Geschichten aus den Müttergruppen

Ein Kind bringt Mütterguppen mit sich, in denen sich die Mütter untereinander, die ja meist die Kinder betreuen, unterstützen, Tipps geben und Gesellschaft leisten. Auch Südländerin ist bereits gut eingebunden, schon über den Vorbereitungskurs.

Es ist auch keine schlechte Sache: Man kann sich eben gut unterstützen und die Betreuung eines kleinen Kindes ist eben auch über weite Stellen recht einsam, wenn der Partner arbeitet. Auch wir haben schon einige sehr gute Tipps dort erhalten etc.

Gleichzeitig ist es auch teilweise eine ziemliche Lästergruppe. Beliebtes Thema sind die Väter, die unordentlich sind und nicht genug machen und sich nach der Arbeit erst einmal faul hinsetzen. Teilweise werden zumindest in dieser Gruppe erstaunlich private Sachen besprochen, die glaube ich Männer bei einem so kurzen Kontakt nicht ohne weiteres ansprechen würden:

Etwa Probleme in der Partnerschaft, die recht breit ausgebreitet werden. Wie sie damit umgehen, wenn die Männer Sex wollen („ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“ verkündete wohl eine und andere stimmten begeistert zu). Auch sonst werden die Partner teilweise ziemlich rumkommandiert, wenn die Erzählungen stimmen. Von Patriarchat ist dort eher wenig zu merken. Es wird von einigen Ehekrisen berichtet, weil die Männer nicht spuren.

Südländerin findet einige recht dominant ihren Partnern gegenüber und beklagt sich spasshaft, dass sie damit nicht durchkommt. Ich unterdrücke sie natürlich sofort noch etwas mehr, damit sie gar nicht auf Ideen kommt.

Es ist aber dennoch kein schlechtes Netzwerk. Ich bin gespannt die Damen zu den Geschichten irgendwann mal kennen zu lernen.

Ein Freund, der viel von der Kinderbetreuung übernommen hat, weil er im öffentlichen Dienst ist und die Mutter selbstständig war (sie ist inzwischen auch im öffentlichen Dienst angekommen, so hat man einfach mehr Zeit mit den Kindern) berichtet über seine Erfahrungen:

Er habe sich dann auch diesen Gruppen angeschlossen, immer etwas im Wechsel mit seiner Frau, je nach dem, wer gerade betreut hat. Es wäre als Mann vielleicht etwas blöd, weil es für die Mütter unkomplizierter wäre, nur vor anderen Frauen zu stillen, aber er wäre da ganz freundlich aufgenommen worden, als Hahn im Korb quasi.

Ich vermute mal die Lästereien waren dann auch nicht so extrem.

123 Gedanken zu “Geschichten aus den Müttergruppen

  1. „ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“

    Diese Einstellung kann durch vielerlei Probleme verstärkt werden, aber die eigentliche Ursache sehe ich mehr darin, dass täglich viele Stunden Hautkontakt zwischen stillenden Müttern und ihren Säuglingen besteht. Im Grunde wird ja der Bedarf an körperlicher Nähe (und dadurch ausgelöster Glücksgefühle), den jeder Mensch hat (und den Männer bevorzugt bzw. fast ausschließlich über Sex meinen erfüllen zu müssen), dadurch schon ausreichend gedeckt. Ein Vater tut also gut daran, wo möglich nachzuziehen.

    Leichter zu bewältigen wäre diese Phase natürlich, wenns da irgendne Medizin für gäbe… und wenn die dann noch als Zusatznutzen hätte, dass er – so es zum Verkehr kommt – sicher nicht zeugungsfähig wäre (bis sich evtl. erneut ein geteilter Kinderwunsch einstellt): PERFEKT!

    Sprechen die Frauen in diesen mütterlichen Zusammenkünften eigentlich auch über Verhütung?
    Wie verhütet ihr jetzt?

    • Haben demnach Frauen die ihren Baby hauptsächlich mit der Flasche füttern dann ein stärkeres Bedürfnis nach Sex? Und haben demnach Menschen die in Altenheimen täglich alten Menschen waschen dieses Bedürfnis nach Hautkontakt auch schon gestillt?

      • Ach komm, einen noch…

        „Haben demnach Frauen die ihren Baby hauptsächlich mit der Flasche füttern dann ein stärkeres Bedürfnis nach Sex?“

        Ich habe beide Antwort-Möglichkeiten als Expertenmeinungen gelesen. Typisch^^

        „Und haben demnach Menschen die in Altenheimen täglich alten Menschen waschen dieses Bedürfnis nach Hautkontakt auch schon gestillt?“

        Und dieser Satz war dann der Grund, warum ich zunächst überhaupt keinen Bock hatte, Dir zu antworten…

          • Für Arschlochtypen von diesem Schlag gilt das wahrscheinlich bereits während der Schwangerschaft (insofern sie ihre körperlichen Ausmaße abstoßen).

          • Arschlochtyp ist die logische Konsequenz aus Arschlochfrau.

            Verständnis funktioniert nun mal nur auf Gegenseitigkeit.

          • Schallendlach!
            „Es liegt am Bedürfnis nach körperlichem Kontakt“, daß es eine probate Methode ist, Partner über Sex, resp. no sex, zur Erfüllung egozentrischer Gier zu nötigen, die man sich beim Kaffeeklatsch als irgendwie voll berechtigt einhysterisiert hat.
            Das is so was von…. einfach herrlich. Und manche lassen sich an dem Nasenring auch noch willig durch die Manege zerren …. ( Tränen-aus-den-Augen-wisch … ).

            Da reicht als Gegenbeweis, daß es ein virales Phänomen ist, daß die Kinder von Erstmüttern in Krabbelgruppen die sind, die beim ersten Nöseln nach dem Zubettbringen sofort wieder aus dem Bett gezerrt und stundenlang im Wohnzimmer herumgeschleppt werden. Oder im Ehebett landen und dort jahrelang verbleiben ( übrigens wahrscheinlich eine der Hauptursachen für sudden death ). Oder Papa mit dem Familien-SUV jede Nacht einige Stunden um den Block gurkt, um das Prinzesschen zum Pennen zu kriegen ( soll ja auch bei grünfeministischen Umweltrettern und Teddybärenschmeissern ganz sauber funktionieren, sowas ).

            Dissozialer, postmoderner, dekonstruktivistischer Bullshit!

            Es geht um gruppenbezogene Machtspielchen, sonst nix.

  2. „ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“

    Es wäre nur ehrlich von dieser Frau, dies genauso zu kommunizieren.

    Wieso sollte sich ihr Mann verpflichtet fühlen, ihr treu zu sein, wenn Sex willentlich auf Monate hinaus nicht Teil der Partnerschaft ist ?

    Wenn man einen Exklusivitätsanspruch auf den Partner haben möchte, gehört meiner Meinung nach auch dazu, Sex per se nicht auszuschließen.

    Für mich würde die Grundlage der Treuebeziehung wegfallen, wenn Sex willentlich nicht Teil der Partnerschaft ist. Eine solche Treueverpflichtung wäre ich im Wissen um den einseitigen Ausschluss von vorneherein nicht eingegangen.

    Kurz und knapp für diesen (nicht einvernehmlichen) Fall:
    Du gehst nicht fremd, wenn Sex nicht Teil der Partnerschaft ist.

    • Viel zu oft wird bereits – zumindest im Hintergrund – die Furcht davor, dass er über kurz oder lang (vielleicht) Sex bei wem anders suchen könnte, Mit-Motiv ihrer individuellen Beischlaf-Bereitschaft sein.

      Wer das aber genauso sieht wie Du, sollte das auf jeden Fall kommunizieren.
      Schließlich kommt ein Baby mit der Trennung der Eltern noch am Besten klar.

          • Da ist kein Konditional in dem Satz.
            Also stelle ich die Behauptung dagegen, dass ein Baby mit sich liebenden Eltern, die als Team gut zusammenarbeiten und sich ergänzen, sehr sehr viel besser klar kommt als mit Eltern, die sich trennen.

          • Das macht insofern keinen aussagelogischen Sinn in diesem Zusammenhang, da Eltern auch nach einer paarschaftlichen Trennung zum „als Team gut zusammenarbeiten und sich ergänzen“ sich verpflichtet haben.
            Deshalb sage ich ja, daß man Paarebene und Elternebene auseinanderhalten können muß, eben weil zweitere von ersterer unabhängig zu sein hat.

            ( Ja, ich weiß selbstverständlich, daß ich damit eine relativ komplexe und somit automatisch ideologiefeindliche Haltung vertrete und somit ganz gewiss wahlweise linke Bazille o. Nazi bin, mindestens Antifeminist UND Antimaskulist, jedenfalls aber immer klassisch-traditioneller Steinzeitpatriarch – und es geht mir am Arsch vorbei )

      • „Wer das aber genauso sieht wie Du, sollte das auf jeden Fall kommunizieren.“

        Da hast du Recht, dass man Sachen, welche die Partnerschaft betreffen, kommunizieren sollte.

        Beispielsweise im ersten Schritt, kein Sex mit dem Partner haben zu wollen, wäre ein guter Einstieg für mich, meine Sicht der Dinge darzulegen.

        Es zeugt schon etwas von partnerschaftswidrigem Verhalten Entscheidungen, die beide betreffen, nicht mitzuteilen. Hat die Frau ihre Entscheidung nicht mitgeteilt, ist der erste Schritt für eine Disharmonie gesetzt. Das ist nicht meine Vorstellung einer guten Partnerschaft.

        • Ich denke, in den meisten Fällen wird da gar keine entsprechende Entscheidung getroffen, schon gar nicht für einen fixen Zeitraum. Das wird im Gegenteil wahrscheinlich sogar öfters eine „grundsätzlich will ich schon, im konkreten Moment ist mir sein Trieb nu aber doch nur lästig“-Sache sein.

          Auch bei dieser Frau, die sich so scheinbar überzeugt äußerte, könnte ich mir vorstellen, dass es mehr darum ging sich durch das Aussprechen selbst davon überzeugen zu wollen, dass sie die Freiheit und das Recht dazu hat, sich zu verweigern…

          Nach der Geburt unserer Ersten fühlte ich selbst mich übrigens äußerst verpflichtet, ihm seine sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen – scheißegal wie mies es mir ging, was Alles weh tat usw.. Da kam es mir natürlich ständig so vor, als gehörte mein Körper mir nicht mehr. Das war sicher auch keine gesunde Herangehensweise…

          • „Das war sicher auch keine gesunde Herangehensweise…“

            Schätze ich auch so. Eine für beide Seiten partnerschaftliche Lösung wäre wünschenswert.

            Da muss aber jeder seine Wünsche und seinen Einigungsspielraum offen legen.

          • Na, ich glaub, sowas ergibt sich einfach.
            Und im Regelfall wirds dann wohl auf einen Kompromiss rauslaufen:
            weniger als er will, mehr als sie will – und beide meinen, sie hätten das größere Opfer bringen müssen^^

    • „Du gehst nicht fremd, wenn Sex nicht Teil der Partnerschaft ist“

      Das sehen manche Leute (vermutlich v. a. Frauen) anders.

      Was Fremdgehen ist, definiert derjenige Partner, der im Zweifelsfall eher bereit ist, den anderen zu verlassen.

      • Jeppp!
        Ganz nebenbei sollte man Partner- u. Elternebene differenziert zu betrachten in der Lage sein, sonst wäre es besser auf Kinder zu verzichten und erstmal erwachsen zu werden.

    • „Es wäre nur ehrlich von dieser Frau, dies genauso zu kommunizieren.“

      Nailed it. Ich befürchte die meisten Frauen kommunizieren das nicht – und zwar aus folgendem Kalkül: sie genießen die Macht die sie über ihn haben. Er will etwas das sie hat. Würde sie ihm das einfach offenbaren („daraus wird jetzt ein Jahr nix“), verlöre sie ja bis auf weiteres ihre Macht über ihn (denkt sie zumindest, weil sie von sich ausgeht und sich nicht vorstellen kann wie kooperativ Männer tatsächlich sind).

      Gibt es in der Form auch schon vor dem Kinderkriegen. Sie will eine bestimmte Praktik nicht machen, würde aber dazu nie offen stehen. War für mich mal Trennungsgrund, neben anderen Kleinigkeiten. Wäre i.O. für mich gewesen wenn sie dazu gestanden hätte dass sie es nicht will (ging um BJ 😉 Hat mich stattdessen lieber hingehalten und mir ins Gesicht gelogen, obwohl ich sie mehrfach direkt darauf ansprach. Meinte sogar zu ihr: ist doch in Ordnung, nur sag es mir damit ich weiß woran ich bin. Ihre Reaktion: Nein, nein, so ist das gar nicht. Nur grad heute nicht. Also, den Dialog gab es natürlich häufiger. Im Grunde eine Abwandlung des Migräne-Klassikers 😂

      Ich wusste genau was in ihrem Spatzenhirn vor sich ging. Sie wähnte sich kurz vor dem Heiratsantrag und wollte ihr Verhandlungskapital nicht aus der Hand geben.

      War mir zu albern -> NEXT!

      Warum halten sich so viele Frauen für große Manipulatorinnen? Dabei sind ihre taktischen Moves meistens so lächerlich durchsichtig. Wenn es schon nicht ohne Lügen und Täuschen geht dann doch bitte mit etwas Grips und Kreativität. Alles andere zeigt schlechte Gene an. 😉

    • „Eine solche Treueverpflichtung wäre ich im Wissen um den einseitigen Ausschluss von vorneherein nicht eingegangen.“

      Wieso eigentlich „einseitiger Ausschluss“?

      „Es zeugt schon etwas von partnerschaftswidrigem Verhalten Entscheidungen, die beide betreffen, nicht mitzuteilen. Hat die Frau ihre Entscheidung nicht mitgeteilt, ist der erste Schritt für eine Disharmonie gesetzt. Das ist nicht meine Vorstellung einer guten Partnerschaft.“

      Ich würde übrigens annehmen, dass es bei einem Paar, wo der Mann die beschriebene Haltung zum angemessenen Zeitpunkt kommunizierte, schon vor der Zeugung zu einer Trennung käme.
      Damit ist man halt auch einfach nicht beziehungs-, geschweige denn ehefähig.
      Schließlich kann einem im Leben unendlich viel passieren, was die Priorität von und die Möglichkeiten zu Sex verändert.

      • „Wieso eigentlich „einseitiger Ausschluss“?“

        Sie hat beschlossen, dass deren Partnerschaft ohne Sex fortgeführt wird.

        Es war keine gemeinsame Entscheidung, kein Austausch von Interessen beider Partner.

        Sie schließt für ihn ganz selbstverständlich die Möglichkeit aus, gemeinsam Sex zu haben.

        Ich frage mich, mit welcher Berechtigung kann sie in diesem Fall allen Ernstes davon ausgehen, dass er nicht ebenso so einseitig über sein Sexleben bestimmen kann, wie sie es mit ihrem macht?

        Ich finde mit meiner beschriebenen Einstellung ist man ehe- und beziehungsfähig, weil der Grundwert, ein partnerschaftlicher Konsens ist.

        Der Grundton in den Fällen extrem ungleich verteilter Bedürfnisse geht mir aber auf den Sack: Sich erklären und rechtfertigen zu müssen, dass man mit der Frau, die man liebt auch weiterhin Sex haben möchte! Die Wünsche beider Partner stehen m. E. gleichberechtigt nebeneinander.

        Ja, im Leben kann viel passieren. Über Vieles kann man aber auch reden.

        • Mein Tipp war wie gesagt, dass hinter dieser Aussage primär ein „Verhütungsproblem“ steckte, genauer: dass er meinte, sie solle doch mal („endlich“) irgendwas „machen“ (zum Gyn gehen, um sich Spirale oder Hormone zu holen), woraufhin mir das Statement: „ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen“ samt Nachsatz wirklich überaus verständlich und auch berechtigt erschiene.

          Nach der letzten Geburt schwelte bei uns auch ein ähnlicher Konflikt. Während der Schwangerschaft hatte ich mehrfach die Option Vasektomie angesprochen (wie auch schon Jahre zuvor tbh), wähnte mich eigentlich in der leisen Hoffnung, er würde vielleicht so schlau sein, die Zeit des Wochenbetts auszunutzen um diese Maßnahme nachzufragen, aber Pustekuchen. Er hat seine Taktik gefunden und die bestand im kompletten Ignorieren des Themas. Er hat wirklich nie gesagt „ich will das nicht“, er hat einfach nur soviel Zeit verstreichen lassen, bis mir dann klar war: das wird nix mehr.
          Das hat mich schon sehr geärgert, so dass ich wochenlang Sex verweigerte… bis ichs dann halt akzeptieren konnte.

          Immerhin hat er schon lange nicht mehr gemosert, wenn ich ihn zur Kondomnutzung aufforderte. Und außerdem ist ihm auch schon ewig klar, dass es keinerlei Sinn hätte mich zu bitten, nochmal irgendeine invasive Verhütungsmethode zu nutzen. Ich hab in dieser Hinsicht nämlich wirklich schon mehr Erfahrungen gesammelt, als ein einzelner Mensch sollte.

          Irgendwo hab ich die Meinung eines (männlichen) Sexualtherapeuten gelesen, der es nicht nur für richtig hielt, dem drängenden Partner die Frage zu stellen, warum er Sex will (was immer mit Überraschung aufgenommen würde, weil man üblicherweise eben diesen Wunsch nicht begründen müsse), sondern außerdem auch zu fragen: Willst Du denn Sex geben oder bekommen?
          Wo die ehrliche Antwort normalerweise lautete: bekommen.

          Und eben so empfinden Frauen das meistens auch: er fordert, dass sie ihrem kürzlich geschundenen Körper eine Leistung ihmzuliebe abringen solle. Die Mehrheit der frischgebackenen Mütter soll übrigens während des Wochenbetts Oralverkehr haben – wie man sich denken kann, ist damit nahezu immer Blasen und nicht Lecken gemeint. Und man muss denke ich schwer aufpassen, dass sich da kein Muster verfestigt, dass sie auch irgendwann wieder glauben kann, körperliche Nähe zu ihm lohne sich auch direkt für sie – denn auch die weibliche Opferbereitschaft hat nunmal ihre Grenzen.

  3. Scheint mir so ein Frauending zu sein. Ich kann mich an keine Gelegenheit erinnern bei der in Männerrunden Männer das Bedürfnis hatten schlecht über die aktuelle Partnerin zu reden. In der Schule, im Studium, in Vereinen oder der Arbeit. Wenn, stellte man diese eher besser da wie sie tatsächlich war und entschuldigte schlechtes Verhalten.
    Bei Frauen scheint es neben dem vergleichbaren „mein Mann ist so toll“ noch zusätzlich die Möglichkeit zu geben Status in der intrasexuellen Konkurrenz aufzubauen in dem man den aktuellen Partner als Untergebenen darstellt, den man durch Haus scheut oder eben als dummen August der nichts alleine hinkriegt.

    Das in Frauengruppen abfällig über Männer geredet wird, scheint doch auch eher eine Erwartungshaltung zu sein, wie eine Ausnahme. Politikerinnen machen das ja sogar ganz offen…

    • „das ist halt grad Mode/normal“ ist eine mögliche Erklärung.

      Nicht erklärt ist damit, wieso diese Mode sich so hartnäckig hält und nicht alle halbe Jahr mit der „Ich liebe meinen Mann“-Mode wechselt.

      Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass Männer gerade in den Augen neuer Mütter in erster Linie Human Doings sind.

      Wenn dein Auto, kurz nachdem du eine längere Reise angefangen hast, ständig Öl verliert, wird dieser Umstand wesentlich präsenter sein als z.B. der niedrige Verbrauch.

      „Ich hab ein Kind, Du hast zu funktionieren“ ist das Motto. Und es gibt keine Stimmen, die darauf hinweisen, was für eine Arschlocheinstellung das ist.

      • „Nicht erklärt ist damit, wieso diese Mode sich so hartnäckig hält und nicht alle halbe Jahr mit der „Ich liebe meinen Mann“-Mode wechselt.“

        Genetische Manifestierung sozialer Konstrukte, ganz einfach. Nach ein paar ( oder mehr ) Generationen sitzt das schon „in den Knochen, oder „im Blut“, wie man so sagt.

        Weshalb ich die polarisierende Debatte, „sozial konstruiert vs. geerbt“, ( Femigenderismus vs. Biologismus ) einfach nur lächerlich bescheuert finde.

          • Das dürfte eine recht unbeherrschare Algorithmik voraussetzen, vermute ich mal so. Einfach weil nicht gegeneinander aufrechenbare Variablen u.U. dominant sein können.

    • *Das in Frauengruppen abfällig über Männer geredet wird, scheint doch auch eher eine Erwartungshaltung zu sein, wie eine Ausnahme. Politikerinnen machen das ja sogar ganz offen…*

      Es ist Ausdruck der Verachtung und Geringschätzung, die leider viele Frauen im Unterbewusstsein gegenüber Männern haben.
      Ist ja irgendwie auch erklärlich:
      1.Geringschätzung: das entbehrliche Geschlecht, der zuerst zu Opfernde
      2. Verachtung: lässt sich für Sex zu vielem manipulieren.

      • Die Krabbelgruppe ist der mütterliche Kneipenstammtisch, da wird halt herumschwadroniert, daß es nur so quietscht. Das ist insofern völlig normal. Nur kapieren viele einfach nicht, daß man irgendwann genug geblödelt hat und wieder nüchtern werden sollte.

    • „Scheint mir so ein Frauending zu sein. Ich kann mich an keine Gelegenheit erinnern bei der in Männerrunden Männer das Bedürfnis hatten schlecht über die aktuelle Partnerin zu reden. In der Schule, im Studium, in Vereinen oder der Arbeit. Wenn, stellte man diese eher besser da wie sie tatsächlich war und entschuldigte schlechtes Verhalten.“

      Wie wahr, kenn ich auch nicht anders.

    • @Matze
      „Status in der intrasexuellen Konkurrenz aufzubauen in dem man den aktuellen Partner als Untergebenen darstellt, den man durch Haus scheut oder eben als dummen August der nichts alleine hinkriegt.“

      Vielleicht dient das dem Gegenteil: das Schlechtmachen des eigenen Mannes soll die Begehrlichkeiten der anderen und damit die intrasexuelle Konkurrenz absenken. So würde das pro-sozial Sinn machen. Ein Anfachen dieser Konkurrenz – was sollte das bringen?

  4. Mit meinem ersten Kind war ich noch regelmäßig bei einer Stillgruppe, mit den ältesten drei noch häufig bei einer Krabbelgruppe. Danach hatte ich keine Zeit mehr dazu.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Mütter dort über Sex gesprochen hätten, und auch kaum über ihre Männer. Es ging doch vor allem um die Kinder.
    Eine Ausnahme allerdings gab es: Eine Mutter erzählte mehrmals, dass sie die Pille nimmt, das aber eigentlich gar nicht nötig wäre, weil sie sowieso keinen Sex mehr hätte.
    Es kam mir damals vor, als ob sie von den anderen Müttern Bestätigung wollte.

    • Diese extremen organisierten Stillgruppen gab es wohl früher nicht in dieser Art.
      Da wuchs das eher natürlich, weil im normalen sozialen Umfeld mehr Frauen gleichzeitig Kinder hatten.

  5. „ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“

    Ich schätze mal, das wird sich dann nicht nur auf einige Monate ausdehnen, sondern im Grunde bis zum Ende der Beziehung so laufen, dass die Alte permanent keine Lust drauf hat. Das würde einfach gut passen, bei jemandem, der so eine Einstellung hat
    Und, hat sie wirklich dann auch keine Probleme damit, wenn er dann selbst Hand anlegt? Pornos darf er dann wahrscheinlich nicht gucken. Er kann ja dann mal selbst seine Leistungen einstellen, mal schauen, wie sie reagiert.

    • „Pornos darf er dann wahrscheinlich nicht gucken.“

      Da wäre ihre Einstellung schon interessant. Ob sie wohl erlauben würde das er sich auf besser aussehende Frauen einen wichst?

      • Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der nächste steht schon bereit.
        Man muß nur noch kurz das Ding mit der Schuldverschiebung zurechtfeilen, damit das mühsam eingeredete Eigenimage hübsch sauber bleibt.

    • „Er kann ja dann mal selbst seine Leistungen einstellen, mal schauen, wie sie reagiert.“

      Na viel Spaß dabei! Ihre Reaktion wird sein dass er seine Kinder nicht mehr sehen darf und zahlt bis er schwarz wird.

      #Machtgefälle #MGTOW

  6. „Teilweise werden zumindest in dieser Gruppe erstaunlich private Sachen besprochen, die glaube ich Männer bei einem so kurzen Kontakt nicht ohne weiteres ansprechen würden:“

    Das ist im Prinzip überhaupt nicht erstaunlich. Auch wenn sie es ihn wohlweislich nicht so offen spüren lassen, für viele Frauen ist nicht ihr Mann, sondern eine (beste) Freundin die wichtigste Vertrauensperson.

    Das könnte ein Indiz für die These sein, das die eigentliche soziale Struktur des Menschen, die hinter der vordergründigen (scheinbaren) Monogamie steht, und auf die Frauen eigentlich konditioniert sind, die ist, wie bei vielen Säugern: eine Gesellschaft aus Frauen (mit Töchtern) und aus den Kindern, die männlichen dann nur bis zur Geschlechtsreife.
    Die Männer oft unterwegs sind gewissermaßen Gast (und Schutzhülle) dieser Kerngemeinschaft, und bilden eigene Männergruppen mit eigenen sozialen Themen.

    Der Gedanke kommt mir immer wieder, auch bei anderen größeren sozialen Ereignissen, feiern etc.
    So ist doch z.B. auch die Hochzeit eigentlich ein reines Frauenevent, wo der Bräutigam nur Anlass und Accessoire ist, so jedenfalls der Eindruck des neutralen Beobachters. Dieser neutrale Beobachter wird an vielen Stellen im gesellschaftlichen Leben dieses Muster erkennen.

    • Wenn man sich die Studien aus Partnerbörsen anschaut, wäre Polygamie wohl die Beziehungsform die sich durchsetzen würde wenn es nur nach Frauen ging. Ein Alpha-Mann mit vielen Frauen. In der Konstellation hat der Mann i.d.R. dann auch weniger Zeit für die einzelnen Ehefrau, so dass diese sich mit den anderen Ehefrauen synchronisieren kann.

    • „Das ist im Prinzip überhaupt nicht erstaunlich. Auch wenn sie es ihn wohlweislich nicht so offen spüren lassen, für viele Frauen ist nicht ihr Mann, sondern eine (beste) Freundin die wichtigste Vertrauensperson.“

      Tja, kenn ich so von einer Ex. „Meiner besten Freundin X erzähl ich sowieso alles, was bei uns passiert.“

      Die Gute war ganz erstaunt, dass ich damit nicht einverstanden war. 🤔

      • „Meiner besten Freundin X erzähl ich sowieso alles, was bei uns passiert.“

        In der Tat. Manchmal liegt sie quasi mit im Bett.

        Und sich dann darüber wundern, dass die beste Freundin auch physisch mit einem ins Bett steigt 😉

    • „Auch wenn sie es ihn wohlweislich nicht so offen spüren lassen, für viele Frauen ist nicht ihr Mann, sondern eine (beste) Freundin die wichtigste Vertrauensperson.“
      Das ist meiner Meinung auch besser so und trägt zu einer besseren Beziehung bei, denn ich persönlich kann es wirklich nicht ertragen, mir immer wieder das gleiche Genöle über die immergleichen Themen anzuhören. Lösungsvorschläge wollen sie ja nicht, sondern nur, das man ihrer Meinung ist. Soetwas langweilt mich zu Tode, da ist so eine beste Freundin schon echt ein guter Blitzableiter.

  7. Man kann nicht immer alles haben, das ist nunmal so. Es geht doch hier um einen noch nicht so lange andauernden Zeitraum. Die Partnerschaft mit Untreue zu gefährden, weil für einige Monate gerade andere Themen dominieren, ist es das wert?
    Die Kinder sind im Herbst geboren, es sind vielleicht bei vielen die ersten Kinder, mit 4 Monaten kriegen die ihren absoluten Fressflash und hängen nur noch auf ihren Müttern, Schlafmangel, haptische Übersättigung wie Semi schon schrieb, dann überempfindliche Brüste, viele fühlen sich noch nicht wieder wohl in ihren Körpern, bliblablubb…
    Es ist eine Lebensphase, die eben Zeit braucht, ehe sich das wieder sortiert.

    Und Stillhormone machen oft dumpf. Ich merk’s grad selber, es ärgert mich total, dabei steh‘ ich voll auf meinen Mann, es ist nur so, als hätte mich jemand in Watte gepackt. Da wir aber schon 3 (eigentlich 4) Kinder haben, gehört das für ihn zum natürlichen Lauf der Dinge. Es wird schon wieder, er weiß das.

    Die Libido kommt zurück, sobald der Zyklus wieder einsetzt, abhängig davon wie die Frauen verhüten, Pille bremst oft weiter aus.

    Die Lästereien sind unerträglich.
    Und dann immer wegen so einem Firlefanz.
    Machen Männer das auch?
    Übrigens ist das der Grund, warum ich mittlerweile total zurück gezogen lebe und fast alles an Sozialkontakten eingedampft habe.
    Liebevolle Nachsicht würde den Partnerschaften gut tun, denke ich.
    Wir sind alle keine Roboter.

    • „Ich merk’s grad selber, es ärgert mich total, dabei steh‘ ich voll auf meinen Mann“

      Ok, das hört sich schon anders an. Die Frauen im Artikel bzw. im verlinkten Blogbeitrag sind ja aber anscheinend noch stolz auf ihre Haltung gegenüber ihren Hündchen. Keine Spur von Frustration, oder dass es ihnen selbst ein bischen leid tut. Man merkt so richtig, dass ihre Typen nur als Versorger gesehen werden, die gefälligst zu funktionieren haben und dass die Frauen die gebietende Instanz sind, deren Entscheidungen sakrosankt zu gelten haben.

        • Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem
          andern zu… dem stimmen wohl die meisten zu, aber halten tun sich dann doch nicht alle dran.

          • Es gibt die These, dass wichtiger als diese „goldene Regel“ noch die silberne Regel ist: „Was du willst, das man dir tu, das füge auch den andern zu.“

            In diesem Falle: Willst du respektiert werden?

          • @only: umgekehrt.
            Goldene Regel: behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
            Silberne Regel: behandle andere nicht so, wie du selbst nicht behandelt werden möchtest.
            Das Problem der goldenen Regel: Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Vorlieben. Nur weil ich etwas mag heißt das nicht dass andere das auch mögen – die goldene Regel macht aber meine individuellen Vorlieben zum Maßstab dafür wie ich mit anderen umgehe. Es ist außerdem eine Einladung zum Interventionismus: der Fokus liegt darauf etwas zu tun, auf Aktion. Die silberne Regel ist robust: der Fokus liegt darauf etwas nicht zu tun.

            Silberne Regel in deinem beispiel: du möchtest nicht respektlos behandelt werden? Dann behandle andere nicht respektlos.

      • Ich habe manchmal den Eindruck, dass da eine „wer ist die Emanzipierteste“-Gruppendynamik am Wirken ist. Je respektloser dem eigenem Mann gegenüber, desto „emanzipierter“ erscheint man. Das selbst ausgestellte Armutszeugnis bemerkt man dabei nicht.

        Wie das Klischeebild einer rülpsenden Dorfmacho-Horde, die sich in Prahlereien zu überbieten sucht, wie sehr man seine Frau „im Griff“ hat. Das gibt es zwar auch, es löst aber nach meinem Eindruck oft Fremdscham aus. Da fragt dann schnell mal einer direkt nach, warum man denn überhaupt mit der Frau zusammen ist.

        • Ja, beide Situationen habe ich schon öfters beobachtet.

          Und dann gibt’s noch ein anderes Phänomen, das wollte ich neulich schon mal in die Runde fragen, ob ihr das kennt:

          In gemischten, freundschaftlich miteinander verbundenen Gruppen (zB Grillabend, Festival, Wandertour…), in denen eigentlich alle Frauen vergeben sind, fangen die Männer trotzdem nach einer Weile an, voreinander rumzugockeln, indem sie ihre Frauen ein bisschen vorführen, „Dissen“ auf sehr charmante Art. Nie wirklich bösartig, aber immer schön am Rand entlang des ganz Privaten; Problemzönchen, Schrulligkeiten, sowas eben.

        • „dass da eine „wer ist die Emanzipierteste“-Gruppendynamik am Wirken ist“

          Da Frauen starke im-Strom-Schwimmer sind, und der Strom dermaßen von feministischen Medien geprägt ist, dass selbst Rasierklingenhersteller denken, Männerbashing sei verkaufsfördernd, halte ich diese These für sehr plausibel.

      • @ Freya:
        „Machen Männer das auch?“

        Ja, machen sie. Mit dem Unterschied, daß sie die eigene Dame heilig sprechen und statt dessen im Suff über DIE FRAUEN an sich ablästern. ( Und nächsten Tag einen dicken Schädel haben und sich vornehmen wieder vernünftig zu werden ).

    • „Liebevolle Nachsicht würde den Partnerschaften gut tun, denke ich.
      Wir sind alle keine Roboter.“

      Wenn du liebevolle Nachsicht walten lässt, wenn er mal 1-2 Jahre beruflich kürzer tritt weil auch er kein Roboter ist und sein Beruf ihn womöglich krank und unglücklich macht; und du liebevoll und nachsichtig reagierst dass ihr deshalb den Gürtel enger schnallen müsst – dann stimme ich dir zu.

    • Und? Redest du mit ihm vertröstend drüber? Oder lässt du ihn hängen und triumphierst gegenüber anderen Frauen, dass du endlich keinen Sex mehr mit ihm haben musst?

      • Nein, warum sollte ich das tun vor anderen?
        Ich lass‘ mir was einfallen, reicht Dir das als Antwort? 🙂
        Es ist ja ein schon ein Unterschied, ob ich meinen Mann „hängen lasse“ (lustiges Wortspiel in dem Zusammenhang), weil mir Müdigkeit und Hormone die Synapsen verkleben, die normalerweise gut funktionieren, oder es aus einem gehässigen, respektlosen Kalkül heraus tue.

        • Mit anderen Worten: Deine Einstellung ist eine ziemlich andere als die der Frauen in der Erzählung oben und kann zwar als Trost dienen, dass nicht alle Frauen doof sind, ändert aber nichts an dem Umstand, dass NAWALT nicht TMWALT negiert.

          • Als Hebamme solltest Du – finde ich – aber mehr Verständnis haben… immerhin ist es doch gut möglich, dass ihr das Geburtserlebnis u.a. nachhängt?

          • Das ist ein schöner Studienthread!
            Da sagt eine doch glatt, daß sie eine der sehr vielen Ausnahmen ist ( vermutlich die Mehrheit, wenigstens der erfahrenen Mehrfachmütter ), die Vernunft und soziales Miteinander über den feministischen Intrigenscheiß stellt.
            Und schon kommt Miß Trend mit der Fahne im Wind reingegrätscht und fordert „weibliche“ Solidarität ( listen und believe! ).

            Bilderbuchmäßig!

          • „Und schon kommt Miß Trend mit der Fahne im Wind reingegrätscht und fordert „weibliche“ Solidarität ( listen und believe! ).“

            Jepp, wie nach Drehbuch…

            ^^

          • Ich habe doch hier viele Sachen aufgelistet, die zeigen, dass die Flaute im Bett auch einfach irgendwie dazu gehört und nicht auf ewig in Stein gemeißelt ist, weil Hormone, Schlafmangel, Zähne, Geburtsfolgen etc.
            Und nein, ich habe auch als Hebamme kein Verständnis dafür, wenn Frauen abfällig über ihre Männer reden. Muss ich das?
            Genau wie andersherum.
            Ich krieg auch die Krise bei Männern, die trotz Minibaby einen geleckten Haushalt und eine aufgestylte, willige Madame erwarten.
            Alles zu seiner Zeit und jeder nach seinen Möglichkeiten.
            Das ist schlicht nicht mit allen Kindern möglich.
            Die Lösung findet sich doch wieder Mal zwischen den Extremen.

          • „Und nein, ich habe auch als Hebamme kein Verständnis dafür, wenn Frauen abfällig über ihre Männer reden. Muss ich das?“

            Du würdest zu einer Klientin, die sich so äußerte, sicher nicht sagen, ihr Verhalten sei unter aller Kanone, richtig?

          • Du würdest zu einer Klientin, die sich so äußerte, sicher nicht sagen, ihr Verhalten sei unter aller Kanone, richtig?

            Warum sollte sie? Was willst du damit implizieren?

          • Ich halte es für nicht undenkbar, dass auch eine Kundin/Patientin (angeblich betreute sie solche ja teilweise längerfristig über die gesamte Stillzeit) – falls es mal irgendwie um Sex ginge – einen Satz sagen könnte, wie: „ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“.
            Und mich erschreckte nunmal schlicht die Vorstellung, die beauftragte Hebamme könnte daraufhin denken: „Unter aller Kanone, Trulla“

          • „Und mich erschreckte nunmal schlicht die Vorstellung, die beauftragte Hebamme könnte daraufhin denken: „Unter aller Kanone, Trulla““
            Eilnachricht: Feministin erschreckt darüber, dass andere Frauen nicht ihrer Ansicht sind.
            Mehr um 11:00

          • Und mich erschreckte nunmal schlicht die Vorstellung, die beauftragte Hebamme könnte daraufhin denken: „Unter aller Kanone, Trulla“

            Nun ja, das werden Hebammen wohl häufiger denken, wenn sie mit derart trotzig-infantilen Aussagen konfrontiert werden.

            Es geht ja nicht darum, dass die Klientin an England denken soll. Es geht darum, dass die Eltern in der schwierigen Situation Verständnis füreinander aufbringen.

            Als Hebamme wäre ich persönlich zwar geneigt, diplomatisch darauf hinzuwirken, aber bei einer derartigen Trotzhaltung würde ich Hopfen und Malz verloren sehen.

          • Es wär aber doch klasse, wenn sie einfach zu ihr sagen könnte: „Hey, es gibt da was, dass er nehmen kann, dann habt ihr das Problem nicht mehr!“

            Und das könnte es sogar geben – verstöße das nicht gegen die gesellschaftliche (Männlichkeits-)Norm.

          • Es wär aber doch klasse, wenn sie einfach zu ihr sagen könnte: „Hey, es gibt da was, dass er nehmen kann, dann habt ihr das Problem nicht mehr!“

            Ihr Standpunkt ist allerdings, dass das _sein_ Problem ist. Da helfen keine Pillen.

            Und das könnte es sogar geben – verstöße das nicht gegen die gesellschaftliche (Männlichkeits-)Norm.

            In deinem kruden und reaktionärem Männerbild verkennst du, dass Sex oft viel mit Bindungsbedürfnissen zu tun hat.

          • @ Nick:
            „Nun ja, das werden Hebammen wohl häufiger denken, wenn sie mit derart trotzig-infantilen Aussagen konfrontiert werden.“

            Da könnte sich z.B. ungefähr so ein Gedankengang abspiele: „Ja, ja, glaub Du das man, Kleine, warte mal zwei bis drei Jahrzehnte ab … „

          • „Es wär aber doch klasse, wenn sie einfach zu ihr sagen könnte: “

            Hier wird ein natürlicher Wunsch pathalogisiert.

            Es wäre doch klasse, wenn Freya sagen würde: „Sprecht offen über Eure Wünsche und schaut, ob Ihr Euch auf etwas einigen könnt.“

          • Ein Dienstleister hat vielleicht eine eigene Meinung, die von der Meinung derKunden abweicht.

            Man muss nicht für jede Äußerung Verständnis zeigen, insbesondere wenn sie den eigenen Überzeugungen zuwiderläuft (authentische Persönlichkeit).

    • „Die Lästereien sind unerträglich.
      Und dann immer wegen so einem Firlefanz.
      Machen Männer das auch?“
      NEIN! Das Maximum sind Hausdrachen die einen der unsrigen stritzen und dann auch nur wenn der kuscht!

    • „Man kann nicht immer alles haben, das ist nunmal so. Es geht doch hier um einen noch nicht so lange andauernden Zeitraum. Die Partnerschaft mit Untreue zu gefährden, weil für einige Monate gerade andere Themen dominieren, ist es das wert?“

      Du hast eine vollkommen andere und positive Einstellung als die von Cristian beschriebene Frau. Da sehe ich gar kein Untreueproblematik.

  8. Semikolon, Du hast natürlich in soweit recht, dass gerade Frauen nach sehr dramatischen Geburten sich häufig auch mal so heftig äußern und man natürlich da genau hingucken muss, um Hilfsangebote zu machen.

      • Um was geht’s da genau?

        Ich habe über viele Jahre Sportkurse für Mütter gegeben, im Anschluss ergaben sich dann solche Stillrunden. Das von Christian beschriebene Szenario gleicht meinen Erfahrungen sehr. Es sind immer 2 oder 3 Frauen dabei, die sich eben auch mal heftiger und garstiger äußern. Auch ohne schlimme Vorgeschichte.
        Das ist dann eher Temperament.
        Der Vergleich mit dem Stammtisch trifft es ganz gut. Die Dynamik gibt’s bei Männern auch, irgendeiner macht halt immer den Gorilla.
        Manche übertragen einfach auch jedwede Scheußlichkeit auf ihren Mann, bis der am Ende eben an allem Schuld ist.

        Ich weiß nicht, warum mir immer eine uneingeschränkte Solidarität abgerungen werden soll.

        • Um was geht’s da genau?

          Man muss ein wenig ausholen, um das mit den Pillen zu erklären.

          Semikolon meint, die Antibabypille sei eine Erfindung des Patriarchates, um Frauen in ihrer Libido chemisch zu kastrieren. Die Pille für den Mann sei doch längst fertig entwickelt, nur werde die Rezeptur sicher in den Safes von Big Pharma verwahrt, weil sie eben die männliche Libido dämpfe und mithin die männliche Weltherrschaft gefährde.

          Von daher gäbe es doch eine einfache chemische Lösung für das Problem der ganzen Arschlochtypen, die ihre Frauen frisch vom Wochenbett ins Ehebett nötigen wollten. Damit wäre dann auch jegliches Problem mit Verhütung aus der Welt und das Sexparadies auf Erden verwirklicht.

          • Exakt, @Nick. Genau darauf hatte dat Semi oben ja locker mindestens zweimal angespielt.
            Kurz gesagt: Das ihrer Meinung nach von den Männern verschuldete Frauenproblem ( „temporär“ keine Lust ) lösen, indem man die „Bedränger“ ( mindestens vorübergehend ) chemisch kastriert.

        • „Semikolon meint, die Antibabypille sei eine Erfindung des Patriarchates, um Frauen in ihrer Libido chemisch zu kastrieren“.

          Wer hat denn was gegen korrekte Terminologie?^^

          Ich meine, der Gedanke dahinter mag diffus in diese Richtung gegangen sein:
          „Frauen haben eh keine eigenständige Lust – aber nunmal zu gehorchen“

          „Zu gehorchen“ allein reichte bekanntermaßen aber noch nicht aus seinerzeit (de jure), denn als die Anti-Baby-Pille eingeführt wurde, herrschte hierzulande (sogar noch ein paar weitere Jahrzehnte lang) ein mindset, das sich mit folgendem Richterspruch seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte:

          „Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt“

          Ein Faktor, warum die Veränderung nur so quälend langsam kam (spontan dachte ich da vorallem auch an die Änderungen von 1997, 2001, 2016, tbc?) wird wohl auch in der starken intrasexuellen Konkurrenz durch die so vielen, „überzähligen“, jungen Frauen in dieser Generation zu finden sein…

          Jedenfalls:

          „Die Pille für den Mann sei doch längst fertig entwickelt, nur werde die Rezeptur sicher in den Safes von Big Pharma verwahrt, weil sie eben die männliche Libido dämpfe und mithin die männliche Weltherrschaft gefährde.“

          Von daher gäbe es doch eine einfache chemische Lösung für das Problem der ganzen Arschlochtypen, die ihre Frauen frisch vom Wochenbett ins Ehebett nötigen wollten. Damit wäre dann auch jegliches Problem mit Verhütung aus der Welt und das Sexparadies auf Erden verwirklicht.“

          Wir Alle wissen, dass es seit bald 40 Jahren medizinisch _machbar_ wäre, (auch) Männer hormonell so einzustellen, dass sie temporär zeugungsunfähig würden und in der Nebenwirkung ihren Trieb (for the most part) zu senken.

          Wie soll man es denn verstehen, dass unsere Gesellschaften erwachsene Männer vor sinnvollen Therapiemöglichkeiten „schützt“, die andererseits aber u.a. Minderjährigen (inkl. vereinzelt sogar präpubertären Kindern) finanziert von der Allgemeinheit angeraten werden?

          Boah, meine Sätze werden schrecklich unverständlich gerad, ich muss in die Falle…
          und dabei wollte ich eigentlich noch groß ausholen zum Stichwort „Flibanserin“ etc.

          • Erstens: Durch Wiederholung, bekommt Unfug auch keinen Sinn.
            Zweitens: Wo zerrst Du jetzt den Scheinzusammenhang mit dem Wiederumsichgreifen von Tuberculose her?

          • „„Semikolon meint, die Antibabypille sei eine Erfindung des Patriarchates, um Frauen in ihrer Libido chemisch zu kastrieren“.

            Wer hat denn was gegen korrekte Terminologie?^^“

            Niemand! Warum flüchtest Du Dich jetzt in die stinkenfaule Ausrede? Die Kritik galt eindeutig Content und Kontext! Insofern erneut Dank an Dich für die absolut zweifelsfreie Terminologie und das ganz konkret repetierte Outing!

            ( Und da meckern manche Radfems, wenn ebenfalls ein eindeutiger Terminologie von Femifaschisten geredet wird )

    • Ich verstehe nicht, warum Du darauf derart abgegangen bist… Trulla, die sich unter aller Kanone verhält?!

      Was an diesem Satz ist D.M.n. so garstig, abfällig, heftig; wo versteckt sich hier das gehässige, repektlose Kalkül; warum meinst Du, diese Frau – nachdem Du ja nur genau diesen 1 Satz von ihr herzitiert bekommen hast (aus Südländerins Gedächtnis, allerdings wohl erst von Christian dann auch ausformuliert, und zwar ohne Kontext…) – aus der Ferne derart beschimpfen zu müssen???

      Jenachdem, wie man sich ihren Tonfall denkt, kann man das auch als relativ spaßigen Spruch einordnen.
      Und wie die Aussage bei einem ankommt, hängt auch sehr davon ab, wie man sich die Hintergründe dazu vorstellt…

      Nehmen wir doch mal an, ihr Partner hätte sie vor diese Mütter-Zusammenkunft „nur“ zum (vielleicht wiederholten) Male gefragt, ob sie jetzt „endlich“ einen Gyn-Termin gemacht hätte, um sich da dann die Spirale einsetzen zu lassen (womöglich hielt er diese Methode ja schon immer für die „eigentlich“ Beste Verhütungsform – die i.d.R. aber erst für Mütter in Frage kommt -, will jedenfalls keine Kondome oder andere Barrieremethoden nutzen an ihren fruchtbaren Tagen, die womöglich eh noch nicht sicher zu bestimmen sind)… wäre ihr Ärger da nicht irgendwo auch angebracht, D.M.n.?

      • Du verlangst ausufernde Relativierungen, mit dem Argument, sonst nicht ordentlich „ausdifferenziert zu haben?
        Du?
        Nicht wirklich, oder?

        Merke: Nur weil jemand sich in ellenlangen Wortwürmern in äußerst speziellen Extremspekulationen ergeht, wird daraus noch lange kein generalisierbarer Gesamtzusammenhang!
        Eher im Gegenteil, bei völlig klaren Statements die so angriffen werden, wird die Brechstangen- und Kotztütenargumentation dadurch eher noch auffälliger.

        Kurz: Weißt Du überhaupt was das für’n Ding da ungefähr in der Mitte Deines Gesichts ist?

      • Ist es für Dich normal, so vor anderen über Deinen Mann zu sprechen?
        Ich lese da eher „soll er halt weg gehen, ich schubs den rum wie ich will“.

        Aber ja, wenn man nicht dabei war, fehlt Tonfall und Kontext, es ist eine schwierige Situation.
        Nichtsdestotrotz mag ich es nicht, wenn es zum guten Ton gehört, abfällig über den Partner zu reden.
        Ich finde das auch bei Männern total daneben.
        Ich habe sie nicht beschimpft, das ist doch Quatsch, da gehts Du jetzt drüber ab, hm?

        Rein spekulativ, wahrscheinlich hat man ihr einen sehr gemeinen Dammschnitt gemacht, der sie nachhaltig in ihrer körperlichen Unversehrtheit erschüttert hat. Das Gefühl, wenigstens ihren Mann „ins Bad schicken“ zu können, ist der letzte Rest an Kontrollgefühl, das ihr geblieben ist.
        Ich dachte eher an sowas, weil mir das ein paar Mal begegnet ist.
        Wir wissen auch nicht, ob er sie dauernd bedrängt, das steht da ja nicht.

        • „Ich lese da eher „soll er halt weg gehen, ich schubs den rum wie ich will“.“

          Und ich lese da einfach nur: „ich will nicht und das hat er zu akzeptieren“.
          Womit sie natürlich per se erstmal recht hat, man bricht sich doch keinen Zacken aus der Krone, wenn man ihr das zugesteht, meine ich.

          Sie hätte auch sagen können: „dann soll er halt kalt duschen“, hätte das für Dein Empfinden denn besser geklungen? War für Dich also primär die Aufforderung zum Wichsen das Unverständliche, Verurteilenswerte?

          „Rein spekulativ, wahrscheinlich hat man ihr einen sehr gemeinen Dammschnitt gemacht, der sie nachhaltig in ihrer körperlichen Unversehrtheit erschüttert hat.“

          Was würdest Du ihr in dem Fall denn raten? Oder aber ihm, wenn Du ihn im Gespräch hättest?

          • Stopp mal bitte jetzt, jetzt geht’s völlig durcheinander.
            Ich habe NIEMALS verlangt, dass sich eine Frau für etwas hergebt, womöglich noch unter Schmerzen, was sie nicht will.
            Im Gegenteil, ich habe für Geduld plädiert und nochmal herausgestellt, dass eben in diesem verflixten ersten Lebensjahr die Frauen seltenst aus Machtspielchen heraus, ihre Männer auf Sexentzug setzen.
            Und ich unterstelle auch der oben genannten Frau keine Gehässigkeit, sondern sage nur, dass ihre Äußerung doof ist.
            Ich „gehe darauf ab“, weil ich das einfach schon sehr oft erlebt habe, wie es in Stillgruppen auch mal hoch her geht und sich gegenseitig übertroffen wird, wer nun den größeren Vollhonk zuhause hat.

          • „ich unterstelle auch der oben genannten Frau keine Gehässigkeit, sondern sage nur, dass ihre Äußerung doof ist“

            Aber was daran findest Du doof, das hab ich nicht verstanden.

            „Ich „gehe darauf ab“, weil ich das einfach schon sehr oft erlebt habe, wie es in Stillgruppen auch mal hoch her geht und sich gegenseitig übertroffen wird, wer nun den größeren Vollhonk zuhause hat.“

            Und worin sollte sich das hier an der Stelle angedeutet haben?

        • „Stopp mal bitte jetzt, jetzt geht’s völlig durcheinander.“

          Willkommen im Club derer, die je vergeblich versucht haben, mit dem Satzzeichen ein Gespräch zu führen.

          😃

  9. Mein Mann ist mit unserer Tochter oftmals zur Krabbelgruppe gegangen. Er hat das immer gerne gemacht.

    @ Christian
    Wenn du es zeitlich einrichten kannst, dann besuche mit deiner Tochter die Krabbelgruppe. Wird bestimmt aufschlußreich……

  10. „ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, der kann die nächsten Monate ins Bad gehen und es sich selbst machen“

    „Nee musst du verstehen, der Stress im Büro wird nicht weniger, nur weil ich Papa bin, und jetzt kommen noch die schlaflosen Nächte dazu. Da hab ich einfach keinen Nerv, mir noch ihr Gejammer anzuhören. Ich sehe gar nicht ein, da irgendwas zu machen, soll sie doch im Klo vorm Spiegel sich selbst was vorheulen oder eine ihrer Freundinnen anrufen.“

    Und wem das nicht verächtlich genug ist, der kann ja noch Semikolons Idee mit den Medikamenten dazunehmen: Es wär aber doch klasse, wenn man zu ihm sagen könnte: „Hey, es gibt da was, dass sie nehmen kann, dann habt ihr das Problem nicht mehr!“

    • „Und wem das nicht verächtlich genug ist, der kann ja noch Semikolons Idee mit den Medikamenten dazunehmen“

      Na ja, nach der Wahl- u. Vertretungsquote im Bundestag ist es zur von oben verordneten Unlustquote noch noch ein kleiner Schritt …

    • „Es wär aber doch klasse, wenn man zu ihm sagen könnte: „Hey, es gibt da was, dass sie nehmen kann, dann habt ihr das Problem nicht mehr!““

      Ein nicht selten geäußerter Vorschlag lautet: Frauen „mit Problemen“ sollten sich durch die verschiedenen Anti-Baby-Pillen „durchtesten“. Oder vielleicht mal Antidepressiva versuchen. Vereinzelt wird sogar zu Testosterongaben geraten (das aber insbesondere Schwierigkeiten hinsichtlich der Dosierung mit sich bringt).

      Und in den USA gäbe es fürs medizinische Personal überdies noch die Möglichkeit, auf die dortig zugelassene „Lustpille“ zu verweisen – die im Grunde ja nix Anderes ist als ein (nachweislich besonders schlechtes!) Antidepressivum. Drei Anläufe innerhalb weniger Jahre hat es gebraucht bis der Pharmahersteller die Freigabe der FDA dafür hatte. Er warb damit, dass die tägliche Einnahme dieses Medikaments 40-60 % der behandelten Frauen geholfen habe; im Ergebnis hätten die Versuchskaninchen von 1 zusätzlichen Sex-Erlebnis mehr pro Monat berichtet als die Placebogruppe (d.h. im Schnitt von 2,5). In der Realität stellte sich dann aber noch raus, dass die „Erfolgsrate“ eher nur halb so hoch anzusetzen ist…

      Auf der anderen Seite jedoch:

      „Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit, Erschöpfung: Darüber klagten jeweils zehn bis elf Prozent der Frauen, die Flibanserin einnahmen. In der Placebo-Gruppe haben nur zwischen zwei und fünf Prozent mit diesen Problemen zu kämpfen. Auch Schlaflosigkeit, ein trockener Mund und Angstgefühle traten mit dem Medikament häufiger auf.

      Der Wirkstoff kann in Kombination mit bestimmten anderen Medikamenten und Alkohol gefährlichere Nebenwirkungen haben. In den USA wird „Addyi“ deshalb mit einer Warnung versehen. Blutdruckabfälle bis zur Ohnmacht drohen, sollten Frauen die betreffenden anderen Medikamente einnehmen oder Alkohol trinken.

      Im Bericht der FDA zur Zulassung ist unter anderem zu lesen: „Die Sicherheit von Flibanserin wird verbessert, wenn es zur Zubettgehzeit von Patientinnen genommen wird, die wissen, dass der Wirkstoff Schwindel, niedrigen Blutdruck und Ohnmacht auslösen kann.“ Von einer Einnahme am Tage wird abgeraten. …

      Zuerst muss man sich die Frage stellen, wann ein geringer Sexualtrieb einer Behandlung bedarf. So sagt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Uwe Hartmann: „Aus meiner Erfahrung leiden die meisten Frauen gar nicht unter ihrer Unlust. Sie kommen zu mir, weil sie Sorge haben, dass ihre Beziehung an der Flaute im Bett zerbricht.“

      http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/flibanserin-das-muessen-sie-zum-viagra-fuer-frauen-wissen-a-1048841.html

      Empörend wird das insbesondere dadurch, dass hormonelle Verhütungsmittel für Männer eben nicht zugelassen werden. Mittel, von denen sich belegen ließ, zuverlässiger und bei zudem weitaus höherer Anwendungssicherheit als bei Antibabypille die Entstehung unerwünschter Schwangerschaften zu verhindern, und das bei vergleichbaren Nebenwirkungen – von denen im Übrigen auch noch die Placebogruppen in fast-gleichem Ausmaß wie die tatsächlich chemisch Kastrierten berichteten.

      Wohlgemerkt: ich sage nicht etwa, dass ich nicht nachvollziehen könne, warum weltweit kein einziges Unternehmen Interesse an der Vermarktung solcher Medikamente hat. Ich wünschte mir nur (zugegebenermaßen nicht ganz uneigennützig), es wäre anders.

      Es wäre hier wirklich spannend zu erleben, was Gleichberechtigung bewirken kann.

      • „Wohlgemerkt: ich sage nicht etwa, dass ich nicht nachvollziehen könne, warum weltweit kein einziges Unternehmen Interesse an der Vermarktung solcher Medikamente hat. Ich wünschte mir nur (zugegebenermaßen nicht ganz uneigennützig), es wäre anders.

        Es wäre hier wirklich spannend zu erleben, was Gleichberechtigung bewirken kann.“

        Dein „Nachvollziehen“ kannste Dir sparen, da es ohne die imaginierte Prämisse „Patriarchat“ sicher nicht funktioniert.
        Das mit der Gleichberechtigung im letzten Satz würde ich allerdings sofort unterschreiben. Feminismus abschaffen! Seit wann rollt dieser Paradigmenwechsel bei Dir so?
        Schon ’ne Peti gegen BGleiG und GleiBWV und pro Fachstudiengang Familienrecht unterzeichnet?

        • „Dein „Nachvollziehen“ kannste Dir sparen, da es ohne die imaginierte Prämisse „Patriarchat“ sicher nicht funktioniert.“

          Dann wiederhole ich (probably not just for you…):

          Wenn auch nur 1 Mann unter tausenden nach dem Absetzen der hormonellen Verhütungsmittel längerfristig Schwierigkeiten mit seiner Spermienqualität hätte, würde der Vertrieb vermutlich nicht mehr profitabel gelingen können. Weil diejenigen würden höchstwahrscheinlich ausnahmslos klagen und auch ziemlich sicher recht bekommen.* Schließlich gibts mit dem Spermiogramm eine gute Möglichkeit, vorher, währenddessen und natürlich auch im Anschluss an die Behandlung den status quo (bei jedem Individuum) gerichtsfest zu dokumentieren.

          Hormonelle Verhütung bei der Frau hat folgenden krassen „Vorteil“ (aus Sicht der Konzerne): theoretisch könnte sogar ein zweistelliger Anteil der Langzeit-Nutzerinnen (talking about maybe 20 years or even more) über mehr als ein Jahr nach Absetzen – ursächlich bedingt durch die chemische Kastration -Schwierigkeiten damit haben, ihre Fruchtbarkeit tatsächlich wieder in Gang zu bringen. Messen lässt sich das nicht im individuellen Fall = hier drohen keinerlei Schadensersatzforderungen. Übrigens auch nicht für den Fall, dass ein TroPi-Kind entstand. Auch das wäre bei der Zeugungsverhütung nunmal anders*

          *Das finanzielle Risiko für sich ausschalten könnten die Unternehmen nur dadurch, dass sies auf den Beipackzettel schrieben: „Kann zu irreversibler Unfruchtbarkeit führen./Vereinzelt sind auch unerwünschte Schwangerschaften möglich trotz nachweislicher Unfruchtbarkeit“.

          Aber welcher Mann würde angesichts dessen dann noch die Nebenwirkungen in Kauf nehmen?

          • Daß Du Männer nicht leiden kannst und ihnen grundsätzlich jede Schweinerei nicht nur zutraust, sondern sie regelrecht erwartest, hättest Du nicht so langatmig verschwurbeln brauchen. Wissen wir doch längst.
            Es bleibt dabei, ohne Dein Lieblingsfeindespatriarchat funktioniert Deine Rabulistik genau so wenig, wie Deine wild zusammenspekulierten Hypothesen. Isso! 🙂

  11. Wenn die Mütter auch mal den Vätern zugestehen würden, sich um den Nachwuchs zu kümmern, gebe es viel weniger Probleme. Besser Partnerschaft, der Mann wäre nicht so gestresst, dem Kind ginge es besser, da besser Bindung. Gerade letztere äusserst sich bis in späte Leben. Aber dafür sind Frauen viel zu egoistisch und Faul. Denn das würde dann auch bedeuten, das sie Arbeiten und etwas leisten müssten.

  12. 1. Wärme ist eine Energieform.

    2. Die Zahl der Mikrozustände, die zum beobachteten Makrozustand eines abgeschlossenen Systems passen, nimmt stets zu.

    3. Der absolute Nullpunkt bei T = -273 K ist nicht erreichbar.

    4. Wenn mehrere Damen beisammen sind, wird als erster Tagesordnungspunkt über nichtanwesende Herren hergezogen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.