Die Häufigkeit sexueller Straftaten an Unis und wäre dann das Verhalten der Frauen dort verständlich?

Wieder eine Diskussion mit einer Feministin, in der sie einwandte, dass es auch schon eine Diskriminierung sei, dass an den Universitäten die Straftaten so hoch werden. Gerade im STEM Bereich wären die Vorfälle ganz besonders ernst und das würde sich auch auf die Chancengleichheit auswirken. Ich wandte ein, dass zum einen die Zahlen falsch wären und verwies auf die üblichen Beiträge dazu.

Des weiteren habe ich darauf verwiesen, dass ich mir nicht vorstellen könnte, dass diese Zahlen tatsächlich so hoch wären und dann die Frauen nach wie vor so ungezwungen auf diverse Partys gehen würden, Alkohol trinken würden, et cetera. Wenn tatsächlich jede vierte oder fünfte Frau vergewaltigt werden würde, dann wäre es kaum annehmbar, dass sie sich abgesehen für Vorlesungen überhaupt noch in der Nähe der Uni aufhalten würden. Zudem wäre es auch kaum vorstellbar, dass sie dann nicht ganz besonders darauf achten würden, das stets Sicherheit besteht und dann wären die Hinweise des Feminismus, dass nicht die Frauen lernen müssten, wie man sich vor einer Vergewaltigung schützt, sondern Männer lernen müssten, wie man nicht vergewaltigt, gerade zu eine grobe Gefährdung. Gerade dann, wenn die Vergewaltigungsrate dermaßen hoch wäre, dann wäre Eigenschutz nur nachvollziehbar und eigentlich sollte es dann spezielle überwachte Partys geben, es sollte deutlich mehr Sicherheitsvorkehrungen für die Frauen geben. Statt das Geld in Gender-studies Abteilungen zu investieren wäre dies dann für bewaffnete Schutzfrauen wesentlich besser angelegt.

Ich habe es also letztendlich einmal mit dem alten Argument versucht, dass die Passivität, mit der das Thema angegangen wird, eigentlich nicht verständlich ist, wenn die Beeinträchtigung so groß ist. Wenn die Vergewaltigungsraten an amerikanischen Universitäten so hoch sind, wie sonst nirgends wo auf der Welt, dann wäre es kaum verständlich, dass dennoch ein so ungezwungenes Partyleben an diesen stattfindet.

Schließlich habe ich noch angeführt, dass mir von Deutschlands Universitäten jedenfalls keine Zahlen in dieser Größenordnung bekannt sind und es wurde auch noch eine Diskussionen dazu geführt, inwieweit die Studien mit einem Fragebogen arbeiten, der geeignet dazu ist, überhaupt sexuelle Gewalt in der behaupteten Weise festzustellen oder ob hier zwangsläufig nicht zutreffende Fälle als sexuelle Straftaten erfasst werden.

Wie würde aus eurer Sicht das Partyleben an einer Universität sich verändern, wenn dort sächlich jeder vierte oder fünfte Frau während des Studiums vergewaltigt werden würde? Würde dieses Auswirkungen hinterlassen oder könnte dies tatsächlich vom Patriarchat klein gehalten werden und verschwiegen werden?

 

48 Gedanken zu “Die Häufigkeit sexueller Straftaten an Unis und wäre dann das Verhalten der Frauen dort verständlich?

  1. Falsche Frage.
    Die Frage ist eher wie würden sich die Zahlen ändern, wenn
    1. Besoffen rummachen als Vergewaltigung zählt
    2. Unerlaubt Blumen schenken als sexuelle Belästigung
    3. Alkohol bis 21 verboten ist und eine andere Kultur im Umgang damit herrschte
    4. Unis ab 17 wären
    5. Es eine organisierte Studenten und Studentinnenverbindungsszene gäbe, deren Partys der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens wäre, die grosse Chancen im späteren Leben versprächen, privilegierte Mitglieder und erniedrigen Aufnahmerituale.
    5. Wo die Kirche der zweite gesellschaftliche Mittelpunkt ist.
    6. Man eine Kultur hat, wo Hintern im Fernsehen verpixelt werden, Brüste nicht zu sehen sind, aber ein explodierender Kopf kein Problem ist.

    Amerikanische Zahlen sind hier nicht auf Deutschland (oder Europa) übertragbar. Es ist eine andere Kultur. Voll mit janusköpfiger Prüderie. Ohne selbstverständlichen Umgang mit Sexualität.

  2. Sexuelle Belästigung ist wenn dann gerade in den Bereichen mit hohen Frauenanteilen ein Thema. Die Behauptung über STEM ist ein Wiederkauen feministischer Propaganda das leider nicht hinterfragt wird.

  3. Wenn ich mich richtig erinnere war in Köln in der Zeit nach der berüchtigten Silvesternacht ein signifikanter Rückgang von Frauen im Nacht/Partyleben zu beobachten, zusammen mit weiteren Vorsichtsmassnahmen wie nur noch in grösserer Gruppe ausgehen, Pfefferspray im Handtäschchen, eher früher heimgehen usw.

    So würde sich das Partyleben verändern.

  4. Ich weiß, ich kann für die Forderung nix entgegen bringen und du hast jetzt bestimmt auch wesentlich weniger freie Zeit als vorher…
    Aber bitte verlass dich nicht auf Spracherkennung um deine Texte zu schreiben, sondern lies es vorher nochmal zur Korrektur.

  5. Aus ,manchen Frauen spricht halt, nach Jahren des alt.com Besuches, der Wunsch 3-4 mal die Woche gebesenstiehlt zu werden.
    Gerne auch mit Scherben und Honig.

  6. Was wissen wir über Frauen und Militär?
    Prestige gerne! Sold ohne Leistung noch lieber.
    Todesgefahr? Echtes Risikio für Leib und Leben?

    Nimmt man dann noch die femifrauliche Behauptung für voll, vergewaltigt werden sei schlimmer als ermordet zu werden, dann müsste nach der Erfahrung mit den Risikoaversen die tätsächliche Raperate an Unis bei <-1 liegen.

  7. Warst Du betrunken, als Du den Beitrag geschrieben hast?
    Jetzt mal ehrlich, den Text vor der Veröffentlichung durch das Rechtschreibprogramm zu jagen ist kein großer Aufwand 😑

  8. Das Ermüdende ist, dass Feministinnen in so vielen Bereichen sehr inkompetent sind.

    Hier ist es der alte logische Denkfehler, das aus „Wenn A, dann B“ auch „Wenn B, dann A“ gefolgert werden könne.
    Also konkret: aus „Wenn ein Bereich gefährlich ist, werden Frauen ihn weniger betreten“ (inhaltlich ohne Zweifel korrekt) folgern sie „Wenn Frauen einen Bereich weniger betreten, dann ist das der Beweis, dass diese gefährlich ist.“

    Die logisch korrekte Folgerung (Wenn nicht B, dann nicht A): „Wenn Frauen einen Bereich ungemindert betreten, dann ist er nicht gefährlich“, die Christian anführt, finden sie unlogisch.

    Ein anderer feministischer Inkompetenzgassenhauer ist die vollständige Unfähigkeit, zwischen „die Mehrheit“, „der Durchschnitt“ und „Alle“ zu unterscheiden, wie im Damore-Memo, wo aus „Die meisten Frauen machen lieber was mit Menschen“ schnell mal ein „KEINE Frau kann Technik“ wird.

    Und sobald es um komplexe Erklärungen geht, klappt der feministische Geist sofort zu: „Es gibt viele mögliche Gründe, warum ein Mensch mehr verdient als ein anderer“ – „NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN! Es gibt NUR Diskriminierung. (außer, eine Frau verdient mehr als ein Mann, das ist fair)“

    • Blödsinn!

      „(außer, eine Frau verdient mehr als ein Mann, das ist fair)“

      Stimmt doch gar nicht.
      Da ist nur die unbezahlte Care Arbeit, die noch mehr, begründet noch nicht hinreichend ergenderforscht.

      So Anfängerfehler am Karnevalsmorgen ….

  9. Das Argument, das Verhalten der Frauen in Köln hätte sich nach der Silvesternacht 2015 geändert kann ich aus meinem privaten Umfeld bestätigen.

    Gab es bei der Diskussion einen erkennbaren Sinneswandel? Ich habe am Wochende zwei Folgen „Change my mind“ von Steven Crowder zum Thema „I’m pro life“ gesehen. Dort hat er vornehmlich mit Frauen diskutiert. Und es waren Frauen dabei, die haben bei jedem Argument in der Argumentationskette zugestimmt, um am Ende zu sagen: Egal, ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung.

    Die Frage ist also, wann kann eine Diskussion überhaupt etwas bewirken? Bei denen, die fest im jeweiligen Glauben sind, sehe ich da kaum Erfolgspotential. Das beste, was erreicht werden kann ist ein temporärer Stopp der Verbreitung der gerade als widersprüchlich nachgewiesenen Weltsicht.

    • “ haben bei jedem Argument in der Argumentationskette zugestimmt, um am Ende zu sagen: Egal, ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung“

      1.
      ich bin der begründeten Auffassung, dass es nahezu unmöglich ist, einen Diskutanden mit starker Meinung WÄHREND einer Diskussion dazu zu bringen, seine Meinung zu ändern und dies auch einzugestehen.
      Ich halte es aber für durchaus möglich, dass jemand aufgrund einer solchen Diskussion im Nachhinein feststellt, dass die Gegenmeinung tatsächlich besser begründet ist und seine eigene Meinung ändert. Nicht zuletzt kenne ich genau das von mir selbst.

      2.
      geht es doch nur marginal um die Meinung des Diskutanden. Der braucht nicht überzeugt zu werden, der hat seine Meinung. Der steht als Vertreter der Gegenposition, von der dargestellt werden soll, dass sie falsch / dumm ist.
      Überzeugt werden sollen die Mithörer, die Zuschauer.
      Crowder macht die Videos doch nicht als Erinnerungsstücke für seine Gesprächspartner, sondern für ein Publikum.

      Wenn das Publikum sieht, dass ein Gesprächspartner keine Argumente hat und zu “ jedem Argument in der Argumentationskette “ zustimmen muss, um dann am Ende immer noch trotzig “ zu sagen: Egal, ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung“, dann hinterlässt das beim unvoreingenommenen Zuschauer natürlich ein Bild, eine Wirkung, die nicht wirklich für den Gesprächspartner spricht.

      • Natürlich ist das für das Publikum, wobei ich die Art, nach einem „common ground“ zu suchen und von dem ausgehend Argumente auszutauschen, auch ohne Publikum als sehr effizient und erhellend betrachte. Denn es zeigt schnell, ob die Grundprämissen der jeweiligen Diskutanten überhaupt eine gemeinsame Betrachtung des Gegenstands zulassen.

        Trotzdem entbehrt es jeder Logik, nach der Zustimmung zu

        i) aus A folgt B
        ii) aus B folgt C
        iiI) aus C folgt D

        anschließend abzulehnen, aus A folgt D. Und da war auch kein „I have to think about that.“ sondern schlicht ein „No.“

        Das Ziel, die Mithörer auf einer Party überzeugen zu wollen, da stimme ich Dir zu, scheint wesentlich erfolgversprechender.

    • Nein. Erreicht werden kann durch solche Diskussionen, dass eine weitere Verbreitung dauerhaft verhindert werden kann, weil der/die Empfänger die Botschaft als feministischen, ideologischen Schwachsinn begreifen.
      Quasi eine Herdenimmunität durch ausreichende Durchimpfung.

      Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 😉

      Grundsätzlich und spontan hätte ich allerdings auch hier die Empfehlung gegeben, mit solchen geistigen Tieffliegerinnen gar nicht erst zu diskutieren.
      Besser für die Nerven ist das wohl auf jeden Fall.

  10. Mal eine Verständnisfrage – vielleicht lebe ich ja wirklich hinter dem Mond:
    Von der Uni kenne ich Vorlesungen, Übungen, Praktika und Seminare, aber keine Parties.
    Die seltenen universitären Feierlichkeiten fielen in die Kategorie Bier und Bratwurst oder Wein und Schnittchen.

    Wo also ist dieses „universitäre Partyleben“? Zumindest in meinem Umfeld wurde studiert. Private Parties gab es hin und wieder, aber die hatten nichts mit der Universität zu tun.

    • „Wo also ist dieses „universitäre Partyleben“?“

      In den USA. Da sind die meisten Studenten das erste Mal von zu Hause weg (= studieren in einer anderen Stadt) und sind ganz frisch in dem Alter, in dem sie offiziell Alkohol trinken können.

      Da gibt es allem Vernehmen nach eine Menge Parties.

      Hinzu kommt, dass Fraternities in der Form in Deutschland ja kaum noch existent sind.

      • Mit anderen Worten: Für Deutschland ist das Thema in dieser Ausprägung gar nicht anwendbar.
        Da soll nur wieder der Glaube geschürt werden, Studenten würden ständig ausschweifende Parties feiern, bei denen insbesondere die bösen MINT-Studenden andauernd übergriffig würden.

        • Natürlich (mal wieder) nicht.
          In den USA sind die Studenten oft auch noch minderjährig.
          Der ideale Nährboden für eine sex-panic, weil Eltern ihre Töchter in die Obhut der Uni geben, und natürlich entweder besorgt sind oder die strenge puritanische Kontrolle über die sexuellen Aktivitäten ihrer Töchter schmerzlich vermissen.

      • Oops .. jetzt hab‘ ich „Studiengangbangs“ gelesen. nee, die gab’s tatsächlich nicht.

        Am Ende des Sommersemesters gab es jedes Jahr ein Sommerfest (IIRC organisiert von der Fachschaft), bei dem bis in den späten Abend Bier getrunken wurde.
        Ansonsten erinnere ich mich an zwei oder drei offiziellere Feiern, die aber hochseriös waren.

        Wohnheimparties o.ä. stufe ich als private Events ein. Wer nicht hin will, der lässt es halt bleiben.

    • Hierzulande wird natürlich eher privat gefeiert, allerdings besteht das soziale Umfeld von Studenten eben tendenziell überwiegend aus anderen Studenten. Was sicher nicht so wäre, wenn männliche Studenten für Vergewaltigungshäufigkeiten wie in Kongo sorgen würden. Solche Vergewaltigungshäufigkeiten würden jede Subkultur zerstören.

      • „Hierzulande wird natürlich eher privat gefeiert“

        Das hängt stark von der Universitätsstadt ab. Wenn das eine Großstadt ist, mit vielen Clubs und Diskos, dann ist die „studentische“ Partyszene doch eher überschaubar. In kleinen Universitätsstädten, wo es neben drei Kneipen vielleicht noch einen Laden gibt, der als „Bar“ durchgeht und wo in der einzigen erreichbaren Disko Schüler mit „Muttizettel“ regelmäßig die Mehrheit stellen (zumindest bis Mitternacht), sieht es gleich ganz anders aus.

  11. Die Überschrift von Zweck und änderung schwierig mit nachträglich weil.

    Und dann lese ich, dass ursprünglich der ganze Artikel so war.
    Ehrlich, Chris, so geht das nicht.

    Es ist kein Beinbruch, wenn mal an einem Tag der Artikel nicht oder nicht pünktlich erscheint.
    Auch eine kleine Korrektur nachträglich ist kein Ding.
    Aber jetzt hast du einen Artikel, bei dem 1. zwei drittel der Diskussion um die Fehler kreist und 2. hast du dauerhaft eine kranke Überschrift im Blog, die mindestens mehrere Tage auch auf der Frontseite aufgeführt ist. DAS ist ein Beinbruch.

    Natürlich gibt es Gründe, eine Überschrift nicht zu ändern bzw. eine solche änderung kann schwieriger sein, aber diesmal würd ich eine Ausnahme machen und alles dran setzen, diese Peinlichkeit zu eliminieren.
    Notfalls den Artikel löschen und mit neuer Überschrift wieder einstellen, die Kommentare die tatsächlich zum Thema sind verschieben.

    Aber so gehts einfach nicht.

    • „Es ist kein Beinbruch, wenn mal an einem Tag der Artikel nicht oder nicht pünktlich erscheint.“

      Doch ist es. Weil ich das Tempo der Blogbeiträge nur durchhalten kann, wenn täglich ein Artikel erscheint. Sobald ich mir zugestehe, dass auch ruhig einen Tag mal einer nicht erscheint (abgesehen von den Tagen, wo ich es tatsächlich mal vergesse oder falsch einstelle) reißt das immer mehr ein und ich denke mir, dass ich auch mal drei Tage und dann eine Woche aussetzen kann.

      Ich brauche das also für meine eigene Disziplinierung. Gerade jetzt, wo ich mit Arbeit und Kind häufiger mal Zeitprobleme habe.

      Aber natürlich kann man Überschriften ändern, das ist kein Problem.

      Tatsächlich bin ich nach solchen diktierten Artikeln auch meist guter Dinge, dass alles geklappt hat. Ich habe schon ein paar Sachen korrigiert während des Dikats. Aber bei ein paar längeren Stellen übersehe ich dann was, weil ich versuche während des Diktierens zu schauen, ob alles klappt und er dann zu schnell runter scrollt. Aber so häufig kommt es ja nun auch nicht vor.

      • Es ist natürlich Deine Entscheidung und Wahrnehmung, was du für deine Selbstdisziplinierung brauchst.
        Trotzdem sollte an der Stelle die Frage eine Rolle spielen, was den größeren Beinbruch darstellt. Und von der Außenwirkung finde ich die kaputte Überschrift ziemlich desaströs.
        Sehr viel mehr als ein mal nicht pünktlich erschienener Artikel.

        Abgesehen davon sind gestern wieder mal zwei Artikel erschienen.
        Es haben schon andere Leute festgestellt, dass es eher zu viele als zu wenige Artikel sind und die Diskussion gelegentlich darunter leidet, weil Diskussion zu Themen aus dem Fokus verschwindet, wenn schon wieder mehrere neue da sind.
        Statt des heutigen Desasters wäre es viel besser gewesen, den gestrigen zweiten Artikel automatisch heute morgen erscheinen gelassen zu haben – Problem gelöst, ohne deine Disziplin verletzt zu haben.

        Meine Empfehlung:
        Wenn du einen zweiten artikel auf Lager hast, verschieb ihn auf den kommenden Morgen. Einen zweiten Artikel an einem Tag sollte es erst geben, wenn für den kommenden Tag der Artikel schon steht. Ausnahme bei besonderer Aktualität, was ich bei vielen Zweitartikeln nicht sehe, auch nicht beim AKK-gate.

  12. Die alte Frage: Ist eine Forschungsarbeit valide? Dazu muss man sich eigentlich erstmal nur die Fragestellung anschauen. Wenn ungefragtes Küssen (das sollte ziemlich oft vorkommen, weil der Mann nunmal sexuell eskalieren muss und selten fragen wird, ob er küssen darf) mit Vergewaltigung gleichgesetzt wird, dann ist das Ergebnis nicht objektiv interpretiert, die mangelnde Objektivität widerum lässt vermuten, dass auch die gemachten Erkenntnisse durch ein Feminismus-Bias verzerrt sind. Es ist also sogar fraglich, ob das Ganze reliabel ist, denn wenn ich von einem voreingenommenen Versuchsleiter ausgehe, dann würde ich davon ausgehen, dass sehr attraktive Frauen überrepräsentativ befragt werden und bestimmte Antworten suggeriert wurden. Den induktiven Schluss auf das Verhalten von Frauen bei verbreiteter Vergewaltigungspraxis halte ich aber auch nicht für wirklich seriös. Wenn innerhalb von 6 Jahren Studium jede fünfte Frau vergewaltigt wird liegt die Wahrscheinlichkeit für das Individuum bei 3,33 % p.a.. Ich denke nicht, dass ein solches Risiko zu jahrelanger prophylaktischer Selbstisolation führt. Wahrscheinlicher wäre der konsequente Schritt, dass Studienfach zu schmeißen.

  13. Das ist einfach der Alte Trick, den sie schon bei der europäischen Studie zur weiblichen Gewalterfahrung genutzt haben, um Ergebnisse zu erzielen, bei denen man sich auch denken würde „warum geht überhaupt noch eine Frau eine Beziehung ein?“ Wenn jede dritte Frau Gewalterfahrungen macht?
    Klar macht sie das, wenn man Gewalt so niederschwellig definiert.
    Ebenso ist es mit der Vergewaltigung, wenn Sex unter Alkoholeinfluss aus Vergewaltigung gilt, weil eine alkoholisierte Frau natürlich nicht in der Lage ist Zustimmung zu erteilen, dann müsstest du eigentlich; wenn ich meinen Kindern glauben darf; eine vergewaltigungsquote von 100% haben, weil die jungen Leute inzwischen so verklemmt sind, dass sie sich ohnehin nur unter Alkoholeinfluss aufeinander zu trauen.

    • Wovon ich Jungen bzw. jungen Männern ausdrücklich abraten würde. Ich weiß gar nicht genau, wann eine Änderung bzw. Ergänzung vorgenommen wurde. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass nach der Silvesternacht in Köln und/oder spätestens nach Team Gina-Lisa das Strafrecht u.a. auch dahingehend verschärft wurde, dass Sex nicht nur dann mit Strafe bedroht ist, wenn der Sexualpartner vollkommen widerstandsunfähig, sondern auch dann, wenn er erheblich eingeschränkt ist, seinen Willen zu bilden und zum Ausdruck zu bringen (§ 177 Abs. 5 Nr. 2 StGB).

      Das dürfte regelmäßig der Fall sein, wenn jemand ordentlich einen über den Durst getrunken hat. Und der Super-Gau wäre dann wohl, wenn beide besoffen sind und sich nicht mehr ausdrücklich gegenseitig ihre Zustimmung kommunizieren können.

      Also lieber nüchtern und schüchtern bleiben, als angetrunken und befriedigt in den Knast zu wandern.

      • Klar ist das ein Problem der Gesetzeslage, wobei die Jugendlichen dabei ja auch nicht so hackedicht sind. Aber es ist bestimmt das Niveau wo die eine oder andere Frau in Amerika, wenn das schlechte Gewissen über das Amoralische Verhalten einsetzt „Vergewaltigung“ schreit. Die verschärfung des Sexualstrafrechtes war ohnehin der größte Griff ins Klo seit langem. Ich bin nur froh, dass mich sowas nicht mehr berühren muss, weil ich nicht vorhabe mich nochmal auf dem Beziehungsmarkt anbieten zu müssen. Und seitdem ich mit Zwanzig mal (als Nichtalkoholiker) mal mit einer alkoholisierten Frau herumgeknutscht habe und den Geschmack auch nach zwei Tagen nicht aus dem Mund bekommen habe, habe ich um übermäßig trinkende Frauen ohnehin einen weiten bogen gemacht.

  14. Da es – wie Anne richtig bemerkt hat – in Deutschland fast keine Partys an der Universität selber gibt (ist in den USA mit seinem Campus – Leben offensichtlich anders, kann hier bei uns nur das gesamte universitäre Umfeld gemeint sein. Also incl. Wohnheimen, Verbindungen, WG’s, Studentenkneipen u.ä.

    Zu behaupten, dass in dem Umfeld allen Ernstes jede 4. bis 5. Studentin VON ANDEREN STUDENTEN (oder andere Uni-Angehörigen) vergewaltigt wird, ist derartig krass überzogen, dass man fast schon Mitleid haben muss. In was für einem selbst geschaffenen Angstraum leben solche Frauen eigentlich? Wie schaffen sie es überhaupt noch vor die Tür?

    Wenn man eine Psychose hat, geht man am besten zum Therapeuten, anstatt Mitmenschen mit pauschalen Anschuldigungen zu diffamieren.

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