Die Guten Männer vs Die Schlechten Männer

Ein Text führt an, dass (feministische) Männer es sich zu einfach machen, sich selbst den „Guten Männern“ zuzuordnen:

My issue is that when good men talk about bad men, they always ignore the line in the sand — the line in the sand that is inevitably drawn whenever a good man talks about bad men: “I am a good man. Here is the line. There are all the bad men.” The Jimmys and the good men won’t talk about this line, but we really need to talk about this line. Let’s call it Kevin. And let’s never call it that again. We need to talk about how men will draw a different line for every different occasion. They have a line for the locker room; a line for when their wives, mothers, daughters, and sisters are watching; another line for when they’re drunk and fratting; another line for nondisclosure; a line for friends; and a line for foes. You know why we need to talk about this line between good men and bad men? Because it’s only good men who get to draw that line. And guess what? All men believe they are good. We need to talk about this because guess what happens when only good men get to draw that line? This world — a world full of good men who do very bad things and still believe in their heart of hearts that they are good men because they have not crossed the line, because they move the line for their own good. Women should be in control of that line, no question.

„Seid nicht so eingebildet zu sagen, dass ihr die Guten seid. Wir sagen, wer die Guten sind. Für alle aus unserer Gruppe Denn wir können das“

Da muss man schon eine sehr interessante Selbstwahrnehmung von sich selbst haben, wenn man meint, dass das nicht evtl etwas problematisch sein könnte. Zumal sie ja in der Abgrenzung innerhalb des intersektionalen Feminismus auch davon ausgehen, dass Frauen quasi von vorneherein gut sind bzw die „schlechten Frauen“ nur einer Gehirnwäsche unterliegen und Sexismus verinnerlicht haben. Wenn sie da wenigstens den Männern zugestehen würden die Grenzlinie zu ziehen, dann wäre es zumindest noch etwas ausgeglichener.

Now take everything I have said up until this point and replace “man” with “white person,” and know that if you are a white woman, you have no place drawing lines in the sand between good white people and bad white people. I encourage you to also take the time to replace “man” with “straight” or “cis” or “able-bodied” or “neurotypical,” et cetera, et cetera. Everybody believes they are fundamentally good, and we all need to believe we are fundamentally good because believing you are fundamentally good is part of the human condition. But if you have to believe someone else is bad in order to believe you are good, you are drawing a very dangerous line. In many ways, these lines in the sand we all draw are stories we tell to ourselves so we can still believe we are good people.

Tatsächlich ist „Wir sind in einer Kategorie gut, ihr seid schlecht“ so ziemlich das Grundgerüst der intersektionalen feministischen Theorien. Lediglich ergänzt um „wir sind auch in einigen Theorien schlecht, ziehen da aber auch genau die Linie, ab der wir das anderen Vorhalten können, denn wir hinterfragen uns ja dort ständig“

32 Gedanken zu “Die Guten Männer vs Die Schlechten Männer

  1. Es ist eines der absurdesten Schauspiele der Natur, wenn eine Feministin das Problem darin sieht, dass Die Da alles Schlechte auf eine andere Gruppe projizieren.

    • Es ist eben nur folgerichtig, dass das als gestohlene Show empfunden wird.

      Die einzig wirkliche wahre Beschützerin des Weibesvolkes ist eben die Lesbostalinistin!!

  2. „Women should be in control of that line, no question.“
    Endlich spricht es mal eine aus, was Frauen schon immer wollen, ist die Männer zu kontrollieren. Privat konnten sie es schon fast immer, jetzt können sie es auch öffentlich, genannt Gleichstellung.

  3. Und Männer dürfen dann die Linie ziehen für die Frage welche Frauen gut sind und welche schlecht… weil Feminismus, Gleichberechtigung, auch gut für Männer und so…?

  4. Im Prinzip haben die Männer die sich von Frauen kategorisieren lassen, bereits verloren. Seit einigen Jahrzehnten scheint es so, dass Frauen entscheiden wer was ist, sie wurden für viele Männer zu den Schiedsrichtern über die Männlichkeit. Wer ist ein Alpha, wer ist ein Beta, wer ist ein guter Mann, wer ist ein schlechter Mann usw.
    Tatsächlich funktioniert es aber nicht so. MÄNNER entscheiden wer ein Alpha, Beta, ein guter oder schlechter Mann ist. Und wie funktioniert das? Durch die Gruppendynamik.
    Ein einfaches Beispiel welches aktuell ist:
    Beim Schulsport (der zu meiner Zeit noch nach Geschlechtern getrennt war), sagt der Lehrer „Fußball“ an und bestimmt zwei Jungs welche sich die anderen als Mannschaften erwählen sollen. Oft wählen diese die beliebtesten Jungs zuerst. Doch warum wählen sie nicht die besten Fußballer zuerst?
    Zum ersten sind oft diejenigen die sehr gute sportliche Leistungen erbringen auch die beliebtesten, denn Kraft und Ausdauer hängen stark mit Männlichkeit zusammen und männliche Männer sind bei Jungs im allgemeinen beliebt.
    Zum anderen drückt es auch die Loyalität aus, denn Loyalität ist ein wichtiger Punkt in der Männlichkeit, deswegen wünschen wir uns immer loyale Frauen da wir das projezieren.
    Das Dritte ist natürlich Mut und das vierte ist Können auch diese Punkte spielen eine Rolle, gerade Können ist für den Sieg einfach wichtig.

    Nun nehmen wir diese Fähigkeiten und projizieren sie auf eine Gang in El Salvador oder auf eine fanatische Truppe in den Bergen Afghanistans. Auch hier sind diese männlichen Tugenden die gleichen welche einen Mann den notwendigen Status geben.
    Deswegen ist die Beurteilung von Frauen eigentlich vollkommen unwichtig denn diese Tugenden werden auch in Männernetzwerken geschätzt. Es gibt, obwohl die Geschlechtertrennung in Europa ja nicht mehr existiert, auch hier diese Wünsche an einen Mann. Wenn ein Mann extrem unmännlich ist, dann bekommt er weniger Unterstützung und wird unter Umständen sogar von anderen Männern gemieden.

    Ich denke übrigens, dass die Beliebtheit mancher Männer beim anderen Geschlecht vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Frauen glauben, dass ein spezieller Mann einen bestimmten Status in der Männerhierarche einnehmen KÖNNTE. Und Frauen wollen meist den Anführer der Gruppe haben.

  5. „Im Prinzip haben die Männer die sich von Frauen kategorisieren lassen, bereits verloren.“

    Genau das war auch mein erster Gedanke.
    Männer, die nach feministischen Kriterien Linien in den Sand ziehen, haben sich in dem Moment als Männer disqualifiziert.

    Mädels, Ihr dürft für mich meine Linie ziehen und mich auf eine Seite stellen. Welche das ist, ist MIR wurscht.

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