Gender Pay Gap bei Busfahrern und Zugführern

Zusätzlich zu der Studie bei Uber wurde ein weiterer Bereich untersucht, in dem eigentlich keine Gehaltsunterschiede zu erwarten sind und dennoch wurde einer gefunden: Bus- und Zugfahrer.

Even in a unionized environment where work tasks are similar, hourly wages are identical, and tenure dictates promotions, female workers earn $0.89 on the male-worker dollar (weekly earnings). We use confidential administrative data on bus and train operators from the Massachusetts Bay Transportation Authority (MBTA) to show that the weekly earnings gap can be explained by the workplace choices that women and men make. Women value time away from work and flexibility more than men, taking more unpaid time off using the Family Medical Leave Act (FMLA) and working fewer overtime hours than men. When overtime hours are scheduled three months in advance, men and women work a similar number of hours; but when those hours are offered at the last minute, men work nearly twice as many. When selecting work schedules, women try to avoid weekend, holiday, and split shifts more than men. To avoid unfavorable work times, women prioritize their schedules over route safety and select routes with a higher probability of accidents. Women are less likely than men to game the scheduling system by trading off work hours at regular wages for overtime hours at premium wages. These results suggest that some policies that increase workplace flexibility, like shift swapping and expanded cover lists, can reduce the gender earnings gap and disproportionately increase the well-being of female workers.

Quelle: Why Do Women Earn Less Than Men? Evidence from Bus and Train Operators∗

Also auch in dieser sehr stark durch eine Gewerkschaft kontrollierten Bereich zeigen sich erneut Gehaltsunterschiede.

Die dort abgeleiteten Thesen:

  1. Women value time away from work more than men
  2. Women take more overtime when it is scheduled in advance than when it is unscheduled or offered at the last-minute
  3. Women with dependents value time away from work and flexibility more than men with dependents
  4. Women try to avoid work more than men during times when values of time outside the workplace are especially high
  5. Women value preferable schedules over other workplace amenities
  6. When faced with having to work an unfavorable schedule, women are more likely than men to choose unpaid leave instead

Das passt eigentlich ganz gut in das, was sich auch schon in anderen Bereichen zeigt: Männer setzen eine andere Work-Life-Balance und entscheiden sich eher für einen höheren Verdienst als die Frauen.

Exemplarisch herausgegriffen: Eine Übersicht zu Überstunden:

 

Advertisements

5 Gedanken zu “Gender Pay Gap bei Busfahrern und Zugführern

  1. Leider haben Feministinnen gar kein Interesse daran Frauen zu beruhigen, das sie nicht überall bei der Bezahlung diskriminiert werden. Daher werden sie ihre Lügen und Falschdarstellungen auch weiter betreiben… solange bis sich das Verhältnis umgekehrt hat.

  2. Hier wird schon wieder „Leistung“ und „Wert“ durcheinander gebracht.

    Der Wert einer weiblichen Arbeitskraft ist immer mindestens der einer männlichen.
    Das haben viele Studien gezeigt (die gleichen die gezeigt haben, dass es der Firma um so besser geht, je mehr Geld der Chef hat)

  3. Wenn man vom Homo oecononicus ausgeht, würde das einfach bedeuten, dass Frauen eine andere Nutzenfunktion haben als Männer, und den Faktor „Geld“ geringer schätzen als anderes.

    Was aus Sicht der intrasexuellen Konkurrenz nur Sinn macht, da Status und Geld für Männer einen höheren Fortpflanzungsvorteil haben als für Frauen.

    Auf der anderen Seite ist das ein Argument, das aus Sicht des „alle Menschen sind gleich“ niemals anerka t würde.

    Dabei ist die Vorstellung „Frauen brauchen kein Geld um glücklich zu sein“ ja eigentlich etwas Positives ist. Bis man es um „Sie geben einfach das Ihres Partners aus“ ergänzt. Hahaha.

  4. „Männer setzen eine andere Work-Life-Balance und entscheiden sich eher für einen höheren Verdienst als die Frauen.“

    Das setze ich in Frage. In welchem Umfang entscheiden sie sich tatsächlich für einen höheren Verdienst?
    Ich sehe eher den äußeren Zwang, sich dafür zu entscheiden, um im Wettlauf um die begehrte Ressource „Frau“ (=Sex) mithalten zu können.
    Viel Geld -> attraktivere Frau,
    kein Geld -> keine Frau.
    Es ist kein Zufall, dass weibliche Attraktivität und männliches Einkommen stark miteinander korrelieren.

    Anders herum ist der Zusammenhang nur marginal. Es gibt also für eine Frau, die im Attraktivitätsranking das Mittelmaß erreicht oder gar übersteigt, keinen Anreiz, Lebenszeit und -energie ins Einkommen zu stecken, solange sie von den Ressourcen eines Partners genauso gut leben kann.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.