gegenderte Sprache

Als Beleg dafür, dass gegenderte Sprache wichtig ist wurde mir bereits wiederholt diese Studie vorgehalten:

Zusammenfassung: Die vorliegende Untersuchung prüft, ob sogenannte “generisch” (d.h. in geschlechtsneutralem Sinne verwendete) maskuline Sprachformen dazu führen, dass Personen geschlechtsausgewogen mental repräsentiert werden. Unter dem Vorwand einer Untersuchung zur Kreativität wurden 150 studentischen Versuchspersonen schriftlich Sätze vorgegeben, die eine Personenbezeichnung im Plural in verschiedenen Sprachformen (generisches Maskulinum, Binnen-I, Schrägstrich-Schreibweise) als Satzsubjekt enthielten. Die Versuchspersonen sollten kurze Geschichten über die bezeichneten Personen schreiben und diese Personen dabei auch namentlich benennen. Die Ergebnisse zeigen, dass generisch maskuline Formen zu mehr Repräsentationen männlicher Personen führten als die sprachlichen Alternativen. Eine Gleichverteilung männlicher und weiblicher Repräsentationen trat ausschließlich bei der Verwendung der Schrägstrich-Schreibweise auf, wohingegen das generische Maskulinum zu einem höheren Anteil repräsentierter Männer, die Binnen-I-Form dagegen zu einem höheren Anteil repräsentierter Frauen führte.

Quelle: Sind Frauen mitgemeint? Eine empirische Untersuchung zum Verständnis des generischen Maskulinums und seiner Alternativen

in dem ersten Test werden die Personen zu ihren beliebtesten Romanhelden, Lieblingsmalern, -musikern und Sportlern befragt und die Frage einmal im „generischen Maskulinum“ in neutraler Sprache „ihre liebste heldenhafte Romanfigur“ oder mit Doppelnennung „Ihre liebste Romanheldin, ihr liebster Romanheld“.

Zu den Ergebnissen:

Wenn ich das richtig verstehe, dann war der Unterschied zwischen dem generischen Maskulinum und den beiden anderen Formen „signifikant (p<.05) was erst einmal auch nur einen minimalen Effekt ohne wirklichen Aussagegehalt zulässt.

Eine Unterschied zwischen Neutral und Beidnennungen gab es auch nicht.

Frauen nannten mehr Frauen als Männer, was auch wenig verwunderlich ist, weil Männer und Frauen eben auch andere Interessen haben und andere Bücher lesen etc.

Im zweiten Experiment forderten sie die Befragten auf Mitzuteilen, wen sie der CDU oder SPD als Kanzlerkandidaten empfehlen würden bezüglich der Wahl im Jahr 1994.

Das finde ich eine reichlich ungeeignete Frage, denn zu diesem Zeitpunkt kandidierte Rudolf Sharping für die SPD, der sich in einem harten Kampf gegen Oscar Lafontaine und Schröder durchgesetzt hatte, man zog als Troika in den Wahlkampf (die aber nicht wirklich an einem Strang zog). Vorher war Björn Engholm im Gespräch gewesen, der über die Barschel-Affäre zurücktrat.

Bei der CDU war Helmut Kohl seit 1982 Bundeskanzler und sollte es auch noch bis 1998 bleiben.

Frauen als ernsthafte Kandidaten für den Posten waren demnach von vorneherein nicht im Gespräch. Rita Süßmuth wurde zwar Bundestagspräsidentin, war aber meines Wissens nach nie als Kandidatin gehandelt worden, wie auch gegen den amtierenden Bundeskanzler? Hatte Merkel da schon nähere Ambitionen mitgeteilt? ich muss zugeben, dass mir die genaue Lage nicht mehr so präsent ist.

zu der genauen Fragestellung:

Zum Ergebnis:

Interessanterweise gab es also Kandidatinnen bei der SPD.  Heide Simonis? Herta Däubler-Gmelin? Christine Bergmann ? Ulla Schmidt? ich habe keine Ahnung.

Ein Aspekt, den ich allerdings ganz wesentlich finde, ist, dass sich dadurch die Qualität der Antworten verschlechtert hat. Denn Frauen waren zu diesem Zeitpunkt gar nicht im Rennen, hatten sich dafür auch nichts ins Gespräch gebracht und waren insoweit keine geeigneten Kandidaten mit dem passenden Rückhalt.
Es darf vermutet werden, dass die Doppelnennung schlicht dazu führte, dass die Leute weitere bekannte Politiker genannt haben, die aber letztendlich nicht ernsthaft für eine Kandidatur in Betracht kamen. Sie haben insofern keine bessere Antwort geliefert, sondern lediglich einen zusätzlichen Impuls für eine erweiterte Antwort erhalten. Ein wirklicher Einfluss der Sprache ist aus meiner Sicht damit nicht zu ermitteln.

 

Auch hier scheint mir die reale Situation weit eher die Lage zu gestalten. Bei der SPD war ein weiterer Kandidat dann wahrscheinlich eher aus der Troika und diese bestimmte die Wahrnehmung unabhängig von der Sprache. Neben Kohl gab es keinen Kandidaten, also konnte man beliebige höhere Politiker nennen.

Der Text führt aus, dass bei der SPD ggfs noch Heide Simonis angeführt worden ist, ansonsten aber Männer, bei der CDU war es noch Rita Süßmuth.

In dem dritten Test wurden dann berühmte Persönlichkeiten erfragt, ebenfalls wieder mit den drei Varianten:

Auch hier scheinen mir die Werte wieder sehr klein zu sein, wenn ich das richtig verstehe. Es wurden im Schnitt 11 Personen genannt, davon im generischen Maskulinum 2,37 Frauen, bei Beidnennung 2,67 Frauen und beim „BinnenI“ 4,72 Frauen, wenn ich das richtig verstehe?  Wobei einige das Binnen-I anscheinend als Aufforderung gesehen hatten, nur Frauen zu nennen, was bereits ja die Ergebnisse schwierig einzuordnen macht, weil ja auch nicht klar ist, ob anderen nur nach einiger Zeit die Frauen ausgegangen sind und sie deswegen Männer genommen haben oder ob sie ihren Irrtum erst in der Mitte bemerkt haben.

Männliche Befragte haben zudem weniger Frauen genannt als die Frauen, es war aber auch nicht die gleiche Anzahl von Männern und Frauen vorhanden, was die Gruppeneinteilung auch interessant macht. Mir ist insofern etwas unklar, wie der Test vorgenommen worden ist: Man kann ja nicht die verschiedenen Fragebögen den gleichen Gruppen vorlegen. Die Rede ist zB in Studie eins von 46 Männern und 50 Frauen denen verschiedene Fragebögen vorgelegt worden sind. Wie waren Männer und Frauen verteilt auf die verschiedenen Fragebögen? Wenn ein Fragebogen einer Art von mehr Frauen beantwortet worden ist (was auch bei gleichen Frauen und Männern schnell passieren kann), dann wäre der Test, da diese mehr Frauen nennen, von vorneherein wertlos. Findet sich da was zu?

In dem vierten Text sollte eine Person auf einem Bildschirm einer Gruppe zugeordnet werden. Es stand beispielsweise „Sportler“ auf dem Bildschirm und dann wurde ein Bild abgebildet, welches entweder eine zu dieser Kategorie passte oder nicht. Es ging darum ob mit passenden/unpassenden Sprachformen die Zuordnung leichter fällt und schneller erfolgt. Dazu musste eine Ja/Nein Taste gedrückt werden

Das ist als Test ganz interessant: Personen mit einer negativen Einstellung zu geschlechtergerechten Sprache war die Sprache egal. Sie reagierten jeweils gleich schnell.

Leute, die die Geschlechtergerechte Sprache gut fanden reagierten langsamer bei Frauen im generischen Maskulismus, beim Binnen-I reagierten sie langsamer auf Männer.

Könnte eine interessante Reaktion sein, weil es zeigt wie Ideologie wirkt.

Bei Beidnennung ergaben sich keine Unterschiede. Die geschlechtergerechte Sprache hatte also nur dann einen Effekt, aber einen sehr gemischten, wenn jemand eine positive Einstellung dazu hatte. Ob die Studenten mit der positiven Einstellung genau das als Ergebnis erzielen wollten wäre auch interessant.

Die Studie scheint mir insofern wenig geeignet einen großen Effekt der geschlechtergerechten Sprache zu zeigen.

 

 

 

26 Gedanken zu “gegenderte Sprache

  1. Letztendlich läuft es nur wieder darauf hinaus, dass man keiner Statistik oder Studie trauen sollte, die man nicht selbst gefälscht oder manipuliert hat.

    Die Frage nach Lieblingsmusikern mag noch relativ neutral sein. Bereits bei Sportlern, insbesondere aber auch bei den Romanhelden dürfte bei den meisten Männern klar sein, dass sie unabhängig von der Benennung eher an männliche Sportler (bspw. Fußballerer) und männliche Helden nennt.
    Denn üblicherweise sind die Helden eben männlich und für Männer interessanter Fußball wird meist von Männern gespielt.

    Nimmt man z.B. einige Randsportarten wie Angeln, Skateboarden oder Billard, dürfte die Frage nach den persönlichen Lieblingen sogar sehr deutlich ausfallen. Ganz einfach weil diese Sportarten ja schließlich männlich „dominiert“ sind. (Dass Frauen dort nicht ausgegrenzt werden dürfte jedem hier klar sein.)

    Die zweite Frage ist so dämlich wie sinnlos, wenn sie Frauen als potentielle Kandidaten von vornherein ausschließt. Und das selbe gilt dementsprechend für die Studie.

    • Der Begriff „geschlechtergerechte“ Sprache ist ein Unwort an sich und sollte tunlichst vermieden werden.
      Daran ist nichts „gerecht“, es ist gegenderte Sprache vs. nicht gegenderte Sprache, so wie in der Überschrift.
      Die Benutzung des Begriffs erkennt bereits an, dass die Nichtbenutzung dieser selbstedeklarierten „gerechten“ Sprache in irgend einer Weise „ungerecht“ und somit auch „unrecht“ sei. Diese Implikation ergibt sich zwingend aus dem Wort. Der Begriff selbst ist bereits derart mit ideologie überladen, dass er zu vermeiden ist.

      An der Stelle haben sie ja doch ein bisschen recht: Sprache formt natürlich das Bewusstsein, und wenn man derart wWertende Begriffe etabliert, hat das für die Wahrnehmung natürlich Konsequenzen.

      Wobei ich nochmal Wert darauf lege, dass im ggs zu männlich / weiblich hier wirklich wertende Attribute verwendet werden, um die eigene Agenda als „gerecht“ zu markieren im ggs zur „ungerechten“ Agenda aller, die sich als Gegner aufstellen. Das ist wirklich Propagandasprache.

      .

  2. Warum sollen eigentlich „Personen geschlechtsausgewogen mental repräsentiert“ werden? Welchen Vorteil bringt das für wen? Macht es wirklich Sinn, wenn man von Bergleuten spricht, sich dabei immer auch Frauen vorzustellen?

    Welchen Nutzen hat das, außer das es der intellektuellen Selbstbefriedigung der Feministinnen dient?

    • „Bergleute“ ist ein geschlechtsneutraler Begriff.
      „Bergmänner“ wäre es nicht.

      Vermutlich deshalb ist der Frauenanteil in diesem Beruf auch so ausgeglichen /sarkasm

  3. Was man sich wohl mental so vorstellt, wenn die Ansage lautet: „Denk auf keinen Fall an einen rosa Elephanten!“.

    Die Vielen wissen doch, der Vielen Probleme sind das Viele.

  4. Ich frage mich immer: Als die Feministinnen früher zur Schule gingen und es hieß: „Alle Schüler haben heute hitzefrei“… Wie lange genau mussten die dann nachdenken, bevor sie sich entscheiden konnten, ob sie nach Hause gehen oder nicht?

    Die Phrase „Schüler und Schülerinnen“ ist nichts anderes als „Schüler unter besonderer Betonung der weiblichen“. Kein Wunder, dass sie davon mehr haben wollen.
    Aber das sollte man doch nicht ernst nehmen.

  5. Man hätte natürlich in einer Schule nach den Lieblingslehrern fragen können.
    Oder dem Lieblingsfriseur.
    Unter Patienten einer Klinik nach der Lieblingspflegekraft.

    Hat man nicht gemacht.
    Weil hätte nicht das gewünschte Ergebnis gebracht.
    Man legt das gewünschte Ergebnis bereits in die Fragestellung.
    Die Ideologie steckt bereits in der Auswahl Vorgaben.

  6. „Leute, die die Geschlechtergerechte Sprache gut fanden reagierten langsamer bei Frauen im generischen Maskulismus, beim Binnen-I reagierten sie langsamer auf Männer.

    Könnte eine interessante Reaktion sein, weil es zeigt wie Ideologie wirkt.“

    Spannend! Wie hat man sich denn eine Frau im generischen Maskulismus so vorzustellen?

    Ansonsten, Frage an die, die sich solche – nach derbem Junk müffelnde – Studien komplett und en Detail durchlesen:
    Gibt es da auch Gegenproben, also Fragen nach den Reaktionen auf das „generische“ Femininum und das „generische“ Neutrum?
    Stellt man sich bspw. bei einem Mitglied, eher einen Mann, ein geschlechtsneutrales Mitglied ( ähm, wisstschon ), oder bei Mitglied/In eher eine Feministin vor?
    Oder eher ein Ohneglied, oder eine Mitmöse?

    • Generisch feminine oder neutrale Personenbezeichnungen gibt es ja.

      Die Person ist generisch weiblich
      Leute ist ein pluraletantum und neutral
      Der Mensch ist generisch maskulin

      Es sollte doch möglich sein, eine Formulierung zu finden, in der man einmal von Personen (weiblich), von Leuten (neutral) und einmal von Menschen (männlich) spricht.

      Jede Wette, dass solche Sprachspezialisten – nein, Sprachspezialisierte – „Die Person“ nicht so recht als generisch weibliche form anerkennen wollen und irgendwelche Ausflüchte dazu finden. Weil in dem Fall die weibliche Form halt nicht besonders berücksichtigt wird. Das ist das eigentliche, um was es geht – eine besondere Hervorhebung des weiblichen. Wie schon Only_me bemerkte.

  7. Der Begriff „Repräsentation“ ist schon ein inhaltsleerer ideologischer Ansatz. Damit erreicht man von den empirischen Gegebenheiten zu abstrahieren. Dann wird „Gerechtigkeit“ auf eine vermeintlich gleichzahlige Repräsentation festgelegt. Mit diesen definitorischen Tricks läßt sich die Wirklichkeit ausblenden. Dass Männer in vielen Bereichen des Lebens durch ihre größere Leistungsbereitschaft, ihren Konkurrenzwillen und ihre erworbenen Fähigkeiten dominieren kann dadurch ignoriert werden. Die „gendergerechte“ Sprache ist eine narzisstische Beschönigung der Realität. Sie verändert nichts an den Tatsachen, sondern dient der Selbsttäuschung. Außerdem ist sie ineffizient und unästhetisch, eine echte Kulturschande.

  8. Das Problem mit der Studie ist nicht ihre fehlende Aussagekraft, sondern die faktische Wirkung auf das politische Denken, die sich schon entfaltet hat. Ich denke, heute würde die Mehrzahl der befragten Gymnasiasten bestätigen, dass der Satz „Dort stehen zwanzig Schüler“ die weiblichen Schüler unsichtbar macht. Wenn Vertreter aus bestimmten Mileus befragt werden, verschiebt sich das Ergebnis vermutlich etwas nach oben oder unten aber dass Genus ungleich Sexus ist heute kein allgemein akzeptierter Fakt mehr.

    Um die allgemeine Meinung wieder umzukehren, müsste sich erst ein Kind Gehör verschaffen und für alle vernehmbar rufen: „Der Kaiser ist ja nackt!“ Daran ist in absehbarer Zeit nicht zu denken. Und irgendwann sind alle Formulare etc. pp. umgestellt und die Verwaltung antwortet auf den Ruf: Mag schon sein, aber eine Umstellung wäre jetzt zu teuer.

    • Sehe ich genauso. Das Ergebnis der Studie dürfte im Wesentlichen tatsächlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung sein, d.h. auf die feministische Propaganda selbst zurückgehen. Nicht wenige sind halt auf diese Propaganda, die v.a. im Bildungssystem allgegenwärtig ist, hereingefallen. So ist das auch bei mir passiert und das wirkt bis heute nach (d.h. ich denke bis heute tendenziell eher an Männer, wenn das generische Maskulinum verwendet wird, auch wenn ich es besser weiß (es ist wie bei Phobien: unbewusstes Pseudowissen eben, das man nicht auslöschen kann, da man auf die verantwortlichen Hirnregionen nicht zugreifen kann)). Die Studie ist daher kein Beweis für den feministischen Müll, sondern dafür, dass man diesen wieder aus den Köpfen raus bekommen muss!

  9. Wenn man die Genderisten mal ein bisschen verarschen will, macht man dieses „innen“ nur bei negativen Begriffen, z.B. Alkoholikerinnen und Alkoholiker, Vergewaltigerinnen und Vergewaltiger, Diebinnen und Diebe … usw.

    Sowas wie „Hallo Freunde, innen und außen“ kommt auch ganz gut.

    • Man könnte auch schreiben „liebe Bürger und Bürgerinnen“. Wetten, dass die Sexisten innerlich sofort einen Adrenalinrush bekommen, wenn die weibliche Form hintangestellt wird? 😀
      Warum sollte man diese Höflichkeitsform der Damen voran noch verwenden? Das ist doch nur sexistisch.

        • „Du meinst sicherlich Feministen.“

          Das sind die verbreitesten und dominantesten Sexisten heute.

          Bei der Begriffsdefinition gehe ich nur ganz logisch vor, analog den anderen -ismen muss bildet man den der Geschlechtlichkeit mit dem Präfix Sex- zu Sex-ismus. Eine Ideologie oder Weltanschauung, nach der die Geschlechtlichkeit im Mittelpunkt steht, vor allem zur Überhöhung eines Geschlechts (Chauvinismus – Männer, Feminismus – Frauen), wobei das andere abgewertet und verachtet wird.

          Wenn jeder seine eigene Definition macht, kommen wir nirgendwo hin. For allem darf man dem durch und durch sexistischen feministischen FRAME nicht folgen, dass Sexsmus „Diskriminierung“ wäre, nämlich „von Frauen“ – und ausschliesslich von Frauen, wie behauptet wird, eine Diskriminierung von Männern kann es ja angeblich nicht geben, weil nur Männer „Macht“ hätten. Diese unzusammenhängenden Behauptungen sind natürlich vollkommen zusammengedichtet und folgen den Bedürfnis den eigenen Sexismus zu verbergen und Angriffsfläche zu vermeiden.

          • Gut, nehmen wir die Definition von Wikipedia: „geschlechtliche Diskriminierung“.
            Das Wort „Diskriminierung“ kommt von dem lateinischen Wort „discriminare“ und bedeutet „eine Unterscheidung“ machen.
            „Geschlechtliche Diskriminierung“ bedeutet also einfach nur, dass man eine Unterscheidung zwischen Männlein und Weiblein macht.
            Und als Sexist macht man diese Unterscheidungen, damit sich Männlein und Weiblein (wieder) ergänzen können.

            Die Feministen machen auch eine Unterscheidung zwischen Männlein und Weiblein. Aber aus einem völlig anderen Grund:
            Es geht um Geld und andere Vergünstigungen.
            Die Feministen suhlen sich in Opferrollen. Und sobald eine Opferrolle wegfällt, suchen sie sich sofort die nächste Opferrolle.
            Aber interessanterweise fühlen sich die Feministen nur von Männern „unterdrückt“, die relativ viel Geld haben. Was andere Männer machen, ist ihnen egal.
            Ein Beispiel:
            Wenn Terroristen eine Massenvergewaltigung veranstalten, ist den Feministen das egal. Oder sie nehmen die Terroristen in Schutz, indem sie behaupten, Belästigungen gäbe es auch auf dem Oktoberfest.
            Aber auf dem Oktoberfest kostet ein Glas Bier über 10 Euro, d.h. der Oktoberfestbesucher hat relativ viel Geld. Noch Fragen?
            Die Feministen spielen sich also als Opfer auf, um dann Geld und andere Vergünstigungen zu fordern.
            Haben sie das bekommen, suchen sie sich die nächste Opferrolle und das Spiel beginnt von vorne.
            Funktioniert natürlich nur bei Männern, die auch genügend Geld haben.

            Das ist der Unterschied.

  10. Im Zeitalter der Digitalisierung winkt eine technische Lösung für repräsentative Sprache.

    Wenn in einem Bereich 50% Frauen vertreten sind, dann schreibt man (z. B.:) SchülerInnen mit sattschwarzem Innen. Wenn sie nur zu 5% vertreten sind, dann wird das Innen in ganz zartem Grau dargestellt bis hin zu vollkommen transparent bei 0%. Die Quote kann elektronisch in einen Grauwert umgerechnet werden der jeweils anzeigt, wie stark Frauen vertreten sind.

    Wenn Frauen über 50% vertreten sind gibt es freilich ein Problem. Man würde dann vielleicht den Wortstamm unter 100% schwarz regeln. Bei KindergärtnerInnen, die vielleicht nahe an einen 100% Frauenanteil kommen, würde man nur noch ___________Innen lesen können. Aber das war ja eh die Absicht der Sprachsubversion: Von den Inhalten ablenken, um stattdessen eine Diskussion über die Frauenfrage zu führen. Das wurde zumindest oft als Parade auf den Einwurf geführt, dass die gendergesättigte Sprache den Lesefluss stört, ins Felde geführt – it’s not a bug, it’s a feature! Der Lesefluss soll auch gestört werden, damit man sich endlich mal mit der Frauenfrage beschäftigt.

    In digitalen Publikationen könnte das Transparenzattribut auch live an die aktuelle Quote angepasst werden, sofern eine Internetverbindung zu einer entsprechenden Datenbank besteht.

  11. Nach dem Anthropozän das Genderozän

    Unsere Bürger*innenmeister*innen sind Ignorant*innen. Wir Bürger*innen und Christ*innen fürchten alle diese Asylant*innen und Muslim*innen (meist Afghan*innen oder Syrer*innen) wenn wir diesen kriminellen Ausländer*innen nachts als Fußgänger*innen begegnen. Überhaupt, wie soll man*frau sich gegen Betrüger*innen, Dieb*innen oder gar Vergewaltiger*innen wehren? Wenn Polizist*innen uns nicht mehr schützen und dies Jurist*innen und Richter*innen egal ist, können wir es dann den Glatzenträger*innen verdenken, wenn sie als Bürger*innenbeschützer*innen für ausländer*innenfreie Zonen sorgen, ähnlich wie damals die Blockwart*innen bei den Nationalsozilist*innen für jüd*innenfreie Zonen sorgten?

    Oder nehmen wir unsere Politiker*innen. Ihnen kommen die Wähler*innen abhanden, weil Dieselfahrer*innen unter den Betrüger*innen der Kfz-Hersteller*innen leiden. Deren Chef*ideolog*innen können uns Wähler*innen für dumm verkaufen, weil ihre Lobbyist*innen Meister*innen darin sind, unsere Volksvertreter*innen zu kaufen, besonders bei den Großkoalitionär*innen.

    Und dann diese Ökö-Träumer*innen, die Bremser*innen des Wohlstands, die sich als Klimaschützer*innen oder gar als Arbeiter*innenvertreter*innen ausgeben, aber selbst Aktionär*innen bei Firmen sind, deren Chef*innen als die größten Ausbeuter*innen gelten. Mir tun auch die armen Landwirt*innen, Förster*innen, Jäger*innen und Schäfer*innen leid, wenn Wölf*innen, Luchs*innen und Bär*innen sie zuhauf bedrohen.

    Und doch finde ich, dass Klimawandelleugner*innen ebenso hart bestraft werden sollten wie Holocaustleugner*innen, da sie die Sympathisant*innen von Zerstörer*innen all dessen sind, was die Erde ihren Bewohner*innen zu bieten hat. Diese Sklav*innen der Kapitalist*innen werden zusammen mit diesen und allen Befürworter*innen und Gegner*innen der Klimaschützer*innen untergehen. Nur die Genderist*innen werden sich als unausrottbar erweisen: nach dem Anthropozän das Genderozän.

  12. Pingback: Many Shades of Gender (12): Wieso müssen die Gender Studies alles gendern? | Alles Evolution

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