Warum man mit SJWs nicht diskutieren kann

Im wesentlichen ist seine Idee, dass die radikale Linke zu weit aus dem normalen Rahmen fährt um gemeinsame Ziele zu haben, die man nur auf verschiedenen Wegen umsetzt.

Ich würde sagen, dass man natürlich gemeinsame Ziele benennen könnte.

Wenn er sagt, dass man zB diskutieren kann, wie viel Zuwanderung es geben soll, dass das aber nicht möglich ist, wenn die radikale Linke schlicht für offene Grenzen ist, dann hat nennt er erst mal nur eine sehr weite Differenz.  Es kommt dann darauf an, auf welches Ziel man abstellt:

Während man die Frage der Einwanderung unter dem Ziel diskutieren kann, was gut für das jeweilige Land ist (wie viele Arbeitskräfte brauchen wir/ wen lassen wir mit welchen Qualifikationen rein) kann man sie natürlich auch unter dem Gesichtspunkt diskutieren „Warum sollen wir Wohlstand haben und andere nicht, wir müssen sie zu uns kommen lassen, für eine bessere Welt“

Dann diskutiert man über Verantwortung für die Welt und „Egoismus der Leute in den bereits reichen Ländern“.

In der Tat ist das dann eine neue Debatte.

11 Gedanken zu “Warum man mit SJWs nicht diskutieren kann

  1. Dieser Post hat einen ganz grundsätzlichen Makel: Er setzt voraus, dass „Radikale“ gleich welcher Couleur ein Interesse an einer Debatte hätten.

    Und das haben sie eben nicht. Sie wollen nicht debattieren, Kompromisse schließen, Diskussionen führen…

    Sie haben RECHT, und das Gegenüber darf – wenn überhaupt – dazu nur demütig vorgetragene Zustimmung beitragen. Und selbst das setzt voraus, dass man dem Gegenüber überhaupt das Recht auf eine eigene Meinung zugestehen würde.

    Aber wie kann man DEM FEIND ein Recht auf eine eigene Meinung zugestehen?
    Wenn es nicht DER FEIND wäre, hätte er sowieso die gleiche Meinung wie die Radikalinskis, und dann wäre eine Diskussion eh unnötig.
    Und mit DEM FEIND kann man ja eh nicht diskutieren. Man kann ihn besiegen, unterdrücken, vernichten, aber mit ihm diskutieren… niemals!

    Kompromiss ist Schwäche, und wenn man sich nicht in jedem einzelnen Detail vollständig durchsetzt, hat man vollständig verloren, egal wie bedeutungslos dieses Detail auch sein mag.

      • Natürlich! Schließlich ist MEINE Meinung die richtige! Ich würde doch keine falsche Meinung vertreten.

        Aber okay… ernsthafter.
        Natürlich gibt es in einem weiten Spektrum von links bis rechts durchaus vernünftige Leute, mit denen man diskutieren kann.

        Der Unterschied zeigt sich aber immer ziemlich frappierend beim Umgang mit sachlicher Kritik.
        Da merkt man nämlich schön, wem es tatsächlich um die Sache geht und wem um’s Rechthaben.

        Nur mal so als Beispiel. Sagen wir, in einer Diskussion über die gender pay gap wendet man als Mann ein, dass eben die 21 % doch nur ein Teil der Wahrheit sind, weil man eben berücksichtigen muss, dass Teile davon durch unterschiedliche ENTSCHEIDUNGEN erklärbar sind und insofern ein REALER gender pay gap eben nicht 21 % beträgt, sondern irgendwas zwischen 2 und 7 %, je nach Untersuchung.

        Wenn das Gegenüber nun erklärt, dass das zwar inhaltlich richtig ist, aber dass ja nun mal trotz Bereinigung ein Unterschied zustande kommt, der nicht so ohne Weiteres sachlich erklärt werden kann, und dass man zumindest darüber sprechen muss, WOHER dieser Unterschied kommt und ob da Diskriminierung beteiligt sein kann… kein Problem. So kann man vortrefflich diskutieren. Vielleicht findet man am Ende sogar einen gemeinsamen Nenner.

        Wenn nun aber „MANSPLAINING!“, „Check erst mal deine Privilegien, bevor du hier das Maul aufreißt“, „Alles Lügen des Patriarchates“ oder „Deshalb brauchen wir die Quote!“ als Antwort kommen, kann man sich getrost umdrehen und wieder gehen, mit solchen Leuten ist eine Diskussion nicht möglich, weil sie eben nicht diskutieren wollen.

        • Ich stimme Deiner Aussage soweit zu, muss Dir aber bei den 21% widersprechen – die haben eben nichts mit Entscheidungen zu tun, sondern _nur_ mit dem Geschlecht (Außer man geht davon aus, dass das Geschlecht eine Wahl ist …). Deshalb ist es ja solch eine unfassbare Dreistigkeit, dass diese Zahl permanent durch die DoofMedien und die DoofPolitik geistert.

          21% = Alle Männer > Durchschnittseinkommen vs. Alle Frauen Durchschnittseinkommen.

          Google mal „unbereinigter Gender Pay Gap“.

          • Narf.

            Genau so meinte ich das doch eigentlich.
            Das kommt davon, wenn man versucht, seine Gedanken im Nachtdienst zu sortieren.

        • Das große Problem mit dem Intellectual Dork Web, Peterson, PragerU und co hat Crumar weiter unten treffend, aber für die – in dem Fall – falsche Seite beschrieben.
          Das sind gar keine Konservativen.
          Das sind magic dirt liberale.
          Ein echte Konservativer kann ganz klar unterscheiden, was ein Amerikaner ist und was nicht. Prager tut dies nicht.
          Dabei ist’s ganz einfach. Wer von den Kolonialisten abstammt ist Ami.
          Und gerade dank so Arschgeigen wie den oben genannten, kommen logische und schlüssige Positionen der Konservativen überhaupt erst in den Zweifelhaften Genuß überhaupt radikal zu sein.

          Die andere Seite scheint getreu Orwell noch ein Omelette zu liefern zu haben.

          • Das was du hier verbreitest ist altertümlicher Ethno-Konservatismus, der eher von der Alt-Right vertreten wird als von modernen Konservativen.

            Ich weiß nicht warum ihr so einen Hass-Boner gegen Peterson usw habt (evtl. weil er eure linken Grundansichten untergräbt?), aber diese Definition von Konservativ ist altbacken. Ich glaube nicht mal dass Reagen diese Ansicht geteilt hätte.

  2. Den Ansatz finde ich falsch. Erst mal gehe ich davon aus, dass ich mit jedem Menschen diskutieren kann – und dass ich dabei etwas lernen kann (gemäß Jordan Petersons 9. Regel)
    Die einzige Voraussetzung ist, dass der/die andere auch an einer Diskussion interessiert ist, und das dind auch viele (aber nicht alle) Linke
    Meine Tochter ist zum Beispiel sehr links (war ich in dem Alter auch), dennoch kann ich gut mit ihr diskutieren. Einigen können wir uns nicht, aber das ist auch nicht das Ziel

    • Das Problem ist, PragerU macht in erster Linie konservative Propaganda und das nächste Problem ist, es gibt keine Linke in den USA in dem Sinne, dass wir sie – wie hier gewohnt – in einer oder mehreren Parteien vorfinden.

      Bei einem Zweiparteiensystem repräsentiert die eine eben „links“ und die andere „rechts“ – mehr Auswahl gibt es in den USA nicht.
      Dadurch, dass es das Mehrheitswahlrecht gibt, haben sie auch eine „the winner takes it all“-Mentalität entwickelt, womit ein Freund-Feind-Denken begünstigt wird.
      Addiere dann noch eine religiöse Weltsicht, welche simple Gut-Böse-Dichotomien propagiert und man hat alle Bestandteile für eine Polarisierung der Gesellschaft und einen vergifteten Diskurs.

      Der gesamte Nonsens aus den USA hat auch nichts mit den Themen der klassischen Linken zu tun, die sozioökonomisch und überhaupt wissenschaftlich argumentierten.
      In meinen Augen sind das wild gewordene Liberale und eben keine radikalen Linken.
      Dass PragerU eine Sündenbock-Logik entwickelt hat – geschenkt.
      Eventuell kennen sie eine solche andere Linke tatsächlich nicht, bzw. setzen propagandistisch auf die Unkenntnis ihrer Zuschauer.

      Ich glaube, das eigentliche Problem geht aber noch über den US-spezifischen Import postmodernen Denkens hinaus; es ist in das politische und gesellschaftliche System eingebaut.

  3. Benjamin überdehnt den Begriff „the left“. Selbstverstänlich kann man links sein und seine Werte und Vorstellungen rational und in Diskussionen vertreten.

    Das Problem das ich persönlich sehe ist eine Verschmelzung von Politik und Aktivismus. Aktivismus ist Lobbyarbeit. Um Leute für seine Ziele zu mobilisieren braucht es verbindende Narrative und einfache Parolen die auf ein Plakat passen. Das Ziel solcher Gruppen ist vorallem, ihr Thema zur Sprache zu bringen. Finde ich sogar legitim, ist aber mit demokratischer Tagespolitik und schon gar nicht mit Journalismus kompatibel, denn praktikable Lösungen und Fakten springen dabei nicht raus.

    In Zeiten von Social Media können aktivisten den Ganzen Tag mit dem globalen virtuellen Megaphon rumluafen, und Presse und Politiker sind dumm genug diese Taktiken im Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit zu kopieren.

  4. Nun, ich denke, mit dem Nachbarn oder Arbeitskollegen kann man i.d.R. durchaus diskutieren.
    Mit gewaltbereiten Horden aber nicht. Besonders dann nicht, wenn diese Horden vom Staat mindestens gduldet, z.T. aktiv unterstützt, angefeuert und aufgehetzt werden.

    Beispiel in D.:
    Wenn der Staat eine absolut regelkonforme Frauendemo nicht vor per se illegalen sog. „Gegendemonstranten“ schützt, die in Schariamanier versuchen, die regulären Demonstranten zu steinigen, kann man mit diesen Terrortruppen nicht diskutieren, sie und ihre Organisationen müssen aufgelöst und Verantwortliche weggesperrt werden.

    Beispiel USA:
    Wenn sich selbst als „Nazihasser“ falsch bezeichnende „Sportschützen, zu einer solchen sog. „Gegendemo“ ( die auch in USA per se illegal ist ) mit durchgeladenen Schnellfeuerwaffen antreten, sogar noch als die reguläre Demonstration wegen Bedrohung an Leib und Leben vom Veranstalter abgesagt wurde und der Staat das duldet, die Medien wohlwollend darüber berichten, ist auch der allerletzte Rest Rechtsstaatlichkeit längst Geschichte.
    Da hätte die Armee auflaufen müssen, um die Täter und die Verantwortlichen zu entwaffnen, festzunehmen, langfristig wegzusperren und ihre Organisationen aufzulösen und ein für alle mal zu verbieten.

    Mit solchen Leuten kann man erst nach längerer Haftdauer versuchen wieder in’s Gespräch zu kommen. Dummerweise haben die aber hier wie dort den Defaktostaat auf ihrer Seite.

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