„Stereotype Threat“ repliziert nicht

Eine großangelegte, prä-registirierte Studie hat den Stereotyp Threat untersucht:

Aus der Wikipedia zur Einführung:

Bedrohung durch Stereotype (engl. stereotype threat) ist die Angst von Mitgliedern einer sozialen Gruppe, ihr Verhalten könnte ein negatives Stereotyp gegen diese Gruppe bestätigen. Dadurch kann es zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung kommen, wenn nämlich diese Angst das Verhalten im Sinne des Vorurteils beeinflusst.[1] Insbesondere in Testsituationen kann sich die Angst leistungsmindernd auswirken.[2] Bedrohung durch Stereotype kann zum Beispiel Angehörige ethnischer Minderheiten und Frauen treffen.[3]

Claude Steele ließ männliche und weibliche Studierende an einem Test der mathematischen Fähigkeiten teilnehmen. Der Hälfte der Stichprobe wurde kurz vor dem Test gesagt, dass es bei diesem Test in der Regel starke Geschlechtsunterschiede gebe. Tatsächlich schnitten die Frauen nun deutlich schlechter ab als die Männer. Die andere Hälfte der Stichprobe erhielt diese Aussage nicht. Bei dieser Gruppe gab es keine signifikanten Geschlechtsunterschiede.[2]

Ein Forschungsteam an der Harvard University hat zwei kulturell weit verbreitete Stereotype und deren Wirkung auf die Leistung in einem Mathematiktest untersucht. Die beiden untersuchten Stereotype waren zum einen die Annahme, dass Asiaten überdurchschnittlich gute mathematische Fähigkeiten besitzen und zum anderen, dass Frauen im Vergleich zu Männern minderwertige mathematische Fähigkeiten besitzen. In der Studie konnte gezeigt werden, dass asiatisch-amerikanische Frauen bei einem Mathematiktest bessere Leistungen erbrachten, wenn ihre ethnische Identität salient gemacht wurde, wohingegen sie schlechter abschnitten, wenn ihre Geschlechtsidentität aktiviert wurde.[4]

 

Genau diese Studien sollten jetzt noch einmal überprüft werden:

he effects of gender stereotype threat on mathematical test performance in the classroom have been extensively studied in several cultural contexts. Theory predicts that stereotype threat lowers girls’ performance on mathematics tests, while leaving boys’ math performance unaffected. We conducted a large-scale stereotype threat experiment in Dutch high schools (N = 2064) to study the generalizability of the effect. In this registered report, we set out to replicate the overall effect among female high school students and to study four core theoretical moderators, namely domain identification, gender identification, math anxiety, and test difficulty. Among the girls, we found neither an overall effect of stereotype threat on math performance, nor any moderated stereotype threat effects. Most variance in math performance was explained by gender, domain identification, and math identification. We discuss several theoretical and statistical explanations for these findings. Our results are limited to the studied population (i.e. Dutch high school students, age 13–14) and the studied domain (mathematics).

Quelle: The influence of gender stereotype threat on mathematics test scores of Dutch high school students: a registered report

Da geht sie dahin, eine der wichtigsten feministischen Figuren, bei denen man sich bisher anders als bei den weichen Begriffen wie „Patriarchat“ und „toxische Männlichkeit“ auf Studien stützen konnte.

Natürlich wird sie dennoch in den Gender Studies weiter verwendet werden als sei nichts geschehen. Aber das liegt daran, dass es ein ideologisches Fach und keine Wissenschaft ist.

Es wäre nunmehr an den Gender Studies weitere Tests durchzuführen, am besten eben mit vielen Teilnehmern und vorangemeldet. Denn dadurch wird die Gefahr verringert, dass nur bestimmte positive Ergebnisse veröffentlicht werden.

 

49 Gedanken zu “„Stereotype Threat“ repliziert nicht

    • Würd ich jetzt nicht folgern.
      Die Frage wäre eher, was das Experiment von jane Elliot mit dem „stereotype threat“ zu tun haben soll.
      Bzw. was es ansonsten aussagt.

      Bei jane Elliott werden Leute willkürlich aufgrund ihrer Augenfarbe für einen begrenzten Zeitraum massiven diskriminierungserfahrungen in allen Bereichen ausgesetzt – nicht nur in Beuzug auf eine isolierte befähigung wie mathematik.
      Dazu gehört nicht zuletzt die Wahrnehmung der Unfairness dieses Verhaltens. Dass blauäugige tatsächlich „erwiesenermaßen“ schlechter in Mathematik seien dürften die beteiligten ebenso wenig tatsächlich ernsthaft glauben, wie sie glauben, dass die blauäugigen schlechtere Menschen sind.
      Schon gar nicht, wenn am Tag zuvor braunäugige die dummen und bösen waren.
      Dennoch wirkt die massive Diskriminierung auf sie.

      Dass eine massive Drucksituation wie diese Diskriminierungserfahrung sich negativ auf alle möglichen Formen von Leistung auswirkt, ist durchaus plausibel – auch wenn der reine „stereotype threat“ alleine praktisch unwirksam sein sollte.

    • Mich hat das „blueeyed“ video und die videos über ihre schulungen mit Erwachsenen vor einigen Jahren durchaus beeindruckt.
      Wenn ich sie heute erneut ansehe, sticht mir ins Auge, dass es eine bemerkenswerte Schlussfolgerung aus diesem Material gibt, die nicht gezogen wird:

      Die über „reverse racism“.

      Es gibt keinen reverse racism – es ist immer nur Rassismus.
      Und wie leicht er umkehrbar ist, zeigt ihr experiment eben auch.
      Am einen Tag sind es die blauäugigen, am anderen die braunäugigen.
      Und es funktioniert für beide richtungen sofort. Selbst nachdem es zuvor anders herum gewesen ist.

      Die selben Leute können in einem anderen Kontext sofort die diskriminierten oder die rassisten sein.

      Dies zu leugnen sollte sich nach den Erlebnissen mit Jane Elliott eigentlich von selbst verbieten.

      Aber diese Schlussfolgerung ist natürlich politisch unkorrekt und wird deshalb nicht gezogen.
      Leider auch nicht von ihr selbst.

      • Und prompt finde ich das hier:
        https://eu.azcentral.com/story/news/local/karinabland/2017/11/17/blue-eyes-brown-eyes-jane-elliotts-exercise-race-50-years-later/860287001/

        „On the following Monday, Elliott reversed the exercise, telling the children that it was blue-eyed students who were smarter. She sent them to lunch first and let them stay at recess longer, the same as before.

        But this time, something was different. Elliott noticed that the blue-eyed kids were not as condescending, not as mean, as the brown-eyed kids had been. She asked why.

        „They said, ‘I found out what it felt like to be on the bottom, and I did not want to make anyone feel like that ever again,’” Elliott said.

        They learned. “

        Nun ist mein Eindruck, dass die heutigen am lautesten „antirassismus“ schreienden BLM-protagonisten eine solche diskriminierungserfahrung eher nicht selbst wirklich erfahren haben. Diese Leute sind an den unis nicht diskriminiert, sondern gepampert und zeit ihres Lebens als die „wahren Menschen“ im ggs zum weißen Abschaum betrachtet worden.

        Was es heißt, für jeden ansatz einer positiven erwähnung der eigenen Hautfarbe sofort abgestraft zu werden, kennen sie nicht selbst, sondern wenden es konsequent gegen alles an, was sie als „weiß“ sehen wollen.

      • Und entsprechendes gilt für den feminismus und das Auftreten von Frauen gegen Männer.
        Die herablassung ist grenzenlos, und sie haben offenbar niemals die umgekehrte erfahrung gemacht.

  1. Naja, bevor jetzt alle jubeln. Es ist EINE Studie. wir müssen schauen ob sich das replizieren lässt, sowohl in anderen Ländern als auch anderen Fächern oder gar anderen Situationen.
    Aber ja, eines der stärksten und glaubwürdigsten feministischen Argumente hat große Kratzer bekommen.

      • Immerhin sind sie genau und formulieren defensiv: „Our results are limited to the studied population (i.e. Dutch high school students, age 13–14) and the studied domain (mathematics).“
        Eine schöne Abwechslung zu den leider oft gesehenen Studien die auf den maximalen (skandal) Effekt beim Leser aus sind.

        @chris: was bedeutet Prä-registriert?

        • „was bedeutet Prä-registriert“

          Soweit ich das verstehe, ein Gegenmittel gegen Publication-Bias. Der Effekt, dass manche eine Studie anfangen und dann nicht veröffentlichen, wenn sie feststellen, dass sie nicht das erwünschte Ergebnis kriegen.

          • Richtig.

            „… nicht veröffentlichen, wenn sie feststellen, dass sie nicht das erwünschte Ergebnis kriegen.“

            Selbst wenn eine Studie, bei der sich **kein** statistisch signifikanter Effekt gezeigt hat, als Beitrag zu einer Zeitschrift eingereicht wird, hat sie schlechte Chancen, angenommen zu werden.
            Mehr zu dem Thema s. hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Publication_bias

            Dort wird übrigens – so ein Zufall aber auch – die Literatur zum „stereotype threat on girls‘ math scores“ als Musterbeispiel für einen publication bias erwähnt, mit Verweis auf Flore, P. C., & Wicherts, J. M. (2015)

        • @pingpong

          Ein Problem liegt aus meiner Sicht in der verborgenen Grundannahme der Studie und der tautologischen Fragestellung.

          Die Ausgangsthese scheint doch zu sein, es gibt keine Unterschiede in den mathematischen Kenntnissen und Fähigkeiten zwischen Personengruppen.
          Ich habe hier bewusst neutral formuliert, um die Waghalsigkeit der These herauszustellen.

          Zeigen sich Unterschiede bspw. in einem Test auf mathematische Fähigkeiten und Kenntnisse, dann ist das auf den beeinflussenden Faktor x zurückzuführen.
          Und das x vorliegen muss zeigt sich daran, dass Unterschiede vorliegen.
          Wobei x für einen komplett beliebigen Platzhalter steht, der faktisch „irgendwas-diskriminierendes-nimm-irgendwas“ heißen könnte.

          D.h. es geht eigentlich um die Verifizierung der Ausgangsthese, es gibt keine Unterschiede in den mathematischen Kenntnissen und Fähigkeiten zwischen Personengruppen.
          Wobei – typisch feministisch – die Möglichkeit der Falsifizierung der Ausgangsthese gar nicht vorgesehen ist.

          Alle SAT-Tests, die jemals in den USA absolviert worden sind, zeigen bessere math skills der jungen Männer.
          Nach der Ausgangsthese kann nur x daran Schuld sein.

          Das nächste Problem ist m.E., es ist nicht klar, was eigentlich getestet wird.
          Ein Test ist eine Stresssituation und sie verschärfen den Stress durch „irgendwas-diskriminierendes-nimm-irgendwas“ für bestimmte Personengruppen und mindern dadurch ihre Leistungsfähigkeit.
          So weit so gut.

          Aber mir fällt der Hinweis darauf, wie es denn um die Kenntnisse und die Leistungsfähigkeit der Individuen und Personengruppen vor dem Test bestellt war.
          Angenommen wir haben ein oder mehrere Individuen, welche vorher immer mit einer 1 in einer solchen Testsituation abgeschnitten hat – unter Zugabe von x schreiben sie eine 3.

          Das Resultat war so nicht erwartbar, den Individuen gelang es im Test nicht, ihre vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu reproduzieren.
          Das fände ich tatsächlich überraschend; wenig überraschend, hätten sie vorher ebenfalls immer eine 3 geschrieben und damit signalisiert, ihre Kenntnisse waren eben nicht sehr gut, sondern nur befriedigend.

          Was soll das „outcome“ des Tests eigentlich messen und beweisen?

          • Es ist auch kein Zufall dass der Stereotype Thread anhand von Mathe getestet wurde. Denn das ist das einzige Fach in denen Mädchen Jungen noch nicht abgehängt haben.

            Man sieht es auch na der Berichterstattung zu PISA in den letzten Jahren. Jungen sind in allen Fächern schlechte, nur in Mathe nicht… was ist also das wichtigste Ziel? Natürlich die Leistungen von Mädchen in Mathe zu verbessern damit es gar kein Fach mehr gibt in denen Mädchen nicht besser sind. For Equality!

          • @Matze

            „Natürlich die Leistungen von Mädchen in Mathe zu verbessern damit es gar kein Fach mehr gibt in denen Mädchen nicht besser sind. For Equality!“

            Nach meinem Wissen und Erinnerung machen sie das in Deutschland schon länger, aber das Verfahren ist hier m.E., die sehr guten Noten in Mathe tiefer zu hängen.
            Es wurde einmal spaßeshalber geschaut, welche Kompetenzpunkte in PISA eigentlich welchen schulischen Noten entsprechen.
            In Physik und in Deutsch (!) entsprach die Note 1 jeweils einem Niveau von über 600 Punkten, in Mathe waren es 580.
            Der normale Abstand zwischen zwei Noten entsprach 25 Punkten, wenn ich mich richtig erinnere, außer zwischen 2 und 1, da war er höher.

            Die Ergebnisse stachen nicht nur ins Auge, sondern widersprachen auch diametral dem Text, in dem stand, in Deutsch wären Jungen zwar schlechter, würden aber gnädiger beurteilt.
            Faktisch waren die Anforderungen so hoch wie in Physik, aber gerade die in Mathe waren erheblich geringer und man braucht zwei Finger einer Hand, um zu raten, wem das nützt.

            Richtig krass fielen die Unterschiede in Biologie aus – bei einem Punkt Abstand (nicht etwa 25) entsprach das PISA-Ergebnis für das Mädchen eine schulische 2 und für den Jungen eine 3.

            Ansonsten werden Jungen bis zum Abi um ca. 0,3 Noten (im Schnitt bei gleichen Leistungen) schlechter beurteilt.
            Wenn man Pech hat (s.o.), wird der Unterschied im Einzelfall höher ausfallen.

      • Ein Artikel von 2017:

        Research on stereotype threat and women’s performance on math tests is one example where publication bias undermines the findings in a seminal study that produced a large literature of studies on gender differences in math performance. After correcting for publication bias, this literature shows very little evidence that stereotype threat has a notable and practically significant effect on women’s math performance (Flore & Wicherts, 2014).

  2. Diese neue Studie von Flore et al. ist zwar sehr gut, kann aber vom Ergebnis her niemanden überraschen. Seit Jahren wird immer wieder darauf hingewiesen, daß die alten Studien zum Stereotype Threat nicht reproduzierbar sind. Ich habe hier ein knappes Dutzend Quellen dazu: http://maninthmiddle.blogspot.de/p/stereotype.html#st_literatur_alg

    Ich habe noch mehr, wenn ich heute abend Zeit finde, ergänze ich vielleicht noch ein paar Zitate.

    Der Stereotype Threat ist eines der wichtigsten Beispiele für die Replikationskrise in der Psychologie bzw. Soziologie.

    Auf der Wikipedia-Seite zur Bedrohung durch Stereotype wird die Nichtreprodizierbarkeit, also Ungültigkeit, der 1990er Ergebnisse mit KEINEM Wort erwähnt. Das ist aber auch kein Wunder, in der Versionsgeschichte fallen sofort Namen wie Hanhaiwen oder SanFran Farmer auf. Der Stereotype Threat wird nun mal für den immerwährenden Opferstatus von Frauen gebraucht, deswegen wird die feministische WP-Mafia alle Versuche abschmettern, die Wahrheit auf der Wikipedia-Seite zu erwähnen.

  3. Claude Steele ließ männliche und weibliche Studierende an einem Test der mathematischen Fähigkeiten teilnehmen. Der Hälfte der Stichprobe wurde kurz vor dem Test gesagt, dass es bei diesem Test in der Regel starke Geschlechtsunterschiede gebe. Tatsächlich schnitten die Frauen nun deutlich schlechter ab als die Männer. Die andere Hälfte der Stichprobe erhielt diese Aussage nicht. Bei dieser Gruppe gab es keine signifikanten Geschlechtsunterschiede

    Was genau kann aus einem solchen Testergebnis denn gefolgert werden – wenn wir mal davon ausgehen, es liesse sich wiederholen – was nicht der Fall zu sein scheint. „Die andere Hälfte der Stichprobe“ zeigte keine signifikanten Unterschiede, was darauf schliessen liesse, dass die Frauen der „nicht manipulierten Stichprobe“ nicht von geschlechtsspezifischen Stereotypen betroffen waren, so dass ihre Leistung in Mathematik darunter litt. Es wäre damit ein Indiz, dass es keine in der Gesellschaft verbreitete Stereotype gibt, die Frauen in der Mathematik derart negativ beeinflussen, so dass sie signifikant schlechter abschneiden. Das alles ergibt wenig Sinn.

    • Man achte zudem auf die Wortwahl, was allerdings ggf. auch einer Übersetzung geschuldet sein kann.

      Die beiden untersuchten Stereotype waren zum einen die Annahme, dass Asiaten überdurchschnittlich gute mathematische Fähigkeiten besitzen und zum anderen, dass Frauen im Vergleich zu Männern minderwertige mathematische Fähigkeiten besitzen.

      MinderWERTig?
      Ohne allem und jedem einen Wert zuzumessen bzw. etwas/jemand abzuwerten, geht es im Feminismus offensichtlich nicht.

  4. „Der Hälfte der Stichprobe wurde kurz vor dem Test gesagt, dass es bei diesem Test in der Regel starke Geschlechtsunterschiede gebe. “

    An dem Satz bin ich schon beim ersten Lesen hängengeblieben.
    Hat jemand in der originalen Studie nachgelesen, ob das wirklich die Aussage war?

    Was soll dann das Ergebnis aussagen?

    Also, wenn heute eine Lehrerin beim austeilen eines Test zu egal was beiläufig mit süffisanter Stimme erklärt, „dass es bei diesem Test in der Regel starke Geschlechtsunterschiede gebe“, dann ziehen erstmal reflexartig die Jungen verschreckt die Köpfe ein, weil sie genau wissen, dass eine solche Aussage immer nur in eine Richtung erwähnenswert und erlaubt ist.

    Was soll das Ergebnis also aussage? Dass die Mädels sich weniger angestrent haben, weil sie gedacht haben, als Mädchen bin ich sowieso besser?

    • Den Mädchen wird in den Versuchen erzählt, sie seien schlechter als die Jungen (und nicht nur abstrakt von Geschlechterunterschieden erzählt, ohne Erwähnung, wer im Schnitt besser ist). Das deprimiert sie und wird zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung, so weit die Theorie.

      • Das hatte ich bisher auch immer so herum gehört – umso überraschender, dass es nicht so im Wikipedia-Artikel steht.
        Die Frage bleibt aber trotzdem, warum man den test schon damals nur in diese eine Richtung gemacht hat – warum nur eine Kontrollgruppe, bei der man diese Mitteilung NICHT gemacht hat?
        Warum kein Test, in dem man den Jungen erzählt, sie seien schlechter (wie man das sonst in allem über Jungen sagt?)

        Oder hat man das doch gemacht, aber Jungen waren dann weniger anfällig?
        Was würde das dann über den „stereotype threat“ aussagen?
        Dann wäre die Aussage, dass Mädels anfälliger auf solche außenzuschreibungen sind, kein stereotyp, sondern eine valide aussage.

        Und natürlich wäre eine solche höhere Empfindlichkeit eine negative Eigenschaft fürs Berufsleben, die ein Arbeitgeber zurecht nicht haben will, weil es im Mittel die Leistungsfähigkeit herabsenkt.

        Ähm, nein, egal was rauskommt, wenn wir in die richtung testen, ist das Ergebnis nicht wünschenswert, also lassen wirs?

        • @maddes

          „Warum kein Test, in dem man den Jungen erzählt, sie seien schlechter (wie man das sonst in allem über Jungen sagt?)“

          Guter Einwand!
          Das zeigt auf der einen Seite den bias der Forscher, auf der anderen Seite scheinen sie nicht anzunehmen, dass dies ein glaubwürdiges Stereotyp ist.

          Denn der Haken an der jetzigen Verwendung des Begriffs „Stereotyp“ scheint mir zu sein, es wird rundweg abgelehnt, er könne sich auf eine existierende Realität beziehen.
          Wenn man Stereotyp als eine generalisierende Aussage betrachtet, dann beinhaltet es eben die Möglichkeit einer richtigen oder einer falschen Generalisierung.
          Das Stereotyp ist nicht zwangsläufig falsch, weil es generalisiert.
          So wird es m.E. jedoch aktuell verstanden und verwendet.

          Aber hier scheint man der persönlichen Meinung gewesen zu sein, die empirische Beweislast ist so erdrückend ist, dass sie es erst gar nicht versuchten.

          Sie hätten allerdings einen Sprachtest (Deutsch oder Fremdsprachen) machen können und dann wäre es glaubwürdiger gewesen.
          Damit wären allerdings die besseren Ergebnisse der Mädchen und jungen Frauen Produkt der Diskriminierung von Jungen und jungen Männern.
          Das ist dumm gelaufen… 😉

      • Habe mich geirrt bzw. jetzt erst nachgesehen, was genau gemacht wurde. Steht in dem Papier im Abschnitt „Procedure“. Die Kinder, die dem stereotype threat ausgesetzt wurden, mußten folgenden „Einführungs“-text lesen:

        “The most recent study carried out four years ago showed that boys and girls do not perform equally well on this mathematics test. There was a difference in the average grade on the test between boys and girls”.

        die „Richtung“ der Differenz (wer besser ist) wird also nicht explizit erwähnt. Die Kontrollgruppe bekam folgenden Text zu lesen:

        “The most recent study carried out four years ago showed that boys and girls perform equally well on this mathematics test. There was no difference in the average grade on the test between boys and girls”.

        Weil hier die „Richtung“ des Stereotypes nicht angegeben ist, kann der stereotype threat nur wirken, wenn ein Vorwissen über diese Richtung vorhanden ist, das aktiviert wird. Ohne dieses Vorwissen enthielte der Einführungstext keine verwertbaren Informationen.
        Wenn das Vorwissen aber sowieso vorhanden ist, dann ist die Frage, warum man es noch extra aktivieren muß und wie lange diese Aktivierung anhält.

        • OHA
          Das wirft mehr fragen auf, als es beantwortet.

          Es wird ja immer spannender – und gleichzeitig immer nichtssagender.
          In die Interpretation fließen immer mehr Vorannahmen der Studien-steller über die Vorannahmen der Schüler, als es zuerst aussah.

          Wie wird denn geprüft, ob die Schüler auch das angenommene Wissen über diese „richtung“ der differenz haben?

          Der angeblichen kontrollgruppe wurde gerade nicht „keine“ information gegeben, wie in Wikipedia behauptet:
          „Die andere Hälfte der Stichprobe erhielt diese Aussage nicht.“
          Das ist falsch. Die andere Hälfte erhielt die information, dass es keinen geschlechtsunterschied gäbe. Auch das ist eine information, die den Blick auf Geschlechterunterschiede fokussiert.

          Und zwar eine, die einem angenommenen Wissen um eine geschlechterdifferent zuwieder laufen soll.

          In meiner Vorstellung hätte die kontrollgruppe eine solche Information gar nicht erhalten dürfen, um den Blick gar nicht auf das Thema geschlechterunterschiede zu richten – bzw.: es wäre mindestens interessant, auch eine kontrollgruppe gehabt zu haben, die keine solche info erhält.

          Hm.
          1990er studie.
          Das berühmte Doris Lessing Zitat („Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird […]“ ist auch schon von 2001, da ist nur noch ein Jahrzehnt dazwischen.

          Die interpretation, dass die Mädels bei der Formulierung gedacht haben, das muss so gemeint sein wie sonst auch immer, dass die Mädels eben besser sind, finde ich wirklich nicht von der Hand zu weisen.

          Also ham sie sich weniger angestrengt, weil sie eh besser sind.

      • Dabei wäre das ‚Wie‘ erstaunklich interessant.
        Ist’s so eine feministische hate-bait Art, auf der das dann ausgedrückt wird oder einfach sachlich?
        Bei ersterem würde die Prophezeiung (vermultich) erfüllt, ich wär auch in einem Mathetest schlechter, wenn ich mich währendessen noch über etwas auf Bentoniveau ärgern würde.

  5. Verstehe ich das eigentlich richtig:

    Da werden Studenten zu einem Experiment eingeladen, in dem sie einige Aufgaben lösen sollen.

    Davon, wie gut sie diese Aufgaben lösen hängt nichts relevantes ab. Es gibt bei vielen falschen Antworten keine Gehaltskürzungen, keine Minuspunkte im Semester, keine Strafarbeiten, nichts. Das Ergebnis der Tests ist für die Teilnehmer so relevant wie ein chinesischer Reissack.

    Korrekt?

    Zusätzlich zu dieser m.E. sehr relevanten Ausgangssituation betont man gegenüber einigen Menschen aus jener Gruppe, die nachgewiesenermaßen weniger Wettbewerbsorientierung haben als die anderen, dass man von ihnen weniger erwartet. Mit anderen Worten, man sagt ihnen: Wenn du grad keine Lust hast, ist das auch OK, wird nicht auffallen.

    Korrekt?

    Was GENAU soll so ein Versuchsaufbau zeigen?

    Dass Frauen weniger bereit sind, aus Spaß an der Freud zu anderen in Konkurrenz zu treten?

    Dass Frauen eher bereit sind, sich keine Mühe zu geben, wenn die Faulheit sozial erwartet wird?

    • Die Rollenerwartung sagt ja: „Mädchen sind nicht so gut in Mathe. Das macht aber gar nix, dafür sind sie in vielen anderen Dingen viel viel besser als Jungen“

      Wenn man also vor dem Test betont, dass Mädchen nicht so gut in Mathe sind, dann könnte das eine oder andere Mädchen denken, dass es weniger Mädchenruhm abkriegt, wenn es gute Ergebnisse abliefert. Man stiftet ja mit solchen Ansagen nicht zwangsläufig nur negative Mädchenidentität.

      Im umgekehrten Fall hat man ganz schnell solche Erklärungen parat. Es heißt immer, dass Jungen selbst an ihren schlechten Leistungen schuld seien, weil sie gute Leistungen in der Schule als mädchenhaft empfinden würden und sie sich deshalb ungerne mit guten Leistungen identifizieren.

      • Gut auf den Punkt.
        Wie stellen die Experimentatoren sicher, dass ihr Hinweis nicht so verstanden wird: „Eine gute Frau ist nicht so gut in Mathe. Wenn du hier einen guten Test ablieferst, schmälerst du diene weibliche Attraktivität“.

        Das wäre ein Threat ganz anderer Sorte.

        Nicht „Ich kann das nicht“, sondern „Ich sollte das nicht“.

        Würde mich nicht wundern, wenn man irgendwann rausfindet, dass das die Wurzel des Gender-Paradoxons ist.

        • „Wie stellen die Experimentatoren sicher, dass ihr Hinweis nicht so verstanden wird: „Eine gute Frau ist nicht so gut in Mathe. Wenn du hier einen guten Test ablieferst, schmälerst du diene weibliche Attraktivität“.“

          Warum sollten sie so etwas sicherstellen sollen?
          Was du beschreibst, IST eine Reinform des „stereotype threat.

          „Würde mich nicht wundern, wenn man irgendwann rausfindet, dass das die Wurzel des Gender-Paradoxons ist.“

          Was allerdings die Existenz des stereotype threat belegen würde.

          • Denn natürlich erzeugt das handlungsbedarf:
            Wir müssen etwas dagegen unternehmen, Frauen das Bild zu vermitteln, dass „gute“ Frauen nicht so gut in Mathe zu sein haben, und wenn wir das geschafft haben, werden Frauen besser in mAthe werden. Ganz bestimmt.

            Und das glaubst du ?

          • Dann hast du ein anderes Verständnis von „stereotype threat“ als ich.

            In Wikipedias Darstellung spielt eine wesentliche Rolle, dass Stereotype gut oder schlecht sind und dass schlechte Stereotype eine Angst auslösen, den Anforderungen nicht zu genügen. Eine Angst, die auf neurologischer Ebene die Leistungsfähigkeit tatsächlich herabsetzt.

            Das fällt in meiner Vermutung alles komplett weg. Ich gehe davon aus, dass der Versuchsaufbau den Mädchen sagt: „Du kannst zwar den Test gut bestehen, aber du riskierst damit, die Privilegien deiner Gruppenzugehörigkeit zu verlieren.“

            Du meinst, das gibt es in der Stereotype-Threat-Literatur, die Annahme, dass Frausein inhärente Privilegien mit sich bringt, für deren Rettung eine Frau durchaus bereit ist, auf irrelevante Boni zu verzichten?

          • Du glaubst, dass die Befürchtung „keine gute Frau zu sein“ keine Ängste auslösen kann?

            „Du meinst, das gibt es in der Stereotype-Threat-Literatur, die Annahme, dass Frausein inhärente Privilegien mit sich bringt, für deren Rettung eine Frau durchaus bereit ist, auf irrelevante Boni zu verzichten?“

            So würde man es dort niemals formulieren, aber: dass “ Stereotype gut oder schlecht sind “ ist auch falsch, in der reinen Lehre sind stereotype niemals gut, männliches begünstigende stereotype sind z.B. toxisch.

            Das wichtige am stereotype threat ist, dass Frauen ™ dabei benachteiligt werden, in dem von dir gezeigten Argumentationsbeispiel dadurch, dass sie ein Verhalten meiden (gut in Mathe zu sein), dass ein vorteil für sie sein könnte, aus dem Grund, dass sie nicht mehr als „gute Frauen“ wahrgenommen würden. Der stereotype threat beraubt die unterdrückten Frauen ™ daher bestimmter möglichkeiten, die sie eigentlich hätten.
            Und daraus folgt ein Handlungsbedarf zu korrigierenden Maßnahmen dagegen.

            So lange diese Grundfigur erhalten bleibt, lässt sich der stereotype-threat natürlich beliebig begründen.

            Das interessante an der o.g. studie ist nicht, dass dadurch eine neue Begründung für den stereotype threat notwendig geworden wäre, die vielleicht nicht von der gerade angesagten interpretation gedeckt ist, aber trotzdem geschmeidig und bruchlos in den genderfeminismus übernehmbar wäre.
            Das interessante ist vielmehr, dass es diesen schlicht und ergreifend nicht zu geben scheint und man deshalb auch keine Begründung dafür aus dem Hut zu zaubern braucht, wie du das grade versuchst.

          • Ich denke, wir stimmen darin überein, dass unterm Strich die feminstische Forderung ist, dass Frauen durch nichts und absolut gar nichts in irgendeiner Form eingeschränkt sein oder Nachteile erfahren dürfen.
            Dass die weibliche Rolle,die Frauen handfeste Vorteile bringt, in anderen Kontexten Nachteile haben kann, ist unerträglich und muss geändert werden.

            So weit, so klar.

            Bleibt die Frage, ob „stereotype threat“ als „Die Nachteile, die jemand erleidet, wenn man ihm einredet, er habe per se irgendwelche Fähigkeiten nicht“ gemeint ist oder als „Irgendwie gibts da irgendwelche Vorurteile und irgendwie ist das in irgendwelchen Kontexten eventuell nicht so gut“.

            Ich meine ersteres, denn letzteres ist selbst für Feministinnen zu flach und nichtssagend.

          • „Also lass es einfach, den Genderista zuzuarbeiten. Bleib einfach bei den Fakten.“

            Das widerspricht sich.

            Genderismus und Feminismus basieren fast grundsätzlich auf Halb- bis Sechzehntelwahrheiten. Es gibt immer irgendein beobachtbares Phänomen, das allerdings falsch interpretiert und völlig unsinning in irrationale Zusammenhänge geblasen wird.

            Deine Forderung ist, dass man sich auch das Fragment des feministischen Weltgebäudes, das auf Fakten beruht, nicht anschauen darf, weil das „den Genderista zuarbeitet“.

            Das ist das Gegenteil von „bei den Fakten bleiben“.

          • So lange du eine „Begründung“ zu liefern versuchst, die einen Handlungsbedarf zur Korrektur liefern kann (was deine Vermutung tut) bist du der Behauptung auf den Leim gegangen und arbeitest ihrer ideologie zu.

            Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass es da nix zu begründen gibt, weil der effekt nicht existiert.
            Also lass es einfach, den Genderista zuzuarbeiten. Bleib einfach bei den Fakten.

          • „Ich meine ersteres, denn letzteres ist selbst für Feministinnen zu flach und nichtssagend.“

            Ich sehe keinen Grund, warum sich genderista auf ein Modell beschränken sollten.
            Zweifelst du daran, dass variante „schlimm genug“ ist?
            Das ist es nur in deiner frauenverachtenden masku-nazi-formulierung nicht.
            Der Umstand, dass Frauen in Mathe Tests schlechter abschneiden, weil sie davon überzeugt werden, dass „gute“ Frauen nicht gut in Mathe sein dürfen, ist schreiendes Unrecht, und das mit angeblichen weiblichen privilegien zu begründen, wo doch jeder weiß, dass es sowas nicht gibt und nur Masku-nazis so argumentieren, ist seinerseits bereits ein unterdrückerischer akt.
            Das einreden, dass „gute“ Frauen nicht gut in Mathe sein dürfen, ist kein weibliches privileg, sondern patriarchalische Hirnwäsche.

            Daran ist aus feministischer Sicht überhaupt nichts „zu flach“.

            „Deine Forderung ist, dass man sich auch das Fragment des feministischen Weltgebäudes, das auf Fakten beruht, nicht anschauen darf, weil das „den Genderista zuarbeitet“.“

            Das ist eine ziemlich schräge verdrehung meiner Aussage. Wie kommst du darauf?
            Wie leitest du das aus meiner Aussage ab?

            Ich schrieb: bleib bei den Fakten.
            Setze die fragmente, die zufälligerweise mit der realität übereinstimmen, wieder in beziehung zu den Fakten, die ihnen wiedersprechen.
            Im vorliegenden Fall:
            Lass dich aber nicht auf die fragmente ein, die erstunken und erlogen sind.
            z.b. die Aussage, dass es einen „stereotype threat“ gäbe, egal mit welcher begründung – offenbar gibt es einen solchen nicht, daher ist deine „begründung“ dafür völlig irrelevant.

            Warum ist 2 + 2 = 22?

            Macht keinen sinn, über eine neue Begründung dafür nachzudenken, nachdem die vorige sich als Falsch erwiesen hat.
            2 + 2 ist nicht 22.

          • „Warum ist 2 + 2 = 22“

            Da kann ich natürlch nicht wiederstehen, mal wieder den hier zu bringen

            ist einfach zu gut

  6. Ein solcher Testaufbau könnte allenfalls Indizien liefern, dass Verunsicherung Leistung negativ beeinflussen kann, was mir einigermassen plausibel erscheint. Von diesem Befund, so er denn nachgewiesen werden könnte, zur Schlussfolgerung, dass Mädchen in Mathematik etwas schlechter abschneiden als Männer, weil sie durch Stereotype negativ beeinflusst werden, ist noch ein langer Weg. Das wäre nur eine mögliche Erklärung unter vielen anderen denkbaren.

  7. Es wäre auch interessant gewesen zu testen, ob man bei Jungs einen ähnlichen Leistungsabfall induzieren kann, wenn man sagt das Jungs i.d.R. schlechter abschneiden.

    Außerdem ist natürlich interessant, ob es Langzeitwirkungen solcher Aussagen gibt, wie es ist, wenn manche sagen „Ja, Mädchen können das nicht“ während andere das bestreiten und ob man sich geistig vorher gegen solche Einflussnahmen imprägnieren kann.

    • Wobei diese Wortschöpfung auch eine Betrachtung wert ist.

      Stereotype Threat – muss man das als wissenschaftlichen Fachbegriff verstehen oder als Polit-Parole? Ist „threat“ nicht reichlich dramatisiert? Erinnert mich an „Rape Survivor“.

  8. Das funktioniert vor allen Dingen deshalb, weil Menschen, die gefühlt ohne Einschränkungen aus sich heraus gehen können, in dem Moment darauf eingestimmt sind, „ihr Bestes zu geben“.
    Menschen, denen vorher förmlich gesagt wurde „ihr schafft das sowieso nicht“, sind nicht mehr frei in ihren Gedanken, nicht mehr unbeeinflusst durch äußere Einflüsse, und deshalb schneiden sie schlechter ab. Sie sind nicht mehr uneingeschränkt in der Lage, einfach „ihr Bestes zu geben“.
    Die äußere Erwartung in dem Moment ist „egal, was dabei heraus kommt, es wird sowieso schlecht und völlig fehlerbehaftet sein“ und das spüren sie subtil. Mit anderen Worten: Tadel ist sicher, warum sich also noch Mühe geben? Also warten darauf, dass einem gesagt wird, was man zu tun hat, dabei kann dann weniger schief gehen (und man bekommt weniger Tadel).

  9. Bin zu faul die Quelle rauszusuchen, aber: Eine Untersuchung kam zum Ergebnis, dass Wettbewerbsdruck unterschiedlich auf Jungen und Mädchen wirkt. Mädchen werden durch ihn demotiviert, Jungen angestachelt. Mädchen erbringen die schlechteste sportliche Leistung, wenn sie gegen die Gruppe laufen, und die beste Leistung, wenn sie allein für sich laufen. Bei Jungen ist es umgekehrt.
    Könnte das hier reinspielen?

    • Aber absolut !

      Beachte den Diskussionsabschnitt, wo mitm nachliefert:
      Der Text, den die einen erhielten, war ja nicht, dass mädchen schlechter seien, sondern:

      „“The most recent study carried out four years ago showed that boys and girls do not perform equally well on this mathematics test. There was a difference in the average grade on the test between boys and girls”.

      die „Richtung“ der Differenz (wer besser ist) wird also nicht explizit erwähnt. Die Kontrollgruppe bekam folgenden Text zu lesen:

      “The most recent study carried out four years ago showed that boys and girls perform equally well on this mathematics test. There was no difference in the average grade on the test between boys and girls”.

      Sie erfahren also lediglich, dass es einen geschlechtsbedingten untersschied gäbe oder nicht gäbe – nicht, in welche richtung der denn wirken solle.

      Das erschafft im einen fall eine Konkurrenzsituation, zu beweisen, wer besser ist, und im anderen Fall nicht.

      Finde ich.

  10. Selbstsuggestion kann man fast bei allen dieser Art von „Studien“ konstatieren.

    Irgendwo muss sie doch zu finden sein, die geheime Allmacht, mit der das Patriarchat die Hirne manipuliert! Das kann ja nur der „stereotype threat“ sein!

    Wenn es nicht so todernst gemeint wäre, man müsste lachen!

  11. Pingback: „Informatikstudentinnen haben ein Männerproblem“ – oder? | ☨auschfrei

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