Männlichkeit und die Umwertung aller Werte

Josef Joffe bespricht die Änderung der APA Richtlinien und die allgemeine Kritik an Männern:

Männer und Jungen kriegen keine gute Presse, hängt an ihnen doch der Fluch der „toxischen Maskulinität“. Nun kommt das Verdikt von höchster wissenschaftlicher Warte, den 120.000 Mitgliedern des Amerikanischen Psychologen-Verbandes APA. Die Jungs, so der Kern der 30-Seiten-Anleitung für Therapeuten, litten an einer giftigen Ideologie, der „traditionellen Männlichkeit“. Diese predige „Stoizismus, sich auf sich selbst zu verlassen und Konkurrenzdenken“. Überdies wollten Männer „keine Verletzlichkeit zeigen“. „Aggressiv“ und „homophob“ seien sie sowieso.

Ja, da hat die APA einiges abgeladen an negativen. Dabei sind die Vorteile eines Stoizismus, eines auf sich selbst verlassen und auch des Wettbewerbs ja ebenso leicht zu erkenne. Man kann vieles umformulieren: Aus Verletzlichkeit wird dann eben Hart im Nehmen und klingt gleich viel positiver.

Nietzsche, der wie kein anderer die Kulturumbrüche unserer Zeit vorausgesehen hat, sprach von der „Umwertung aller Werte“ und dem Ende der „verwegenen“ Männlichkeit. Doch Stoizismus (das Gegenteil von Hysterie) umschrieb stets die Tugend von Menschen, die ihre Affekte beherrschen und Leid gefasst tragen. Bewundernswert war früher die Eigenständigkeit, in der auch Selbstverantwortung steckt. Wer seine Verwundbarkeit hintanstellte, war ein Held, der „unerhörte Taten“ vollbrachte, sein Selbst dem Ganzen unterwarf. Er schützte die Schwachen und schlachtete die Drachen. Konkurrenzdenken ist auch Frauen nicht fremd, die in die Vorstände und Parteiämter streben. Aggressivität kann tödlich enden, aber ihr feinerer Bruder heißt Mut, während Feigheit in allen Kulturen verachtet wird.

Und das macht diese Umdichtungen eben so simpel: Man konzentriert sich auf die negativen Seiten und blendet aus, was da gleichzeitig alles großartiges dahinter stecken kann. Männlichkeit ist eben genauso etwas positives wie es negativ sein kann, weil alle Eigenschaften im Zuwenig oder Zuviel etwas negatives haben.

Es wird auch verkannt, dass man genau das gleiche Spiel mit Weiblichkeit spielen könnte: Zu passiv, zu weich, nicht genug im Wettbewerb, ohne Biss und viel zu zögerlich auf der einen Seite und vorsichtig, gefühlvoll, auf Ausgleich bedacht, friedfertig und wenig aufbrausend auf der anderen Seite.

Wer ist eigentlich „traditionell männlich“, also ein Kandidat für die Couch? Der junge Werther? Der Krieger Cyrano de Bergerac, der verzagt nach seiner Roxane schmachtet? Willy Brandt, der unaufhörlich „Friedenspolitik“ pries? Gary Cooper, der inZwölf Uhr mittags einsam drei Schurken niederkämpft, nachdem die Männer von Hadleyville ihm angstschlotternd die Hilfe versagt haben? Der Maler Max Beckmann meldete sich 1914 freiwillig zum Militär; dann – „auf Franzosen schieß ich nicht“ – mutierte er zum Pazifisten, der an der Front die Grauen des Krieges in Bilder goss. Heute hoch verehrt, gingen Hans Scholl und Alexander Schmorell 1942 in den Widerstand und endeten auf dem Schafott.

Schließlich die Figur des „Gentleman“, der Stärke mit Selbstzucht paart, entschieden, aber rücksichtsvoll handelt. Er ist das Gegenteil des Machos, der stets seine aggressive Männlichkeit beweisen will. Für den Gentleman gilt grace under pressure, Anstand unter Druck, auch wenn das Testosteron tobt oder ein Hahnenkampf ansteht

Auch das eine schöne Zusammenstellung ganz verschiedener Charaktere, die alle eine gewisse Männlichkeit verkörpern und dabei verschiedene Seiten in sich vereinen. Was auch deutlich macht, dass die einseitige Darstellung im Feminismus eben ein schlecht aufgebauter Strohmann ist, der nur negatives anführt, um es dann als das Böse entarnen zu können.

Es gibt keine „traditionelle“ Männlichkeit; das Spektrum reicht von Caligula, dem sexbesessenen Tyrannen, bis zu Albert Schweitzer und Nelson Mandela, vom Grapscher bis zum Bergretter, der sein Leben für andere riskiert. Richtig: Männer sind leichtsinniger und gewaltbereiter als Frauen; sie suchen den Kick und landen weitaus häufiger hinter Gittern. Aber Männer und Jungen zu pathologisieren, wie es die APA tut, ist Gutdenk, wonach Männlichkeit bloß ein verwerfliches „gesellschaftliches Konstrukt“ ist.

Schön und deutlich gesagt. Männlichkeit ist eben kein rein gesellschaftliches Konstrukt und in vielen Bereichen äußerst positiv.

Den Therapeuten muss man Glück wünschen, wenn sie ideologiebeschwingt Biologie und Evolution wegwischen. Das erinnert an einen befreundeten Harvard-Ökonomen, der seine zweijährigen Töchter genderneutral zu formen gedachte. Er schenkte ihnen einen großen und einen kleinen Spielzeug-Lkw. Fröhlich krähten die Zwillinge: „Mami-Truck und Baby-Truck!“ Die progressive Mutter war auch perplex.

Eine alte Anekdote, die aber passt: genau wie bei Aktionfiguren vs Puppe kann eben ein gleicher „Spielzeugtyp“ vorliegen, aber von beiden Geschlechtern anders genutzt werden.  Wer will, dass Mädchen eher mit Autos spielen muss sie nur in Charaktere mit Beziehungen zueinander verwandeln. Natürlich geht das eben mit darauf optimierten Spielzeug eher.

 

 

40 Gedanken zu “Männlichkeit und die Umwertung aller Werte

  1. Doch Stoizismus (das Gegenteil von Hysterie) umschrieb stets die Tugend von Menschen, die ihre Affekte beherrschen

    mensch sagt das unterscheidet uns von euch joffetieren.

  2. Ähnliches berichtet Napoleon Chagnon auch über die American Anthropological Association (A.A.A.), nachdem er berichtet hatte, dass bei den indigenen Yanomami in Venezuela die Männer, die die meisten Feinde töten, auch die meisten Kinder haben; sprich: dass Frauen gewalttätige Männer als Partner bevorzugen. Ein Shitstorm ungeahnten Ausmaßes ergoss sich über ihn.

    Die Tendenz, die akamdemischen Sozialwissenschaften zu ideologisieren wird offenbar immer mächtiger.

  3. Lustig ist, dass ja gerade der unter Frauen (und Psychologen) so beliebte Buddhismus ein verquasselter Stoizismus und nicht primär Yogasitz am Meeresufer bei Sonnenuntergang ist.

  4. Wenn es tatsächlich so wäre, nur mal angenommen, dass die sogenannte „toxische Männlichkeit“ ausschliesslich oder zumindest vorwiegend ein Produkt der Sozialisation wäre, dann müssten sich doch die gesellschaftlichen Umstände ändern, um dieses Problem zu lösen. Was aber sagen uns diese Schnorrer: Der Mann sollte sich einfach von sich aus ändern, ohne dass er irgendwelche Unterstützung in diesem angestrebten Transformationsprozess erhält, einfach nur, indem er sein Verhalten reflektiert, während bei Frauen auf die gesellschaftlichen Umstände verwiesen wird, die es zu ändern gilt. Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen.

    • @Pjotr

      APA ist junk science und die Gilette-Werbung ist die 1:1 Verfilmung der junk science.
      Alle Thesen beruhen entweder auf radikalfeministischen Theorien oder auf denen des intersektionalen Feminismus.
      Keine einzige dieser Theorien hat ihre Basis in der empirischen Realität der USA, sie sind – im Gegenteil – kontrafaktisch. Dazu gleich mehr.

      Nur am Rande: Fällt dir auf, wie devot die deutschsprachige Presse über die Ergebnisse dieser „Expertise“ berichtet? Als hätte APA die Befugnis und die Fähigkeit, global über „Männlichkeit“ zu befinden. Ist die denn nicht „sozial konstruiert“? Würde sich Männlichkeit demnach nicht wenigstens nach der jeweiligen Kultur einer Gesellschaft unterscheiden? Es wird jeglicher kultureller Relativismus über Bord geworfen: one size (USA, USA, USA!) fits all!

      Die globale männliche Dominanzkultur hat jedoch in Deutschland eine Kanzlerin und Verteidigungsministerin hervorgebracht. Unser aller Homophobie (ganz wichtig für die Herausbildung einer männlichen Identität! Disclaimer: Die aber sehr fragil ist) konnte weder einen schwulen Außenminister, noch einen schwulen Bürgermeister der Hauptstadt verhindern.
      Was entweder unsere progressive Männlichkeit beweist oder unsere Unmännlichkeit.
      Hier können sich Progressive und Rechte gleichermaßen freuen! /sarcasm off

      Zurück zur empirischen Realität in den USA.
      Es lebten Kinder in alleinerziehenden Haushalten in den USA im Jahr 2016, aufgeschlüsselt nach „Rasse“:
      American Indian 52%
      Asian and Pacific Islander 16%
      Black or African American 66%
      Hispanic or Latino 42%
      Non-Hispanic White 24%
      Two or more races 42%
      Total 35%
      https://datacenter.kidscount.org/data/tables/107-children-in-single-parent-families-by#detailed/1/any/false/870,573,869,36,868,867,133,38,35,18/10,11,9,12,1,185,13/432,431

      Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um alleinerziehende Mütter handelt, liegt bei über 90%.
      Vergegenwärtigt man sich die Gilette-Reklame und die lange Reihe von Männern aller „Rassen“ beim Barbecue, die das Mantra „Boys will be boys!“ wiederholen, dann ist auffällig: Dass sich die behauptete Übertragung der „toxischen Männlichkeit“ vom Vater auf den Sohn so wie behauptet nicht abspielen kann.
      Stellt man sich zehn Söhne aus der Black or African American-community vor, dann wären in dieser Reihe sieben von zehn Vätern nicht existent. Insgesamt würden vier von zehn Vätern durch ihre Abwesenheit auffallen.

      Die feministische Botschaft: „Lasst uns aus schlechten Vätern gute machen!“ richtet sich – ironischerweise – an familiäre Verhältnisse aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts.
      Der Appell an die männliche Verantwortung für die Erziehung des männlichen Nachwuchses verfehlt nicht nur das Jahrhundert, sondern tut auch noch so, als sei die Dämonisierung von Vätern nicht ein feministisches Herzensanliegen gewesen (Stichwort: Missbrauch).

      Studie über Studie über Studie beweist, Problem haben Jungen insbesondere dann, wenn der Vater in der Familie als Bezugsperson und Rollenmodell fehlt.
      Die Werbung ist kontrafaktisch zur empirischen Realität erstellt worden mit dem Ziel, die als gescheitert dargestellte Sozialisation und Erziehung von Jungen dennoch Männern in die Schuhe zu schieben.
      Um damit Frauen und Mütter von der Verantwortung zu entlasten.

      Weiter mit den USA und deren empirischer Realität:
      „Across the country, teaching is an overwhelmingly female profession, and in fact has become more so over time. More than three-quarters of all teachers in kindergarten through high school are women, according to Education Department data, up from about two-thirds three decades ago. The disparity is most pronounced in elementary and middle schools, where more than 80 percent of teachers are women.“

      Hier könnte man sich fragen, wie die beklagten toxisch männlichen Einstellungen zu den Jungen kommen, wenn Männer im Kindergarten und den Grundschulen fehlen und mehr als 75% aller Bezugspersonen vom Kindergarten bis zur high school durchgehend Frauen sind.
      Das ist ein – insbesondere für Feministinnen – ungelöstes Rätsel: Wieso braucht das Patriarchat eigentlich keine Männer, um sich selbst zu reproduzieren, sondern kann – ganz im Gegenteil – Frauen damit betrauen?
      Allein wenn man sich die Forderung: „Teach boys not to rape!“ vor diesem Hintergrund anschaut, müsste man ehrlicherweise schreiben: „Teach women to teach boys not to rape!“.
      Wenn also der US-feministische Befund zutrifft, das Frauen in den USA in einer „rape culture“ leben, sind offensichtlich 75% aller Frauen mit der Erziehung von Jungen überfordert.
      Was in Sorgerechtsfällen vor Gericht und in Sachen Quote für Kindergärten und Schulen einen ganz anderen Diskussionsansatz aufzeigt…

      Die Studie produziert – wie auch die Werbung – eine kognitive Dissonanz nach der anderen.
      Der Bezug auf die empirische Realität von Männern in den USA ist vollständig ausgeblendet.
      Es war für mich sehr schwer, diese offensichtlichen Mängel bei der Lektüre zu ignorieren, um dieses Stück Altpapier überhaupt lesen zu können.
      Dass man so einen Dreck als „Psychologe“ überhaupt schreiben kann, ist für mich unbegreiflich, dass der Dreck nicht rundweg abgelehnt worden ist ebenfalls.

      • Einseitige empirische Realität um den Spot einzuordnen.
        Die andere ist nämlich, das so richtig echte Vergewaltigung 20 mal häufiger Black to White passiert als umgekehrt.
        Und in der umfassenderen Realität gibt’s dann nur noch einen Anti-White Rassismus versteckt hinter Geschlecht festzustellen, sowie ein gerüttetes Maß an selbstzerstörerischer Blind-/Dummheit.

      • „Es wird jeglicher kultureller Relativismus über Bord geworfen: one size (USA, USA, USA!) fits all! “

        Die wollen gar nicht über ihren Tellerrand hinausschauen, das wäre ja „rassistisch“. Wenn man womöglich gar „toxische Männlichkeit“ mit dem islamischen Kulturkreis assoziieren würde, mon Dieu!

        Also gilt für die APA wie für alle progressiv-regressiven: USA FIRST and LAST and ALWAYS. Und natürich darf der weisse Westen noch folgen.

        Wer nimmt diese Pseudowissenschaft „Psychologie“ überhaupt noch ernst, nach diesem letzten Hirnriss? Hoffentlich nicht jene Psychologen, die Leuten nur aufrichtig helfen wollen …

      • „Hier könnte man sich fragen, wie die beklagten toxisch männlichen Einstellungen zu den Jungen kommen, wenn Männer im Kindergarten und den Grundschulen fehlen und mehr als 75% aller Bezugspersonen vom Kindergarten bis zur high school durchgehend Frauen sind.“

        Nicht zu vergessen, dass in Beziehungen, in denen der männliche Part (Vater) aufgrund Entsorgung gänzlich fehlt, der Sohnemann nachweislich gewalttätiger und krimineller ist. Wahrscheinlich bekommen diese Jungen beim monatlichen Treffen des Patriarchatnachwuchses die doppelte Dosis männlicher Toxine.

        • „Hier könnte man sich fragen, wie die beklagten toxisch männlichen Einstellungen zu den Jungen kommen, wenn Männer im Kindergarten und den Grundschulen fehlen und mehr als 75% aller Bezugspersonen vom Kindergarten bis zur high school durchgehend Frauen sind.“

          Die real existierende Antwort von Feministierenden ist natürlich, dass „die Gesellschaft“ mit ihren subversiven Methoden und namentlich den Medien und dem Internet ja auch Einfluss ausüben, und dass Frauen diesem toxischen Einfluss quasi machtlos gegenüberstehen, bzw. viel zu wenig ausrichten können.
          Deshalb müssen erst mal Männer dieses System ändern, denn bekanntlich ist ja die Macht mit ihnen.

          Dass Frauen über ziemlich lange Zeit der Erziehung einen beträchtlichen Einfluss auf den Medienkonsum der lieben kleinen haben, und v.a. dass die eigene Erziehung durchaus den wichtigeren und einflussreicheren Teil der Erziehung ausmacht oder zumindest ausmachen kann, wenn man sich halbwegs darum bemüht, das scheint keine Rolle zu spielen.
          Der glaube an diese Legende ist so stark, dass damit dem Argument der überwiegenden Frauenerziehung sofort und ohne nachdenken zu müssen entgegengetreten wird. Geradezu mit dem Selbstverständnis, wie blöd man eigentlich sein muss, um da nicht selbst drauf zu kommen und an eine Erziehungsmacht von Frauen überhaupt nur zu denken wage angesichts der erdrückenden Allmacht des Patriarchats(tm).

          Ein bisschen frag ich mich daher, ob es nicht doch noch ein weiteres stichhaltiges Argument gegen diese Plattitüde gibt, bei dem den feministas wenigstens für einen Moment die Kinnlade runterfällt und sie nicht sofort eine Antwort darauf haben.

          • Ich fürchte, das Problem an dieser Plattitüde ist, dass sie für einschlägig Gläubige allanwendbar ist. Sie macht ja im zitierten Zusammenhang schon keinen Sinn, warum sollte man sie also nicht auch woanders anwenden, wo es nur eben so wenig Sinn macht?

            Die Sache mit den allmächtigen patriarchalen Strukturen ist bei Feministinnen so ähnlich wie bei Religiösen, die alles, wozu ihnen nichts einfällt, pauschal mit der Macht Gottes oder der Durchtriebenheit des Teufels (je nach Konnotation) erklären.

          • Die meisten Situationen geben das ja nicht her, aber ich würde gern mal eine Feminstierende fragen, unter welchen Umständen und welcher gesellschaftlichen Situation sie bereit wäre, die Schuld bei Frauen und nicht beim Patriarchat zu suchen.

          • „Die real existierende Antwort von Feministierenden ist natürlich, dass „die Gesellschaft“ mit ihren subversiven Methoden und namentlich den Medien und dem Internet ja auch Einfluss ausüben, und dass Frauen diesem toxischen Einfluss quasi machtlos gegenüberstehen, bzw. viel zu wenig ausrichten können.“

            Da drängt sich dann natürlich die Frage auf, warum der Einfluss der bösen Gesellschaft und der Medien etc. offenbar geringer ist, wenn ein Papa (also ein Patriarch) bei der Erziehung mithilft.

          • @maddes @Alex

            „Deshalb müssen erst mal Männer dieses System ändern, denn bekanntlich ist ja die Macht mit ihnen.“
            Und die Macht sei mit dir! 🙂

            „Wer nimmt diese Pseudowissenschaft „Psychologie“ überhaupt noch ernst, nach diesem letzten Hirnriss?“
            Zum Glück ist es eben nicht die einzig existierenden Psychologie auf der Welt…
            Das Problem ist, keiner der beteiligten Psychos kann eine weitere Sprache lesen und das sieht man an den Quellen. Abgesehen davon, dass – natürlich – alle Autoren oder Werke ausgespart sind, die der Ideologie der Autoren widersprechen.
            Kein Farrell (versteht sich von selbst) und Baumeister natürlich nicht mit „Is there anything good about men?“ und kein Donaldson.

            Es ist nicht einmal „nur“ eine Filterblase, es ist ein inzestuöser, korrupter, narzisstischer Sumpf.

          • Sümpfe muss man trockenlegen. Dann dünsten sie die moderne Malaria des Kulturrelativismus nicht mehr aus, den Hass auf Männer zum Beispiel.

          • @maddes @only_me @Klopfer @Billy

            „Feministierenden“ – Gnihihi! Großartig! Sofort in die geschlechtergerechte Sprache aufnehmen und verbindlich machen!!!

            „ich würde gern mal eine Feminstierende fragen, unter welchen Umständen und welcher gesellschaftlichen Situation sie bereit wäre, die Schuld bei Frauen und nicht beim Patriarchat zu suchen.“

            Das wird nicht stattfinden.
            Denn die geballte Ohnmachtserfahrung des bürgerlichen Feminismus – als Heilslehre und Kult – ist in ihrer Dialektik nicht zu verstehen ohne die Einsicht, was ihnen an Erfahrungen erspart geblieben ist.
            Die „friedfertige Frau“ ist entstanden, weil sie nie in den Krieg ziehen musste.
            Das angehimmelte, das unersetzliche Geschlecht ist es nur geworden, weil ihnen die Erfahrung der Ersetzbarkeit erspart worden ist.
            Die „Ermächtigung“ (empowerment) spart sehr auffällig solche männlichen Erfahrungen von Ohnmacht aus; was logisch ist, denn sonst wäre die Allmacht des Patriarchats keine.
            Die Ironie ist, mit dieser Denkweise wird genau das zwangsläufig reproduziert, was vordergründig angeprangert wird.
            Sie drehen sich immer wieder im Kreis.

            „Da drängt sich dann natürlich die Frage auf, warum der Einfluss der bösen Gesellschaft und der Medien etc. offenbar geringer ist, wenn ein Papa (also ein Patriarch) bei der Erziehung mithilft.“

            Da hat die APA ebenfalls eine psychopathische Antwort.
            Das nur miteinander abhängen und gemeinsam etwas unternehmen ist ganz üble, traditionelle Männlichkeit und zu verlernen!
            Außer, wenn man Kinder hat, da muss man es ganz schnell wieder erlernen!
            Denn Kinder scheinen so etwas von Vätern zu erwarten und es scheint positiv für ihre Entwicklung zu sein…
            Also: So wie du bist, bist du falsch und wenn du richtig bist, bist du auch falsch!
            Man muss sich als Mann einfach nur geschmeidig an gesellschaftliche Erwartungen anpassen und den Psychos dafür 120 Dollar pro Stunde in die Hand drücken.

            Ich habe diese Lehre aus dem Text gezogen.
            Und den Autoren eins in die Fresse zuhauen und zwar lang und schmutzig.

            „Die Sache mit den allmächtigen patriarchalen Strukturen ist bei Feministinnen so ähnlich wie bei Religiösen, die alles, wozu ihnen nichts einfällt, pauschal mit der Macht Gottes oder der Durchtriebenheit des Teufels (je nach Konnotation) erklären.“

            Ja, SATAAAAAAAAN!

          • @crumar
            „Die Ironie ist, mit dieser Denkweise wird genau das zwangsläufig reproduziert, was vordergründig angeprangert wird.“

            Das ist „by design“, das müssen die Konstrukteure dieser dialektischen Denkweise so gewollt haben, daher auch die völlige Bigotterie und Gespaltenheit der konsequenten progressiven und feministischen Weltanschauung. Und dann noch diese Weltuntergangsstimmung, die sie herbeischreien….

    • „Was aber sagen uns diese Schnorrer: Der Mann sollte sich einfach von sich aus ändern, ohne dass er irgendwelche Unterstützung in diesem angestrebten Transformationsprozess erhält, einfach nur, indem er sein Verhalten reflektiert, während bei Frauen auf die gesellschaftlichen Umstände verwiesen wird, die es zu ändern gilt.“

      Das Ziel ist im Grunde aber gar nicht, dass sicher der Mann ändert, sondern, dass man ein Spannungsfeld zwischen Idealvorstellung, dem emanzipiertem Mann und dem Istzustand, dem zutiefst toxischen, normalen Mann erzeugt und diese Differenz der beiden Pole als psychologisches Druckmittel benutzt und zu einer Waffe umformt. Wäre das Erreichen des feministisches, intersektionalen Endform des Mannes nicht unmöglich (ausser durch Suizid, wobei auch dieser primär nur Frauen unterdrückt), wäre beinahe alles um umsonst, denn dann müsste es plötzlich Männern geben, die völlig in Ordnung sind und Frauen keinen Ausgleich mehr schuldig sind. Das wäre aber sehr schlecht, denn der intersektionale Feminismus braucht die Gesellschaft, Infrastruktur, Arbeit und zumindest die durch Schuldgefühlen erschaffene Kooperation von Männern um seine Ziele zu verwirklichen.

      Dafür muss es in dem Labyrinth der Unterdrückung einen gefühlten Ausweg geben, aber deine Aufgabe ist es, dass du rennen sollst, nicht, dass du dein Ziel erreichst. Darum wird der Feminismus auch niemals die geforderte Transformation von Männern unterstützen, sondern diese im Gegenteil sogar aktiv bekämpfen (trivialerweise z.B. dadurch, dass sie „toxisches“ Verhalten wie Durchsetzungsvermögen und Status privat durchaus belohnen).

      • Das Ziel ist im Grunde aber gar nicht, dass sicher der Mann ändert, sondern, dass man ein Spannungsfeld zwischen Idealvorstellung, dem emanzipiertem Mann und dem Istzustand, dem zutiefst toxischen, normalen Mann erzeugt und diese Differenz der beiden Pole als psychologisches Druckmittel benutzt …

        Ja, das ist das eigentliche Motiv, sehe ich auch so. Eine Beschämungstaktik, die politische Forderungen, sprich Privilegien, als rechtmässige Kompensation für erlittenes Unrecht behaupten.

  5. Die APA kann man offenbar abhaken, gleichgeschalten „progressiv“.

    Immerhin mal ein Kommentar von Joffe, dem ich zustimme (kommt selten vor). Einer der üblichen Alibiartikel im ZEIT-Strom, der ansonsten mit Gewalt in die entgegengesetzte Richtung unterwegs ist.

    • Wobei die geringe Zahl an Kommentaren (z.Z. 10) ein Zeichen dafür ist, dass der Beitrag nur kurze Zeit auf der Startseite stand. Er kommt zudem aus der gedruckten Ausgabe, ist daher vermutlich ein „Pflichtbeitrag“, den die radikalfeministische Online-Redaktion veröffentlichen „musste“.
      Nebenbei: Ich weiß nicht, ob es allgemein bekannt ist: Die Online-Redaktion ist in Berlin, die Druck-Zeit-Redaktion ist in Hamburg angesiedelt. Passt ja schon irgendwie 🙂

      • Der Sitz der „ZEIT ONLINE GmbH“ ist jedenfalls auch in Hamburg.

        https://www.zeit.de/impressum/index

        Diese GmbH ist sicherlich eine 100%ige Tochter des Zeitverlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, wo nicht nur eine schlappe GmbH hintersteht, sondern immerhin auch eine Kommanditgesellschaft.
        Der Zeitverlag ist direkt für die Printausgabe zuständig. Es gibt aber nicht nur den Herrn Joffe als Herausgeber, das könnte ein ganzes Team zu sein, der „Herausgeberrat“ (ob gleichgestellt oder gleichberechtigt??):

        „Prof. Jutta Allmendinger, Zanny Minton Beddoes, Florian Illies, Dr. Josef Joffe, René Obermann“

        https://www.zeit.de/impressum/impressum-print

        Der erste Name ist ja nun einschlägig bekannt und mutmassllich für den ganzen Feminismus verantwortlich.

        • Ich habe die Zeit-Online-Redaktion in Berlin von außen gesehen, sie befindet sich im Erdgeschoss in ladenähnlichen Räumen mit großen Fenstern.

        • „Diese GmbH ist sicherlich eine 100%ige Tochter des Zeitverlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, wo nicht nur eine schlappe GmbH hintersteht, sondern immerhin auch eine Kommanditgesellschaft.“

          Ohne hier klugscheißen zu wollen, aber das Konstrukt der GmbH & Co. KG sagt nichts darüber aus, ob da eine „schlappe“ oder „starke“ Gesellschaftsform hintersteht. Das Konstrukt besagt nur eines: Es gibt eine KG, die laut HGB aus mindestens einem Komplementär und mindestens einem Kommanditisten bestehen muss. Der Kommanditist haftet nur in Höhe seiner Beteiligung, der Komplementär haftet voll. Bei der GmbH & Co. KG wird nun der Unternehmer als Kommanditist eingetragen und als Komplementär die GmbH, die aber, laut HGB auch nur in Höhe des hinterlegten Unternehmerkapitals haftet. Diese Gesellschaftsmischform hat also keine Auswirkungen auf die „Stärke“ der Gesellschaft, sondern sie führt nur dazu, dass der Unternehmer erhöhte Möglichkeiten direkter Gewinnzugriffe hat (in einer GmbH erhält der Unternehmer „nur“ ein festgeschriebenes Unternehmergehalt), bei gleichzeitiger Minimierung der Haftung. Warum haben dann nicht alle Unternehmer direkt diese Mischform? Ganz einfach: das ist nicht ganz billig, denn sowohl für eine GmbH als auch als Komplementär in einer KG muss man bestimmte Mindesteigenkapitale einbringen können. Für das Privileg, aus der Privathaftung herausgenommen zu werden, muss man halt schon was einbringen, damit eventuelle Gläubiger eine Sicherheit haben, dass sie, im Falle von Forderungsausfällen aufgrund von Firmenpleite, wenigstens ein Bisschen was zurückbekommen werden.

          Ganz witzig: dass diese Mischform möglich wurde, liegt meines Wissens an einer mutmaßlichen Schlampigkeit beim Ausformulieren des HGBs., wo zwar konsequent zwischen juristischer und natürlicher Person unterschieden wird, aber bei der KG nur definiert wird, dass der Komplementär mindestens „eine Person“ sein muss. Durch diese unpräzise Aussage wurde es möglich, als Komplementär einer KG auch juristische Personen, eben auch GmbHs, einzutragen.

  6. Ich frage mich, welche Gesellschaft gleichgeschalteter ist, die amerikanische oder die deutsche?

    In den USA scheint es, als ob alle annähernd Gebildeten derart abhängig sind, dass kaum jemand gegen den grassierenden Blödsinn den Mund aufmacht. Andererseits waren die Amis insgesamt in der Lage einen Trump an die Macht zu wählen, was zumindest einen starken Kontrapunkt setzt, der in Deutschland bisher nicht zu sehen ist. Hier fürchten wir uns immer noch vor dem historischen Schreckgespenst des dritten Reiches, in dem irrationalen Glauben, wir könnten, quasi versehentlich und über Nacht, noch einmal eine solche brutale Stärke entwickeln, wiewohl wir in Wirklichkeit schon genug zu tun hätten, das weitere Abrutschen zu verhindern…

    • Oops, falsche Mailadresse eingegeben. Nur falls sich jemand über die unterschiedliche Färbung des Avatar-Bildchens wundert. Irgendwie spinnt mein Firefox gerade und wirft zwischen den Kommentaren meine Eingaben weg.

  7. Der Autor Joffe ist Herausgeber der „Zeit“. Hier nimmt er klar eine „antifeministische Position“ ein. Wie passt das zur stramm-fanatischen feministischen Ausrichtung seiner Zeitung? Wasser predigen, aber der Chef darf Wein trinken?
    Wie kann er als vermeintlicher Liberaler den durchaus antiliberalen, ja pro-totalitären Kurs seiner Zeitung auch nur mittragen? Für mich ist Herr Joffe dadurch absolut unglaubwürdig. Oder hat man als Herausgeber nichts zu melden und er ist „the last man standing“? Der nur ab und zu solchen Leuten wie Jens Jessens verhilft, in der Zeitung Feminismuskritik zu üben (wir erinnern uns an dieses hervorragende Stück letztes Jahr).

    • Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen der gedruckten und der online-Version der ZEIT. Die gedruckte Version ist nicht so radikalfeministisch unterwegs, die Beiträge sind qualitativ besser. Nicht ohne Grund stammt der Beitrag aus der gedruckten Ausgabe.

    • Ich habe die ZEIT lange verfolgt, meine Frau und ich hatten sogar mal ein Abo. Das Prinzip ist immer ähnlich: es gibt eine Hauptstoßrichtung, die mit ununterbrochener Propaganda gespeist wird und es gibt hin- und wieder einen Alibi-Artikel in die andere Richtung, damit man ihnen keine Einseitigkeit vorwerfen kann.

      Ob das Programm „von oben“ ist oder ob sich in der Redaktion auf magische Weise ein Konsens bildet, den nur wenige durchbrechen dürfen, weiß ich nicht.

      Jedenfalls spielt der Joffe dieses Spiel seit Ewigkeiten mit, mal auf der einen Seite, mal auf der anderen.

  8. Herr Joffe hat übrigens auch einen Twitteraccount, wo er dieses toll geschriebene Stück bei „Commentary“ zuletzt vorstellte (der hier vorgestellte Miniaufsatz fehlt zB)

    lohnt sich wegen der Sprache und auch der Infos wegen zu lesen. Ist eine Art Reklame, dass die Amis doch bitte Europa als ihren strategisch wichtigsten Verbündeten weiterhin den Bauch pinseln.

    Mittlerweile denke ich, man kann den USA nur noch empfehlen, Europa und insbesondere Deutschland als politischen Gegner zu sehen, in dem wieder antidemokratische, totalitäre Kräfte dabei sind, die Macht zu erlangen (und damit meine ich natürlich nicht die AfD, sondern den legendären „Extremismus der Mitte“ von CDU, SPD und Grünen). Strafzölle auf deutsche Autos wären ein erster, richtiger Schritt, wie auch das Abschmeissen der IS-Islamisten. Die USA sollten auch eine militärische Intervention ins Auge fassen, strategisch und langfristig.

    • Was erzählst du denn da schon wieder? Es ist doch eher andersrum: Europa sollte dringend anfangen, die USA als politischen Gegner zu sehen. Die USA haben konsequent einen Großteil der Gebiete um die EU Außengrenzen destabilisiert und in den letzten Jahren die Kriegsgefahr hier gewaltig erhöht durch das einseitige Aufkündigen von Rüstungskontrollabkommen (zuletzt den INF Vertrag) und die aggressive Verschiebung der NATO Ostgrenze incl. Raketen – Abwehrzentren in Polen und Rumänien. Und beim Handel gilt und galt ohnehin immer „America first“. Siehe aktuell North Stream II und LNG Terminals sowie auch die Sanktionen gegen Russland, die nur Europa schaden und von dem Amis noch nicht einmal eingehalten werden. Rücksichtsloses Abhören und Industriespionage kommen noch dazu.

      Außerdem war es nach dem 2. Weltkrieg bekanntermaßen ein wichtiger Eckpfeiler der amerikanischen Außenpolitik, auf jeden Fall ein wie auch immer geartetes Bündnis zwischen Deutschland und Russland zu verhindern.

      • „Die USA haben konsequent einen Großteil der Gebiete um die EU Außengrenzen destabilisiert“

        Als Plan, Europa zu schwächen oder zu schaden? Ich kenne solche Ideen und kann nichts Überzeugendes daran finden. Bei allen Nachbarn, die sich zum Schlechten verändert haben, da es ist Europa gewesen, welches nichts oder das Falsche tat. Siehe zB die Türkei, die D und EU zu der islamofaschistischen Diktatur begleitet hat (Ausbildung der Kader Erdogans in D, 1 Billion Euro-Kredite an TR). Mit Lybiens Khadaffi wollte man sich arrangieren, bis er doch der USA zu unverschämt auf die Füsse tappte, den Irak hätte man sicher Kuwait überlassen, das Islamistenregime von Ägypten hätten die Deutschen allzu gerne anerkannt — die Liste derartiger Widerwärtigkeiten ist lang.

        Nein, ich sehe nur, dass D die USA unterminiert und gegen diese arbeitet. Jetzt bewegt sich D aus dem westlichen demokratischen Konsenz weg, unter lautem Anti-Trump-Getöse, weigert sich weiterhin den vereinbarten Nato-Beitrag zu leisten und fördert offen erklärten Feinde des Westens wie den Iran.

        Es erfordert nicht besonders viel Fairness, um hier den Bösewicht in D zu sehen, so leid es mit tut. Aber es gibt Dinge, die wichtiger sind als die Nation, oder?

        „Rücksichtsloses Abhören und Industriespionage kommen noch dazu.“

        Das hatte ja der Spiegel in Coverstories aufgedeckt. Das habe ich gelesen damals. Mittlerweile denke ich ganz anders über den Spiegel und würde da unter der Rubrik „Relotius“ verbuchen. Der Spiegel ist seit Ewigkeiten antiamerikanisch.

        „Bündnis zwischen Deutschland und Russland“

        Habe ich nie gehört diese Idee. Sie ist absurd und romantisierend. Russland tendierte immer dazu, eine richtige und eigene Grossmacht zu sein.

    • Hihi, die Amis Bauchpinseln uns? So nennt man das neuerdings, wenn man als Marionette tanzen darf? In Deutschland geschieht doch fast nichts ohne amerikanischen Segen, wofür gibts denn Atlantikbrücke, CFR, gleichgeschaltete Medien, stationierte Nato-Truppen, stationierte Atomwaffen, NSA-Abschnorchelei, Narrenfreiheit für five-eyes?

      Das mag aktuell ein bisschen durcheinander und unsicher sein, Dank Trump. Aber die Netzwerke stehen nach wie vor. Einen fast bedingungslosen Vasallen als Feind zu sehen, macht ebensoviel Sinn, wie ihn als Freund zu betrachten: keinen. Man baut kein Imperium, wenn man in Freund-Feind-Schemata denkt…

      • „In Deutschland geschieht doch fast nichts ohne amerikanischen Segen“

        Kommt mir andersherum vor. Die sogenannte „Brücke“ ist eher eine europäisch-deutsche als US-amerikanische Angelegenheit. Es sind die antiamerikanischen Medien, wie zB der Spiegel, die genau diesen Eindruck erzeugt haben, den du hast. Und daher verstehst du auch Trump nicht, der eben nicht zu diesem von Europa beeinflussten und damit übereinstimmenden Teil der USA gehört. Und das ist der grössere Teil der USA, die der Antiamerikanismus nur als Hinterwäldler und religiöse Fanatiker kennen will, die längst abgehängt wären.

  9. Zu dieser Stelle im Text von Joffe, zu dem Zusammenhang, als er den Feminismus mit einem Kulturumbruch nach Nietzsche erklärt:

    „Nietzsche, der wie kein anderer die Kulturumbrüche unserer Zeit vorausgesehen hat, sprach von der „Umwertung aller Werte“ und dem Ende der „verwegenen“ Männlichkeit.“

    Das Feindbild des Feminismus hat aber nichts mit jener „Verwegenheit“ Nietzsches zu tun, absolut nicht.
    Und Umwertug aller Werte war eine Apologie der reinen Macht, die geradezu zum Missbrauch auffordert.

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