Gesellschaftliche Probleme lösen vs. eigene Probleme lösen und die Flucht in den edlen Kampf für die Gemeinschaft

Ich hatte mir dieses Video angeschaut:

Da geht es etwa ab der 32 Minute darum, ob man Zeit hat, sich um sich selbst zu kümmern, wenn das Weltklima gerade das Leben auf der Erde bedroht.

Jordan Peterson meint, dass man in jedem Fall erst einmal „sein eigenes Zimmer aufräumen sollte“, den nur wer sein eigenes Leben im Griff hat könne dann auch die Probleme der anderen angehen.

Es wird noch einmal nachgefragt, ob nicht bei ganz wichtigen kollektiven Problemen es doch vorteilhaft sein könnte, dass man die persönlichen Probleme zurückstellt und sich gleich daran macht, die kollektiven Probleme anzugehen.

Jordan Petersons Antwort finde ich interessant.

Er führt an, dass einige Leute Probleme in ihrem persönlichen Umfeld haben, die sehr schwer zu lösen sind und die sie daher gerne vermeiden wollen und dann, um diese vermeiden zu können, pseudomoralistische Positionen bezüglich großer sozialer Probleme  einnehmen um besser vor ihren Freunden darzustehen.

Das würde auf viele SJWs sicherlich durchaus zutreffen, aber auch auf viele andere Bereiche, bei denen man sich in einen hochmoralischen Kampf stürzt (und den Gegner entsprechend ausbaut) damit man anführen kann, dass man sich opfert und das eigene Wohl zurückstellt.

Noch besser natürlich wenn man beides verbinden kann:

Statt sich damit abzufinden, dass man nicht gut aussieht kann man einen Kampf gegen die Schönheitsnormen führen. Statt selbst etwa Maschinenbau zu studieren kann man Gender Studies studieren und für mehr Frauen in technischen Berufen kämpfen und den Gender Pay Gap beklagen.

Oder man kann seine prekäre Lage anprangen und sie darauf zurückführen, dass man eine Frau ist statt aktiv an der Karriere zu arbeiten.

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