Weibliche Freiberufler verlangen weniger Geld für gleiche Arbeit

Ein Artikel dazu, warum weibliche Freiberufler weniger verdienen:

As creative freelancing has grown in the US, we’ve started to look at how people make a living with no steady paycheck. Freshbooks did a study in 2018 that showed men out earn women by 28% even when adjusted for business size and industry.

Harvard Business review has discovered that women are less likely to apply for jobs. And Hewlett Packard in an internal study found that women went for a promotion only if they met all the qualifications, where men would go for it when they thought they could meet 60 percent of the job requirements.

Es mehren sich aus meiner Sicht die Studien, dass Frauen auch in allen Bereichen, wo die Arbeitsbedingungen gleich sind oder sie selbst über ihre Verdienstmöglichkeiten bestimmten, im Endeffekt weniger verdienen, also ein Gender Pay Gap vorhanden ist. Oben wird eine Studie zitiert, dass Freiberuflerinnen 28% weniger verdienen als Männern, wenn man die Größe ihres Betriebes und den Bereich berücksichtigt. Zudem führt er an, dass Frauen sich seltener auf höhere Jobs bewerben, weil sie das nur dann tun, wenn sie alle Qualifikationen erfüllen, während Männer es auch versuchen, wenn sie nur 60% der Qualifikationen erfüllen. Interessant wäre dabei, ob Männer eher darauf achten, welche Qualifikationen essential sind und welche nur ausgeschrieben werden um den Job wichtiger klingen zu lassen bzw welche nicht angeführt sind, aber häufig dennoch sehr wichtig sind (etwa „aus der Gegend und will hier nicht bald wieder wegziehen“ oder andere Faktoren, die eine langjährigen Zusammenarbeit sicherstellen)

This tracks with new research in the evolutionary psychology field. To oversimplify complex dynamics, in general, the research suggest men tend toward competition while women tend toward cooperation.

All this research is interesting, but I wanted to see if it tracked in my industry, freelance copywriting. So I partnered with 3 large copywriting communities to conduct a comprehensive survey of copywriting pricing trends.

The survey was not designed to specifically look at the pay gap, but by analyzing the demographic information of the 513 participants (62% female, 37% male, <1% nonbinary/other)… we found some interesting results.

We asked about 13 different project types, ranging from complex direct response packages like long-form sales letters, to pay-per-click ad copy, to content-heavy simpler tasks like blog posts.

Das wäre also der „Versuchsaufbau“. Es werden bestimmte Projekte für Freiberufler ausgeschrieben, man will dann schauen, wie sich wer darauf bewirbt.

Across the board, female copywriters were charging 47% less than their male counterparts or 53 cents for every dollar. For more sales-oriented projects the gap is bigger with females charging just 48 cents on the dollar. For content-heavier projects, the gap closed but is still significant with women charging 65 cents for every men’s dollar. For hourly consults and copy reviews, women charge just 42 cents on the male dollar.

Könnte man natürlich anführen „Sie müssen sich ja billiger anbieten, weil ihre Arbeit als schlechter gilt, nur weil sie Frauen sind“.

It gets even more fascinating when you look at not just what women charge, but how they calculate their prices. Women are twice as likely than men to charge by the hour and overall, freelancers who charge by the hour make 42% less than those who charge by the project.

Da scheint also ein Grund vorzuliegen, der bei Männern und Frauen dazu führt, dass sie weniger verdienen, aber der bei Frauen häufiger zutrifft. Eine Kalkulation nach Stunden statt nach dem Projekt.

Da ist mir noch nicht ganz klar, wie das aussieht. Haben sie also einfach einen festen Stundensatz, rechnen die Stunden aus, die sie brauchen und daraus ergibt sich dann der Preis, während Männer eher sagen:

„Das ist eine miese/besonders hochwertige Arbeit, da muss ich, damit sich das für mich lohnt, einen Betrag X nehmen, unabhängig davon, wie viele Stunden ich da dransitze, einfach weil es zB eine nervige oder anstrengende Arbeit ist / weil nur ich sie auf diese gewünschte hochwertige Weise ausführen kann“

 

Women are also 3 times more likely to have a rate sheet publicly available on their website, essentially locking themselves into pricing and eliminating the opportunity to ask for more if circumstances warrant it. (Freelancers with public rate sheets charge 15% less than those who negotiate each project price privately… likely because rate sheets attract clients who price-match and view the work as a commodity rather than a specialized skill).

Das spricht etwas dafür: Wenn man etwas immer nach einem festen Preis abrechnet, dann kann man weniger den Einzelheiten der konkreten Arbeit gerecht werden. Es wäre also quasi „ob Binddarm oder Gehirntumor, ich will 300 € die Stunde“ statt „Blinddarm und Gehirntumor dauern beide eine Stunde, aber für den Blinddarm will ich 300 € und für den Gehirntumor 2.000 €

Now, looking at these numbers and that the majority of the survey participants were female, I wondered if the survey was self-selecting for the most experienced male copywriters which would account for the gap.

But what I found was surprising.

When adjusted for experience female copywriters with less than 2 years experience make 75 cents on the male dollar. As they gain more experience, the pay gap actually gets larger with female copywriters with 10+ years experience charging just 29 cents for every dollar their male counterpart charges.

Das müsste dann daran liegen, dass die Männer wesentlich mehr für speziale Jobs verlangen, bei denen sich ihre Erfahrung besonders auszahlt vermute ich.

My theory is this is because of the way raises (or price increases for freelancers) work. They aren’t linear, they’re exponential. Say two freelancers, Sally and Samuel start out both charging $1,000 for a sales letter. They decide to each increase their prices by 50% each year. The difference is, at year 3, Samuel gets a big win for a client and decides to add just $500 to his price mid-year. Look what happens in the chart below.

That $500 increase, over 10 years has ballooned into an $8,475 difference.

Also ein mutigeres Steigern des Preises, wenn man merkt, das man das Geld wert ist, was dann bei den weiteren Preiserhöhungen noch multipliziert wird.

Ein weiterer Unterschied scheint die Einstellung zu den Preisverhandlungen zu sein:

How men and women think about pricing

When asked to describe what negotiation was like, women picked metaphors like “going to the dentist.” while men picked “winning a ballgame.” according to one study.

Our survey also showed differences in the language around pricing. When asked the open-ended “What is your biggest challenge when it comes to pricing,” some common themes emerged like “not knowing what to charge” but the words used by men and women varied greatly.

Women were more likely to use the words Time, Confidence, Fair, Mindset, Passion, Fear, Skills while men used the words Deals, Competitive, Invest, ROI.

Men were also twice as likely to use the word “money,” which less than 2% of women used.

Frauen haben also eher eine negative Einstellungen zu Verhandlungen während Männer sie eher als ein Spiel sehen, welches man gewinnen kann.

Das würde erklären, warum sie eher über feste Stundensätze vorgehen und diese nach Möglichkeit im Vorfeld bereits angeben, damit weniger verhandelt werden muss.

Frauen machen anscheinend die Preisverhandlungen eher Angst und sie wollen mehr Selbstbewußtsein, einen fairen Preis und die Leidenschaft belohnt wissen, während es Männer eher als Wettbwerb sehen, bei denen man zu einer Vereinbarung kommen muss, in der beide ein Geschäft machen, je nach dem, was das Geschäft für sie wert ist.

Die Worte der Männer wirken auf mich „geschäftsmäßiger“ die der Frauen „gefühlsbetonter“.

 

Selbermach Samstag 228 (23.02.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Gleichstellung ist doch längst erreicht, womit beschäftigen sich die GS denn noch?(4)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Gleichstellung ist doch längst erreicht, womit beschäftigen sich die GS denn noch?

Das ist gleich erst einmal ein Strohmann, denn die tatsächliche Gegenposition ist ja:

GleichBERECHTIGUNG ist doch bereits erreicht und aus Unterschieden im Ergebnis kann man nicht aus Diskriminierung schließen, vielmehr muss man sich anschauen, ob es nicht gute Gründe dafür gibt, dass ein Geschlecht anders abschneidet, warum beschäftigen sich die Gender Studies nicht mit den Gründen und untersuchen diese ohne direkt auf „Das Patriarchat“ als Grund zu springen, was für eine Wissenschaft keine richtige Vorgehensweise ist

 

Dass Gleichstellung noch nicht erreicht ist, zeigen nicht nur offizielle Statistiken, so wie die der WHO zum Thema Gewalt gegen Frauen (https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/gewalt-gegen-frauen-zahlen-und-fakten.html), sondern auch aktuelle Debatten zu Themen wie Abtreibung, Altersarmut, Pflegenotstand oder Quotenregelungen. Frauen tragen die Risiken von Schwangerschaft und Geburt, verdienen weniger, arbeiten in schlechter bezahlten Berufen oder andersherum: Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten sind schlechter entlohnt, haben weniger Aufstiegschancen und Prestige. Das führt zu einem erhöhten Risiko von Altersarmut, flankiert von institutionellen und gesetzlichen Arrangements wie dem Ehegattensplitting.

Und da führt sie es im Endeffekt auch gleich ganz wunderbar aus. Tatsächlich leben wir in einer sehr friedlichen Gesellschaft, einer der friedlichsten jemals und Gewalt gegen Frauen kommt natürlich vor, genau wie Gewalt gegen Männer. Tatsächlich erleiden Männer nach wie vor wesentlich mehr Gewalt.
Frauen verdienen auch nicht weniger für die gleiche Arbeit, sondern Frauen verdienen weniger, weil sie andere Arbeiten haben, weniger Überstunden amchen, länger aussetzen, weniger auf eine Beförderung hinarbeiten, wesentlich kürzere Arbeitszeiten wollen etc.

Und wenn Gender Studies das alles tatsächlich wissenschaftlich untersuchen würden, also die jeweiligen Gründe dafür wirklich wissenschaftlich angehen würden, dann wäre es auch okay. Genau das passiert aber nicht. Weit eher wird jeder Versuch auf Gründe für Lohnunterschiede zu verweisen eher als patriarchaler Angriff oder als Versuch gesehen, die Unterdrückung der Frau zu rechtfertigen. Wenn gar jemand anführt, dass Frauen selbst es in der Hand haben, dass sie wesentlich mehr verdienen, wenn sie ihre Berufswahl und ihr Verhalten darauf ausrichten, dann ist man ganz unten durch.

Gleichstellung ist also nur in dem Maße erreicht, wie festgeschrieben ist, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Empirisch aber zeigt sich, das erforschen die Gender Studies mit Methoden der Soziologie und Ökonometrie, dass Frauen nach wie vor ein höheres Risiko haben, arm zu sein und sexualisierter Gewalt zu erfahren, um nur die beiden prägnantesten Marker sozialer Ungleichheit zu benennen.

Gleichzeitig haben Männer eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit Obdachlos zu sein.

Verdeckte Einkommen und Renten bei den Frauen werden in dieser Betrachtung auch vergessen: Auf dem Papier mag ein Vater zB viel Geld haben, aber wenn er tatsächlich Unterhalt für 2 Kinder an seine von ihm getrennt lebende Frau zahlt, die gleichzeitig in einer neuen Ehe mit einem gut verdienenden Mann lebt, dann ist sein Lebensstandard schlecht und ihrer gut, auch wenn sie auf dem Papier kein Geld hat.

Genauso wird vergessen, dass die Hausfrau später von der Rente bzw Witwenrente ihres Mannes leben kann, die je nach dessem Einkommen ein gutes Leben bringen kann und das es für diesen Mann auch nicht besser ist, weil er den gleichen Lebensstandard wie seine Frau hat, auch wenn sie auf dem Papier eine schlechte Rente und er eine gute Rente hat. Und auch im Fall einer Scheidung hat sie über die Scheidung erhebliche Übertragungsansprüche im Versorgungsausgleich, die bei einer langen Ehe dafür sorgen können, dass beide die gleiche Rente bekommen (und seine größeren Ansprüche plötzlich deutlich kleiner sind).

Das Thema Gleichstellung ist außerdem weitaus komplexer und nicht nur auf die Kategorie Geschlecht begrenzt. Gleichstellung ist damit weder ein linearer Prozess noch bringt Gleichstellung in einem Bereich oder für eine Gruppe automatisch Gleichstellung für andere Gruppen. So würde ein größerer Anteil von Frauen in Führungspositionen zwar für eine ausgewogene Gender-Verteilung sorgen, aber nicht garantieren, dass alle Frauen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Lebensrealitäten und sozialen wie kulturellen backgrounds gleichsam profitieren.

Das muss man sich mal wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Die eine feministische These ist, dass Männer die Macht haben, weil Führungspositionen überwiegend männlich besetzt sind. Ein klassischer Gipfeltrugschluss, bei dem man die ganzen Männer, die keine Macht haben, ausblendet. Der Feminismus stellt schlicht auf die Gruppe ab und der Obdachlose Mann hat eben Privilegien, weil Männer im Schnitt mehr verdienen, auch wenn er selbst gar nichts bekommt.

Das ist ein fester Grundsatz feministischer Theorie: In einer Kategorie hat die ganze Gruppe das Privileg.

Jetzt wären plötzlich gleich viele Führungspositionen mit Männern und Frauen besetzt. Aber da darf man dann natürlich nicht innerhalb der Gruppe bleiben, sondern plötzlich müssen Frauen ungeachtet ihrer unterschíedlichen Lebensrealitäten gleichsam profitieren, damit es für Frauen gerecht ist.

Geht es eigentlich noch viel heuchlerischer?

Dies wird besonders auch bei Themen wie Care- und Hausarbeit deutlich, da hier das Zusammenwirken mehrerer Kategorien die Unterschiede zwischen einzelnen Gesellschaftsgruppen – auch innerhalb von Geschlechtszugehörigkeiten – offensichtlich wird. In anderen Worten: wenn mehr Frauen in Vorständen der DAX-Unternehmen sind, müssen “andere” Menschen die Arbeit erledigen, die historisch Frauen zugewiesen wurde, unentgeltlich und unsichtbar zu verrichten:

Wenn Männer in Vorständen von DAX-Unternehmen sind, dann müssen andere Männer dennoch den Müll abholen, die Kanäle reinigen, den Straßenbau machen und im Haushalt die Bohrmaschine benutzen und die männliche „Care-Arbeit“ leisten, indem sie sich um Familie und Partner kümmern.

Sorgen, pflegen, reinigen. Diese “anderen” sind meistens auch Frauen, wie aktuelle Phänomene um die sog. “24 Stunden Pflegekraft aus Polen” eindrucksvoll beweisen. Gleichstellung betrifft also nicht nur akademisch gebildete weiße Frauen in Deutschland und schlägt sich in Quotengesetzen nieder, sondern ist ein vielschichtiges, widersprüchliches und globales Phänomen, mit dem sich die Gender Studies beschäftigen.

Es scheint Feministinnen wirklich schwer zu fallen, eine andere Perspektive als die der Frau einzunehmen, etwa einmal den Mann nicht als Bestandteil einer Gruppe, sondern als handelndes Subjekt zu sehen, welcher nicht von oben Frauen unterdrückt, sondern ebenfalls einen normalen Job hat, seine Frau und seine Kinder unterstützt und dem es auch nicht besser geht als weiblichen Angestellten. Dieser Abschnitt ist ein wirklich überzeugender Beweis für die Blickverengung im Feminismus und die Fähigkeit dort alles durch die ideologische Brille zu sehen, bei der Männer Macht haben und als Gruppe unterdrücken und Frauen niemals Macht haben können, selbst dann nicht, wenn sie sie in gleicher Verteilung hätten wie die Männer, weil man bei Frauen andere Maßstäbe anlegen muss.

 

Rückgängigmachung von „Geschlechtsangleichenden Operationen“

Ein interessanter Beitrag zur Rückgängigmachung von „Geschlechtsangleichenden Operationen“ oder „Geschlechtsumwandlungen“:

Those wishing the reversal, Prof Djordjevic says, have spoken to him about crippling levels of depression following their transition and in some cases even contemplated suicide. “It can be a real disaster to hear these stories,” says the 52-yearold.

Wäre interessant die Hintergründe zu erfahren. Ist das Ergebnis nicht gut genug um wirklich überzeugend zu sein? Fühlt man sich doch nicht so wohl, wie man dachte? Oder liegt es daran, dass viele Transsexuelle unabhängig von der Behandlung einen hohen Grad an Depression etc aufweisen?

And yet, in the main part, they are not being heard. Last week, it was alleged that Bath Spa University has turned down an application for research on gender reassignment reversal because it was a subject deemed “potentially politically incorrect”. James Caspian, a psychotherapist who specialises in working with transgender people, suggested the research after a conversation with Prof Djordjevic in 2014 at a London restaurant where the Serbian told him about the number of reversals he was seeing, and the lack of academic rigour on the subject.

According to Mr Caspian, the university initially approved his proposal to research “detransitioning”. He then amassed some preliminary findings that suggested a growing number of young people – particularly young women – were transitioning their gender and then regretting it. But after submitting the more detailed proposal to Bath Spa, he discovered he had been referred to the university ethics committee, which rejected it over fears of criticism that might be directed towards the university.

Wahrscheinlich, weil es als Transfeindlich angesehen würde oder befürchtet wird, dass damit Leute von einer Operation abgehalten werden oder die Bedingungen dafür erschwert werden.

Dabei wäre eine Verklärung hier ja gerade für Junge Menschen, die nach einer Behandlung wenn ich es richtig verstanden habe, meist steril sind, besonders tragisch.

Not least on social media from the powerful transgender lobby. Speaking this week, Mr Caspian described himself as “astonished” at the decision, while Bath Spa University has launched an internal inquiry into why the research was turned down and is at present refusing to comment further. Until the investigation is complete, Prof Djordjevic, who performs around 100 surgeries a year both at his Belgrade clinic and New York’s Mount Sinai Hospital, is unwilling to give his exact opinion on the apparent rejection, but admits he is baffled as there is a desperate need for greater understanding in reversals. “Definitely reversal surgery and regret in transgender persons is one of the very hot topics,” he says. “Generally, we have to support all research in this field.” Prof Djordjevic, who has 22 years’ experience of genital reconstructive surgery, operates under strict guidelines.

Die genauen Gründe herauszufinden könnte eben helfen Leute zu diesen Operationen richtig zu beraten. Das scheint aber letztendlich nicht gewünscht zu sein, eben weil es ein schlechtes Licht auf die Szene an sich werfen könnte.

Before any surgery, ‘It is more than surgery; it’s an issue of rights’ patients must undergo psychiatric evaluation for a minimum of between one and two years, followed by a hormonal evaluation and therapy. He also requests two professional letters of recommendation for each person and attempts to remain in contact for as long as possible following the surgery. Currently, he still speaks with 80 per cent of his former patients. Following conversations with those upon whom he has helped perform reversals, Prof Djordjevic says he has real concerns about the level of psychiatric evaluation and counselling that people receive elsewhere before gender reassignment first takes place. Prof Djordjevic fears money is at the root of the problem, and says his reversal patients have told him about making initial inquiries to surgeries and simply being asked to send a cheque in return. “I have heard stories of people visiting surgeries who only checked if they had the money to pay,” he says. “We have to stop this. As a community, we have to make very strong rules: nobody who wants to make this type of surgery or just make money can be allowed to do so.” To date, all of his reversals have been transgender women aged over 30 wanting to restore their male genitalia.

Klar, die Rückkehr ins männliche Privileg vermutlich. Oder es liegt eben daran, dass es wahrscheinlich noch schwieriger ist aus einem Mann eine Frau zu machen und damit auch die Akzeptanz geringer ist.

Over the last two decades, the average age of his patients has more than halved, from 45 to 21. While the World Professional Association for Transgender Health guidelines currently state nobody under the age of 18 should undergo surgery, Prof Djordjevic fears this age limit could soon be reduced to include minors. Were that to happen, he says, he would refuse to abide by the rules. “I’m afraid what will happen five to 10 years later with this person,” he says. “It is more than about surgery; it’s an issue of human rights. I could not accept them as a patient as I’d be afraid what would happen to their mind.”

Das ist in der Tat ein sehr schwieriger Thema. Einige sagen, dass man gerade dann, wenn Minderjährige es wünschen, sehr schnell eine Hormonbehandlung starten sollte, bevor die Pubertät und die damit einhergehenden Hormone die Lage noch verschlimmern und eine gute Geschlechtsangleichung erschweren.
Andere sagen eben, dass der Eingriff zu gewaltig ist als das man ihn für einen Minderjährigen entscheiden könnte, gerade weil wohl Studien auch festgestellt haben, dass einige, die sich als Kinder für trans halten schlicht später als Homosexuelle leben und damit zufrieden sind.

Earlier this month, it was revealed a Monmouthshire MP, Dr Helen Webberley, was being investigated by the General Medical Council (GMC), following complaints from two GPs that she had treated children as young as 12 with hormones at her private clinic, which specialises in gender issues. Dr Webberley insists she has done nothing wrong, and there were no “decisions or judgments” made on the claims against her. “There are many children under 16 who are desperate to start what they would consider their natural puberty earlier than that,” she said this month. Prof Djordjevic feels differently, and admits he has deep reservations about treating children with hormonal drugs before they reach puberty – not least as by blocking certain hormones before they have sufficiently developed means they may find it difficult to undergo reassignment surgery in the future. “Ethically, we have to help any person over the world starting from three to four years of age, but in the best possible way,” he says. “If you change general health with any drug, I’m not a supporter of that theory.” These are profoundly lifechanging matters around which he – like many in his industry – feels far better debate is required to promote new understanding. But at the moment, it seems, that debate is simply being shut down.

Also ein schwierigeres Thema als gerade radikale Feministen meinen, weil es eben eine Entscheidung mit schweren Folgen ist, die man dann auch nur schwer wieder rückgängig machen kann.

Allerdings ist der Artikel auch kritisiert worden, weil er eben keine konkreten Zahlen nennt, wie viele wirklich ein „Reversal“ wollen. Dieser Text hier führt beispielsweise an:

Fortunately, more useful statistics are now available on the practice of surgical reversal of trans genital surgeries. This month, WBUR CommonHealth reported on findings from a still-unpublished study:

The most recent data on transgender patients who change their mind after surgery is a study led by Oregon Health and Science University, which has not been published but was presented at a conference earlier this month. In it, 46 surgeons from around the world reported reversing 36 transgender surgeries, including 16 phalloplasties, after treating somewhere between 18,000 and 27,000 patients.

36 surgical reversals out of 18,000-27,000 trans patients who’ve received surgery is a reversal rate of 0.13-0.2%. This is consistent with existing studies finding that rates of regret following genital surgery of about 2%, and indicates that only a small fraction of those who do experience regret will go on to seek reversal surgery. I’ve been in touch with the study’s authors, and while the study itself is not yet available, I look forward to continuing to cover this non-epidemic – denominator and all.

Dann wäre es eine verschwindend geringe Zahl. Allerdings würden 18.000-27.000 Operationen weltweit auch deutlich machen, dass es überhaupt eine sehr geringe Anzahl von Personen gibt, die eine solche Behandlung überhaupt wollen.

In der Wikipedia heißt es:

Formal studies of detransition have been few in number,[6][7] of disputed quality,[8][9][10] and politically difficult.[11][12][13] Frequency estimates vary greatly from 0 to 95%, with notable differences in terminology and methodology.[4][14][15][3][2] The number of detransitioners is unknown but growing.[15][16][3][5][17][18][19]

A 2014 survey of transgender and gender-nonconforming persons found a rate of suicidal thinking and self-harm to be 41%, but it is unclear whether such suicidality occurred before or after transition (among those who chose transition).[15] In 2016, clinical psychologist James Cantor, PhD, summarized the statistical findings from ten professionally published studies[20][21][22][23][24][25][26][27][28][29] (and one conference paper)[30] on persistence of transgender identity in children. He concluded that „roughly 60 to 90%“ of transgender youth were found eventually to detransition, with most becoming gay or lesbian adults instead.[14][15][3] A 2018 survey of WPATH (World Professional Association for Transgender Health) surgeons found that approximately 0.3% of patients who underwent transition-related surgery later requested detransition-related surgical care.[31] Demand for surgical reversal of the physical effects of medical transition has reportedly been on the rise.[16][17][19]

Detransition is more common in the earlier stages of transition, particularly before surgeries.[4][15] Among eventual detransitioners, the progression of transition has been found to magnify, rather than remedy, gender dysphoria. Sufferers may fixate on passing (being perceived as their preferred gender), leading them to pursue ever further steps in medical transition.[15]

Motivation to transition among detransitioners has included trauma, isolation, dissociation, inadequate mental healthcare, and social presure to pursue transition.[15] Motivation to detranstion has included financial barriers to transition, social rejection in transition, depression or suicidality due to transition, discomfort with sexual characteristics developed during transition, concern for lack of data on long-term effects of hormone replacement therapy, concern for loss of fertility, complications from surgery, and changes in gender identity.[16][32][4][31][3][33][34]

Informed consent and affirmation of self-diagnosis (both newer but increasingly employed models for transgender healthcare) have been criticized for failing to meet the needs of those who eventually detransition.[2][15][5]

Gerade die hohe Rate derjenigen, die sich erst als Trans und dann eher als schwul betrachten macht deutlich, dass eine zu schnelle Angleichung vielleicht keine so gute Idee ist. 2222

Kleine Brüste, Intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen und wie man damit umgehen kann

Amy Alkon hatte ich hier schon in anderen Artikeln zitiert. Sie hat eine Kolumne als „Advice Goddess“, in der sie Leuten auf Fragen entsprechende Ratschläge gibt. Diese Frage hier fand ich ganz interessant:

I have a great circle of female friends, but one of „the group“ has a way of making backhanded comments about my appearance that make me feel bad about myself. Her latest topic is my breasts and how much smaller they are than hers. Incredibly, she manages to work this into any conversation — exercising, fashion, shopping, camping. If I confronted her, I know she’d act as though she’s been paying me compliments. („But you’re SO lucky to have small boobs!“) How can I get her to stop?

Ist natürlich in der Tat eine klassische Untergrabung ihrer Position und dazu häufig noch eine Betonung, dass die andere Frau größere Brüste hat. Und eben alles als Scherz getarnt, als wirklicher Vorteil für sie, Rückenschmerzen und so. Hätte sie doch was gesagt, dann hätte man ja aufgehört etc. Plausibel Deniability ist da sehr wichtig.

Die Antwort:

Stopping her would be easier if you two were guys: „I don’t like the way you’re talking about my boobs, Marjorie. Let’s take this outside.“

Ist natürlich auch etwas übertrieben. Als Mann kann man da auch nicht gleich zu Gewalt übergehen, man muss insbesondere auch einen Spruch wegstecken können. Aber man kann es zumindest auf die Weise austragen, und das wesentlich direkter. Und natürlich kann es auch eskalieren.

But while men will sock each other in the bar parking lot (and can sometimes go back in and have a beer), women engage in what anthropologists call „covert aggression“ — attacks that are hard to pinpoint as attacks, like gossip, social exclusion, and stabbing another woman in the self-worth. („Stabracadabra!“ — you’re bleeding out, but nobody but you can tell!)

Verdeckte Aggression ist in der Tat ein gutes Stichwort bei vielen Frauen. Etwas, bei dem man abstreiten kann, dass es Aggression ist. Weil Frauen wissen, dass es zu so etwas dort eher kommt, gibt es auch noch den anderen Fall: Sie sieht verdeckte Aggressionen, wo gar keine sind („Jetzt hat sie schon wieder eine ähnliche Bluse an wie ich, dass macht die mit Absicht“). Und in der Tat werden hier wieder die dort verbreiteten Mittel aufgezählt:

  • Gerüchte und Tratsch
  • Sozialer Ausschluss
  • Herabsetzung des Selbstwertgefühls.

Angriffe, die dann Spuren hinterlassen, bei denen aber niemand wirklich sagen kann, dass die andere die Verursacherin ist.

Psychologist Anne Campbell, like others who study female competition, explains that women seem to have evolved to avoid physical confrontation, which would endanger their ability to have children or fulfill their role as an infant’s principal caregiver. (Ancestral Daddy couldn’t exactly run up to the store for baby formula.) So while guys will engage in put-down fests as a normal part of guy-ness, even women’s verbal aggression is usually sneaky and often comes Halloween-costumed as compliments or concern: „Ooh, honey, do you need some Clearasil for those bumps on your chest?“

In der Tat konnte für Frauen eine Verletzung weitaus bedrohlicher sein als für einen Mann. Einmal konnte es ihre Schönheit stärker beeinträchtigen und damit ihren Status (Narben wirken bei Männern vielleicht noch Sexy, bei Frauen weitaus weniger), zum anderen kann es Kinder im Mutterleib und Kinder, die auf die Betreuung der Mutter uns insbesondere das Stillen angewiesen sind, gefährden.

The tarted-up put-down is a form of psychological manipulation — a sly way of making a woman feel bad about herself so she’ll self-locate lower on the totem pole. And because men have visually driven sexuality, women specialize in knocking other women where it really hurts — their looks. Like those supposedly minuscule boobs of yours. (Right…you’ll have a latte, and she’ll just have another mug of your tears.)

Beleidigungen orientieren sich eben gerne am evolutionären Wert als Partner.  Und Herabsetzungen entsprechend auch. Und auch interner Status bestimmt sich auch bei Frauen schnell nach Schönheit und Selbstvertrauen. Und natürlich auch nach der eigenen Fähigkeit solche Angriffe abzuwehren oder überhaupt gegen sich zu haben. Die Queen Bee wird eben nicht auf diese Weise angegriffen, weil man befürchtet, dass sie ebenfalls die gleichen Waffen einsetzt und im Zweifelsfall mehr soziale Exklusion durchsetzen kann.

The next time that she, say, turns a trip to the mall into a riff — „Har-har…Victoria’s Secret is that they don’t carry your size!“ — pull her aside. (In a group of women, conflict resolution is most successful when it’s as covert as female aggression — as in, not recognizable as fighting back.) By not letting the others hear, you remove the emotionally radioactive element of shaming. This helps keep your defense from being perceived as an attack on her — yes, making you the bad guy.

Simply tell her — calmly but firmly: „These mentions of my boobs are not working for me. You need to stop.“ Be prepared for the antithesis of accountability — a response like „Gawd…chill“ or „I have no idea what you’re talking about.“ But she’ll know exactly what you’re talking about, which is that you’ve just become a poor choice of victim. She may float a remark or two to test your resolve, so be prepared to repeat your warning — calmly but firmly — until she starts acting like just one of the girls instead of yet another breast man.

Würde auch bei Männern gut klappen. Es kann ein großer Vorteil sein, dass außerhalb der Gruppe zu regeln. Denn einmal nimmt es das Element des Angegriffenseins, was auch niedrigen Status ausdrücken kann, zum anderen nimmt es das Element, dass sie vor einer Bühne ihre Unschuld beteuern kann und sich andere auf ihre Seite stellen.
Es bleibt eine sehr persönliche Konfrontation, bei der man sich eben nicht vor die Gruppe retten kann und das ganze wieder zu einer sozialen Sache ausbauen kann. Es wird deutlich, dass man etwas nicht möchte. Und die Wiederholung macht es dann auch deutlich, dass es Konsequenzen haben kann oder wird jedenfalls sehr unangenehm. Es ist dann zumindest klar, dass es eben zwischen den beiden eine offene Aggression ist und keine verdeckte mehr und das verändert die Form des Angriffs.

Natürlich kann die andere es dann trotzdem weiter machen. Dann müsste man irgendwann es doch vor die Gruppe tragen, eben mit der Angabe, dass man ihr wiederholt gesagt hat, dass es einem so  nicht passt.

Dazu passend noch dieser Tweet von Alkon:

Die Arbeit die dort zitiert wird klingt auch interessant. Mal sehen ob ich noch zu einem Artikel dazu komme.