Wir brauchen die Quote, weil Frauen die Care Arbeit machen vs Quoten sind nötig weil genau so gute Frauen wegen Diskriminierung nicht nach oben kommen

Frau Bücker schreibt in einem Tweet:

Diese Form der Argumentation trifft man häufiger. Mir scheint sie unter sehr selektiv vertreten zu werden, weil gerne

  • Frauen können wegen ihrer Arbeiten in der Familie nicht politisch aktiv werden/ nicht mit gleicher Kraft um Vorstandspositionen kämpfen
  • Frauen auf solchen Posten sind genau so gut wie Männer und keine Quotenfrauen

Aus meiner Sicht zerstört dieses Argument eigentlich die gesamte Argumentation, sofern man nicht auf „Repräsentation kann nur durch das gleiche Geschlecht erfolgen, egal wie die Qualität der Arbeit ist“ ausweicht.

Wenn Frauen zwingend durch die Care Arbeit so ausgelastet sind, dann ist es kein Wunder, dass sie weniger vertreten sind in allen Bereichen, die eine Mehrarbeit erfordern.  Sie arbeiten dann weniger in Stadtratssitzungen mit, sie hätten weniger Zeit für Wahlkampf, sie hatten weniger Zeit dafür zu jedem Kaninchenzüchterverein zu gehen und anderweitig zu werben .

Das Gegenargument wäre, dass man diese Einschränkungen hinnimmt, weil solche Vorbilder die Rollen ändern. Mit mehr Frauen oben, selbst wenn sie weniger Zeit für ihre Arbeit haben, würde sich dann alles ändern.

Frage wäre natürlich wie es sich ändern würde und warum keiner sich die Mühe macht gleich mit einem direkten Appell an die Frauen zu arbeiten: Frauen, wenn ihr gleiche Vertretung durch euee Geschlecht wollt, dann musst ihr euer Leben ändern und die „Care Arbeit“ loswerden. Sucht euch Männer, die weniger verdienen und euch für die wichtigeren Arbeiten freistellen.“ Oder etwas in der Art.

 

41 Gedanken zu “Wir brauchen die Quote, weil Frauen die Care Arbeit machen vs Quoten sind nötig weil genau so gute Frauen wegen Diskriminierung nicht nach oben kommen

  1. Mir wäre neu das Frauen in DE in einer Tour Kinder bekommen, damit die Behauptung 50h Care-Arbeit pro Woche irgendwie hinkommt. Klingt irgendwie nach einer Ausrede…

    • @Matze

      Warum lasst ihr euch auf diesen feministischen Frame überhaupt ein?
      Dass Bücker nicht rechnen kann ist sonnenklar, sie hat als grundlegendes feministisches Merkmal natürlich 1. Dyskalkulie, 2. Realitätsverlust.

      Stand 2012 arbeiteten in Deutschland:
      – 46% aller erwerbstätigen Frauen weniger als 32 Stunden pro Woche,
      – 83% dieser Personengruppe arbeitete in Teilzeit,
      – 26% aller Frauen zwischen 15-64 Jahren arbeiten aus familiären Gründen gar nicht = Erwerbsarbeit 0 Stunden pro Woche.
      https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/BroeschuereFrauenMaennerArbeitsmarkt0010018129004.pdf?__blob=publicationFile

      Stand 2013 arbeiteten laut Böckler Stiftung satte 6,4% aller erwerbstätigen Frauen überhaupt mehr als 40 Stunden pro Woche – ganz zu schweigen von 50 Stunden.
      http://www.boeckler.de%2Fpdf%2Fp_wsi_report_22_2015.pdf

      Diese Gruppe der Frauen ist also statistisch annähernd bedeutungslos.
      Falls sie sich aus gut verdienenden Führungskräften zusammensetzt, wird ein Teil des Gehalts mit 100% Wahrscheinlichkeit für den Einkauf von „care-Arbeit“ investiert.

      • Jetzt hör doch auf mit deinem truth-regime, das nur der Exklusion von Frauen und Minderheiten dient!

        Traditional standards of quality have not only been inconsistently applied, but are inherently biased. In short, the truth regime has been built on very specific assumptions of a universal mind, of a genius, applying specific kinds of othering, of exclusion. The traditional culture of
        science is heavily influenced by all kinds of forces, including religions, okzidentalism and colonialism, and, last not least, normative constructions of gender. It is the culture of the disembodied scientist, in a lab or in a library. This scientist leaves the body and emotions at the door. A

        Klicke, um auf hu_optionopportunities_07.pdf zuzugreifen

        Susanne Bär – die Grüne vom Bundesverfassungsgericht.

        • Vielen Dank, Pjotr! Eine schöne Darstellung der Folgen, Aufklärung als „männlich“ zu denunzieren.
          Als Beispiel für ihre dichotome Gedankenwelt – die sie auf jeden Fall im nächsten Atemzug ebenfalls als männlich charakterisieren wird – hat der männliche Forscher beim Eintritt in das Labor seine Gefühle und seinen Körper draußen gelassen.

          Wie auch immer das gehen soll, es muss so sein, denn beide – Körper und Gefühle – sind ganz und gar Frau, während Geist, Vernunft, Streben nach Wahrheit dem Mann gehören.
          Sie ist wirklich zu blöd zu bemerken, sie reproduziert genau die Geschlechterstereotype, die sie kritisiert!

          „Truth regime“ als „kind of othering, of exclusion“ der Mythen, Lügen und der Halbwahrheiten – warum nicht, da bin ich ganz bei ihr. 🙂

        • @Pjotr
          Das antiintellektuelle Gewäsch von Bär ist ja absolut furchtbar und dann noch in diesem lächerlichen Denglisch 😀

          Dieser Satz hier am Ende ist bemerkenswert:

          „Since we live in a world of diverse options of knowledge, in a world beyond one truth, we
          need to take the opportunity to revisit quality, and reframe it beyond bias.“

          Weil es keine verbindliche Wahrheit für uns mehr gibt, müssen wir Leistung und Qualität neu definieren, nach den Kriterien der sozialen Gerechtigkeit.

          „in a world of science which uses all options of knowledge“

          Mit anderen Worten: jede Magie und jeder Glaube ist „Wissenschaft“ in dieser Welt jenseits aller Wahrheit.

          Unfassbar, dass solche Menschen, die in ihrer Alchemistenküche sitzen müssten, hier zu Leitenden unseres Staates geworden sind. Die Dummheit des Mittelalters ist quicklebendig und zwar mitten unter uns – und auch noch in gesellschaftlich hervorragender Position.

  2. Diese Argumentation zeigt einige negative Charaktereigenschaften:

    1. Arroganz:
    Sie geht davon aus, dass Arbeit nur von ihr selbst gemacht werden kann. Niemand kann das, was sie kann, und ihre Arbeit ist weder verzichtbar, noch delegierbar.
    2. Mangelndes Zeitmanagement:
    Offensichtlich hat die Dame einen nicht besonders tollen Job. Liegt am Zeitmanagement. Oder warum muss sie 50 Stunden die Woche arbeiten?

    Und warum 50 Stunden Care-Arbeit? Bissi viel, oder? Nicht organisiert? Überflüssige Arbeit als unverzichtbar deklarieren?

    Verdient sie vielleicht deswegen so wenig? Denn…

    3. Mangelhafte Kenntnis unseres Wirtschaftssystems
    In unserer sozial/korporatistisch/bürokratischen Marktwirtschaft wird man üblicherweise mit mehr Geld für bessere Arbeit belohnt. Dadurch kann man dann auch im Haushaltsnahen und Gesundheitsbereich (Care!) Dienstleistungen zukaufen. Bessere Arbeit heisst hier, mehr Verantwortung zu übernehmen und/oder mehr Geld zu erwirtschaften.

    Man kann also einen gut verdienenden Job haben. In diesem nach Möglichkeit durch Karriere / Selbständigkeit vorwärts zu kommen, und Dinge, die man nicht gerne macht oder nicht kann (Kanal arbeiten, Klempner, Auto reparieren, Wäsche waschen, PC reparieren, Haare schneiden) an andere delegiert.

    Somit macht jeder das, er am Besten kann, und wird dafür am Besten bezahlt.

    Frau Bückers Problem ist nicht, dass sie eine Frau ist.
    Frau Bückers Problem ist, dass sie arm ist. Und aus irgendeinem Grund sollen die Männer daran schuld sein. Wahrscheinlich, weil sie kein Mann ist.

    • Und noch ein Gwdanke: Als nächstes beschweren sich die Damen dann darüber, dass Care Arbeit so schlecht bezahlt würde, um im nächsten Schritt alles davon unentgeltlich und im Übermaß zu erledigen.

      Ja wie soll das denn was kosten oder gewertschätzt werden, wenn es ein Übermaß an kostenlosen Angeboten gibt?

      • Mal abgesehen davon, dass Care-Arbeit nicht unbezahlt ist.
        Im Regelfall wird das alltägliche Leben durch den Partner finanziert.
        Und so ein bedaunerswertes Geschöpf muss sie ja an ihrer Seite haben. Sonst wäre Care-Arbeit ja nicht notwendig.

  3. Was ist denn Care-Arbeit? Zeit die ich mit meinem Partner verbringe? Vielleicht sollte die Tante einfach mal Frauen raten Single zu bleiben wenn sie die Zeit die sie mit ihrem Partner als „Arbeit“ empfinden.
    Ist übrigens mit ein Grund warum ich selbst Single bin und bleibe da mir eine Beziehung vieeeeeeel zu anstrengend ist.

  4. Unter Care-Arbeit fällt dann wohl auch so etwas wie mit der Schwiegermutter shoppen und Kaffee trinken gehen. Anders sind die Horden von Frauen die unter der Woche vormittags mit prall gefüllten Shoppingtüten die Städte und Cafés füllen, nicht zu erklären.
    Naja vielleicht sollte ich mir auch mal so eine hart arbeitende Frau suchen. Dann kann ich mich entspannt zurücklehnen und nichts mehr tun. Denn Frauen stehen ja bekanntlich auf faule Typen, die kein Geld verdienen.

  5. Frau Bücker sagt die Wahrheit: Diese Frauen wollen natürlich ganz ohne eigene Leistung die schönen Posten haben, weil sie ja angeblich schon sooooooo viel arbeiten. Komisch nur, dass es sich in meinem beruflichen und privaten Umfeld eigentlich alle Frauen recht behaglich in ihrem Lebensentwurf eingerichtet haben. Damit will ich nicht behaupten, dass die nichts tun. Aber Kapazitäten für politische Arbeit wären da noch locker drin.

  6. Heitere Kombination von Zahlen, die in diesem Zusammenhang schonmal vorkamen.
    Im letzten Jahr wurde mehrfach aufgeführt, dass Frauen doppelt so viel Care-Arbeit verrichten wie Männer. So kommt Frau dann in Summe (Care- und Erwerbsarbeit) auf 50 h.
    Da werden dann 1h Einkaufen mit Kindern als 2h Care-Arbeit berechnet (1h Einkaufen + 1h Kinder hüten), wogegen 2h Fahrtzeit pro Weg für den Mann als 0h Erwerbsarbeit gerechnet werden.

    • Da werden dann 1h Einkaufen mit Kindern als 2h Care-Arbeit berechnet (1h Einkaufen + 1h Kinder hüten), wogegen 2h Fahrtzeit pro Weg für den Mann als 0h Erwerbsarbeit gerechnet werden.

      Feministischer Rechenfehler. Sagt aber vielleicht was über die Wertigkeit der Care-Arbeit mancher Feministin aus.
      Mit 0 (Null) multipliziert, ergibt grundsätzlich 0.

    • Naja, das liegt nur daran, dass man sich nach einem Großeinkauf mit Klein- und Kleinstkindern schon auch ein bisschen gerädert fühlt. 🙂

  7. Wenn die Frauen nicht freiwillig von Carearbeit und Kinderkriegen lassen können, dann muss man das verbieten!

    Wär ja noch schöner, wenn jede das „freiwillig“ machen würde. Das ist Anarchie, die nur dazu da ist, den Staat zu hintergehen, dass er die wichtige Carearbeit nicht besteuern kann! Hier wird der Staat um das Geld gebracht, welches ihm zusteht und welches er dringend brauch, um die Immigration und Erergiewende zu finanzieren.

    Also alle Carearbeit verbieten und die Frauen zu ihrem Glück zwingen, die müssen alle DAX-Vorstand werden oder zumindest an der Kasse von Penny sitzen!

  8. »Repräsentation kann nur durch das gleiche Geschlecht erfolgen, egal wie die Qualität der Arbeit ist«

    Ach, da fällt mir was anderes ein. Wie ist das denn sonst, wenn irgendwo paritätisch „gewählt“ wird, dann darf doch jeder auch nur seine Repräsentanten wählen.

    D.h. bei diesen aktuell kursierenden Vorschlägen, dass je Wahlkreis für den Bundestag ein Mann und eine Frau gewählt werden muss, da fehlt immer die Konsequenz, dass Männer nur die Männer wählen und Frauen nur die Frauen. Damit wären diese Ideen sofort tot, weil dann nämlich den Frauen auffällt, dass sie keine richtige Wahl mehr haben, sondern nur noch die Farbe schwarz/rot/gelb/grün ihrer Quoten-Schnieptröte wechseln können.

    • Jo, wenn schon Geschlechterapartheit, dann richtig! Zwei Parlamente, zwei Verkehrslinien, zwei Parallelwelten. Jeder Kontakt muss untersagt und unter harte Bestrafung (Umerziehungslager) gestellt werden — nur so kann man das toxische Patriarchat endlich überwinden!

      • So eine Art „Geschlechter-Apartheid“?
        Ich habe manchmal die Befürchtung, daß einige genau das wollen. Natürlich nur zum Besten für alle Beteiligten/Befroffenen. So war es ja bei der Apartheid in Südafrika auch gedacht (offiziell).

        • Das ist nur die logische Konsequenz aus den ganzen Quoten und dem feministischen Gewäsch: Geschlechterapartheit.
          Sexismus und Rassismus sind wesensverwandt und daher läuft das nach Schema X: wenn angeblich zwei ganz verschiedene, wesensverwandte Parteien existieren, die sich nicht vertragen (in diesem Fall ist es ja angeblich voll einseitig: wegen der Toxizität der Männer), dann ist die Lösung doch immer die räumliche Trennung.
          Das fällt insbesondere bei dem urplötzliche auf breitester Front getragen Vorstoss zur Wahlrechtsreform auf: wenn immer beide Geschlechter zur Wahl stehen müssen, ist es nur noch ein kleiner Schritt zu bestimmen, dass die Frau für die Frauen und der Mann für die Männer da ist, also jede Gruppe ihren Vertreter wählt. Und es passt absolut in die ganze Logik von Feminismus, Rassismus und all dem.

          Also halten wir diesen bigotten Sexisten doch vor, was sie wollen und wohin sie tatsächlich arbeiten: Geschlechterapartheit. Da macht es dann auch bei den Unbedarften schneller klick, was es mit dem heutigen Feminismus auf sich hat.

          • wenn immer beide Geschlechter zur Wahl stehen müssen, ist es nur noch ein kleiner Schritt zu bestimmen, dass die Frau für die Frauen und der Mann für die Männer da ist, also jede Gruppe ihren Vertreter wählt. Und es passt absolut in die ganze Logik von Feminismus, Rassismus und all dem.

            Nicht ganz. Denn laut feministischer Logik nutzt Feminismus auch Männern.
            Es spricht also nichts dagegen, wenn Frauen auch für Männer zuständig sind.
            Besser können sie ja eh alles. Frag A.Na(h)les. 😉

          • Ne, ne, ihnen den Arsch nachtragen und die Rechnungen bezahlen sollst du ja schon noch. Auch bei Naturkatastrophen und sonstigen Gefahrensituationen ist die „toxische Männlichkeit“ unverändert sehr gefragt.

  9. Die kinderlose lesbische (schade, sie ist an sich ganz hübsch) Teresa Bücker macht sich Sorgen um Familienfrauen und deren Karriere. Es ist einfach lächerlich.

    Die Frau ist ein Paradebeispiel dafür, was in diesem Land schief läuft:
    – Studienabbrecherin (natürlich in Berlin)
    – war beim linken Meinungsblatt „Freitag“ beschäftigt, Bereich „Community“
    – offenbar SPD-Mitglied und Referentin für „Digitale Strategie“ und „Social Media“
    – Mitarbeiterin eines feministischen Online-Magazins
    – Mitglied der Jury des Deutschen Reporterpreises (die, die Relotius 4x ausgezeichnet haben)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Teresa_B%C3%BCcker

    Ein astreines Gewächs des verblödeten linksliberalen Establishments.

      • Ja, genau das dachte ich auch 🙂

        Sie sah aber schon 2016 verbrauchter aus:

        Vielleicht hat sie auch nur abgenommen, in 2014 hat sie noch ein richtiges Baby-Face und wirkt wie höchstens Anfang 20:

        Ich dachte erst, die haben ein falsches Foto genommen. Ich finde sie gereift attraktiver. Lesbisch und doof, ansonsten hat sie eigentlich eine nette Ausstrahlung, was für eine Verschwendung eines schönen Frauenkörpers 🙂

        • Stimmt es wirklich, dass sie kinderlos ist? Im Netz gibt es ja einige Fotos mit Kind, wo es zumindest so wirkt, als habe sie ein Kind.

          Und manche Frauen altern nach einer Schwangerschaft massiv.

          Es gibt ja auch manche, die behaupten, dass Frauen ganz allgemein im Alter zwischen 30-40 optisch deutlich abbauen. Das hat wahrscheinlich auch etwas mit der Fallhöhe zu tun, so dass es dann auch deutlicher auffällt.

          • Interessant. In dem Interview redet sie von ihrem Freund. Vielleicht doch nicht so lesbisch…
            Auch interessant: sie erzählt, dass ihr Freund nicht so einfach Elternzeit nehmen konnte, führt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der VÄTER aber nicht als Möglichkeit zur Verbesserung der Situation der Mütter auf.
            Wen interessieren schon Antragsfrist und fehlender Kündigungsschutz werdender Väter…

          • Ja, ich hatte das hier wohl falsch interpretiert:

            ist aber vermutlich nur ein Artikel über jemand anderen. Schei* Twitter.

            Auch hatte ich sonst keine Angaben oder Fotos gefunden, weder zu Kindern noch Freund, obwohl sie sogar einen Wiki-Artikel hat.

            War dann wohl Fake News 🙂

            Würde passen, stimmt, manche altern bei Kindern enorm. Vielleicht arbeitet sie ja tatsächlich 100h, das würde den Verschleiß gut erklären. Auch wenn sie damit eine ziemliche Ausnahme wäre.

  10. Was die wohl alles als „Care-Arbeit“ mitrechnet?
    – Schlafen?
    – Shopping (ich meine jetzt nicht das Einkaufen für den Haushalt)?
    – Sich den Kopf über nicht vorhandene Probleme zerbrechen?
    – Sich den Kopf über echte Probleme zerbrechen (z.B. warum hab ich nix vernünftiges gelernt und werde gebraucht)?

    Ich bitte um mögliche Ergänzungen.

  11. Also, ich kann das schon verstehen. Frauen brennen halt für wenig wirklich, so dass für sie deswegen auch nahezu alles Arbeit ist, egal wie freiwillig sie die Dinge machen und auch gar nichts anderes akzeptiert hätten.

    Während z.B. Männer gerne bei der freiwilligen Feuerwehr sind, für gegenleistungslos für Wikipedia schreiben, Blogs betreiben, sich politisch betätigen, … und es als Freizeit bzw. Hobby betrachten, ist für Frauen halt alles Schwerstarbeit, die nicht genug gewertschätzt wird.

    Frauen sind halt wie kleine Kinder. Sie brauchen für alles Anerkennung und Aufmunterung, egal wie banal und wenig besonders ihre Leistungen auch sind. Man muss ihnen halt stets gut zureden, wie toll sie die banalsten Alltagsdinge im Leben machen, weil sie ansonsten Minderwertigkeitskomplexe bekommen.

    Einfach mal folgende Gedankenexperimente machen:

    > Frau geht mit Kind auf dem Spielplatz, lässt das Kind mit anderen Kindern im Sandkasten spielen, während die Frau mit anderen Müttern bzw. mit dem Smartphone auf der Bank daneben sitzt. Die Frau wird erwarten, dass man diese Leistung wertzuschätzen hat und die Betreuung von Kindern harte Arbeit ist. Der Partner wäre schon fast lebensmüde, wenn er erklären würde, dass die Frau auch mal etwas machen könnte. Während sie nur ihrem Hobby nachgeht und ihn mit der Erwirtschaftung des Lebensunterhaltes oder sonstigen Dingen im Stich lässt.
    > Und jetzt stellt auch einfach den umgekehrten Fall vor. Der Mann geht mit dem Kind auf den Fußballplatz und spielt mit seinem Kind aktiv Fußball, rennt um die Wette, …. Wie oft kann sich der Mann sich dann trotzdem anhören, dass er doch etwas anderes im Haushalt zu machen habe, statt seinem Freizeitvergnügen nachzugehen und sie auch mal Freizeit verdient hätte. Kaum eine Frau kommt hier ernsthaft auf die Idee, die Kinderbetreuung des Mannes (wie bei sich selber) als als besonders schwere oder anzuerkennende Arbeit zu betrachten.

    Besonders deutlich wird das an folgender Überlegung. Nehmen wir zunächst die klassische Rollenverteilung. Der Mann ist erwerbstätig und die Frau ist ausschließlich Hausfrau und Mutter. Die Allgemeinheit wird hier die Rolle als Hausfrau und Mutter als Arbeit betrachten, die anzuerkennen sei und dem Mann den Rücken frei halten würde. Die Allgemeinheit wird es so betrachten, als würde der Mann auf Kosten der selbstaufopfernden Frau die Vorteile haben.
    Und jetzt stellt Euch einfach den umgekehrten Fall vor. Die Frau ist erwerbstätig und der Mann kümmert sich ausschließlich um Haushalt und Kinder. Und was für ein Wunder. Kaum ein Mensch wird hier die Arbeit des Mannes als Schwerstarbeit betrachten. Viele werden vielmehr eher etwas denken wie: Der faule parasitäre Mann macht sich ein angenehmes bequemes Leben auf Kosten er armen Frau, die vom Mann nur ausgenutzt wird.

    Männer und Frauen sind halt unterschiedlich. Der Mann ist es halt gewohnt, nur bei außergewöhnlichen Leistungen Anerkennung zu erhalten. Er kann gewöhnlich eher mit Kritik umgehen, so dass es auch weniger problematisch ist, seine Leistungen kleinzureden. Wenn er Kritik bekommt, lernt der Mann gewöhnlich, Kritik nicht zu ernst zu nehmen bzw. dass man nicht jedem gefallen braucht. Wenn ein Mann für eine Sache brennt, dann wird er daran arbeiten, besser als die anderen sein zu wollen.
    Eine Frau hingegen braucht wie ein 3-jähriges Kind den rosaroten Ponyhof, wo jeder ganz lieb zu ihr ist und andere dafür sorgen, dass sie in safe-spaces vor den gewöhnlichen Widrigkeiten des Lebens beschützt wird. Sie braucht für alles Anerkennung und Wertschätzung. Wenn sie Kritik bekommt und sie nicht jeder ganz toll findet, dann trifft sie das sehr hart. Von Frauen erwartet halt kaum einer Leistungen, so dass sie es auch nicht lernen, sich durchbeißen zu müssen und keine Hilfen von Dritten erwarten zu können. Eine Frau lernt hingegen, nur plärren zu brauchen, wie hart ihr Leben ist, und schon wird die Umgebung um Verständnis und Hilfen bemüht sein. Ein Mann lernt hingegen, dass wenn er genauso handelt und über sein hartes Leben plärrt, dass das keinen interessiert bzw. er als Schwächling sozial aussortiert wird.

    Und so ist dann auch das Geplärre von den Feministinnen bzw. Frau Bücker zu verstehen. Sie handelt halt vollkommen typisch weiblich. Jeder Furz von ihr muss gewertschätzt und als besondere Leistung anerkannt werden und sie plärrt wie eine Frau, weil sie damit rechnen kann, dass viele in der Gesellschaft sich bemühen werden, für sie Verständnis zu haben und die Gesellschaft für sie ändern zu wollen, damit sie als 3-Jährige nicht an sich selber arbeiten braucht.

    • Wenn man sich mal mit den Erkenntnissen der Hirnforschung beschäftigt wie sich ein Gehirn seit der Geburt selbst verdrahtet, muss man sagen: Das hat nichts mit männlich oder weiblich zu tun.
      Solche Verhaltensweisen werden erlernt.
      „Bestätigung“ um gesehen zu werden, wahrgenommen zu werden, ist was ganz anderes als „ständig auf Lob angewiesen sein“. Letzteres ist ein Resultat tiefsitzender Unsicherheit, und mit der wird man nicht geboren, die wird einem in der Interaktion mit der Außenwelt von anderen Menschen antrainiert.
      Lösung des Ganzen wäre, dies nach Möglichkeit umzuverdrahten (so weit wie es geht) – dazu ist aber Grundvoraussetzung, dass der Betroffene selbst weiß, es gibt ein Problem in seinem Hirn damit, die anderen meinen das nicht immer so wie das Gehirn es – gefangen in seiner Welt – gerne sehen will.
      Er müsste dafür lernen, mit dieser Unsicherheit umzugehen und sie einschätzen zu lernen (wann ihm z. B. sein Gehirn einfach einen Streich spielt, welcher keine objektive Grundlage in der Realität hat). Mit der Zeit sollten sich dabei einige Verdrahtungen dieser tiefsitzenden Unsicherheit lösen, weil so etwas wie „Sicherheit“ aus sich selbst heraus erarbeitet wurde.

      • Das wird wohl grundsätzlich stimmen, dass es letztlich gesellschaftlich anerzogen wird. Aber nicht, weil Frauen benachteiligt werden würden, sondern weil Frauen mit Samthandschuhen bepampert werden, so dass diese es schlicht nicht wie Männer lernen müssen, um von der Gesellschaft nicht als Abfall betrachtet zu werden.

        Wer daher ernsthaft etwaige Gender-Gaps abbauen wollen würde, müsste ganz primär Frauen alle Privilegien wegnehmen, so dass Frauen dann lernen müssten, Eigenverantwortung zu übernehmen und auch Folgen eigener Entscheidungen tragen zu müssen.

        Indem die Gesellschaft bzw. Politik aber genau den umgekehrten Weg geht, Frauen immer stärker wie 3 Jährige zu beschützen und die Folgen ihrer eigenen Handlungen abzufedern (Abtreibung, Kuckuckskinder, …), lernen halt Frauen immer weniger wie Männer, dass sie sich selber ändern müssen und nicht die Welt für sie ändern wird, wenn sie etwas erreichen wollen. Frauen lernen immer stärker, dass sie alleine nur plärren brauchen, damit andere sich um sie kümmern.

        Das ist wie bei 3-Jährigen, die im Supermarkt plärren, um den Lolli zu bekommen. Wenn man dem 3-Jährigen dann immer nachgibt, dann wird der 3 Jährige sich nur bestätigt fühlen, einen Anspruch auf den Lolli zu haben. Der 3-Jährige wird dann auch überhaupt keine Veranlassung haben, selber an sich zu arbeiten, sondern auch künftig immer nur plärren, weil er ja gelernt hat, damit Erfolg zu haben.

        Und der Staat geht genau diesen Weg und versucht Frauen immer stärker wie 3 Jährige zu überpampern und zu lebensuntauglichen Heulsusen zu erziehen, indem den Frauen per Gehirnwäsche eingehämmert wird, dass nicht sie sich ändern müssen, sondern die ganze Welt für ihre Situation verantwortlich sei. Die Frauen werden so immer stärker zu lebenslänglichen 3-Jährigen erzogen und man wird sich auch in Jahrzehnten noch wundern, warum Frauen nicht die gleiche Leistung wie Männer bringen. Aber das ist halt auch die Folge, dass man inzwischen die 3-Jährigen in den Parlamenten sitzen hat und 3-Jährige können halt Zusammenhänge kaum überblicken.

        • Von Diskriminierung habe ich da nicht geredet. Da ging es erst einmal nur um „antrainieren“ – so wie einem jemand antrainieren kann, Klavier zu spielen, oder eben den Input vorenthalten kann, dass man sprechen lernt (ist das selbe Prinzip, nur umgekehrt – die Stimuli, damit sich was bestimmtes entwickelt, fehlen).

          Wer daher ernsthaft etwaige Gender-Gaps abbauen wollen würde, müsste ganz primär Frauen alle Privilegien wegnehmen, so dass Frauen dann lernen müssten, Eigenverantwortung zu übernehmen und auch Folgen eigener Entscheidungen tragen zu müssen.

          Soll ich was böses sagen? Genau das wurde im Osten nach Kriegsende gemacht.
          Menschen zu Menschen erklären, darauf verweisen, dass sie auch zwei gesunde Hände haben, und darauf das ganze System in dem Punkt aufgebaut. Zum Beispiel nichts mit Trennungsunterhalt und so. Scheidung außerdem gleich möglich – und Gütertrennung unabhängig davon (sodass man nicht verheiratet bleiben muss, wenn man seine Häuser nicht in zwei Stücke sägen kann).
          Wenn Frau gleichberechtigt ist, dann ist sie auch ihres eigenen Glückes Schmied… Das ist einfach so.

          Hat als Sozialisation auch ganz gut funktioniert – sieht man daran, dass sich das im Osten bis heute noch hält. Darum hauen die Frauen auch von dort ab für die Ausbildung und für die Arbeit – sie sind nicht doof und sie sind sich dessen bewusst „wenn ich was will, dann muss ich auch Sorge dafür tragen, dass das in Erfüllung geht – mir wirft keiner meine fleischgewordenen Träume vor meine Füße“.
          Seit dem Systemumbruch 1990 allerdings gibt es auch wieder den Typus vertreten „ich such‘ mir ’nen Mann mit Geld und habe dann ausgesorgt“. Auch haben – aber vielleicht nur für meinen Geschmack – allzu viele die Allüre entwickelt „wenn ich sonst nichts zu tun habe, na dann krieg‘ ich eben ein paar Kinder“.
          So ziemlich alle, die sich darüber mal für einen Moment ’nen Kopf machen, sagen einhellig, das kommt vom alten muffigen westdeutschen System. Weil es diese Verhaltensweisen von außen befeuert. Es nicht anregt, dass Frauen sich in allererster Linie selbst um ihre Versorgung und ihr Wohlbehagen kümmern.
          Das war im anderen System anders.
          Gut, man konnte zwar auch versuchen, sich dem zu entziehen, aber es hat einem auf Dauer nicht die anvisierten Vorteile gebracht – ergo gab es nicht so viele Frauen, die das gemacht haben. Auch an diese Außenbedingungen hat man sich angepasst

          Nun sage da einem jemand, dass da keine Veränderung möglich wäre.
          Es ist nur eine Frage davon, dass man einen bestimmten Katalog an Bedingungen vorsetzt und dann auch konsequent dabei bleibt. Der Mensch soll halt eben nicht versuchen, zu bezirzen um die Bedingungen aufzuweichen, sondern er soll sich was einfallen lassen. Anpassung eben. Lernen, damit umzugehen.

          (Ist eigentlich verwunderlich, dass man in Zeiten des Neoliberalismus solchen Eingriffen in die eigene Selbstbestimmtheit zustimmt. Deren Credo ist doch immer „jeder ist für sich selbst verantwortlich“. – Oder es dient ganz einfach einem höheren Zweck, dass man das zulässt und befeuert.)

    • Das Problem ist der Staat. Würde nicht der Staat als großer Daddy erscheinen, würden Frauen auch Männer deutlich mehr schätzen als es heute der Fall ist, weswegen eine Feminismuskritik ohne Kritik am Sozialstaat auch unvollständig ist. Schaff den Sozialstaat ab, dann schaffst du auch den Feminismus ab.

      • Der Staat hat seine eigenen Interessen. Er kann Ideologien, wie den Feminismus, nutzen, um seine Ziele, die meistens Machtausbau sind, zu verfolgen. Und das macht er ja derzeit auch. Er kann unter dem Vorwand des Feminismus demokratische Kontrolle durch die Wählerschaft abbauen und in die Freiheiten der Menschen nach Belieben eingreifen, um „toxische Männlichkeit“ zu regulieren und ähnliches.

        • Ja in der Tat, so sehe ich das auch. Deswegen halte ich diese „Demokratie“ auch nur für eine Wahldiktatur. Und da ist mir dann die „klassische“ Diktatur doch noch lieber, die muss wenigstens nicht solche Spielchen spielen die am Ende deutlich gefährlicher sind als ein Polizist der einzelne Regimegegner verkloppt.

    • Während z.B. Männer gerne bei der freiwilligen Feuerwehr sind, für gegenleistungslos für Wikipedia schreiben,

      … oder an OpenSource-Projekten arbeiten, die der gesamten Tech-Community (der gesamten Menschheit gar?) zugute kommen….

      Wobei ich nicht weiß, inwiefern solcherart Code Wizards von ihren Arbeitgebern (bezahlt) freigestellt werden. Weiß jemand von Euch genaueres über die Lebensumstände von Leuten, die für OpenSource Beiträge leisten? (Ich hab’s bisher nichmal zu einer Antwort auf stackoverflow gebracht, die anderen sind einfach viel schneller….)

  12. Ähm… Etwas von der „Care-Arbeit“ (was auch immer dieser Begriff genau bedeuten soll) abgeben?
    Man kann sich nämlich auch was unter den Nagel reißen.
    Und dann steht man da und halt allen möglichen Rotz an der Backe – mit viel zu wenig Zeit zur Verfügung, um das alles zu bewerkstelligen.

  13. Natürlich erwarte ich mir von dir, dass du, während ich Vollzeit arbeite und du in den allermeisten Fällen Teilzeit, Arbeiten übernimmst, zu denen ich aufgrund meines Jobs nicht komme, wenn wir uns einen gewissen Standard leisten und eine Ordentlichkeit im Leben haben wollen. Das heißt nicht, dass ich gar nicht helfen werden, ich werde mich darum bemühen und es tun, nur eben weitaus weniger.

    Dass du Zuhause rumhockst, nichts tust, Netflix schaust, kein Essen kochst, nichts im Haushalt machst (was eine Arbeit von maximal 3-5 Stunden pro Woche in einem Doppelhaushalt ist) und lieber Freunde treffen gehst, von Cafe zu Cafe springst, jeden zweiten Tag shoppen gehst spielt’s leider nicht, Fr. Prinzessin.

    Ich mein, du kannst das zwar unter „Care-Arbeit“ verbuchen, das heißt aber nicht, dass das auch tatsächliche, in irgendeiner Art und Weise wertvolle Arbeit leistest, die uns beide in irgendeiner Art und Weise nach vorne bringt.

  14. Ein Punkt fällt mir gerade noch ein.
    Jeder mit Kindern weiß, dass die viel Zeit kosten.
    Aber was ist vorher? Frau Bücker ist mit 30 Mutter geworden. Warum war sie vorher nicht aktiv? Als Schülerin, als Studentin? Erfolglos studieren kann man auch nebenher…

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