„Der moderne Feminismus ist nicht weniger sexistisch als die Frauenfeindlichkeit, die er zu bekämpfen vorgibt“

Ein interessanter Artikel wirft dem Feminismus Sexismus vor:

Modern-day, third-wave feminism is no less sexist than the misogyny it claims to fight. Often, feminists will place a veil of supposed progress over an actual promotion of inequality in an attempt to appeal to the masses. They believe this makes their message more palatable. In reality, it only highlights what drives them.

Lately, feminists have been promoting the „future is female“ idea, as if success as a people or a nation is found in one gender alone. This supremacist mindset does nothing to right the legitimate wrongs of the past. Instead, it overcorrects and declares that sexism is wholly acceptable so long as you’re demeaning men.

Das ist in der Tat etwas, was immer wieder auftaucht: Weil Frauen früher unterdrückt werden müssten wir jetzt Männer benachteiligen. Das ist in der Tat kein fairer Ansatz, der aber gut in das Denken passt, dass es einen Machtkampf zwischen Männer und Frauen gibt, bei dem Männer sich einen unfairen Vorteil verschafft haben, der immer noch fortbesteht.

Eine Ideologie der Überlegenheit der Männer zu bekämpfen indem man eine Ideologie der Überlegenheit der Frau aufbaut ist eben schlicht genauso Sexismus.

 

105 Gedanken zu “„Der moderne Feminismus ist nicht weniger sexistisch als die Frauenfeindlichkeit, die er zu bekämpfen vorgibt“

  1. Dazu noch: Die Unterdrückungen die kompensiert werden sollen, sind zum guten wenn nicht überwiegenden Teil vom Feminismus selbst verzerrt übertrieben dargestellt oder gar frei erfunden. Also von genau der Ideologie, die das als Begründung für Reparationsforderungen nimmt und deshalb ureigendstes Interesse daran hat, angebliche Unterdrückungen so furchtbar wie möglich darzustellen um möglichst viel Kompensationen rauszuschinden.

  2. Man muss sich nur ansehen wie Feministinnen mit Frauen umgehen, die gegen den feministischen Glauben ketzen. Den wird dann auch Mal schnell gewünscht, das sie vergewaltigt werden.

    • Da hast sicherlich ein Beispiel?
      Ich kenne öffentlich geäußerte Vergewaltungswünsche oder -phantasien eigentlich nur von Männern aus rechten bzw rassistischen Kreisen gegen Frauen, die sich feministisch oder antirassistisch öffentlich exponieren.

      • Mit Verlaub – das liegt wohl an deiner persönlichen Filterblase.

        So wie ich schon von Feministinnen beschimpft wurde, kann ich nur froh sein, dass denen mein Realname nicht bekannt ist. Ich würde mich sonst meines Lebens nicht mehr sicher fühlen.

      • „Ich kenne öffentlich geäußerte Vergewaltungswünsche oder -phantasien eigentlich nur von Männern aus rechten bzw rassistischen Kreisen gegen Frauen, die sich feministisch oder antirassistisch öffentlich exponieren.“

        Und ich gar keine:
        Nun analysiere Du doch mal, ob das nun zwangsläufig bedeuted, daß es keine gibt, oder, daß es weder rechte Kreise, noch entweder feministisch oder antirassistisch [ die Gegenüberstellung von „feministisch“ und antirassistisch ist lustig, ein freudscher? ] exponierte Frauen gibt.
        Müßte in Deiner Rabu-„Logik“ problemlos möglich sein.

        Übrigens: Ein öffentliches Exponat besagt überhaupt nichts über tatsächliche Hintergründe.
        ( JMFC, ist das wieder ein Niveau hier heute … ! )

          • Okay, zur Kenntnis genommen … 😉

            Passender Whataboutism:
            Und was ist mit den Millionen Müttern, die sagen:
            „Manchmal möchte ich das verflixte Blag an die Wand klatschen“.
            Alles Maskunazischlampen?

          • Das hier ist ein Linker und Feministinnen verteidigen ihn dann anschließen.. nichts mehr von „believe womyn!“

          • Das macht es natürlich noch ’ne Ecke skurriler …
            ( Hab den Clip nicht geschaut, die Überschrift reichte mir, ahnte aber schon was ).
            Eine sich selbst als solche verstehende „Kultur“, welche scheinbar irgendwelche Sprüche zu Tatsachen, also bspw. Unmut oder Verbalerotik zu erfolgten Vergewaltigungen, erklärt, oder sie als DAS Hauptmerkmal einer beliebigen Bevölkerungsgruppe darstellt, um diese als Feindbild aufzubauen, ist im direkten Untergang begriffen.
            Direkt komplementär dazu werden echte Vergewaltigungsorgien ( wie z.B. in Syrien durch die lieben „gemäßigten Rebellen“ von IS/Isil/Daesh/AlQuaida/AlNusra ), Massaker ( Boko Haram an einem Mehrfachen an Jungen und Männern, als sie Mädchen entführt haben; oder in Srebreniza unter UNO-Mitwirkung ), Mordserien zur Aufrechterhaltung oder Initiation eines Krieges ( allein durch USA und Israels Regime sind es too much to list ) hartnäckig totgeschwiegen, oder sogar bestritten und die Boten wütend bekämpft ( Assange, Snowdon, um nur zwei Beispiele zu nennen ).

            Da kann es kaum verwundern, wenn entsprechende Kreise dazu anzustacheln versuchen, bspw. Ausrottungsphantasien ggü. Männern als umsetzbare „Lösungen“ zu propagieren ( „Mann in Salzsäure“ ha ha ha, SCUM als „ehrenwertes Satiremusical“ und Stoff für „kulturelle Vorlesungen“ ) und via Salamitaktik auch in die Realität zu transportieren ( Führerscheinentzug gegen entsorgte Väter, Entzug des Wahl- u. Vertretungsrechts in BGleiG, GleibWV etc. pp. ).

            Die Symptome sind eindeutig und unverwechselbar, indes der Patient hält sie für die Medizin!

  3. Man bräuchte natürlich eine gemeinsame Definition von Sexismus.
    Ein Gebrauch dieses Begriffs analog zu Rechtsaußen beim Rassismus-Begriff ist ein bisschen plump (Danach werden durch Anti-Rassismus Maßnahmen Weiße ‚rassistisch‘ verfolgt).

    Der Titel des Blogs „Alles Evolution“ ließ mich hoffen. Allerdings zeigt sich mir zunehmend, dass hier Evolution rein biologistisch verstanden wird, soll heißen auf die körperlich-physiologische Ebene beschränkt wird.
    Evolution greift jedoch weit darüber hinaus. Sie entwickelt sich immer in Kommunikation, und das heißt Veränderung, mit der Umwelt. Sie verändert deshalb insbesondere das soziale Gefüge unserer Spezies.

    Unsere gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Systeme, unsere Zivilisation ist das Ergebnis von Evolution.
    Die Grundlage oder die (recht unscharfe) Grenze zu vorzivilisatorischen Zeiten vor unserer evolutionär entstandenen Zivilisation wiederum ist die Durchsetzung (oder jedenfalls das Streben nach) des gleichen Rechts für alle. Offensichtlich gelingt es so besser, alle Kräfte des sozialen Gefüges für gemeinsamen evolutionären Erfolg zu mobilisieren.
    Die „positiven Mutationen“ (im gesellschaftlich-zivilisatorischem Sinne) gehen dabei meistens auf diejenigen Gesellschaftsteile zurück, die von der zunehmenden Gleichstellung profitieren.

    Und natürlich (’natürlich‘ im Sinne von Evolution) gibt’s dabei auch Fehlentwicklungen.

    • „Die „positiven Mutationen“ (im gesellschaftlich-zivilisatorischem Sinne) gehen dabei meistens auf diejenigen Gesellschaftsteile zurück, die von der zunehmenden Gleichstellung profitieren.“
      Gesellschaftliche Mutationen, was soll das sein? Du vermischst hier eine soziologische mit einer biologischen Kategorie, das ist es was man unter „Biologismus“ versteht. Evolution ist ein biologischer Prozess der auf Genebene abläuft. Deine „positiven Mutationen“ heißen Zivilisation oder Kultur. Was meinst du mit „Gleichstellung“? Gleichberechtigung oder Ergebnisgleichheit? Durch die Verwendung von unscharfen Begriffen kommt konfuses Denken zustande.

    • „Man bräuchte natürlich eine gemeinsame Definition von Sexismus.“

      Ich bin gespannt, wann Feministinnen sich endlich auf eine sinnvolle Definition einigen können.
      Der bisherige gemeinsame Nenner, nämlich: „Irgendwas mit Sex, was mir nicht gefällt.“, ist für Konsensbildung jedenfalls nicht tragfähig.

      • Ich vermute ja, „Evolution“ bedeutet für vorstadtstrizzi nicht mehr als „Alles entwickelt sich irgendwie“ und nicht „Wer nicht in seine Umgebung passt, krepiert“.

          • Klar kann man auch schon vor der 1. Base aus dem Rennen ausscheiden… aber hier zählt nicht das Überleben des Individuums, sondern dass dessen Nachwuchs es auch wieder schafft sich erfolgreich fortzupflanzen.

        • Es ist schlicht Blödsinn davon auszugehen, daß eine evolutionäre Veränderung entweder ein überragender Vorteil oder eine direkte Aussterbensursache ist. Wie Maddes ( ? Zu faul nachzugucken ) schon anführt, ist Evolution zunächst mal wertfrei und folgt keinen ideologischen Absolutaussagen.
          Übrigens auch nicht der Gegenüberstellung von „zufällig“ und „planmäßig“.

          Kurzformel: Evolution is fuzzy!

        • „Wer nicht in seine Umgebung passt, krepiert“ hat nur wenig mit evolution zu tun.

          Es klingt ziemlich nach einem falsch verstandenen „survival of the fittest“

          Was soll das überhaupt bedeuten: „„Wer nicht in seine Umgebung passt“ ?
          Meinst du sowas wie einen Eisbären in der Sahara?
          Jemand, der „nicht“ in eine uUmgebung passt, muss in der Regel irgendwie dahin gekommen sein – Evolutionär geschieht das in der Regel aber nicht. Oder höchstens bei radikalen Umweltveränderungen.
          Evolution geschieht aber auch in einer fortwährenen Anpassung.

          Der Normalfall der Evolution einer ungünstigen Eigenschaft im Selektionsprozess ist nicht unbedingt das Aussterben der Art, sondern ihre Veränderung.

          • „nicht unbedingt das Aussterben der Art“

            Wer redet vom Aussterben der Art?
            Ich rede vom Sterben des Einzelnen.
            Sowas wie den Eisbären, der zu langsam für die Robben und zu klein für die Seelöwen ist.

    • „Man bräuchte natürlich eine gemeinsame Definition von Sexismus.“

      Eigentlich ganz einfach: Sexismus ist eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.
      Die dabei auftretende diskriminierung hängt i.d.R. unmittelbar zusammen mit einer Vorstellung einer irgendwie gearteten Überlegenheit eines Geschlechts.

      „Ein Gebrauch dieses Begriffs analog zu Rechtsaußen beim Rassismus-Begriff ist ein bisschen plump (Danach werden durch Anti-Rassismus Maßnahmen Weiße ‚rassistisch‘ verfolgt).“

      Der korrekte analoge Rassismus-Begriff wäre Diskriminierung aufgrund einer „Rasse“ oder Hautfarbe, zusammen mit der Vorstellung einer Überlegenheit einer Rasse.
      Klassisch die Vorstellungen bei den Nazis oder dem KKK von der „Überlegenheit“ der arischen Rasse und analoger Mist.

      Keine Ahnung, was du jetzt mit „antirassismus-maßnahmen“ meinst, aber soweit sie umgekehrt weiße benachteiligen: ist es wirklich verkehrt, dann von rassismus zu reden?
      Wenn Leute von bei Black Lives Matter von „genetisch degenerierten“ weißen reden, hat das im übrigen auch nix mit „antirassismus-maßnahmen“ zu tun, sondern mit Überlegenheits-denken, und das ist deshalb purer Rassismus der plumpen Sorte.

      Mit einer Einschränkung, dass es erst sexismus/Rassismus werden könne mit einem Aspekt von „Macht“, wirst du hier auf massiven Gegenwind stoßen. Das hängt damit zusammen, dass vergleichbare Phantasien schon immer zum repertoire von Sexisten und Rassisten gehört haben: Siehe jüdische Weltverschwörung, „die“ wollen uns ja nur das Fell über die Ohren ziehen, uns ausnutzen, etc.

      Im zeitgenössischen feministischen Sexismus wird dabei die eigene Machtposition, die sich in institutionalisiertem Feminismus, Frauenfördermaßnahmen, Gleichstellungsbeauftragten, der Meinungshoheit in den etablierten Medien etc. etc etc ausdrücken, schlicht geleugnet zugunsten einer Phantasie der Machtlosigkeit, die notwendig ist, um den eigenen Sexismus als nicht existent wegzudefinieren.

      • „Sexismus ist eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.“

        ohne sachlichen Grund

        Gleichstellungsbeauftragte, die nur von Frauen gewählt werden, sind beispielsweise so ein Fall von praktiziertem Anti-Sexismus (auch wenn es für Unbeleckte wie das Gegenteil anmuten mag und auch immer nur unter Vorbehalt… die Ausgangs-Situation mag sich ja schließlich auch ändern im Laufe der Zeit).

        • „Gleichstellungsbeauftragte, die nur von Frauen gewählt werden“, manifestieren einen Blick und eine Ausprägung von Geschlechterpolitik, die zuverlässig verhindert, dass Anliegen von Männern dort überhaupt in Betracht gezogen werden. Natürlich ist das sexistisch.
          Und, wie man aus deinem Beitrag entnehmen kann, funktioniert es auch. Anliegen, die verstärkt Männer betreffen könnten, in denen sie benachteiligt sein könnten, werden von Gleichstellungsbeauftragten stets torpediert.

          • „Fast nur Männer seien Staatssekretäre geworden, das sei fatal, finden die Gleichstellungsbeauftragten des Bundes. Sie bitten Merkel um Hilfe. Doch die Kanzlerin schweigt. …

            Es ist bereits die zweite Beschwerde von Gleichstellungsbeauftragten, die sich an die neue Bundesregierung richtet. Maria Spetter, die im Bundesinnenministerium (BMI) dieses Amt ausübt, hatte sich vor einigen Wochen in einem Schreiben an den neuen Innenminister Horst Seehofer gewandt. Denn im Bundesinnenministerium wird das Problem besonders deutlich. Dort gab es unter Thomas de Maizière sechs Staatssekretäre, fünf von ihnen waren Männer. Nur eine der Stellen hatte eine Frau bekommen. Als Horst Seehofer das Amt des Innenministers übernahm, entließ er mehrere der bisherigen leitenden Beamten und bekam durch den Zuschlag der Themen Bauen und Heimat noch zwei neue Stellen dazu. Bei der Besetzung der offenen Stellen wurde keine einzige Frau berücksichtigt. Alle acht Staatssekretäre sind nun Männer, was im Haus zu Unmut und zu der Beschwerde führte.

            Mit seiner Entscheidung hatte sich Seehofer offenbar über eine anderslautende Empfehlung der Gleichstellungsbeauftragten hinweggesetzt, wie ein weiterer interner Brief belegt, der ZEIT ONLINE vorliegt. Darin antwortet Seehofer am 29. März auf die interne Kritik Spetters. Er schreibt zur Ernennung der Staatssekretäre, er habe „jede einzelne dieser Personalentscheidungen (…) intensiv abgewogen“. Die Gleichstellungsbeauftragte habe Gelegenheit gehabt, dazu ihr Votum abzugeben. „Von dieser Möglichkeit haben Sie Gebrauch gemacht. Gleichwohl habe ich mich entschieden, an der Besetzung festzuhalten.“

            Gleichstellungsbeauftragte haben auf der Ebene der Staatssekretäre kein Vetorecht mehr. Sie müssen bei der Besetzung angehört werden und können dazu ihre Meinung sagen. Bindend ist ihre Empfehlung jedoch nicht.

            Seehofer rechtfertigt seine Entscheidung damit, dass bereits sehr viele Stellen mit Frauen besetzt seien. Der Frauenanteil steige „im BMI seit Jahren kontinuierlich an und beträgt aktuell circa 50 Prozent“, schreibt er.

            Die Zahl bezieht sich allerdings nicht auf die Leitungsebene. Je höher die Hierarchie, desto geringer wird der Frauenanteil im Innenministerium. Und nicht nur dort. Das BMI ist nicht das einzige Ministerium, das auf allen Spitzenposten nur Männer platzierte. Das Bundesverkehrsministerium besaß unter dem Vorgänger Alexander Dobrindt drei (männliche) Staatssekretäre. Sie wurden von Nachfolger Andreas Scheuer entlassen, zusätzlich wurde eine weitere Stelle geschaffen. Alle vier Ämter besetzte der neue Minister anschließend mit Männern.

            Auch in den Ministerien für Wirtschaft, für Landwirtschaft und für Verteidigung findet sich unter den Staatssekretären keine einzige Frau. Zählt man alle parlamentarischen und beamteten Staatssekretärstellen der Bundesregierung zusammen, sind nur knapp 27 Prozent mit Frauen besetzt.

            Besonders auffällig wird das Missverhältnis bei den beamteten Staatssekretären, die die eigentlichen Leiter der Verwaltungen sind. In den Bundesministerien gibt es derzeit 29 entsprechende Stellen. Nur vier davon wurden an Frauen vergeben, also nicht einmal 14 Prozent.

            Die Besetzungspolitik widerspricht dem eigenen Anspruch der Bundesregierung.“

            https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/m%C3%A4nnliche-staatssekret%C3%A4re-gleichstellungsbeauftragte-beschweren-sich-bei-merkel/ar-AAwiT9M

            „Die Männer fühlen sich davon immer wieder diskriminiert, dass sie nicht zur Wahl der Gleichstellungsbeauftragten zugelassen werden und auch nicht wählbar sind. Weisen Sie sie, falls diesbezüglich Beschwerden von Männern kommen, darauf hin, dass der Grund hierfür in der immer noch existierenden strukturellen Diskriminierung von Frauen liegt. Und dass Frauen diese Diskriminierungen eher selbst erfahren haben oder auch erfahren und insoweit in der Regel sensibilisierter sind.

            In den Ländern, in denen Männer auch zum Gleichstellungsbeauftragten gewählt werden können – z. B. in Thüringen oder Bayern –, sind die Regelungen gleichermaßen nicht zu beanstanden. Die Gesetzgeber können entscheiden, ob sie beide Geschlechter zum Amt der Gleichstellungsbeauftragten zulassen wollen oder nicht. Es ist dort nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass Frauen dieses Amt bekleiden müssen, sondern es ist lediglich nicht verboten. Die Gesetzgeber der jeweiligen Länder können selbst regeln, dass dieses Amt nur mit Frauen besetzt wird.“

            https://www.arbeitsrecht.org/gleichstellungsbeauftragte/gendermainstreaming/gleichstellungsbeauftragte-frau/

          • „„Fast nur Männer seien Staatssekretäre geworden, das sei fatal, finden die Gleichstellungsbeauftragten des Bundes. “
            z.B. im Familienministerium ist die Ministerin und 2/3 der Staatssekretre weiblich. Protestieren die Gleichstellungsbeauftragten da auch?

            Es ist nicht außerhalb meiner Vorstellungskraft, dass bei einem Horst Seehofer bei der Besetzung der Staatssekretäre eine sexistische Bevorzugung von Männern eine Rolle spielen könnten, bei der Gesamtheit der Minister / Ministerien habe ich einen solchen Eindruck aber eher nicht, bzw, wenn überhaupt, dann eher in die umgekehrte Richtung. Namentlich: dass bei der Vergabe der Stellen z.B. im Familienministerium das Geschlecht durchaus eine beträchtliche Rolle spielt.

            Thema „equality of outcome“ vs „equality of oportunity“:
            Die wichtige Frage ist, ob entsprechend gleich qualifizierte Frauen geringere Chancen haben. Bei Horst Seehofer empfinde ich die Frage wie gesagt berechtigt, bei den allermeisten sonstigen eher nicht.
            Dass man dann ausgerechnet auf eine Sawsan Chebli zurückgreift, um eine Frau als Staatssekretärin besetzen zu können, spricht nun leider auch nicht dafür, dass ein hinreichend besetzter Pool an qualifizierten Frauen zur Auswahl bereit steht.

            Es gibt definitiv einen politischen Willen, mehr Frauen in gehobenen Positionen zu besetzen. Bei der SPD mehr als bei der CDU, aber definitv auch in der CDU. Aber erzwingen kann man es nicht. Und die Bereitschaft, dann notfalls auf minder qualifiziertes Personal zurückgreifen zu müssen, ist bei wichtigen Posten dann doch begrenzt – und das ist auch gerechtfertigt.

            Vielleicht werden die Gleichstellungsbeauftragten erfolgreicher, wenn sie sich um den Aufbau qualifizierten weiblichen Nachwuchses bemühen würden. Möglicherweise sind gender studies nicht die vordringliche Qualifikation, die für den Posten von Staatssekretären gefragt sind – vielleicht könnte man den weiblichen Nachwuchs dafür sensibilisieren, in entsprechend gefragte qualifikationen zu investieren.
            Möglicherweise würde das mehr bewegen, als sich am Ende über das Ergebnis zu beschweren.

          • „Auch in den Ministerien für Wirtschaft, für Landwirtschaft und für Verteidigung findet sich unter den Staatssekretären keine einzige Frau.“

            Wer war nochmal Bundesminister für Landwirtschaft?
            Ach ja: der Macho heißt Julia Klöckner.
            Und wie ist das mit dem Verteidigungsministerium?
            Stimmt, da treibt der alte Chauvi „Panzer-Uschi“ sein Unwesen.

            Weg mit denen und Platz für die herausragende Weiblichkeit!

            Oh Mann, Semi, liest Du eigentlich vorab durch, was Du hier postest?

          • „Wer war nochmal Bundesminister für Landwirtschaft?
            Ach ja: der Macho heißt Julia Klöckner.
            Und wie ist das mit dem Verteidigungsministerium?
            Stimmt, da treibt der alte Chauvi „Panzer-Uschi“ sein Unwesen.“

            😀

            Man ist versucht, auf diesen Artikel zu verlinken
            https://allesevolution.wordpress.com/2018/12/11/frauen-verdienen-weniger-wenn-ihre-vorgesetzten-auch-frauen-sind/

            😉
            Aber ernsthaft: Wie ich schrieb, es gibt einen politischen Willen, Frauen in die hochdotierten Posten zu bringen.
            Vielleicht drückt sich hier aus:
            Die besten vorhandenen Frauen werden gleich zu Ministern gemacht, das ist für die Parteien auch prestigeträchtiger, und danach sind kaum noch welche übrig, um auch noch die staatssekretäre zu besetzen – da werden dann die Männer untergebracht, die man bei den Ministerien übergehen musste.
            Das ist jetzt böse formuliert. Aber wer schon mitbekommen hat, wie schwer es gelegentlich zu sein scheint, Frauen als Kandidaten für Parteivorsitz oder Ministerposten breit zu schlagen, der weiß, wovon ich rede (die Wahl der Grünen Spitzenkandidaten ist noch im Gedächtnis, wo Katrin Göring-Eckardt gegen drei männliche mit-( nicht gegen-, denn gegner im Kampf um das Amt waren die nur untereinander)Kandidaten als Frau gesetzt war).

            Wenn qualifizierte Frauen zur Verfügung stehen, haben sie im Moment bessere Chancen als Männer. Und zwar, behaupte ich, in allen Parteien. (Die Frauen in der Top-Riege der AFD: Alice Weidel, Beatrix von Storch, früher Frauke Petry – angesichts des niedrigen Frauenanteils in der Partei sind die massiv überrepräsentiert)

            Um mehr Frauen in Ämter zu bekommen, müssen sie sich a) dazu bereit erklären und b) sich dazu qualifizieren.

          • „Wenn qualifizierte Frauen zur Verfügung stehen, haben sie im Moment bessere Chancen als Männer. Und zwar, behaupte ich, in allen Parteien.“

            Das mag sogar so sein. Und?
            Ist das Problem dann nicht, dass zuviele Männer den Status einer Machtposition anstreben?

          • @Semikolon
            ‚Ist das Problem dann nicht, dass zuviele Männer den Status einer Machtposition anstreben?‘

            Genauso gut kann man behaupten, das Problem sei, dass zu wenige Frauen den Status einer Machtposition anstreben. Dann wären die Frauen selber schuld.

            Ich halte Ungleichheit grundsätzlich für kein Problem, denn jedes Individuum soll selbst entscheiden, was es anstreben will oder nicht. Wenn das Resultat aus einer freien Willensentscheidung heraus eben das ist, dass weniger Frauen als Männer Staatssekretär werden wollen, dann ist das hinzunehmen.

            Nur in einem totalitären Machtsystem versucht man die Individuen dahingehend zu manipulieren oder gar zu zwingen, dass irgendwelche technokratisch-egalitäre Ideologienormen erfüllt werden. Der Mensch ist einem solchen System weniger wert als das vorherrschende Dogma. So werden totalitäre Machtsysteme pseudoethisch legitimiert, und wer dabei nicht mitmacht wird vaporisiert.

            Ich frage mich immer wieder, weshalb Feministinnen die Entscheidungshoheit bzw. die realen Entscheidungen ihrer Geschlechtsgenossinnen nicht ertragen können und stattdessen die Schuld für diese für Feministinnen niederschmetternde Realität stets den Männern oder einem bösen Patriarchat unterzuschieben versuchen. Scheint mir eine feministische Zwangsneurose zu sein. Vielleicht kommen sie aber auch nicht über das Stadium des kleinen unmündigen Kindes heraus, für das der Papa (vulgo der Staat) immer alles richten muss.

          • „Ich frage mich immer wieder, weshalb Feministinnen die Entscheidungshoheit bzw. die realen Entscheidungen ihrer Geschlechtsgenossinnen nicht ertragen können und stattdessen die Schuld für diese für Feministinnen niederschmetternde Realität stets den Männern oder einem bösen Patriarchat unterzuschieben versuchen.“

            Nun, die Frage lässt sich leicht beantworten.
            Würde man die Schuld nicht den Männern unterschieben, müsste frau die eigene Unfähigkeit, Unwilligkeit eingestehen.
            Eine gestandene Feministin würde sich aber eher auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, als Verantwortung fürs eigene Leben zu übernehmen.

            99,x% aller Radikalfeministinnen gefallen sich in der Rolle der jammernden Opferinnen und übernehmen selbst keine gestaltende Funktion in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

          • @Semi
            „Ist das Problem dann nicht, dass zuviele Männer den Status einer Machtposition anstreben?“

            Nein. Du kannst doch den Männern nicht ihr Engagement vorwerfen.
            Das Problem ist, dass zu wenig Frauen bereit sind, entsprechende Verantwortung zu übernehmen.
            Das ist etwas anderes.
            In der einen Sichtweise übernehmen Frauen Verantwortung für den Status quo, im anderen Fall schieben sie diese Verantwortung wie immer den Männern zu.

            Die eine Frage ist natürlich, warum du dir so zuverlässig dieses Denkschema zu eigen machst.
            Die andere ist, ob Menschen, die Verantwortung gerne auf andere schieben, die richtigen Leute wären um politische Verantwortung zugeschustert zu bekommen…

            Ich bin nicht der Ansicht, dass alle Frauen das tun, aber es scheint schon ein Muster zu sein, dass es Frauen mehr tun als Männer. Es wäre ganz genau das als erstes, was Frauen ändern müssen, um berechtigterweise in verantwortliche Positionen vorzudringen.

            Man hat nichts in verantwortlichen Positionen zu suchen, wenn man sich selbst gerne von Verantwortung freispricht. Das widerspricht sich und kann deshalb nicht gut gehen.

            Männer, die das tun, sind im übrigen i.d.R. auch nicht erfolgreich. Es gibt an der Stelle keinen „Männerbonus“. Männer, die das tun, werden im Gegensatz zu Feministinnen gnadenlos dafür abgewatscht.

          • „Eine gestandene Feministin würde sich aber eher auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, als Verantwortung fürs eigene Leben zu übernehmen.“

            Nein, würde sie natürlich nicht.

            Sie würde jemand anderen (einen Mann) dafür auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen.
            😉

          • P.S.
            „Sie würde jemand anderen (einen Mann) dafür auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen.“

            und sie würde damit durchkommen und dennoch als das eigentliche Opfer wahrgenommen werden, während der verbrannte ja nur den gerechten Zorn zu spüren bekommt…

          • „Nein. Du kannst doch den Männern nicht ihr Engagement vorwerfen.
            Das Problem ist, dass zu wenig Frauen bereit sind, entsprechende Verantwortung zu übernehmen.
            Das ist etwas anderes.
            In der einen Sichtweise übernehmen Frauen Verantwortung für den Status quo, im anderen Fall schieben sie diese Verantwortung wie immer den Männern zu.“

            Versteh ich Dich richtig: Wir teilen durchaus noch das Ziel geschlechtlicher Parität innerhalb der Exekutive, aber Du meinst, um das auch erreichen zu können, müsste es ein Vielfaches der benötigten Anzahl, also deutlich mehr sich vergeblich bewerbender Frauen in den Parteien geben?

            Was würde denn D.M.n. passieren, wenn alle Parteien die „harte Quote“ der Grünen für sich übernähmen?

          • „Du meinst, um das auch erreichen zu können, müsste es ein Vielfaches der benötigten Anzahl, also deutlich mehr sich vergeblich bewerbender Frauen in den Parteien geben?“

            Da musste ich beim Lesen doch spontan lachen.

            Hast du irgendwelche Hinweise auf „sich vergeblich bewerbender Frauen in den Parteien“ ???
            In meiner Wahrnehmung ist es immer ein Problem, Frauen zu finden.
            Nicht mal bei den Grünenhat sich neben Katrin göring-Eckardt noch eine weitere Frau gefunden, die sich „vergeblich“ als Spitzenkandidatin hätte bewerben können – sie war qua Quote gesetzt, während sich bei den Männern 2 der 3 Kandidaten vergeblich bewerben mussten.

            Bei der CDU grae ebn gabs zu AKK zwei mänliche konkurrenten, was in meinem Hinterkopf näher dem Mitgliederverhältnis der Grünen entsprechen könnte als dem der CDU.
            „vergeblich“ war nicht ihre Bewerbung, sondern die der konkurrenz.

            MIr fallen grad keine Beispiele ein, in denen eine Frau sich „beworben“ hätte und nicht genommen wurde. (außer vieleicht in Wahlen durch das dumme Volk. Das ist aber auch sowas von Rückständig)Okay, es gibt ganz bestimmt Beispiele, wo das vorkommt,Hast du Beispiele?
            Ich bin ziemlich überzeugt, dass Männer sich erheblich öfter „vergeblich bewerben“ müssen, ehe sie politisch weiterkommen, als Frauen. Das ist wirklich eine absolut lächerliche aussage.

            „Versteh ich Dich richtig: Wir teilen durchaus noch das Ziel geschlechtlicher Parität“

            Nein, du verstehst mich falsch.
            Partität, also Gleichstellung. sollte kein absolutes Ziel sein, sondern Gleichberechtigung. Frauen und Männer sollten bei gleicher Eignung, (die sich auch aus interessen, daraus folgend größerer beschäftigung mit einem Thema, mehr antrieb dazu etc ergeben) auch jeweils die gleichen Chancen haben, WO dies mehr Frauen sind (Medizinischer Bereich, Lehrer) dürfen das dann gerne Frauen sein – solange sie Männer nicht benachteiligen, die dort auch arbeiten wollen.
            Allein ein Blick in einen Ortsverband und die Mitgliederverhältnisse in den Parteien zeigen, dass Politik Frauen leide weniger zu interessieren scheint – wirklich leider, denn Politik sollte eigentlich für jeden relevant sein. Aber was sag ich, ich bin ja auch in keiner Partei.

          • @Mathe
            das hier
            https://allesevolution.wordpress.com/2018/12/13/der-moderne-feminismus-ist-nicht-weniger-sexistisch-als-die-frauenfeindlichkeit-die-er-zu-bekaempfen-vorgibt/#comment-369900
            und folgende habe ich und Carnofis und noch ein paar andere auch schon mehrfach erklärt, zuletzt im dort zitierten Zusammenhang, und trotzdem scheinen es Leute wie du immer noch nicht zu verstehen.
            Macht aber nix, vielleicht schreibe ich das genasuowenig nur an dich wie nur an Semikolon.

          • Sorry, aber der Spruch von ; :

            „Wir teilen durchaus noch das Ziel geschlechtlicher Parität“

            hier auf diesem Blog? Nach alle den Jahren? Das scheint mir einfach nur noch Getrolle zu sein. Die Idee hinter deinen ausführlich Kommentaren verstehe ich ja, aber ich glaube dass die Zeit da besser investiert ist, wenn man versucht so was in den Kommentar-Bereichen einer größeren Online-Zeitung zu führen.
            ; stiehlt hier höchsten Lebenszeit.

          • „Nach alle den Jahren?“

            Wenn’s Semi geschnallt hat, können wir den Blog dichtmachen 😀

            Gottseidank fragt sie auch nach fünf Jahren immer noch dasselbe 😀 😀

          • Carnofis, jetzt warst du dicht dran, zu verraten, dass Semi in unserem Team nur die Rolle hat, immer wieder Unfug zu erzählen, um uns eine möglichkeit zu geben, das zu…..

            ähm..

            kannst du echt nicht machen.

          • „In meiner Wahrnehmung ist es immer ein Problem, Frauen zu finden.“

            Auf Lokalebene ist es das tendenziell, so auch die Erfahrung der Grünen.

            Das Amt des Bundespräsidenten auf der anderen Seite haben schon mehrere Frauen erfolglos angestrebt, vgl. https://www.das-parlament.de/2012/11_12/Thema/38159836/317850

            „Nicht mal bei den Grünenhat sich neben Katrin göring-Eckardt noch eine weitere Frau gefunden, die sich „vergeblich“ als Spitzenkandidatin hätte bewerben können – sie war qua Quote gesetzt, während sich bei den Männern 2 der 3 Kandidaten vergeblich bewerben mussten.

            Bei der CDU grae ebn gabs zu AKK zwei mänliche konkurrenten, was in meinem Hinterkopf näher dem Mitgliederverhältnis der Grünen entsprechen könnte als dem der CDU.“

            Soweit ich weiß, sind Kampfkandidaturen um einen Parteivorsitz die Ausnahme.

            Und die Grünen haben einen Frauen-Mitgliederanteil von 40 %, der von der CDU dagegen nur in Hamburg erreicht wird (siehe: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167338/umfrage/frauenanteil-in-den-cdu-landesverbaenden/)

            „Partität, also Gleichstellung. sollte kein absolutes Ziel sein“

            Warum nicht? Das Parlament hat schließlich eine Repräsentationsfunktion, und die deutsche Bevölkerung besteht sogar aus (leicht) mehr Frauen als Männern.

            „Frauen und Männer sollten bei gleicher Eignung, (die sich auch aus interessen, daraus folgend größerer beschäftigung mit einem Thema, mehr antrieb dazu etc ergeben) auch jeweils die gleichen Chancen haben“

            Jetzt haben wir aber nunmal das Problem der überschüssigen Männer bzw. insgesamt weniger bereits in Erscheinung tretender, politisch-ambitionierter Frauen. Wie willst Du die von Dir als gerecht empfundene Chancengleichheit da gewährleistet sehen?

            “ wirklich leider, denn Politik sollte eigentlich für jeden relevant sein.“

            „wirklich leider“ ist wieder so ne Phrase, die sich deuten ließe, als wenn Dir Parität durchaus Recht wäre, als sähest Du nur die Chance dafür noch nicht gegeben.

            „Aber was sag ich, ich bin ja auch in keiner Partei.“

            Me neither. Und das, obwohl ich seit frühester Jugend stark politisch interessiert bin und alle Nase lang darüber sinniere, welche Partei die richtige für mich ist. Ich kann mich einfach nicht entscheiden, bei jeder stört mich irgendwas massiv (mein momentanes Stimmungsbild schwankt zwischen CDU und den Grünen, grundsätzlich fänd ich aber auch Anknüpfungspunkte bei SPD, FDP und Linken).

          • Soweit ich weiß, sind Kampfkandidaturen um einen Parteivorsitz die Ausnahme.

            Und damit willst Du uns genau WAS mitteilen?
            Dass die verhuschten weiblichen Rehleine nur in die Sessel gehoben werden wollen, wenn es keine Gegenkandidaten gibt?

            „Warum nicht? Das Parlament hat schließlich eine Repräsentationsfunktion, und die deutsche Bevölkerung besteht sogar aus (leicht) mehr Frauen als Männern.“

            Noch einmal für Dich zum Mitschreiben: Sinn und Zweck des Parlaments ist die Kontrolle der Bundesregierung und der Gesetzgebung. NICHT Sinn und Zweck des Parlaments ist die exakte Widerspiegelung der gesellschaftlichen Zusammensetzung.
            Diese Zusammensetzung würde sie auch nicht widerspiegeln, wenn die Geschlechterquote auf die Nachkommastelle genau erfüllt würde. Denn der Anteil der Juristen, Beamten und Freiberufler im Parlament übersteigt bei Weitem ihren Anteil in der Gesellschaft.

            Du machst immer wieder den (typisch weiblichen) Denkfehler, die Parlamentarier würden die Interessen ihres Geschlechts vertreten. Bei den (Quoten-)Frauen in Regierungsfunktion gibt es tatsächlich Hinweise, dass sie das tun, ansonsten wüsste ich nicht, warum ein männlicher Anwalt als Parlamentarier die Interessen eines männlichen Fließbandarbeiters bei BMW eher vertreten sollte, als die Interessen seiner Kanzleikollegin.
            Du teilst die Welt in männlich und weiblich ein und glaubst, damit schon alles erklärt zu haben, was unter dieser Sonne geschieht. Dem ist aber nun mal nicht so.

            „Jetzt haben wir aber nunmal das Problem der überschüssigen Männer …“

            Überschüssig?
            In welchem Sinne?

            „… bzw. insgesamt weniger bereits in Erscheinung tretender, politisch-ambitionierter Frauen.“

            Herzchen, es gibt diese politisch-ambitionierten Frauen nicht annäherungsweise so häufig, wie Du vermutest.“

            „Wie willst Du die von Dir als gerecht empfundene Chancengleichheit da gewährleistet sehen?“

            Eine Chancengleichheit ist nur dann nicht gegeben, wenn eine Frau aufgrund ihres Geschlechts von Parlamentspositionen abgehalten wird. Dafür gibt es keine Hinweise. Im Gegenteil, können politisch-ambitionierte Frauen in nahezu allen Parteien davon ausgehen, dass sie im Fahrstuhl an die Parteispitze befördert werden, um Deinem Wunsch nach einer Geschlechter-„Repräsentanz“ zu entsprechen. Jede Wette, dass fast allen dieser Frauen die Kärrnerarbeiten an der Basis, die Männer für eine Politkarriere durchlaufen müssen, vollkommen fremd sind.

            „„wirklich leider“ ist wieder so ne Phrase, die sich deuten ließe, als wenn Dir Parität durchaus Recht wäre, als sähest Du nur die Chance dafür noch nicht gegeben.

            Ich denke, eine solche Parität wäre nahezu allen durchaus recht, wenn sie sich aus sich selbst heraus bildet und nicht als künstliches Konstrukt einer demokratiefeindlichen feministischen Doktrin.
            Ich als Mann hätte nicht einmal Probleme mit einem rein weiblichen Parlament, solange es die Interessen ALLER Deutschen wahrnimmt (es zumindest versucht) und demokratisch legitimiert wäre.

            Nur Ihr Weiber macht aus der Parlamentszusammensetzung so einen Geschlechterpopanz.

            „Und das, obwohl ich seit frühester Jugend stark politisch interessiert bin und alle Nase lang darüber sinniere, welche Partei die richtige für mich ist. Ich kann mich einfach nicht entscheiden, bei jeder stört mich irgendwas massiv (mein momentanes Stimmungsbild schwankt zwischen CDU und den Grünen, grundsätzlich fänd ich aber auch Anknüpfungspunkte bei SPD, FDP und Linken).“

            Womit Du wahrscheinlich auch schon recht treffend weibliches Politikverständnis umschrieben hättest. Du kannst Dich nicht entscheiden, deshalb sollen das andere für Dich tun.
            Aber natürlich nur Frauen – die sich genau wie Du nicht entscheiden können und die Entscheidung an andere delegieren möchten, die …
            Frauen sind als Geschlecht unterrepräsentiert, weil sie an Politik generell weniger Interesse haben, als Männer und weil sie sich nie entscheiden können, aktiv zu werden – und wenn ja, wo.

        • „„Sexismus ist eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.“

          ohne sachlichen Grund“

          Diskriminierung ist stets Diskriminierung ( und qua Definitionem nicht „positiv“ ) und Sexismus ist immer Sexismus und basiert auf Diskriminierung ( ist eine Unterform davon ).
          simple Logik. Und nein, Logik ist kein soziales Konstrukt zur Unterdrückung logikunfähiger Brutmaschinen, sondern ein universelles „Grundgesetz“ und somit vollkommen vom Betrachter unabhängig, also auch vom Geschlecht.

          Nebenbei hat noch kein Femi irgendeinen sachlichen Grund für irgendeine Form von Diskriminierung vorgetragen. Aber ich würde mich gewiss eins Besseren belehren lassen, wenn dem Inkubatorchen einer einfiele, schließlich wäre das ein historischer Moment.

        • „Möglicherweise sind gender studies nicht die vordringliche Qualifikation, die für den Posten von Staatssekretären gefragt sind – vielleicht könnte man den weiblichen Nachwuchs dafür sensibilisieren, in entsprechend gefragte qualifikationen zu investieren.“

          Frauenanteile von ca. 40-60 % in den (scheinbar) relevantesten Studiengängen (wie bspw. Jura oder WiWi – Chebli ist Diplom-Politologin btw) reichen nicht?

          Oder kommt als Nächstes dann die „es gibt halt keine/kaum/“zu wenig“ Frauen, die so einen Posten überhaupt wollen“-Keule?

      • Na ja, daß @Strizzy mit dem Ziel „mal ein paar Maskus aufmischen“ an ihre Trollerei herangeht, ist wohl kaum erklärungsbedürftig. Und der notwendige „Erfolg“, der dann dem Heimatbläschen verkündigt wird, hat sich ja auch prompt eingestellt, als @only, im Versuch kurz und knackig zu reagieren, eine obsolete Darwinsche Arbeitsthypohese in entweder-oder-Position zu „Evolution ist zunächst mal irgendeine Entwicklung“ stellt, was – mit Verlaub – in etwa zu dusselig ist, wie bspw. die feministische Gleichstellung von Gleichstellung und Gleichberechtigung.

        V. dh. vermute ich mal, rein auf Verdacht, daß Strizzi seinen gefühlten Auftrag als erfüllt ansieht und längst wieder beim gewohnten Kaffeekränzchen über den tollen Hysteriefaktor herumschwadroniert.

        Quasi vereinfachte Notausgabe Bullshitbingo …

      • „Keine Ahnung, was du jetzt mit „antirassismus-maßnahmen“ meinst, aber soweit sie umgekehrt weiße benachteiligen: ist es wirklich verkehrt, dann von rassismus zu reden?“

        Ich finde, ja, es ist verkehrt.
        Das Problem ist: Anti-Rassismus-Maßnahmen „benachteiligen“ Weiße immer. So wie Anti-Sexismus-Massnahmen immer Männer benachteiligen. Sie beeinträchtigen Machtpositionen.
        Nimmt man jemandem Privilegien, so benachteiligt man ihn in seinen Augen. Selbst wenn man keine Privilegien nimmt, sondern die nur auf der anderen Seite ausgleicht, kommt es doch zum mindestens teilweisen Verlust des Vorsprungs.

        • Kannst Du diesen mühsam auswendig gelernten Unfug wenigstens mal in irgendeiner Weise zu begründen versuchen? Zumindest mit so einem klitzekleinen Ansatz, warum Du weder Männern, noch weißen Menschen überhaupt irgendeine Form von Menschlichkeit zubilligst? Oder gar so etwas wie Grund- oder Menschenrechte? Oder warum Du hier meinst dem Faschismus huldigen zu müssen?
          ( Sorry, @Chrissy, aber der Godwin war jetzt einfach mal notwendig ).

        • Aha. So langsam kommen wir den kritischen Punkten näher: „Machtpositionen“, Privilegien, Vorsprung ausgleichen.

          Vielleicht können wir das übers WoE mal etwas ausdifferenzieren, jetzt ist leider arg spät.

          Aber nur so als Auftrag zum Nachdenken:
          Wie ist das mit den Machtpositionen und privilegien bei Obdachlosen (80% männlich), Suiziden (80% männlich), Gewaltopfern insges (ähnlich), tödliche Arbeitsunfälen bei der Arbeit (das war, soweit ich mich erinnere, über 98%) ?
          Weitere männliche „privilegien“ in ähnlicher stoßrichtung lassen sich noch sehr lange fortsetzen und werden in der Diskussion auch noch einige nachgeliefert werden, aber so als vorgeschmack ist das die Richtung.
          Hast du darüber jemals nachgedacht, oder dich immer nur in der reflexartigen Abwehr solcher Argumente geübt?

          Die typische reflexabwehr, die du hier am besten gar nicht erst versuchst, ist übrigens die, dass da ja insgesamt das berüchtigte „patriarchat“ dran schuld sei.
          Belegbar falsch ist die Behauptung, der feminismus würde das ja auch bekämpfen. Ganz im Gegenteil sind feministen regelmäßig sofort zur Stelle, schon den Versuch zu diffamieren, irgend etwas positives für Männer in diesen belangen zu verändern.

          Der Punkt ist, dass mir zuerst einmal egal ist, wer daran „schuld“ ist, wichtig wäre, etwas daran zu verändern. Und mich hat tatsächlich die Erkenntnis ziemlich geschockt, fest zu stellen, mit welcher vehemenz Feministen dagegen ankämpfen, wirklich aktiv aggressiv agitieren und ankämpfen, dass in diesen Belangen irgend etwas für Männer getan werden darf.
          Ich hatte das zuvor nicht für möglich gehalten. Aber ich finde es erschreckend. Dabei hatte man mir doch versichert, das Feminismus etwas gutes sei…

          • Ich habe keine Zahlen vorliegen über die Rate der Obdachlosen in Betrieben mit einer Mehrzahl weiblicher Chefs …

            Die Zahlen sind in der westlichen Welt weitgehend überall ähnlich.
            In anderen Regionen gibt es da Verschiebungen:
            In Südamerikanischen Ländern, in denen Gewalt grassiert und die Tötungsrate mal um einen Faktor 20 40, 60 höher liegt als in Deutschland, steigt auch das Verhältnis an Opfern zu ungunsten der Männer – was die Presse reglmäßig nicht davon abhält, lediglich festzustellen, dass Frauen in absoluten Zahlen mehr von Gewalt betrofffen sind als bei uns, was nur mit Frauenfeindlichkeit erklärt werden kann, und man in diesen Ländern deshalb unbedingt was für die betroffenen Frauen tun muss.

            Berufe mit einem hohen Risiko für Leib und Leben sind i.d.R. sehr Männerdominiert. Auch wenn Feministen gern den Sexismus anprangern, dass da in den sicheren Führungspositionen solcher Unternehmen zu wenige Frauen zu finden sind, ändert sich das nur langsam, und selbst in Führungspositionen wählen Frauen sich dann lieber andere Unternehmen.
            Daher gehe ich davon aus, dass in Unternehmen mit einem hohen Anteil an weiblichen Führungskräften die Anzahl tödlicher Unfälle bei Männern geringer sein wird – aber hier bitte wirklich die Kausalität beachten und nicht eine andere draus machen.

          • Meine Frage ging an vorstadtstrizzi, der/die denkt das wenn etwas gegen Rassismus ist, dann ist es auch immer gegen Weiße und dass das dann auch noch so in Ordnung ist. Oder eben bezogen auf Männer und Sexismus.

            Wie Fiete sagt: Weiße Männer wurden schon komplett entmenschlicht. Sie sind zu etwas unverwundbaren geworden und jede Ungerechtigkeit die sie aufgrund angeborener Eigenschaften erfahren ist notwendig.

    • Die „positiven Mutationen“ sind ein Vehikel, mit dem du eine Wertung zu begründen versuchst.
      Dazu könnte einem auch der Spruch einfallen „Geschichte wird von Siegern geschrieben“.

      Evolution setzt nicht etwas „positives“ um, sondern ist entweder erfolgreich oder nicht erfolgreich.
      Der überwiegende Teil von Mutationen ist nicht erfolgreich. Ist aber egal, denn sie verschwinden ja wieder.
      Langfristig sind wir das Ergebnis der Anteilsmäßig geringen, aber erfolgreichen mutationen.

      „Die „positiven Mutationen“ (im gesellschaftlich-zivilisatorischem Sinne) gehen dabei meistens auf diejenigen Gesellschaftsteile zurück, die von der zunehmenden Gleichstellung profitieren.“

      Das Satzgebilde ist interessant.
      Da fängst du von „positiven Mutationen“ an – eine offenkundig subjektive Wertung, die der evolution an sich erst mal fremd ist, und wohl zu aller erst deine eigene Wertung beinhaltet – und kommt dann weitgehend kontextlos zu „Gesellschaftsteilen“, die von einer „zunehmenden Gleichstellung“ profitieren sollen.
      Aber was willst Du sagen?

      Ich versuch mal eine einfache Rückfrage:
      Was meinst du mit „meistens“?
      Seit wann glaubst du gilt „meistens“?
      Kann man das nicht so umformulieren, dass du da eine Entwicklung beschreibst, in der die von dir beschriebene Gleichstellung als gesellschaftlich erwünscht gesehen wird, und in der diejenigen, die diese „gesellschaftlichen Mutationen“ aktiv betreiben, auch diejenigen sind, die davon am meisten profitieren?

      Ah, ich bin schon wieder bei „Geschichte wird von Siegern geschrieben“ gelandet.

      Ist dir die Unterscheidung von Gleichberechtigung (equality of opportunity) gegenüber Gleichstellung (equality of outcome) ein Begriff? Ich bin der Meinung, dass man nur eines von beidem haben kann. Warum befürwortest du (offenbar) „equality of outcome“ gegenüber „equality of opportunity“? Ich empfinde nur gleichberechtigung als „gerechtes“ Konzept, Gleichstellung führt immer zu Ungerechtigkeiten.

          • Habe gerade mal nachgesehen, bis jetzt keine Morddrohungen/-ankündigungen.
            Ich hoffe nur, daß die Femijungs von Diasp.de das jetzt nicht checken, die suchen schon seit einigen Jahren nach passenden Laternenpfählen, um mich daran aufhängen zu lassen ( scheinen aber auch noch keinen freiwilligen Scharfrichter gefunden zu haben ).

            Aber pssst, nich weitersagen ….

      • „positive Mutationen“ ist vollkommen wertfrei gemeint. Einfach die, die einen Nährwert haben, die sich durchsetzen.
        Mit „Meistens“ meine ich „nicht immer“.

        „Kann man das nicht so umformulieren, dass du da eine Entwicklung beschreibst, in der die von dir beschriebene Gleichstellung als gesellschaftlich erwünscht gesehen wird, und in der diejenigen, die diese „gesellschaftlichen Mutationen“ aktiv betreiben, auch diejenigen sind, die davon am meisten profitieren?“

        1. Gesellschaftlich erwünscht ist in diesem Zusammenhang keine Kategorie. Darum kümmert sich Evolution nicht.
        2. Jedes (mutiert oder nicht) Gen, jede Struktur, jede Idee profitiert selbst am meisten davon, wenn es sich durchsetzt (oft, in dem es von den übrigen Genen/Strukturen/Ideen als wertvoll für ihr eigenes Überleben, sprich in der Zusammenarbeit als wertvoller als der bisherige Zustand ‚betrachtet‘ wird).
        3. Gleichberechtigung vs Gleichstellung. Weitgehend d’accord. Ich hatte Gleichstellung im Sinne von rechtliche Gleichstellung benutzt.

        • Wäre eine konsequent durchgesetzte Frauenquote im Politikbetrieb für Dich Merkmal einer gleichberechtigten Gesellschaft, oder findest Du die Idee im Gegenteil sogar „ungerecht“?

        • „1. Gesellschaftlich erwünscht ist in diesem Zusammenhang keine Kategorie. Darum kümmert sich Evolution nicht.“

          Um feministisches Blödquaak aber auch nicht. Können wir uns hier mal auf eine gemeinsame Sprache einigen? Entweder laberst Du von der Evolution als Entwicklung der Arten, oder um Deine Flachthesen zu imaginierten Gesellschaften. Alles andere kann nicht funktionieren, außer eben als blösinniges Hin- u. Hergetrolle, welches in Deinem Vorstadtghetto ja als toll und vorbildlich gelten mag, hier aber nur unnütz Zeit und Ressourcen vergeudet und Mitleser nervt.

        • „Ich hatte Gleichstellung im Sinne von rechtliche Gleichstellung benutzt.“
          Blöd zurechtgelogene Ausrede, es befindet sich in Deinem Text kein Marker dazu. Aber derartiges hatte ich ja schon in meinem ersten Kommentar zu Deinem Herumgequaake angekündigt. Erst einen selbstverständlichen Binsenzusammenhang basteln und hinterher behaupten, es wäre aber aber aber gaaanz anders gemeint gewesen. Du scheinst noch nicht mal so viel hier mitgelesen zu haben, daß realisierst, daß zumindest die aktiven Schreiber hier praktisch durchgehend wissen, was gemeint ist, wenn man schreibt: „Alles Satire ( lacht )“.
          Ha ha ha ….

          • @fiete

            Ich finde gerade in den letzten Kommentaren geradezu anrührend, wie ernsthaft vorstadtstrizzi reagiert und zu argumentieren versucht.
            Er/Sie Weicht der Diskussion nicht aus, verlegt sich nicht einmal auf persönliche Angriffe und ad-hominem-argumente, sondern diskutiert.

            Leider kann ich das von folgenden Fragmenten nicht behaupten:

            „daß Du erstens von Dingen schwafelst, von denen Du keinen Dunst hast “
            „Schon Dein Geblubber über einen von Dir erfundenen evolutionären Vorgang“
            „Um feministisches Blödquaak aber auch nicht“
            „Blöd zurechtgelogene Ausrede,“

            Die Diskussion verspricht mMn, spannend zu werden, und ich finde, dass eine solche Gelegenheit genutzt werden sollte.

            Um es mit Cornofis‘ Worten zu wiederholen:
            vorstadtstrizzi macht tatsächlich zunehmend den Eindruck eines Besuchers, „der mit seinem Halbwissen aus feministischer Quelle glaubt, uns was Neues erzählen zu können“, und erst mal erkennen können muss, wie viel Mist ihm erzählt worden ist. Woher soll er oder sie es auch wissen.

            „blösinniges Hin- u. Hergetrolle, welches in Deinem Vorstadtghetto ja als toll und vorbildlich gelten mag, hier aber nur unnütz Zeit und Ressourcen vergeudet und Mitleser nervt“ – so empfinde ich im Moment leider eher Deine Beiträge.
            Ich schätze ja so allgemein durchaus deine Meinung, aber im Ton gegenüber vorstadtstrizzi könntst du durchaus freundlicher sein.

          • Klar könnte ich ausgesucht eiskalt höflich im Strafbefehlstil schreiben, oder sogar versuchen jeden Furz von Strizzie en Detail zu widerlegen.
            Aber warum?
            Seine ( generisches Neutrum ) Taktik ist doch von Anfang an klar gewesen, so klar, daß ich sie umgehend und wohl auch ziemlich durchgehend prognostizieren konnte.

            Es rauscht auf, pöbelt Bullshit und wenn der frikassiert wird, schaltet es um auf grausam schlecht präsentierten scheinsachlichen Dummquaak und schüttet jeden vernünftigen Versuch mit dämlichsten Binsen zu. „War ja alles ganz anders gemeint, deshalb seid Ihr die Bösen“, na, schönen Schrank auch!
            Sorry, aber die Zeiten als ich auf solche 08/15-Muster hereingefallen bin, sind längst vorbei. Es agitiert irgendwo zwischen Witzorek, Margarine Stockdoofski und Schmollack und das weit unter Erdbeerniveau. Und ich bin jetzt Rentner und habe somit für solche Kindergartenkloppereien keine Zeit mehr. Wenn es meint, es kann hier in irgendwelchen Formeln labern, die von den allermeisten Menschen völlig anders verstanden werden, muß es sich nicht wundern ( und hat es sicherlich auch nicht ), wenn es in den meisten Menschen eingängiger Sprache verbal abgewatscht wird. Verdient ist halt verdient und genug Mühe hat es sich ja gegeben.
            Am witzigsten fand ich die Dichothomie mehrere völlig unsinnige Definitionen von irgendetwas hier als gängige Fakten zu präsentieren und sich dann demonstrativ zu mokieren, daß es ja für Sexismus gar keine gäbe.
            Da hätte es sich doch viel einfacher ein Teakholzbrotbrett vor die Stirn nageln und ein Foto davon hier verlinken können. Mit dem Branding drauf: „Ich brauche Feminismus, weil noch noch dämlicher geht es nicht.“
            Dagegen sind ja Inkubator’s Zick-Zack-Ablenkungs- u. Camouflagemänöver noch Nobelpreiswürdig.

            Manchmal habe ich fast den Eindruck, es gäbe so etwas wie eine Politnachwuchscoachingagentur, die als Rabulistik-Leistungskurs anbietet, sich mit Teamsupport ein paar Tage auf AE grillen zu lassen, um das „Ich meine den Bullshit aber gaaanz ernst“-Gesicht zu üben.
            Das würde auch das notorische Nichterröten bspw. der letzten drei Antimännerministerdarsteller erklären.

            Was keineswegs heißen soll, daß ich das auch von Dir und Carnofis geäußerte Argument, daß man auch und nicht zuletzt an unbedarfte Mitleser denken sollte, nicht unterstütze. Selbstverständlich und ich habe genau das auch schon mehrfach, z.B. hier und auf Man-Tau geschrieben. Aber ich halte den unbedarften Mitleser deshalb noch lange nicht für blöd, oder sogar der üblichen Umgangssprache für unfähig.
            Und wenn zum xten Male aus sofort erkennbarer Provokationsgeilheit heraus eindeutige und gesamtgesellschaftliche Grenzen mit so dicken Kloppern überwalzt werden, denke ich, daß es wen geben sollte, der das auch locker so benennt und markiert.
            Merke: Nicht jeder Feminist ist so beschränkt, daß er gar nicht merkt was für’n Scheiß er absondert.
            Und bei manchen stinkt die Boshaftigkeit ( insofern durchaus ein Zeichen relativer formaler Intelligenz ) schon aus den ersten paar Zeilen.

            Aber selbstverständölich erneuere ich auch ggü. Strizzie mein Angebot, sofort auf sachlich zu schalten, falls es mal selbst ein paar unverschlüsselte, verständliche und zumindest irgendwie begründbare Argumente zu liefern versucht.
            Bis jetzt kam da exakt das:“Männer. Immer. Macht. Deshalb privilegiert böse.“
            Und das im handlichen Schrankformat ab Adam&Eva in Detailwiderlegungen als hirnrissig aufzudröseln ist mir schlichtweg mehrere Nummern zu blöde und widerspricht per se diametral dem, was normale Menschen im Laufe ihrer vorschulischen Sozialisation von ihren Eltern vorgelebt bekommen. Und da habe ich auch gar keinen Anlass, ihm ( immer noch generisches Neutrum ) mit der zielsicher als patriarchale Verhöhnung wahrgenommenen ( und sicherlich auch weitervermeldeten ) Mitleidsschiene zu kommen, nach der Methode: „Das tut mir aber leid, daß Du offenbar nicht in einem ordentlichen Zuhause aufgewachsen bist, Du armes Kind“.
            Wenn es sich im rüpelhaften Rempeln, oder Headbanging üben will, aber gern, this is my elbow ….
            ( besser hier, als körperlich in der U-Bahn ggü. wehrlosen Omis, die davon möglw. einen Herzkasper bekommen. Da bin ich alterskohortengerecht voll auf Omi’s Seite )

        • „3. Gleichberechtigung vs Gleichstellung. Weitgehend d’accord. Ich hatte Gleichstellung im Sinne von rechtliche Gleichstellung benutzt.“

          „Rechtlich“ handelt es sich um genau das, was ich beschrieben habe:
          Gleichberechtigung beinhaltet, dass alle die selben Rechte und Möglichkeiten erhalten.
          Dies beinhaltet die Möglichkeit, dass sich in einer Gruppe von Menschen mehr für ein bestimmtes Thema interessieren als in einer anderen, und deshalb dort auch stärker vertreten sein werden.
          Gleichstellung, als rechtliches instrument benutzt, würde da fordern, dass aber von beiden Gruppen vergleichbare „repräsentation“ erreicht werden muss. Das ist das Prinzip von Quotierungen. Das von Feministen immer nur in Bezug auf für sie attraktive Punkte bemüht wird.

          P.S. im Grundgestz Art. 3 steht „Gleichberechtigung“, nicht Gleichstellung, auch wenn immer wieder die Behauptung kolportiert wird, es gebe einen „Gleichstelungsauftrag“ im Grundgesetz.

          „2. Jedes (mutiert oder nicht) Gen, jede Struktur, jede Idee profitiert selbst am meisten davon, wenn es sich durchsetzt (oft, in dem es von den übrigen Genen/Strukturen/Ideen als wertvoll für ihr eigenes Überleben, sprich in der Zusammenarbeit als wertvoller als der bisherige Zustand ‚betrachtet‘ wird).“

          Das ist nicht wahr.
          Wen man z.B. Evolution von Verhalten in der Spieltheorie betrachtet, dann ist das Verhalten reines „cheating“ zwar weniger erfolgreich als das Verhalten reine „kooperation“, aber in einer konkurrenzsituation verdrängt es die Kooperation. Beide Taktiken sind wiederum weniger erfolgreich als „tit for tat“, das wiederum weniger erfolgreich als „forgiving tit for tat“
          Setzt man eine simulation mit einer population an, in der die genanten spieltaktiken zu Anfang gleich stark vertreten sind, dann stirbt als erstes das verhalten „reine kooperation“ aus, weil spieler mit dieser taktik immer übers ohr gehauen werden.
          Langfristig dominiert „forgiving tit for tat“.
          „cheating“ bleibt auf einem niedrigen niveau stabil, weil es nur so funktioniert:
          „Cheating“ profitiert genau nicht davon, sich durchzusetzen, sondern profitiert im Gegenteil davon, dass sich weitgehend kooperatives Verhalten durchgesetzt hat, das ein „cheater“ immer mindestens kurzfristig abzocken kann.
          Es ist aber für den cheater selbst von Nachteil, wen sein verhalten sich zu sehr Durchsetzt.

          Das ist kein exxotisches Beispiel, sondern geradezu das Grundprinzip spieltheoretischer Überlegungen zur Evolution von Verhalten.

          • Der Terminus „rechtliche Gleichstellung“ wird schon seit den letzten Jahrzehnten des letzten Jahrtausends von jeder Menge Politiker und auch Juristen als Gleichberechtigungssurrogat und -synonym verwendet. Das könnte ein unbedarfter Mitleser durchaus als „seriös“ weil „Fachbegriff“ wahrnehmen ( mir ging es bspw.so, bis ich mich gezwungenermaßen näher mit der Thematik befassen mußte ).
            Und exakt das ist Plan von Strizzie!
            Es weiß, daß „die pösen Maskus“ den Unterschied kennen und thematisieren, also kloppt es erstmal gezielt voll rein, um hinterher auf unwissendes Mädchenopfa zu mimen, das ja nur was ganz fachliches sagen wollte und so Sympathiepunkte als unschuldiges Ghettodummchen abzuzocken.
            Femi zu sein heißt ja keineswegs, daß dem taktischen Zickenjazz aus Gerechtigkeitsgründen abgeschworen wurde. Eher im Gegenteil.

    • Gelesen, geprüft und für zu leicht befunden.

      @maddes8cht, Carnofis, Jochen, etc.:
      Ganz ohne Ironie: mich beeindruckt Euer Bemühen, wieder, immer wieder ideologischer Verblendung mit Argumenten zu begegnen.

      Mich erfaßt, und nicht zu meiner Freude, bei solch unreflektierten und uninformierten Scheindenken nur mehr Gleichgültigkeit. Soll das Leben sie belehren. Und wenn es das nicht tut, auch gut. Sollen in ihren gutgemeinten Gewißheiten steckenbleiben.

      Aber Eure Ausführungen lese ich trotz alledem mit Interesse und Gewinn!

      • „mich beeindruckt Euer Bemühen, wieder, immer wieder ideologischer Verblendung mit Argumenten zu begegnen.
        […]
        Aber Eure Ausführungen lese ich trotz alledem mit Interesse und Gewinn!“

        Danke..
        ich und, wie ich ganz sicher auch weiß, Carnofis, mache das u.a., weil ich davon ausgehe, dass du nicht der einzige Mitleser sein wirst, der vielleicht angesprochen wird – es gibt mehr stille Mitleser als Kommentatoren. Es gibt ein Publikum, das größer ist als der Addressat, in diesem Fall mehr als Vorstadtstrizzi. Der/die möglicherweise schon gar nimmer mitliest.

      • Ach Kostya,

        es könnte ja ein Uninformierter hinter dem vorstadtstrizzi stecken, der mit seinem Halbwissen aus feministischer Quelle glaubt, uns was Neues erzählen zu können – und der nun entdeckt, dass ihm Müll erzählt wurde.

        Deshalb müssen wir immer wieder von vorne anfangen, dieselbe Geschichte zu erzählen.

        Und ich tue es gern, denn wenn es mir gelingt, auch nur eine Handvoll Irregeleiteter wieder auf den rechten Pfad zurückzuführen, hat sich der Aufwand gelohnt 😀

        • Schön gesagt, Carnofis.
          An der Stelle spielt dann auch noch meine EIGENE Erfahrung eine Rolle, der ich ja auch (wer nicht) „feministisch sozialisiert“ wurde und bis vor gar nicht soo vielen Jahren diesen Mist (soweit ich ihn kannte oder meinte zu kennen) selber geglaubt hatte.

          Für mich, für Leute wie mich, ist es eben die Kraft der Argumente, die bereitstellung nachrecherchierbaren wissens, belegbarer vorgänge, die irgendwann veränderung ermöglichen (oder unvermeidbar machen).

          • @Maddes8cht, Carnofis

            Gute Gründe, sehr gute Gründe!
            Und gut, daß Ihr das macht, während andere (z.B. ich) gerade schwächeln.
            Gebt damit auch denen, die schwächeln, ein Beispiel…

          • „Gebt damit auch denen, die schwächeln, ein Beispiel…“

            Och, so’n büschen Spaß muss dabei auch schon sein. So ganz selbstlos tu ich das dann doch nicht.

            Und dass der Spaß nicht zu kurz kommt, dafür sorgt Semi immer wieder in erfrischend fröhlich-naiver Weise.
            Eigentlich sollte sie es wissen, dass sie mit irgendwelchen Pressezitaten auf die Schnauze fällt, wenn sie sie nicht sehr gut recherchiert hat.
            Aber sie versucht es – zur meiner Freude – immer wieder, mit feministisch-religiösem Eifer 😀

          • „dafür sorgt Semi immer wieder in erfrischend fröhlich-naiver Weise.“
            Das hätte ich nicht so kurz und knackig verschwurbelt gekriegt!
            Mindestens zehn Gummipunkte!
            🙂

    • noch ist der Mensch ein im wesentlichen Instinktgesteuertes Wesen
      (die 3 Steuerebenen: Instinkt, Gefühl, Verstand). Die Gesellschaft und Kultur also im wesentlichen nur Ausdruck instinktiver Bedürfnisse und Bestrebungen.
      Eine Kulturelle Evolution würde also erst einsetzen, wenn Gefühl und Verstand bei einem genügend großem Anteil der Menschen, wesentlich das Verhalten steuern und nicht nur Werkzeug des Instinktes sind.
      Wir haben zwar eine Entwicklung von Technik und in gewisser Weise auch Kunst, aber eine allgemein menschliche Tendenz zur kulturellen Höherentwicklung ist nicht vorhanden, wenn man es objektiv betrachtet.
      Die Kultur besteht nach wie vor im wesentlichen darin, das Frauen Männer darum kämpfen lassen wer sie ficken darf, und Männer sich um möglichst viel Status und Macht und Reichtum rangeln. Eine Entwicklungstendenz ist da nicht zu erkennen.

  4. „Evolution greift jedoch weit darüber hinaus. Sie entwickelt sich immer in Kommunikation, und das heißt Veränderung, mit der Umwelt.“

    Den Satz versteh ich nicht, glaub ich. Natürlich ist Evolution ein permanenter Anpassungsprozess an die Umweltbedingungen. Was das aber mit Kommunikation zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
    In Afrika hat sich eine starke Pigmentierung menschlicher Haut in Reaktion auf die starke Sonneneinstrahlung entwickelt. In Europa hat sich diese Pigmentierung zurückentwickelt, um die sonst blockierte Vitamin D-Synthese sicherzustellen. Mit der Sonne kommunizieren war allerdings nicht Ausgangslage der Veränderungen. Und ebenso wenig ein gemeinsamer Beschluss am Lagerfeuer.

    „Sie verändert deshalb insbesondere das soziale Gefüge unserer Spezies.“

    Evolution KANN das soziale Gefüge verändern, MUSS es aber nicht.

    „Die Grundlage oder die (recht unscharfe) Grenze zu vorzivilisatorischen Zeiten vor unserer evolutionär entstandenen Zivilisation wiederum ist die Durchsetzung (oder jedenfalls das Streben nach) des gleichen Rechts für alle.“

    Das klingt mir zu romantisch (so ich es richtig verstanden habe).
    Zwar geschieht nichts außerhalb der Evolution, aber unsere Zivilisationen sind nicht evolutionär entstanden, sondern ein kulturelles Produkt evolutionärer Voraussetzungen (Kommunikation, Gebrauch von Werkzeug).
    Und vom Ablauf her vermute ich, dass die Menschheit sich in den Hochkulturen bezogen auf vorzivilisatorische Zeiten eher vom Grundsatz „Gleiches Recht für alle“ wegbewegt hat, bevor er seit der Französischen Revolution wieder ins Blickfeld geriet.

    • @Carnofis:
      Wie es scheint, hast Du den Satz von @Strizzy ziemlich gut verstanden.
      Es mischt irgendwelchen Blödsinn mit Wunschträumen und hängt zum Verschwurbeln des Unfugs irgendwelche Binsen an.
      Und bedient sich gezielt der mittlerweile eklatanten Unschärfen unserer Sprache, z.B. indem sie den Begriff Kommunikation zur blöden Ausrede verwurstet. Sie spart die Definition aus. Also z.B. daß wassergefüllte Röhren ein kommunizierendes System bilden, um zu suggerieren, Kommunikation wäre so etwas wie bewußtes Austausch zum Thema Beschlüsse zu fassen – und daß dann noch im Kontext binärer Thesen zur Evolution. Was die Hintertür eröffnet, daß man es ja „irgendwie ganz anders“ gemeint hätte. Das ist ungefähr das gleiche Rabulistikmuster, welches auch die „Kommunikationsgrundlage“ von Oh-nix und Margarine G&D bildet.

      Tja, dioe Frage nach logischer, evolutionärer, oder sonstwie rationaler Begründung, Herleitung oder gar Beleg erübrigt sich damit wohl ( käme bestenfalls die laue Ausrede: „Jüngste Sudien zeigen …. “ ).

      Aber es ist natürlich auch klar, das Rationalität patriarchale Unterdrückung ( bspw. maskulistischer Biologismus ) der heiligen Frau ist, was sich immer dadurch „belegen“ lässt, daß Frauen im Schnitt ein Stückchen kleiner als Männer sind, weil die ihnen in vorzivilisierter Zeit immer das eiweißreiche Fleisch weggefressen haben, gell?

      • „..weil die ihnen in vorzivilisierter Zeit immer das eiweißreiche Fleisch weggefressen haben, gell?“
        Nur dazu: Der (nicht nur) bei Säugetieren vorherrschende Geschlechterdimorphismus wird von fast allen Evolutionsbiologen auf den Vorteil bei den Konkurrenzkämpfen der Männchen um die Weibchen zurückgeführt.

        • … sowie auf die Vorteile der Weibchen aus den Folgen dieser Kämpfe. Und auch das ist nur ein Teil der Geschichte, welche Du in lächerlicher weil extrem verzerrter Weise hier anzuführen müssen meinst, was widerum recht deutlich belegt, daß Du erstens von Dingen schwafelst, von denen Du keinen Dunst hast und zweitens den Namen und das Alter dieses Blogs völlig außer Acht lässt, da sicherlich die meisten durchschnittlichen Mitleser hier schon allein in den letzten Jahren mehr und reichlich gehaltvollere Erörterungen zum Thema Evolution mitbekommen haben, als Deinem Gesamtwissen dazu entspricht.
          Schon Dein Geblubber über einen von Dir erfundenen evolutionären Vorgang ( Notwendigkeit, selektiven Vorteil, was auch immer ), welcher angebl. dafür sorgt, daß man Männer und Weiße diskriminieren und mit Rassismus überziehen kann und müßte, weil sie ja keine Menschen im evolutionären wie rechtlichen Sinn wären, deshalb die Begriffe Rassismus und Diskriminierung nicht für sie gelten würden, macht Dich zum willigen Opfa, daß sich begeistert auf den Rücken schmeißt um masochistische Triebe auszuleben. Weshalb auch kaum noch betreitbar ist, daß Du an einer auch nur irgendwie sachbezogenen Unterhaltung sicher überhaupt kein Interesse hast, was wiederum meiner frühen Prognose entspricht.

  5. Häh? wie kommst du ausgerechnet bei einem Artikel, der mit Biologie rein gar nichts zu tun hat, zu diesem Schluss? Wäre ja auch Quatsch, da die soziologischen Entwicklungen ungleich dynamischer sind. Das ändert aber nichts daran, dass die evolutionäre Entwicklung von Männern und Frauen nicht gleich verlaufen ist und daher Geschlecht auch kein „rein soziales Konstrukt“ ist.

    Immer wieder „schön“: Sobald es ihnen in den Kram passt, weisen Feministinnen selbstverständlich gewisse Eigenschaften streng nach dem biologischen Geschlecht zu. Sexismus halt.

  6. …dass es einen Machtkampf zwischen Männer und Frauen gibt, bei dem Männer sich einen unfairen Vorteil verschafft haben, der immer noch fortbesteht.

    Wenn man es genau nimmt, haben Männer einen Vorteil, der immer noch fortbesteht. Unfair? Nope, er ist ja naturgegeben und nicht widerrechtlich angeeignet.

    Männer können im Grund alles, was Frauen auch können, wenn man vom Kindergebären absieht. Und das zumeist genau so gut, manchmal sogar besser. Arbeiten, etwas entwickeln, Arbeit im Team? Für den Mann im Durchschnitt kein Problem, in Sachen Teamarbeit sind Männer meist besser als Frauen. Weil es keine Stutenbissigkeit gibt, sondern das gemeinsam erreichte Ergebnis zählt.

    Kindererziehung? Ab einem gewissen Alter, wenn Kinder nicht mehr auf die Brust der Mutter angewiesen sind, sind auch hier offenbar die Männer besser. Gab ja kürzlich einen Bericht über eine finnische(?) Studie, die alleinerziehenden Vätern bescheinigte, besser und lockerer mit ihrem Nachwuchs umzugehen als Mütter.

    Dazu hat der Mann noch den Vorteil, dass er im Durchschnitt der durchschnittlichen Frau im Bezug auf körperliches Fähigkeiten und Eigenschaften überlegen ist. Weniger hitze-, kälte- und schmerzempfindlich, ausdauernder und physisch stärker.
    Das muss(te) er ja auch sein, wenn er als Jäger das große Mammut verfolgte und tötete.

    Glück für die Frauen – und vielleicht auch gerade für die Feministinnen (weibliche und männliche), dass der durchschnittliche Mann auch nicht überempfindlich auf unbeholfene Anmache und blöde Sprüche reagiert. Selbst Diffamierung und Kriminalisierung nimmt er (bisher) weitestgehend schweigend hin.
    Und so stellt er sich dann sogar schützend vor Frauen, teils sogar die Frauen, die ihn beschämen und verleumden wollen. Weil der Mann halt auch weiß, dass er nicht ganz ohne Frauen kann (und will). Womit wir wieder bei der Teamfähigkeit wären. 😉
    Deshalb sind es dann meist auch die Männer, die u.U. sogar ihr eigenes Leben riskieren, um andere Menschen oder Tiere in Not zu retten (Fußballjungs in Thailand).

    Kurzum, der Mann hat keine unfairen Vorteile erlangt, der Mann ist ganz einfach der bessere Mensch. War vielleicht nur ein Glückstreffer vom lieben Gott, kennt man von Film-Mehrteilern aber auch. Meist ist der erste Teil genial, weitere Teile, die an die Erfolge anknüpfen sollen, dagegen eher Rohrkrepierer.

    Ich finde, auch wenn mein Beitrag jetzt nicht zu 100% ernst gemeint und ernst genommen werden sollte, kann ein bisschen mehr männliches Selbstbewusstsein nicht schaden. Gerade in Zeiten von Frauenquoten, Frauenbevorzugung, metoo und toxischer Männlichkeit. 😉

  7. „Den Satz versteh ich nicht, glaub ich. Natürlich ist Evolution ein permanenter Anpassungsprozess an die Umweltbedingungen.“
    Eben nicht. Evolution ist ein permanenter Kommunikations- bzw Interaktionsprozess.
    Das bedeutet, dass ‚Anpassung an Umweltbedingungen‘ eine einseitig verkürzte Sichtweise von Evolution ist.
    Die andere Seite ist: Die Umwelt ist nicht etwas Gegebenes, vor dessen Hintergrund wir vor uns hin evolutionieren. Sondern sie wird durch die Evolution gestaltet.
    Nimm den Biber, der ganze Flußauen so umgestaltet, dass er weder Flut noch Niedrigwasser fürchten muss und den Lebensraum seiner Spezies durch sein Tun erweitert.
    Nimm die Termite, die in extremen Lebensräumen im sozialen Verbund ihren Bau dergestalt mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem versieht, dass 10 000de von ihnen die lebensfeindliche Hitze nicht fürchten müssen.
    Nimm die Neuroviren, die ihren Wirt (ihre Umwelt) so manipulieren, dass sein Stoffwechsel bzw sein Verhalten ihrer Fortpflanzung dient.
    Nimm die Cyanobakterien bzw die Blaualgen, die vor ca 3 Mrd Jahren mit der Photosynthese anfingen und dadurch die Athmosphäre dahingehend veränderten, dass die Evolution sauerstoffbasierten Lebens möglich wurde.

    Zur soziokulturellen Evolution:
    Man kann in der gesamten Evolution, wie übrigens auch bei der Bildung komplexer chemisch-physikalischer Strukturen wie Atome, Moleküle und Großmoleküle, grundsätzlich zwei Kräfte beobachten: Abstoßung bzw. (Raum-) Konkurrenz (‚fight or flight‘) einerseits und Anziehung bzw Zusammenarbeit (‚tend and befriend‘) andererseits.
    Diese beiden Prinzipien wirken angefangen auf (sub-) atomarer Ebene über Moleküle zu Genen, Zellen, Zellgeweben, Organen, Individuen, bis hin zu sozialen Verbänden.
    In der gesamten Evolutionslinie des Menschen muss das Prinzip des ‚tend and be friend‘ soweit Oberhand über das ‚fight and flight‘ gehabt haben, dass sich Vielzeller und, in ganz besonderem Maße, auch (von Konkurrenz aber mehr noch Zusammenarbeit geprägte) soziale Verbände entwickeln konnten, denn das ist unsere Evolutionsgeschichte.

    • Vielen Dank, @ Strizzie, daß Du meinen Kommentar noch mit ein paar anektdotischen Beispielen hübsch emotional unterfütterst.
      Was der letzte Absatz jetzt besagen soll, ist mir allerdings unklar. Vielleicht, daß positive Selektion bei manchen Säugetieren etwas stärker wirksam ist/war, als restriktive?
      Und was ja, welche These möchtest Du mit dieser These untermauern?

      Und was hat das ganze mit Deinem anfänglichen Getöse zu tun?
      Weißt Du noch womit Du hier eingestiegen bist?

      ( Kaffekränzchen vorbei, wieder Langeweile am PC? )

        • Lies meinen Kommentar einfach noch mal und wenn Du ihn dann immer noch nicht zu kapieren fähig bist, dann frage doch einfach wen, der sich mit sowas auskennt.
          Übrigens, das könnte für Dich vielleicht etwas ungewohnt sein, aber hier darf grundsätzlich jeder alles kommentieren.

          Und Tatsache ist, daß Du nunmal meinen Kommentar mit ein paar insgesamt schlicht unerheblichen Beispielen gewürzt hast. Und das kommentiere traditionell-klassisch logischerweise ich, völlig unbenommen, ob Carnofis das, oder ähnliches auch tut, oder eben nicht. Daß Du weder vorher noch hinterher bemerkt hast, wozu ich mich wie und warum äußere, überrascht allerdings nicht im geringsten, sondern passt zu meiner weiteren obigen Kommentierung des heute hier mal wieder vorherrschenden Niveaus, welches Du offenbar noch fleißig zu untertreffen bemüht bist.
          Tja …..

          • Nö. Ich muß gestehen, da bin ich mittlerweile auch zu faul zu und sammle eher mir logisch erscheinende oder ernsthaft am übergeordneten Recht orientierte Wiedergaben kreuz und quer durch das WWW. Mein Englisch ist auch zu schlecht die US-amerikanischen Ikonen in ihrer teils postmodernen Fachsprache auf Youtube zu verfolgen, weshalb ich mich lieber auf bereits übersetzte, oder neuerdings gut DeepLbare Schriften beschränke. Insofern halte ich Dawkins, Farrell, Peterson u.s.w. für notfalls verzichtbar ( und das allernötigste erklärt Schoppe ja angelegentlich ).
            Und tatsächlich gibt es auch einiges sehr kluges auf deutsch zur Thematik, nur hat das großteils weder Markt noch Lobby, ist also etwas umständlicher zu entdecken.

    • Die andere Seite ist: Die Umwelt ist nicht etwas Gegebenes, vor dessen Hintergrund wir vor uns hin evolutionieren. Sondern sie wird durch die Evolution gestaltet.

      Platitüde.
      Lebewesen, die ihre Umwelt verändern, verändern u.U. ihren Lebensraum in einer Weise, die zu einer evolutionären Weiterentwicklung ihrer Physis zwingt.
      Dein Beispiel mit den Bibern passt recht gut.
      Wenn wir mal annehmen, dass die Vorfahren der Biber ursprünglich einfach landlebende Nager waren, die von jungen Trieben geflochtene Bauten als Fluchtburgen lebten, dann hatten die Vertreter einen Vorteil gegenüber Fressfeinden, deren Fluchtburg sich im Wasser befand.
      Die anderen starben nach und nach aus – oder entwickelten sich zu Nutria, oder Ähnlichem
      Die Regulierung des schützenden Wasserstands war dann nur noch eine konsequente Weiterentwicklung des Konzepts „Wasserburg“.
      Dummerweise läuft es sich im Wasser nicht so gut, wie an Land. Daher hatten die Exemplare einen evolutionären(!) Vorteil, die Schwimmhäute an den Pfoten ausbildeten und – später oder früher – ein wasserdichtes Fell. Die durch Aufstauung von Wasser entstandene neue Lebensumgebung zwang zu einer Anpassung, die durch Evolution stattfand.
      Es ist also IMMER die Umgebung, die die Evolution antreibt, NIE anders herum. An dieser Tatsache ändert auch kein Hinweis auf die aktive Veränderung der Umwelt durch einzelne Spezies.
      Es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass sich bei einem Lebewesen erst Flossen entwickelten und es dann begann, mit ihnen einen Graben auszuheben, damit der sich mit Wasser füllt.

      „Nimm die Neuroviren, die ihren Wirt (ihre Umwelt) so manipulieren, dass sein Stoffwechsel bzw sein Verhalten ihrer Fortpflanzung dient.“

      Viren sind keine Lebewesen im biologischen Sinne. Und ich billige ihnen nicht einmal eine Evolution im naturwissenschaftlichen Sinne zu. Viren veranlassen einen lebendigen Organismus, Kopien von ihnen herzustellen. Evolution findet hier nicht zielgesteuert als Anpassung auf eine Umgebung statt, sondern rein als Zufall fehlerhafter Kopien, die gegenüber der ursprünglichen Variante einen Vorteil hat. Jede Virengeneration fängt also immer wieder bei Null an.

      „Nimm die Cyanobakterien bzw die Blaualgen, die vor ca 3 Mrd Jahren mit der Photosynthese anfingen und dadurch die Athmosphäre dahingehend veränderten, dass die Evolution sauerstoffbasierten Lebens möglich wurde.“

      Cyanobakterien haben keinen Sauerstoff abgegeben, um anderen Lebewesen überhaupt das Leben zu ermöglichen, sondern weil – und jetzt halt Dich fest – Sauerstoff so ziemlich das giftigste chemische Element des Universums ist. Die Bakterien haben ganz profan ein gefährliches Gift ausgeschieden/ausgeschissen. Grüne Pflanzen machen das bis heute.
      Bevor sauerstoffbasiertes Leben möglich wurde, musste es erst ein ziemlich komplexes chemisches Konstrukt aufbauen, diesen Sauerstoff einzuhegen. Freier Sauerstoff – in Verbindung mit Energie – macht auf lange Sicht alles kaputt, was es gibt – außer Gold vielleicht.
      Daher gibt es außer auf der Erde keinen atmosphärebehafteten Planeten mit nennenswertem Sauerstoffgehalt.

      „Zur soziokulturellen Evolution:
      Man kann in der gesamten Evolution, wie übrigens auch bei der Bildung komplexer chemisch-physikalischer Strukturen wie Atome, Moleküle und Großmoleküle, grundsätzlich zwei Kräfte beobachten: Abstoßung bzw. (Raum-) Konkurrenz (‚fight or flight‘) einerseits und Anziehung bzw Zusammenarbeit (‚tend and befriend‘) andererseits.
      Diese beiden Prinzipien wirken angefangen auf (sub-) atomarer Ebene über Moleküle zu Genen, Zellen, Zellgeweben, Organen, Individuen, bis hin zu sozialen Verbänden.“

      Das ist esoterischer Humbug.
      Wer Dir das beigebracht hat, hat grundlegende Erkenntnisse der Physik nicht verstanden. Was Moleküle und Atome anbelangt, solltest Du die Möglichkeit nutzen und ein paar Vorlesungen in „Grundlagen der Chemie“ anhören.
      Aufgrund ihrer physikalischen Struktur neigen Atome unterschiedlich stark zur Aufnahme oder Abgabe von Elektronen, was sie – je nach Reaktionspartner – positiv oder negativ geladen macht. Zu behaupten, die Atome würden sich aus Widerwillen abstoßen, ist wirklich dummes Zeug (aber zugegeben so witzig, dass ich fast den Wunsch verspüre, eine solche gendabasierte Vorlesung mir zur Erheiterung reinzuziehen 😀 )
      Schon auf der Ebene kleiner Moleküle wird es deshalb absurd, weil sich dieselben zwei Moleküle gleichzeitig anziehen und abstoßen können. Das simpelste Beispiel ist das Wassermolekül, das als Dipol ein andere Wassermolekül anzieht, wenn es sich in der richtigen Lage zu ihm befindet, oder eben abstößt, wenn nicht.
      Makromoleküle entwickeln aufgrund innerer Ladungen teilweise recht komplexe Formen, sind aber viel zu träge, um mit anderen Makromolekülen wechselzuwirken.

      „In der gesamten Evolutionslinie des Menschen muss das Prinzip des ‚tend and be friend‘ soweit Oberhand über das ‚fight and flight‘ gehabt haben, dass sich Vielzeller und, in ganz besonderem Maße, auch (von Konkurrenz aber mehr noch Zusammenarbeit geprägte) soziale Verbände entwickeln konnten, denn das ist unsere Evolutionsgeschichte.“

      Binse.

      • Versuchst Du wirklich, Femis die groben Prinzipien selbstorganisierender Systeme zu verklickern,@ Carnofis?
        Das sind Binärdenker, das wird nix.
        Die sehen die Welt aufgeteilt in die Zustände:
        A – Chaos und böser Zufall ( natürlich männlich )
        B – Happy Betty, die große, die Gütige, regelt das und zwar absolut gerecht!

        Daß die Begriffe „Chaos und Zufall“ einfach nur die Grenzen der Erfassungsmöglichkeiten des einzelnen menschlichen Gehirns in Punkto Komplexität markieren, ist denen nicht beizubringen, können die nicht.

        Leider habe ich gerade nur einen sehr kurzen Ausschnitt in italienisch von dem rund ein halbes Jahrhundert alten Film gefunden, in dem das bildlich dargestellt wird, aber mit etwas „Umrechnungswillen“ lässt sich die Metaphorik des Happy-Betty-Prinzips wohl einigermaßen entschlüsseln und hochinterpolieren:

      • „Platitüde.“
        ‚Platitüde‘ ist relativ, kommt immer auf die, z.T. ja sehr spezielle, Vorbildung an. Du z.B. hattest diese ‚Platitüde‘ offensichtlich überhaupt nicht verstanden: „„Den Satz versteh ich nicht, glaub ich. Natürlich ist Evolution ein permanenter Anpassungsprozess an die Umweltbedingungen.““
        Ich selbst verstehe selbstverständlich bei weitem nicht alle Diskissionen in Spezialdisziplinen. Mein Nichtwissen jedoch mit ‚Platitüde‘, ‚Binse‘ o.ä. zu überspielen, ist nicht mein Stil. Ich hab, das empfinde ich als Glück, solche Spielchen nicht mehr nötig.

        „Lebewesen, die ihre Umwelt verändern, verändern u.U. ihren Lebensraum in einer Weise, die zu einer evolutionären Weiterentwicklung ihrer Physis zwingt.
        Dein Beispiel mit den Bibern passt recht gut.“

        Nur, dass du das Beispiel nicht verstanden hast. An diesem Beispiel ist auf Seiten des Bibers die Verhaltensänderung entscheidend (nicht die Änderung der Physis). Auf die Votalität der Wasserstände reagiert der Biber mit Regulierung. Die dazu nötige evolutionäre Verhaltensänderung (in Kommunikation mit der Umwelt) führt zur Gestaltung seiner Umwelt.
        Schon der erste Halbsatz „“Lebewesen, die ihre Umwelt verändern, verändern u.U. ihren Lebensraum ..“
        zeugt von tiefem Unverständnis über das Wesen von Leben. Denn das machen alle Lebewesen, solange sie leben. Leben bedeutet per definitionem immer auch Stoffwechsel, wobei ‚Stoff‘ primär Materie von außerhalb des Lebewesens ist, also Umwelt. Man könnte statt Stoffwechsel demnach auch Umweltwechsel sagen.
        „Es ist also IMMER die Umgebung, die die Evolution antreibt, NIE anders herum.“

        Das ist unterkomplex und im letzten Halbsatz falsch.
        Selbstverständlich sind Leben und damit auch Evolution Treiber bei der Änderung der Umwelt.

        „Cyanobakterien haben keinen Sauerstoff abgegeben, um anderen Lebewesen überhaupt das Leben zu ermöglichen, …“. Aha.
        „Zu behaupten, die Atome würden sich aus Widerwillen abstoßen…“ Wo hab ich das behauptet?

        Aber doch, Dunnerlüttchen, das sind mal Erkenntnisse. Glückwunsch. Von allein drauf gekommen?
        Aber im Ernst, wer solch rhetorischen Schnickschnack braucht, um sein Nichtwissen zu überspielen und sich selbst wieder aufzurichten … (Männer sind so zerbrechlich …)

        • „Nur, dass du das Beispiel nicht verstanden hast. An diesem Beispiel ist auf Seiten des Bibers die Verhaltensänderung entscheidend (nicht die Änderung der Physis).“

          Dein Beispiel mit den Bibern lautet in deiner eigenen ursprünglichen Formulierung so:

          „Nimm den Biber, der ganze Flußauen so umgestaltet, dass er weder Flut noch Niedrigwasser fürchten muss und den Lebensraum seiner Spezies durch sein Tun erweitert.“
          Man kann da natürlich die Behauptung aufstellen, dass es dir in dem Beispiel „auf Seiten des Bibers“ um „die Verhaltensänderung“ ging, aber als zwingend empfinde ich diesen Schluss nicht.
          Anstatt Carnofis vorzuwerfen, er habe „nicht verstanden“, könntest du natürlich versuchen, es besser zu erklären – dein ursprünglicher Satz dazu war dann doch arg dünn, um dann mit vorwurfsvollem Ton ein „nicht verstehen“ zu bemäkeln.
          Außerdem ist mindestens die Rückfrage legitim, ob denn du den Einwurf von Carnofis verstanden hast (der erheblich gründlicher ins seiner Äußerung war, was ein Hinweis sein kann (aber nicht muss), dass er gründlicher und detaillierter argumentiert hat). Du befasst dich mit seiner Aussage letztlich nicht wirklich (bis auf die Begründungslos aufgestellte Behauptung: „zeugt von tiefem Unverständnis über das Wesen von Leben“, und der Entgegnung, seine Sichtweise sei „Unterkomplex“, ohne die von dir intendierte Komplexität in irgend einer Hinsicht zu erläutern). Außer Andeutungen in großen Gesten kommt an Argumenten leider nix.

          Auch ich empfinde deine „Biologischen“ argumentationsversuche mindestens „schwurbelig“, um es mal vorsichtig auszudrücken, und ein paar sachliche Fehler darin habe ich ja auch schon anderswo erläutert. In ihrer Schwurbeligkeit kam mir sogar spontan der Gedanke, dass das von Heinz Jürgen Voss „inspiriert“ sein könnte – bitte um Entschuldigung, wenn ich dir da unrecht tue, aber andererseits könnte ich mir ein arg breites Grinsen nicht verkneiffen, wenn ich damit recht haben sollte…. Voss, der kleine Scharlatan (die Zweigeschlechtlichkeit wurde von den Nazis erfunden …“Bis in die 1920er Jahre sprach man von Geschlechter­vielfalt. Mit den Nazis kam die Theorie einer weitgehend klaren biologischen Zweiteilung, die auch immer noch im Biologie­studium vermittelt wird“ 😀 😉 😀 )

          Aber letztlich ist mein Eindruck, dass hier nur ein Nebenkriegsschauplatz aufgemacht wird.
          Klar, du bist provoziert worden, aber du bist dir möglicherweise nicht voll im klaren darüber, mit welchen Aussagen du hier provoziert hast, provozierst dafür aber fleißig weiter „(Männer sind so zerbrechlich …)“
          Vielleicht bildest du dir ein, „privilegierte Männer“ müssten das abkönnen, ignorierst dabei aber die teilweise haarsträubenden und in keiner Hinsicht „privilegienhaften“ Hintergrundgeschichten, die manche erst hier her geführt haben.
          Gegenüber jeder anderen Gruppierung würdest du eine solche Haltung vermutlich als arrogant empfinden. Also überlege dir vielleicht mal, ob an deinem Auftreten vielleicht zurecht etwas als arrogant empfunden werden könnte, was einen Fiete dann so schnell und heftig auf die Palme bringt, wie es hier geschehen ist.

          Der Kern, den du hier eigentlich gern kommentieren möchtest und an dem wiederum wir als „konrahenden“ gegenargumentieren möchten, sind deine Vorstelungen von „Sexismus“, an denen offenbar vor allem [weiße? heterosexuelle? alte? in jedem Fall aber: ] MÄNNER sich schuldig machen.
          Und Vorstellungen von einem Patriarchat, Privilegien, Machtpositionen.
          Eben das, was sich in diesem unscheinbaren Beitrag kondensiert:

          https://allesevolution.wordpress.com/2018/12/13/der-moderne-feminismus-ist-nicht-weniger-sexistisch-als-die-frauenfeindlichkeit-die-er-zu-bekaempfen-vorgibt/#comment-369947

          Und zu dem ich dir bereits ein paar Rückfragen gestellt hatte.
          Daher würde ich gerne die Nebenkriegsschauplätze hintanstellen und lieber dort weiter diskutieren.

        • Deinen Hinweis auf eine bei dir schon eingetretene Altersweisheit:

          „Mein Nichtwissen jedoch mit ‚Platitüde‘, ‚Binse‘ o.ä. zu überspielen, ist nicht mein Stil. Ich hab, das empfinde ich als Glück, solche Spielchen nicht mehr nötig. “

          widerspricht sich aus einem objektive Blickwinkel mit dem Satz, der kurz darauf von dir folgt:

          „(Männer sind so zerbrechlich …)“

          denn, darauf können wir uns bestimmt einigen: dies ist eine Platitüde.

          Vom feministischen Standpunkt her ist dieser Widerpruch wiederum schlüssig, wenn die sehr allgemeine Charakterisierung des Feminismus als wandelnder Widerspruch zugrunde gelegt wird.

          Auf jeden Fall bist du eine starke Frau. Alt vielleicht, aber stark.

      • „‚Platitüde‘ ist relativ, kommt immer auf die, z.T. ja sehr spezielle, Vorbildung an. Du z.B. hattest diese ‚Platitüde‘ offensichtlich überhaupt nicht verstanden: „„Den Satz versteh ich nicht, glaub ich. Natürlich ist Evolution ein permanenter Anpassungsprozess an die Umweltbedingungen.““

        Ah, wir versuchen uns in feministischer Dialektik?
        Du willst versuchen, mich mit einer an ganz anderer Stelle getroffenen Aussage an dieser Stelle mangelnder Vorbildung bezichtigen? Dazu fehlt Dir bis jetzt noch das Niveau!
        Wenn mich auf der Straße jemand auf chinesisch nach dem Weg fragt, würde ich ihn nicht verstehen und das entsprechend zum Ausdruck bringen. Das heißt aber nicht, dass ich deshalb auch unfähig wäre, einem anderen Passanten auf dessen (deutsch gesprochene) Frage die Uhrzeit korrekt zu nennen.
        In gewissen Grenzen akzeptiere ich, dass nicht überall eine Alltagswahrheit eine Platitüde ist. Aber wir diskutieren hier in einem Blog, in dem Du davon ausgehen kannst, dass der grundsätzliche Ablauf von Evolution im naturwissenschaftlichen Sinne bekannt ist.
        Wenn Du also schreibst: „Evolution greift jedoch weit darüber hinaus. Sie entwickelt sich immer in Kommunikation, und das heißt Veränderung, mit der Umwelt.“, dann IST das eine Platitüde. Für mich unverständlich war der Begriff „Kommunikation“ im Zusammenhang mit Evolution und Umwelt.
        Vielleicht geht nur mir das so und das ist beginnende Demenz. Aber auch beim 5. Mal Lesen erschließt sich mir immer noch nicht der Zusammenhang. Vielleicht fehlt es mir ja tatsächlich an der nötigen „Vorbildung“.

        „Ich selbst verstehe selbstverständlich bei weitem nicht alle Diskissionen in Spezialdisziplinen. Mein Nichtwissen jedoch mit ‚Platitüde‘, ‚Binse‘ o.ä. zu überspielen, ist nicht mein Stil.“

        Verlass Dich drauf, Evolution war auch – wenn auch nur unbedeutender – Bestandteil meines Studiums. Ich überspiel kein Nichtwissen.

        „„Lebewesen, die ihre Umwelt verändern, verändern u.U. ihren Lebensraum in einer Weise, die zu einer evolutionären Weiterentwicklung ihrer Physis zwingt.
        Dein Beispiel mit den Bibern passt recht gut.“
        Nur, dass du das Beispiel nicht verstanden hast. An diesem Beispiel ist auf Seiten des Bibers die Verhaltensänderung entscheidend (nicht die Änderung der Physis). Auf die Votalität der Wasserstände reagiert der Biber mit Regulierung. Die dazu nötige evolutionäre Verhaltensänderung (in Kommunikation mit der Umwelt) führt zur Gestaltung seiner Umwelt.“

        Argh, ich versteh schon wieder nicht, worauf Du hinauswillst.
        Willst Du mir erzählen, dass der Biber ERST beschloss, die schwankenden (Volatilität) Wasserstände zu regulieren und sich DANN physisch der von ihm geschaffenen neuen Umweltsituation anpasste?
        Und dann wieder diese „Kommunikation mit der Umwelt“, ich krieg ne Krise.
        Kommunikation setzt eine Interaktion zwischen zwei Lebewesen voraus. Ich KANN nicht mit einem Wasserstand „kommunizieren“, ich kann ihn nur zur Kenntnis nehmen und auf Schwankungen reagieren.
        Mir scheint, unser Problem ist, dass Du Begriffe aus den Naturwissenschaften anders verwendest, als sie dort definiert sind.
        Das kannst Du natürlich machen, aber dann darfst Du Dich nicht beschweren, dass Dich keiner versteht.

        „Schon der erste Halbsatz „“Lebewesen, die ihre Umwelt verändern, verändern u.U. ihren Lebensraum ..“
        zeugt von tiefem Unverständnis über das Wesen von Leben. Denn das machen alle Lebewesen, solange sie leben. Leben bedeutet per definitionem immer auch Stoffwechsel, wobei ‚Stoff‘ primär Materie von außerhalb des Lebewesens ist, also Umwelt. Man könnte statt Stoffwechsel demnach auch Umweltwechsel sagen.“

        Was sollen das jetzt für Spiegelfechtereien werden? Wenn eine Kuh nen Fladen legt, verändert sie an der Stelle im Gras die Umwelt, das ist richtig. Aber mir scheint, das ist nicht das, was Du mir damit sagen willst.
        In Deinem Sinne scheint „Stoffwechsel“ etwas Einseitiges zu sein, im Sinne von „Stoff A wird in Stoff B umgewandelt“.
        Das ist aber in der Biozönose nur begrenzt richtig, denn meistens findest Du dort Fließgleichgewichte vor. Ganz grob kann man sagen, dass Pflanzen mit Hilfe von Sonnenlicht und CO2 Energie chemisch in Form von Stärke, Öl oder Cellulose speichern, die die Kuh wieder in Wärme und CO2 zurückverwandelt. Im Großraum Biosphäre also ein Nullsummenspiel.
        Alle Lebewesen „atmen“. Dennoch bleibt der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre schon seit Äonen von Jahren weitgehend konstant. Von einem Umweltwechsel in größeren Dimensionen kann man also definitiv nicht sprechen.

        „(Männer sind so zerbrechlich …)“

        Das sach ich Dir. Endlich mal was, wo wir uns einig sind.
        Vielleicht wird das ja doch noch was mit uns beiden 😀

  8. Ach guck, zum Thema Evolution, so wie es allgemeinsprachlich und von Fachleuten verstanden wird, hat sich auch einer bekanntesten Fachleute und Dozenten in D. gerade geäußert und sciencefiles hat dazu einen hübschen kleinen Artikel geschrieben, inkl. zwei Videos, wo speziell auch auf den Genderglauben ( also das feministische Gebetsbuch aus dem wir hier ja gerade ein paar auswendig gelernte inhaltliche Wiedergaben lesen konten ) eingegangen wird:
    https://sciencefiles.org/2018/12/14/tu-braunschweig-ist-statte-der-geistigen-beschrankung/

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