13 Gedanken zu “GENDER PAY GAP – Die ganze Wahrheit #mailab

  1. Ich habe keine Lust mehr, das herauszusuchen, aber das statistische Bundesamt rechnet die Auswirkungen von Teilzeit und Erwerbsunterbrechungen nicht heraus, sondern hat sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die restlichen Unterschiede sich womöglich darauf beruhen.

    Aber, es ist halt die alte Goebbels-Methode. Wir wiederholen die Unwahrheit solange, bis die große Masse es glaubt und die übrigen Menschen einfach nur noch müde werden.

  2. Das Thema ist dermaßen ausgelutscht, dass ich irgendeine Motivation, irgendeinen Hinweis bräuchte, warum gerade dieser Film es nun wert sein sollte, geschaut zu werden.

    Was ist es diesmal?

    Irgendeine Trulla bringt es auch nach vielen vielen Jahren Aufklärung auf spektakuläre Weise nicht auf die Reihe, auch nur das einfachste Argument auf die Reihe zu kriegen oder gar zu adressieren?

    Irgendeine nicht ganz dumme Trulla ist zwar skeptisch, fällt aber hier und da doch auf Propaganda rein?

    Irgendeine intelligente Trulla schafft es, ein Argument oder eine Perspektive vorzubringen, die wir noch nicht 200 Mal gehört haben?

  3. 1. „Bereinigt“ heißt eben nicht, dass nicht andere Faktoren eine Rolle spielen, die das Bundesamt für Statistik nicht erfasst hat.
    Sie haben selber veröffentlicht, es handle sich bei den 6% um eine Höchstgrenze. Was hat sie an Höchstgrenze nicht verstanden?
    2. Die von ihr zitierte Studie ab Minute 7 ist Fake. Den Scheiß habe ich doch schon vor Jahren widerlegt, wieso kommt das immer wieder aufs Tablett?

    • „wieso kommt das immer wieder aufs Tablett?“

      Weil Propaganda und Gehirnwäsche genau so funktionieren.

      Wobei ich in diesem Fall schwanke. Es ist nur ca. 20% der Aussagen falsch (in den ersten 7 Minuten, danach hatte ich genug) und nicht wie sonst 50%.

      Sie hat sich schon Mühe gegeben, versteht aber nach meinem Eindruck manche Sachen einfach nicht. Z.B. bei 06:28 kommt die Aussage: „frauen verdienen bei vergleichbarer arbeit 6 prozent weniger als männer“. Diese Aussage ist falsch, wird aber durch eine doppeldeutige Formulierung des Destatis regelrecht provoziert. Mehr dazu hier: Fake News Nr. 2: eine zwangsläufig falsche Interpretation

      Leider bräuchte man relativ viel Platz, ihr zu erklären, was sie alles falsch macht und wie die Oaxaca-Blinder-Dekomposition funktioniert. Eventuelle Versuche würden in den aktuell 2.245 Kommentaren sowieso untergehen. Schade eigentlich.

      • „Leider bräuchte man relativ viel Platz, ihr zu erklären, was sie alles falsch macht und wie die Oaxaca-Blinder-Dekomposition funktioniert.“

        Man bräuchte einfach nur ein youtube Video, mitm. 😉

        • „… nur ein youtube Video,“

          … das sich dann keiner ansieht, wenn man völliger Newcomer ist. Auch Ms maiLab hat eine Weile gebraucht, bis sie 100k Zugriffe hatte, und bei einer attraktiven Frau funktioniert das einfacher als bei Männern.

          Was ist eigentlich aus dem Doktorant geworden? Er scheint leider aufgegeben zu haben. Das war der der einzige mir bewußte einschlägige Kanal, der eine gewisse Reichweite aufgebaut hatte.

          • Tja, der Doktorant hat, seit er mit der Kati zuammen produziert, ziemlich flott seine öffentlichen Aktivitäten auf Null runtergefahren. Mag natürlich Zufall sein und selbst wenn nicht, hätte ich dafür Verständnis ( er ist halt noch jung ).
            Aber so kann man nur hoffen, daß wenigstens Bleilo sich gelegentlich mal der Thematik annimmt.

      • Ms maiLab „widerlegt“ die Studie eigentlich selber. Man muß hier 2 Dinge trennen:
        1. ist die Studie fehlerfrei,
        2. was kann man daraus folgern.

        1.: Die Studie (https://www.pnas.org/content/pnas/109/41/16474.full.pdf) hat versucht, Vorurteile gegen weibliche Bewerber für die Stelle eines Laboringenieurs (oder Manager o.ä.) bei Professoren zu messen. Ob diese Studie fehlerhaft ist, müßte man separat untersuchen. Mit n=64+63 ist die Stichprobe selbst für den Arbeitsmarkt der Laboringenieure an Universitäten in den USA verdächtig klein. Die Methodik der Studie, alleine auf Basis von P-Werten bzw. Konfidenzintervallen auf einen relevanten Effekt zu schließen, gilt schon seit einiger Zeit als unzulässig und als Hauptgrund der Replikationskrise. Die Effektstärken sind vergleichsweise klein. Ungeklärt dürfte auch bleiben, ob diese kleinen Effektstärken nicht einen realen Hintergrund haben – solche Studien unterstellen immer klammheimlich, das bestimmte Meinungen willkürliche Vorurteile sind, in Wirklichkeit kann es Erfahrungswissen sein.

        2. Selbst wenn die Studie fehlerfrei ist, ist sie offensichtlich praktisch irrelevant für die Erklarung des GPGs. So ähnlich wie man den Spritverbrauch eines Autos nicht alleine durch den Krümmungsgrad der Windschutzscheibe erklären kann. Für das GPG gibt es eine Vielzahl von Erklärungsmodellen. Es sind so viele, man überblickt es kaum.

        Ms maiLab bringt genau diesen Einwand auch selber vor – in einem Affentempo, ich bezweifle, daß jeder die relevanz dieses Einwands erkennt. Die Konsequenz ihres Einwands ist nämlich, daß sie die Studie besser nicht erwähnt hätte.

        Stattdessen investiert sie ca. 10% der Zeit des Videos dafür drauf, gestenreich diese irrelevante und zudem fragwürdigen Studie zu präsentieren und an das Gefühl von Frauen zu appellieren, überall diskriminiert zu werden. Das ist wie aus dem Lehrbuch für Propaganda: Präsentiere irrelevante Details, suggeriere bei deiner Zielgruppe, daß das ihre gefühlte Benachteiligung erklärt, und bestätige sie im ihrem Opferstatus. Sicherheitshalber erklärt man am Ende alles für spekulativ, aber emotional hängen bleibt der Opferstatus!

  4. Sobald Männer durchschnittlich weniger verdienen wie Frauen, werden Feministinnen die ersten sein die behaupten dass das gar nichts mit Diskriminierung zu tun haben kann.

  5. Telepolis ist zu dieser Fragestellung sehr Hilfreich:
    Zitat aus dem Artikel:
    „Für die Berechnung werden lediglich Betriebe der Privatwirtschaft mit mehr als zehn Mitarbeitern herangezogen. Der gesamte öffentliche Dienst mit nahezu gleichen Gehältern von Männern und Frauen bleibt unberücksichtigt. Ebenso kleinere Betriebe, darunter auch die Familienbetriebe, bei denen die Gewinne gleich verteilt werden. Auch landwirtschaftliche Betriebe, die oft ebenfalls Familienbetriebe sind, fallen aus der Berechnung heraus.

    Außerdem geht das Einkommen aus der Teilzeitarbeit vieler Frauen in diesen Privatbetrieben absolut in die Berechnung ein und nicht relativ, was nötig wäre, um vergleichbare Zahlen zu erhalten. Dadurch verringert sich ihr Stundenlohn drastisch. Schließlich fließen auch die Gehälter der Spitzenverdiener in Führungspositionen mit ein – und die sind in der Mehrzahl männlich.“

    https://www.heise.de/tp/features/Ten-Years-Gender-Pay-Gap-Mistake-Ein-Irrtum-wird-zehn-Jahre-alt-3652060.html?seite=all

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