Jugendliche, die Sex haben (und ihre Eltern)

Der 14-jährige Sohn eines Freundes hat eine Freundin. Sie schläft schon bei ihm, ob sie schon tatsächlich Sex haben ist nicht bekannt.

Südländerin ist etwas entsetzt. In Südland gilt es als unanständig und auch geradezu beleidigend im Haus der Eltern unverheiratet Sex zu haben. Und unser Fräulein Schmidt würde sowas ja wohl nicht machen, sondern lieber bis (mindestens) 18 Jungfrau bleiben.

Ich sage, dass man Kinder eh nicht davon abhalten kann, besser man schaut sich den Typen gehst an, wirft ein paar Kondome ins Zimmer und hofft, dass alles gut läuft.

Ein komisches Gefühl wäre es natürlich trotzdem sicherlich.

Wie seht ihr die Sache?

Oder noch interessanter:

Wie war/ist es bei euren Kindern?

 

34 Gedanken zu “Jugendliche, die Sex haben (und ihre Eltern)

    • Die Frage ist, wie penibel man dabei sein sollte.
      Ein paar Monate, selbst Wochen oder gar Tage sind theoretisch entscheidend.
      Andererseits habe ich noch nie von einem Fall gehört, dass ein Junge wegen sexuellen Kindesmissbrauch belangt worden ist, wenn seine Freundin knapp vor Vollendung des 13. Lebensjahres stand und er bereits 14 war.

      Interessant wäre aus strafrechtlicher Sicht vielleicht noch § 180 StGB, der die sexuelle Handlung Minderjähriger fördert. Wenn man als verantwortungsvoller Elternteil ein paar Gummis beisteuert, dürfte ziemlich genau dieser Tatbestand erfüllt sein. Wobei es nicht auf den Erfolg ankommt, beide Teenies müsen also gar nicht sexuell aktiv werden.
      Es reicht, dass durch die Bereitstellung von Räumlichkeit und/oder „Werkzeug“ die Gelegenheit verschafft wird.
      Zumal der Südländerinsprossin vermutlich weniger Gefahr einer Bestrafung drohen würde, wenn sie der ältere Part ist. Mädchen/Frauen führen männliche Opfer schließlich immer nur zärtlich-liebevoll in die Kunst der Liebe ein.

      Ich halte es allerdings für durchaus vernünftiger, Gelegenheit zu verschaffen, als beide im Gebüsch oder sonst irgendwo rammeln zu lassen. Nicht nur, weil das Erste Mal so sicherlich nicht besonders angenehm und schön ausfallen wird, sondern auch, weil man ja nie weiß, ob sie in „freier Wildbahn“ wirklich ungestört/unbeobachtet sind und bleiben.

      • Nein, du hast den 180er nicht richtig erfasst. Schau mal, da steht:
        „Satz 1 Nr. 2 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch das Vorschubleisten seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.“

        Da U-14-Jährige legal – einvernehmlichen – Sex haben dürfen (nein, es liegt nicht nur an Strafunmündigkeit, dass sie kein Strafverfahren bekommen, falls dies jemand glauben sollte), gilt dies sogar für U-14-Jährige so.

        Und was die von dir angesprochene Sache mit dem 13. & 14. Lebensjahr der sich im Einvernehmen befindlichen Sexualpartner anbelangt: i.d.R. wird sowas wegen Geringfügigkeit eingestellt. Wenn allerdings die Sorgeberechtigten der 13-jährigen Person auf einem Verfahren bestehen, wird’s schwierig.

  1. Meine Exe war da sehr unbedarft und so durfte meine Tochter mit 14 die Pille danach testen. Nicht schön…… Vor 16 würde ich als Vater einschreiten, aufklären, anleiten. Aber AE Frauen haben ja einen Freibrief.

  2. Rechtzeitig ein Aufklärungsgespräch führen.
    Dafür sorgen, dass Kondome vorhanden sind.
    Da es für Teenies total peinlich ist, welche zu kaufen, lieber selber welche besorgen und einen Aufbewahrungsort vereinbaren.

  3. Mein Kind wäre das vernünftigste und aufgeklärteste überhaupt. Ich weiß was Sexualität ist, ich weiß was Verhütung ist, ich bin weder grün noch religiös. Ich wäre der schwule, coole Spießervater, der alles erlaubt, wenn man vernünftige Argumente dafür vorbringen kann.

  4. Mein Kind wäre das vernünftigste und aufgeklärteste überhaupt. Ich weiß was Sexualität ist, ich weiß was Verhütung ist, ich bin weder grün noch religiös. Ich wäre der schwule, coole Spießervater, der alles erlaubt, wenn man vernünftige Argumente dafür vorbringen kann.

  5. Also dieses Argument „Ich kann eh nichts verhindern“ finde ich sehr bedenklich. Unter dem Argument kann ich dem Kind hatte Drogen erlauben und saubere Nadeln bereitstellen.
    Bei Konsequenzlosen Dingen vollkommen ok. Da kann das Kind eigene Erfahrungen machen. Andere Dinge können Konsequenzen für das ganze Leben haben.
    So Sexualität. Ich meine jetzt nicht nur Kinder, sondern auch psychische Folgen.
    Sehe das an meiner Cousine. Ihr erster Freund war an die 30 und wohnte in einem sozialen Brennpunkt. Die Mutter fuhr das halbe Kind immer zu ihm in die Wohnung, wo er seinen Spaß hatte. Verhindern kann man ja doch nix. Ich bin kein Psychologe, aber ich behaupte, es liegt auch an sowas, dass sie keine stabilen Beziehungen haben kann und Kinder von zig Männern hat.

    • Der Sexualtrieb ist einer der stärksten, den ein Mensch hat. Er ist vollkommen natürlich und setzt naturgemäß auch mit der Pubertät ein. Das ist also vollkommen anders als eine Drogensucht. Natürlich muss es eine Aufklärung über die möglichen Konsequenzen geben, aber dass zwei Jugendliche rattig aufeinander sind, ist nun wirklich das Funktionieren der Natur in Reinform.
      Was deine Cousine angeht, vermute ich eher, dass du ein Symptom als Ursache ansiehst. (Ist ja bei vielen psychischen Abhängigkeiten ähnlich: Das Suchtmittel ist eher eine Art Selbstmedikation, um unangenehme oder negative Gegebenheiten erträglich zu machen. Daher kann ein Beenden dieser Abhängigkeiten nicht allein durch Entzug passieren, sondern indem man der Person Wege zeigt, anders mit diesen Gegebenheiten umzugehen. Das gilt halt auch für diejenigen, die Sex benutzen, um Unangenehmes zu übertünchen oder Einsamkeit zu vermeiden.)

      • Klopfer, klar lief da vorher was falsch. Trotzdem ist es nicht gesund, sich von 15 Jahre älteren Kerlen in einer Sozialwohnung bügeln zu lassen.

        Zum Thema normal, ist es vielleicht. Trotzdem wäre HIV oder Schwangerschaft mit 13 nicht so toll.

        Meine Eltern (das soll nicht heißen, dass es gut war) hatten da klar die Vorstellung , dass ich sowas nach dem Abi tun kann. Naja gesucht habe ich trotzdem – erfolglos.

  6. Da bin ich allerdings sehr liberal. Um meine hübsche, kluge und schlagfertige Tochter schwirren jede Menge junge Männer umher und wer sich benehmen kann, ist bei uns willkommen und darf auch im Zimmer meiner Tochter übernachten. Das war schon so, als sie gerade 15 war. Für den Sohn gilt natürlich das Gleiche. Habe nur genau zwei Ansagen gemacht.

    Zum Sohn: Kümmere dich IMMER selbst um die Verhütung, weil du keinerlei Rechte hast, wenn du einfach so Vater wirst.
    Zur Tochter: Wenn du Mutter wirst, ist deine Partykarriere vorbei, bevor sie ernsthaft begonnen hat.

    Diesbezüglich Theater machen sorgt nur für Zwist mit den Kindern und führt zu nichts. Denn wo ein Wille, da ein Weg.

  7. Also bei uns früher, so kurz nach Mitte des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausend, war alles ja noch ein klein wenig altmodischer. Will heißen, auf das Meiste mußten wir schon von selbst kommen, Neoviktorianismusunterricht in der Schule gab’s noch nicht. Und da wir im Krabbelalter spätestens genügend Urvertrauen gebildet hatten, um den läppischen Rest an sozialer Grundbildung auch noch daraus entstehen zu lassen, lief das alles etwas lockerer ab, als heute.

    Als also der Papa von meiner ersten Exe uns – frühzeitig mit Stiefmama und kleiner Tochter ( Ela, die Rübe ) heimkommend – in der Badewanne erwischte, bekam seine Neue zwar leichte Schnappatmung, aber das war auch schon alles an Stress, den es zu bewältigen gab. Daraufhin schärfte er seinem Töchterchen ein, sich nicht auf die Männers zu verlassen und sich vorsichtshalber selbst um Verhütung zu kümmern. Sie entschied sich dann mit gerade mal 15 Lenzen für die Pille und kam damit auch zunächst supi klar, mit ungefähr 18 – 19 J. hat sie dann erst auf das CU-T, dann, als das langsam mal gewechselt werden mußte, auf die CU-7 gewechselt.

    Ach so,… da meine Mama nix dagegen hatte, und ihr Papa genug mit seiner Neuen und dem gemeinsamen Kind zu tun hatte, zog die Exe mit 15-und’n-Keks bei mir ein.

    Tja, so war das, dammahls, Anno übergestern, in der finsteren Mittelalterzeit…..
    🙂

  8. Kp ob da was rechtlich verändert wurde, aber das ist mit einem Bein Kindesvergewaltigung.
    Soweit ich mich erinner, darf mit Menschen zwischen 14 und 16 Jahren nur Kopulieren, wer in dem Altersbereich liegt.

    Und Südländerin liegt da sehr richtig, wer kein Dach überm Kopf machen kann, der sollte auch keinen Kopf innen Bauch machen.

    • Kindesvergewaltigung ist es nicht, weil man mit 14 kein Kind mehr ist. Und einvernehmlicher Sex mit Minderjährigen von 14 und 15 Jahren ist straffrei für diejenigen, die noch nicht 21 sind. (Selbst wenn der Partner älter ist, ist eine Strafverfolgung nicht zwingend, da (salopp gesprochen) dafür die Naivität des Jugendlichen ausgenutzt werden müsste. Falls der Jugendliche eh schon fleißig durch alle Betten hüpft, dürfte das Argument vor Gericht ziemlich schwer zu halten sein.)

  9. Bis zur Reform des Sexualstrafrechts im Jahre 1973 machten sich Eltern der Kuppelei nach § 180 StGB schuldig, wenn sie ihren erwachsenen, aber unverheirateten Söhnen und Töchtern – sei es wissend oder aus Nachlässigkeit – in ihren Wohnungen den Geschlechtsverkehr ermöglichten, da Sex außerhalb der Ehe grundsätzlich als „Unzucht“ galt und damit der „sittlichen Wertordnung“ widersprach. Auch Verlobte durften in der elterlichen Behausung keine „Unzucht treiben“, wenn sie ihre Eltern nicht der Gefahr der Strafverfolgung aussetzen wollten. Da war es für junge Leute schon ein bisschen schwierig, wenn sie ein warmes, bequemes und ruhiges Plätzchen für ihr „Nümmerchen“ suchten. Aber bekanntlich gilt: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Gebüsch.
    Hier ein SPIEGEL-Artikel aus dem Jahre 1968, der zeigt, wie wichtig es war, dass damals die „68er“ diesen strafrechtlich zementierten Moralmief aufmischten.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46050205.html

    • Puh, dann hatten wir ( siehe mei Kommentar etwas weiter oben ) ja echt Glück ….

      Im Ernst, ich vermute, das war wie mit der angeblich obligatorischen Arbeiterlaubnis durch den Ehegatten. Hat sich keine Sau drum geschert.
      Mir ist jedenfalls weder von dem einen, noch von dem anderen Gesetz auch nur ein Fall bekannt, wo das verfolgt worden wäre.

      • @ Fiete
        Nee, nee, da war die Justiz schon sehr eifrig, um die „Sittlichkeit“ zu schützen. Hier aus dem SPIEGEL vom 15.04.1968:
        „Erst Mitte vergangenen Monats verurteilte ein Schöffengericht in Ludwigshafen eine 44jährige Mutter zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Ihre minderjährige Tochter, mit der sie im selben Zimmer geschlafen hatte, war nachts ins Nebenzimmer zu ihrem Freund aufs Sofa geschlichen. Begründung für den Schuldspruch: Die Frau hätte wach bleiben müssen.
        Das Schöffengericht Heidenheim schickte einen 63jährigen Rentner für zwei Monate hinter Gitter und verurteilte seine 58jährige Ehefrau zu drei Monaten Gefängnis mit Bewährung. Gegen den Willen seiner Eltern (Sohn zur Mutter: >Alte, zieh ab!<) hatte sich ihr 19jähriger Sohn eine Woche lang mit einem 20jährigen Mädchen in einer Dachkammer des elterlichen Hauses vergnügt. Das Ehepaar wurde abgeurteilt, obwohl es selbst hilfesuchend zum Jugendamt gegangen war.
        Und das Passauer Amtsgericht bestrafte einen 68jährigen Maurermeister samt Ehefrau, 63, wegen schwerer Kuppelei mit vier Wochen Gefängnis. Das Verbrechen der alten Herrschaften: Sie hatten geduldet, daß ihr 42jähriger Sohn Franzl mit einer gleichaltrigen Frau und vier gemeinsamen Kindern ungetraut in einem ihrer drei Häuser zusammenlebte."
        Da stand man als Eltern mit unverheirateten oder halbwüchsigen Söhnen und Töchtern stets mit einem Bein im Gefängnis.
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46050204.html

        • Komisch, meine Großeltern, Jahrgänge 34 und 37, haben in schwarz geheiratet, hatten also garantiert ein Schäferstündchen.
          Knackies in der Familie sind mir dennoch unbekannt.
          Vermutlich war hier einfach mehr Katholizismus als Staat. 😉

          • Rudolf Katholizismus? Saarland ist sehr katholisch. Wenn ich da so meine Großelterngeneration (70) höre, war das damals ziemlich krass sexuell. Mein Opa meinte mal, aufm Dorf gab es ja nur zwei Sachen, saufen und ficken.

          • @ Fiete
            Die Statistiken habe ich jetzt nicht zur Hand. Aber der BGH („Bundesgerichtshof im moralischen Größenwahn“) praktizierte hier eine strenge Rechtsprechung, der auch die unteren Gerichte zu folgen hatten. Insgesamt war nach 1945 die strafrechtliche Verfolgung und die Rechtssprechung zu „sittlichen Verfehlungen“ wesentlich härter als zur Zeit der Weimarer Republik, weil aus Sicht der konservativen Meinungsmacher in Justiz, Kirchen und Politik die freieren sexuellen Sitten während der Weimarer Republik erst den Nationalsozialismus mit ermöglicht hätten und außerdem der Zweite Weltkrieg auf dem Gebiet der Geschlechtsbeziehungen angeblich zu einer allgemeineren Verwilderung geführt habe, denen nun entschlossen Einhalt zu gebieten wäre.

            Wie Du dem unten verlinkten Beitrag entnehmen kannst, war der Bundesgerichtshof (BGH) hier in vorderster Front tätig, deren Mitglieder ganz offensichtlich ihre eigenen justiziellen Sünden während des NS-Regimes im Kampf gegen die „Sünde“ abarbeiteten. „Im Beschluss des Großen Senats für Strafsachen vom 17. Februar 1954 (Az. GSSt 3/53) nahm sich der BGH den Fall einer Kriegerwitwe vor. Die Mutter von vier Kindern gestattete dem Verlobten ihrer Tochter – zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt und im achten Monat schwanger – in deren Zimmer zu übernachten. In Anwesenheit der 14-jährigen Schwester. Unabhängig davon, dass die Folgen der von Mutter, Richtern und Staatsanwälten missbilligten >BeiwohnungDie Kuppelei ist, selbst wenn sie weder gewohnheitsmäßig noch aus Eigennutz betrieben wird, mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren zu bestrafen, wenn […] der Schuldige zu der verkuppelten Person in dem Verhältnisse des Ehemanns zur Ehefrau, von Eltern zu Kindern, von Vormündern zu Pflegebefohlenen, von Geistlichen, Lehrern oder Erziehern zu den von ihnen zu unterrichtenden oder zu erziehenden Personen steht.bürgerlichen EhrenrechteKriegerwitwe< mit den seinerzeit sittenpolizeilich stark kujonierten Prostituierten auf eine Stufe gestellt war."
            https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/bundesgerichtshof-moral-sitte-sexualstrafrecht-sodomie-kuppelei/

    • Hinterher?! Erst wird gelernt! Wenn die Vokabeln sitzen und die Hausaufgaben gemacht sind, wird auch ne Runde Sex-Erlaubnis in meinem Haus spendiert …! Und wenn die Arbeit besser als ne 3 wird, gibt’s eine Stunde Spaziergang der Eltern mit Garantie – und bei besser als 2 auch noch Verteidigung vor etwaigen sich später wegen der Lautstärke beschwerenden Nachbarn. Und die Eltern des Freundes/ der Freundin (fest, selbstverständlich – mit Verlobungsabsichten) sollen ja nicht auf die Idee kommen, diese Regeln zu unterlaufen! Dann gibt’s wegen schlechtem Einfluss der Person auf mein Kind nen Kontaktverbot – und bei Missachtung dessen sieht man sich vor Gericht wieder! 😀

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