged that it did not address whether women were hired at a lower pay grade than men with similar qualifications.

Es wird sehr interessant sein, was da noch rauskommt. Immerhin will Google relativ „Woke“ sein, wie man an Damore gesehen hat. Aber sie werden auch keine Schadensersatzforderungen zahlen wollen, schon gar nicht mit den hohen amerikanischen Punitive Damages. Insofern darf man davon ausgehen, dass sie solche Forderungen dort auch abwehren wollen. Die dabei entstehenden Daten werden auf jeden Fall interessant.
Das Zwischenergebnis, dass bei wesentlich mehr Männern Gehaltsanpassungen vorgenommen werden mussten passt mal wieder gar nicht in die typische feministische Opfergeschichte.

18 Gedanken zu “Google überprüft seine Gehaltszahlungen auf Diskriminierung und stellt fest, dass hauptsächlich Männer betroffen sind

  1. Auch klassisch: wie der Rest des Artikels verzweifelt versucht, das Opfernarrativ für Frauen und Minderheiten zu besprechen und sich selbst konterkariert. Kam auch dort in den Kommentaren nicht so gut an.

  2. Feministinnen werden trotzdem weiterhin behaupten das Frauen für die gleiche Arbeit 21% weniger Lohn bekommen und dann in 12 Tagen den Equal Pay Day feiern. Wenn man etwas oft genug wiederholt, glauben die Menschen das irgendwann und Frauen sollen anscheinend glauben das sie massiv diskriminiert werden… weil wenn das nicht so wäre, was sollen die Berufsfeministinnen dann machen?

    Ich habe auch Kommentare gelesen das der höhere Lohn für Frauen gerechtfertigt sei, weil Frauen es schwerer haben… Leistung spielt bei diesen Forderung so gut wie nie eine Rolle.

    • War gestern auch ein Artikel in längeren Auszügen bei Genderama zitiert worden. Dort wurde eine Dame wiedergegeben, die tatsächlich von „falsch verstandenem Gleichheitsdenken“ schwadronierte darauf verwies, man dürfe dabei eben nicht die viel größeren Hürden, welche Frauen und Minderheiten zu bewältigen hätten, aus dem Auge verlieren. Im Endeffekt paraphrasierte sie genau das: Wenn Männer für wohl tatsächlich effektiv dieselbe Arbeit weniger Geld bekommen, dann ist das gerechtfertigt, weil Frauen es grundsätzlich schwerer hätten. Schon unfassbar, mit welcher Schamlosigkeit dort ständig mit wechselnden Maßstäben operiert wird und wie wenig man sich dazu in der Pflicht sieht, Hohlphrasen von den grundsätzlich benachteiligten Frauen auch einmal mit Fakten zu untermauern, anstatt immer nur in Endlosschleife denselben in der Regel gar vollends kontrafaktischen Käse rauf und runter zu beten.

      Das ist wirklich ein in sich geschlossenes Glaubenssystem, das jeden einzelnen der unzähligen Gegenbeweise für die eigenen Annahmen mit immer wieder den dümmstmöglichen Behauptungen abblockt, ohne dass die Dummheit der eigenen Standpunkte auch nur einmal bewusst wird.

      Wobei man bei derlei Aussagen eigentlich sogar schon sagen kann, hierbei handelte es sich um die nächste Stufe der Schamlosigkeit. Wurde bisher immer nur versucht, männliche Benachteiligungen rundweg zu negieren, geht man jetzt dazu über, diese mal eben frank und frei als legitim darzustellen. Für mich ein Indikator dafür, wie sicher sich Vertreter dieser ganzen kranken Ideologie dahinter inzwischen fühlen. Man braucht Diskriminierungen von Männern gar nicht mehr totzuschweigen, man wähnt sich in solch mächtiger Position (teilweise wohl leider zurecht), dass man sie ganz offensichtlich exekutieren kann.

      • Solange eine Vielzahl von Männern dagegen nicht aufmuckt, wird sich daran nichts ändern. Das könnte erst passieren, wenn die Bedürfnisse und Interessen von Männern massiv beeinträchtigt würden, z.B. eine Frauenquote beim Männerfußball! 🙂

        • Na dann ist ja Rettung in Sicht: http://www.taz.de/!5554387/

          Natürlich aber auch da nur Quoten, wo die dicken Bezüge und mediale Aufmerksamkeit winken. Die ehrenamtliche Drecksarbeit an der Basis dürfen natürlich ruhig weiter zu 99 % die Männer machen.

          • Ich halte generell nichts von ehrenamtlicher Arbeit wie sie heute verstanden wird. Ehrenamtliche Arbeit kann man für eine kleine Gemeinschaft machen wo dann JEDER andere ebenfalls seien Teil an ehrenamtlicher Arbeit macht. Allerdings ist es heute so, dass einer z.B. bei der freiwilligen Feuerwehr für die Gemeinschaft kostenlos arbeitet und die Gemeinschaft selbst nichts macht. Da fehlt die soziale Kontrolle und der Mehrwert der in einer kapitalistischen Gesellschaft normal sein sollte. Die Vorstellung andauernd kapitalistischen Zwängen ausgesetzt zu sein und nun plötzlich mal den Sozialisten zu spielen finde ich dumm, da bin ich Purist, entweder komplett sozialistisch oder kapitalistisch, Mischformen begünstigen nur Wenige die eh schon zu viel haben.

          • Bei 200 FFWler in einer Stadt mit 10000 Einwohnern geb ich dir recht.
            Wenn in einem 100-500 Seelen Dorf so ziemlich alle Wohnhäuser 1, 2 Mann (und mittlerweile auch Frau) schicken ist das was anderes! Die Frage ist halt wo das anfängt.

          • Der Taz Artikel ist so typisch. Erst wenn etwas bereits erfolgreich ist, kommen Frauen und behaupten das sie eine Anteil am Erfolg verdient haben.

      • Es ist genau wie beim Rassismus; wie es keinen Rassismus gegen Weiße geben kann, weil die gesellschaftliche Machtpositionen innehaben, kann es auch keine Benachteiligung von Männern geben, weil diese eben jene Machtpositionen innehaben.

      • „War gestern auch ein Artikel in längeren Auszügen bei Genderama zitiert worden. Dort wurde eine Dame wiedergegeben, die tatsächlich von „falsch verstandenem Gleichheitsdenken“ schwadronierte…“

        Das stammt direkt aus dem hier gegenständlichen Artikel der NYT, bei Genderama ist es nur übersetzt. Zitat:
        Google seems to be advancing a “flawed and incomplete sense of equality” by making sure men and women receive similar salaries for similar work, said Joelle Emerson, chief executive of Paradigm, a consulting company that advises companies on strategies for increasing diversity. That is not the same as addressing “equity,” she said, which would involve examining the structural hurdles that women face as engineers.

        Die Dame sagt also ganz klar: Wenn Google Männern und Frauen für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt zahlt, ist das nicht okay. Interessante Ansicht. Aber was will man erwarten von Leuten, die ihr Geld damit verdienen, Firmen zu „strategies for increasing diversity“ zu beraten.

        • Ah ja, hast Recht. Das ist mir hier im Text gar nicht aufgefallen, dass dieses Zitat da auch im Original drinsteht. Bin da eher nur drübergeflogen, weil ich das Thema ja schon von Arne Hoffmann kannte. Dass das bei ihm eine deepl-Übersetzung war, wusste ich schon… 😉

        • That is not the same as addressing “equity,” she said, which would involve examining the structural hurdles that women face as engineers.

          Und eine Definition oder Beweise für diese „structural hurdles that women face as engineers“ wird es natürlich nicht geben. So was bietet nur Angriffsfläche diese Behauptung zu widerlegen.

          Aber ich bin mal nicht so und haue einfach blind drauf los:

          https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2015.01532/full

          So und welchen Nachteil haben Frauen?

          Das sie Technik im Schnitt nicht so interessiert?

  3. Wir leben seit eintausend Jahren in einer gynozentrischen Kultur, die evolutiv bedingt ist. Inzwischen haben die Frauen herausgefunden, wie sie daraus Vorteile erpressen können. Weil sich Männer nicht dagegen wehren, kommt es auf Fakten und Argumente nicht an. Mit einem Schoßhund diskutiert man nicht, man konditioniert ihn.

  4. Ist es gewagt zu behaupten, dass dieselbe Erfahrung schon bald das komplette Land Island machen wird? Ich habe jedenfalls schon vor den jetzigen Ergebnissen von Google immer wieder darüber nachgedacht ob dieser Fall möglicherweise eintritt. Und welche Auswirkungen das auf die Debatte haben könnte. Island wurde für seine neuen Gesetze zur Untersuchung der Lohnlücke immerhin international sehr laut und auffällig gelobt.

  5. Pingback: Ökosünde Grüne: Grüne verpesten Luft durch Vielfliegerei am meisten – Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

  6. Nochmal zu der im Originalartikel der NYT zitierten Kritikerin:
    „Google seems to be advancing a “flawed and incomplete sense of equality” by making sure men and women receive similar salaries for similar work, said Joelle Emerson, chief executive of Paradigm, a consulting company that advises companies on strategies for increasing diversity.“

    Es handelt sich hier um die Hauptgeschäftsführerin der Paradigm Strategies Inc., die Unternehmen bezüglich Strategien zu Erhöhung der Diversität berät. Hier das Team von Paradigm – 21w/1m/1d
    https://www.paradigmiq.com/team/
    Da muss wohl noch ein Typ rausgekickt werden, um 100% Diversität zu erreichen. 🙂

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