82 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 193 (12.12.2018)

      • Nach der Einleitung ist das zahlenmäßige Mißverhältnis auch kein Wunder:

        Englisches Original unten. Übersetzung durch DeepL:

        Am Freitag, den 28. September 2018, hielt Alessandro Strumia, ein bekannter Partikeltheoretiker, der Professor für Physik an der Universität Pisa und derzeitiger Mitarbeiter der Theorieabteilung am CERN ist, einen Vortrag am CERN. In diesem Vortrag argumentierte er, dass die primäre Erklärung für die Diskrepanzen zwischen Männern und Frauen in der theoretischen Physik darin besteht, dass Frauen von Natur aus weniger fähig sind. Als Teilchenphysiker sind wir entsetzt über Strumias Handlungen und seine erklärten Ansichten über Frauen in der Hochenergiephysik.

        Wir schreiben hier zunächst, um so deutlich wie möglich zu sagen, dass die Menschlichkeit einer Person, unabhängig von zugeschriebenen Identitäten wie Rasse, Ethnie, Geschlechtsidentität, Religion, Behinderung, Geschlechterdarstellung oder sexueller Identität, nicht zur Debatte steht.

        ——————————-

        On Friday, September 28th, 2018, a talk was given at CERN by Alessandro Strumia, a well-known particle theorist who is a Professor of Physics at the University of Pisa and a current associate of the theory department at CERN. In this talk he argued that the primary explanation for the discrepancies between men and women in theoretical physics is that women are inherently less capable. As particle physicists, we are appalled by Strumia’s actions and his stated views on women in high energy physics.

        We write here first to state, in the strongest possible terms, that the humanity of any person, regardless of ascribed identities such as race, ethnicity, gender identity, religion, disability, gender presentation, or sexual identity is not up for debate.

      • Vermutlich wird hier wieder genauso verfahren, wie bei James Damore. Ich habe es noch nicht überprüft, bezweifle aber, dass er tatsächlich behauptet hat, dass Frauen „von Natur aus weniger fähig“ (less capable) sind.

        • Ja, das vermute ich auch.

          Wenn mal wieder jemand zum „Point out and shriek“ ausgerufen wird, ohne dass Originalzitate und Kontext in sachverhaltsneutraler Art mitgeteilt werden, so wie hier, halte ich dies für verwerflich, unehrlich und moralisch zweifelhaft.

        • Wobei das ein unsinniger Streit um Worte ist.

          Man kann Motivation und Befähigung nicht strikt voneinander trennen. Das eine bedingt das andere.

          • „Wobei das ein unsinniger Streit um Worte ist. Man kann Motivation und Befähigung nicht strikt voneinander trennen. Das eine bedingt das andere.“

            Das ist auf vielen Ebenen falsch. Letztlich bleibt zu sagen, dass Motivation und Befähigung zwei unterschiedliche „Dinge“ sind und dass Strumia nie die Absicht hatte, „den Frauen“ eine generelle Befähigung zu $etwas abzusprechen. Insofern ist das kein „unsinniger Streit um Worte“, sondern sogar die alles entscheidende Frage.

          • Motivation und Befähigung sind also völlig unabhängig voneinander?

            Sorry, aber auch eine Befähigung muss sich entwickeln und trainiert werden, wozu Motivation unabdingbar ist. Und Motivation lässt sich durch Erfolgserlebnisse aufrechterhalten und stärken, Erfolg hat aber sehr viel mit Befähigung zu tun.

            Das lässt sich gar nicht sauber trennen.

          • Ich habe mir Strumias Argumentation noch nicht im Detail angeschaut. Allerdings kenne ich die Methoden der linksrotgrünen SJWs und vermute stark, dass hier eine ursprünglich komplexe, differenzierte und datengestützte Analyse eines Wissenschaftlers aus politischen Gründen mal wieder bis zu Unkenntlichkeit verzerrt dargestellt wird.

            Insgesamt betrachte ich vier Kombinationen. Frauen sind in Bezug auf irgendein x …

            a) fähig und motiviert
            b) fähig und nicht motiviert
            c) unfähig und motiviert
            d) unfähig und nicht motiviert

            Wobei es zwischen den Parametern sicher auch noch Abstufungen gibt. Wenn es bei Strumia ähnlich ist, wie bei Peterson oder Damore, dann wird Strumias Festellung (b) wissentlich zu etwas zwischen c) und d) verklärt. Und das ist mehr als nur ein „Streit um Worte“. Es macht einen Unterschied, ob man ein ganzes Geschlecht prinzipiell für „fähig“ oder für „unfähig“ erklärt. Im letzteren Fall wäre die Kritik nämlich berechtigt.

          • @Radical:
            „Wenn es bei Strumia ähnlich ist, wie bei Peterson oder Damore, dann wird Strumias Festellung (b) wissentlich zu etwas zwischen c) und d) verklärt. “

            Soweit ich von den wenigen Zitateschnipseln und halbwegs brauchbaren Texten dazu mitbekommen habe, liegst Du mit Deiner naheliegenden Einschätzung richtig. Die Argumentation Strumias soll sachlich in etwa der Damores entsprochen haben, allerdings nicht ganz so diplomatisch verklausuliert gewesen sein.

    • Das Nachrichtenportal der NachDenkSeiten, dass sich selbst links verortet, argumentiert in dieser neoliberalismuskritisch antisemitischen Linie. Ein Paradebeispiel ist der Anfang Oktober erschienene Text über den Rücktritt des Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein.

      Das ist dieser Artikel:
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=46341

      Wer kriegt in dem Artikel sein Fett als „unehrenhafte Kapitalisten“ weg?
      • Lloyd Blankfein
      • sein Vize David Solomon
      • Henry „Hank“ Paulson
      • Mario Monti
      • Mario Draghi
      • José Manuel Barroso
      • Christian Sewing

      Zwei von sieben genannten bösen Bänkern sind also jüdisch. Voll antisemitisch.

      Was gibt es noch für ein Argument?

      Immerhin ist die „gierige Krake“ – schon seit dem Nationalsozialismus ein antisemitisches Symbol – in Anführungszeichen gesetzt,

      Nun ist die Krake seit mindestens 1830 ein Symbol für sich alles einverleibende Organisationen.

      Wir können also festhalten, dass alle Vegetarier voll die Nazis sind, denn das war Hitler schließlich auch.

      Sicherlich kann man einiges von dem, was auf den Nachdenkseiten steht, kritisieren, aber doch nicht so. Kapitalismuskritik kann man nicht damit begegnen, dass einige Kapitalisten Juden sind und Kritik daher antisemitisch sei.

      • Google ist – und das ist seit locker einem Jahrzehnt ( oder mehr ) durchschnittlicher Gesellschaftskonsens – eine Datenkrake! Fakebuch auch ( und dann heißt der Chef auch noch Zuckerberg, wenn das nicht irgendwie jüdisch klingt )!

        Werde jetzt nur ich als Antisemit verhaftet oder gleich über die Hälfte der deutschen Bevölkerung?

        Übrigens wurde ich tatsächlich mal als vermeindlicher Antisemit aus einer angebl. beschneidungskritischen FB-Gruppe geworfen. Da flog ein niemandem bekannter Typ mit Israelflagge als Symbolbild ein, rabulierte wild herum ( ungefähr auf dem Niveau von Charlotte Knobloch ) und unterstellte, wer intakte Kinder wolle und willkürliche Körperverletzung an ihnen verbieten wolle, wäre aktiv am nächsten Holocaust beteiligt und würde ihn dazu zwingen D. zu verlassen. Auf soviel Schwachsinn und nach endlosen vorher längst abgehakten Detaildebatten dazu, entgegnete ich nur lässig: „Reisende soll man nicht aufhalten“.
        Zack, war nicht nur ich raus, sondern auch alle die den Rauswurf kritisierten, oder offen darüber zu lachen gewagt hatten.
        Komisch eigentlich, mit realen Juden im echten Leben hatte ich nie Probleme, genauer gesagt habe ich sie als solche noch nicht einmal bemerkt.

  1. Die Grünen fördern eine Frauenquote, mal wieder. Diesmal bei Krankenkassen und Arztverbänden:

    https://www.tagesspiegel.de/politik/krankenkassen-und-arztverbaende-gruene-fordern-frauenquote-fuer-gesundheitsgremien/23746276.html

    Die Grünen begründen das u.a. mit:

    „Dass Frauen bessere Überlebenschancen nach einer Herz- OP hätten, wenn sie von Frauen operiert würden.“

    Ein Leser des Artikels wies auf diese Studie hin:

    https://www.pnas.org/content/115/34/8569
    Im Independent wird auch auf diese Studie verwiesen, dort werden auch Zahlen genannt:

    „When patients were treated by female physicians, 11.8 per cent of men and about 12 per cent of women died – a “gender gap” of 0.2 per cent.
    This gender gap increased to 0.7 per cent when male physicians were involved, with 12.6 per cent of men dying and 13.3 per cent of women.“

    https://www.independent.co.uk/news/health/heart-attacks-women-survival-doctors-deaths-hospital-emergency-room-a8480011.html

    • Bei Frauen soll man massiv eingreifen um die Zahlen hinter dem Komma zu verbessern und bei Männer diskutiert man Jahrelang ob sie überhaupt Hilfe erhalten sollen.

    • Kann man davon ausgehen, dass die von weiblichen und von männlichen Ärzten behandelten Fälle im Schnitt gleich schwer waren, also nicht beispielsweise kritische Fälle überproportional häufig bei männlichen Experten landen?

        • Entscheidender in meinen Augen ist jedoch die Altersverteilung der betroffenen.
          Da Herzkrankheiten bei Menschen unter 65 Jahren zu 80% Männer betrifft, kommt es bei der Betrachtung aller Fälle zu einer entsprechenden Verteilung.
          Wenn man wirklich feststellen will wie die Sterblichkeit Geschlechtsbezogen ist, müsste man die Betrachtung nach alter aufschlüsseln.
          Es ist davon auszugehen, das ein 40 Jähriges Herz besser auf eine Behandlung anspricht als eines das schon 70 Jahre seinen Dienst getan hat.

      • Kann man davon ausgehen, dass die Frauen im Schnitt eine gleich lange Schicht hinter sich haben wie der Durchschnitt der männlichen Chirurgen??

        • „Kann man davon ausgehen, dass die Frauen im Schnitt eine gleich lange Schicht hinter sich haben wie der Durchschnitt der männlichen Chirurgen??“

          Das ist für mich als Patient irrelevant.
          Wenn argumentiert wird, dass meine Überlebenschancen höher sind, wenn ich bei einer Frau unters Messer komme, dann möchte ich natürlich mehr Frauen ans Messer haben. Dass die weniger Fehler machen, weil sie weniger überlastet werden, ist für das Ergebnis nicht ausschlaggebend.

          • Ja, und wenn dann alle Patienten mehr Frauen ans Messer haben wollen, dann sind die bald gezwungen, ebenso lange Schichten zu machen wie die Männer, sind aber weniger belastbar unter Stress und machen mehr Fehler als Männer es je machten.

            Guter Plan.

          • „Guter Plan.“

            Wenn Frauen heute in der Lage sind, für sich an den Krankenhäusern pauschal Sonderbedingungen zu erhalten, dann sehe ich keinen Grund, warum sich daran was ändern soll, wenn nur noch Frauen schnibbeln.
            Die Sonderbedingungen hätten sie ja, weil sie FRAUEN sind und nicht, weil sie besonders gut verhandeln. Und dieser Tatbestand bleibt auch erhalten, wenn sie das Feld allein beackern. 🙂

          • Gerade in der Medizin ist die Bestenauslese unersetzbar wichtig.
            Denn im OP findet sie garantiert statt uns zwar aktiv wie passiv.

            Und ja, genau auf dem Gebiet zeigen sich die im Schnitt besseren Fähigkeiten von Männern sehr deutlich, wie hier auch schon etliche Male bis in’s Detail ausdiskutiert wurde.

            Ich lebe noch und habe noch beide Beine, weil ein paar Männer nahezu übermenschliches geleistet haben. Daran waren zwei Frauen aktiv beteiligt, die erste hat der leitende Operateur rausgeschmissen, nachdem sie dreimal lieb lächelnd mit ihrem rotzigen Ärmel im OP-Feld herumgepatscht hat ( was mir die eine oder andere intensive Antibiose einbrachte ), die zweite hat ganz unauffällig, dem Bereitschaftsanästhestisten assistiert, der mich zwischen den beiden OPs ein paar Stunden im Kasperland zwischengelagert hat.

            Und das Landarztphänomen ( deutliche Steigerungen der Studienabschlüsse bei gleichzeitiger Nichterfüllung des Medizinerbedarfs ) war hier ja auch schon einige Male Thema.

            Einen katastrophaleren Backlash als eine Ärztequote kann es kaum geben ( außer durch flächendeckenden Strom- u. Erdölausfall )

          • „Einen katastrophaleren Backlash als eine Ärztequote kann es kaum geben ( außer durch flächendeckenden Strom- u. Erdölausfall )“

            Ich bin ja völlig mit Euch einer Meinung. Ich habe nur auf die nackte Aussage hin, dass Frauen statistisch in den bewerteten Fällen weniger Fehler machten, eine Empfehlung ausgesprochen.
            Dass sich hinter jeder feministischen Statistik nichts als heißer Wind bewegt, ist mir nicht erst klar, seit ich hier mitlese 😛

    • Was man in dem Artikeln sehr schön sieht, ist das keine Zahlen genannt werden, die auf die Anzahl der Fälle nach Geschlecht einen Bezug ermöglichen, man erfährt nur das Frauen einen höhere prozentuale Sterblichkeit bei Herzerkrankungen haben um eine Frauenquote zu fordern.
      Wenn man z.B. die Anzahl der Koronarchirugie-Eingriffe in Deutschland von 2015 nimmt, dann wurden 40420 bei Männern (78%) und 11521 bei Frauen (22%) durchgeführt, um mal eine Mengenvorstellung zu haben,

      Wobei man hier noch anführen sollte, dass Herzkrankheiten bis 65 Jahren zu 80% Männer betrifft, erst danach steigt die Anzahl der Erkrankungen bei Frauen an, und erreicht selbst in der Altersgruppe über 80 keine Parität.


      Artikel dazu:
      https://www.herzstiftung.de/pressemeldungen_artikel.php?articles_ID=758

      Wobei man hier vielleicht auch gleich noch anführen sollte ist der deutlich höhere Einfluss der Bundesländer auf die Sterbensrate.

      • Der undifferenzierte Rückschluss von toten Patienten auf die Qualität der Ärzte ist per se gröbster Unfug.
        Das braucht man nicht mal belegen, da die These an sich schon dermaßen lächerlich ist, daß sie nach aggressivem Femiquotenquatsch ( klassische VT ) 10 Meilen gegen den Wind stinkt.

    • „Ob Vorstände von Krankenkassen oder Arztverbände: Die Entscheidungsgremien des Gesundheitswesens sind schwer männerdominiert. Die Grünen wollen das ändern.“

      Es geht wieder mal um die Vorstände. Männer zahlen den deutlich größeren Teil in die KKs ein, der Großteil wird jetzt schon für Frauen ausgegeben und Frauen sollen jetzt auch mindestens über die Hälfte davon entscheiden. Wäre das Einzahlen/Erhalten Verhältnis umgekehrt, würden sie eine getrennte Kasse nur für Frauen fordern.

  2. Politische Entscheidungen auf das Geschlecht einer Beteiligten zurückzuführen ist mir grundsätzlich verdächtig, aber dieses Mal, es geht nicht anders, mache ich eine Ausnahme: Was die 117 Tory-Abgeordneten im britischen Unterhaus dazu trieb, ihrer Premierministerin das Vertrauen entziehen zu wollen, ist rational nicht zu erklären. Dem Versuch, Theresa May zu stürzen, müssen also Emotionen zugrunde gelegen haben, genauer gesagt: eine Macho-Attitüde gegenüber der Frau (an dieser Stelle ist eine Betonung vorgesehen), die zweieinhalb Jahre lang versucht hat, einen Brexit-Deal für Großbritannien zu schmieden…
    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-12/theresa-may-misstrauensvotum-tory-fraktion-brexit

    Eine sachlich vertretbare Kritik an Mays Führungsstil und Verhandlungsergebnissen ist also undenkbar, die Unzufriedenheit muss auf Frauenfeindlichkeit beruhen. Gut, hätten wir das auch geklärt….

      • Daß das Gemauschel von May den Briten sauer aufstößt, ist schlicht logisch und war leicht vorhersehbar. Brexit ohne Brexit, aber mit Verlust des Stimmrechts in Brüssel, ist ja nun auch nahezu unübertreffbar bescheuert.

        Es geht dabei – und auch das war vorher recht klar – nur darum Zeit zu schinden und sich rückwärts vom Referendum weg zu schwurbeln, da steht May offenbar auf der Seite der EU-Bonzen.

        So what?

    • Schade, bei der Zeit waren eine ganze Menge intelligenter Journalisten und Journalistinnen beschäftigt. Das Geschlecht und dessen Diskriminierung ist einfach ein zu universeller und bequemer Interpretationsrahmen, als dass man darauf verzichten möchte. Und überhaupt, es bringt so schön viele Klicks. Daher meine Bitte, verlinkt die URL der Artikel erst auf Achive.org und dann verlinkt ihr die archivierte Seite hier. Das verhindert, dass solche Artikel monetarisierbare Klicks generieren.

  3. „Weißer oder roter Glühwein?“

    Ist Südländerin eigentlich stinkig, dass sie immernoch keinen Alkohol trinken darf.

    (Meine Antwort auf die Frage lautet übrigens: Glühwein ist eklig!)

      • Ja, da hatte ich mal Glück mit den Kommentaren. Bei anderen Artikeln bin ich an der Redaktion gescheitert, aber vielleicht ist die Redaktion erst dadurch darauf aufmerksam geworden. Ich fand auch Lucas Schoppe’s Kommentar, auf den Arne gestern hingewiesen hat, so passend, daß ich ihn auch dort gepostet habe. Allerdings wurde der Kommentar mit dem direkten Link zu man-tau geblockt, so daß ich ihn später nochmal posten musste, allerdings nur mit einem Zitathinweis. Am „interessantesten“ finde ich bis jetzt den Kommentar #39 von einer Caro Line:

        „Es geht niemand etwas an, was ich mit meinem Körper mache. Und solange das Ding bei mir drinne ist, entscheide ich was damit passiert. Ich bin keine Brutmaschine. Ich unterstütze voll die Forderung der Jusos bis zum letzten Monat abtreiben zu dürfen. Und wer mir da ein schlechtes Gewissen machen will, der soll mal in ein Schlachthaus gehen und sehen was dort passiert. Ich jedenfalls lebe vegan“

        • „Am „interessantesten“ finde ich bis jetzt den Kommentar #39 von einer Caro Line:“

          Ein sehr eindringliches Beispiel tief verankerten Selbsthasses bzw einer als Monströsität vorangetragenen menschenfeindlichen Ideologie.

        • Ob Caro verstanden hat mit welchen Ingredienzen eine Brutmaschine gefüttert werden muss?
          Vielleicht sollte sich Caro einfach mehr vegan bestattern lassen.
          Kakteen sollen sexy sein.

      • Ja, es scheint so. Mal sehen, wie es da jetzt weitergeht. Aus dem Artikel:

        „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine konkreten Regierungsverhandlungen.

        Parlamentspräsident Andreas Norlén hatte angekündigt, nach der Abstimmung erneut mit den Parteichefs reden zu wollen. Er kann nun zwei weitere Abstimmungen ansetzen. Erst nach vier ergebnislosen Wahlen kann es Neuwahlen geben.“

        Bei evtl. Neuwahlen dürften die Schwedendemokraten weiter zulegen.

  4. Da ja über die Gründe von Abtreibungen immer ein großes Geheimnis gemacht wird und ich mal durch die Hecke behaupte, dass vieles was so an Gründen rumkursiert mehr sozial erwünschte Antworten nach Schablone Y sind, hier mal eine sozialdarwinistisch angehauchte Frage dazu:

    Für wie hoch schätzt ihr den Anteil an Abtreibungen bei Frauen, wo man als eigentlichen Grund den Mann selbst hernehmen müsste, da er rein evolutionär betrachtet eben nicht das Vaterpotential besitzt, gemessen am Partnerwahlverhalten einer durchschnittlichen Frau?

    Ich verwette meinen linken Hoden, dass das einer der ausschlaggebendsten Gründe ist, der aber nicht ehrlich kommuniziert wird.

    • Ich denke nämlich, dass das der absolute Grund in vielen Fällen ist. Kommuniziert wird das Ganze dann aber mit Floskeln wie „ich war noch zu jung“, „wir hatten nicht genug Geld“, „ich fühlte mich nicht bereit dazu“ etc. etc.

    • Denkbar, aber deinen Wetteinsatz finde ich zu hoch. 😉

      Dass aber die Abtreibungswahrscheinlichkeit enorm ansteigt, wenn der Vater nur „der aktuelle Lebensabschnittsgefährte“ ist und nicht „der Mann meines Lebens“, das ist kaum zu bestreiten.

      • Der Maximalkompromiß ist dann die Alleinstverziehung unter radikaler Vaterentsorgung.
        Und der wird, z.B. über die Öffies offen propagiert.
        Gab da mal vor ein paar Jahren eine Serie „Mord mit Aussicht“ im ÖR-TV. War irgendwie dumm, aber lustig ( u.a. mit Bjarne Mädel als lieber, aber blöder Bulle ).
        Kollegin Wachtmeister Bärbel, die als naives, aber gestandenes Mädel ( Erbin eines Bauerhofes und diensteifrige Bullette ) heftigst überzeichnet wurde, zeugte ganz selbstbewußt und emanzipiert mit einem nicht weiter erwähnenswerten „Erzeuger“ ein Kind. Und entschloss sich zu Beginn der Schwangerschaft schon, daß sie das Kind wohl gern als Eigentum besitzen will, aber nicht mit diesem völlig unwichtigen Kerl zu kooperieren bereit ist.
        Ende der Erwähnung der Affäre, Friede, Freude, Eierkuchen, alles schön im Femiland!
        Und so heiter ….

    • Der Einsatz ist zu hoch- viel zu hoch. Ich habe nämlich aufgrund einiger feministischer Strömungen noch einen Verdacht: Derzeit darf nach bis spätestens drei Monaten (12 Wochen) abgetrieben werden.

      Laut dieser Seite läßt sich das Geschlecht nach 20 Wochen per Ultraschall bestimmen:

      https://www.babycenter.de/x27198/wann-kann-man-per-ultraschall-das-geschlecht-erkennen

      Die beste Zeit ist dafür bei Ihrem zweiten regulären Ultraschall, der ungefähr in Schwangerschaftswoche 20 ansteht. Dann ist es ziemlich einfach, das Geschlecht zu bestimmen, wenn sich Ihr Baby dem Gynäkologen/ der Gynäkologin im Ultraschall gut präsentiert. Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen ist in diesem Stadium ziemlich offensichtlich.

      Wenn Ihre Schwangerschaft fortschreitet, wird der Unterschied noch deutlicher und, vorausgesetzt, dass Ihr Baby von reichlich Fruchtwasser umgeben wird und es seine Füße nicht zwischen seinen Beinen eingezogen hat, kann auch die Ultraschalluntersuchung im letzten Drittel das Geschlecht deutlich zeigen.

      (….)

      Dies ist ein allmählicher Prozess und erst ab ungefähr Woche 11 wird es möglich, überhaupt einen Unterschied zwischen den Geschlechtern zu erkennen.

      (Hervorhebung von mir)

  5. Eine kleine Anekdote: Vor ein paar Monaten war ich auf der „Pirsch“ und habe einer Frau, die mir gefällt, mein Interesse bekundet. Sie lehnte jedoch ab. Vorgeblich, weil sich sie einen Interessenkonflikt befürchtete (gemeinsamer Arbeitgeber). Den Korb habe ich zu den anderen gestellt. ^^

    Vor ein paar Tagen, kam sie dann plötzlich zu mir und griff meine Einladung zum Kaffee auf. Ihr Interesse war offenkundig. Ich weiß nicht, was sich geändert hat und was sie nun motiviert. Aber sie war doch sehr überrascht,als ich dann ablehnte. Mit dem Hinweis:

    „Nein heißt nein.“

    Grund für meine Ablehung ist ein Prinzip, an das ich mich halte. Ich frage nie ein zweites Mal und ein einmal ausgesprochenes Angebot meinerseits verjährt nach einem Tag. Und natürlich ist spätestens seit den ganzen Kampagnen in den sozialen und digitalen Medien ein einmal ausgesprochenes „Nein“ für mich auf Dauer verbindlich.

    „Nein heißt eben nein.“

      • Im Grunde war das schon die Geschichte. Sie ist unspektakulär. Anlass für die Erwähnung hier war letztlich ihre völlige Überraschung in Anbetracht des Umstands, dass ich ihr „Nein“ wörtlich genommen habe und für eine Nachverhandlung nicht zur Verfügung stand. Als habe sie erwartet, dass ich mein Interesse bis in alle Ewigkeit aufrecht erhalten müsse.

        Für mich ist meine Reaktion aber die Quintessenz der Diskussionen der letzten Monate und Jahre.

        Ich kann mich noch (zugegebenermaßen etwas schwammig) an ein Interview mit Maximilian Pütz erinnern, in dem man ihn sinngemäß fragte, ob „nein“ auch immer „nein“ bedeuten würde. Und er setzte an, hier eine differenzierte Antwort zu geben und erntete dafür ungläubige Blicke. Als propagiere er Vergewaltigung, wenn er sagt, dass ein „Nein“ gerne auch mal situativ gemeint ist und der Mann deshalb noch lange nicht aufgeben sollte.

        Ich mache gerne den ersten Schritt (Frauen machen ihn ja nicht) und setze mich der Gefahr aus, einen Korb zu bekommen. Im Gegenzug frage ich dafür aber exakt nur einmal und nehme die wie auch immer geartete Antwort dann wörtlich. Nachverhandlung ausgeschlossen.

    • Das ist gewiss besser als zuverlässig bereit zu stehen. Aber ein spielerischer Umgang mit dem Push-Pull würde noch viel weiter führen. Berechenbarkeit = langweilig

  6. Unter dem Huffpost Artikel zu Männer die Frauen aufgrund von Angst vor Falschbeschuldigungen meiden, versucht eine Frau wohl gegen dieses Verhalten zu argumentieren. Und zwar so:

    • Mich würde der Wahrheitsgehalt dieser Schilderung echt interessieren. Es kling tatsächlich so, als reiche ein „Lippen lecken“, eine unerklärte Interaktion und eine folgende Beschwerde, um dort seinen Job zu verlieren. Was die Sache so unglaubwürdig macht, ist der Ausdruck „Lippen lecken“. Wer nimmt denn bitte auf diese Weise Kontakt zu anderen Menschen auf`? Was soll das bitte für eine Geste sein?

    • Wo sie recht hat, hat sie recht …
      verstörend nur, dass sie das nicht als Kritik an den Auswüchsen von Antifaschismus zu meinen scheint, sondern als Rechtfertigung von Stalin.

      • Ich finde das psychologisch ziemlich interessant. Es ist ja eine Sache einmal Täterin zu sein und sich dann vom Tatort zu entfernen. Aber ein kleines Kind derart zu mißhandeln und sich das quasi jeden Tag mit anzusehen, setzt schon einiges an psychischer Stöung voraus. Vermutlich hat sie ihn deshalb wenigstens schlecht einsehbar unter der Treppe eingesperrt.

    • „Männer, die Frauen die Türen öffnen, sind ein Symbol eines „aggressiven Patriachats“. Diese Männer sagen der Frau „Du darfst diesen Ort betreten oder verlassen, aber nur auf mein Geheiß.“

      „Ein Mann, der für eine Frau die Tür offen hält, erinnert sie unbewußt daran, dass alle Männer die Entscheidungsfreiheiten von Frauen kontrollieren.“

      Die merken es nicht mal mehr. Meine Güte, wie kaputt muss man sein, wenn man soeinen Schwachsinn glaubt. Wie lebensfern und verbittert. Aber auch hier kommt zuallererst der Klassiker. Individuelles Verhalten eines Mannes ggü. einer einzelnen Frau, wird sofort und ohne Umschweife zu einem Akt eines PATRIACHATS gegen DIE FRAUEN.

      Ob etwas überhaupt potentiell (!!!) sexistisch ist, ist eine Frage des Kontextes. Es reicht nicht, das Verhalten eines Mannes ggü. einer Frau zu beschreiben und dann einen interpretatorischen Rahmen drumhum zu machen, der eine wie auch immer geartete Einschränkung der Frau beschreibt. Vielmehr muss man,das generelle Verhalten des Mannes kennen, seine aktuelle Rolle, seine Absichten und seine Möglichkeiten. Und auch ihr Verhalten ist dabei absolut relevant.

      Wenn der Typ Frauen generell die Tür NICHT aufhält, sondern NUR IHR, ist es doch eher ein Hinweis, dass er sie besonders mag. Das Aufhalten der Tür ist ein Akt, das Gefälligkeit signalisieren soll. Er will ihr das Leben erleichtern und zeigen, dass er zu diesem Zweck vorausdenkt.

      Möglicherweise befindet er sich (bei Dates nicht unüblich) in der Rolle des Gastgebers. Üblicherweise haben Gastgeber die Aufgabe, es ihren Gästen besonders angenehm zu machen. Wäre das der Grund, würde er als Gastgeber anderen Männern ebenfalls die Tür aufhalten und erwarten, dass eine Frau ihm die Tür aufhält, sobald sie in der Rolle der Gastgeberin und er in der Rolle des Gastes ist.

      Es gehört schon einiges an Brainfuck dazu, das Erleichtern einer Entscheidung (Durchschreiten der Tür) zu einer gänzlichen Einschränkung der Wahlfreiheit umzuinterpretieren.

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