„Als Penis zwischen den Fronten des Patriarchats und des Feminismus“

Timothy Endut ist ein männlicher Feminist und er sieht sich weniger als Mann als vielmehr als Mann*. Er empfindet die männliche Geschlechterrolle als etwas einengend, würde gerne mehr weinen, mehr Emotionen zeigen und mehr körperliche Nähe bei Männern und Frauen zulassen können etc. Er sieht für diesen Zustand eine Verantwortung von Männern und Frauen, bewegt sich also schon etwas außerhalb des klassischen Feminismus.

Dann fordert er sogar eine Einbeziehung von Männern in den Feminismus:

Wir alle sind geborene Sexist*innen, denn die Gesellschaft selbst ist sexistisch. Wir können nichts anderes tun, als alte reproduzierte Werte und Handlungsweisen zu hinterfragen und dann schliesslich abzuschaffen. Denn solange Geschlechterrollen existieren, werden wir nie gleichgestellt leben. Solange wir eine Rolle spielen, werden wir nie uns selbst sein können – nämlich Menschen.

Da könnte man natürlich wieder auf die Studien zu den biologischen Grundlagen der Geschlechterrollen verweisen und insbesondere auf dieses Schaubild:

Damore Populationen Normalverteilungen

Damore Populationen Normalverteilungen

Wenn die Geschlechterrollen Normalverteilungen sind, dann gibt es eben Leute, die sich in den Geschlechterrollen super wohl oder zumindest wohl fühlen und welche, die eher an dem äußeren Rand hin zum anderen Geschlecht befinden sind und sich deswegen nicht so wohl fühlen. Daraus folgt aber nicht, dass die, die sich wohl fühlen nun per se auch weinen wollen müssen und befreit werden müssen, sondern nur, dass man die Abweichungen in alle Richtungen zulassen sollte ohne damit zu entwerten, dass sich die meisten in den jeweiligen Rollen ganz wohl fühlen.

Aber nun zu seinem eigentlichen Anliegen:

Wir sind der böse Patriarch

Dies gesagt, ist es umso störender, dass ich als Mann* nicht als Teil der Bewegung gegen Gewalt an Frauen verstanden werden darf, sondern lediglich als Sympathisant. Der Mann sei Teil des Problems, jedoch auch Teil der Lösung. Es wird Zeit, dies auch so zu leben. Als Feminist* kann man sich zurzeit immer nur gebückt für den Feminismus stark machen. Denn sonst würde man sich ja als Mann für die Rechte der Frau stark machen. Es wird wohl nicht lange dauern, bis ich wegen dieses Texts des Mansplaining bezichtigt werde. In dieser steten Angst muss man als Feminist* leben. Man darf und soll sich zwar für den Feminismus einsetzen, aber bitte ja nicht mitdiskutieren.

Der radikale intersektionale Feminismus ist eben sehr einfach aufgebaut. Als PoC hätte Tim wohl noch gewisse Rechte im Bereich Rassismus, als Mann ist er aber der Böse und muss die Frauen machen lassen.

Denn der Mann wird noch immer von vielen Frauen grundsätzlich als Patriarch verteufelt. Im Zweifel gegen den Angeklagten. Doch wer ist denn der Patriarch? Es ist wichtig, dies genau zu definieren und nicht allgemein Menschen mit Penissen als schlechte Menschen abzustempeln. Nicht der Mann ist der Feind, sondern die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Und von denen ist auch der Mann* betroffen.

Das wäre der offizielle Ausweg, der aber nicht berücksichtigt lässt, dass man Privilegierter ist und als solcher eben nicht marginalisierten etwas vorschreiben darf oder sich auch nur äußern darf. Natürlich ist man ein schlechter Mensch. Man hat ja in diesem sehr simplen Modell die Erbsünde in sich, eben die Privilegien des Mannes. Und die bestehen auf Kosten der Frauen. Also muss  man diese vollständig ablegen, was auch nicht möglich ist. Man kann sich also allenfalls beständig die Büßerpeitsche auf den Rücken hauen und mitmachen solange es den anderen genehm ist. Die Betroffenheit des Mannes tritt insofern ganz schnell hinter seiner Privilegierung zurück. Zudem ist man für diese als Repräsentant der Gruppe ja eh selbst verantwortlich und kann kaum erwarten, dass Frauen nur Kraft aufwenden, den sie für den eigenen Kampf brauchen, um einem privilegierten Mann zu helfen.

Die fehlende Inklusion von Männern* steht der Bewegung und dem Feminismus im Weg. Genau deswegen fällt es vielen Männern schwer, sich zum Thema zu äussern und sich dafür stark zu machen. Das wäre jedoch äusserst wichtig. Wir brauchen alle. Weshalb denken wir in Geschlechtern, wenn wir doch als Menschen Gleichstellung brauchen. Es braucht einen inklusiven Feminismus. Denn stellen wir uns als Gesamtheit der Gesellschaft gegen Sexismus, dann stirbt er ganz von selbst. Der*die Gegner*in des Patriarchats darf kein Geschlecht kennen.

Ein netter Appell. Aber im Feminismus gibt es keine Kekse für Männer. Es ist ihre gottverdammte Pflicht an der Befreiung der Frau zu arbeiten und sich ihrer Privilegien zu entledigen. Rumheulen, dass man ja neben der großen Vorteile auch ein paar Nachteile habe ist insofern eher verpönt.

Im radikalen Feminismus kann es keine Gleichstellung geben. Weil die ganze Theorie auf einem sehr schlichten Gut-Böse Modell aufbaut. Und kein Geschlecht kennen, dass kann in diesem Modell eben nur ein Privilegierter sagen. Weil er ja die Nachteile der anderen dann leichter ausblenden kann, von denen er profitiert.

31 Gedanken zu “„Als Penis zwischen den Fronten des Patriarchats und des Feminismus“

  1. Wir können nichts anderes tun, als alte reproduzierte Werte und Handlungsweisen zu hinterfragen

    Das ist der erste und wichtigste Schritt, wenn man meint ein Problem erkannt zu haben.

    und dann schliesslich abzuschaffen.

    Und das ist ideologischer Bullshit. Wenn das Ergebnis bereits vorher feststeht, kann und muss nicht hinterfragt werden.

    Nicht der Mann ist der Feind, sondern die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Und von denen ist auch der Mann* betroffen.

    Ein guter Ansatz, mit dem Mann sofort anfangen kann zu arbeiten. Streicht man Frauen konsequent jegliche Vorteile, die sonst nur aufgrund des Geschlechts gewährt werden verschwinden die Nachteile für Männer praktisch von ganz alleine. Ignoriert man z.B. das süße Lächeln und Wimpernklimpern einer Frau um sie auf Augenhöhe zu behandeln, wird das Leben sofort viel einfacher. Zugegeben, den Frauen gefällt es in der Regel nicht.

    Und es geht mir damit nicht darum, dass man jetzt die Frauen der eigenen Familie vor den Kopf stoßen soll. In den meisten Familien dürfte ein gesundes Geben und Nehmen herrschen, dass am Ende Vorteile für alle bietet.

    Für alle anderen, wie z.B. Arbeitskolleginnen gilt: Hier im Westen von einer Unterdrückung des weiblichen Geschlechts zu reden kann bestenfalls als Farce bezeichnet werden.

    als Mann ist er aber der Böse und muss die Frauen machen lassen.

    Und das ist dann auch die logische Konsequenz und nicht nur ein radikalfeministisches Gebot. Für starke, selbständige und selbstbewusste Frauen ist das doch kein Problem. Oder?

  2. Supertext! Vermutlich die beste Zusammenfassung des gröbsten Unfugs in sämtlichen modernen und postmodernen Femiströmungen, die ich je gelesen habe.
    Und dann noch als eine Art „Gesetz“ über die zwingend anbefohlenen Allyverhaltensvorschriften formuliert und regelrecht im Schlamm wälzender Masochismo vorgetragen.
    Noch geiler geht’s nicht!

    ( Oder ist das gar keine Satire? )

    • Doch, muß Satire sein. Daß jemand so dermaßen in ’s Auge beißende Eigenwidersprüche ( implizite Kernaussage: „Je richtiger ich alles mache, desto unwürdiger bin ich, ich widerliches Stück Dreck! Deshalb mache ich es ja!“ ) scheinbar nicht mal bemerkt, kann gar nicht sein, oder?

  3. Ich muss noch mal nachfragen: Wieso ist „Gewalt gegen Frauen“ das Thema und nicht „Gewalt gegen Kleine“ oder „Gewalt gegen Brillenträger“?

    Hat das schon jemand geklärt?

  4. „als alte reproduzierte Werte und Handlungsweisen zu hinterfragen und dann schliesslich abzuschaffen.“

    Hier ist der strukturell Denkbefreite doch schon so klar zu sehen, da erübrigt sich doch der Rest.

    Wenn einer schon vorher weiß, was er abschaffen will, dann kann er sich das Hinterfragen direkt sparen.

    Aber es scheint einen großen Druck und Drang zu geben, sich mit den Drachentötergeschichten von Lügnern zu befassen.

    • „Mein Körper mit Bart und Penis zeichnet sich als Feind – meine Vernunft weiss, ich bin Opfer.“

      Ich bin schizo, in mir zieht´s so.

      „Genau dieser Körper kommt in diese Welt, erfährt von zwei Geschlechtern und hat zu entscheiden.“

      Löst der toxische Feminismus Schizophrenie aus oder sucht die Krankheit sich eine passende Ideologie?

      „Man lernt stark zu sein, nicht zu weinen, bald einer Frau den Hof zu machen und Ernährer werden zu müssen.“

      Wenn man sich das eingeredet hat machen zu müssen…. Man kann es doch genauso lassen? Was will der Typ? Merkt er nicht, dass nur er es ist, der an dieser Stelle das „Patriarchat“ verkörpert? Um es all den anderen zu unterstellen, um sich von ihnen abzuheben. Kann man unehrlicher sein?

      „Wir alle sind geborene Sexist*innen, denn die Gesellschaft selbst ist sexistisch.“

      Nur in der eigenen kranken Phantasie, Baby!

      „Denn solange Geschlechterrollen existieren, werden wir nie gleichgestellt leben.“

      Gleichstellung ist nicht nicht genug, es muss schon die absolute Gleichheit sein. Drunter geht es nicht. Der geschlechts*lose* Mensch ist das Ziel.

      „Nicht der Mann ist der Feind, sondern die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen.“

      Ja, der Kapitalismus. Gähhhhn.

      „Die fehlende Inklusion von Männern* steht der Bewegung und dem Feminismus im Weg.“

      Wir könnten viel stärker sein, wenn wir mit dem Drecksfeminismus nicht die Männer aus unserer Bewegung ausschliessen würden, so der Gedanke bereinigt vom ideologischen Stuss.
      Nee, lieber Mann*, das macht die Fraktion vom Klimawandel schon viel besser als ihr, da könnt ihr nur neidisch werden 😀

  5. Timothy Endut ist ein männlicher Feminist und er sieht sich weniger als Mann als vielmehr als Mann*. Er empfindet die männliche Geschlechterrolle als etwas einengend, würde gerne mehr weinen, mehr Emotionen zeigen und mehr körperliche Nähe bei Männern und Frauen zulassen können etc.

    Und er denkt wenn er sich als Mann* bezeichnet und nicht als Mann, dann wird dieses Verhalten beim ihm von anderen mehr akzeptiert? Woran erkennt man denn das er ein Mann* und kein Mann ist? Und schreibt er mit dieser Unterscheidung nicht der Rolle Mann genau dieses Verhalten zu und engt sie dadurch ein? So gut wie die einzigen Menschen die immer wieder sagen das Männer nicht weinen und Gefühle zeigen „dürfen“ sind Feministen.

    Als Feminist* kann man sich zurzeit immer nur gebückt für den Feminismus stark machen. Denn sonst würde man sich ja als Mann für die Rechte der Frau stark machen. Es wird wohl nicht lange dauern, bis ich wegen dieses Texts des Mansplaining bezichtigt werde. In dieser steten Angst muss man als Feminist* leben. Man darf und soll sich zwar für den Feminismus einsetzen, aber bitte ja nicht mitdiskutieren.

    Das ist natürlich kein Grund den Feminismus als Bewegung für Gleichberechtigung mal in Frage zu stellen? Feminismus ist auch gut für Männer, listen and believe, male scum!

    Denn der Mann wird noch immer von vielen Frauen grundsätzlich als Patriarch verteufelt. Im Zweifel gegen den Angeklagten. Doch wer ist denn der Patriarch? Es ist wichtig, dies genau zu definieren und nicht allgemein Menschen mit Penissen als schlechte Menschen abzustempeln.

    Und die Antwort der Feministinnen wird sein, dass sie mit „alle Männer“ natürlich nicht alle Männer meinen und wer sich da als Mann trotzdem angesprochen fühlt, ist Teil des Problems… oder das ganz ist nur Satire #KillAllMen

    Nicht der Mann ist der Feind, sondern die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Und von denen ist auch der Mann* betroffen.

    Patriarchale Gesellschaftsstrukturen, in den Frauen länger leben, weniger arbeiten, weniger Steuern und in die Sozialkassen einzahlen, dafür aber mehr Leistungen, Förderungen und Rechte erhalten, in denen es in JEDEM Bereich des Gesetzes ein Vorteil ist eine Frau zu sein, in denen Frauen für die gleichen Verbrechen IM SCHNITT 63% geringere Strafen erhalten und im Bildungssektor für die gleichen Leistungen bessere Noten erhalten sowie sie die Mehrheit der akademischen Abschlüsse machen (klares Zeichen für Diskriminierung!).

    Aber das alles zählt nicht, denn bei Volkswagen sitzen mehr Männer wie Frauen im Vorstand.

    Die fehlende Inklusion von Männern* steht der Bewegung und dem Feminismus im Weg. Genau deswegen fällt es vielen Männern schwer, sich zum Thema zu äussern und sich dafür stark zu machen.

    Ja klar und …

    Aber klar, tue nur so als ob Weinen das größte Problem von Männern ist. Feministinnen werden dich dabei unterstützen…

    https://qph.fs.quoracdn.net/main-qimg-cc5d4b6bcf7121fd959d069af8727df1.webp

    • „in denen Frauen für die gleichen Verbrechen IM SCHNITT 63% geringere Strafen erhalten “

      Mich würde mehr begeistern, wenn die Verbrechen, die vorzugsweise von Frauen begangen werden, endlich gleichberechtigt in den Kanon aufgenommen werden.

      Solange „ein’ in die Fresse“ schwerer geahndet wird als „Leben zerstören durch Leumundsschädigung“, werden Männer, was Gleichberechtigung angeht, keinen Fuß auf die Erde kriegen.

      Dass irgendwann ein Weib für Körperverletzung die volle Strafe kriegt und nicht 40% Rabatt, wird am Geschlechterverhältnis nichts ändern.

      Aber wenn irgendwann Konsens ist, dass eine Frau für eine Falschbeschuldigung länger in den Bau geht (weil schwerere Folgen) als ein Vergewaltiger, dann sind wir im Gespräch.

    • „Und die Antwort der Feministinnen wird sein, dass sie mit „alle Männer“ natürlich nicht alle Männer meinen und wer sich da als Mann trotzdem angesprochen fühlt, ist Teil des Problems…“

      Vor allem ist man „Teil des Problems“ wenn man sich NICHT angesprochen fühlt!
      So ist das feministische Framing: ein einziges Kafka-Trapping.

      Und damit niemand merkt, dass wirklich „Männer“ gemeint sind und zwar alle, wird feige-hinterhältig rumgelogen, es ginge ja nur um „bestimmte gesellschaftliche Erwartungen davon, wie Männer* zu sein und sich zu verhalten haben.“ Exakt das was alle fanatischen Judenhasser, von Hitler bis Farrakhan, machen: die bösen Juden von den guten Juden trennen, man hat ja auch nur was gegen den „Zionismus“ oder die „Weltverschwörung“.

      „Ob in den Kommentarspalten der Tageszeitungen oder am Küchentisch mit Freund*innen, wer sich als Feminist*in outet, wird oft als Männerhasser*in abgetan.“

      https://tsri.ch/zh/womens-march-manner-in-den-feminismus-und-was-frauen-dazu-beitragen-konnen/

      Was völlig zurecht geschieht.

      „Trotzdem schreiben wir häufig lieber «Fuck Patriarchy» auf unsere Transparente, statt zu sagen, was wir damit meinen und was wir damit erreichen wollen. Nämlich Gleichberechtigung für alle*, nicht die Bevorzugung der Frau*.“

      Es ist ja nicht unsere Schuld, wenn die Leute das Kleingedruckte nicht lesen! Niemand soll uns die Schuld an dem politischen Hass geben können, den wir entfesseln.

      Auch diese Taktik der Demagogen ist so alt wie die Demagogie selbst! Erstaunlich, dass sie immer wieder zu funktionieren scheint, wenn sie nur mit den richtigen Vorurteilen des Zeitgeistes gefüttert wird.

      „Um traditionelle Männlichkeitsvorstellungen zu verändern, müssen wir im Kleinen, Alltäglichen ansetzen.“

      Auch diese Taktik der Demagogen, Diktatoren und Tyrannen ist so alt wie die Menschheit: das Politische muss alles erfassen und durchdringen, ganz sicher alles Private. Nur so ist TOTALITÄRE Kontrolle möglich, sine qua non.

      „kommen wir zu unserem Ziel: zu einer toleranten, gleichberechtigten und gewaltfreien Gesellschaft.“

      Das feministsche Framing ist ganz einfach zu begreifen: immer genau das Gegenteil von dem behaupten, was man wirklich will. Das ist der erste Schritt den Gegner in den eigenen Rahmen des eigenen Narrativs einzubetten. So dass er sich nicht mehr wehren kann. Feministisches Framing ist maximales Gaslighting.

  6. Denn solange Geschlechterrollen existieren, werden wir nie gleichgestellt leben. Solange wir eine Rolle spielen, werden wir nie uns selbst sein können – nämlich Menschen.

    Was wäre denn daran erstrebenswert, als geschlechtsloses Neutrum zu leben?

    und welche, die eher an dem äußeren Rand hin zum anderen Geschlecht befinden sind und sich deswegen nicht so wohl fühlen.

    Und auch welche, die sich dennoch (oder erst recht?) wohlfühlen.

    • Was wäre denn daran erstrebenswert, als geschlechtsloses Neutrum zu leben?

      für eine Frau definitiv nicht, die würde sich verschlechtern.
      Für einen Mann, hmmmm ?? wenn man mal die Berichte von MGTOW Monks wirklich ernsthaft studiert kann man für Männer ins grübeln kommen.

      • kurz gesagt, der Schritt vom am Geschlechterzirkus teilnehmenden Wesen zum Neutrum würde für Frauen wohl eher den Verlust von Privilegien bedeuten, für Männer wohl eher die ´Befreiung von Belastungen.

  7. „Alte Werte hinterfragen und abschaffen“ wollen, und dann Gleichstellung tröten.

    An dieser Stelle muss man dann das Thema aufgreifen und schlicht hinterfragen, warum wir aufgehört haben, Hexen zu verbrennen.

    Hexen erkennt man übringens daran, dass sie dann pseudo-echauffiert irgendwas über Frauenrechte und Gleichstellung labern, ohne irgendwie erklären zu können, warum das „gut“ sein soll, geschweige denn irgendein Argument dafür hätten, warum Hexenverbrennungen schlecht sind.

    Von daher, im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit: Verbrennt die Hexe*.

  8. Zusammenfassend kann man zu seinen Auslassungen sagen:
    Falscher Adressat. Denn an dem was er beklagt ist nicht primär das Patriarchat schuld. Das „Patriarchat“ ist lediglich die Form gewordene Erwartungshaltung von Frauen, wie Männer zu sein haben. Diese haben sie nicht von Männer aufgedrängt bekommen, sondern die haben Sie ganz alleine im Laufe der Evolution entwickelt, weil diese Männer am besten das Fortkommen ihrer selbst und ihrer Kinder garantieren können.
    Ob diese von im Wesentlichen von weiblichen Vorstellungen und Erwartungen geprägte Gesellschaft zukunftsfähig ist bezweifle ich aber arg.

    • Da die Menschheitsgeschichte eine lange ist, kann davon ausgegangen werden, dass die heutigen Zusammenhänge ein erfolgreichste Weitergabe der Gene ermöglicht hat.
      Genauso kann man davon ausgehen, das viele andere Spielarten von der Evolution ausprobiert wurden, diese jedoch nicht so erfolgreich waren (verhungert oder als Tierfutter geendet).
      Darwin nannte es Selektion, es überleben halt die am besten angepassten.

      Wenn man sich die Reproduktionsrate der westlichen Gesellschaften ansieht, dann ist klar was es bedeutet, wir befinden uns nicht mehr den Pfad der besten Anpassung.

      • Sage ich doch seit immer! Das größte, längste und ausgefuchsteste empirische Experiment aller Zeiten ist die Evolution selbst.
        Wer meint das mal eben mit einer Flachideologie und ein paar Brechstrangengesetzen zu „irgendwie besser“ umstricken zu können, ist schlichtweg merkbefreit.

        • Nun klar, im Gegensatz zu vielen Jahrhundert zuvor gibt es heute Mittel und Wege nicht nur eine Stadt auszurotten, sondern gleich das meiste Leben auszurotten.

          Ändert aber nichts an der Tatsache, das wir von vielen Entwicklungen nur darum nichts wissen, weil wir schlicht und ergreifend keine Aufzeichnungen haben, diese nicht deuten können Aufgrund der simplen Tatsache, dass die Erblinie einfach ausgestorben ist.

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