#100JahreFrauenwahlrecht

69 Gedanken zu “#100JahreFrauenwahlrecht

  1. Peterson meinte mal, dass wir noch nicht wissen, wie die Welt unter einer weiblichen Diktatur aussieht, mangels geschichtlicher Beispiele.

    Hin und wieder bekommt man aber, so scheint es, einen kurzen Blick. Wollte man es mit einem Wort beschreiben: „kollabierend“ kommt einem in den Sinn.

    • Peterson meinte mal, dass wir noch nicht wissen, wie die Welt unter einer weiblichen Diktatur aussieht, mangels geschichtlicher Beispiele.

      Ist das ein Witz ? Wir kennen keine andere Welt. Denkt mal drüber nach.

      • Er meinte, dass es keine Erfahrungswerte gibt darüber, wenn über Demokratie weibliche Durchschnittsfrauen herrschen und Politik bestimmen. Königinnen gab es ja schon, aber die sind nicht ein Kollektiv, sondern sehr spezielle Personen gewesen, die in einer sonst eher männlichen Umgebung bestimmen mussten.

        Und da die Erfahrungswerte fehlen, fehlt auch die passende Organisation und Kontrolle. Also unter welchen Bedingungen so ein System erfolgreich ist.

        • Also unter welchen Bedingungen so ein System erfolgreich ist.

          Die Realität ist der große Selektor. Matriarchate gibt es -wenn überhaupt- nur dort, wo ein reichhaltiges Nahrungsangebot und eine große Abgeschiedenheit, also ein Mangel an Konkurrenz um dieses Angebot, zusammenkommen. Überall dort, wo keine vergleichbar paradiesischen Bedingungen herrschen dürfte die Tatsache, dass es dort keine Matriarchate gibt, schlicht bedeuten, dass Matriarchate nicht funktionieren.

  2. Wer kann denn noch Zweifel daran haben, dass das alles nur der verzweifelte Versuch ist, ein Gegengewicht zu schaffen, weil die Politiker eines ganz genau wissen. Es werden ganz bewusst fremde Kulturen in D angesiedelt, die eben nicht neben den westlichen Kulturen coexistieren werden, sondern sich ab einer gewissen Schwelle durchsetzen werden, wenn man sie nicht irgendwie daran hindern kann. Indem Frauen maximal gepampert werden und alles Männliche demonisiert bzw. abgewertet wird, hoffen sie, verhindern zu können, dass die fremden Kulturen sich so durchsetzen, dass es übel für die Frauen wird.

    Das wird meiner Meinung nach aber noch richtig in die Hose gehen, da Ungleichbehandlungen zu Spaltungen führen und insbesondere den leistungsstarken Männer die Frauen zunehmend vollkommen scheißegal werden. Warum sollten diese Männer sich künftig auch noch für Frauen einsetzen oder diese verteidigen, wenn man davor jahrelang als Abschaum und Übel dargestellt worden war. Die Frauen werden sich dann nur noch auf die Pudelmänner und die Polizei hoffen dürfen und auch die werden immer weniger motiviert werden, für die Prinzessinnen dieser Welt die eigene Gesundheit zu risikieren.

    Hinzu kommt eine gewisser Gewöhnungseffekt. Während man früher bei Gewalttaten noch sehr betroffen und mitfühlend war, führen die Vielzahl der Gewalttaten zwischenzeitlich dazu, dass einem das inzwischen immer mehr gleichgültig wird.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich auch zu Gunsten von fremden Mitmenschen einsetzte, weil man diese über den Staat zu der eigenen Wertegemeinschaft zählte und durch die Verteidigung auch die eigene Wertegemeinschaft verteidigen wollte, sind bei mir jedenfalls zwischenzeitlich deutlich gesunken. Die Verteidigung der eigenen Kultur wird ja zudem auch als ganz böse angesehen, so dass so sicherlich immer mehr Menschen denken. Wenn Frauen daher in Gefahr geraten, würde ich heute maximal nur noch die Polizei anrufen und ansonsten wäre es mir egal, was der Frau passiert.

    Denn, wenn die Gesellschaft Männer ohnehin als Arschloch betrachtet und nichts dankt, dann kann man sich ja auch völlig ungeniert wie ein Arschloch verhalten bzw. man kümmert sich dann ebenfalls nur noch um die eigenen Interessen und somit den Schutz der eigenen Gesundheit.

    Die ganze staatliche Frauenbepamperung wird daher zwar auf der einen Seite dazu führen, dass Frauen rechtlich und wirtschaftlich immer stärker werden und ihnen rechtliche Macht aufgedrängt wird, so dass sie auf diese Weise in eine Lage versetzt werden, sich den Kräften der fremden Kulturen besser rechtlich zu wehren. Doch wird damit der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft immer mehr gespalten, so dass die Frauen immer hilfloser werden, wenn die Polizei eben gerade nicht rechtzeitig vor Ort sein kann oder eben selber nicht mehr bereit sind, die eigene Gesundheit zu riskieren.

    Von daher ist meiner Meinung bereits jetzt vorhersehbar, dass der Staat in den nächsten Jahrzehnten richtig den Bach runter gehen wird, da man das nicht mehr reparieren können wird. Die Generationen sind völlig verhunzt und man die Spaltungen nicht mehr wieder kitten können. Irgendwann wird die Schwelle erreicht sein, wo sich die durchsetzungsstärkere Kultur durchsetzen wird. Und das wird ziemlich sicher nicht die westliche Kultur sein, die alles mit sich machen lässt.

    Da die Frauen aber besonders diese Politik gewählt haben, haben sie die Zustände selber mitzuverantworten. Von daher braucht man auch kein Mitleid mehr zu haben.

  3. Irgendwie beschämend, dieser zeremonienhafte Geschichtsrevisionismus. Je mehr man sich mit der wirklichen Geschichte der Entstehung demokratischer Strukturen in der westlichen Welt beschäftigt, desto fassungsloser macht einen dieser ideologisch bedingte, stolz zur Schau gestellte Bildungsnotstand der sich „Spitzenpolitik“ und „Qualitätsmedien“ nennt.

    Und von den Fakten, dass auch sehr viele Männer erst 1918 erstmals wahlberechtigt wurden mal abgesehen: schon dieser ständige, verklärende, martialische Triumphalismus von „von Frauen erkämpftem Wahlrecht“. Die Anfänge (noch eher pseudo-) demokratischer Strukturen wurden tatsächlich noch erkämpft, aber auch nahezu ausschließlich von Männern, die dabei nicht selten in geladene Gewehrläufe blickten. Das „Frauenwahlrecht“ wurde nicht erkämpft. Es wurde ganz einfach festgelegt im Zuge der Gründung der ersten wirklich demokratischen Republik auf deutschem Boden. Was für eine Überraschung und was für eine unfassbare Leistung der Frauen… Dafür einen wohlverdienten Slow-Clap!

    • „Und von den Fakten, dass auch sehr viele Männer erst 1918 erstmals wahlberechtigt wurden mal abgesehen“

      Was Männer mit ist, interessiert die nicht, außer es geht den Männern besser wie Frauen.

    • pIrgendwie beschämend, dieser zeremonienhafte Geschichtsrevisionismus. Je mehr man sich mit der wirklichen Geschichte der Entstehung demokratischer Strukturen in der westlichen Welt beschäftigt, desto fassungsloser macht einen dieser ideologisch bedingte, stolz zur Schau gestellte Bildungsnotstand der sich „Spitzenpolitik“ und „Qualitätsmedien“ nennt.

      In der Tat. Der substanzfreie Kitsch dieser bildungsfernen Schicht ist unerträglich.

  4. Die Parlamentsquote finde ich gut. Aber vorher bitte Änderung des Parteiengesetzes: Mindestens 40% der Mitglieder müssen weiblich sein, mindestens 40% der Parteiarbeit muss von weiblichen erledigt werden. Dann können auch mindestens 40% der Posten an weibliche gehen – bei gleicher Eignung werden schwule, lesbische, diverse oder linkshändige bevorzugt.

  5. Wir feiern den 100. Gedenktag an die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland, das erste Mal, dass es für einen Großteil der Bevölkerung (und nicht nur für die Frauen) zum ersten mal überhaupt etwas von echtem politischem Belang zu wählen gab.
    Am 19.1.1919 wurde die verfassungsgebende Versammlung gewählt. Ist das wichtigste daran wirklich, dass Frauen mitwählen durften?

    Und das einzige, worauf sich sämtliche Feierlichkeiten zu begrenzen scheinen, ist das Detail, dass auch Frauen zum ersten Mal wählen dürfen? Man hat nicht nur den eindruck, dass es das wichtigste gewesen sei, sondern das einzig wichtige und erwähnenswerte überhaupt. Wer weiß überhaupt, was da am 19.1 gewählt wurde? Warum das möglicherweise wichtig war, und zwar für den größten Teil der Bevölkerung wichtiger als der Umstand, dass Frauen mitwählen durften?

  6. Zu dem blödsinnigen Tweet von „Quer vom BR“ über all die schröööcklichen Dinge, die verhindert worden wären, hätten doch einfach nur Frauen das Wahlrecht (was bei getauschten Geschlechtervorzeichen im Übrigen mal wieder natürlich ein skandalöses Statement mit massivem Aufkreisch im Anschluss wäre): Hitler hatte großen Zuspruch bei den Frauen, was ja gerade auch den Geschichtsrevisinismus einer Margarete Mitscherlich so abscheulich macht. Die Wählerschaft der NSDAP bestand zu fas gleichen Teilen aus Männern wie Frauen.

    https://www.welt.de/geschichte/article166890633/Was-so-viele-Frauen-an-Hitler-faszinierte.html

    Aber Trump und Orban sind natürlich viiiiiiieeeeeel schlimmer, ne wahr?! Oder passt da halt mal wieder einfach etwas nicht ins Narrativ?

    • @Billy

      Statistik:

      Frauenanteil Wähler der NSDAP: 50%
      Frauenanteil antifaschistischer Widerstand: 15%
      Frauenanteil ermordet im antifaschistischen Widerstand: 5%

      Ermordete Lesben im Nationalsozialismus auf der Basis ihrer sexuellen Orientierung: 0 (Null)
      Ermordete Schwule im Nationalsozialismus auf der Basis ihrer sexuellen Orientierung: ca. 5300

      • „antifaschistischer Widerstand“

        Wie hoch war der Anteil von Frauen überhaupt, bei dem ganzen Kommunismuskladderadatsch?

        Der „antifaschistische Widerstand“ kam doch vor allem aus der Ecke oder? Die wollten lieber Stalinismus und Deutschland mit dem kommunistischen Großreich im Osten verbinden. Danisch kümmert sich gerade in mehreren Artikeln um eine großzügige Aufarbeitung dieser Phase (die dir sicher den Puls hochtreiben würde 🙂

        • Quatsch! Es gab Widerstand aus allen möglichen Ecken. Der Kreisauer Kreis oder die Weiße Rose waren ganz sicher nicht „kommunistisch“.

          Und auch die Widerständler, die sich als sozialistisch oder kommunistisch betrachteten, waren deshalb noch lange keine Stalinisten. Nicht zufällig waren die Topfunktionäre in der sowjetischen Besatzungszone alles in Moskau ausgebildete Kader und keine Widerstandskämpfer.

    • Abgesehen davon galt die Adenauer-CDU nicht ohne Grund als Frauenwahlverein. Heute jammert man dann über die für Frauen ach so schröcklichen, düsteren 1950er.

      • In ihrem „Friedfertigen Geschlecht“ stellt sie jegliche Beteiligung von Frauen an Verbrechen der Menschheitsgeschichte, eben auch denen der Nazis, so dar, dass diese Frauen eigentlich nur aus Liebe zu ihren Männern zum Mitlaufen verführt worden waren, aber natürlich niemals tatsächlich aus eigener Überzeugung dazu gekommen sind. Im Prinzip kann man das als eine Art auf Frauen begrenzte Holocaustleugnung bezeichnen.

  7. Stellv. Bundesvorsitzende der FDP Suding:

    „Uns Frauen gehört die Hälfte der Welt. Nehmen wir sie uns!“

    Den Frauen wird also ihr rechtmässiges Eigentum vorenthalten.

    Das erinnert nicht zufällig stark an den alten rassistischen Kolonialismus, dass die Welt der weissen Rasse gehören müsse, man wäre gerechtfertigt sich die zu nehmen….

    • Kontext, bitte!
      Suding ist eine Gegnerin von Quoten allgemein und der Frauenquote insbesondere. Schon immer gewesen, so lange ich denken kann, und das hat sich auch nicht geändert.
      https://www.deutschlandfunk.de/suding-fdp-zu-frauenquote-im-bundestag-quoten-sind-immer.694.de.html?dram:article_id=432955
      Das Zitat auf ihrer Facebookseite lautet:

      „100 Jahre Frauenwahlrecht, was für ein Meilenstein, was für eine Errungenschaft! Sie wurde hart und zäh erkämpft – und ist doch keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich in der Welt umschaut. Macht Gebrauch von Eurem Recht, liebe Frauen! Engagiert Euch, kandidiert für Ämter und Mandate. Uns Frauen gehört die Hälfte der Welt. Nehmen wir sie uns! “

      Das ist in meinen Augen der entscheidende Unterschied in der Mentalität zu: „uns stehen die hälfte der Abgeordnetensitze zu, gebt sie uns gefälligst, auch wenn viel weniger Frauen darauf kandidieren, wollen wir trotzdem dieses Ergebnis haben! 11elf.

      Frauen stehen Mandate zu, wenn sie sie sich verdienen, sie sich erkämpfen, dafür aktiv werden, wenn sie sich dafür engagieren und kandidieren. Dazu fordert Katja Suding Frauen hier auf, anstatt sich auf Quoten zu verlassen. Und dafür hat sie meinen Respekt.

      • Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sie im verlinkten Interview auf die Frage
        „Haben Sie den Eindruck, wenn Sie sich mal die Grünen angucken, mal ganz abgesehen jetzt von den inhaltlichen Differenzen, dass bei denen unqualifiziertes Personal an die Spitze kommt?“
        weniger diplomatisch geantwortet hätte, sondern gegen das sexistische Frauenstatut mal richtig vom Leder gezogen hätte.

        Aber sie weiß, dass sowas heute das Ende einer Politikerkarriere bedeuten kann, also verkneifft sie es sich.

  8. Ich persönlich halte nicht viel von Frauenwahlrecht. Auch nicht vom Männerwahlrecht. Ich bin eher ein Fan einer Meritokratie. Allerdings wird es da für Frauen schwer da sie aufgrund der Hypergamie kaum Interesse haben die Besten zu sein.

    • Frauen wollen nicht die besten sein – aber sie wollen den Besten abbekommen, den, der am meisten verdient und am meisten Status hat.

    • Eine funktionierende Demokratie wäre ein Meritokratie, da Verdienstvolle (im Sinne der Gesellschaft, wer sollte das bestimmen, außer die Gesellschaft selbst?) wiedergewählt würden. Das Prinzip versagt leider in der Praxis komplett.

      Knüpft man Verdienst an Vermögen/Einkommen, hat man ein System, ähnlich dem der USA, auch irgendwie absolut nicht der Bringer.

      Fazit: alle Systeme, in denen Minderheiten (welcher Art auch immer) über eine Gesellschaft herrschen, sind für die Tonne…

      • Ich würde es umgekehrt formulieren.
        Demokratie „herrscht“ da, wo die besten Sprecher und Ad-hoc-Entscheider die Arschkarte haben ( und eben deshalb für ihren Einsatz geschätzt werden ).

        Oder anders gesagt: Autorität muß von unten kommen, oder sie wird automatisch zu Autoritarismus, also dem exakten Gegenteil.

        • „wo die besten Sprecher und Ad-hoc-Entscheider die Arschkarte haben ( und eben deshalb für ihren Einsatz geschätzt werden )“

          Siehst du nicht das Problem? Es liegt bei der Bewertung „die besten“. Wer soll das festlegen und wie soll man die einschätzen, wenn man sie gar nicht gut genug kennt? Kennen kann?

          Das funktioniert auf der Abstraktionsebene „Nationalstaat“ einfach nicht mehr (selbst die meisten Gemeinden sind schon zu groß dafür), da wir nur noch medial optimierte Abziehbildchen der Kandidaten zu sehen bekommen, die nie ehrlich sind (weil es zuviel zu gewinnen gibt).

          Bei Machtfragen entscheidet daher niemals derjenige, der die beste Wahl für alle wäre, sondern immer derjenige, der am geschicktesten lügt, sich von den einflußreichsten Organisationen kaufen lässt oder der selbst mächtig und interessiert genug ist. Das ist immanent, solange du kein striktes politisches System hast, welches diese Mechanismen weitgehend neutralisiert (etwa durch Volksentscheide), solange hast du auch keine Meritokratie, mit Volksentscheiden brauchst eine solche aber nicht mehr…

          • Aristoteles unterscheidet zwischen „aristokratischen“ und plebejischen Staatsformen — wobei das erstere die Demokratie (repräsentativer Art), die Monarchie und Oligarchie sind, die ihre plebejischen Entsprechungen haben, Pöbelherrschaft, Oligarchie der Besitzenden/Warlords und Tyrannis (Diktatur).
            Der Begriff der „Meritokratie“ entspricht ziemlich genau dem der „Aristokratie“ bei Aristoteles, wobei heute in der Modernen natürlich von der Gleichheit der Menschen (ein Mensch, eine Stimme und gleiche Rechte) ausgegangen wird.

            Im übrigens ist es auch ein Verdienst, sich mit Lügen einen guten Ruf zu erarbeiten, Meritokratie bedeutet nicht, dass etwas objektiv auch verdienstvoll sein muss! Daher sagt man ja auch, dass eine Regierung so gut ist, wie die Leute, die sie wählen. Und deshalb sind „Volksentscheide“ auch keine grundsätzliche Lösung der praktischen Probleme der Demokratie, denn warum sollten die Menschen grundsätzlich besser sein als die Vertreter, die sie wählen.

      • Eigentlich wäre es nicht einmal in der Theorie so, da vor allem die Fähigkeit Leute für sich einzunehmen und intriganter als die anderen zu sein in einer Demokratie gefördert wird.
        Für eine Meritokratie ist eine Diktatur durchaus brauchbarer, obwohl man auch nicht denken muss, dass ein solches System automatisch zu Glück und Wohlstand führt. Das Kaiserliche China was ja eine Meritokratie und war irgendwann zwar stabil aber abgeschlagen. Eine Meritokratie würde daher tatsächlich nur mit einer Weltregierung gut funktionieren.

  9. Männerwahlrecht seit 100 Jahren. Interessiert nur keinen. Davor gabs Reichenwahlrecht, oder regional begrenzt, oder Klassenwahlrecht.

    Aber wie wir wissen: Nur was für Frauen gut ist, ist gut. Die Männer wählen Trump und Hitler, die Frauen wählen ganz ganz toll.

  10. Nicht zu vergessen, das Wahlrecht für Männer ist an die Wehrpflicht gebunden, ausgesetzt heißt nicht abgeschafft.
    Für das Recht zu wählen müsste der Mann im Bedarfsfall sein Leben geben.

    • Nicht in Deutschland.
      In Deutschland ist das Wahlrecht für Männer nicht an die Wehrpflicht gebunden.
      Es gibt eine Wehrpflicht, die nur für Männer besteht, und die ausgesetzt, aber nicht abgeschafft ist, aber die ist nirgends mit der Wehrpflicht verknüpft wie in manchen anderen Ländern.
      Kann auch gar nicht sein, denn in der Wemarer Republik gab es aufgrund des Versailler Vertrags keine Wehrpflicht und nur eine mini-Armee, und auch in der Bundesrepublik gab es bis zur „Wiederbewaffnung“ 1955 mit Gründung der Bundeswehr – über sechs Jahre nach Gründung der Bundesrepublik 1949 – überhaupt keine Armee, konsequenterweise auch keine Wehrpflicht, an die ein Wahlrecht hätte gebunden sein können.
      Tatsächlich ist das älteste und einzige, was in der ersten Fassung des Grundgesetzes von 1949 zum Thema Kriegsdienst enthalten ist, der Art.4 Abs.3: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden“

      • Im Artikel 12a dann folgendes:
        (2) Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen. Das Nähere regelt ein Gesetz, das die Freiheit der Gewissensentscheidung nicht beeinträchtigen darf und auch eine Möglichkeit des Ersatzdienstes vorsehen muß, die in keinem Zusammenhang mit den Verbänden der Streitkräfte und des Bundesgrenzschutzes steht.
        http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-demokratie/39384/bundeswehr?p=all

        Da ist auch klar gestellt, das es kein Wahlrecht zwischen Wehr- und Zivieldienst gibt. Dem Zivildienst musste zugestimmt werden nach Prüfung der Gewissensgründe.

        In wie fern Deutschland ein souveräner Staat war und die staatliche Hoheitsrechte ausüben durfte, oder eben nur ein unter Verwaltung stehendes Staatsgebilde war dürfte in den Nachkriegszeiten klar zum letzteren tendieren.

        Ich habe jetzt keine Links auf die schnelle gefunden, jedoch war die Idee des Wahlrechts anfangs eher so was wie eine Kompensation für Grundbesitzer und Wohlhabende um die Loyalität im Verteidigungsfall zu sichern.

        • „Ich habe jetzt keine Links auf die schnelle gefunden, jedoch war die Idee des Wahlrechts anfangs eher so was wie eine Kompensation für Grundbesitzer und Wohlhabende um die Loyalität im Verteidigungsfall zu sichern.“

          Da wäre ich wirklich gespannt auf Links.
          Einen Zusammenhang von Wehrpflicht und Wahlrecht gab es z.B. in der Schweiz (immer noch?), was mit ein Gund war, warum Frauen sich selbst lange gegegn ein Wahlrecht dort ausgesprochen haben. Vom Selbstverständnis der Eidgenossen her würde ich die Idee der „Kompensation“ gerade gegenüber Wohlhabenden eher für abstrus halten.
          Es gab diesen Zusammenhang von Wehrpflicht und Wahlrecht in Frankreich nach der Revolution. Die Reichen und Wohlhabenden hatte man da gerade enteignet gehabt, Wehrpflicht war Volkspflicht, da passt der Gedanke noch weniger als in der Schweiz.
          In USA war das wohl ebenfalls so – aber da passt das ebenso schlecht.

          In Deutschland dagegen waren VOR der Weimarer Republik, in der Konstitutionellen Monarchie des deutschen Reiches zu Bismarcks Zeiten, als es immerhin einen Reichstag mit gewählten Abgeordneten gab, die zwar nicht viel zu sagen hatten, aber immerhin – also in diesem deutschen Reich waren Militärangehörige vom Wahlrecht sogar explizit ausgeschlossen. Wie man’s dreht, für Deutschland lässt sich kein Zusammenhang von Wahlrecht und Wehrpflicht konstruieren.

          • das kommt aus dem römischen Recht. Krieg war ein Beutezug, der Besitz verschaffte und Besitz war die Grundlage für das Bürgerrecht, welches identisch mit dem Recht war, durch organisierten Krieg Besitz zu vermehren… der prototypische Imperialismus.
            Das römische Recht diente als Rechtsgrundlage für Europa und weit darüber hinaus.

          • „das kommt aus dem römischen Recht“
            Was kommt aus dem römischen Recht? Eine Verknüpfung von Wahlrecht und Wehrpflicht?
            Das von dir geschriebene gibt das nicht her.
            Nicht als rechtliche Grundlage, sondern höchstens als faktischen Zusamenhang, den man erst einmal durchschauen muss. Somit nichts, was als Begründung für einen rechtlichen Zusammenhang taugen würde.
            Besitz war auch nicht die Grundlage für das Bürgerrecht. Grundlage des Bürgerrechts war ursprünglich, (gebürtiger) Bürger der Stadt Rom zu sein, als solches war es erblich. Später konnte es auch „verliehen“ werden, und dabei kam dann auch entsprechender Geldfluss ins Spiel, mit dem das von Nichtrömern „erkauft“ wurde.

            Dabei wurde das erblich erworbene offenbar als „höherwertig“ eingestuft als ein erkauftes – wie sich z.B. in der bekannten Stelle in der Apostelgeschichte niederschlägt: „27 Der Oberst kam zu Paulus und fragte ihn: Sag mir, bist du wirklich Römer? Er antwortete: Ja. 28 Da antwortete der Oberst: Ich habe für dieses Bürgerrecht ein Vermögen gezahlt. Paulus sagte: Ich aber bin als Römer geboren. “ (apg 22, 27-28), Einheitsübersetzung, in anderen Übersetzungen (z.B. Schlachter) auch „bin sogar darin geboren“.

            Aber ganz unabhängig davon:
            Das römische Recht mag in vielem Vorbild für die Rechtsgeschichte in Europa gewesen sein, als Vorlage für eine Republik mit Wahlrecht wurde es ganz offensichtlich für sehr sehr lange Zeit verworfen.
            Dass es in manchen modernen demokratien (wie gesagt, in Deutschland nicht) eine verknüpfung von Wahlrecht und Wehrpflicht gab, ist Fakt, aber dass diese sich auf einem römischen Vorbild gründen soll, kann ich aus dem von dir gesagten im Augenblick nicht als plausibel erkennen.

          • „Was kommt aus dem römischen Recht? Eine Verknüpfung von Wahlrecht und Wehrpflicht?“

            Ja, natürlich @maddes. Bei den Römern war es ein Privileg, untrennbar verbunden mit dem Bürgerrecht. Übrigens haben die Römer das nicht erfunden, es stammt wieder mal von den Griechen.

            „Nicht als rechtliche Grundlage, sondern höchstens als faktischen Zusamenhang, den man erst einmal durchschauen muss.“

            Das römische Recht war niedergeschrieben. Es ist diesbezüglich in seiner Pedanterie sogar der Prototyp des modernen westlichen Rechts.
            Ausserdem: Das Bürgerrecht war (lange) an Grundbesitz gebunden. Erst später nicht mehr (zur Kaiserzeit), weiss ich nicht mehr genau.

            „als Vorlage für eine Republik mit Wahlrecht wurde es ganz offensichtlich für sehr sehr lange Zeit verworfen.“

            Ich schätze mal, weil das römische Bürgerrecht allzusehr an den Ritterstand der Feudalordnung erinnerte und mit der neuen Odnung erst mal wenig kompatibel erschien. Das römische Privileg wurde zur staatsbürgerlichen Pflicht. Im Gegenzug gab es das Recht zu wählen. Ganz sicher hatte man Rom und Griechenland dabei im Kopf.

          • „Nicht als rechtliche Grundlage, sondern höchstens als faktischen Zusamenhang, den man erst einmal durchschauen muss“

            …. und das ist mal wieder typisch für @Alex. Spekulative Spielchen, die sich wunderbar für jede Art von VP ( Verschwörungspostulate ) eignen …

  11. Als Linker bin ich enttäuscht darüber, daß „100 Jahre Frauenwahlrecht“ – das ja eigentlich die Einführung das allgemeinen Wahlrechts für Mann und Frau ist – das quasi einzige des Erbes der Novemberrevolution ist, worauf sich die (parteiförmig) organisierte Linke heute positiv beziehen kann. Die Revolutionäre hatten viel umfangreichere Ziele. Sie haben ein überkommenes feudales, autoritäres,militaristisches Klassensystem gestürzt. Aber dies zu würdigen hieße, die damalige Rolle zu reflektieren, die die spd-Führung mit ihrem Bündnis mit den alten Eliten gespielt hatte. Sie zerschlug eine revolutionäre sozialdemokratische Bewegung. So verschweigen sie alles, wofür diese eingetreten waren. Übrig bleibt das „Frauenwahlrecht“. Ich find das eine elende Heuchelei.

    • „So verschweigen sie alles, wofür diese eingetreten waren.“

      Kaderpartei und Arbeiterräte?

      Immerhin ist den Deutschen (zumindest den Westdeutschen) damit letztendlich zumindest der Kommunismus erspart geblieben, auch wenn die vermutlich von den Alliierten aufgebaute nationalsozialistische Alternative irgendwie auch nicht der Bringer war.

  12. Das sogenannte „Frauenwahlrecht“ ist mit überwältigender Mehrheit ein Wahlrecht für cis hetero weisse Menschen die bei Geburt als weiblich zugewiesen wurden.

    Problematisch, problematisch.

  13. Ach übrigens. Wenn wir im Juni dann 25 Jahre Abschaffung des §175 feiern… Ich schlage vor das als „100000+ Jahre legale Lesbenliebe“ umzuwidmen.Das wäre doch mal eine erfreuliche Meldung.

    Ich konnte auf die schnelle keine Gesetzesregelung auf deutschem Boden finden die lesbische Beziehungen verbietet. Redet nicht selbst das alte Testament lediglich von homosexualität zwischen Männern?

  14. Noch eine ganz andere Perspektive: die haben hier die Männer voll „unsichtbar gemacht“ (wie dieser Fachterminus aus dem Feministischen). Und nebenbei die Demokratie delegitimiert.

  15. Man sollte das Wahlrecht an den Militärdienst koppeln. Also nur, wer den Militärdienst geleistet hat, bekommt das Wahlrecht.
    Und selbstverständlich sollten nur Männer den Militärdienst leisten dürfen.

    • Also kein Wahlrecht für körperlich Behinderte, chronisch Kranke, Dicke und Leute, die sich nicht vorstellen können, andere Leute umzubringen.

      Klingt fair.

      • Das Interessante: Zwar nicht in Deutschland (wie oben von madde8acht richtigerweise korrigiert), aber in einigen Ländern gab es diese Verbindung von Wahlrecht und Wehrpflicht. Und zwar mit exakt den von dir geschilderten Konsequenzen. Aber auch das passt, selbst oder gerade in diesen Ländern, nicht in die zeitgeistlichen, feministischen Narrative. Darum dampft man alles ein auf ein frauenunterdrückendes, nur auf Männer beschränktes Wahlrecht. Ist viel einfacher und somit für Durchschnittsfeministinnen wenigstens halbwegs verständlich und man kann sich auch viel besser drüber echauffieren und sich damit noch viel effektvoller als Opfer inszenieren, selbst wenn man von Zeiten redet, zu denen die eigene Großmutter noch nicht einmal in Planung gewesen war. Eben das, was ich meine mit „Leid by Proxy“…

        • „Also nur, wer den Militärdienst geleistet hat, bekommt das Wahlrecht.“

          Service guarantees citizenship! Would you like to know more?

          Tatsächlich finde ich den Gedanken nicht völlig abwegig. Ich selbst sehe seit langer Zeit ein Problem darin, dass jeder Staatsbürger in Deutschland wählen darf, egal wie informiert/interessiert/pflichtbewußt/staatsablehnend er ist. Ich konnte zu keiner Idee gelangen, dies zu ändern, die mir gefallen hätte. Außer dem Wahlrecht für alle Staatsbürger (die Idee mit einem kleinen Pop-Quiz zu politischen Fragen (Niveau ‚Wie heißt der aktuelle Bundeskanzler?‘ etc., bei denen man vier von fünf Antworten richtig haben muß, damit die Stimme zählt, finde ich aber immer noch ganz lustig… ;-)).

          ‚Service guarantees citizenship‘ (Robert Heinlein) immerhin hätte den Vorteil, dass diejenigen Menschen mit politischer Macht ‚Skin in the game‘ haben, z.B. bei Kriegserklärungen oder Auslandseinsätzen ihrer Soldaten. Eventuell würde man auch verantwortungsvoller Entscheidungen treffen, wenn man schonmal in der Situation war, dass andere über das eigene Schicksal entscheiden konnten/mußten. Bei Heinlein liest sich das alles (natürlich, ist ja ’ne Utopie, und Heinlein selbst war bei der Marine IIRC) sehr sinnvoll. Leider befürchte ich, dass auch ‚das Militär‘ als Organisation korrumpierbar ist und dann eben nicht nur aus Menschen des Schlages ‚korrekter preußischer Offizier‘ bestehen. Also auch wieder nix ;-).

      • Ja klingt fair. Wer fett ist kann abnehmen und wer chronisch Krank ist bzw. Behindert ist wird andere Sorgen haben als einmal im Jahr mit seiner Stimme die Einheitspartei zu wählen. Wenn das jemand will, kann er meine Stimme gerne haben. Schade, dass ich sie nicht verkaufen kann, würde ich glatt machen.

  16. Die Wahlen können dann auch ganz abgeschafft werden — warum brauch es dann überhaupt noch einen Staat!?
    Die Elite kann dann übernehmen, wie die Raubritter im Mittelalter.

    • …. wie in Afghanistan.

      Deutschland wird heute nicht mehr am Hindukusch verteidigt, Deutschland wird jetzt vom Hindukusch aus neu gestaltet!

      Dank der Bundesregierung für diese grossartige Liberalisierung und Zurücknahme des Staatswesens, im Kampf gegen den toxischen Nationalismus!

      • Jetzt verstehe ich auch endlich den wahren Grund für die Unterstützung der islamischen Republik Iran. Das ist nicht etwa, weil die Iraner genozoidale Antisemiten sind, sondern weil die die Zeichen der Zeit erkannt haben und ihren Staat nach einer Religion aufziehen, was natürlich auch völlig anti-nationalistisch ist!

    • „Die Elite kann dann übernehmen, wie die Raubritter im Mittelalter.“

      Ich bin der Ansicht, dass das bereits der Fall ist. Die ‚Elite‘ hat übernommen, schlimmer als die Raubritter im Mittelalter. Wo ist mein Robin Hood? 😉

      • Ich weiss ja nicht wie es dir geht, aber ich lebe nicht in einer befestigten Wohnsiedlung, in der man jederzeit mit einem tödlichen Angriff von irgendwelchen Banden rechnen kann.

  17. „100 Jahre Gleichstellungspolitik“

    Für die SPD ist das allgemeine Wahlrecht also nur ein Schritt in die Richtung „Gleichstellung“ gewesen. Hier schreiben sie es nochmal explizit:

    „Gleichstellung“ ist natürlich nur ein Euphemismus für die Priviligierung einer neuen Kaste, die mit Frauen als Aushängeschild arbeitet — weswegen heute die „fortschrittlichsten“ Länder mit den best-erfüllten „Frauenquoten“ auch die korruptesten „Bananenrepubliken“ sind.

    Die SPD ist spätestens jetzt absolut unwählbar. Da erscheinen sogar die Grünen noch das kleinere Übel, die vermutlich deshalb verstärkt gewählt werden. Das ist ja schon seit langem so und daher nannte man sie ja auch „die Alternativen“.

    Wie schön für die CDU, dass sie für die antidemokratische Drecksarbeit nunmehr viele Alternativen zur Verfügung hat: Grüne und AfD.

    • Die antidemokratische Drecksarbeit hat die CDU bisher immer ganz allein geschafft:

      „Die einzige im Bundestag vertretene Partei, die sich gegen die Einführung der direkten Demokratie auch auf Bundesebene sperrt, ist die CDU. Alle anderen Parteien wollen mehr direkte Demokratie.“
      Quelle:
      https://www.mehr-demokratie.de/themen/volksabstimmungen/positionen-der-parteien/

      Klüngel, Besserwisserei, Zwangsbeglückung, unbedingte Transatlantiktreue gibt es halt nicht nur bei der SPD.

      Die CDU bei mehreren entsprechenden Anläufen gemauert und kann damit als wesentlicher Baustein des momentanen Elends gelten (bzw. konnte das vor 2015 schon).

      • Das mit der „Gleichstellungspolitik“ ist ein „Verdienst“ der CDU unter Kohl. Das muss man der SPD gegenüber fairerweise mal betonen.

        Vielleicht beruht diejenigen das auch, die an der Vorstellung scheitern, dass die SPD eine zutiefst rechts-reaktionäre Agenda verfolgt.

  18. Ja, diese Leistung ist unglaublich: mit der bekannten Grundgesetzänderung nicht zuletzt durch Rita Süssmuth konnte der Anfang vom Ende des Demokratismus in Deutschland eingeleitet werden. Und das trotz der Erfahrungen mit NS und Kommunismus. Dafür konnten „die Frauen“ erfolgreich benutzt werden, Margarete Mitscherlich sei Dank.

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