Anne Gesthuysen zu der Frage, ob Frauen wollen, dass ihr Mann zugunsten der Familie aussetzt und sie Karriere machen können

Manndat hat eine interessante Stelle aus einer Talkshow zitiert:

Anne Gesthuysen, die Frau von Frank Plasberg, hatte irgendwann die Moderation des ARD Morgenmagazins zugunsten der Familie aufgegeben und führt dazu an:

Es war ja so, dass mit zunehmendem Alter unseres Kindes das mit dem Morgenmagazin einfach nicht mehr familienkompatibel war. Also haben wir gemeinsam diskutiert, und ich habe dann irgendwann damit aufgehört. Und gestern Abend habe ich mich zum ersten Mal – weil…  Man sagt dann immer so: Ja, die armen Frauen, und selbstverständlich ist es so, dass die Frauen zurückstecken und nie die Männer.

Jetzt hab ich mich gefragt, was wäre eigentlich passiert, wenn mein Mann mir gesagt hätte: Okay, pass auf, ich höre auf mit „Hart aber fair“ und du machst weiter. Hätte ich das angenommen? Und ich fürchte, ehrlich gesagt: Nein, hätte ich nicht.

Also erstmal hätte ich gedacht: Wow, toller Typ – oder doch nicht? Ich weiß es nicht. Nee, ich glaube, in Wahrheit ist es oft so, dass Frauen zwar immer noch arbeiten wollen, ich glaub, dass Mütter, dass die arbeiten, ist gar nicht erst das Thema.  Aber ob sie die große Karriere machen, in Führungspositionen gehen, das liegt nicht nur an einer gläsernen Decke, dass sie es nicht machen, sondern zum Teil auch, weil sie es nicht wollen, weil sie auch was von ihren Kindern haben wollen.

Das ist eine Einsicht, die leider im Feminismus und der ganzen Diskussion um dieses Thema zu kurz kommt. Der Wunsch der Frauen Zeit mit ihren Kindern zu verbringen statt im Büro/auf der Arbeit zu sein, weil sie das wichtiger finden und als etwas sehen, was nicht etwa eine Last ist, sondern ein Privileg, welches sie nicht einfach so aufgeben.

11 Gedanken zu “Anne Gesthuysen zu der Frage, ob Frauen wollen, dass ihr Mann zugunsten der Familie aussetzt und sie Karriere machen können

  1. Sie, also ein Großteil der Feministen, möchten den Kuchen behalten und essen zu gleich.

    Sie wollen der Familie, dem Sozialen, Priorität einräumen, aber dennoch das Gleiche verdienen. Sie wollen auch das Ansehen, das daraus resultiert, dass sie der Familie die Karriere unterordnen, aber dann den Verzicht, der mit der Prioritätensetzung einhergeht, nicht leisten, sondern trotzdem das Gleiche verdienen.
    Sie haben weniger Zeit für Politik, für Wikipedia und Sport, aber wollen doch zu gleichen Anteilen wie Männer vertreten sein.

  2. Ich weiß gar nicht, was die meint. Ich sitze viel lieber im Borgwürfel in einem weitgehend sinnfreien Meeting, anstatt meinen Kindern ein schmackhaftes Essen zu kochen.

  3. Also ich als Frau, ohne Kinder, habe auch ehrlich gesagt kein Bock auf eine Führungsposition. Wenn ich mir so anschaue wieviel Zeit die investieren und mir vorstelle wie viel Zeit mit den Partner oder Familie entsprechend flöten geht denke ich persönlich es lohnt sich nicht. Wie viele Executives haben sich nicht schon getrennt oder sind geschieden? Es ist ja schön und gut die Möglichkeit zu haben… und viel Spaß und Erfolg für der- oder diejenige die es auch machen möchte aber für jeder Sache gibt es einen Preis. Da sollte man sich fragen ob der Preis (kaputte Ehe, kein Freizeit etc.) einen auch wert ist.

    • Ist die Sache, die dabei oft völlig übersehen wird.
      [b]Auch die Männer[/b] in den Führungspositionen haben nichts von ihren Familien, sehen ihre Kinder nicht, weil sie für das Unternehmen den Großteil ihrer Tageszeit aufbringen müssen. Für einen Firmenchef gibt es z. B. keinen geordneten Feierabend.
      Das fällt nur nicht so sehr auf, weil sie die Kinder nicht auch noch persönlich kriegen müssen, sondern nur zeugen.
      Technisch hat aber kein Kind eines CEOs viel von seinem Vater, weil der ist kaum da.
      Der Karriereweg ist eigentlich nur zu empfehlen, wenn man diesen Lebensabschnitt bereits hinter sich hat (sind deswegen so viele Firmenchefs Greise?) oder wenn man sowas wie Familie gar nicht erst anvisiert. Die Zeit, auf 5 Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, hat man in der Position schlichtweg einfach nicht.

    • natürlich ist der Preis zu hoch. Wie du sind die meisten Frauen einfach zu schlau, um sich diesen Mist anzutun. Ich hatte jedenfalls noch nie Bock, mein Leben so wegzuwerfen und würde eigentlich viel lieber in Teilzeit arbeiten.

  4. „das liegt nicht nur an einer gläsernen Decke, dass sie es nicht machen, sondern zum Teil auch, weil sie es nicht wollen, weil sie auch was von ihren Kindern haben wollen.“

    Anne Gesthuysen glaubt bestimmt auch an Chemtrails, an Homoeopathie und dass Handystrahlung Krebs verursacht. Wenigstens „zum Teil auch“ ….
    Naja, wer in dem Sumpf von ARD und ÖRR arbeitet, muss ja der Verschwörungstheorie vom Patriarchat etwas abgewinnen und der Respekt zollen.

  5. Auch Frauen müssen lernen, zurückzustecken. Erstens ist es nicht zielführen, das ein Part Zuhause sich eine schöne zeit macht, während der andere sich abrackert und zweitens ist es für Kinder immens wichter, den Vater zu haben, besonders für Jungs.

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