Weibliche Freiberufler verlangen weniger Geld für gleiche Arbeit

Ein Artikel dazu, warum weibliche Freiberufler weniger verdienen:

As creative freelancing has grown in the US, we’ve started to look at how people make a living with no steady paycheck. Freshbooks did a study in 2018 that showed men out earn women by 28% even when adjusted for business size and industry.

Harvard Business review has discovered that women are less likely to apply for jobs. And Hewlett Packard in an internal study found that women went for a promotion only if they met all the qualifications, where men would go for it when they thought they could meet 60 percent of the job requirements.

Es mehren sich aus meiner Sicht die Studien, dass Frauen auch in allen Bereichen, wo die Arbeitsbedingungen gleich sind oder sie selbst über ihre Verdienstmöglichkeiten bestimmten, im Endeffekt weniger verdienen, also ein Gender Pay Gap vorhanden ist. Oben wird eine Studie zitiert, dass Freiberuflerinnen 28% weniger verdienen als Männern, wenn man die Größe ihres Betriebes und den Bereich berücksichtigt. Zudem führt er an, dass Frauen sich seltener auf höhere Jobs bewerben, weil sie das nur dann tun, wenn sie alle Qualifikationen erfüllen, während Männer es auch versuchen, wenn sie nur 60% der Qualifikationen erfüllen. Interessant wäre dabei, ob Männer eher darauf achten, welche Qualifikationen essential sind und welche nur ausgeschrieben werden um den Job wichtiger klingen zu lassen bzw welche nicht angeführt sind, aber häufig dennoch sehr wichtig sind (etwa „aus der Gegend und will hier nicht bald wieder wegziehen“ oder andere Faktoren, die eine langjährigen Zusammenarbeit sicherstellen)

This tracks with new research in the evolutionary psychology field. To oversimplify complex dynamics, in general, the research suggest men tend toward competition while women tend toward cooperation.

All this research is interesting, but I wanted to see if it tracked in my industry, freelance copywriting. So I partnered with 3 large copywriting communities to conduct a comprehensive survey of copywriting pricing trends.

The survey was not designed to specifically look at the pay gap, but by analyzing the demographic information of the 513 participants (62% female, 37% male, <1% nonbinary/other)… we found some interesting results.

We asked about 13 different project types, ranging from complex direct response packages like long-form sales letters, to pay-per-click ad copy, to content-heavy simpler tasks like blog posts.

Das wäre also der „Versuchsaufbau“. Es werden bestimmte Projekte für Freiberufler ausgeschrieben, man will dann schauen, wie sich wer darauf bewirbt.

Across the board, female copywriters were charging 47% less than their male counterparts or 53 cents for every dollar. For more sales-oriented projects the gap is bigger with females charging just 48 cents on the dollar. For content-heavier projects, the gap closed but is still significant with women charging 65 cents for every men’s dollar. For hourly consults and copy reviews, women charge just 42 cents on the male dollar.

Könnte man natürlich anführen „Sie müssen sich ja billiger anbieten, weil ihre Arbeit als schlechter gilt, nur weil sie Frauen sind“.

It gets even more fascinating when you look at not just what women charge, but how they calculate their prices. Women are twice as likely than men to charge by the hour and overall, freelancers who charge by the hour make 42% less than those who charge by the project.

Da scheint also ein Grund vorzuliegen, der bei Männern und Frauen dazu führt, dass sie weniger verdienen, aber der bei Frauen häufiger zutrifft. Eine Kalkulation nach Stunden statt nach dem Projekt.

Da ist mir noch nicht ganz klar, wie das aussieht. Haben sie also einfach einen festen Stundensatz, rechnen die Stunden aus, die sie brauchen und daraus ergibt sich dann der Preis, während Männer eher sagen:

„Das ist eine miese/besonders hochwertige Arbeit, da muss ich, damit sich das für mich lohnt, einen Betrag X nehmen, unabhängig davon, wie viele Stunden ich da dransitze, einfach weil es zB eine nervige oder anstrengende Arbeit ist / weil nur ich sie auf diese gewünschte hochwertige Weise ausführen kann“

 

Women are also 3 times more likely to have a rate sheet publicly available on their website, essentially locking themselves into pricing and eliminating the opportunity to ask for more if circumstances warrant it. (Freelancers with public rate sheets charge 15% less than those who negotiate each project price privately… likely because rate sheets attract clients who price-match and view the work as a commodity rather than a specialized skill).

Das spricht etwas dafür: Wenn man etwas immer nach einem festen Preis abrechnet, dann kann man weniger den Einzelheiten der konkreten Arbeit gerecht werden. Es wäre also quasi „ob Binddarm oder Gehirntumor, ich will 300 € die Stunde“ statt „Blinddarm und Gehirntumor dauern beide eine Stunde, aber für den Blinddarm will ich 300 € und für den Gehirntumor 2.000 €

Now, looking at these numbers and that the majority of the survey participants were female, I wondered if the survey was self-selecting for the most experienced male copywriters which would account for the gap.

But what I found was surprising.

When adjusted for experience female copywriters with less than 2 years experience make 75 cents on the male dollar. As they gain more experience, the pay gap actually gets larger with female copywriters with 10+ years experience charging just 29 cents for every dollar their male counterpart charges.

Das müsste dann daran liegen, dass die Männer wesentlich mehr für speziale Jobs verlangen, bei denen sich ihre Erfahrung besonders auszahlt vermute ich.

My theory is this is because of the way raises (or price increases for freelancers) work. They aren’t linear, they’re exponential. Say two freelancers, Sally and Samuel start out both charging $1,000 for a sales letter. They decide to each increase their prices by 50% each year. The difference is, at year 3, Samuel gets a big win for a client and decides to add just $500 to his price mid-year. Look what happens in the chart below.

That $500 increase, over 10 years has ballooned into an $8,475 difference.

Also ein mutigeres Steigern des Preises, wenn man merkt, das man das Geld wert ist, was dann bei den weiteren Preiserhöhungen noch multipliziert wird.

Ein weiterer Unterschied scheint die Einstellung zu den Preisverhandlungen zu sein:

How men and women think about pricing

When asked to describe what negotiation was like, women picked metaphors like “going to the dentist.” while men picked “winning a ballgame.” according to one study.

Our survey also showed differences in the language around pricing. When asked the open-ended “What is your biggest challenge when it comes to pricing,” some common themes emerged like “not knowing what to charge” but the words used by men and women varied greatly.

Women were more likely to use the words Time, Confidence, Fair, Mindset, Passion, Fear, Skills while men used the words Deals, Competitive, Invest, ROI.

Men were also twice as likely to use the word “money,” which less than 2% of women used.

Frauen haben also eher eine negative Einstellungen zu Verhandlungen während Männer sie eher als ein Spiel sehen, welches man gewinnen kann.

Das würde erklären, warum sie eher über feste Stundensätze vorgehen und diese nach Möglichkeit im Vorfeld bereits angeben, damit weniger verhandelt werden muss.

Frauen machen anscheinend die Preisverhandlungen eher Angst und sie wollen mehr Selbstbewußtsein, einen fairen Preis und die Leidenschaft belohnt wissen, während es Männer eher als Wettbwerb sehen, bei denen man zu einer Vereinbarung kommen muss, in der beide ein Geschäft machen, je nach dem, was das Geschäft für sie wert ist.

Die Worte der Männer wirken auf mich „geschäftsmäßiger“ die der Frauen „gefühlsbetonter“.

 

21 Gedanken zu “Weibliche Freiberufler verlangen weniger Geld für gleiche Arbeit

  1. Um es vorauszuschicken: Ein Freelancer in den USA ist nicht das gleiche wie ein Freiberufler in Deutschland. https://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Beruf_(Deutschland)

    Um mal wieder aus dem Nähkästchen aus meiner Zeit als freiberufliche Selbständige zu plaudern:
    Bei einem Entwicklungsprojekt habe ich zunächst eine Aufwandsabschätzung gemacht, und darauf basierend dem potentiellen Kunden ein Angebot mit Festpreis und Liefertermin.
    Bei Beratungsaufträgen habe ich nach Zeitaufwand abgerechnet. Bei Beratung kann man richtig Geld machen, wenn man für das richtige Thema Expertise hat (und sofern man das überhaupt will).
    Stundensätze hängen natürlich auch davon ab, was die Konkurrenz verlangen würde. Bei Portalen wie GULP kann man sich darüber informieren.

    Sicherer ist es natürlich, den Zeitaufwand in Rechnung zu stellen. Bei jedem Projekt kann etwas unvorsehenes passieren, das einen zwingt, viel mehr Zeit zu investieren, als vorgesehen. Das ist dann das unternehmerische Risiko. Man muss trotzdem pünktlich liefern.

    • „Bei jedem Projekt kann etwas unvorsehenes passieren, das einen zwingt, viel mehr Zeit zu investieren, als vorgesehen. Das ist dann das unternehmerische Risiko.“

      Und da Männer eher bereit sind Risikos einzugehen, wenn die Chance auf hohe Gewinne in Aussicht steht, sind es wohl auch hauptsächlich Männer die sowas tun.

      • Festpreise werden zwar häufiger nachgefragt, führen aber selten zu festen Kosten. Festpreise bedingen auch ein festgezogenes Pflichtenheft. Immer wenn sich Anforderungen ändern, muss die Wirkung der Änderung auf den Gesamtaufwand mit dem Kunden neu ausgehandelt werden (change request). Das führt ab einem bestimmten Punkt im Projekt – wenn die Umsetzung schon so weit fortgeschritten ist, dass der Kunde nicht abbrechen will – zu einer besseren Verhandlungsposition und zu einer höheren Rendite für den Zusatzaufwand. Aber nur, für die, die gewillt sind, das häufige Klein-Klein-Gezanke wirklich durchzuziehen.

        Zum Schluss führt das oft zu mehr Zufriedenheit, während des Projektes aber oft erstmal zu erhöhtem Stress. Will ein Auftragnehmer den vermeiden, laufen die Kosten eines Festpreisprojektes leicht aus dem Ruder.

  2. Ich muss aus Erfahrung leider auch sagen, dass Frauen meist ineffizienter arbeiten und das liegt daran, dass ich Männer generell für fauler halte. Faul meine ich hierbei übrigens ausdrücklich als positiv. Während eine Frau eine langweile und repetitive Aufgabe oft mit Geduld und Muße bewerkstelligt, ist ein Mann oft zu faul dafür und sucht sich Methoden der Vereinfachung, sei es, dass er dazu schnell etwas programmiert oder eine Maschine anschafft die zwar eine Investition erfordert aber die sich schnell wieder armotisiert.
    Und da ich aus Auftraggeber für die Erfüllung einer Aufgabe bezahle und nicht dafür wie viel Zeit und Mühe sich der Auftragnehmer gegeben hat, verlieren Frauen da meist. Sorry Mädels.

    • Exakt. Das ist hier bei fast allem so, was Haus, Hof & Viehzeug betrifft.
      Während ich noch mit Engelsgeduld am rumpuseln bin, hat der Mann schon ein special feature entwickelt, eine Maschine dazu gekauft, irgendwas umgebaut, zweckentfremdet oder optimiert, oder bei YouTube ein Tutorial gecheckt.
      Außer Papierkram und Steuerunterlagen, den darf ich machen mit meinem unerschütterlichen Langmut, das ist und bleibt halt einfach Nervkram.

      • Ach so, das muss ich noch korrigieren, faul ist er nicht!!! Nur schnell genervt von solchen Kleinscheiß oder Erhaltungs- und Wartungsarbeiten.
        Na, ihr kennt das. 🙂

  3. Exakt. Das ist hier bei fast allem so, was Haus, Hof & Viehzeug betrifft.
    Während ich noch mit Engelsgeduld am rumpuseln bin, hat der Mann schon ein special feature entwickelt, eine Maschine dazu gekauft, irgendwas umgebaut, zweckentfremdet oder optimiert, oder bei YouTube ein Tutorial gecheckt.
    Außer Papierkram und Steuerunterlagen, den darf ich machen mit meinem unerschütterlichen Langmut, das ist und bleibt halt einfach Nervkram.

    • Lieblingsspruch meines Ausbildungsmeisters:
      Wenn Du die Wahl hast zwischen einem Faulen und einem Doofen, nimm den Faulen. Der sieht zu, daß er Feierabend machen kann und nicht wiederkommen muß.

  4. „Women are twice as likely than men to charge by the hour and overall, freelancers who charge by the hour make 42% less than those who charge by the project“

    Das klingt zwar grundsätzlich plausibel, dass man mit Projektpreisen bessere Preise aushandeln kann, für die man dann aber auch ein größeres eigenes Risiko trägt, das ganze also nach hinten losgehen kann – und man darauf setzt, dass in der gesamtheit inklusive Projekten, die zu viel Zeit brauchen, ein besserer Schnitt herauskommt.

    Ich frage mich allerdings, wie man das seriös messen wil.

    Berechnet werden soll hier ja der effektive Stundenlohn, der am Ende rauskommt.

    Bei der Arbeit nach Stundensatz muss man sich dabei auf die Angabe der gearbeiteten Stunden verlassen.
    Wie genau solche Angaben sind und ob es bei der Genauigkeit oder gar der Tendenz, mehr abzurechnen oder tatsächlich geleistete Zeiit sogar zu unterschlagen, irgendwinen gender Gap gibt, wäre vieleicht mal eigene Studien wert – aber dazu bräuchte man erst mal eine Idee, wie man sowas überhaupt untersuchen kann.

    Bei der Arbeit zu Festpreis bei einem Projekt wäre man dazu auf die freiwilligen Angaben angewiesen, die die Teilnehmer nachträglich angeben.
    Die erste Frage dabei ist, wie genau ein Freelancer diese Zeit überhaupt selbst fsthält, wenn er nicht für diese Zeit entlohnt wird.
    Er wird zwar einen groben Überblick im Auge behalten um zu sehen, wenn etwas aus dem Ruder läuft, aber eher nicht stundengenau.

    Darüber hinaus wird so jemand ein ganz anderes Interese im Auge haben, wenn er rückwirkend nach der tatsächlich benötigten Zeit gefragt wird.
    Wer nach Stundensatz bezahlt wird, wird auf möglichst große Genauigkeit und nachvollziehbarkeit dieser Angabe achten.

    Bei Projektarbeit wird der Freischaffende einerseits darauf achten, den anvisierten (und bei seinem Angebot möglicherweise kommunizierten) Stundensatz nicht zu überschreiten, also: nicht deutlich weniger Zeit gebraucht zu haben, als veranschlagt, denn dann wird sich der Kunde als hereingelegt empfinden (es sei denn, es ist beiden Seiten klar, dass daran der Kunde schuld ist).
    Er wird v.a. aber nicht angeben wollen, wenn unvorhergesehene Probleme aufgetreten sind, die für ihn zu einem überschreiten seines eigenen Zeitbudgets geführt haben, denn das könnne zu einer Wahrnehmung von inkomptetenz und unzuverlässigkeit führen, zumindest aber zur Wahrnehmung, das Projekt nicht „im Griff“ gehabt zu haben.
    Gerade dieser Effekt wird dazu führen, dass die Angaben zu unproblematischen projekten ehrlicher sind als die zu problematischen, bei denen er weniger pro Stunde verdient hat.

    „So I partnered with 3 large copywriting communities to conduct a comprehensive survey of copywriting pricing trends.“
    Bei einer solchen „kooperation“ wird sich kein Freelancer auf die Zusicherung verlassen, dass seine Angaben für die Studie nicht bei seinem Auftraggeber landen können.

  5. potentiell höherer Stundenlohn bei Projektarbeit vs. Stundensatz ist das alte Thema der Work-life Balance.

    Wenn ein Projekt aus dem Ruder läuft und mehr Arbeit benötigt als vorgesehen, sagt der Stundenlöhner:

    Tut mir leid, ist noch nicht fertig, mein Zeitkontingent von 37,5 Stunden die Woche ist leider verbraucht, ich kann erst nächste Woche daran weiterarbeiten. (oka, ist leicht überzeichnet, aber vom Prinzip her)

    Der Projektarbeiter ist an der Stele in der Pflicht, zu liefern, und ist gezwungen, Sonderschichten einzulegen.

    Beide Seiten wissen das, und das ist der Grund, warum Projektpreise höher bezahlt werden – weil der Auftraggeber Risiko und Verantwortung an den Auftragnehmer auslagert und dafür bezahlt.

  6. „x years experience“ ist vermutlich die Zeit zwischen jetzt und als sie mit dem Beruf angefangen haben, nicht vollzeitäquivalente Jahre. Also auch nicht wirklich „experience“. Mit 60 Stunden pro Woche sammelt man eben 3mal so schnell Erfahrung wie mit 20 Stunden pro Woche.

  7. Man darf auch nicht vergessen, dass Männer schlechter die Möglichkeit haben wenig für ihre Arbeit zu verlangen, zum Beispiel weil sie nicht so gute Arbeit abliefern:

    1) Sie können, falls sie nicht so gute Arbeit abliefern, das über den Preis kompensieren, dann können sie sich aber keine Familie leisten, leben mit 40 noch in einer WG und gelten als Versager

    2) Sie suchen sich was anderes, womit sie mehr Geld verdienen können, tauchen dann aber in der Statistik für dieses Berufsfeld nicht auf.

    3) Es geht wirklich irgendwann schief und sie landen unter der Brücke. Auch damit tauchen sie in dieser Statistik nicht auf. Ja genau, die ganzen Einträge mit Einkommen „0“ fehlen, so dass in dieser Kategorie auch die risikofreudigen Männer landen, die im Prinzip talentiert genug sind aber Pech hatten.

    Bei Frauen ist das ganz anders. In der Regel können sie sich darauf verlassen, dass ihr Partner genug Geld für ein angenehmes Leben verdient. Ihr Einkommen ist dann mehr sowas wie ein Taschengeld für ihr Hobby. Sie muss sich nicht gemäß Szenario 2) was anderes suchen, sondern kann quasi beliebig gemäß Szenario 1) den Preis senken, bis die Bezahlung ihrer Arbeit angemessen ist. Auch Szenario 3) wird nicht einfach so eintreten, denn die Tätigkeit gehört vielleicht zu ihrem Selbstbild, und dann ist sie eben weiterhin „Copywriter“ auch wenn sie vor 2 Jahren ihren letzten Auftrag bearbeitet hat.

    Dieser geringere Druck kann natürlich auch bei den talentierten Frauen zu geringerer Bezahlung führen; aber allein die Tatsache, dass die untalentierten nicht aus dem Markt gedrängt werden sondern beliebig Preisdumping machen können, reicht aus um geringere Durchschnittslöhne zu erklären.

    Disclaimer: Ich kenne persönlich ein halbes Dutzend Typen mit solchen Frauen zuhause (Text, Grafikdesign, sonstiger Werbe-Foo). Die sind alle froh dass die Frau ein Hobby hat, das Geld bringt und nicht Geld kostet. Reiten, Photographie, „einen Dekoshop eröffnen“, Golf spielen, Shoppen gehen ist noch viel teurer 😉

    • @marco

      Diese Paarbildung a la „Standbein/Spielbein“ kenne ich auch.
      Entweder der Kerl erfolgreich und Frau bspw. Fotografin oder macht etwas mit Kunst/Literatur und anders herum die Frau Lehrerin und der Kerl Freiberufler oder die ganz sichere Kombination aus A und B.
      Sozusagen CDU/Grüne-Koalition. 😉

      „Man darf auch nicht vergessen, dass Männer schlechter die Möglichkeit haben wenig für ihre Arbeit zu verlangen, zum Beispiel weil sie nicht so gute Arbeit abliefern:“

      Korrekt.
      Und man hangelt sich über die mit der Zeit gesammelten Erfahrungen und Referenzen und evtl. Spezialisierung in höhere Preisgruppen.
      Wenn man bspw. weiß, die Auftraggeber sitzen alle im gleichen Netzwerk, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, man wird in diesem Netzwerk auf Nachfrage empfohlen.
      Die Auftraggeber sind sozusagen eher risikoscheu als preissensibel – wenn es sich bewährt hat, werden die aufgerufenen Tarife auch bezahlt.

      Was mich an der obigen Aufstellung von Christian ein wenig stutzig gemacht hat, dass diese Entwicklung nicht abgebildet wird.
      Als wäre es – ungeachtet der Berufserfahrung – nicht relevant, wie groß oder profitabel die Auftraggeber sind.

  8. Das ist doch genau das böse „Patriarchat“, was es zu bekämpfen gilt. Die Männer liefern sich einen harten Wettbewerb und das ist den feinen Damen in ihrem feministisch/akademischen Wolkenkuckucksheim viel zu anstrengend. Deshalb sieht die langfristige Strategie den equal outcome vor: Wer 5 Jahre französische Kunstgeschichte studiert hat, muss natürlich genauso viel verdienen wie derjenige, der 5 Jahre Maschinenbau studiert hat. Die Ausbildung war schließlich gleich lang.

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