Jugendamtunterstützung für denjenigen, der Umgang hat, bei Eltern die in einiger Entfernung voneinander leben

Ein gar nicht so selten vorkommender Fall:

Ein Paar mit Kind trennt sich, sie zieht zurück zu ihren Eltern und nimmt das Kind mit. Die sind sagen wir mal 250 Kilometer entfernt und er hat ein Umgangsrecht, was über die Entfernung auch nicht gerade einfach ist.

Er merkt nun, dass die Mutter ihn ausschließt und er kaum noch etwas von der gemeinsamen Sorge hat, der Umgang auch immer schwieriger wird und alles nicht so richtig klappt.

Würde er noch im gleichen Ort wohnen, wie seine Frau, dann könnte er sich diesbezüglich an das Jugendamt wenden, das ja nach der Vorstellung des Gesetzgebers der erste Ansprechpartner für die Eltern sein soll.

Das Jugendamt bei ihm vor Ort ist allerdings nicht mehr zuständig. Denn zuständig ist das Jugendamt, in dessen Bezirk das Kind wohnt. Wenn er also ein persönliches Gespräch mit dem Jugendamt führen will, dann muss er – zu deren Bürozeiten – bei dem Jugendamt vor Ort vorbeifahren, mit ihnen sprechen und dann wieder zurückfahren.

Natürlich hat das den Vorteil, dass dann ein Mitarbeiter sich auch tatsächlich vor Ort umschauen kann und die Gegebenheiten vor Ort kennenlernen kann. Es ist aber bei solchen Umzugsgeschichten für denjenigen, der weit entfernt wohnt, letztendlich dann so, dass er die Unterstützung des Jugendamtes nur sehr eingeschränkt annehmen kann.

Wäre es da nicht geschickter, wenn das Jugendamt vor Ort zumindest Beratungen anbieten würde, also eine gewisse Zuständigkeit hätte?

Natürlich: Er kann sich an einen Rechtsanwalt wenden, aber der kostet natürlich auch Geld.
Dagegen steht, dass dann ja quasi zwei Jugendämter zuständig wären und keiner wirklich mit beiden Eltern gesprochen hätte, also halbes Wissen hat.
Und genug werden auch sagen: Das Jugendamt rauszuhalten ist doch eh die bessere Variante.

Aber es scheint mir eine sehr unflexible Lösung zu sein, bei der es für eine Seite wesentlich schwieriger ist Hilfe zu bekommen.

9 Gedanken zu “Jugendamtunterstützung für denjenigen, der Umgang hat, bei Eltern die in einiger Entfernung voneinander leben

  1. „Jugendamtunterstützung für denjenigen, der Umgang hat, bei Eltern die in einiger Entfernung voneinander leben“

    Ähm, wozu die Verschwurbelung? Passend zum Rest des Textes kann man exaktere Angaben machen.
    „Jugendamtunterstützung für denjenigen, der ( nur nur wenig Rest-)Umgang hat ( weil ihm der Unterhalt, also die Ausübung der Sorge und somit die aktive Elternschaft, defakto und i.d.R. illegal entzogen wurde ), bei Eltern die in einiger Entfernung voneinander leben“

    „Die sind sagen wir mal 250 Kilometer entfernt und er hat ein Umgangsrecht, was über die Entfernung auch nicht gerade einfach ist.“

    Damit bestätigst Du das von mir oben angeführte. Mehr als ein rudimentäres Besuchsrecht hat dieser ( insofer ehemalige ) Elternteil nicht mehr.

    „Er merkt nun, dass die Mutter ihn ausschließt und er kaum noch etwas von der gemeinsamen Sorge hat, der Umgang auch immer schwieriger wird und alles nicht so richtig klappt.“

    Er hat die gS per se nur noch rechtlich, formell und auf dem Papier, was die Illegalität der entsprechenden institutionellen Vorläufe beweist. Sollte er versuchen, formell erforderliche Unterschriften von der Ausübung der Elternschaft abhängig zu machen, würde ihm der Rest formelle Sorge und Restumgang auch noch entzogen, was ganz klar erpresserische Nötigung mit einem empfndlichen Übel – und zwar auch auf dem Rücken des Kindes – ist.

    „Wäre es da nicht geschickter, wenn das Jugendamt vor Ort zumindest Beratungen anbieten würde, also eine gewisse Zuständigkeit hätte?“

    Hätte es und wäre es, wenn die illegale Ummeldung ( oder sogar das Unterbleiben derselben! ) nicht von sämtlichen Behörden offiziell anerkannt würde. Denn dann hätte das Kind immer noch die alte Meldeadresse als offiziellen Wohnsitz und juristischen Standort. Das wird aber von sämtlichen JÄ und Gerichten in D. defakto verweigert.
    Wobei dem Umgangsbesucher allerdings oft eine Scheinlegalität in äußerst zynischer Weise vorgespielt wird. Es kommt häufig vor, daß der bei dem sich zuständig fühlenden JA UND Gericht beleidigend abgewimmelt wird, mit dem Spruch: „Gehen sie zu dem JA und dem Gericht an Ihrem Wohnort“. Dieses Spiel wurde mit mir wochenlang getrieben und erst durch Zusendung der Inverzugsetzung bez. illegalen Barunterhalt durch das nicht zuständige Gericht am Verschleppungsort beendet. Das JA weigerte sich trotzdem noch ein oder zwei Wochen für mich erreichbar zu sein.
    JA und Gericht am offiziellen Wohnort des Kindes ( bei mir ) erklärten sich aber schon nach Bekanntwerden des Bezirks- und Bundeslandhoppings der Entführerin für nichtzuständig ( die Mitarbeiter hatten zwar Mitleid und bedauerten sehr, versicherten aber unter offiziellem Verbot jeglicher Tätigkeit zu stehen ).
    Im tatsächlich zuständigen ( alten ) Einwohnermeldeamt war über ein halbes Jahr später noch keine Abmeldung vom tatsächlichen Wohnort bekannt.

    Und das liegt nicht, wie oft behauptet wird, an den Gesetzen, oder am Gesetzgeber, sondern allein an der Kriminalität der tatsächlichen Geschäftsführung der beteiligten Institutionen.

    „Und genug werden auch sagen: Das Jugendamt rauszuhalten ist doch eh die bessere Variante.

    Aber es scheint mir eine sehr unflexible Lösung zu sein, bei der es für eine Seite wesentlich schwieriger ist Hilfe zu bekommen.“

    Theoretisch ja, in der Praxis meist nein, im Gegenteil. Das JA, besonders wenn es sich als Verschleppungshilfe begreift ( was meistens so ist ), ist bestenfalls Gegenseite, eher Spinnefeind.
    Jeder Versuch dort Hilfe zu bekommen, wird zum feindlichen Angriff umgestrickt und vor Gericht gegen einen verwendet ( seltene Ausnahmen bestätigen die Regel, s.o. ).

    Besser, sicher und flexibler ist nahezu immer sich mit Menschen/Gruppen kurzzuschließen, die sich mit der Materie auskennen und mit extrem höherer Wahrscheinlichkeit für das Kind einzutreten ( resp. daran beratend mitzuwirken ) bereit sind.
    Allerdings kann man das JA nie ( ! ) einfach außen vor lassen ( außer man ist stinkenreich und kann einen Spitzenanwalt mieten ), da einem sonst die VKH verweigert wird. Ergo sollte man sich auf möglichst knappe und rein sachbezogene Schriftsätze beschränken, oder ( bei unvermeidlichen Terminen ) mit persönlichem Beistand nach §13 SGB X dort auftreten und hinterher IMMER ein möglichst exaktes Gedächtnisprotokoll verfassen, welches vom Beistand als sachlich richtig an Eides Statt versichert werden MUSS. Ansonsten bekommt man noch mehr Ärger und es wird hochwahrscheinlich gelogen, daß sich Balken verbiegen.

    • Soillte wer Fragen zum §13 SGB X haben oder zu einer korrekten Eidesstattlichen Versicherung, kann er gern Chrissy nach meiner E-Mailadresse fragen und mich anschreiben..

          • Gute Idee, seltsame Begründung.
            Natürlich wäre es schön, wenn Verwaltungssachbearbeiter wenigstens mal etwas Fortbildung ( wenn schon keine Grundausbildung, was wichtiger wäre ) zu dem Fachbereich bekommen würden, in dem sie tätig sind. Wieso da aber die geographische Lage hilfreich sein sollte, erschließt sich mir nicht.
            Das gleiche gilt natürlich auch für die Gerichte und um beide gruppierte Satellitenunternehmen.

            Und wie gesagt: Es gibt Ausnahmen, die dürften dann aber wohl eher private Initiativen der jeweiligen Mitarbeiter sein.

  2. Meine Erfahrungen sind ähnlich. Das JA ist der natürliche Feind des sorgeberechtigten Vaters, da die beteiligten (A)Sozialarbeiter kategorisch an die feministischen Grunddoktrin: Frauen sind Opfer, Männer sind Täter glauben. Kindeswohl bedeutet immer: geht es der Mutter gut, dann geht es den Kindern gut. Von daher sind persönliche Gespräche mit dem JA eher nicht zielführend. Da den Vätern i.d.R. nicht geglaubt wird, reicht auch die schriftliche Kommunikation. Was als „Beratung“ deklariert wird ist der Versuch von Bevormundung. Jugendämter sind Institutionen des paternalistischen Staatsfeminismus.

    • Klares Jain .. 😉

      In ähnlicher Situation ( die selten vorkommt ) und/oder nachdem der Vater entsorgt ist, geht es Müttern kaum besser. Da hört der Feminismusnarrativ dann auf und das Profitinteresse ( welches nicht unbedingt finanziell sein muß ), sowie der Druck von oben, siegt.

  3. Ist letztendlich die gleiche Situation, die ich hatte. Ist letztendlich etwas doof, wenn das Jugendamt vor Ort ist, aber ich bin dann nach dem Abliefern der Kinder am Sonntagabend einen Tag ins Hotel gegangen und Morgens gleich zum Jugendamt. Letztendlich lohnt es wenig mit den Leuten bei dir vor Ort zu reden, weil die sowieso keinen Einfluss haben, falls das vor Gericht geht. Dann lieber gleich mit den richtigen Zuständigen reden und wenn du bei denen einen guten Eindruck hinterlässt, hast du wenigstens gleich einen verbündeten in der Auseinandersetzung mit der Ex. Bei mir war die Frau dann so hilfreich, dass die Frau im Amt meine Frau überzeugt hat meinen Sohn auf Probe zu mir zurückzuschicken. Keine Ahnung was sie meiner Ex. Erzählt hat, aber danach war meine Ex sehr entgegenkommend. Deshalb lieber einen Tag Urlaub nehmen und gleich mit den richtigen Leuten reden

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