23 Gedanken zu “Ist die letzte Gillette-Werbung ein Angriff auf Männer?

  1. Netzpilotik zensiert.
    Der Blog Netzpolitik ( Hetzpilotik wäre eigentlich passender ) beteiligt sich am unreflektierten Männerbashing. Kritiker der P&G-Reklame sind natürlich rechtsradikal, ewiggestrig und erhaupt irgendwie alles Nazis u.s.w.
    https://netzpolitik.org/2019/wie-unternehmen-die-rechte-empoerungsmaschinerie-geschickt-fuer-werbung-nutzen/

    Darunter standen ein oder zwei lahme Prokommentare. Also fragte ich mal unverbindlich im dritten nach, ob beim allgemeinen Männerbashing im Artikel die kleine Klammer „(lacht)“ nur vergessen wurde und noch nachgereicht wird, oder ob das vielleicht doch keine Satire sein soll.

    Wurde auch erstmal freigeschaltet.
    Tja, dann dachte ich mir eben, daß das vielleicht mal eine Diskussionsgrundlage sein könnte, die den einen oder anderen Mitleser hier interessiert, wollte mal schauen, ob es dort schon eine Antwort gibt und den Beitrag hier verlinken.

    Leider zu spät, Kommentare alle gelöscht, Funktion geschlossen.

  2. Gilette macht den gleichen Fehler wie Star Wars.
    Die Kernzielgruppe attackieren.

    Ich für meinen Teil werde deren Produkte nicht mehr kaufen. Und wenn es geht, gar keine Procter & Gamble Produkte, es gibt ja genug Alternativen.
    Also kein Ariel, Head & Shoulders, Blend-a-Med, Oral-B, Pantene, Braun, Antikal, Febreze etc.

    Firmen, die meinen, mich aufgrund meines Geschlechts zu beleidigen, kriegen kein Geld von mir.
    Firmen, die mich betrügen wollen, kriegen kein Geld von mir, siehe manche Autohersteller.
    Firmen, die mir minderwertige oder überteuerte Ware andrehen wollen, kriegen kein Geld von mir.

    Als Kunde erwarte ich, dass man mir ein Mindestmaß an Respekt und Höflichkeit entgegenbringt und mich und meine Belange ernst nimmt. Wer meint, gegen diese Grundregeln zivilisatorischen Miteinanders verstoßen zu müssen, der muss eben auf mein Geld, meine Wählerstimmen und meine Empfehlungen verzichten.

      • Ich bin da undogmatisch. Wenn ich bemerke, dass ich dabei bin, ein PG Produkt zu kaufen, lasse ich es sein. Neulich war ein neues Auto fällig, da musste der VW Konzern auf das Geld verzichten. Hätten sie nicht nach Strich und Faden beschissen (und dazu noch die Thematik mit den neuen Schadstoffrichtlinien so veesaubeutelt) , wäre es wahrscheinlich ein Passat, Superb, Tiguan oder Touran geworden. So wurde es halt was Anderes.

        Man muss ja nicht radikal sein. Ich werde nicht alle Blend a med wegwerfen, die noch daheim im Vorratsschrank liegen. Und ich werde das auch nicht von Anderen verlangen.

        Aber ich selbst habe von diesem Gender Quatsch die Nase voll. Ich lasse mich nicht sexistisch diskriminieren, und wer sich mit mir anlegen will, der ist herzlich willkommen. Juckt es Procter & Gamble? Nur weil es der Flin macht, wahrscheinlich nicht. Aber wenns alle machen, ganz bestimmt.

          • Ich zitiere dazu einfach mal meinen Lieblingskästner:

            Was immer auch geschieht,
            nie sollst Du so tief sinken,
            von dem Kakao,
            durch den man Dich zieht,
            auch noch zu trinken!

        • Tja, ich würd das auch tun aber ich kaufe schon seit jeher keiner Markenprodukte. Daher ist es so wie beim SPD Wählen, ich würd denen sofort meine Stimme entziehen aber ich habe das schon vor seeeeeehr langer Zeit gemacht. Mehr geht nicht.
          Ansonsten hilft natürlich am besten wenn man seinen Konsum auf das notwendige reduziert. Damit schadest du den Arschlöchern am meisten und die Umwelt wird es dir danken.

  3. So um 2:40 kommt die Aussage, dass in dem Clip „all men“ als Täter dargestellt werden. Natürlich hält die Feministix sofort dagegen, dass das nicht die Aussage sei.

    Kann man dieses Bild (bzw. den zugehörigen Ausschnitt)

    anders auffassen, als dass das gezeigte auf den weit überwiegenden Teil der Männer zutreffen und den Normalfall darstellen soll?
    Und der einzelne Mann, der dann doch einschreitet, als die heroische Ausnahme?

    Der Clip stellt die wahren Verhältnisse hier auf den Kopf.

  4. „Angriff“? Eher ein missglückter Vereinnahmungsversuch. Wenn man das von den Absichten Gillettes mal bewerten will.
    Die Absicht eines Angriffs wird nur bei der Marketing-Feministin vorhanden gewesen sein und diese hat ihren Auftrag die Firma & ihre Produkte in ein positives Licht zu rücken nur dazu genutzt Männer in ein schlechtes Licht zu rücken.
    Natürlich wird Guillette einen Teufel tun, sich jetzt schroff von ihrer Kampangne zu distanzieren, das führt nur zu Gesichtsverlust — man wird also einfach Gras drüber wachsen lassen und demnächst mit einem anderen Spruch um die Ecke kommen.

  5. Warum ist mir eigentlich der Rassismus in dieser Werbung noch nicht früher aufgefallen?
    Die weit überwiegende Anzahl toxischer Männer sind weiß.
    Beim Barbeque findet sich ein dunkelhäutiger Mann, der größte Teil ist weiß.
    Aber von den mutig einschreitenden woken Männern sind der überwiegende Teil MoC (men of color).

    Der Clip ist nicht nur sexistisch, sondern auch rassistisch.

    • Gerade bei dem Verhindern des Catcallings durch den dunklen Recken musste ich versehentlich an das Hollaback Video vor 5 oder so Jahren denken.

    • Ist doch selbstverständlich: es geht *immer* um das *weisse* heteronormative kapitalistische Patriarchat!

      Ausserdem stimmt das nicht, da sind „PoC“ drin im Spot, ein schwerwiegender Fehler. Das ist nach progressivem Dafürhalten Rassismus und das Gegenteil von Diversity. POCs sind automatisch Opfer und nie Täter.

      • „Ausserdem stimmt das nicht, da sind „PoC“ drin im Spot“
        Ich sagte nicht, dass da keine PoC drin sind.
        Aber bei der Szene 0:27 beim Fernsehen, auf der Sitzung 0:30sind ausschließlich weiße Männer, am Barbecue locker 90% ++.
        „men need to hold other men accountable“: 0:56: ein schwarzer
        Smile, seetie: Sexual herassment von einem weißen, „come on: einschreiten von einem schwarzen
        To act the right way:
        Bei 1:03 steigt noch so ein weißer herasser einer Frau nach und wird von einem woken schwarzen gehindert
        Die toxischen sind zu über 90% weiß, die Retter sind zu über 90% MoC (tolle Abkürzung, finde ich).

        Auch der Vorbild-Pap, der seiner Tochter „I am strong“ beibrigt, ist ein schwarzer bei 1:14

        Die Tendenz ist ausgesprochen deutlich, wenn man sie mal gesehen hat

  6. “ … I saw a different message. The ad is telling a story of respectful, confident, moral young men taught self-respect and self-restraint from their fathers.“

    http://thefederalist.com/2019/01/16/gillette-ad-waxes-nostalgic-fathers-left-yanked-boys-lives

    „The problem is, the cultural perspective behind the ad caused the very issues it is trying to address.“

    Und jetzt entdeckt der konservative Autor, dass Guillette doch recht eigentlich eine althergebrachte Männerrolle will:

    „Ironically, the concept of young men having confident, positive male role models is a conservative message and has been for a long time.“

    „the truth is everything they lecture us about proper male behavior today, they aggressively shamed out of society a generation ago.“

    Interessante Sicht!

    „The social change Gillette and progressive activists want, it turns out, is a return to the moral and social values the conservative movement has been shouting from the rooftops for decades.“

    Klar, das mit den Minderheiten und Frauen war Mittel zum Zweck. Die Progressiven sind machtversessene Faschisten, die die ganze linke Rhetorik nur brauchten, um zu wachsen. Jetzt kann man langsam umschalten um ein aggressiveres Programm zu fahren.

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