Wer sollte CDU-Vorsitzender werden?

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23 Gedanken zu “Wer sollte CDU-Vorsitzender werden?

  1. Diese Frage kann ich nicht beantworten. Im Grunde kenne ich alle drei viel zu wenig. Jens Spahn scheint mir zu jung zu sein. Er ist für mich erst mit Ernennung zum Gesundheitsminister überhaupt in Erscheinung getreten. AKK war mir vor Ernennung durch Merkel ebenfalls nicht bekannt. Merz ist mir immerhin schon seit längerem namentlich bekannt. Auch, dass er von Merkel rausgekantet wurde. Ich mag diese Art des Umgangs nicht. Insofern hege ich für Merz gewisse Sympathien. Ein Parteiführer der sich auf dem internationalen Finanzparkett sicher bewegen kann ist sicherlich nicht von Nachteil. Ich frage mich aber, ob er wirklich Willens und in der Lage ist, die Interessen eine breiten Bevölkerung zu vertreten. Partikulare Interessen zu vertreten ist wesentlich einfacher.

  2. Eigentlich ist mir das recht egal, aber ich denke Merz wäre der einzige, welcher der CDU wieder Auftrieb geben könnte. Unter AKK wird die CDU wohl der SPD in den Abgrund folgen.

  3. Viel interessanter für die Bewertung ist doch die Frage, welche Sicht auf den Feminismus die drei Kandidaten haben. Wer die Regionalkonferenzen verfolgt hat der muss schon zu dem Schluss kommen, dass AKK zwar bürgerlich, aber deutlich feministisch geprägt ist, während Merz bei dem Thema (bewusst oder unbewusst) profillos bleibt und eher eine klassich-bürgerliche Sicht auf die Dinge hat. Spahn (der wenig Chancen hat) ist ein oder zwei mal mit differenzierten Aussagen* aufgefallen und hat als jüngerer und dazu homosexueller Mann da noch mal eine andere Ausgangsbasis.

    Mit AKK könnte uns also die erste Person als Kanzlerkandidat ins Haus stehen, die sich auch im Vergleich zu Merkel als feministisch definiert. Mal abgesehen davon dass es natürlich auch noch andere Themen gibt ist damit doch die Lage klar…

    (* Unter anderem hat Spahn zum Thema Quote gesagt, dass er als Gesundheitsminister es nicht gut findet, wenn in seinem Ministerium wegen Quote eine Frau statt eines 40-jährigen Familienvaters mit Migrationshintergrund befördert wird.)

  4. Alle, nur nicht Merz!

    Den habe ich mal live gehört. Gut an seiner Rede fand ich, dass er die ca. 500 Zuhörer mit „liebe Genossen“ anredete. Es handelte sich um Mitglieder einer Genossenschaftsbank. Die Art von Humor mag ich. Das war aber auch schon alles Positive.

    Der Rest ging darum, dass Schulen und Infrastruktur privatisiert werden sollten. Jedenfalls ist mir das in Erinnerung geblieben. Nicht meine politische Einstellung!

  5. Merz? Das kann wohl nicht euer Ernst sein. Eine marktradikale Sockenpuppe des Finanzkapitals, der bis zum Hals im Cum – Ex Skandal steckt (auch wenn man ihm vermutlich nichts wird persönlich nachweisen können). Wenn ihr das Land tatsächlich brennen sehen wollt, dann ist er allerdings genau der Richtige.

    Nicht vergessen: Auch wenn viele der sogenannten Linken dumm genug sind, sich vor den Karren spannen zu lassen. Offene Grenzen für ungebremste Arbeitsmigration sind der feuchte Traum der neoliberalen und libertären Extremisten in den Zentralen der supranationalen Konzerne. Dieses Migrationsabkommen ist daher nicht zufällig maßgeblich vom Weltwirtschaftsforum in Davos entworfen worden.
    Und das hat nichts, rein gar nichts mit humanitärem Schutz für Kriegsflüchtlinge und verfolgte Menschen zu tun.

    • „Offene Grenzen für ungebremste Arbeitsmigration sind der feuchte Traum der neoliberalen und libertären Extremisten in den Zentralen der supranationalen Konzerne.“

      Mag sein. Gegen kontrollierte Migration Arbeitswilliger/-fähiger ist auch nichts einzuwenden. Das, was momentan zu Hauf importiert wird, ist aber in der Mehrheit für den Arbeitsmarkt unbrauchbar und allerhöchstens der feuchte Traum realitätsferner Gutmenschen.
      Ich weiß auch nicht, warum Wirtschaftsnähe jetzt ein Malus sein soll. Einem Staat geht es nur mit erfolgreicher Wirtschaft gut.

      • „Ich weiß auch nicht, warum Wirtschaftsnähe jetzt ein Malus sein soll. Einem Staat geht es nur mit erfolgreicher Wirtschaft gut.“

        Wirtschaftsnähe zeigte auch Gerd Schröder.
        Aber Merz startete seine politische Laufbahn in der CDU eines Bimbes-Kanzlers Helmut Kohl, in der mit zahlreichen wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen besonders Wohlhabende und Reiche sich aus den Steuertöpfen bedienen durften.
        Mit den Abschreibungsmodellen der frühen 90er Jahre konnten Spitzenverdiener Immobilien kaufen und zu 100% vom Steuerzahler bezahlen lassen. Das wird heute allen „Wessis“ von den „Ossis“ vorgeworfen, obwohl nur eine dünne Schicht davon profitierte.
        In dieser Zeit der Selbstbedienung der Reichen und Mächtigen wurde Deutschland als „kranker Mann Europas“ bezeichnet, weil das einkassierte Geld eben in Luxusjachten in Monaco investiert wurde, nicht aber in Arbeitsplätze und Innovation.
        In diese Politik passte sich Merz fugenlos ein – und es ist daher auch nur konsequent gewesen, sich in die dubiose Finanzwirtschaft zu verabschieden, als die konsequente Umverteilung von unten nach oben unter Merkel nicht fortgesetzt werden würde.
        Ich glaube keine Sekunde, dass Merz heute eine andere Einstellung hat, als vor 20 Jahren.

        • „Gegen kontrollierte Migration Arbeitswilliger/-fähiger ist auch nichts einzuwenden.“

          Bitte?
          Unspezifiziert ist das so ziemlich das dümmste was ich zu dem Thema je gelesen habe!
          Gerade jetzt wird ein sehr wohl verbindlicher sog. Migrationspakt ausgehandelt, der eben das bewirken soll, nämlich die kontrollierte Migration zum Zwecke der Bildung von globalen Präkariaten, die flexibel zur Verelendung bestehender Arbeiterschaften kontrolliert konzentriert und verschoben werden können.

          Die einzige Kontrolle hat die demokratische zu sein!
          Also das allgemeine Stimm- u. Vorschlags-/Antragsrecht und die Einführung der im GG ausdrücklich verankerten freien Abstimmungen.
          Solange wir von Menschenverächtern von oben herab diktatorisch durchregiert werden, gibt es weder eine Demokratie, noch eine kontrollierte Migration entlang humanitärer Richtlinien!

      • Gegen kontrollierte Migration Arbeitswilliger/-fähiger ist auch nichts einzuwenden.

        Doch, dagegen kann man durchaus etwas einweden, so lange es hier in Deutschland noch genügend Erwerbslose gibt, die arbeitswillig und -fähig sind.

        Ach ja, die bösen Hartzer wollen ja alle gar nicht.
        Die sind sogar so faul, die lassen sich in „Sozialkaufhäusern“ ausbeuten und kommen, zumindest zum Teil, nach dem Ende einer 1€-Maßnahme noch „ehrenamtlich“ ( = kostenlos) arbeiten.

        Wenn bzw. dass es hier angeblich nicht genügend gut ausgebildete Fachkräfte gibt, haben sich die Politik und vor allen Dingen auch die Unternehmen selbst zuzuschreiben. Menschen auszubilden kostet nämlich Geld. Kosten stehen aber natürlich im Widerspruch zu möglichst hohen Gewinnen.
        Die erzielt man natürlich besser, wenn man bereits qualifiziertes „Humankapital“ importiert.

        • Da muss ich Dir widersprechen. Wir hatten dieses Jahr annähernd Vollbeschäftigung. Unternehmen haben Fachkräfte und auch Auszubildende gesucht ohne Ende. Ich brauchte bspw. Helfer und Fachkräfte. Nichts zu finden. Meine Ansprüche waren denkbar gering. Lohn für die Region absolut in Ordnung. Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden. Nichts. „Arbeitssuchende“ mit den – selbst niedrigen geforderten Qualifikationen – gab es aber. Warum ich „Arbeitssuchende“ in Anführungszeichen gesetzt habe, sollte klar sein. Die wollen nicht. Die kommen mit Hartz IV bestens klar. Und da braucht mir keiner über die pösen Unternehmen zu jammern. Das sind größtenteils selbst gewählte Schicksale.

          • Ob die nicht wollen, oder ob das selbstgewählte Schicksale sind, mag dahingestellt sein. Aber ich gebe Dir uneingeschränkt recht, dass einige Probleme nicht mit einem „Deutsche zuerst!“ zu lösen sind.

            Auch hier im Rheinland gibt es zahlreiche offene Stellen, die nicht besetzt werden können. Da hilft auch kein Verweis, dass die Arbeitslosigkeit im Osten noch sehr hoch ist, wenn die Leute nicht in den Westen ziehen wollen.
            Da muss man sich eben nach der Bereitwilligkeit orientieren. Und wenn ein Inder eher bereit ist, nach Wesseling zu ziehen, als ein Sachse, dann muss es möglich sein, den Inder einzustellen.

          • @uepsilonniks
            Ein Grund mehr, sich mal um einen Job zu kümmern, oder? Was gibt es heilsameres für das Selbstwertgefühl, als aus eigener Kraft seinen Lebensunterhalt zu bestreiten? Außerdem glaube ich diese Zahl nicht mal annähernd. Eine psychische Erkrankung vorzutäuschen ist aber eine feine Sache, wenn man von diesen lästigen Aufforderungen, sich zu bewerben, verschont bleiben will.

          • Diese Krankheitsrate steht im direkten Widerspruch dazu, dass HartzIV-Empfänger „bestens“ mit ihrer Situation klarkommen. Es ist kein Spaß, wenn man jeden Cent zweimal umdrehen muss. Im übrigen ist es ganz schön asozial von dir, zu erwarten, dass Kranke sich um Arbeit bemühen sollten, typisch erbarmungslose, neoliberale Denke, meist von solchen, die nicht von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Heilung sollte im Vordergrund stehen. Ansonsten: Du glaubst. Ja, und ich glaube was anderes.

  6. Am ehesten noch Spahn, auch wenn ich den nicht richtig einschätzen kann. AKK scheidet aus, weil Merkel sie sich wünscht und sie durch deren Manipulationsschule gegangen ist. Merz halte ich für ganz übel, eine Art Macron Deutschlands. Der wird alles an Blödsinn mittragen, solange seine Lobby bedient wird. Zumindest schätze ich ihn so ein.

  7. Mir ist die Partei und das Land inzwischen vollkommen egal. Ich gehe ohnehin davon aus, dass das alles 3 nur fremdgesteuerte Marionetten sind, so dass die auch Besenstiel zum Vorsitzenden erklären können.
    Die Hauptleistung Merkels war ja, dass sie eigentlich für jedermann ziemlich erstaunlich offen gelegt hat, wie sehr Deutschland nur eine vorgetäuschte Demokratie und Rechtsstaat ist.

    Es ist daher auch vollkommen egal, ob man Grün, SPD, CDU, FDP wählt. Am Ende kommt ohnehin eine Koalition, so dass jede (in Wahrheit von ganz anderen gesteuerte) Politik am Ende damit begründet werden kann, dass man die von der Partei versprochene Politik in der Koalition halt nicht durchsetzen konnte.

    Und so steht die CDU inzwischen für die Politik des Atomausstiegs, unkontrollierte Zuwanderungen in die Sozialsicherungssysteme und Beseitigung von Sicherheit.
    Die Grünen sind inzwischen eine Kriegspartei, die keine Probleme hat, deutsche Soldaten in fremden Staaten marschieren zu lassen.
    Und die SPD ist macht in Wahrheit eher Hartz4-Gesetze.

    Das ist wie eine abgewandelte alte Sendung im Privatfernsehen. Es ist völlig egal, ob man Tor 1, 2 oder 3 wählt. Jedes Tor führt letztlich zum gleichen Ergebnis bzw. dem Zonk.

    • „Die Hauptleistung Merkels war ja, dass sie eigentlich für jedermann ziemlich erstaunlich offen gelegt hat, wie sehr Deutschland nur eine vorgetäuschte Demokratie und Rechtsstaat ist.

      Es ist daher auch vollkommen egal, ob man Grün, SPD, CDU, FDP wählt.“

      Volle Zustimmung!

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