Das „Nordische Modell“ und seine Folgen für Prostituierte

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34 Gedanken zu “Das „Nordische Modell“ und seine Folgen für Prostituierte

  1. Um das Argument der Waffenlobby zu recyceln: „Wenn man Freier zu Verbrechern erklärt, haben Prostituierte nur noch Verbrecher als Kunden.“

    Die Waffenlobby ist schon ein komischer Haufen, aber hier passt es ja.

  2. Solange eine Nachfrage nach etwas besteht, wird es immer einen Markt dafür geben. Wer nicht bereit ist aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, ist verdammt diese zu wiederholen.
    Wenn man die Prostitution ausrotten will, dann muss man eine Alternative anbieten. Allerdings ist diese gerade in den nordischen Ländern nicht gegeben, daher kann ich mir vorstellen, dass gerade dort die Nachfrage nach käuflichem Sex höher ist als sonstwo auf der Welt.

      • Warum nicht? Der Staat könnte z.b 10 Milliarden in die Sexbot oder VR Porno Forschung stecken. Mit diesem Geld sollte es ein leichtes sein eine Alternative zu käuflichem Sex zu entwickeln. Alternativ könnte auch eine lustsenkende Pille helfen. Es gibt viele Möglichkeiten. Nur eine Sache zu verbieten und hoffen, dass sie dann verschwindet klappt nicht, vor allem wenn Urinstinke daran beteiligt sind.

        • An Kreativität mangelt es dir offensichtlich nicht, ich bin aber skeptisch ob irgendeiner dieser Vorschläge Prostitution zu 100% ersetzen kann.
          Es ist auch nicht etwas, worauf ich als Gesellschaft jetzt Unmengen Geld werfen würde. Dafür ist der Erfolg zu unsicher

          • Muss es die Prostitution zu 100% ersetzen? Wenn 95% weniger Prostituierte sich verkaufen, wäre das alleine doch schon ein Riesenerfolg.
            Wenn die Gesellschaft nicht bereit ist etwas zu investieren, dann ist es ihr nicht wirklich wichtig. Nehmen wir das Militär – da werden Milliarden für Forschungen ausgegeben da die Möglichkeit des Angriffs und der Verteidigung den entsprechenden Ländern etwas wert ist.

          • Also mir persönlich ist eine schlagkräftige Truppe wichtiger als die Reduktion der Prostitution von 100% auf 5%.

            Ich glaube auch nicht, dass diese Reduktion wirklich erreicht werden kann mit den vorgeschlagenen Mitteln.

          • Wenn 95% weniger Prostituierte sich verkaufen, wäre das alleine doch schon ein Riesenerfolg.

            Inwiefern ein Erfolg? Mir ist bewusst, dass viele Prostituierte angeblich über Missbrauchserfahren, meist in der Kindheit verfügen.
            Unbeachtet dessen wüsste ich aber nicht, wieso man Prostitution einschränken oder verbieten sollte, wenn ich davon ausgehe, dass es im Regelfall die Entscheidung der Frau oder des Mannes ist, sich zu verkaufen.

          • „Inwiefern ein Erfolg?“
            Ein Erfolg für die Feministen. Nicht für den Rest der Menschheit. Wobei ich es eigentlich auch ablehne Geld für Sex zu geben. Sex ist nur deshalb Geld wert weil Männer offenkundig nix gleichwertiges im Tausch dagegen anbieten können da sie alles was sie sonst so haben eh den Frauen schenken.

          • „Wobei ich es eigentlich auch ablehne Geld für Sex zu geben. Sex ist nur deshalb Geld wert weil Männer offenkundig nix gleichwertiges im Tausch dagegen anbieten können da sie alles was sie sonst so haben eh den Frauen schenken.“

            Dem ersten Satz stimme ich uneingeschränkt zu. Der zweite beruht aber auf einem Fehlschluss, der aus unreflektierter Erfahrung, oder sogar Nichterfahrung fußt.
            Dagegen hilft konsequentes Hinterfragen:
            Warum vorher auf Verlangen für etwas bezahlen, wofür mann hinterher einen Kaffee/Frühstück/ frische Socken oder ähnlich adäquate Wertausgleiche bekommt?

            Ergo: Der Tausch geht auf, sofern man nicht gleich mit unangemessenen Unterwürfigkeitsangeboten eröffnet, oder sich sogar selbst als Erfüllungsgehilfe unverhältnismäßiger Finanzgelüste geriert.

            Merke: Manche naturale Aktiva tauschen sich am gerechtesten gegen entsprechende Naturalien.
            Eigentlich logisch, nä?

        • Naja, die Forschung wird in diesem Bereich bereits vorangetrieben. Staatliche Hilfe braucht es gar nicht dafür. Wem es gelingt einen wirklich guten Sexbot auf den Markt zu bringen, der verdient einen Haufen Geld. Das ist eine sehr starke Motivation. Immer wenn es um Investitionen und Innovationen geht, ist der Staat eine schlechte Variante.

          Mit täuschend echten Surrogaten wird sich die Prostitution sicher vermindern. Bereits heute ist ein Preiszerfall im Sexbusiness beobachtbar, was auf einen gewissen Nachfragerückgang sowie wohl auch auf ein erhöhtes Angebot zurückzuführen ist. Nicht zuletzt die Prostituierten selbst geraten so unter einen starken Preisdruck, der für sie nicht gerade angenehm ist. Auch die seit jeher legale traditionelle Prostitution (=Ehe) ist rückläufig, und sogenannte Sexforscher wollen erkannt haben, dass die (männliche) Lust in den noch bestehenden Ehen ebenfalls zurückgegangen sei. Als Grund wird u.a. der massenhaft verfügbare Cybersex angegeben. Ich bezweifle aber, dass sich die Prostitution ganz ausrotten lässt und halte das auch gar nicht für wünschbar; ein entsprechendes Bedürfnis nach echter körperlicher Nähe wird wohl weiterhin vorhanden sein, auch wenn man sich vermehrt Surrogaten zuwenden wird, die gegenüber echten Huren weitaus unkomplizierter und sicherer sind.

  3. „unintended consequences“,
    aber nicht unvorhergesehen.
    Man hatte genau vor diesen Konsequenzen gewarnt.
    Aber was zählt das schon in einer Welt, in der man alles mit Worten kostruieren und dekonstruieren kann und die Wirklichkeit sich dann nach den Worten ausrichtet…

    Vielleicht liegt das Problem also nur daran, dass sie nicht genug geglaubt haben.

  4. Nu hacken se wieder auffe Nutten de Freiers rum.
    Den Hurenverbänden passt das afaik gar nich.
    Die wollen nicht zu schmuddeligen Zulieferern eines „kriminellen Patriarchats erklärt werden.
    Ischa man auch nich gut für’s Geschäft, nä?

  5. Wie immer, wenn man nicht mit, sondern nur über die Betroffenen redet und Leuten mit Gewalt „helfen“ will, ohne das die das wollen. Sämtliche Prostituiertenverbände sind Sturm gelaufen gegen diese Gesetze, aber das interessiert die bigotten und prüden Weiber nicht, die das betreiben. Sie nennen sich selber Abolitionisten, sind aber nur die Wiederkehr der regressiven und subtil brutalen Betschwestern.

  6. Prostitution gilt als das älteste Gewerbe der Welt.
    Und weder Todesstrafen, noch Folter und die Drohung mit ewigen Höllenqualen konnten sie über die Jahrtausende nennenswert eindämmen.
    Stoppen schon gar nicht.
    Haben die Feministas sich jemals Gedanken über diese Tatsache gemacht, als sie zum x-ten Mal einen Versuch starteten, dieses Geschäft zu beenden?
    Wahrscheinlich nicht. Dazu bedarf es eines Minimalniveaus an Intelligenz, das ihnen leider komplett fehlt.

    • „Und weder Todesstrafen, noch Folter und die Drohung mit ewigen Höllenqualen konnten sie über die Jahrtausende nennenswert eindämmen.“

      Wozu diese Versuche führen, kann man z.T. heute noch ( nee, nich life, sondern dead ) in der Erde mancher Klöster, Heime oder Internate bewundern, resp. in entsprechenden Dokus sich erklären lassen.
      Moralisch sehr hochwertige Kinderleichen, z.B. …

      • Immerhin muss man der katholischen Kirche irgendwann einen gewissen Realitätssinn zugestehen. Sie hat Prostitution nicht immer verdammt und sie zeitweise auch als normalen Beruf akzeptiert.
        Eines der Fenster im Kölner Dom wurde z.B. im Mittelalter von der Zunft des horizontalen Gewerbes gestiftet. Und die Kirche hat es dankend angenommen – und es ist immer noch da.

        • Ging mir dabei nicht ( nur ) um die Kirchen, sondern um jene „Moral“- Scheinideologie, die ich aus heutiger Sicht mit „Neoviktorianismus“ betitele.

          Ganz nebenbei: In diesem gemeinen Wesen hier, sind die Katholen nicht die schlimmsten.
          Führerin Göring und Antje „kriegt den Hals nicht voll“ Schrupp, sind bspw. evangelische Bonzetten.
          Oder M. Rosowski, Besitzer des BuFoMä, ebenfalls Evangelenbonze.
          ( Was allerdings NICHT als Aussage über das jeweilige Fußvolk dienen kann )

  7. Ich habe mich darüber mal mit einer Feministin gestritten, diese sagte mir:

    Zuerst einmal ist absolut jede Frau von den Auswirkungen der Prostitution betroffen. Insofern auch ich, und ich äußere hier meine Meinung dazu.

    Weiß jemand, was sie damit meinte? Dass ihre Mumu entweiht wird, wenn es woanders Mumus zum Mieten gibt?

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