„Mein Freund verbietet mir mit meinen männlichen Bekannten zu sprechen“

Wieder einmal wurde eine interessante Frage aus den Suchbegriffen an mich heran getragen, die ich noch etwas geschlechterneutraler umformuliere:

Mein Freund/meine Freundin verbietet mir mit meinen männlichen/weiblichen Bekannten zu sprechen

Das soll gar nicht so selten vorkommen. Es wäre letztendlich eine klassische Form des „Mateguarding“, also des Versuches die Partnerschaft gegen gleichgeschlechtliche Rivalen abzusichern.

Das Motto ist: Jeder längere Kontakt begründet eine Gefahr und muss unterbunden werden.

Letztendlich ist es damit gleichzeitig ein Zeichen von Unsicherheit: Man vertraut nicht darauf gut genug zu sein sondern befürchtet ersetzt zu werden. Oder zumindest hält man ein Betrügen für möglich.

Ich muss sagen, dass ich kein Problem damit habe, wenn die Partnerin auch mal mit einem Freund redet. Ich treffe mich auch schon mal mit weiblichen Bekannten, ohne das das Probleme verursacht.

Natürlich: Es ist gar nicht so häufig der Fall und wenn mir Südländerin jetzt erzählen würde, dass sie sich regelmäßig alleine mit einem Typen trifft, dann würde ich das auch merkwürdig finden und sie wahrscheinlich auch, wenn ich immer wieder eine Frau alleine treffen würde.

Schlimm finde ich es, wenn jemand so mißtrauisch ist, dass man sich auch nicht in Gruppen treffen kann, in denen Leute des anderen Geschlechts vorhanden sind und derjenige dann eifersüchtig wird, wenn der Partner innerhalb der Gruppe mit einem aus dem anderen Geschlecht redet.

Ausnahme natürlich: Derjenige hat Anlass zu dem Mißtrauen gegeben. Allerdings: Wenn man deswegen so mißtrauisch ist, dann ist die Beziehung eigentlich auch schon unrettbar verloren.

Wie man damit umgeht? Wahrscheinlich ansprechen. Deutlich machen, dass der andere übertreibt. Sich durchsetzen bis er es es einsieht.

Bei Frauen: Es als Shittest behandeln.

Insgesamt: Die Beziehung überdenken

 

Selbermach Samstag 224 (26.01.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Geschichten aus den Müttergruppen

Ein Kind bringt Mütterguppen mit sich, in denen sich die Mütter untereinander, die ja meist die Kinder betreuen, unterstützen, Tipps geben und Gesellschaft leisten. Auch Südländerin ist bereits gut eingebunden, schon über den Vorbereitungskurs.

Es ist auch keine schlechte Sache: Man kann sich eben gut unterstützen und die Betreuung eines kleinen Kindes ist eben auch über weite Stellen recht einsam, wenn der Partner arbeitet. Auch wir haben schon einige sehr gute Tipps dort erhalten etc.

Gleichzeitig ist es auch teilweise eine ziemliche Lästergruppe. Beliebtes Thema sind die Väter, die unordentlich sind und nicht genug machen und sich nach der Arbeit erst einmal faul hinsetzen. Teilweise werden zumindest in dieser Gruppe erstaunlich private Sachen besprochen, die glaube ich Männer bei einem so kurzen Kontakt nicht ohne weiteres ansprechen würden:

Etwa Probleme in der Partnerschaft, die recht breit ausgebreitet werden. Wie sie damit umgehen, wenn die Männer Sex wollen („ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“ verkündete wohl eine und andere stimmten begeistert zu). Auch sonst werden die Partner teilweise ziemlich rumkommandiert, wenn die Erzählungen stimmen. Von Patriarchat ist dort eher wenig zu merken. Es wird von einigen Ehekrisen berichtet, weil die Männer nicht spuren.

Südländerin findet einige recht dominant ihren Partnern gegenüber und beklagt sich spasshaft, dass sie damit nicht durchkommt. Ich unterdrücke sie natürlich sofort noch etwas mehr, damit sie gar nicht auf Ideen kommt.

Es ist aber dennoch kein schlechtes Netzwerk. Ich bin gespannt die Damen zu den Geschichten irgendwann mal kennen zu lernen.

Ein Freund, der viel von der Kinderbetreuung übernommen hat, weil er im öffentlichen Dienst ist und die Mutter selbstständig war (sie ist inzwischen auch im öffentlichen Dienst angekommen, so hat man einfach mehr Zeit mit den Kindern) berichtet über seine Erfahrungen:

Er habe sich dann auch diesen Gruppen angeschlossen, immer etwas im Wechsel mit seiner Frau, je nach dem, wer gerade betreut hat. Es wäre als Mann vielleicht etwas blöd, weil es für die Mütter unkomplizierter wäre, nur vor anderen Frauen zu stillen, aber er wäre da ganz freundlich aufgenommen worden, als Hahn im Korb quasi.

Ich vermute mal die Lästereien waren dann auch nicht so extrem.

Hannover führt verbindlich eine „geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ ein

Hannover hat einen Flyer herausgebracht, der zu einem Wandel der Verwaltungssprache führen soll.

geschlechtergerechte sprache hannover

geschlechtergerechte sprache hannover

flyer geschlechtergerechte Sprache Hannover

flyer geschlechtergerechte Sprache Hannover

Noch mal ein paar Auszüge:

Anschreiben
Durch die Nennung von Vor- und Nachnamen lässt sich die Anrede mit
Herr und Frau vermeiden.
Herr und Frau Schulz –> Anita und Konrad Schulz
Frau und Herr Schulz (mit Kindern auf Grund von Einschulung o.ä.)
—> Familie Schulz

In manchen Kontexten ist es (zurzeit noch) unangemessen, eine andere Anrede als „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu verwenden. In solchen Fällen kann die Ansprache weiter genutzt werden ebenso wie „Sehr geehrte Frau Musterin“. Sollten Sie die Möglichkeit haben, dies durch die Verwendung anderer Anspracheformen (z.B. „Guten Tag“, „Liebe Gäste“ oder Beispiele oben) zu umgehen, gilt es diese zu verwenden. Sollte gezielt nur ein Geschlecht angesprochen werden (z.B. bei einem Geburtsvorbereitungskurs) wird nur die jeweilige Form verwendet.

Das ist schon herrlich dämlich. Da müssen alle Dokumente und die Software angepasst werden, weil ja jetzt in tausenden von erfassten Adressen ein Textbaustein die Anrede einsetzt. Das wird also schon mal wieder einiges an Geld kosten. Meine Vermutung ist, dass sich die Gender-Experten, die sich das ausgedacht haben, auch wenig damit beschäftigt haben, wie man das am besten in die Software einbaut.

 

Weitere Alternativen zur Bildung umfassender Sprachformen
Je nach Text oder Zusammenhang bieten sich verschiedene Formulierungen an. Es besteht die Möglichkeit, Institutions- und Kollektivbezeichnungen zu wählen, anstatt die Benennung von Personen zu verwenden.

  • die Teilnehmer des Projektes –> das Projektteam/die Teilnehmenden des Projekts
  • der Personalvertreter –> die Personalvertretung
  • Rat der Psychologin –> psychologischer Rat
  • Unterstützung eines Kollegen –> kollegiale Unterstützung

Ähnliches gilt bei der Beschriftung von Anwesenheitslisten. Werden Vorund Nachname abgefragt bzw. aufgeführt, ist die Bezeichnung Frau/Herr in der Regel überflüssig.

Auch wirklich wichtig. „Die Teilnehmer “ ist natürlich das Patriarchat, Die Teilnehmenden, wer denkt da nicht sofort an eine bunte Gruppe von Enbys und Transsexuellen?

GENDERSTAR
Eine geschlechtsumfassende Ansprache ist nicht immer möglich. In diesen Fällen gilt es den Genderstar zu nutzen. Der Genderstar, dargestellt durch ein Sternchen* zwischen der maskulinen und femininen Endung dient als sprachliches Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten.

  • Der Ingenieur / die Ingenieurin –> der*die Ingenieur*in
    (in solchen Fällen wird der Genderstar auch zwischen den Artikeln gesetzt, um auf die Vielfalt der Geschlechter hinzuweisen.)
  • Liebe Kolleginnen und Kollegen –> Liebe Kolleg*innen

Der „Genderstar“. Das wird in der Tat Freude machen. Kann dann zwar kein Schwein mehr lesen, aber ein paar wenige radikale Feministen in Hannover sind immerhin glücklich. Ich vermute mal das Hannoveraner Stimmungsbild wird insgesamt eher negativ ausfallen.

Aus meiner Sicht dürfte er eher andere Leute ausschließen: Sind Programme für Sehbehinderte schon auf geschlechtergerechte Sprache ausgerichtet? Verstehen Menschen, die schlecht deutsch sprechen solche Texte noch? Helfen Übersetzungsprogramme?

Klickt man beim englischen auf Vorlesen klingt es erst einmal fürchterlich.

Ob man dagegen klagen kann eine solche Sprache verwenden zu müssen wäre interessant.

Helfen könnte dort der § 23 VwVfG (Verwaltungsverfahrensgesetz)

§ 23 VwVfG – Amtssprache

(1) Die Amtssprache ist deutsch.

(…)

Auf den wird immerhin im Niedersächsischen Verwaltungsverfahrensgesetz
(NVwVfG) hingewiesen,

§ 1
(1) Für die öffentlich-rechtliche Verwaltungstätigkeit der Behörden des Landes, der Gemeinden, der Landkreise und der sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts gelten die Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes mit Ausnahme der §§ 1, 2, 61 Abs. 2, §§ 78, 94 und §§ 100 bis 101 sowie die Vorschriften dieses Gesetzes.

Wäre die Frage, ob dann eine Stadt ein „Spezialdeutsch“ überhaupt vorschreiben darf, welches vom normalen deutsch abweicht.

Verwaltungssprache soll alle Menschen ansprechen. Frauen und Männer und jene, die sich nicht als Frau oder Mann selbst beschreiben. Deshalb sollen zukünftig von der Verwaltung geschlechtsumfassende Formulierungen (z.B. Beschäftigte, Sachgebietsleitung) verwendet werden.

Wenn eine geschlechtsumfassende Formulierung nicht möglich ist, ist der Gender Star (z.B. Antragsteller*innen) zu verwenden. Diese Regelung gilt für sämtlichen Schriftverkehr der Verwaltung – Emails, Präsentationen, Broschüren, Presseartikel, Drucksachen, Hausmitteilungen, Flyer, Briefe – und schließt somit auch Formulare ein.

Mit Zustimmung des Oberbürgermeisters und der Dezernent*innenkonferenz wird mit diesen neuen Regelungen die aus dem Jahr 2003 stammende „Empfehlung für eine zeitgemäße, Frauen und Männer angemessen berücksichtigende Verwaltungssprache“ abgelöst.

Es folgen dann weiter Beispiele:

  • Rednerpult –> Redepult
    Rednerliste –> Redeliste
  • Protokollführer ist –> das Protokoll schreibt
  • Vertreter –> vertreten durch
  • Teilnehmerliste –> Teilnahmeliste

Herrlich bescheuert.

Ich bin mal gespannt, wie es ankommt und wie lange es sich hält.

und natürlich fühlen sich selbst von den Feministinnen nicht alle Vertreten:

Der Vorstoß löste ein riesiges Echo aus – jetzt kommt Kritik von einer feministischen Sprachwissenschaftlerin. Sie findet es schlecht, dass auch das Gender-Sternchen zum Einsatz kommen soll.

„Ich bedaure die Einführung des Gendersterns durch meine Heimatstadt Hannover“, sagte Linguistin Luise F. Pusch. „Die Frauen finden sich als Anhängsel wieder, wie zu Anfang der feministischen Sprachkritik.“

(…)

Pusch, die als eine der Begründerinnen der feministischen Linguistik in Deutschland gilt, sagte: „Ich bin nach wie vor für das Binnen-I, das der von mir bevorzugten Lösung, dem generischen Femininum, noch am nächsten kommt.“ Die Uni Leipzig benutze in ihrer Grundordnung seit einigen Jahren das generische Femininum, also generell die weibliche Form („Teilnehmerinnenliste“) statt der männlichen („Teilnehmerliste“). Der Protest dagegen sei bundesweit lautstark gewesen, sagte Pusch.

Die Form werde sich allerdings nur schwer durchsetzen lassen, weil viele Frauen ihren Männern nicht zumuten wollten, was Frauen routinemäßig zugemutet werde, sagte die Linguistin: „Nämlich, sich in der falschen Genderschublade wiederzufinden.“

Natürlich ist es insoweit nicht gut genug. 

Aus meiner Sicht interessantere  Kritik:

Die Umstellung ist undemokratisch. Sie wird dem Bürger zugemutet, obwohl er gar nicht danach gefragt hat. Haben die Hannoveraner eine Initiative gründet, sich über Diskriminierung beschwert? Nein, haben sie nicht. Sie müssen sich aber dennoch erziehen und gängeln lassen. Das zu Recht gefürchtete Behördendeutsch wird noch sperriger werden, durchsetzt mit umständlichen Wendungen («antragstellende Person» statt «Antragsteller») und komplizierten Sonderzeichen («Dezernent*innenkonferenz»). Was das für Migranten bedeutet, ist klar: Die Integration wird mit Regeln, die schon einen Muttersprachler verstören, schwerer fallen.

In Hannovers linguistischer Offensive zeigt sich die Kluft, die sich zwischen politischen Eliten und der Bevölkerung auftut. Hätte es eine Volksabstimmung gegeben, wäre es wahrscheinlich nicht zum behördlichen Neusprech gekommen. Für rechte Populisten ergibt sich hier eine offene Flanke: Was sie den Universitäten mit ihren rund 200 Gender-Professuren und den linksorientierten Medien an Sensibilisierungszwängen schon immer vorgeworfen haben – das Binnen-I, der Gender-Gap, der Gender-Stern –, macht sich nun auch in Behörden und Ämtern breit.

Gerade staatliche Institutionen müssten deshalb besonders vorsichtig sein. Der Eingriff in den Sprachgebrauch gehört ins Repertoire autoritärer Regime, nicht in das einer liberalen Gesellschaft. Vorbildlich ist hier das deutsche Justizministerium. 2009 richtete die Bundesregierung dort einen «Redaktionsstab Rechtssprache» ein. Leitlinie: Gesetzesentwürfe müssen sprachlich richtig und, ganz entscheidend, «für jedermann verständlich verfasst sein». Konkret heisst das: Man muss sie laut vorlesen können.

Finde ich durchaus passend.

 

Gründe dafür, Männlichkeit anzugreifen

Wie stark sinkt das Einkommen von Frauen nach der Geburt des ersten Kindes?

Eine interessante Studie zeigt wie sich das Einkommen von Frauen nach der Geburt des ersten Kindes entwickelt:

This paper provides evidence on child penalties in female and male earnings in different countries. The estimates are based on event studies around the birth of the first child, using the specification proposed by Kleven et al. (2018). The analysis reveals some striking similarities in the qualitative effects of children across countries, but also sharp differences in the magnitude of the effects. We discuss the potential role of family policies (parental leave and child care provision) and gender norms in explaining the observed differences.

Quelle: Child Penalties Across Countries: Evidence and Explanations∗

Hier ein paar Grafiken aus der Studie:

Einkommen Frauen Geburt erstes Kind

Einkommen Frauen Geburt erstes Kind

Einkommen Frauen Geburt erstes Kind Deutschland

Einkommen Frauen Geburt erstes Kind Deutschland

Wie man sieht bricht das Einkommen nach der Geburt des Kindes bei Frauen ganz erheblich ein, während das des Mannes gleich bleibt. Was aus meiner Sicht die Studie zu dem Einkommen verheirateter Männer noch interessanter macht: Es spricht aus meiner Sicht eher dafür, dass nicht verheiratete Männer mehr verdienen, sondern Männer mit mehr Einkommen eher geheiratet werden. Denn sonst müsste, da viele Männer mit Kindern verheiratet sein dürften, dann auch das Einkommen steigen. Ebenso, wenn man die These vertritt, dass sie mehr verdienen, wenn sie eher die Versorgung übernehmen.

Aber natürlich interessant sind auch die großen Unterschiede zwischen den Ländern. Frauen arbeiten in Deutschland anscheinend weniger, steigen seltener wieder in Vollzeit ein.

Die Studie hat Gründe untersucht. Es wird insbesondere ein Zusammenhang mit der Einstellung zu der Aussage „Frauen mit Kindern im noch nicht schulpflichtigen Alter sollten zuhause bleiben“ gesehen:

Frauen sollten zu Hause bleiben solange das Kind noch nicht zur Schule geht

Frauen sollten zu Hause bleiben solange das Kind noch nicht zur Schule geht

Man sieht gut, dass in Deutschland dieser Glaube besonders verbreitet ist.

Aus der Besprechung:

One set of explanations for the differences in child penalties focus on government policies. These include taxes, transfers, and family policies such as parental leave and child care provision that directly affect mothers’ incentive to work. There is a voluminous literature on the impact of such policies on female labor supply and gender gaps (see Olivetti & Petrongolo 2017 for a review). Of particular relevance, Kleven et al. (2019) consider the impacts of parental leave and public child care on the dynamics of child penalties. Their setting is Austria, a country where the combination of rich administrative data and a series of parental leave reforms and child care expansions allow for compelling quasi-experimental analyses of these questions. They find that, in the long run, parental leave and child care policies have little or no effect on child penalties. They do find short-run effects of parental leave, however. Increasing the duration of paid and job-protected leave implies larger short-run child penalties in both earnings and employment.

Die Elternzeiten oder die Kinderbetreuungspolitik hat anscheinend geringe Auswirkungen nach den dort genannten Studien.

If policies cannot explain the large differences in long-run child penalties across countries, then what is the explanation? A natural candidate revolves around gender norms and culture, but it is hard to provide conclusive evidence on the importance of such mechanisms (see Bertrand 2011 for a review and Steinhauer 2018 for a recent application). In their study of Denmark, Kleven et al. (2018) show that child penalties are transmitted through generations, from parents to daughters (but not sons). That is, girls growing up in families with a more traditional division of labor between the parents incur larger child penalties when they themselves become mothers. These findings are consistent with an influence of the family environment in the formation of women’s preferences over family and career. For the full set of countries studied here, Figure 4 provides evidence on the relationship between child penalties and elicited gender norms. The norm variable is taken from the International Social Survey Program (ISSP), focusing on a question of whether women with children under school age should work outside the home (full-time or part-time) or stay at home. The figure plots our estimated long-run child penalties in earnings against the fraction of respondents who think women should stay at home. The correlation between child penalties and gender norms is quite striking. The countries that feature larger child penalties are also characterized by much more gender conservative views. This evidence, while not necessarily causal, is consistent with a potentially important role for gender norms.

Klingt für mich etwas so als seien da die Frauen diejenigen, die die Geschlechterrollen festhalten und weiterleben, also eher dafür sind, dass sie aussetzen können.

Verdammtes Patriarchat mal wieder!

Die zugrundeliegenden Daten scheinen mir hier zu finden zu sein. Die konkreten Daten dort habe ich aber nicht gefunden. Wäre interessant das noch mal näher aufzuschlüsseln.

Wenn das tatsächlich der Fall wäre, dann würde es mal wieder zeigen, dass es gar nicht umbedingt die Männer sind und man demnach dort insbesondere den Wandel herbeiführen müsste. Also Kampagnen, die deutlich machen, dass man früh wieder einsteigen soll, so gesehen also mehr Druck auf Frauen.

Wird aber der Feminismus nicht mit einverstanden sein. Dort ist ja üblicherweise klar, wer der böse ist und gegen wen sich alles richten muss.