Youtube und die Diskriminierung der Frauen

Die Malisa Stiftung hat eine Diskriminierung der Frauen auf Youtube (!) entdeckt:

Die viel von jungen Menschen genutzten Online-Plattformen wie YouTube und Instagram bieten erst einmal jedem und jeder neue Chancen, sich darzustellen, die eigene Identität zu zeigen und sich eine Stimme zu geben. Doch die Ergebnisse mehrerer von der MaLisa Stiftung unterstützen Studien zeigen, dass Frauen auch auf diesen Plattformen unterrepräsentiert sind. Das Verhältnis 1:2 von weiblichen zu männlichen Protagonist*innen, das sich in Kino und TV gezeigt hat, ist auch bei den 100 beliebtesten Musikvideos, den 100 beliebtesten YouTube-Kanälen und den Top 100 Instagrammer*innen in Deutschland zu finden.

Es gibt keine faireren Plattformen in Bezug auf Geschlechter als Youtube und Co.  Die Bedingungen sind für alle absolut gleich, niemand kann einen hereinreden, weil man immer seinen eigenen Content herstellen und hochladen kann und jeder wirbt gleich um Zuschauer und Sponsoren. Man braucht nicht viel mehr als eine Videokamera, es reicht eigentlich ein Smartphone. Theoretisch kann man das notwendige Equipment für wenig Geld zusammenbekommen.

Wenn dennoch Männer dort erfolgreicher sind, dann könnte das nicht etwa ein Zeichen für Benachteiligung sein, sondern ein deutliches Zeichen dafür, dass Gender Pay Gap etc nicht auf Benachteiligung beruhen-

Die Geschlechterdarstellungen in den erfolgreichsten YouTube-Kanälen basieren zudem auf veraltet anmutenden Stereotypen: Während Frauen sich überwiegend im privaten Raum zeigen, Schminktipps geben und ihre Hobbies präsentieren (Basteln, Nähen, Kochen), bedienen Männer deutlich mehr Themen: von Unterhaltung über Musik bis zu Games, Comedy und Politik.

Was eben dafür spricht, dass diese Stereotypen nicht so veraltet sind, wie es die Studie gerne hätte. Frauen versuchen eben häufig eine weibliche Klientel anzusprechen, indem sie klassische Frauenthemen bedienen. Das machen im übrigen Frauenzeitschriften genau so.

In Musikvideos, die heute überwiegend über YouTube konsumiert werden, konnten diese beiden Ergebnisse ebenfalls beobachtet werden: Wir sehen noch immer mehrheitlich Frauen, die sexy und passiv inszeniert werden. Und der Anteil der Sängerinnen in den Top 100 liegt konstant bei einem Drittel. Auch auf Instagram sind insbesondere die Frauen erfolgreich, die einem normierten Schönheitsideal entsprechen. Sie sind dünn, langhaarig und beschäftigen sich hauptsächlich mit den Themen Mode, Ernährung und Beauty. Weibliche Selbstinszenierung findet hier nur in einem sehr begrenzten Korridor statt.

Auch ein Wunder: Schöne Leute sind interessanter, wer hätte es gedacht. Das ist eben das Problem in einem Bereich, in dem das Programm nicht vorgeschrieben ist: Die Leute schauen sich an, was ihnen gefällt und diejenigen werden groß, die das bedienen. Es gibt eben zu jedem Thema eine Vielzahl von Anbietern und wenn die erfolgreicher sind, die die Klischees bedienen, dann sagt das etwas darüber aus, was die Leute wollen.

Doch ein Blick in die Branche zeigt, dass diese stereotypen Darstellungen nicht allein persönlichen Interessen geschuldet sind. Die befragten YouTuberinnen verweisen auf Hürden, die es erschweren aus dem Themenumfeld Beauty auszubrechen und sich neue Genres wie Comedy oder Politik zu erschließen. Sie berichten von engen Zuschauererwartungen und damit verbunden kritischen, mitunter bösartigen Kommentaren, sobald sie den normierten Erwartungen widersprechen.

Dieses verdammte Publikum, dass sich einfach nicht umerziehen lassen will! Was fällt ihm ein die Themen auf die Art zu sehen, wie sie es wollen und nicht auf eine Weise, wie sie sein sollten?

Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine Youtuberin, die sagen wir mal dicker geworden ist, böse Kommentare bekommt, weil eben gerade intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen in der Hinsicht natürlich brutal sein kann.

Die Befragungen haben studienübergreifend gezeigt, dass jugendliche Konsument*innen Influencer*innen als Vorbilder betrachten und deren Posen und Aussehen nachahmen. Auf YouTube legen die Kanalbetreiber*innen großen Wert auf „Authentizität“, bei Instagram soll alles „natürlich“ und „spontan“ wirken, auch wenn die geposteten Fotos aufwendig und zeitintensiv inszeniert wurden. Insbesondere Mädchen, die Influencer*innen folgen, bearbeiten ihre eigenen Bilder stärker als solche, die keinen Influencer*innen folgen. Sie empfinden ihr natürliches Aussehen zunehmend als unzureichend.

Das ist eben nicht anders als in den sonstigen Medien auch. Wir wollen nicht unbedingt an Unzulänglichkeiten erinnert werden, sondern eine passende andere Welt vorgeführt bekommen. Das vieles genau geskriptet ist soll man eben nicht bemerken, es soll noch einigermaßen natürlich klingen. Aber das ist ja auch bei sonstigen Shows nicht anders.

Maria Furtwängler, Stifterin und Vorstandsmitglied der MaLisa Stiftung zeigt sich irritiert angesichts der Tatsache, dass Frauen auch in den sozialen Medien unterrepräsentiert sind: „Wenn man alle diese Zahlen nebeneinander stellt und sieht, dass die Frauen auch in den Medien, die hauptsächlich von Jugendlichen konsumiert werden, nur ein Drittel der Protagonist*innen stellen, muss man sich fragen, was mit den Strukturen nicht stimmt.“

Oder mit den Frauen. Denn welche Strukturen sollen letztendlich in einem solchen Medium schuld sein, wenn man vollkommen frei in der Ausübung ist?

Dieses Denken, dass jedes abweichende Ergebnis an hindernden Strukturen liegen muss, dass ist in der Hinsicht schon wirklich erstaunlich. Vielleicht liegt es Männer einfach mehr zu Sachthemen Inhalte zu produzieren als Frauen. Vielleicht verfolgen sie solche Punkte schlicht ausdauernder und sie nehmen sich die diesbezügliche Zeit, um passenden Content zu erstellen.

Ihre Tochter Lisa, ebenfalls Vorstandsmitglied, betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Diskurses über stereotype Geschlechterrollen in den Medien: „Die Studienergebnisse haben uns vor eine Reihe von Fragen gestellt, auf die wir als Feministinnen zunächst keine Antwort haben: Warum sind die erfolgreichen Akteur*innen in den neuen sozialen Medien, ausgerechnet die mit den rückwärtsgewandt erscheinenden Geschlechterrollen und wie können wir eine größere Vielfalt sichtbar machen? Dieses Thema geht uns alle an und darüber müssen wir diskutieren.“

Nur ist eben die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dem Feminismus die Antworten darauf nicht gefallen.

Das ist eben eines der Probleme bei Youtube: Der User bestimmt den Content, der erfolgreich ist. Das ist auch einer der Gründe, warum reguläres Fernsehen bei den unteren Altersgruppen immer weniger Bedeutung hat. Sie wollen das sehen, was sie interessiert zu den Zeiten, an denen sie es schauen können. Man kann dort keine Vielfalt sichtbar machen, es sei denn der Zuschauer will sie sehen.

 

65 Gedanken zu “Youtube und die Diskriminierung der Frauen

  1. In Bezug auf die Musik braucht man auch nur zur Anzahl der Musiker gucken. Bei der Künstlersozialkasse sind im Verhältnis 1,5:1 mehr Männer im Bereich Musik gemeldet. Und je nach Genre (Rockmusik) ist das noch extremer.

    https://www.kuenstlersozialkasse.de//service/ksk-in-zahlen.html

    Ist irgendwie logisch dass Männer dann auch erfolgreicher sind, wenn sie mehr Musik machen. Aber das wird auch beim Jammern, dass so wenige Frauen auf Festivals auftreten, immer vergessen.

      • Da haben wir ja alle Anti-Männer-Klischees beisammen. „Wäh­rend Männer sich häufiger für technische Spiel­e­reien begeistern, sind Frauen eher desinteressiert. Das kann an ihrer Sozialisa­tion liegen, aber auch daran, dass Männer gern fachsimpeln und Frauen dabei systematisch aus­grenzen.“

        Daran, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, andere Interessen und Bedürfnisse haben, kann es natürlich nicht leigen.

        • „dass Männer gern fachsimpeln und Frauen dabei systematisch aus­grenzen“

          Was für ein Satz.
          Derselbe Inhalt: „…dass Männer andere Gesprächsthemen haben als Frauen und nicht begeistert reagieren, wenn eine Frau versucht, das Gespräch zu ihrem bevorzugten Thema zu zerren“

          • @only_me @El_Mocho

            Lasst euch bitte nicht von dem feministischen Propaganda-Frame verarschen!

            Erster Trick: „Wäh­rend Männer sich häufiger für technische Spiel­e­reien begeistern, sind Frauen eher desinteressiert.“

            Frauen haben keine Lust („Desinteresse“), sich mit Technik auseinanderzusetzen – sachlicher Befund.
            Ob das (elektronische) Instrumente sind, Spieltechnik, Aufnahmetechnik, Mischtechnik das ist alles nicht ihr Ding, keinen Bock drauf.

            Wenn Frauen subjektiv keine Lust haben, sich mit objektiv notwendigen Voraussetzungen der Musik zu beschäftigen, muss es sich daher um irgendeine alberne, männliche Spielerei handeln.

            Die subjektive Befindlichkeit ist einzig gültiges Kriterium der Auseinandersetzung mit der Welt für den gynozentrischen Narzissmus.
            Leitsatz: Wäre es wichtig, würde es mich interessieren et vice versa.
            Dass sich auch Männer zwingen müssen, sich mit einer drögen Thematik auseinander zu setzen, weil sie einfach wichtig ist, weil Männer wissen, sie benötigen diese Kenntnisse, ist unvorstellbar.

            Feminin-istinnen rationalisieren jedoch ihr Desinteresse an der Thematik durch eine genderisierende Abwertung>/i> der Thematik.
            Diese Haltung kann man sich a. nur leisten, wenn
            irgendein anderes Geschlecht diese objektiv notwendige Arbeit übernimmt. Und b. wird damit anderen Frauen die „eigentliche“ Unwichtigkeit der Thematik auf einem Silbertablett überreicht, für das sie – als Geschlecht – nicht zuständig sind.

            Zweiter Trick: „Das kann an ihrer Sozialisa­tion liegen, aber auch daran, dass Männer gern fachsimpeln und Frauen dabei systematisch aus­grenzen.“

            Die weibliche Rationalisierung des Desinteresses an der Thematik, bei gleichzeitiger Abwertung der Thematik habe ich bereits aufgezeigt.
            Nun kommt die moralisierende Volte: Wenn Männer über eine Thematik „fachsimpeln“, für deren gleichberechtigter Teilhabe in der Diskussion den Frauen schlicht die Kenntnisse fehlen („Desinteresse“), dann ist das eine Ausgrenzung.

            Nicht sie haben sich also durch Desinteresse an und Abwertung der Thematik selbst ausgegrenzt, sondern es waren und sind Männer.

            Das Resultat dieses feministischen Narrativs: Statt sich eigenständig mit der Thematik auseinander zu setzen, wird den Frauen nahegelegt, die Verantwortung dafür, dass sie sich nicht mit der Thematik auseinander gesetzt haben „den“ Männern und „der“ Gesellschaft („Sozialisation“) zu übertragen.

            Von der nicht statt findenden Selbstkritik – wir erinnern uns: Keine Ahnung vom Thema wg. Lustlosigkeit – nahtlos zur Anklage. Das perfide ist, damit wird die eigentliche Thematik (hier: Technik) aber erst wirklich männlich.
            Denn es liegt nicht am weiblichen Desinteresse und mangelnden Kenntnissen, sondern an der männlichen Sozialisation im Patriarchat und an unmöglich zu erreichenden männlichen (Interesse) Idealen (Kenntnisse), die eine Frau daher niemals erreichen kann!

            Fazit: Der durchgeschallerte bürgerliche Feminismus produziert und reproduziert die weibliche Ohnmacht überhaupt erst, um sie dann lautstark zu bejammern.
            Impotente weibliche Jammerei als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und Lebensaufgabe in Form einer Stiftung – ein Traum!

            Wie gesagt: Lösungen können nur wir bieten, bei jeder Spielart des bürgerlichen Feminismus ist Totalversagen bereits in die Ideologie eingebaut.

          • @crumar: Sehr schön aufgedröselt, bravo! In deinem Beitrag findet man exemplarisch all das, wovon diese durchideologisierten Genderfeministen nur träumen können: Logik, stringenter Aufbau, überzeugenden Argumente. Große Klasse!

            p.s: Man beachte: Nicht „worum Genderfeministinnen Männer beneiden“… 😉

        • Fand ich auch merkwürdig, diese Interpretation. Interessant auch dass das von einer Frau geschrieben wurde.

          Nur ist man beim „Warum“ immer so sehr im Bereich der Spekulation, dass ich mich bei dem Artikel lieber auf die Beobachtungen (Frauen singen, Männer spielen Gitarre) konzentriert habe.

          • @_Flin_

            Nicht, wenn es darum geht, die Musik für youtube zu produzieren und daraus ein Video zu erstellen.
            Die eigentlich Arbeit beobachtest nämlich eben nicht.
            Wenn du einen Song auf youtube hörst, dann ist das in den allermeisten Fällen Resultat der Arbeit, nicht die Arbeit selbst.

            Beispiel hier: c’t musik kreativ: Neues Sonderheft für Musiker
            Daraus: „Der Ratgeber für das Heimstudio richtet sich an Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis, die vornehmlich am Computer Musik produzieren.

            Einen umfangreichen Schwerpunkt der Sonderausgabe bilden modulare Synthesizer: Wir erklären den kostenlosen Einstieg in die Welt der Klangsynthese anhand der Freeware VCV Rack, testen semi-modulare Hardware-Synthesizer auf Herz und Nieren und geben eine ausführliche Beratung zum Bau eines ersten Eurorack-Synthesizers – inklusive Tipps zur Modulauswahl und die Anbindung an den Rechner. (…)

            Für die Produktion kompletter Songs und Dance-Tracks liegen dem Heft zwei komplette DAWs (Digital Audio Workstations) bei: Bitwig Studio 8-Track 2.42 deckt alles rund um elektronische Musik und Dance-Produktionen ab. Cubase LE richtet sich eher an klassische Songwriter, Komponisten und Mixer. Zwei neue umfangreiche Tutorials im Heft erklären den Einstieg in beide Programme und wie man ihre jeweiligen Stärken nutzt.

            So stechen bei Bitwig die Synthesizer und die umfangreichen modularen Effekte heraus, während Cubase mit einer Arrangement-Hilfe und einem großen Mixer aufwartet. Einsteiger erhalten einen Überblick, wie sie mit Bitwig grundsätzlich an einen Dance-Track und dessen Abmischung herangehen und das umfangreiche Setup von Cubase meistern. Cubase LE läuft unter Windows und macOS, Bitwig Studio 8-Track unterstützt zusätzlich auch Linux (Ubuntu ab 17.04).“

            Die c´t lesen: 793.000 Männer und 83.000 Frauen. Es ist nicht anzunehmen, dass dieses Verhältnis bei den Sonderheften anders ist.
            https://www.heise.de/mediadaten/ct/Unsere-Leserschaft-1848047.html
            Die durch die Weiterentwicklung von Computer und Software monströs gesteigerten Möglichkeiten der Produktion von Musik erschließen sich nur demjenigen, der sich mit diesen Möglichkeiten theoretisch und praktisch auseinandersetzt.

            Meine Ex-Freundin konnte prima singen, das Mikro in der Hand halten und den Kopfhörer aufsetzen.
            Das war es auch schon.
            Weder konnte sie mit dem Mischpult umgehen, noch den Song danach bearbeiten oder mir dabei helfen und das hätte auch für das Video zugetroffen.
            Tatsächlich wäre aber ihr Beitrag die Stimme und, tja, eye-candy gewesen.

            Hätte sie nun eine feministische Ausbildung genossen, dann wäre der Vorwurf naheliegend, sie sei nur Muse oder Deko und sie wäre der festen Überzeugung gewesen, sie habe die Hälfte der Arbeit gemacht.
            Aus meiner Perspektive jedoch sind Stimme und eye-candy – ohne weitere Kenntnisse -austauschbar und ich habe sie nicht gezwungen, sich darauf zu beschränken (neudeutsch: sie objektifiziert), sondern das hat sie ganz alleine bewerkstelligt.

            Das ist nur ein winzig kleiner Ausschnitt der Dinge, die gerade passieren und die unsere Zukunft prägen werden – bspw. 3D-Drucker, internet of things, E-Mobilität, Energiewende.
            Schau dir für jedes dieser Themen mal den Frauenanteil an.
            So viel Zukunft, so wenig Frau enthalten…

  2. Ich erinnere mich an eine Sitzung, in der über den sog. „Girls-Day“ gesprochen wurde, an dem Mädchen einen Einblick in traditionell männliche Berufe bekommen. Die Kollegen rätselten darüber, warum 20 Jahre Gilrs-Day so gar keine Auswirkung auf die Berufswahl vpn Mädchen haben, sie bevorzugen nach wie vor klassisch weibliche Berufe und wollen nicht Automechaniker werden. Auf die Idee, dass ganze Konzept in Frage zu stellen, nach dem Frauen nurch durch gesellschaftlichen Druck dazu kommen, die weiblichen Berufe zu bevorzugen, kam niemand.

    So auch hier. Wenn die Realität der eigenen Theorie wiederspricht, kommt man nicht auf die Idee, die Theorie aufzugeben oder zu modifizieren, sondern man hat als Feministinnen zunächst keine Antwort.

    Auf die Idee, dass evtl. menschliches Verhalten nicht zu 100% auf freier Willensentscheidung beruht, und es Verhaltenswesien gibt, die nicht von der Gesellschaft beeinflusst werden, kommt man natürlich nicht.

      • Das war vielleicht noch zu Zeiten als es noch Automechaniker gab … 😉
        Im Ernst: Ich kann mir nicht vorstellen, daß es besonders schwierig für Mädchen sein sollte ein Praktikum als KFZ-Mechatroniker zu bekommen. Nicht nennenswert schwieriger als für Jungen.

        Ich habe vor über 25 Jahren mal nebenbei eine Lehre als Maschinenbauer gemacht ( dammals, im patriarchalen Mittelalter ). Zu Beginn hatten wir zwei nette Kolleginnen, nach ein paar Tagen schon nicht mehr. Und das kann eigentlich nicht an irgendwelchen strukturell patriarchalen Vorurteilen gelegen haben, denn die Ausbildungsmeister, Innungsmeister u.s.w. bedauerten deren plötzliches Verschwinden auf Nachfrage genau so wie wir Azubis.
        V.dh. vermute ich mal, daß die eher keine Lust auf einen vorher ihnen angepriesenen Job hatten, bei dem sie ziemlich dreckig geworden wären und auch mal das eine oder andere Gesundheitsrisiko hätten eingehen müssen. Noch dazu bei relativ strengen Vorgaben ( „Heute Zeichnung erhalten, Morgen Werkstück fertig“ ), relativ geringer kreativer Bandbreite und täglicher intensiver Reinigung und Pflege der benutzten Werkzeugmaschinen plus Räumlichkeiten.

        • Es ist nicht ganz 10 Jahre her, da wollte ich gerne ein Praktikum als KFZ-Mechatroniker machen – keine Chance. Und das lag einzig daran, dass ich eben kein Junge war. Einigen Werkstätten tat es richtig leid, aber man konnte das nicht riskieren. Das Problem ist nämlich, dass es ein Gesetz gibt, welches vorschreibt, dass es für Männer und Frauen getrennte Umkleiden und Toiletten am Arbeitsplatz gibt und die meisten Werkstätten das nicht hatten (da dort keine Frauen arbeiteten). Wenn das kontrolliert wird, muss der Betrieb hohe Strafen zahlen und so stellt man eben keine Frauen ein statt mal umzubauen (das natürlich jetzt nicht aufs Praktikum bezogen).

          Ich habe übrigens inzwischen eine Lehre als Tischler gemacht, kann also keine Rede davon sein, dass ich mich nicht schmutzig machen wollte 😉

          • @Miria:
            Okay, das Argument zündet natürlich, allerdings nur bezogen auf kleine Krauter. Und liegt garantiert NICHT an einem strukturellen Patriarchat, sondern daran, daß schlicht der Bedarf an den Sozialräumen etc. fehlt.

          • @Fiete:

            Nicht nur bezogen auf „kleine Krauter“ unter den Werkstätten waren sowohl kleine freie als auch große Markenwerkstätten – all das gleiche Problem.

            Habe übrigens nirgendwo geschrieben, dass es an einem strukturellen Patriachat liegt. Ich wollte lediglich verdeutlichen, dass es bei manchen Berufen eben doch Hürden für Frauen gibt, die so einem Mann nicht begegnen.

          • @ Miria Gibt’s auch anders herum. „Wenn ein Erzieher sich auch nur wagt, sch hier zu bewerben, geht gleich in den Müll, zur Not argumentier ich mit Budget und Toiletten“.
            Dieses Jahrtausend. Meine Tante. Kindergartenleiterin.

            Sexistin durch und durch. Aber erst 5 Promille auf der Arbeit machen eine Frau kündbar.

          • @Miria:
            Da waren deine potentiellen Arbeitgeber nicht ganz up to date.
            Seit 2004 gibt es eine neue Arbeitsstättenverordnung. Im Anhang 4.1 (bis 2016 im § 6) heißt es „oder es ist eine getrennte Nutzung zu ermöglichen“. Das gilt für Toiletten, Waschräume und Umkleideräume.

        • Ich habe Anfang der 80er Jahre das Handwerk des Fleischers erlernt.
          In der Berufsschulklasse hatten wir 2 weibliche Lehrlinge, von der die erste nach ca. 3 Wochen nicht mehr am Unterricht teilnahm. Die 2. mußte weitermachen, weil sie den elterlichen Betrieb übernehmen sollte.

          Im Ausbidungszentrum für die überbetriebliche Ausbildung gab es für uns Fleischer auch keine getrennten Umkleide.-u. Sanitärräume.
          Dafür gab es eine ganz einfache Lösung:
          Wir haben uns ganz einfach abgesprochen, wer als erste die Räume nutzt. Toiletten gab es aber noch andere.
          Aber wer hat die Rinderviertel vom Haken genommen und auf den Zerlegetisch gelegt?

          • @KaRa: du hast das Problem mit den getrennten Umkleiden offenbar nicht verstanden…
            Es geht darum, dass die Betriebe einer Frau / einen Mädchen keine Stelle geben, da nicht getrennte Räume große Strafzahlungen bedeuten! In den 80ern waren die Gesetze möglicherweise noch anders.

  3. Hat denn niemand die Eier in der Hose der Frau Furtwängler (senior) zu erklären, dass sowohl ihre Karriere als auch ihre Ehe mit einem Milliardär darauf basierten, dass sie die stereotype (schöne) Blondine war? Wie verblendet und unreflektiert kann man – nein frau! – sein?

      • Nix da, Schminktipp-Videos! Damit du dir womöglich vorstellst, wie du die Mädels pimperst, oder was!

        Du musst dir natürlich zum Ausgleich Videos von Frauen anschauen, die nicht vom Patriarchat gebrainwashed sind. Und das können eben nur Videos von Feministinnen sein.

        Ausserdem darfst du die Videos nicht kritisieren, das wäre strukturelle Gewalt.

      • Also mindestens 50 % tote Frauen durch Arbeitsunfälle? Mindestens 50 % obdachlose Frauen? Mindestens 50 % an den Ex-Partner Unterhalt zahlende Frauen?

        Könnte lustig werden. 😀

  4. Und ich dachte immer, Männer seien auf Youtube unterrepräsentiert, weil es viel weniger Kanäle mit Schminktips für Männer gibt 11elf!

    Ansonsten beachte man den „kreativen“ Gebrauch des Kampfbegriffs „unterrepräsentiert“, der eigentlich nur noch dafür steht, daß Feministinnen in blinden, unqualifizierten Sozialneid verfallen sind. Der Begriff (politische) Repräsentation ist hier nämlich nicht sinnvoll anwendbar, weil die Youtuber keine Interessenvertreter in politischen Debatten o.ä. sind. Andere Varianten des Begriffs Repräsentation passen noch viel weniger.

    • Das Schöne an „repräsentiert“ ist doch die autoritäre Komponente, dass hier Abhilfe durch eine Instanz, die bestimmt wer repräsentieren darf und soll, in Aussicht gestellt wird. Das ist im Grunde nur ein wehleidige Jammern nach dem autoritären Staat, der alles regeln soll, auch wer bei Youtube Videos machen darf. Mimimimi, wir brauchen die absolute MACHT und jammern allen die Ohren voll, voll des erbärmlichsten Selbstmitleids.

  5. Jordan Peterson hat in dem legendären Interview mit Cathy Newman behauptet, die youtube-Konsumenten seien generell weit überwiegend männlich, daher auch bei hm. Hat mich ziemlich gewundert. Weiß irgendwer genaueres?

    Wenn das korrekt ist, ist es kein Wunder, daß auch die Angebote eher an den Interessen von Männern ausgerichtet sind.

        • Ich bin jetzt irgendwie vom Urheberrechtsgedanken ausgegangen…
          Produzieren „Content-Creator“ in diesem Segment denn irgendwas Eigenes?

          • Schau doch einfach mal rein. Bei Gronkh, oder The Mighty Jingles, oder – etwas spezieller – mouzakrobat oder zwergtube.

            Wen kümmert das Urheberrecht, wenn die Rechteinhaber kein Problem veranstalten und oder bezahlt werden?

            Die Content Creator erfinden üblicherweise irgendwelche Formate, sind lustig oder verrückt oder langweilig.

            Wer nicht eigen und authentisch oder sonstwie interessant ist, hat halt keine Zuschauer. Die meisten streamen allerdings auf Twitch, das ist Dann 5mal die Woche 19-23h oder so.

          • Wen kümmert das Urheberrecht, wenn die Rechteinhaber kein Problem veranstalten und oder bezahlt werden?

            Tun sie ja. Deshalb gab es ja vor einigen Wochen diese Diskussion um ein Ende von Youtube, weil die bösen Hersteller ja so gemein sind und Geld abzocken wollen.

            Ich würde allerdings vermuten, dass im Bereich Gamer (auf Anhieb fallen mir da Let’s Play-Videos ein), auch Absprachen mit Herstellern gibt. Wenn so Knaller wie „Pewdiepie“ denke, der mit seinem Schrott Millionen an Werbeieinkünften erzielt hat, dann wird der sich sicherlich nicht darauf verlassen, dass die Content-Industrie schon still halten wird.
            Andererseits hat er natürlich auch eine mir völlig unverständliche Reichweite, hat ja schließlich eine Hand voll Abonennten.

            Und gerade bei Frauen und Männern, die sich dafür halten, ist ja mehr oder weniger bekannt, dass zumindest die meistverfolgten Influencer ihre „Testprodukte“ von den Herstellern erhalten. Was eine neutrale Bewertung der Produkte dann durchaus fraglich erscheinen lassen kann.

            Ich würde mich auf jeden Fall nicht darauf verlassen, dass den Rechteinhabern und Herstellern die „kostenlose“ Werbung reicht. Es gibt nämlich noch bessere Werbung als kostenlose Werbung. Nämlich die Werbung, an der man auch noch zusätzlich mitverdienen kann.

          • Beispiel für copyright handling bei Wargaming (World of Tanks).
            Ich denke die meisten schlauen Anbieter machen das genau so.

          • @Semi Wenn es dich interessiert guck mal unter „AngryJoe“ (eigentum von Disney) und „Nintendo“ nach.
            Die stritten genau darum.

            Es ist jedenfalls bemerkenswert wie viele der „Reviewer“ auf Youtube so richtig super-duper-direkt am Tropf von Disney, Warner, Terrorregime-BRD (RocketBeans) hängen.

      • @Semi:danke!

        Wenn diese Quelle zuverlässig ist, dann sind auf Seiten der Nachfrage ca. 2 Drittel Männer und auf Seiten des Angebots ebenfalls. Wo ist also das Problem?

        Das Angebot bedient genau die Nachfrage. Insb. die Kanäle, die mit Werbung Geld verdienen wollen. werden sehr genau darauf achten, mit welchen Themen sie Zuschauer bekommen.

      • Üblicherweise nicht, Youtube bietet auch gar keine eingebaute Möglichkeit, die Einnahmen zwischen dem Uploader und einem anderen Copyright-Inhaber zu teilen.
        Die meisten Spielehersteller tolerieren das allerdings, weil es halt gute Werbung ist, viele geben den erfolgreichen Streamern sogar Keys zum Download von Vorabversionen oder Rezensionsexemplaren. Nintendo hingegen ist berüchtigt dafür, mit Urheberrechtsbeschwerden in Let’s Plays reinzugrätschen.

      • „müssen die ihre auf youtube generierten Einnahmen mit den Spiele-Herstellern teilen?“

        Und zahlen die Privatsender ihren Werbekunden eigentlich Geld, damit sie ihre Werbung so oft zeigen dürfen?
        So rein vom Urhebergedanken. Schließlich produzieren ja nicht die Sender die Werbung.

        Fragen über Fragen.

        • Also wenn schon, müssten die Werbefirmen die Hersteller bezahlen. Denn die produzieren ja die Werbung, bei denen die Produkte gezeigt werden.

          Ist natürlich Quatsch, dass TV-Sender für die Ausstrahlung von Werbung zahlen müssen. Das Urheberrecht gestattet es nämlich durchaus, seine geschützten Werke zu bestimmten Zwecken (unentgeltlich) zur Verfügung zu stellen.

          • Das Urheberrecht legt erstmal fest, dass der urheber die rechte über eine veröffentlichung hat, über irgendwelche Richtung von Geldflüssen, die mit einer Veröffentlichung einhergehen, sagt es nichts.
            Im Fall von Werbung, aber auch bei zahlreichen anderen veröffentlichungen, stellt der Werbetreibende seine Werke auch durchaus nicht „unentgeltlich“ zur Verfügung, sondern bezahlt dafür, dass seine Werbung an prominenter Stelle veröffentlicht wird.
            Ein auch in anderen Bereichen durchaus häufiges verfahren. Wer veröffentlichen will, aber nicht interessant oder bekannt genug ist, dass ihm ein veröffentlichender nachläuft, der bezahlt dafür – gelegentlich in der Hoffnung, mal bekannter zu sein, so dass sich das umkehrt. Oder halt in anderer Hinsicht von wachsender Bekanntheit zu profitieren.

  6. I just found a related study from last year:

    “There is a lot of discussion about YouTube being an unpleasant environment for female creators,” said Inoka Amarasekara, an Australian researcher in science communication. “I wanted to see if that affected science communication on YouTube, and if that was something I could corroborate.”

    In fact it was. … They found a tough environment for women who create YouTube videos centered on science, drawing both more comments per view than men and also a higher proportion of critical comments as well as remarks about their appearances. … The researchers found that about 14 percent of comments for female on-camera hosts were critical, compared to about six percent for male hosts.

    They also found female hosts got a much larger proportion of comments about appearance (4.5 percent for women versus 1.4 percent for men) and comments that were sexist or sexual (nearly three percent of comments for women versus about a quarter-percent for men). … Some of the researchers’ findings echoed a 2014 study that looked at comments on TED Talks. When the presenter was a woman, 15.28 percent of comments were about her as opposed to the talk, TED or other topic. When the speaker was a man, only 9.84 percent of comments were about him.

    That study also found that comments for videos with female presenters tended to be more “emotional” — significantly both more positive and negative.“

    • Es geht dabei ausschließlich um Youtube-Beiträge zu STEM.

      Aha:

      The researchers found that about 14 percent of comments for female on-camera hosts were critical, compared to about six percent for male hosts.
      They also found female hosts got a much larger proportion of comments about appearance (4.5 percent for women versus 1.4 percent for men) and comments that were sexist or sexual (nearly three percent of comments for women versus about a quarter-percent for men)
      There were some positives for women as well. Female on-camera hosts elicited more comments, likes and subscribers per view than the other categories. They even received a slightly higher percentage of positive comments compared to male hosts

      14% kritische Kommentare und 4,5% Kommentare, die nach Auffassung der Studienbetreiberin als Sexistisch einzuordnen sind, sollen also Frauen [STRUKTULELL!!11!] so sehr abschrecken, dass sie es nicht wagen, auf Youtube zu diesem Themengebiet den Mund aufzumachen. Das, obgleich sie auch mehr positive Kommentare als Männer erhalten.

      Mal ganz abgesehen davon, dass die einzige „Methode“ der Studie das Empfinden der Autorin ist, die die 23.005 Kommentare selbst gelesen, und sie entsprechend kategorisiert hat.

    • „drawing both more comments per view than men and also a higher proportion of critical comments as well as remarks about their appearances.“

      Mindestens ein höheres comments per view verhältnis dürfte allgemein als positives Zeichen gelten, weil höhere Bindung des Publikums, höheres engagement etc.
      Zwar auch anstrengender, aber grundsätzlich positiv.

      „That study also found that comments for videos with female presenters tended to be more “emotional” — significantly both more positive and negative.““

      Wenn man das einordnen kann, sollte das auch mit den Inhalten der Videos möglich sein. Ob da vielleicht der hund begraben liegt?
      Sind die Videos von Frauen vielleicht insgesamt mehr „emotional“?
      Das würde den größten Teil der übrigen Befunde natürlich sehr leicht erklären.

      Wer mehr emotional agiert, erhält mehr emotionale reaktion.

    • Oder der Zuschauer sieht halt, hier wurden Titten gecastet und keine Brains.
      Das geht dem ja bei FakeGamerGirls genauso auf den Sack, warum sollte es bei Fake Science anders sein?

      Und ansonsten gilt halt, spricht dein Scheiß dumme und oberflächliche an, dann kommen halt die Mädchen und dissen dein Outfir in den Kommentaren, oder loben es über den Klee.

      Das machen Männer nie, nur männerrechtlermännlein, man bewundere mal die Kommentare unter einem Tamara Wernli Video.

  7. Furtwängler und ihre feministischen Auftragsforscher begehen außerdem mMn einen methodischen Fehler. Daß 2/3 der **Gesamt**-Angebote auf Youtube von Männern stammen, ist völlig irrelevant für den Eindruck, den einzelne Konsumenten von Männern und Frauen bekommen. Kein Mensch kann sich das komplette Gesamtangebot ansehen. Jedes Individuum sieht nur selektiv vielleicht 10 – 20 Quellen regelmäßig.

    Diese Auswahl kann z.B. bei einer Frau ausschließlich aus Kanälen bestehen, die von Ftauen kommen (das halte ich sogar für ziemlich wahrscheinlich). D.h. die vielen anderen Kanäle, die von Männern kommen, spielen überhaupt keine Rolle. Welche Quellen konsumiert werden, hängt von den eigenen Interessen, den Tips von Freundinnen und allem möglichen anderen Faktoren ab, am wenigens aber von den Geschlechteranteilen im Gesamtangebot.

    Das Gejammere über die Geschlechteranteile im Gesamtangebot ist also unsinnig. Sinn macht es aber schon, wenn man sich daran erinnert, daß (Gender-) Feministinnen prinzipiell einen Machtkampf zwischen den Kollektiven der Männer und Frauen unterstellen und über all von höheren Mächten eine Garantie haben wollen, daß dieser Machtkampf zu ihren Gunsten ausgeht. Diese Fixierung auf die Geschlechteranteile im Gesamtangebot ist nämlich nichts anderes als die notorische Denkweise in Geschlechterkollektiven.

      • Ich verstehe den Satz irgendwie nicht.

        Sind in Deinem Abo nun entweder „(ausschließlich) von Männern betriebene youtube-Kanäle“
        oder nur zu „sicher unter 10 %“.

        Und, wenn in Deinem Abo nur männliche Kanäle sein sollten, was ist der Grund? Wieso diskriminierst Du dann Frauen?

        Oder liegt es vielleicht daran, dass Du die Kanäle gar nicht nach Geschlecht selektiert hattest, sondern danach, wer zu den von Dir eingetippten Themen gefunden wurde und Dir qualitativ interessant erschien.

  8. https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/vermischtes/leli-und-gntm-star-gemeinsam-gegen-rollenklischees/vp-BBSXEOa

    Stefanie Giesinger, GNTM-Gewinnerin 2014, will sich als positiv-Beispiel bei der Vorstellung einer Studie präsentieren, das zu geschlechterstereotypes Auftreten von Frauen auf Youtube bemängelt.

    Auf Youtube verrät sie „ihre 3 liebsten Beauty-Produkte“ und erzählt aus ihrem Privatleben.

    Allerdings überwiegend nicht auf ihrem eigenen kanal, der ist seit vier Jahren mit einem einzigen Video etwas verwaist.
    Es hat den Titel:
    Erstes Video, Mein Gewicht, GNTM, Mobbing – #AskSteffi 1

    Kann man sich nicht ausdenken.

  9. Nacher der Butter vom Brot, nimmt die Milliardärin gerne auch noch die Aufmerksamkeit mit.

    Denen muss es unerträglich sein, Felix an der Spitze zu sehen.

  10. Hach, mer san ja so mutlos….

    Maria Furtwängler im Interview : „Wir Frauen sind verdammt mutlos“
    https://www.faz.net/aktuell/stil/leib-seele/schauspielerin-maria-furtwaengler-im-interview-ueber-soziale-medien-16016766.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    „Eine Studie zeigt: Frauen sind unterrepräsentiert – auf Youtube, in Musikvideos, auf Instagram. Und sie kommen primär in einem Bereich vor: Beauty. Die Auftraggeberin der Studie, Maria Furtwängler, im Interview.“

    „Gerade in dem Bereich, wo wir am freisten und vollkommen divers sein könnten, weil hier niemand von oben normiert ist, gerade in diesem Bereich normieren wir uns selbst.“

    Furtwängler hasst die Freiheit, denn diese ist reine Sklaverei.

    „Und sobald die Influencerinnen etwas aus der Rolle fallen, mal etwas anderes probieren, etwa komisch sein wollen oder etwas politisch kommentieren, gibt es schnell viel Hate.“

    Sicher nicht deshalb, weil diese „Influencerinnen“ das schlecht gemacht haben?! Wenn man sich ansieht, was so als „Comedy“ heute durchgeht, dann muss man da skeptisch sein. Lächerlich ist auch „Hate“, was meint die? Vermutlich jeden Kommentar, der nicht in den Himmel lobt.

    „Und was da der Unterschied zu meiner Generation ist: Wir hatten damals die Wahl. Ich konnte mir aussuchen, ob ich Popper bin oder Punk. Oder Grufti, die gab’s damals noch.“

    Damals war alles besser, da konnte man noch wählen 😀

    „Ja, und dass vor allem das Internet die Diversität schier fördern würde, weil jeder sich und seine Ideen darstellen können. Aber es ist in das komplette Gegenteil gekippt. Am Ende kommt man bei einer Kritik des Neoliberalismus heraus.“

    Was für ein erbärmlicher Kulturpessimismus. Man kann es nicht mehr lesen. Und am Ende ist immer der Kapitalismus schuld, blah.

    „Es wäre toll, wenn in der Schule eine größere Medienkompetenz gelehrt wird und einfach eine Wachheit dafür, dass viele Inhalte gefaked sind.“

    „Wachheit“ lol. „Hate“ benutzen aber „wokeness“ nicht.

  11. Habe gestern Abend versucht, mit einer Feministin zu „diskutieren“. Sie vertrat zu diesem Thema die vollkommen lächerliche These, dass Frauen von der bösen (männlichen) Werbeindustrie mit Geld dazu verführt werden, nur Formate mit Schminktipps etc. zu produzieren. Das man erst Geld damit verdient, wenn man die notwendige Reichweite aufgebaut hat, hat sie nicht verstanden.

  12. Sehr „woke“ auch dieser neue „Tatort“:

    https://www.welt.de/kultur/article188149495/So-wird-der-Tatort-mit-Maria-Furtwaengler-und-Florence-Kasumba.html

    „Lindholm möchte man ob ihrer Überheblichkeit und der Vernachlässigung ihres Sohnes („Du gönnst mir meine Karriere nicht“, sagt der von Lindholm verhinderte, angehende Fußballstar) ständig schütteln und in einem Anfall von mangelnder Impulskontrolle schlagen.

    Was Anaïs Schmitz dann in einem ebensolchen Anfall tut. Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) ist Lindholms neue Kollegin. Und ihr krassest denkbares Gegenteil. Emotional, kahlköpfig, körperlich und so schwarz wie Lindholm (Maria Furtwängler) kühl, blond und bleich ist.“

    Das Ganze schien mir lediglich abartige Gewaltphantasien auszuleben und das noch auf eine widerwärtige rassistische Art. Ganz wie man das von den feministischen Intersektionalisten so kennt.

    „Man freut sich auf die nächste Runde im Kampf der Göttinger Super-Women.“

    Mit Sicherheit nicht, das ist rassistischer „Blackface“-Feminismus.

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