Frauen im Bundestag überrepräsentiert (Im Verhältnis zu ihrem Anteil in Parteien)

Der Rechtswissenschaftler Martin Morlok verweist darauf, dass die Frauen im Verhältnis zu ihrem Anteil in den Parteien im Bundestag überrepräsentiert sind.

Frauen sind nach Ansicht des Rechtswissenschaftlers Martin Morlok im Bundestag keineswegs in zu geringer Zahl vertreten, sondern im Verhältnis zu ihrem Anteil in den Parteien vielmehr „überrepräsentiert“. „Gleichberechtigung heißt nicht Ergebnisgleichheit, sondern Chancengleichheit“, sagte Morlok den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die ist in vielen Parteien in Übermaß gegeben: Eine Frau, die antritt, hat bessere Möglichkeiten als ein Mann, tatsächlich Kandidat zu werden.“

Es seien einfach zu wenige Frauen in Parteien. Nach einer Aufstellung Morloks sind 39,8 Prozent der Grünen-Mitglieder Frauen -– ihr Anteil in der grünen Bundestagsfraktion beträgt allerdings 58,2 Prozent.

Bei der Linkspartei bestehen die Mitglieder zu 36,5 Prozent aus Frauen, in der Fraktion sind es 53,6 Prozent. In der SPD sind 32,5 Prozent der Parteimitglieder, aber 41,8 Prozent der Fraktionsmitglieder Frauen. Relativ ausgeglichen ist der Frauenanteil in der FDP (21,9 Prozent Partei, 23,8 Prozent Fraktion).

Deutlich unterrepräsentiert sind Frauen nach Morloks Rechnung in Union (26,3 Prozent Partei, 19,9 Prozent Fraktion) und AfD (17 Prozent zu 10,9 Prozent).

Das sind in der Tat recht deutliche Zahlen. Und es macht auch deutlich, dass es ein sehr einfaches Mittel dagegen gibt, dass weniger als 50% der Abgeordneten weiblich sind: Es müssten einfach mehr Frauen in die Parteien eintreten.

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