32 Gedanken zu “Kramp-Karrenbauer zum Dritten Geschlecht

  1. Haha – Quotenfrau-und-stolz-darauf- AKKglaubt, sich an Fasching politisch unkorrekt äußern zu dürfen.
    Obwohl an sich ein vollkommen belangloser Witz, betrifft es halt eine der heiligsten Kühe und ist daher im vgl zum Doppelnamen-Gate eine Todsünde, ein ganz anderes Kaliber.

    Ob wir es dieses Jahr noch erleben, dass irgendwer wg einem Karnevals-Witz seine Karriere ruiniert?

    • Inwiefern sollte es um das 3. Geschlecht gehen?
      Wie ein Kommentar aud Twitter besagt, geht es vielleicht auch einfach nur um Männer, die in unserer Gesellschaft kleingehalten und verunsichert werden (sollen) und bildlich zu Sitzpinklern erzogen werden.
      Somit würde sich wieder mal eine Randgruppe völlig umsonst aufregen, dafür aber medienwirksam in den Vordergrund rücken.
      Und das nur wegen eines mehr oder weniger guten Witzes auf Kosten der Männer.

      • „Inwiefern sollte es um das 3. Geschlecht gehen?“

        Diese Verbindung hat sie doch selbst hergestellt.
        Der Anfang lautet:

        „Da seht ihr doch die Latte-Machiato-Fraktion, die diese Toiletten für das dritte Geschlecht einführen“

        Wenn Du die Frage hast, inwiefern es da “ um das 3. Geschlecht gehen“ sole, dann musst du die frage an AKK stellen, die diese Verbindung hergestellt hat.

        • Um das dritte Geschlecht ging es, weil ihr, im Nachsatz, wohl nicht ganz klar war, wer das dritte Geschlecht sein soll. „Männer, die nicht wissen, ob sie beim Pinkeln noch stehen dürfen oder schon sitzen müssen“ dürfte so ungefähr der Wortlaut gewesen sein. Das ist sogar auf mehreren Ebenen ein Angriff: Auf Männer die nicht wissen, was von Ihnen erwartet wird (ist auch schwierig wenn man dumm ist, weil man denken könnte, Frauen würden brave Männer wollen, man in diesem Fall aber wohl für immer Single bleibt), auf Transgender, weil ihre Problematik derart heruntergespielt wird, auf FzM Transgender, weil sie völlig unter den Teppich fallen und auf Intersexuelle, die nunmal biologisch dem dritten Geschlecht von Geburt an entsprechen. Ob der Witz jetzt so schlimm war, ich denke nicht, aber er ist extrem respektlos. Aber das ist eine typische Unionsattitüde.

          • Klar ist das ein Angriff.
            Ein Angriffiger Witz.
            Es war eine Bütenrede.
            Was erwartest du?

            Wie viele Gags einer nur ansatzweise politischen Büttenrede werden keine Angriffe sein?
            5%?
            Oder eher weniger?
            Gar keine?

            Und wie viele der üblichen Faschingswitze aus solchen Büttenreden sind auf irgend eine Art respektlos?

            Es ist Fasching.
            Muss man kein Fan davon sein, aber das ist Fasching.

          • Ich hör mir keine Büttenreden an, aber von einer homophoben Frau einen transfeindlichen Witz zu hören scheint mir wenig humoristisches Verständnis zu erfordern.

          • Tut mir ja (nicht) leid. Aber ich sehe hier immer noch keine Transenfeindlichkeit.
            Der Witz richtet sich in erster Linie gegen Männer. Der Bezug zur Unisex- oder Sonstwas-Toilette wäre dann herzustellen, wenn es nicht darum ginge, ob Männer sich setzen müssen oder noch stehend pinkeln dürfen, sondern wenn Männlein und Weiblein nicht wüssten, ob sie Tor 1, 2 oder 3 wählen sollten.

          • Er richtet sich einerseits gegen Männer (Emanzengeschwätz), aber gleichzeitig macht sie sich lustig über die wahre Zielgruppe für diese Toilette INDEM sie diese Leute als verwirrte Männer darstellt. Dabei gibt es v.A. viel mehr Intersexuelle als Transgender, das „dritte Geschlecht“ ist also auch unbesehen der Transgendergeschichte durchaus real.

  2. Vor ein paar Jahren war Renate Künast vor dem Stockacher Narrengericht angeklagt und hat ein paar echt unterirdisch niveaulose Schwulenwitze auf Kosten des damaligen Außenministers Westerwelle gemacht.
    Hat keinen interessiert.
    Es ist halt nur schlimm, wenns der Gegner tut. Als Grüne hatte sie Selbstgewissheit auf der „richtigen“ Seite zu stehen und daß die eigenen Witze natürlich nur unverkrampfte Seitenhiebe sein können und keine sexistische Diskriminierung.

    PS: ich halte es mit Serdar Somuncu
    „Jede gesellschaftliche Gruppe hat ein Recht auf Diskriminierung“.

    • Naja, ob es nur daran liegt, dass Frau Künast auf „der richtigen Seite“ war, oder das Frau AKK eine bekannte Homophobe und Erzkonservative ist und man annehmen muss, dass sie das ernst meint… Wenn ein Nazi einen Judenwitz macht finde ich den auch nicht lustig, könnte aber bei normalen Leuten u.U. drüber lachen.

    • zB einer von 200 Männern hat das Klinefelter-Syndrom. Damit geht Hypogonadismus (Slang: Minihoden) einher. Diese Männer sehen nicht nur komisch aus (lange Gliedmaßen, wenig Muskelmasse), sondern fühlen sich auch selten wirklich wie ein Mann. Das ist nur eine von vielen Intersex-Symptomatiken die natürlicherweise vorkommen. Darüber hinaus gibt es Transgender-Menschen.

      Ich persönlich bin der Meinung, dass man keine Toilette für das dritte Geschlecht braucht, eher empfinde ich diese Abgrenzung als Diskriminierung und würde das als (noch) Transgendermensch auch nicht annehmen; Schließlich kann ich einfach auf die Frauentoilette gehen oder – wenn ich die Brüste los bin – auf die Männertoilette. Wem aber Beides unangenehm ist – und das bedürfte v.A. Intersexuelle mit eher maskulinem Phänotyp betreffen, weil sie vmtl mehr Gewalterfahrung durch Männer erlebt haben – für den mag das vllt sinnvoll sein.

      • „Wem aber Beides unangenehm ist – und das bedürfte v.A. Intersexuelle mit eher maskulinem Phänotyp betreffen, weil sie vmtl mehr Gewalterfahrung durch Männer erlebt haben – für den mag das vllt sinnvoll sein.“

        Es glaubt doch hoffentlich niemand, dass man mit solchen öfffentlichen toiletten für ein „drittes Geschlecht“ Gewalterfahrungen mildern könnte?
        Wenn jeder, der freiwillig durch eine solche Tür geht, dabei ein öffentliches Statement abgibt, sich nicht zu den beiden anderen Geschlechtern zugehörig zu fühlen, auch wenn man ihm das zuvor nicht ohne weiteres angesehen hätte?

        eine Gang, die es darauf abgesehen hat, mal ein paar transen aufzumischen, wird sich genau vor solchen Örtlichkeiten mit 3. Toilettentüren postieren und die abfangen, die da rauskommen.

        • Quatsch, Gewalt aus Hass ist selten systematisch sondern meist affektiv. Als Mann wurde ich ja auch zweimal geschlagen weil die Täter besoffen waren und nicht weil mir aufgelauert wurde. Wenn eine Transe o.Ä. in einen weiblichen Raum eindringt, wird ihr kaum Gefahr drohen, außer es werden irgendwelche Vergewaltigungsmärchen erfunden. Wenn sie aber einen männlichen Raum betritt gibt es dort durchaus Männer die sich gegen das Eindringen dieser (simplifziert meist Alles als) Schwuchteln (beleidigt) mit Gewalt zur Wehr setzen werden. Es geht aber natürlich nicht nur um physische Gewalt. Zu Beginn meiner Transition wurde ich auf dem Männerklo belästigt und auf der Frauentoilette ausgelacht. Da hatte ich tatsächlich ein paar sehr unangenehme Wochen beim Toilettengang.

          • Ich bin schonmal versehentlich auf eine Frauentoilette gegangen, hab irgendwie nicht aufs Schild geachtet und da gerade niemand drin war fiel mir das nicht auf. Als dann die Tür aufging und eine Frau reinkam, hab ich mich einfach entschuldigt und bin gegangen. Alles harmlos. 🙂

            Umgekehrt sind im Hallenbad mal ein paar Mädels in die Männer-Sammelumkleide gegangen. Irgendwie gehörten sie zu einer Vereinsgruppe, und es gab wohl nicht genug freie Spinde im Frauenbereich. Die mussten sich dann schon von den Anwesenden ein paar Sprüche anhören (dass sie für die Striptease-Show zahlen sollten, so in der Art), die haben das aber einfach ignoriert.

        • Ich denke mal, das ist nicht wörtlich gemeint. In anderen Zusammenhängen redet man von „Vielfalt“. Das ist ganz ohne Konzept, es geht nur darum, was rhetorisch gerade passend ist, um eine bestimmte Politik durchzusetzen. Wie wir alle wissen, schafft Sprache Wirklichkeit, neudeutsch nennt man das Framing.

          Wenn man von einem dritten Geschlecht redet, erscheint es eben ganz natürlich, dass es eigene Toiletten, Umkleide- und Duschräume sowie neuartige Personenbezeichnungen geben muss.

        • Ein Klinefelter-Patient ist kein Mann im herkömmlichen Sinne. Er hat einen XXY Chromosomensatz und ist folglich auch fortpflanzungsunfähig. Er ist phänotypisch auch nicht wirklich männlich, breite Hüften und etwas Brust sind häufig. Die Minihoden sind nur ein Symptom das den Androgenmangel illustriert.

          • Auch ein nicht fortpflanzungsfähiger Mann ist ein Mann.

            Männer mit Brustansatz oder breiten Hüften haben weibliche Merkmale, also solche des zweiten Geschlechtes. Wo ist da das Dritte?

            Zweigeschlechtlichkeit ist ein höchst erfolgreiche evolutionäre Strategie, weshalb sie sich auch so weit verbreitet hat. Welchen Vorteil sollte ein drittes Geschlecht haben?

          • Wer sagt, dass es einen Vorteil hat? Eine Genommutation ist selten vorteilhaft. Welchen Vorteil sollte ein Mensch mit Trisomie haben? Betrifft es die gonosomalen Chromosomen, dann wird das Individuum intersexuell. Ob es jetzt aber ein merkwürdiger Mann oder eine merkwürdige Frau ist, ist diskussionswürdig. Alleine der Umstand Mikropenis = Mann greift hier imo nicht. Gerade diese Gruppe geschlechtlich nicht von Geburt an eindeutig differenzierter Individuen wird Probleme mit der Identitätsfindung haben, da sie automatisch damit konfrontiert werden, dass sie anders sind. Dich dann im Nachgang zum Herren über die Entscheidung zu erheben, welchem Geschlecht das Individuum nun zuzuordnen ist, halte ich für vermessen. Diese Entscheidung kann – im Rahmen einer Geschlechtsangleichung – nur das Individuum selbst treffen oder nicht treffen. Meist treffen sie dann die schlechtere Entscheidung für Östrogen statt Testosteron, weil sie während ihres Lebens gelernt haben, dass sie zwar als Mann gesehen aber nicht akzeptiert werden und diesen Teil daher ablehnen.

        • Es gibt Menschen, die aus verschiedenen biologischen Gründen bei Geburt körperlich uneindeutig sind. „Zwitter“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung dafür, allerdings ziemlich ungenau da es sehr viele Varianten gibt die mit einem einzigen Wort zusammengefasst werden.

          Daneben gibt es Menschen, die körperlich ganz normal entwickelt sind, sich aus psychologischen Gründen aber mit ihrem angeborenen Geschlecht nicht wohlfühlen und deshalb irgendwann entscheiden, sich mit Hilfe der Medizin umbauen zu lassen.

          Beides sind sehr verschiedene Phänomene, die wenig miteinander gemeinsam haben, außer ganz allgemein dass ihre Geschlechtsidentität uneindeutig ist. Das fasst man halt manchmal als „drittes Geschlecht“ zusammen. Das ist auch ungenau, und ob der Begriff passend ist oder nicht kann man dahingestellt lassen. Aber wenn man nicht 75 Gender-Identitäten einführen und all die Komplikationen die damit einhergehen vermeiden will, kann man diese Gruppen alle zusammenfassen und dafür eine 3. Variante „divers“ einführen. So hat sich unser Gesetzgeber entschieden.

  3. „Es gibt Menschen, die aus verschiedenen biologischen Gründen bei Geburt körperlich uneindeutig sind.“

    Meines Wissens einer von zweitausend Neugeborenen, also 0,05%. Und das ist das dritte Geschlecht? Ist es mit Missbildung nicht viel besser bezeichnet?

    „Daneben gibt es Menschen, die körperlich ganz normal entwickelt sind, sich aus psychologischen Gründen aber mit ihrem angeborenen Geschlecht nicht wohlfühlen und deshalb irgendwann entscheiden, sich mit Hilfe der Medizin umbauen zu lassen.“

    Wäre bei psychologischen Problemen nicht ein Psychotherapie angemessener als eine Operation? Zumal es häufig die gleichen sind, die behaupten sexuelle Identität sei sozial konstruiert.

  4. @El_Mocho

    [Intersexuelle]
    „Und das ist das dritte Geschlecht?“

    Ja, ein Teil davon.

    „Ist es mit Missbildung nicht viel besser bezeichnet?“

    Ich denke nicht dass herabsetzende Bezeichnungen uns hier weiter bringen. Wenn wir eine freiheitliche Gesellschaft wollen, sollten wir allen Menschen mit Respekt begegnen, also auch diesen Leuten.

    [Transgender]
    „Wäre bei psychologischen Problemen nicht ein Psychotherapie angemessener als eine Operation?“

    Das sollten die Betroffenen für sich entscheiden, mir und dir kann das eigentlich egal sein und wir sollten uns da raushalten. Unsere Rolle als Außenstehende sollte mMn sein, sie nicht für ihre Befindlichkeiten zu dissen, sondern sie als Teil der Normalität zu akzeptieren indem wir kein Aufhebens davon machen. Das halte ich wie gesagt für die Bringschuld einer freiheitlichen Gesellschaft.

    „Zumal es häufig die gleichen sind, die behaupten sexuelle Identität sei sozial konstruiert.“

    Du meinst dass alle Transen die Fahne der Gender-Ideologie und des Feminismus hochhalten? Da irrst du dich ganz gewaltig (gilt auch für Schwule und Lesben). Im Gegenteil, gerade unter diesen Gruppen finden sich die schärfsten Kritiker des Feminismus. Es stimmt zwar, dass die Femis gern die Deutungshoheit über alle diese Themen an sich ziehen wollen. Aber diese Art von ungebetener Bevormundung wird von den Betroffenen teils scharf abgelehnt.

    Ich stimme dir zu, dass die Existenz von Transsexuellen die Grundannahme der Gender-Theorie eigentlich glasklar widerlegt. Und vielen der Betroffenen ist das auch klar.

    Übrigens gibt es im Feminismus auch schwulenfeindliche und transenfeindliche Strömungen. Allein schon deswegen ist die erheischte Fürsprache des Feminismus für diese Gruppen eher bittersüß.

  5. AKK greift nicht irgendwelche Angehörige eines Dritten Geschlechts an sondern den politischen Hokuspokus, der damit gemacht wird.

  6. Die Behauptung, AKK sei „homophob“, entbehrt auch jeden Beleges. Sie hat darauf aufmerksam gemacht, dass die Aufweichung des Ehebegriffs auch das Tor zu weiteren Aufweichungen öffnen kann. Z.B. zur Inzucht oder Polygamie. Das ist völlig realistisch. Man muss schon geistig minderbemittelt oder bösartig sein, um da einen persönlichen Angriff auf Homosexuelle oder eine Phobie hineinzulesen. Leitmedien erfüllen freilich regelmäßig beide Bedingungen.

    • @floydmasika

      „Man muss schon geistig minderbemittelt oder bösartig sein, um da einen persönlichen Angriff auf Homosexuelle oder eine Phobie hineinzulesen.“

      So? Dann plädiere ich auf minderbemittelt. Die Gleichsetzung aller nach deren Ansicht „Perversen“ in der Form „Wenn man eins erlaubt, erlaubt man alles“ ist ganz klassische Argumentation von Schwulenfeinden. Es fehlen noch Sex mit Tieren und mit Kindern in der Reihe. Dass sie die bei dem Vergleich weggelassen hat ist der einzige Unterschied zu den extremsten Vertretern.Ich will den Logikfehler dieser Gleichsetzungen jetzt nicht thematisieren, nur drauf hinweisen dass zwischen ihrer Version und den übelsten Erzreaktionären nur ein hauchdünnes Blatt Papier passt. Bei der entsprechenden Zielgruppe wird die Botschaft trotzdem angekommen sein.

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