Pinkstinks noch einmal dazu, dass der Feminismus Männern nicht schadet

Nils von Pinkstinks hat noch einmal einen Artikel dazu, ob der Feminismus Männern schadet:

Er stellst zuerst auf die ab, die nur darauf aus sind zu beleidigen und meint, dass man mit denen nicht reden kann.

Dann führt er an:

Etwas anderes sind Menschen, die Feminismus aus diversen Gründen für unzureichend, unaufrichtig oder einfach nur eine schlechte Idee halten. Das scheint mir ebenso legitim wie meine Überzeugung, dass Feminismus eine richtig gute Idee ist. Darüber kann man reden. Gerne auch streiten. Und dann schauen, wer am Ende den zwanglosen Zwang des besseren Arguments auf seiner oder ihrer Seite hat. Mich interessiert an dieser Stelle ganz besonders die Auseinandersetzung mit Männern, die Feminismus bestenfalls für albern, schlimmstenfalls für eine ungerechte politische Ideologie halten. Damit kann ich etwas anfangen. Aus meiner Sicht lohnt es sich, mit einem Mann wie George Lawlor zu diskutieren, der sich 2015 weigerte an einem Seminar über Einvernehmlichkeit teilzunehmen, weil er es als Beleidigung empfand.

Ich würde mich nicht zu der ersten Gruppe zählen und habe ja auch schon mit Nils diskutiert. Was ich etwas unaufrichtig an seiner Antwort hier finde, nach der man ja einfach mal Argumente austauschen kann, dass er da eine Diskussionsbereitschaft unterstellt, die so tatsächlich nicht besteht. Meist werden Diskussionen abgebrochen oder eben auch schon mal auf dem Blog gelöscht. Über bestimmte Punkte kann man dort kaum erfolgreich diskutieren. Und selbst die Kritik an sich wird ja gerne verfremdet dargestellt: Im Feminismus gibt man beispielsweise in staatlich unterstützten Aktionen ungern zu, dass Leute wie Dawkins oder Pinker erhebliche und nachhaltige Kritik üben und auch Leute wie Peterson werden eher als Zerrbild dargestellt als tatsächlich mal auf seine Argumente einzugehen.

Auch sein Beispiel, welches dann folgt, macht deutlich, dass man nur sehr oberflächlich diskutieren will:

Es lohnt sich darüber ins Gespräch zu kommen, dass ein Vergewaltiger eben doch so aussehen kann wie er. Oder wie ich oder jeder andere Mann, weil die Täter aus allen Teilen der Gesellschaft stammen und die Taten häufig im sozialen Nahbereich stattfinden.

Das heißt eben nicht, alle Männer als Täter vorzuverurteilen, sondern die Dimension von sexualisierter Gewalt anzuerkennen. Sexualisierte Gewalt verschwindet nicht dadurch, dass man(n) dazu lediglich festhält, selbst nie etwas Derartiges zu tun.Das gesellschaftliche Klima, das sexualisierte Gewalt ermöglicht, normalisiert und verharmlost wird nicht weniger oder inexistent, weil man(n) die Augen davor verschießt oder nicht so genau hinschaut.  Im Gegenteil: Dadurch wird sie noch zementiert.

Da stellt er ja bereits etwas hochkontroverses dar, was bereits erheblich angegriffen wird. Und das eben ohne auf die Kritik daran einzugehen.

Welche Nachweise bestehen denn für ein solches gesellschaftliches Klima und wie stark ist das Problem tatsächlich ausgeprägt?

Diese Diskussion verletzt dann wahrscheinlich schon wieder zu viele Tabus um für Pinkstinks führbar zu sein.

Deshalb sollte man wenn möglich die Dinge auch nicht auf sich beruhen lassen. Man sollte jemanden wie Henryk Broder nicht damit davonkommen lassen, dass er Autorinnen, die Rape Culture in Deutschland benennen und kritisieren, wünscht, sie mögen doch vom IS nach Rakka eingeladen werden, „um zu erfahren, was Rape Culture bedeutet„. Sondern es bei jeder sich bietender Gelegenheit als Beispiel für eben jene Rape Culture anbringen, weil hier Frauen nichts anderes als eine konkrete Vergewaltigung an den Hals gewünscht wird, um ihre angeblich politisch naiven oder unliebsamen Überzeugung zu korrigieren. Das macht man übrigens ganz gerne in Deutschland. Selbst wenn vorgetäuscht wird, gegen derartige Übergriffe zu protestieren.

Sicherlich ist die Formulierung des Arguments mit einem Wunsch nicht angebracht. Aber dennoch sollte man auf das Argument dahinter eingehen, welches eben sagt:

Eine tatsächliche Rape Culture findet man in ganz anderen Ländern, es geht Frauen nirgendwo besser und sie sind nirgendwo sicherer als in westlichen Ländern. Diese daher als Hochburg des Patriarchats aufzubauen, den weißen heterosexuellen westlichen alten Mann als den ultimativen Bösen darzustellen, geht an der Sache vorbei. Natürlich kann man dann einem „Die sind aber noch schlechter“-Argument entgegenhalten, dass es entweder nicht stimmt, was man dann ausdiskutieren muss und bei dem aus meiner Sicht die Gegenposition eher schwerer zu vertreten ist, oder man kann ihm entgegenhalten, dass es auch hier eben noch schlimm genug ist, schlimmer als es sein dürfte und dann muss man darüber diskutieren können, inwiefern man Gewalt in einer Gesellschaft weiter reduzieren kann und welche Faktoren dafür zu verändern sind. Auch darum drücken sich Feministen gerne oder bauen Positionen auf wie „Eine Tat gegen eine Frau wäre schon zuviel“.

Und dann schauen wir, was am Ende übrig bleibt. Ist der Feminismus etwa dafür verantwortlich, dass an Kriegshandlungen aller Art zumeist Männer beteiligt sind und diesen auch mehrheitlich zum Opfer fallen? Ist der Feminismus daran schuld, dass mehr Männer als Frauen Selbstmord begehen? Dass sie weniger häufig das Sorgerecht erhalten als ihre Ex-Partnerinnen? Mitnichten! Kriegshandlungen hatten schon lange vor dem Feminismus als politische Kraft ein Geschlecht. Dass Männer innerhalb des Male Depression Konzepts hilfloser und aggressiver als Frauen werden, hat etwas mit toxischer Männlichkeit zu tun. Und die Vorstellungen darüber, wer für die Betreuung eines Kindes zuständig zu sein hat und wer bloß Aushilfskraft sein kann, ist gesellschaftlich fest verankert.

Der Feminismus ist sicherlich nicht die Ursache dafür, wobei die Haltung, dass Männer nicht diskriminiert sein können und jede Hilfe für sie quasi Ressourcen von Frauen wegnimmt, sicherlich auch im Feminismus verbreitet ist und insofern schon Hilfe behindern kann.

Ich hatte hier schon einen Artikel genau zu diesem Thema, bei dem das näher aufgeschlüsselt worden ist.

Problematischer ist, dass Feminismus eben als Wurzel aller Probleme eben bestimmte Menschengruppen nach Geschlecht und Hautfarbe etc sieht. Das ist aus meiner Sicht der größte Vorwurf, der dieser Identitätspolitik zu machen ist.

Wenn wir das mit dem Feminismus wirklich durchziehen würden, dann stünde am Ende eine Gesellschaft, in der Männer nicht aufgrund ihres Geschlechts keine Schmerzen kennen dürften und keine Opfer sein könnten. Sie könnten davon berichten, dass ihre Partnerin ihnen Gewalt antut, und man würde ihnen glauben, anstatt sie auszulachen und ihnen ihre Männlichkeit abzusprechen. Sie würden in puncto Sorgerecht von Anfang an genauso in die Verantwortung genommen wie Frauen und in einem etwaigen Gerichtsverfahren auch so behandelt. Sie würden nicht qua Geschlecht als gewalttätiger, kriegslüsternder, triebgesteuerter und emotionsloser gelten. Sie würden nicht dafür angefeindet werden, Männer zu lieben und zu begehren.

Da habe ich meine Zweifel, denn alle diese Fragen werden ja im Feminismus nicht umgesetzt. Im Gegenteil, wenn man Probleme von Männern nennt, dann wird man im Feminismus Spott und Zorn ernten, whataboutismus Vorwürfe erhalten und es wird angeführt werden, dass man nur Angst vor starken Frauen etc hat oder das man eben seine toxische Männlichkeit aufgeben, alle Vorstandsposten aufgeben und gleichen Lohn für Frauen ermöglichen soll, dann würden sich diese Probleme quasi von selbst lösen.

Feminismus schadet Männern? Ich sage, der Schaden ist schon längst angerichtet: Wir gehen kaputt, wir distanzieren uns bis zur Unkenntlichkeit von unseren eigenen Gefühlen, wir fügen viel zu viel Leid zu und sterben früher als wir müssten. Wer darauf Bock hat, nur zu. Alle anderen sollten vielleicht in Betracht ziehen, dass Feminismus für genau diese Probleme ziemlich interessante Lösungen bietet.

Ich distanziere mich nicht bis zur Unkenntlichkeit von meinen Gefühlen, ich füge auch kein Leid zu.

Und welche Lösungen sollte der Feminismus da bieten? #killallmen wird unser Leben nicht verlängern und #menaretrash wird nicht dazu führen, dass man unsere Gefühle mehr beachtet.

51 Gedanken zu “Pinkstinks noch einmal dazu, dass der Feminismus Männern nicht schadet

  1. „Wir gehen kaputt, wir distanzieren uns bis zur Unkenntlichkeit von unseren eigenen Gefühlen, wir fügen viel zu viel Leid zu und sterben früher als wir müssten. “

    Ich für meinen Teil bin nicht „wir“ mit ihm.

    Ist schon lustig welch armseliges Wesen ER ist. Warum will er überhaupt länger leben und leiden als er müsste? Was soll das Gerede?

    • „Ich für meinen Teil bin nicht „wir“ mit ihm. “
      dto.
      Der Postulateschleuderer springt innerhalb eines Teilsatzes definitorisch von Feministen auf Männer um. Er meint eindeutig NICHT uns, sondern seinesgleichen ( und Idiotie hat nunmal kein Geschlecht, was er sicherlich auch betreiten würde ), anders müßte man ihm die Sprachfähigkeit vollständig absprechen, was schwierig wird, da er ja formell irgendwie Sätze zu bilden in der Lage ist.

      #nichtmeinkumpel!

      • FUCK YOU, ICH LACH‘ MICH HIER KAPUTT!!!!! IST DAS LUSTIG AUF DIESEN SEITEN!!! Müßte ich pinkeln, hättsch mir schon in die Hose gepullert..! – Gut geschrieben!👍 Ich weiß auch nicht, was mit diesem Nils Armstrong da nicht stimmt.. – Ach, „Feminismus“ … Geschlechtsdiktatorische Ideologie, weiter nichts. Da gibt es unglückliche Menschen, die sehr neidisch sind auf das Glück der Anderen. – Also brauchen sie mal wieder ein KONSTRUKT- man „benötigt“ jetzt wieder etwas.. dann können sie sich austoben. Bis zum Tode. Das wäre dann der Sinn in ihrem Leben, den jeder braucht. Ich verstehe auch gar nicht, wofür die alle immer „kämpfen“ wollen heutzutage!! Der moderne Mensch fährt den Planeten gegen die Wand und die „kämpfen“ für 3,52€ mehr Lohn von anderen Leuten.. richtig übel..

  2. Ich sehe zumindest für Männer noch keine grossen Fortschritte durch den Feminismus. Die Selbstmordrate von männlichen Jugendlichen hat sich bisher noch nicht spürbar verringert. In den Schulen werden männliche Jugendiche immer mehr zur Problemgruppe und werden vermehrt abgehängt. In den Führungsspitzen der Wirtschaft und Politik werden sie vermehrt verdrängt, ganz allgemein wird der Mann als das Übel schlecht hin diffamiert. Schlussenlich sehe ich Feminismus als eine Identitätspolitik, die genau für eine bestimmte Gruppe Interessenspolitik macht und das ist für die Frauen. Bei den ganzen Problemen, die die Männer vermehrt haben, entsteht ein Opferwettbewerb und Feministinnen versuchen vor allem, Frauen als das grösste Opfer darzustellen. Identitätspolitik hat m.E. quasi nie universale Ziele, sondern es ist Interessenspolitik für die eigene Klientel.

    • …Ich sehe zumindest für Männer noch keine grossen Fortschritte durch den Feminismus…

      Der einzige Fortschritt, den ich sehe, ist, daß er (durch seine Maßlosigkeit Verlogenheit und Dummheit) Männern die Augen öffnen kann für ihre Situation, für die dummen Rollen in die sie sich drängen lassen, für die Falschheit vieler Frauen, kurz für die ganzen Missstände die es für Männer in der Gesellschaft gibt, und die sie klaglos tragen „wie ein Mann“ tragen.

  3. Wunderbares Beispiel dafür, wie ein geschlossenes ideologisches Weltbild funktioniert. Selbst wenn er Dialogbereitschaft signalisiert, darf diese nicht so weit gehen, fundamentale Annahmen seines Weltbildes in Frage zu stellen, z.B.die Rape Culture. Die muss sein Gegenüber schon anerkennen, sonst lassen wir es lieber mit der Diskussion.

    Es ist halt so, dass da jemand ein bestimmtes Bild von der Welt hat, das er vor allem als moralisch überlegen empfindet, und das daher eigentlich von allen übernommen werden müsste, da für alle die gleichen moralischen Regeln gelten. Wenn sich jemand da weigert, setzt er sich automatisch ins Unrecht, und daher kommen auch die ständigen Löschungen und Blockierungen von uneinsichtigen Anderen. In der Praxis würde man sie halt guten Gewissens einsperren für ihre unmoralische Haltung.

  4. „Ist der Feminismus etwa dafür verantwortlich, dass an Kriegshandlungen aller Art zumeist Männer beteiligt sind und diesen auch mehrheitlich zum Opfer fallen?“

    Da gibt’s doch diese schöne Studie, in der mal gezählt wurde, wer kriegerischer war, die wenigen weiblichen Herscher oder die Königskerls.

    • die weiblichen Herrscher, hatte ich gepostet, weis aber leider die Quelle nicht mehr, war glaube ich ein GEO Heft vor einiger Zeit, bin aber nicht mehr sicher, ist alles so schnelllebig heute…

  5. Mein Lackmus-Test in punkto Rape Culture:

    Ist mein Gegenüber bereit und in der Lage, darüber zu reden, inwiefern das Verhalten von Frauen die Voraussetzung dafür ist, dass es jemanden wie Weinstein gibt?

    Oder scheint da in jeder Punze die Überzeugung durch, dass die Welt aus komplett unschuldigen Frauen besteht, die unter männlichen Monstern leiden, und das „Zugeständnis“ beschränkt sich darauf, dass ja nicht alle Männer Monster sind, zumindest nicht notwendigerweise?

  6. Die Gretchenfrage ist halt, was man mit irgendwelchen Diskussionen mit Feministen erreichen will. Was ist das Ziel solcher Diskussionen? Soll daraus ein Erkenntnisgewinn resultieren? Oder sollen als Folge solcher Diskussionen politische Zwangsmassnahmen installiert werden, um die Individuen in ihrer Handlungs- und Redefreiheit noch weiter einzuschränken? Oder geht es einfach nur darum nutzloses Geschwätz zur eigenen Erbauung produzieren? Wer kann diese Fragen beantworten?

    Es muss jeder selbst wissen, wieviel Lebenszeit er mit Diskussionen mit Feministen verschwenden will. Bislang waren solche Diskussionen ja völlig nutzlos. Oder kann irgendjemand ein positives Ergebnis daraus vorweisen? Ich sehe hier nur Geschlechterzwist, Männerdiffamierung und als Folge davon staatliche Gängelungsmassnahmen. Ich sehe keine positiven Ergebnisse.

    • „Wenn wir das mit dem Feminismus wirklich durchziehen würden, dann stünde am Ende eine Gesellschaft,…“

      die repressiv und arm wäre.

      Ich möchte mir das gar nicht ausmalen.

    • „Es muss jeder selbst wissen, wieviel Lebenszeit er mit Diskussionen mit Feministen verschwenden will. Bislang waren solche Diskussionen ja völlig nutzlos. Oder kann irgendjemand ein positives Ergebnis daraus vorweisen?“

      Ich finde es ist eine gute Form der Gegenöffentlichkeit.
      als postives Beispiel würde ich diese Diskussion hier anführen:

      Sie hat verschiedene Punkte, die bereits seit langem in der Diskussion gegen den modernen Feminismus angeführt werden, eine breite Öffentlichkeit gebracht. Ich denke, dass das gerade an dem Mittel der Diskussion liegt. Weil es gegenüber einem reinen Text den Vorteil hat, dass man sieht, dass die andere Seite sich in einer Diskussion schlecht behauptet.

      • @Christian @KlausT
        Gegenöffentlichkeit ist sicher eine gute Sache. Aber da muss man nicht mit Feministen diskutieren sondern nur über den Feminismus (bzw. über die Feminismen). Das ist ein feiner aber entscheidender Unterschied. M.E. ist es Zeitverschwendung mit Feministen zu diskutieren, weil denen (mit wenigen Ausnahmen) an einer Diskussion gar nicht gelegen ist. Pinkstinks demonstriert genau das in Deinem verlinkten Beitrag und Du, werter Christian, hast es ja auch gemerkt, dass deren Exponenten gar nicht diskutieren wollen.

        Insgesamt sind die Ergebnisse der Gegenöffentlichkeit bislang sehr bescheiden. Die Politik und Medien strotzen weiterhin nur so von staatsfeministischer und männerfeindlich-sexistischer Propaganda, obwohl Ihr Männerrechtsaktivisten Euch den Mund fusslig redet. Wo also sind die vorweisbaren Ergebnisse Eurer Diskussionen? Da müsst Ihr nicht bloss dicke Bretter sondern meterdicke Holzbohlen bohren, um die Gesellschaft zu überzeugen.

        Vielleicht ist es einfach besser Gegengesellschaften zu der orthodoxen, politisch propagierten Einheitsgesellschaft gründen und sie selbst zu gestalten, anstatt die Einheitsgesellschaft reformieren zu wollen. Die Moslems machen das bereits sehr erfolgreich. In diesem Fall kann man sich die Diskussionen um die einzig und alleinseligmachende Verfassung der Einheitsgesellschaft sparen; die Diskussionen betreffen dann den Aufbau und Verfassung der eigenen (Gegen-)Gesellschaft. Nur mal ein Denkanstoss. DAS wäre übrigens echte gesellschftliche Vielfalt.

        • Ok, ich teile Deine Position nicht, kann sie aber gut nachvollziehen. Ich bin vermutlich optimistischer als Du, was die Chancen angeht, mit Gegenöffentlichkeit etwas zu erreichen.

          • Naja, ich orientiere mich halt an der Realität und nicht an Illusionen. Aber wie bereits gesagt: Jeder muss selbst wissen, wie er seine Lebenszeit zu verschwenden gedenkt.

          • Wie kommst Du darauf,@Maesi, daß es sich um eine Illusion handeln würde?
            Genau Deine Forderungen ( Gegenöffentlichkeit, alternative Gesellschaftsmodelle etc. ) laufen hier doch ( und produzieren vermutlich höhere Klickzahlen als Stevie’s Blubberblog ).
            Und ich vermute mal wohlwollend, daß zumindest ein paar der geschätzen Mitschreibär hier das im Alltag auch as far as possible umzusetzen versuchen ( ich z.B. gleich in einem sicherlich wieder hochinteressanten Gespräch mit einer bildungsbeflissenen jungen Mutter ).

            Bis sich sowas zur „passiven Revolution“ ( Streichen der Femiförderung, das reicht schon ) ausweitet, dauert es halt ein Bißchen. Gut Ding will Weile haben…
            Ein kleiner Wimpernschlag der Geschichter, ein großer Hüpf für die gesellschaftliche Normalität 🙂

          • @Fiete
            Der Erfolg der Darstellung einer Gegenöffentlichkeit ist bislang bescheiden, das habe ich bereits oben geschrieben. Eine Mehrheit in der Gesellschaft wird man allein damit nicht überzeugen können – oder vielleicht so in 200 – 300 Jahren. Bei einer interessierten Minderheit ist das aber trotzdem sinnvoll – und an die sollte man sich damit auch wenden. Feministen gehören so gut wie nie zu dieser interessierten Minderheit. Deswegen ist es auch Zeitverschwendung mit denen zu diskutieren. Ohne entsprechenden Leidensdruck werden sie sich kaum jemals ändern; schöngeistiges Geschwafel erzeugt bei denen keinen Leidensdruck.

            Das Propagieren von abstrakten alternativen Gesellschaftsmodellen ist zwar nett aber nicht wirklich wirksam. Ich bin vielmehr dafür alternative Gesellschaften real zu begründen, anstatt nur darüber zu reden. Abstrakte alternative Gesellschaftsmodelle sind bloss Illusionen, real existierende alternative Gesellschaften sollten das Ziel sein. Dies erreicht man aber nicht durch das Erbitten von irgendwelchen gesetzlichen Rechten und Schutzklauseln, ideologisch konfektionierten Rollenmodellen und Subventionen von Papa Staat sondern nur dadurch, dass man solche Gesellschaften einfach gründet und eben gerade nicht vom Staat regulieren lässt. Autonomie heisst das Zauberwort; agieren anstatt bloss reagieren…

        • @maesi

          „M.E. ist es Zeitverschwendung mit Feministen zu diskutieren, weil denen (mit wenigen Ausnahmen) an einer Diskussion gar nicht gelegen ist. Pinkstinks demonstriert genau das in Deinem verlinkten Beitrag und Du, werter Christian, hast es ja auch gemerkt, dass deren Exponenten gar nicht diskutieren wollen.“

          Das aufzuzeigen finde ich auch nicht schlecht. Texte, die man gegeneinander stellt, sagen da aus meiner Sicht immer weniger aus. Und auch Gesprächsbereitschaft signalisieren, während der andere immer abblockt sagt einiges aus.

          Aber natürlich kann man hier ganz verschiedene Ansätze wählen.

          • @ Christian Das Problem ist die Institutionalisierung des Feminismus.
            Peking, Istanbul und so weiter.
            Bei vielen der kleineren und größeren Probleme bekommt man ja durchaus Gehör für die Problematiken, darf dann mal öffentlich Schattenboxen mit Feministinnen gewinnen, aber harte Gesetzestexte und ihre perversen Schwestern politische Leitlinien werden weiterhin von McKinsey zum Abnicken für unsere Kasperletheater verfasst.

          • @ only:
            Sach ich es nicht gerade seit ein paar Tagen wieder dutzendfach?
            Gelegenheit macht Diebe!

            Eben zu dem Schluss kamen auch die Sozistudentin und ich eben wieder, als wir die wichtigsten Ideen und Aspekte dieses Threads ( und zum Thema Barunterhalt ) durchgehechelt haben.

            Und das Gegenargument der Zwittschervögel war auch klar:
            Patriarchaler Maskutroll, ist ja als solcher schon gründlich verschrieen, dieser Schmidt …..

            Und solange diese Femi-Maden von den Männern fett Steuer-Kohle in den Parasitenarsch geblasen kriegen wird es schlimmer, simple Basislogik.

    • Es geht darum, den Mitlesenden, insbesondere den Uninformierten und den sich für neutral haltenden einen Denkanstoß, eine Irritation in Bezug auf die vorherrschende Ideologie zu vermitteln. Ob das allerdings bei den Lesern der Pinkstinks-Seiten sehr erfolgversprechend ist, wage ich (auch) zu bezweifeln. Aber auf anderen Seiten, z.B. beiden Kommentaren bei Zeit online, kann man schon immer wieder eine kritische Duftmarke setzen.
      Nils wird man allerdings auch schon deswegen nicht überzeugen können, weil er sein Geld bei/mit Pinkstinks verdient: „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.“

    • „Oder geht es einfach nur darum nutzloses Geschwätz zur eigenen Erbauung produzieren?“
      Si! Einzige logische Lösung ist Selbstbeweihräucherung im Sinne des Arbeitgebers, damit Stevie den Monatscheck nicht zerreißt.

  7. Feminismus ist legitime weibliche Interessenvertretung.

    Man kann allerdings kaum erwarten, dass Männer eine Politik auf ihr Kosten unterstützen. Diese Erbsünde Thematik mag sich aneignen wer will. Ich bin nicht für die Vergehen anderer verantwortlich. Und momentan scheint mir, als würden die Damen und ihre Steigbügelhalter mich gerne aufgrund meines Geschlechts und meiner Rasse diskriminieren wollen.

    • ‚Feminismus ist legitime weibliche Interessenvertretung‘

      Und wer hat dem Feminismus bzw. den Feministen diese Legitimation gegeben? Sind alle Frauen zusammengekommen und haben ein feministisches Grundsatzprogramm beschlossen? Oder wurden Feministinnen von Frauen in solche Frauenvertretungsämter gewählt? Gibt es überhaupt einheitliche weibliche Interessen, die man vertreten kann? Du bist dem feministischen Betrug bereits auf den Leim gegangen. Jede Interessenvertretung vertritt ausschliesslich die Interessen jener, die sich ausdrücklich hinter sie gestellt haben. Alles andere ist kollektivistischer Grössenwahn, welcher aber heute leider sehr weit verbreitet ist.

      Allenfalls kann man sagen, dass es legitim ist, wenn irgendwelche Feministinnen ihren spezifischen Feminismus in der Öffentlichkeit propagieren. Das ist aber auch das einzig legitime am Feminismus oder vielmehr an den Feminismen. Es gibt ja bekanntlich nicht bloss einen einzigen Feminismus. Quizfrage: Wenn der Feminismus eine legitime weibliche Interessenvertretung ist, welcher der zahlreichen Feminismen ist damit denn gemeint? Du siehst, werter _Flin_, der Satz ist schlichtweg Unsinn, wenn man ihn an der Realität misst.

    • „Feminismus ist legitime weibliche Interessenvertretung.“
      Und Don Corleone die legitime Interessenvertretung der sizilianischen Großfamilien, nä?

      Quatsch! Feminismus ist frauenfeindlich und hat lediglich das Ziel Maden mit Millionen zu pampern.

  8. Was für eine Reichweite hat eigentlich dieses Pink-Stinks?
    Ich habe mal auf deren Seite geschaut, da hat der ein paar Tage alte Beitrag Null Kommentare.
    Auf Twitter hat Pinkstinks.de 13.000 Follower und der Link zum Beitrag 79 Likes. Führt da eigentlich irgendwer Buch, dass man mal gucken kann, wie sich der Feminismus im Laufe der Jahre so entwickelt? Wachsen die Zahlen, schrumpfen sie?

    13K Follower muss man erst mal haben, ich habe nicht mal die Hälfte von 130. 🙂 Aber so sonderlich viele sind das auch nicht. Dennoch scheinen da ein paar Leute von leben zu können, eine 1. Vorstandsvorsitzende von Pinkstinks-Deutschland gibt es, Doktor der Genderwissenschaft, ich bin tief beeindruckt.

    Zeitverschwendung? Ich finde, man sollte schon Gegenrede führen, damit alle, die leise Zweifel haben, merken, dass sie nicht alleine sind. Dabei bin ich sehr strikt für saubere und faire Argumentation und auch dafür, durch das eigene Auftreten nicht mit dem Hintern einzureißen, was der Kopf sich erarbeitet hat. Aber ob es 6 oder 8 kritische Stimmen gibt, ist nicht so wichtig – dann lieber streuen und da Kritik anmelden, wo sie noch nicht geäußert wird.

    • „Dennoch scheinen da ein paar Leute von leben zu können“
      Die sind halt nicht auf Interessenten angewiesen, da sie von allen Männern Zwangsbeiträge kassieren. So einfach ist die Rechnung.

      • „Die Bundesregierung unterstützt das Projekt „Lu Likes“, in Zusammenarbeit mit der Protestorganisation „Pinkstinks“, gegen Sexismus in den Medien, gegen Rollenstereotype und für vielfältige Geschlechteridentitäten; in kurzen Videoclips spricht hier die junge Youtuberin „Lu“ im Internet zur Zielgruppe Mädchen und junge Frauen.“

        Denkschrift zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämp-
        fung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, Istanbul 11. Mai 2011,
        SEV 210

        „Unsere Lobbyarbeit treiben wir mit regelmäßigen Fachgesprächen mit Politiker*innen voran. Dazu reisen ich und Berit ein paar Mal im Monat nach Berlin. Die Lobbyarbeit wird durch unsere Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.“

        „In der Politik wird unsere Gesetzesnorm gegen sexistische Werbung inzwischen von allen großen Frauenrechtsverbänden und bekannten Politiker*innen wie Elke Ferner (Parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ) unterstützt.“ Frau Schmiedel auf der Site

        Das BMFSFJ ist Schaltzentrale des Staatsfeminismus und verteilt fleißig Gelder für „NGO“, die dann astroturfing betreiben, sowie neue Posten und Pöstchen (1):

        „Das Familienministerium ist unter Manuela Schwesig und Katarina Barley (beide SPD) massiv ausgebaut worden.
        Im Verlauf der Legislaturperiode ist das Ministerium um 124 Stellen auf 595 Stellen gewachsen.“

        Und (2): „Der enorme Stellenaufbau erstreckt sich nicht nur auf das eigentliche Ministerium. Auch das nachgelagerte Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) wurde stark vergrößert – und das, obwohl die Nachfolgebehörde des ehemaligen Bundesamtes für Zivildienst ursprünglich einmal ganz wegfallen sollte. Jetzt sind hier Aufgaben wie der Bundesfreiwilligendienst und das Hilfetelefon für Gewalt gegen Frauen angesiedelt.
        Das Personal wurde von 760 Vollzeitstellen im Jahr 2013 auf 904 Stellen im Jahr 2017 ausgeweitet. Auch hier wurden 105 der 144 zusätzlichen Stellen erst in den letzten eineinhalb Jahren geschaffen.“

        Zu 1: „Insgesamt stiegen die Personalkosten im Vergleich zur letzten Wahlperiode von 32,3 Millionen Euro in 2013 auf geplante 45,5 Millionen Euro im Jahr 2018 an.“
        Zu 2: „Die Personalausgaben stiegen von 38,6 Millionen Euro 2013 auf voraussichtlich 61,4 Millionen Euro (2018).“
        https://www.welt.de/politik/deutschland/article168776887/SPD-stockt-Personal-im-Familienministerium-massiv-auf.html

        Mal eben 36 Mille für Personal zusätzlich.
        Für Feministinnen ist im Patriarchat immer Jackpot.

  9. Wer aufmerksam die Vorträge von Vera F. Birkenbihl verfolgt hat, wer verhaltensgenetische Erkenntnisse nicht zu Lasten der Sozialisationsforschung negiert und wer einige Bücher über die Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen (Schwanitz, Biddulph u.v.m.) gelesen hat, findet schnell – wenn er denn möchte – die Antworten auf immer wieder die gleichen gestellten Fragen.

    Im heutigen Feminismus geht es weniger um die Frage von Gleichberechtigung. Die ist lange her gestellt. Sondern um die Frage, warum gerade deswegen Frauen immernoch in Politik und Wirtschaft, in Bezug auf die Anzahl ihrer dortigen Vertretung, unterrepräsentiert sind.

    Der Feminismus unterstellt – und es mag auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheinen – eine bewusste Benachteiligung – hervorgebracht durch die Männerwelt. Der Feminismus verkennt aber, die evolotionsbiologisch andere Natur des Mannes, im Vergleich zur Frau, gerade weil sich der Feminismus gleichzeitig aus den Erkenntnissen der Gender-Lehrstühle ernährt, welche sich auschließlich auf das Geschlecht als Konstruktion zu beziehen versucht.

    Und hierin liegt das Problem. Jahrtausendealte angelegte evolotionsbiologisch bedingte Eigenschaften sind eben nicht konstruiert. Sie haben sich entwickelt aufgrund von Erfordernissen, die sich in unterschiedlichster Weise in Bezug auf beide Geschlechter gezeigt hatten und haben.

    Um dies schlußendlich mit Studien, Erkenntnissen und Quellenverweisen belegen zu können, bedarf es des Studiums vieler Bücher, der Recherche und Kenntnisse in der Genetik. Alles ein bisschen zuviel verlangt, was die meisten, mit der Geschlechterdiskussion betrauten, Personalien angeht. Und deshalb kann das Ganze nicht nur in die Irre laufen. Es wird immer mehr zu schädlicher Verschärfung kommen.

    Der Soziologe Oppen hat in seinem umstrittenen Buch „Männer Versagen“ beschrieben, das nur eine Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen zu einer fruchtbaren und konstruktiveren Zukunft führen könne. Würde dies funktionieren, wäre das Ergebnis viel größer als nur die Summe aller Teile.

    Dies kann aber derzeit alleine deswegen nicht funktionieren, da der Feminismus viel zu sehr auf Konfrontation ausgelegt ist und davon zehrt, die Frau als Solches in Positionen zu bringen, die derzeit durchaus noch von Männern besetzt sind und somit auch verteidigt werden. Wir erleben derzeit also nur das Gesetz von Aktion und Reaktion und die Verschärfung einer Eskalationsspirale.

    Diese wird sich so lange fortsetzen, wie Begrifflichkeiten wie „Konsens“, „Zusammenarbeit“ und der Wille, die Eigenschaften des jeweils anderen Geschlechtes positiv in die eigene Arbeit mit einzubeziehen, nicht vorhanden sind.

    Ein praktisches Beispiel dafür ist die Politik: Wenn der Feminismus es erfolgreich schafft, eine neue Politikerin zu installieren (im Beispiel nehmen wir einmal eine Bundeskanzlerin), zeigt man erst einmal und vordergründig seine Freude – was nachvollziehbar ist – um dann bei genauerem Hinhören festzustellen, dass sich in der Folge eben diese Frauenrechtlerinnen enttäuscht fühlen von eben der gleichen Politikerin.

    Woran liegt das? Eine Frau tritt, wenn sie das Gebiet der Politik betritt, in ein zutiefst männliches System ein. Das ist nicht bewusst so strukturiert und wird auch nicht beusst so verteidigt, sondern es ist so weil es so funktioniert. Politik ist verbunden mit der Begrifflichkeit Macht. Sie kann ja auch gar nicht anders. Sie übt Macht kraft Gesetzes aus, sie regelt – baut also Spielregeln auf – und kennt Begriffe wie Seilschaften, Hierarchien und Fraktionen.

    Diese sind verbunden mit Begrifflichkeiten, wie Fraktionszwang und Richtlinienkompetenz. Dies sind Regeln, an die sich Politiker zu halten haben. Halten sie sie nicht, fliegen sie raus oder finden sich an anderer, meist weniger bedeutsamer Position, wieder.

    Findet nun eine Frau (man kann bei Verhaltensweisen natürlich immer nur von der Regel ausgehen) sich in der Politik nun wieder, findet sie sich zwangsläufig im Regelwerk der Männer ein. Sie passt sich an. Wird sozusagen in ihrem Tun – politisch gesehen – selbst zum Mann. Denn Politik ist untrennbar mit Machtausübung und Entscheidungsbefugnis, auch über die Köpfe anders denkender hinweg, verbunden und nur so möglich.

    Die dort tätige Fraue ist also dem System Politik unbedingt unterworfen. Sie kann es auch gar nicht ändern, denn die evolutionsbiologische Veranlagung der Frau, sich durchaus außerhalb von Machtstrukturen, Seilschaften und Hierarchien bewegen zu können, findet dort keine Berücksichtigung und wäre auch nicht durchsetzbar.

    Mit diesen Regeln, Strukturen und Befehlsketten kommt ein Mann viel besser zurecht. Dies wird anschaulich im Buch von Schwanitz (Männer – eine Spezies wird besichtigt) erklärt und an vielen Beispielen erläutert. Denn tatsächlich wurde durch entsprechende Studien schon vor Jahrzehnten heraus gefunden, dass Frauen – schon als Kind – Netzwerke bilden, bestehend aus kleinen Grüppchen, welche mehr oder weniger lose miteinander verbunden sind, während Männer Strukturen, Hierarchien und Seilschaften begründen. Ein Verein – ein typisch männliches Phänomen – fände sich hier als treffendes Beispiel.

    Ein Netzwerk hingegen, ist ein Konstrukt des Flachen. Sozusagen aufmalbar auf eine Tischplatte. Eine Frau benötigt niemanden, der ihr Regeln vorgibt, damit sie sich im Leben zurecht findet. Studien haben ergeben, das, sich Frauen auf sich ändernde Situationen wesentlich besser und leichter einstellen und anpassen können, als Männer.

    Während die gleichen Studien ergaben, dass Männer, die einem optimalerweise geschlossenem, System angehören und es verlassen müssen, also sich einer völlig neuen Situation, noch ohne Regeln und Haltepunkte, zu stellen haben, viel schlechter auf die neue Situation einstellen können und Probleme haben, sich zurecht zu finden. Solche Ereignisse können für einen Mann deutlich schneller zu katastrophalen Folgen führen.

    Männer (so Schwanitz) bilden Gremien, Horden, Stammtische (das ist das Gremium unter Aufhebung der Regeln) und Gruppen. Je größer die Gruppe, desto besser und desto Machtvoller. Sie fügen sich darin ein, halten die Gesetze der Horde (welche in dem Moment über alle anderen Gesetze stehen) und befolgen auch die Regeln – weil sie sie brauchen und auch befolgen wollen.

    Frauen brauchen aber nur sich selbst. Sie orientieren sich zwar an anderen, entwickeln aber wesentlich autonomer Regeln und Einstellungen nur für sich selbst. Ein Netzwerk ist daher kein Machtverbund. Es ist auch keine Hierarchie. Es dient nur dem Austauch. 80% aller Seminare zur Selbstfindung werden deshalb von Frauen besucht.

    Männer haben also gar kein Interesse daran, in Netzwerke von Frauen einzudringen. Es interessiert sie auch gar nicht. Frauen hingegen wollen nun, aufgrund berechtigter Teilhabe an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, eben an dieser Welt der Männer auch teilnehmen. Das ist nachvollziehbar.

    Die eigene Natur hingegen, widerspricht völlig den Strukturen, in die sie einzutreten versuchen und die zutiefst männlich sind.

    Die Probleme die das aufwirft, sind gerade erkennbar. Diese Probleme zu lösen, ginge nur im Miteinander und im aufeinander Zugehen im Rahmen des Möglichen. Man müsste also Synergien nutzen. Dies haben sicher viele Männer noch nicht verstanden, aber der moderne Feminismus auch nicht.

    Männer neigen aufgrund der vorgenannten Verhaltensweisen und ihrer evolotionsbiologischen Bestimmung eher dazu, geschlossene Gesellschaften zu bevorzugen. Das verleiht ihnen Sicherheit und Halt. Aufgrund der vorgenannten Verhaltensweisen von Frauen, ist dies gerade dort nicht sonderlich wichtig.

    Wir wissen aus der Forschung, dass in früher Menschheitsgeschichte eine Partnerschaft im Durchschnitt nur 4 Jahre andauerte. Entweder war der Mann danach tot, aufgrund von Unfällen bei der Jagd oder einer kriegerischen Auseinandersetzung oder weg, und hatte sich eine andere Frau gesucht.

    Die Frau musste also hochflexibel auf die Geschehnisse regaieren können. Das musste ein Mann nicht. Wenn Sie die aktuelle Politik und die damit verbundenen Auseinandersetzungen beobachten, stellen Sie sehr schnell fest, dass die Befürworter offener Gesellschaften hauptsächlich Frauen sind. Die Unterstützer der hier aufgenommen Flüchtlinge, finden sich in größter Anzahl auf Seiten der Frauen wieder. Männer fühlen sich, als Verteidiger des Stammes und der Familie, als auch als Verteidiger des eigenen Clans, aber eher bedroht. Das ist völlig nachvollziehbar und es stellt sich ja ohnehin die Frage, ob neuzeitliche Diskussionen über offene Gesellschaften überhaupt letztlich zu einem machbaren Modell führen oder im Chaos enden. Aber diese üolitische Diskussion ist jetzt hier ja nicht Thema.

    Wir müssen also zu erkennen bereit sein, das Frauen und Männer wesentlich unterschiedlicher sind, als es derzeit – ideologisch befeuert – versucht wird Glauben zu machen. Daher kann jede Form von Quotenregelung und jede Form eines künstlichen Eingriffes in bestehende männliche und auch weibliche Strukturen maximal experimentell betrachtet werden. Aber eben nicht, wie es die derzeitige Politik macht, indem es als alternativlos und als Zukunftsmodell versucht wird zu installieren.

    Denn per Zang von außen installierte neue Ordnungen können nur eine Verschärfung von Konflikten mit sich bringen, aber nie Konsens, weil sie der Andersartigkeit und den unterschiedlichen Bedürfnissen nie Tribut zollt.

    • „Jahrtausendealte angelegte evolotionsbiologisch bedingte Eigenschaften sind eben nicht konstruiert.“

      Es ist vollkommen Mumpe, ob sie „konstruiert“ sind oder durch kosmische Strahlung, oder eine Eiszeit bedingt.
      Es sind notwendige o. vorteilhafte Entwicklungen, die sich sinnvoll manifestiert haben, that’s all.
      Umkehrschluss: Es gibt kein Gesetz und keine Clubrichtlinie Männer, in welcher der Präsi das Unterdrücken verprügeln o. vergewaltigen von ausschließlich Frauen bestimmt, nicht mal im Islam.
      So what?

      • Da hast Du ja auch meine volle Zustimmung. Bezüglich des letzten Absatzes habe ich dies nie behauptet. Im Gegenteil: 98% männlicher Gewalt richtet sich gegen Männer. Die Gewaltdebatte der Politik ist das Papier nicht wert auf dem sie steht.

        Keine Weitsicht, keine Ursachensuche, nicht mal richtige Zahlen. Da sind wir uns sicher alle einig.

        Ebenso richtig ist, dass es sich um notwendige und für das jeweilige Geschlecht vorteilhafte Entwicklungen handelte.

        Da wo ich Dir nicht Recht gebe, ist die Erwähnung, es wäre Mumpitz, ob es sich um konstruierte oder angelegte Verhaltensweisen handelt. Denn gerade aufgrund der Tatsache, dass die Genderisten und Frauenrechtlerinnen auf ausschließlich Konstruiertes abstellen, kann festgestellt werden, dass sie eben – politisch ideologisch gestützt – umkonstruieren wollen, was zum Schaden männlicher Kinder in Kindergärten und Schulen führt und weiterhin darin mündet zu glauben, man müsse „das Männliche“ per se bekämpfen.

        Genau darin liegt ja das Problem. Es geht nicht um das „verstehen lernen“, sondern um das Formen. Das ist die eigentliche Katastrophe in der Sache.

        • @ Westerwald:
          „Da hast Du ja auch meine volle Zustimmung. Bezüglich des letzten Absatzes habe ich dies nie behauptet.“

          Wollte ich Dir auch gar nicht unterstellen, war auf das Geblöke der Femis gemünzt.

          „Da wo ich Dir nicht Recht gebe, ist die Erwähnung, es wäre Mumpitz, ob es sich um konstruierte oder angelegte Verhaltensweisen handelt. Denn gerade aufgrund der Tatsache, dass die Genderisten und Frauenrechtlerinnen auf ausschließlich Konstruiertes abstellen, kann festgestellt werden, dass sie eben – politisch ideologisch gestützt – umkonstruieren wollen, was zum Schaden männlicher Kinder in Kindergärten und Schulen führt und weiterhin darin mündet zu glauben, man müsse „das Männliche“ per se bekämpfen.“

          Muß ich wohl etwas weiter aufdröseln.
          Bestände tatsächlich die Möglichkeit so eine globale Oberverschwörung ( Patriarchat ) als willkürliches Konstrukt über Jahrtausende zu halten, wäre es natürlich schon ein entscheidender Faktor, geht aber nich.
          Was ich sagen wollte ist einfach, daß es auf natürlichem Wege praktisch unmöglich ist, genetisch verankerte menschliche Verhaltensweisen willkürlich in’s Gegenteil zu verkehren. Resp. wenn es klappen soll, dann muß man das Projekt eben auch erstmal ein paar tausend Jahre konsequent durchziehen. Viel Spaß dabei. Da bräuchte man schon ziemlich gute und megastabile Idealbilder, denen man noch dazu im konkreten Allltag allgemein für jeden nachvollziehbar erhebliche Vorteile abgewinnen könnte ( analog zur Entdeckung des Feuers oder der Landwirtschaft oder so )

          Individuelle persönliche Muster können zwar innerhalb einer Generation bis in die Gene durchschlagen ( Entfremdungstraumata bspw. ), aber bis derartiges sich gegen die restliche Gesellschaft global zum fixen „Instinkt“ aller Menschen weltweit etabliert hat, dauert es denn doch „etwas“ länger.

          W.h.:
          Genau so wenig, wie die Männers vor 5000 Jahren das Patriarcht installiert haben können, um die Frauens von Eskimo bis Feuerland zu unterdrücken, ist es den Femis möglich per Reichstagsdekret die von allen Frauen immer praktisch ( „instinktiv“ ) durchgezogene Unterdrückung der Männers zu forcieren.
          Das ist schlicht biologisches Naturgesetz. Ebenfalls vollkommen unabhängig davon, ob sie das nun als „soziales Konstrukt“, „Gerechtigkeitsgesetz“, „back-to-Feminature-Projekt“, oder wie auch immer betiteln, es bleibt unsinnig, da das den Genen schlicht egal ist. Die steuern weiterhin den Muskelaufbau der Männer und ihre Verhaltensmuster ( bspw. Bildung von geschlossenen Gruppen ) so zu denen der Frauen kompatibel ( bessere offene Netzwerker, höherer Drang zu sozialen Berufen etc. ) wie es seit Jahrmillionen supi funktioniert und die Art erhält.
          Und solange die Mädels dadurch nicht wirklich ALLEN Menschen einen sofort und nahezu überall meßbaren Vorteil verschaffen ( können unddas langfristig ) bleibt das auch so, bzw. wenn irgendein Femidiktator mal in einem Land so ein Experiment für ein paar Jahrzehnten glücken sollte, hat man nach verschwinden desselben ein schönes abschreckendes Beispiel wie es gerade NICHT funzt.

          V.dh. ist die umbenennende Beschwörung der Evolution in „soziales Konstrukt“, egal ob da ursprünglich mal eines dahintergesteckt haben könnte, oder eben nicht, so ziemlich die blödeste Form von Cargo.Kult, die ich mir vorstellen kann ( bei den Cargos haben wenigsten nachweislich echte Engel [ Flugzeuge ] himmlische Gaben [ Carepakete ] abgeschmissen, was ein gewisses Verständnis für deren Herumgebete weckt, auch wenn es erkennbar unsinnig ist )
          🙂
          Im Gegenteil kann man daraus sicher schließen, daß Feminismus sowas wie eine „kurzfristige Testmutation“ ist, die zuverlässig und automatisch ausrangiert wird, außer vielleicht auf irgendwelchen abgelegenen soziologischen Inseln, wo deren Prinzip unter ganz vertrackten Bedingungen möglw. Vorteile bietet ( da ist mir aber bis heute noch kein glaubhaftes Beispiel für bekannt geworden, Auch die angebl. Indianer, wo der Kriegshäuptling erst den Frauenrat fragen mußte, bevor er den Nachbarstamm angegreifen durfte, ist dafür m.E. dermaßen zu dünne, daß ich es als Treppenwitz der Geschichte[-nerzählung ] empfinde ).

          „Genau darin liegt ja das Problem. Es geht nicht um das „verstehen lernen“, sondern um das Formen. Das ist die eigentliche Katastrophe in der Sache.

          Tja, sehe ich grundsätzlich auch so.
          Formen ( nachhaltig ), das machen Selektionsdruck ( der gute alte Darwin ) und Vorteilserfahrung ( neuere Forschung.
          Und nicht irgendwelche Politclowns.

    • „Frauen hingegen wollen nun, aufgrund berechtigter Teilhabe an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, eben an dieser Welt der Männer auch teilnehmen.“

      Wollen sie das?

      In keiner Partei und kaum einem Verein machen sie 50% der Mitglieder aus. Und in den Parteien sind sie auch selten die ersten, die sich um die aktive Arbeit reißen.

      War es die Wahl zur Bundesvorsitzenden der Grünen, bei der nur eine Frau wählbar war? Ich mag es kaum sagen, aber es ist – wie ich aus kommunaler Erfahrung mit der Partei erfahren habe – nicht ausgeschlossen, dass die Partei tatsächlich bundesweit nur eine zu dem Amt Bereitwillige gefunden hat.
      Auch auf kommunaler Ebene MUSSTE eine Frau auf den ersten Listenplatz und war nur zur Amtsübernahme bereit, wenn man sie in der Sänfte zum Amt trug und ihr versicherte, sie mit der gesamten Man(!)power zu beschützen.

      • „War es die Wahl zur Bundesvorsitzenden der Grünen, bei der nur eine Frau wählbar war?“
        Muß natürlich UNwählbar heißen, nur die Männer waren wählbar, sie hat den Job für umme gekricht.

        Eben deshalb plädiere ich für Abschaffung positivistischer Wahlsysteme. Im GG steht was von freien Wahlen UND Abstimmungen!
        Das heißt:
        Jeder hat eine Stimme und ist Antrags- u. Vertretungsberechtigt. Vollkommen unabhängig von Geschlecht, Einkommen, vorheriger Position, Schuhgröße, Leibgericht und sonstigem Gedöns.
        Und bei jedem Vorschlag/ Kandidaten gibt es zwei Kästchen, JA UND NEIN!

        Sonst ist das Ganze reines Kaschperletheater.

        Mindestens im Basisbereich und bei Urabstimmungen kann es gar nicht anders laufen.

        Wie ich immer sage:
        Die sog. Repräsentative Palavermentsdemokratie ist KEINE Demokratie, sondern ein ( manchmal vielleicht ganz hoffnungsvolles ) Vormodell. Welches den entscheidenden Vorteil hat, daß man es ad hoc mal eben installieren kann, wenn man will sogar von außen.
        Der Nachteil dabei ist:

        A – Die installierende Interessengruppe kann einfach Vorschläge und Kandidaten mitliefern und zack, enen blutrünstigen Diktator einsetzen. Syngman Rhee z.b., Reza Pahlevi, Poroschenko, Tschang Kai Schek, oder diesen Kasper in Afghanistan mit dem Kaffewärmer auf dem unfähigen Kopp.

        B – Wenn dieses Modell nicht permanent und konsequent zu einer Demokratie weiterentwickelt wird, rutscht es automatisch wieder in eine ( hübsch verdeckte ) Diktatur ab, üblicherweise unter Nudging der vorher installierenden Interessengruppe, und schwupps, haste Uschi v.d.L., Muddi Mörkel, Heike Maaslos, irgendwelche Euro- bzw. Globalöllobbyisten und solche Tröten am Hals.

        So einfach ist das, wenn man einfach mal auf die Hintergrundprinzipien und -dynamiken auf ihre Grundwerte zusammenkürzt.

      • Auch hier hast Du meine volle Zustimmung. Ich würde dies nämlich nicht bestreiten wollen. Jeden Aspekt meines Geschriebenen nochmals mit solchen Beispielen zu untermauern, hätte nur absolut den Rahmen gesprengt.

        Letztlich bestätigt Dein Einwand, das von mir geschriebene deshalb, weil Frauen gerade wegen ihrer Veranlagung eigentlich gar kein Interesse haben, in diesen Tätigkeitsfeldern über ein minimales Maß hinaus, tätig zu werden.

        Daher habe ich auch geschrieben, das Quotenregelungen maximal experimentellen Charakter haben dürften, um dann die Ergebnisse wertfrei analysieren zu können. Und ich behaupte, wäre es so gewesen, dann hätte man festgestellt, dass jede politisch eingeführte Quote, absoluter Unsinn ist.

        Aber wir sehen das ja aktuell sowieso. Nur eben mit maximalen Schäden.

        • Is klar, Du siehst ja, ich versuche immer auf grundlegende Muster runterzubrechen, das ewige Detailgefummel bis Adam&Eva hält übermäßig auf.

          „Letztlich bestätigt Dein Einwand, das von mir geschriebene deshalb, weil Frauen gerade wegen ihrer Veranlagung eigentlich gar kein Interesse haben, in diesen Tätigkeitsfeldern über ein minimales Maß hinaus, tätig zu werden.“
          Und das ist prinzipiell auch „gut &richtig“, machen Männer ggf. nicht anders, nur eben entlang ihrer speziellen Veranlagungen.
          Altes Obergesetz des rationalen Maschinenbaus: so gut wie nötig, so einfach/billig/schnell wie möglich. Ist wahrscheinlich schon im Echsenstammhirn so angelegt.
          Gene sind zwar keine „Lebewesen“, aber als deren Steuern- u. Regelnaggregat auf deren Funktionen hin optimiert.
          Kultur ist, dabei einen längerfristig einigungsfähigen Kompromiß zu entwickeln, eben wegen „das Gesamtprodukt ist größer als die Summe der Teilmengen“ 😉

          • @ Chrissy:
            Wenn Du auf meinen Kommentar zugreifst und die überflüssigen Zeichen vom Link oben weglöscht, könnte der möglw. eingebettet werden. Der Blog vom Danisch ( der hat das offenbar netterweise geschnitten und abgelegt ), obwohl wp, wird von Deinem, warum auch immer, nicht automatisch verwurstet, vermute ich. Mit Glück ( ich kenne das WP-Menü nicht ) kann man das auch nachträglich von Hand anschmeißen ( in irgend ’ne Liste reinfügen, oder so … )

  10. Männern in Notlagen die Schuld zuschieben… Nils ist auch nur ein weiterer Träger der gesellschaftlichen männerfeindlichen Struktur, die einerseits für die angesprochenen Notlagen bei Männern verantwortlich ist und andererseits einen Diskurs etabliert, dies läge an den Männer selber, „toxischer Männlichkeit“.
    Wie pervers das ist, zeigt sich wieder mal, wenn man die Geschlechter tauscht. Mann stelle sich vor, der werte Nils würde über Mädchen, die an Magersucht sterben, so schreiben. Dies läge an „toxischer Weiblichkeit“ die die jungen Frauen nur ablegen müssten, und alles wäre in Butter. Dieser „Mann“ widert mich an…

  11. Pingback: Crumar: Das Bundesfrauenministerium und das liebe Geld | uepsilonniks

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