Anne Gesthuysen zu der Frage, ob Frauen wollen, dass ihr Mann zugunsten der Familie aussetzt und sie Karriere machen können

Manndat hat eine interessante Stelle aus einer Talkshow zitiert:

Anne Gesthuysen, die Frau von Frank Plasberg, hatte irgendwann die Moderation des ARD Morgenmagazins zugunsten der Familie aufgegeben und führt dazu an:

Es war ja so, dass mit zunehmendem Alter unseres Kindes das mit dem Morgenmagazin einfach nicht mehr familienkompatibel war. Also haben wir gemeinsam diskutiert, und ich habe dann irgendwann damit aufgehört. Und gestern Abend habe ich mich zum ersten Mal – weil…  Man sagt dann immer so: Ja, die armen Frauen, und selbstverständlich ist es so, dass die Frauen zurückstecken und nie die Männer.

Jetzt hab ich mich gefragt, was wäre eigentlich passiert, wenn mein Mann mir gesagt hätte: Okay, pass auf, ich höre auf mit „Hart aber fair“ und du machst weiter. Hätte ich das angenommen? Und ich fürchte, ehrlich gesagt: Nein, hätte ich nicht.

Also erstmal hätte ich gedacht: Wow, toller Typ – oder doch nicht? Ich weiß es nicht. Nee, ich glaube, in Wahrheit ist es oft so, dass Frauen zwar immer noch arbeiten wollen, ich glaub, dass Mütter, dass die arbeiten, ist gar nicht erst das Thema.  Aber ob sie die große Karriere machen, in Führungspositionen gehen, das liegt nicht nur an einer gläsernen Decke, dass sie es nicht machen, sondern zum Teil auch, weil sie es nicht wollen, weil sie auch was von ihren Kindern haben wollen.

Das ist eine Einsicht, die leider im Feminismus und der ganzen Diskussion um dieses Thema zu kurz kommt. Der Wunsch der Frauen Zeit mit ihren Kindern zu verbringen statt im Büro/auf der Arbeit zu sein, weil sie das wichtiger finden und als etwas sehen, was nicht etwa eine Last ist, sondern ein Privileg, welches sie nicht einfach so aufgeben.